Immer mal wieder … Meine Winter-Wohlfühlessen

So als Foodblogger steht man ja immer ein wenig unter Druck, neue, tolle Gerichte auszutesten und dann zu präsentieren. Damit die geneigte Leserschaft auch neue Inspiration für die Feierabendküche oder das Sonntagsessen bekommt. Aber so wie jeder andere hat auch der Gemeine Foodblogger (Foodbloggerus typicus) Lieblingsgerichte, die auch gerne immer wieder auf den Tisch kommen dürfen. In meinem Fall ist das ja noch einfach, weil ich eigentlich nur auf meine Gelüste Rücksicht nehmen muss  ;-) So unterscheiden sich die Lieblingsessen natürlich auch je nach Jahreszeit. Im Frühling esse ich unglaublich gerne „Grüne Soße“ einfach nur mit Pellkartoffeln oder natas Spargel-Tomaten-Pasta. Im Sommer habe ich einen unglaublich hohen Verbrauch an Tomaten und ungarischen Spitzpaprika, wenn der Tag doof war und ich einfach nur ein unkompliziertes Comfort Food  brauche, ist Lecsó die ultimative Lösung.

Jetzt im Herbst und im Winter ist die Auswahl an Gemüsen etwas eingeschränkter, trotzdem können wunderbare Wohlfühlessen gezaubert werden. Kohl ist ja wirklich gut lagerfähig und sowohl gesund als auch lecker! Gerne mag ich ihn in Kohlsuppe, aber die kann nur Frau Mama richtig kochen. Und für mich selbst ist ein ganzer Weißkohl doch ein wenig zu groß. Mit Spitzkohl komme ich hingegen wunderbar klar, er ist kleiner, zarter, hat eine kürzere Garzeit. Am liebsten mache ich damit Ungarische Krautnudeln (Kápostás tészta). Dieses mal habe ich noch den Rest Bacon, der sich im Kühlschrank langweilte dazu gegeben und habe sowohl mit Pfeffer als auch Puderzucker gewürzt. Großartig! Immer wieder!

Natürlich muss so ein übrig gebliebener Spitzkohl auch verbraucht werden, zum Glück nicht innerhalb von 48 Stunden, aber schon in absehbarer Zeit. In solchen Fällen mache ich gerne japanische Okonomiyaki. Sie werden auch als japanische Pizza bezeichnet, obwohl sie mit der Pizza wie wir sie kennen, nicht allzuviel gemein haben. Es ist eher ein Pfannkuchenteig mit feingeschreddertem Kohl drin und dann eben noch alles mögliche an Zutaten, was man mag und noch im Kühlschrank nach Verwendung schreit. In meinem Fall waren das noch einige Shrimps aus dem TK und eine einsame Kochschinkenscheibe. Wirklich großartig war die Okonomiyaki-Sauce, die ich diesmal selbst schnell zusammenrührte. Tolles Zeug und wirklich wichtig für das Okonomiyaki, weil es sonst etwas fad schmeckt.

Fixe Okonomiyaki-Sauce

Zutaten für ca. 2 Portionen (50 ml):
1 EL Pflaumenmus
1 EL Ketchup
1/2 TL Currypulver
1 TL Worcestersauce
1 TL Sojasauce

Alle Zutaten gut miteinander verrühren! Fertig!
Passt zu Okonomiyaki oder auf Käsetoast oder zu Burgern (aus Fleisch, Gemüse, Fisch) …

Quelle: Dehnst, F. (2008): Itadakimasu. Christian Verlag.

Ein anderes schönes Gericht für das man wunderbar die saisonalen Wurzel- und Kohlgemüse (Petersilienwurzeln, Möhren, Rosenkohl, Blumenkohl) verwenden kann, ist britisches „Bubble and Squeak„. Wenn vom Sonntagsmittag noch Kartoffeln und einige Gemüsereste übrig sind, können die am nächsten Tag wunderbar zermanscht und in der Pfanne knusprig angebraten werden. Genossen werden kann es als vegetarisches Hauptgericht mit einem Salat dazu oder Bratwurst oder gebratenem Hähnchen. Tolles Essen!

Und da ich ja Kartoffeln nicht nur in 500 g-Packungen kaufe, schlummert meist ein Netz im Vorratsschrank. Vor allem mag ich es nicht (und ist glaube ich auch nicht sonderlich gesund), wenn die Kartoffeln anfangen übermäßig zu keimen und zu verschrumpeln. Da sind Gerichte, bei denen einen ordentliche Menge an Kartoffeln weg kommt ideal. Was ich sehr gerne mag, ist Ungarische Kartoffelgulasch (Paprikás krumpli). Würzig, sättigend, lecker, vielseitig! Und ja auch geldbeutelschonend ;-)

Das war’s dann erstmal mit den Wiederholungen in Wort und Bild. Vielleicht sollte ich die Bilder in den alten Beiträgen durch die neuen ersetzen? Hat die geneigte Leserschaft Lieblingsrezepte, die ich unbedingt mal ausprobieren sollte, auf dass sie auch mein Lieblingsgericht werden? Schreibt es einfach in den Kommentaren :-)

7 thoughts on “Immer mal wieder … Meine Winter-Wohlfühlessen

  1. marco 13. Februar 2014 um 20:33 Reply

    Liebe Anikó, du hast absolut recht, das sind richtige Winter-Wohlfühl-Essen, da wird mir vom blossen Lesen und Anschauen warm ums Herz! Ich hatte vorhin das Bild betrachtet und insgeheim gedacht: „Ha! Das sind doch Ungarische Krautfleckerl“ ;) Ausserdem hast du mich gerade wieder darin erinnert, dass ich unlängst die Okonomiyaki ausprobieren wollte. Die kenne ich auch nur dank dir ;)

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    • Anikó 14. Februar 2014 um 19:36 Reply

      So echte Okonomiyakis hab ich ja auch noch nicht gegessen, aber das was ich kenne, ist schon sehr lecker! Mach mal nach!

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  2. chaosqueen 13. Februar 2014 um 21:21 Reply

    Genau so ist das bei uns auch, besonders wenn es nach der Arbeit mit dem Nachhausekommen noch später wird als normal und es draussen ganz ungemütlich ist.

    Dazu gehören Gerichte wie Pizza/Flammkuchen in allen Varianten. Ein anderes Lieblingsgericht sind Pasta mit Tomate, Zucchini, Oliven und Feta auch wenn es sich dabei nicht um Wintergemüse handelt, aber ab und an muss es einfach sein.

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  3. Tring 13. Februar 2014 um 21:49 Reply

    Oh, das Kartoffelgulasch sieht aber sehr gut aus! Ich krieg wieder Hunger, dabei habe ich gerade erst gegessen… ;-) (Du siehst neue Bilder sind eigentlich nicht von Nöten).
    Lieblingsgerichte sind bei mir mit ein paar Ausnahmen auch sehr stark situations- und jahreszeitenabhängig. Im Sommer steigt bspw. mein Tomatenverbrauch ins nahezu Unermessliche (Tomatenbrote wohin man schaut), während es im Winter dann eher was Deftigeres wie Grünkohleintopf oder auch mal ein Milchreis sein darf.
    Ich probiere viel und gerne neue Sachen aus, aber man kann (und muss) sich ja auch nicht ständig neu erfinden (und manchmal habe ich nach der Arbeit auch einfach nicht mehr den Nerv dazu). Aber die Klassiker sind doch auch super und haben absolut ihre Berechtigung. Wenn sie nicht lecker wären, würde man sie ja auch nicht ständig essen, oder? ;-)

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    • Anikó 14. Februar 2014 um 19:40 Reply

      Tring, das Kartoffelgulasch ist wirklich lecker! Der Tomatenverbrauch ist auch exorbitant hier im Sommer, besonders wenn ich bei der ungarischen Verwandtschaft und die Dinger dort massenweise im Garten wachsen :-)

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