Klassischer Sandkuchen

Hier hat sich nicht viel geändert, manchmal überkommt mich die Lust auf Kuchen, aber dann immer noch eher die Klassiker, die Einfachen. Bleibt mir weg mit Cakepops und zuckersüßen, vercremte Cupcakes oder zu reichhaltigen Brownies, von denen man nach einem 1 qcm-Stück schon pappsatt ist. Her mit den Zitronen- oder Marmorkuchen, gebt mir eine einfach Erdbeertorte, jawoll ja – mit Tortenguss! Oder am allerliebsten Omas Quarktorte! Aber die lohnt sich leider nicht für mich alleine, da sind Kuchen, die sich hübsch portionsweise einfrieren lassen schon praktischer!

Erst habe ich meine persönliche Kuchenfee Frau Kochschlampe befragt, mich dann aber doch für einen anderen Kuchen entschieden. Bei ihren Berlin-Besuchen schaut Zwerg immer beim modernen Antiquariat „Extra Buch“ in Kreuzberg vorbei und meist ruft sie mich an und bringt mir ein oder zwei Bücher mit, die oft um die Hälfte reduziert sind (früher hat das Frau Kochschlampe gemacht *g*). Dort erstand sie mir letztes Jahr auch das „Basic baking„. So ein Grundbackbuch fehlte mir ja noch und es sind wirklich schöne Rezepte drin. Deutsche Klassiker wie Bienenstich, Obstkuchen in sämtlichen Spielarten vom Pflaumendatschi über die erdbeergefüllte Biskuitrolle bis zur Pfirsichcrostata, auch Kleinigkeiten wie Kekse und Madeleines fehlen nicht, bombastische Cremetorten können gebastelt werden und herzhafte Gebäcke wie verschiedenen einfache Brote, Pizza und Quiche findet der geneigte Leser ebenfalls. Eine wirklich ansprechende Mischung, für jeden was dabei! Außerdem werden wie in allen Bänden der Basic-Reihe die wichtigsten Zutaten erklärt und auch grundlegende Techniken erläutert. Was ist beim Hefeteig zu beachten? Wie wird der Mürbeteig wirklich mürbe? Wie macht man Brandteig oder Baiser? Wird alles anschaulich erklärt! Und genau solche Bücher brauche ich. S gerne ich koche und da ein bißchen Erfahrung mit Zeiten und Mengen habe, fehlt es mir fast komplett beim Backen. Dafür fabriziere ich zu selten Kuchen. Wer sollte es auch verputzen, wenn ich alle zwei Tage backe? ;-) Und weil ich so lange nichts aus dem „Basic baking“ gebacken habe, darf es bei Foodfreaks „DKduW„-Event mitspielen.

Aber welchen Kuchen habe ich jetzt gemacht? Einen ganz einfachen Sandkuchen. Irgendwie habe ich nie gewusst, wieso der so heißt, aber jetzt ist es mir klar. Er war außen wunderbar knusprig und innen wunderbar weich und ja, sandig. Aber nicht im unangenehmen Sinne. Wahrscheinlich ist es die veränderte Zubereitungsform. Zunächst werden die Eier mit dem Zucker richtig schaumig aufgeschlagen, dass sich ihr Volumen vervielfacht und die Mischung ganz hell wird. Dann wird das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver (ist aber echt wenig und schmeckt wirklich nicht raus) abwechselnd mit der geschmolzenen Butter eingerührt, dass ein dickflüssiger Teig entsteht:

Ich habe ihn diesmal wild aufreißen lassen und das brachte ’ne Menge knuspriger Kruste hervor. Toll, toll, toll!

Er schmeckte fein nach Zitrone und Rum (jahaa, echter Rum *g*) und wird definitiv wieder gebacken! Eine große Nachbackempfehlung für’s kommende Wochenende!

Klassischer Sandkuchen

Zutaten für 1 Kastenform (ca. 30 cm):
250 g Butter
5 Eier
150 g Zucker
3 EL Vanillezucker (oder 2 Päckchen)
2 EL Rum
1/2 Bio-Zitrone, Schale abgerieben
1 Prise Salz
125 g Mehl
125 g Speisestärke
1 TL Backpulver

Für die Form:
Butter und Mehl

Nach dem Backen:
Puderzucker zum Bestäuben

(1) Als ersten die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Aufpassen, dass sie nicht anbrennt. Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen.
(2) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kastenform ausfetten und einmehlen. Zum Ausfetten am Besten das Papier in dem die Butter war, benutzen.
(3) Die Eier in eine Schüssel aufschlagen, Zucker und Vanillezucker dazu und so lange aufschlagen bis eine cremige, fluffige Masse, die einfach mehr ist, entstanden ist.. Rum, Zitronenschale und Salz unterrühren.
(4) Das Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen. Etwas Mehlmischung in die Eiercreme rühren. Den Rest abwechseln mit der flüssigen Butter unterrühren.
(5) In die Form füllen, Oberfläche glatt streichen. Auf der unteren Schiene ca. 1 Stunde backen. Stäbchenprobe machen und eventuell noch länger backen.
(6) Kuchen in der Form 5-10 Minuten stehen lassen, heraus stürzen, wieder umdrehen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Mit Puderzucker zart bestäuben und

genießen!

Quelle: Schinharl, C., Dickhaut, S. (2000): Basic baking. Gräfe und Unzer. München. p 38

Mit Tag(s) versehen: , , , , , , ,

One thought on “Klassischer Sandkuchen

  1. […] klassischer Sandkuchen passt eigentlich immer. Dieser “alte” Klassiker stammt hier aus einem […]

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: