Archiv für den Monat April 2014

Auf’s Brot – Schnelle, köstliche Forellencreme

Zu einem Bruch muss ja auch was auf das (im Idealfall selbstgebackene *g*) Brot. Natürlich kommen eine schöne Aufschnittplatte und verschiedene Käse auf den Tisch, aber auch selbstgemachte Kräuterbutter und frischer Kräuterquark mit kleingeschnittenen Radieschen sind wunderbar. In der letzten essen & trinken „Für jeden Tag“  fand ich das Rezept für einen Aufstrich mit geräucherter Forelle. Ich bin ja nicht so der große Fisch-Fan, aber geräucherte Forelle mag ich echt gerne und die sonstigen aromagebenden Zutaten wie Meerrettich und Dill liebe ich auch. Kurz mit Frau Mama besprochen, abgesegnet und gemacht.

Der Aufstrich ist echt einfach und schnell gemacht. Ich sage mal, innerhalb von maximal 15 Minuten kann er genossen werden (oder am Tag vorher zubereiten und im Kühlschrank parken, schadet ihm auch nicht). Und er wird genossen werden. Der ist so lecker! Die Mischung von dem geräucherten mit der leichten Schärfe des Meerrettichs mit der frisch kräutigen Süße des Dills, toll! Toll, toll, toll! Unbedingt nachmachen!

Forellencreme

Zutaten für 6-8 Portionen:
2 TL Zitronenschale
2 EL Zitronensaft
1/2 Bund Dill
125 g geräucherte Forelle
200 g Doppelrahmfrischkäse
2 TL Tafelmeerrettich
2 EL Schmand

(1) Den Dill fein hacken. Einige Spitzen zur Dekoration beiseite legen.
(2) Die geräucherten Forellenfilets grob zerzupfen. Einige Stückchen zur Seite legen. Den Rest in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zusammen mit dem Frischkäse, dem Meerrettich, dem Schmand und der Zitronenschale sehr gut verrühren.
(3) Mit dem Zitronensaft abschmecken und den Dill unterrühren.

In dekorative Schälchen füllen mit der restlichen Forelle und Dill dekorieren.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach essen & trinken „Für jeden Tag“ 04/14 Seite 28

Und weil hier ein Süßwasserfisch genutzt wird, den man entweder selbst fangen kann oder aus guten Zuchten käuflich erwerben kann, macht der kleine Beitrag mit beim Süßwasserfisch-Event von multikulinarisches. Den Event finde ich super, auch wenn ich nicht soviel Fisch esse (und ich aus gesundheitlichen Gründen eigentlich öfter Seefisch essen sollte …), weil er genau auf der Problematik der überfischten Meere aufmerksam macht und schöne Alternativen in Rezept und Steckbrief aus heimischen Gewässern und Zuchten vorstellt. Peggy, danke für die ganze Arbeit!

Selbstgebackene Urlaubserinnerungen – Kifli wie in Ungarn

Auch wenn ich länger kein Brot-Rezept mehr veröffentlicht habe, wurde viel gebacken und nur selten Brot für mich selbst gekauft. Aber meist halt das Kartoffel-Weizenbrot oder wenn wirklich nichts mehr da war die Zipferlbrötchen. Die gehen immer noch unschlagbar schnell und schmecken phantastisch! Umzugs- und schulstressbedingt bin ich nicht wirklich dazu gekommen neue Varianten zu testen und zu verbloggen …

Bei Petra von „Brot und Rosen“ entdeckte ich diese „Salzstangen„, die mich fatal an die ungarischen Hörnchen erinnerten, die ich im Urlaub dort öfter kaufe und wirklich liebe. Nur eben gerade in der Form und nicht gebogen. Das Rezept durchgelesen und noch im größeren (nicht im größten) Umzugschaos beschlossen, die Kifli nachzubacken, weil es wirklich schnell ging. Ich sage mal, innerhalb von 75 Minuten sind die Köstlichkeiten aus dem Ofen geholt. Man benötigt nur Zutaten, die man zur Not schnell im Supermarkt umme Ecke besorgen kann oder man eh schon im Vorratsschrank hat. Und schon kann es losgehen. Der Teig benötigt zwar keine langen Gehzeiten, aber durch die lauwarme Flüssigkeit und das kurze überbrühen im heißen (nicht kochenden) Wasser, bekommt die Hefe den nötigen Wärmeschub, um zu arbeiten und die Kifli werden schon fluffig und nicht hart. Probiert sie ruhig mal aus, es lohnt sich! Ein wirklich einfaches, schnelles Rezept, dessen Ergebnis mich und sogar die Familie überzeugt hat! Werde ich definitiv öfter basteln!

Kifli – Fluffige Gebäckstangen

Zutaten für 10 Stück:
500 g Mehl (Type 550)
1,5 TL Salz
4 EL zimmerwarme Butter (entspricht 40g)
200 ml lauwarmes Wasser
50 ml lauwarme Milch
1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker

 Zum Bestreuen: Mohn, Sesam, Salz, Kümmel

(1) Mehl mit Salz und Butter verrühren.
(2) Die Hefe mit dem Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Unten sind die Stadien der Hefeauflösung:

(3) Die flüssige Hefe mit dem Wasser und Milch mischen und alles zum Mehlgemisch geben. 5 Minuten mit der Küchenmaschine auf kleiner Stufe (2 von 10 bei der KitchenAid) kneten lassen.
(4) Den Teig sofort in 10 Teile teilen und diese rund wirken. Dafür den Teigklumpen mit erst mit etwas Druck der flachen Handfläche auf der Arbeitsfläche rotieren lassen, dann die Hand hohl formen und dadurch werden die Bällchen rund. In diesem Video sieht man in schnell, wie es funktioniert. Mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.

(5) Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen. Von der Herdplatte nehmen. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(6) Bällchen zu einer Zunge ausrollen …

… und von der schmalen Seite her aufrollen, 5 Minuten ruhen lassen.

(7) Dann die Röllchen in das warme (auf keinen Fall mehr kochende) Wasser geben und ca. 1 Minute darin lassen. Gut abtropfen lassen und auf das Blech legen. Mit Salz, Mohn, Sesam oder Kümmel bestreuen.

(8) Stangen im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: Brot und RosenSalzstangen

Osterbrunch 2014 – Ein Überblick

Hattet ihr schöne Osterfeiertage? War der Osterhase fleißig?

Ich war (natürlich) wieder bei der Familie in Rostock und wir machten uns ein paar ruhige Tage. Bei Ausflügen bin ich ja momentan durch meine eingeschränkte Gehstrecke eher ein Spaßverderber, also verwöhne ich die Familie gerne zu Hause. Zum Ostersonntag plante ich ein Brunch, dessen Reste auch gleich noch für den nächsten Tag reichten. Wir verteilten die Vorbereitungen auf die Tage vorher, so dass der Stress sich Ostersonntagmorgen in Grenzen hält, Planung ist alles ;-)

Am Sonntagmorgen sah unser Brunchtisch dann so aus:

Einen Teil der Aufstriche steht darauf, selbstgemachter Kräuterbutter und Kräuterquark, der Braten und selbstgebackene Brötchen und natürlich hartgekochte Eier, die Frau Mama und ich noch den Abend vorher bezeichneten:

Auf der Arbeitsfläche stand der Rest vom Buffet mit Aufschnitt, Käse, Salaten:

Schon am Mittwoch vor Ostern buk ich in einer Nachmittagsaktion für Ostern Kifli und einen Hefezopf, die im Tiefkühler auf ihren Einsatz warteten:

Nun gibt es bei mir in den nächsten Tagen eine Oster-Nachlese mit Ideen für’s nächste Jahr (oder mal ein gemütliches Brunch mit Freunden zwischendurch) mit den Rezepten für folgende Köstlichkeiten:

  • Kifli
  • Forellencreme
  • Soleier
  • Würzige Möhren-Linsen-Suppe
  • Supersaftiger und schneller Kasslerbraten
  • Nudelsalat
  • Rhabarber-Quark-Dessert

Die meisten Sachen lassen sich gut vorbereiten, so dass am Tag des Brunches nur noch Kleinigkeiten zu erledigen sind. Was mir auch sehr entgegenkommt, weil ich früh morgens noch nicht wirklich produktiv bin bzw. mein Hirn nur Standardprozeduren zulässt ;-)

Als erstes möchte ich Euch den Hefezopf vorstellen, den Frau Mama sich wünschte. Frau Mama mag so etwas süßes Hefegebäck wirklich sehr und würde es (fast) jedem Stück Kuchen zum Nachmittagskaffee vorziehen. Das Rezept habe ich aus der aktuellen Ausgabe der „deli„, wo in anschaulichen und eindeutigen Illustrationen festgehalten ist. Wenn ich so gut zeichnen könnte, würde ich der geneigten Leserschaft auch ein paar Rezepte aufmalen ;-)

Der Hefezopf ist jedenfalls ziemlich einfach zuzubereiten und hat keinen Schnickschnack wie Rosinen oder Orangeat/Zitronat drin. Er ist wirklich saftig und schmeckt wunderbar einfach mit Butter bestrichen. Wer es süßer mag, kann gerne noch Honig und leckere selbstgemachte Erdbeermarmelade dazu essen. Wir fanden ihn wirklich gut! Und in kleinerer Form werde ich ihn bestimmt für mich auch mal backen. Toller Zopf!

Hefezopf

Für 1 großen Zopf:
250 ml Milch
20 g frische Hefe (1/2 Würfel)
75 g Zucker
500 g Weizenmehl (Type 550)
1 Ei
1,5 TL Salz
75 g weiche Butter

(1) Die Milch lauwarm werden lassen, entweder in der Mikrowelle oder im kleinen Topf. Die Hefe in ein Schüsselchen krümeln, mit etwas lauwarmer Milch und dem Zucker gut verrühren. Etwas stehen lassen. Das Ei in einer Tasse verquirlen. 3 EL davon im Kühlschrank kalt stellen.
(2) Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. Die in Würfel geschnittene Butter dazu geben, ebenso die Hefe-Zucker-Milch-Mischung und die restliche lauwarme Milch hinzufügen und 5 Minuten lang kneten.
(3) Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und den Teig 1 Stunde gehen lassen.
(4) Den Teig nochmals durchkneten und dritteln. 10 Minuten ruhen lassen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(5) Die Teigstücke zu lange Rollen formen und dann locker flechten. Den Zopf auf das Backblech legen, mit dem Geschirrtuch abgedeckt 45 Minuten gehen lassen.
(6) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) vorheizen.
(7) Den Zopf mit dem restlichen Ei aus dem Kühlschrank bestreichen.
(8) Im Ofen 25 Minuten backen. Wenn er zu dunkel wird, die letzten 10 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken.

Abkühlen lassen und frisch, mit Butter bestrichen,

genießen!

Quelle: ganz leicht abgewandelt nach deli 01/2014 –  Hefezopf Seite 30/31

Balkon-Kartoffeln – Das große Einpflanzen

Vorgestern war es soweit! Meine drei gekeimten Kartoffeln durften Erde spüren! (Eigentlich sollte der Beitrag schon gestern erscheinen, doch mein Kreislauf …) Aber dafür waren erst noch ein paar Vorbereitungen nötig. So ein Mörteleimer ist ja schön und gut, aber er braucht noch ein paar Löcher, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann und die Kartoffeln nicht „ertrinken“. Für solche Aktionen verwende ich immer den tollen kleinen Akkubohrer, den Herr Papa mir kaufte. Tolles Ding! Und es macht irgendwie Riesenspaß ihn zu verwenden :-)

Wenn der Eimer dann Löcher hat, kann er natürlich nicht mehr seiner natürlichen Eimerfunktion nachkommen und z.B. Flüssiges transportieren, aber als Pflanzgefäß für’s nächste Jahr eignet er sich immer noch hervorragend!

Statt der im vorherigen Beitrag gezeigten gelben Kartoffeln, fand ich im Supermarkt bei meinen Eltern rotschalige Kartoffeln, die wahnsinnig gut schmecken. Also schwupps etwas Keimen lassen, was sie auch von ganz alleine machen. Noch ein paar Tage auf der Fensterbank stehen lassen, damit die Keime etwas Energie tanken können und schon ein bisschen Chlorophyll (die grüne Farbe) einlagern. In dieser Position kommen die Kartoffeln auch in die Erde. Die gekeimten Stellen schön nach oben, damit sie einen kürzeren Weg zum Licht haben. Guckt Euch Eure Kartoffeln mal genauer an, dann findet ihr an einem Ende einen Punkt/Auge, der nicht keimt und genau mit diesem Auge nach unten, muss die Kartoffel in die Erde.

Dann braucht so ein Topf, egal wie groß er ist, auch noch eine Drainageschicht. Früher konnte man einen alten Tontopf zerdeppern (letztens hörte ich auch den Tipp von zerschlagenen Dachziegeln, aber da ich in letzter Zeit kein Haus baute, sind die auch rar) und als unterste Schicht einfüllen. Doch seit fast alle Töpfe nur noch aus Plaste sind, benutze ich immer alte Plastiktöpfe, in denen Supermarkt-Basilikum gerne angeboten wird. Den zerschneide ich einfach…

… und lege die Stücke sich möglichst überlappend in den Eimer.

Dann kommt noch eine Lage Küchenkrepp drüber, damit nicht soviel Erde beim Gießen ausgeschwemmt wird. Dann kann man schon Erde einfüllen. Ich habe etwa bis zu 5l-Marke die Erde eingefüllt …

… und dann die Kartoffel rein gegeben. Noch etwas Erden obendrauf. Dann den Eimer auf einen entsprechend großen Untersetzer setzen und gießen. Untersetzer finde ich wichtig, damit man sich nicht den Balkon einsaut mit dem überschüssigen Wasser und der darin gelösten Erde.

Entgegen meiner Ankündigung habe ich doch nur eine Kartoffel in den Eimer gesetzt. Irgendwie erschien mir der Platz darin doch zu wenig für zwei oder gar drei Kartoffeln.

Die anderen beiden Kartoffeln hab ich dann in den 40 l-Sack mit der Resterde gesteckt. Mit einer Schere schnell ein paar Löcher gestochen, damit auch dort Wasser abfließen kann.

Der Vorteil an so einem Erdsack ist, dass man ihn schön weiter runter krempeln kann und wenn das Kartoffelgrün dann groß genug ist, einfach den Sack weiter hoch krempeln und Erde nachfüllen, damit sich schön viele Kartöffelchens bilden :-)

Das war meine Kartoffelpflanz-Aktion für dieses Jahr. Ab jetzt heißt es beobachten, gießen, Erde nachfüllen und sich freuen. Wie lief es denn bei den Mitstreitern so?

Natürlich habe ich nicht nur Kartoffeln auf dem monströs großen Balkon, es wächst schon und wird noch anderes wachsen. Aber davon berichte ich dann gesondert. Seid gespannt, ich bin es auch!

Ein Gemeinschaftsexperiment: Die Balkon-Kartoffel

Die Tage sind wieder länger, die Vögel zwitschern (ja, manchmal brüllen sie auch gefühlt *g*) und etliche Leute haben das dringende Bedürfnis ihre Hände in Erde zu vergraben. Nun hat nicht jeder einen Schrebergarten … Ich jetzt hier in Göttingen auch nicht und um ehrlich zu sein, ist bei mir auch nicht wirklich mehr die Kraft da, um mich alleine um einen Schrebergarten zu kümmern. Aber wenn man Glück hat, hat man einen schönen Balkon, auf dem sich einige Sachen anbauen lassen. In der alten Wohnung in Kassel war der Balkon wirklich winzig! Wenn der Wäscheständer drauf stand, hatte ich keinen Platz mehr und die Blumentöpfe mit Kräutern und Erdbeeren standen auf der Balustrade, geschützt durch ein Anti-Tauben-Netz *g* Der jetzige Balkon ist ein Traum! Er geht über die komplette Breite meiner Wohnung, nach südwest ausgerichtet, hat schattige und sonnige Eckchen. Die Wäsche kann drauf trocknen und gleichzeitig ich noch gemütlich am Tisch essen. Großartigst!

Letztens beim netten Gespräch auf Facebook mit Frau Sabine von Hamburg kocht! unterhielten wir uns über die anstehende Gartensaison und dass Sabine letztes Jahr versuchte im Mörteleimer Kartoffeln wachsen zu lassen, was sich aufgrund diverser baulicher Gartenprobleme nicht endgültig realisieren lässt. Ohne ein bisschen Licht wächst auch keine Kartoffel… Dieses Jahr wollte sie es wieder probieren und ich fand die Idee ganz entzückend, weil mir Umzug ein vor Jahren angeschaffter Mörteleimer wieder in die Hände fiel.

Schnell kam der Gedanke eine Art Blogevent zu machen. Wir können uns vorstellen, dass ein paar von Euch da draußen Lust auf köstlichste, eigene Kartoffeln haben, aber eben nicht den Platz und Zeit um einen ganzen Kartoffelacker zu bestellen. Hat wer Lust mitzumachen? Viel Geld und Zeit muss dafür nicht investiert werden. Eigentlich benötigt ihr nur vier Sachen: Erde (Blumenerde sollte es tun!), Wasser, ein oder zwei Kartoffeln, die Euch schmecken.

Diese am Besten einige bis etliche Tage in einen leeren Eierkarton an einen hellen Ort stellen, dass sie anfängt ordentlich zu keimen. Das muss allerdings nicht sein, auch ungekeimt können sie in die Erde kommen, dann dauert es nur länger bis die Pflanze anfängt zu wachsen.

Dann ist natürlich noch das Pflanzgefäß notwendig. Einfach ist so ein Mörteleimer (oder 10 l Aufwischeimer), den es für wenige Euro in jedem Baumarkt käuflich zu erstehen gibt. Meiner fasst 12l.

Wenn man will, kann man mit einem Akkuschrauber auch noch ein paar Löcher zum Besseren Abfluss einbohren. Wer das nicht machen will, auch nicht schlimm, einfach darauf achten, dass nicht zu viel Wasser im Topf ist und die Kartoffeln eventuell verfaulen.

Hier mein Zeitplan:

Seit Gründonnerstag: Kartoffeln aus dem Supermarkt lagen bei meinen Eltern im Kartoffelkorb und sind etwas gekeimt.
24.04.2014: Löcher in den Eimer bohren. Den Boden des Eimers mit Küchenkrepp bedecken (damit die Erde beim Gießen nicht sofort mit wegschwimmt), Eimer zu etwa 1/3 mit Erde füllen (hier: Tomaten- und Gemüseerderestbestände vom letzten Jahr). Die Kartoffeln (2 oder 3 Stück, mal sehen) in die Erde stecken. Gießen. Warten.

Dann werde ich Euch (wenn möglich und nichts dazwischen kommt) wöchentlich kurz auf dem Laufenden halten, was sich im Mörteleimer so tut.

Und? Mag jemand mitspielen? Einfach nur als kleines Experiment!
Berichtet in Euren Blogs darüber! Wenn ihr mögt und Interesse besteht kann ich auch – sagen wir – monatliche Zusammenfassungen machen, wie sich die Eimer-Kartoffeln von Kiel bis München (oder gar europaweit?) so entwickeln.

Wer keinen Blog hat, kann auch gerne einfach seine Bilder an die folgende E-Mailadresse schicken: paprikameetskardamom (at) freenet Punkt de :-)

Es gibt keine Voraussetzungen, keine Gewinne, aber hoffentlich ein wenig Spaß und leckere Kartoffeln im Frühherbst!

Flüssiges Letscho oder Tomaten-Paprika-Suppe

Endlich habe ich wieder etwas Zeit und Muße zum Kochen. Durch meinen Umzug wohne ich nicht mehr 48 km von der Schule entfernt, sondern nur noch 550 m. Wunderbar! So bleibt mittags auch noch Zeit eine Kleinigkeit zu kochen, wenn keine Reste übrig geblieben sind. Und ich habe endlich einen so großen, schönen Balkon (ohne afghanische Kochdüfte von Nachbarn *g*), dass sich regelmäßiges speisen auf demselbigen wirklich lohnt, also wenn die Sonne mitspielt. Vorgestern genoß ich dort eine Möhren-Stangensellerie-Tortilla mit original ungarischem Weißkohlsalat aus Vecsés (höchstberühmte Gegend in Ungarn für ihr Sauerkraut und überhaupt eingelegte Gurken und Kohl):

Für gestern holte ich noch ein paar Spaghetti Carbonara-Muffins aus dem Tiefkühler, die, während ich in der Schule saß, vor sich hin tauten. Aber mir war noch nach etwas suppigem. Und was passt besser als Tomaten zu Spaghetti. Eine 3/4 große Paprikaschote war auch noch im Kühlschrank, die vor sich hindümpelte. Passt doch! Damit die Suppe etwas Bindung kriegt, habe ich ein wenig Basmati-Reis mitgekocht.

Dafür, dass es so halb improvisiert war, ist die Suppe wirklich lecker geraten! Sie lässt sich auch noch verfeinern, streut ein paar geröstete Croutons drüber oder ein wenig Schmand. Ich schätze auch ein paar Baconstreifen oder gekrümelter Feta sind nicht zu verachten. Mich erinnerte sie geschmacklich ein wenig an mein heißgeliebtes Lecsó, aber das ist ja nicht das verkehrteste!

Und weil zufällig so überhaupt kein einziges tierisches Produkt seinen Weg in die Suppe fand – sowas passiert mitunter – darf es beim „tierfreitag“ der esskultur mitspielen.

tierfreitag

Tomaten-Paprika-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
1 Möhre
1 Stange Sellerie
1 Zwiebel
1 rote Paprikaschote
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
großzügige Prise Zucker
Salz, Pfeffer
1/2 Kaffeetasse Basmati-Reis
2 400 g Dosen Tomaten
1 Prise Chiliflocken (Pul Biber)
1 handvoll Basilikumblätter

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Möhre schälen und grob raspeln. Die Selleriestange entfädeln und fein würfeln. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und ebenfalls fein würfeln. Die Paprikaschote waschen, entkernen und in feine Würfel schneiden.
(2) In einem Topf (nicht unbedingt der kleinste) das Olivenöl auf mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Paprika andünsten. Mit Salz, Pfeffer und der großzügige Prise Zucker würzen. Deckel drauf und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten. Dann die Knoblauchwürfel zugeben und etwa 1 Minuten mitdünsten bis er duftet. Den Reis mit den Tomaten zufügen. Eine der leeren Dosen mit Wasser auffüllen und dazu gießen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen.
(3) Nach der Zeit die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Kosten und eventuell nochmal mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Den feingeschnittenen Basilikum unterrühren.

Genießen!

Wer mag kann gerne noch Croutons drüber streuen oder etwas Schmand oder Ziegenfrischkäse drauf geben. Vielleicht passen auch ein paar geröstete Nüsschen? Eine schön vielfältige Suppe.

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