Pasta mit Wirsing nach Jamie Oliver

Ich kann gar nicht soviel essen wie ich neue Gerichte ausprobieren möchte. Meistens koche ich tatsächlich ja nur 2 Portionen, die ich dann verteilt an zwei Tagen esse. Und aus dem Grund hatte ich diese Saison auch irgendwie nur einen Wirsingkohl, der es in meine Küche geschafft hat. Und aus einem kleinen Wirsing wurden wirklich ordentliche Mengen Essen. Die eine Hälfte ging in einen Wirsing-Möhren-Kartoffel-Eintopf vom Rezeptor der „Zeit“. Total lecker, die Würzung richtig gut, aber komplett unfotogen und wenn ich das schon sage … Die zweite Hälfte wollte ich andersweitig verwenden und da ich lange keine Nudeln mehr hatte, dachte ich, lässt sich doch bestimmt kombinieren. Also flugs nach „Wirsing + Pasta“ gesucht und beim Island Girl, die „Neues von der Insel“ berichtet, fündig geworden. Eine Version von Jamie Oliver, die etwas italienisch angehaucht ist mit Thymian, Pinienkernen, Parmesan und Mozzarella.

Ich war ja etwas skeptisch, aber die Kombination ist wirklich lecker! Und schnell gemacht! Ich sag mal so, wenn man alleine alles entspannt ohne Hektik macht, ist man locker in 45 Minuten fertig. Perfektes Feierabendessen! Also noch schnell einen der letzten Wirsinge ergattern, bevor wir alle nur noch in Spargel, Radieschen und Bärlauch schwelgen.

Pasta mit Wirsing, Thymian und Mozzarella

Zutaten für 2 große Portionen:
1/2 Wirsing
1 Knoblauchzehe
einige Zweiglein Thymian
1 handvoll Pinienkerne
Olivenöl
100 g Bacon in Streifen
Salz, Pfeffer
1 kleine handvoll geriebener Parmesan
1 Kugel Mozzarella (125 g)

200-250 g Nudeln (Farfalle oder Penne

(1) Den Wirsing in feine Streifen schneiden. Den Knoblauch häuten und fein würfeln. Vom Thymian die Blättchen abstreifen. Den Mozzarella abtropfen lassen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden.
(2) Ein große Pfanne (die einen passenden Deckel hat) heiß werden lassen und die Pinienkerne bei mittelhoher Hitze ohne zusätzliches anrösten. Immer dabei stehen bleiben und öfter mal an der Pfanne rütteln, damit sie nicht anbrennen. Sobald sie schön goldbraun sind, aus der Pfanne in einer Schüssel schütten.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen.
(4) In der immer noch heißen Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Bacon-Streifen goldbraun braten. Knoblauch und Thymian zugeben und den Knoblauch weich, aber nicht braun werden lassen. Den Wirsing und den Parmesan zufügen. Etwas salzen und pfeffern. Gut durchrühren. Einen kleinen Schluck Wasser hinzufügen, Deckel drauf und etwa 5-10 Minuten dünsten lassen.
(5) Die Nudeln abgießen und noch tropfnass zusammen mit den Mozzarellawürfeln zum Wirsing geben. Gut durchrühren, nochmals kosten und abschmecken und sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Oliver, J. (2000): The Return of the Naked Chef. Penguin. p 133

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13 thoughts on “Pasta mit Wirsing nach Jamie Oliver

  1. Houdini 22. Februar 2014 um 13:34 Reply

    Vor lauter Thai Food habe ich die interessanten Pasta-Varianten beinahe vergessen, gut dass Du daran erinnerst, es gibt ja viele. Hier musste es in letzter Zeit wenn Pasta, dann Spaghetti Frutti di Mare Thai Style sein, auf Wunsch meiner Liebsten :-)

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    • Anikó 3. März 2014 um 07:38 Reply

      Die Thai-Variante ist bestimmt auch spannend :-) Aber habe eigentlich noch nie thailändisch gegessen. Sollte ich mal nachholen, oder?

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  2. Sabine 22. Februar 2014 um 21:17 Reply

    Kam prompt auf die Nachkochliste!

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  3. Sandy 26. Februar 2014 um 09:55 Reply

    Wirsing passt ja eigentlich nicht zu Nudeln – hach, sieht gut aus- muss ich probieren! Viele Grüße

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    • Anikó 3. März 2014 um 07:39 Reply

      Ja, Sandy! Definitiv ausprobieren, weil er passt doch ganz großartig zu Nudeln *g*

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  4. Kristina 28. Februar 2014 um 13:02 Reply

    Liebe Anikó,
    das klingt nach einem idealen Rezept für meinen Kampf gegen die kindliche Wirsing-Aversion…wird gleich mal gepinnt, es wäre doch gelacht, wenn morgen beim Einkauf nicht ein kleiner Wirsingkohl im Körbchen landen könnte… ;)

    Schönes Wochenende!
    <3-lichst,
    Kristina

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    • Anikó 3. März 2014 um 07:40 Reply

      Woher kam die Wirsing-Aversion? Komische Konsistenz? Zu grün? Hoffe Du kannst den Gemüse-Feind besiegen *g*

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      • Kristina 3. März 2014 um 11:15

        Die Wirsing-Aversion kam von Oma, die ihn immer nach dem Dünsten durch den Fleischwolf gedreht und dann nochmal in Mehlschwitze ertränkt hat…jetzt, wo ich mich schonmal selbst an 1,2 Rezepten versucht habe, verstehe ich gar nicht, wie man zu diesem Gemüse nur so grausam sein kann… ;)

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  5. Lila 2. März 2014 um 21:44 Reply

    Doch, Wirsing passt zu Nudeln! Gab es gerade zum Abendessen. War echt lecker. Und es ist schön sich abseits der ausgetretenen Pasta-Pfade zu bewegen….
    Kann ich auch nur weiterempfehlen!

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    • Anikó 3. März 2014 um 07:44 Reply

      Oh, Lila! Das freut mich wirklich sehr, dass Du es ausprobiert hast und es schmeckte!

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      • Lila 6. März 2014 um 21:28

        Ja, war echt lecker, fand sogar mein Süßer, der bisweilen meine fantasievollen Kreationen etwas misstrauisch beäugt. Ganz toll finde ich auch deine ungarischen Gerichte, da kommt auch für mich ein Hauch Kindheit auf. Bin zwar nur halbungarisch, ist also viel weniger präsent, freu mich aber trotzdem jedesmal! Vielen Dank für die vielen Ideen, die du in deinen Blog steckst!

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      • Anikó 6. März 2014 um 22:08

        Bin ja auch nur ’ne halbe Ungarin :-D Ist halt die Frage, wie sehr einen die eigenen Wurzeln interessieren und was man mit dem Wissen macht :-) Ich fahre ja jedes Jahr zur Familie nach Ungarn und würde es total vermissen, wenn es nicht ginge..

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