Balkon-Kartoffeln – Das große Einpflanzen

Vorgestern war es soweit! Meine drei gekeimten Kartoffeln durften Erde spüren! (Eigentlich sollte der Beitrag schon gestern erscheinen, doch mein Kreislauf …) Aber dafür waren erst noch ein paar Vorbereitungen nötig. So ein Mörteleimer ist ja schön und gut, aber er braucht noch ein paar Löcher, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann und die Kartoffeln nicht „ertrinken“. Für solche Aktionen verwende ich immer den tollen kleinen Akkubohrer, den Herr Papa mir kaufte. Tolles Ding! Und es macht irgendwie Riesenspaß ihn zu verwenden :-)

Wenn der Eimer dann Löcher hat, kann er natürlich nicht mehr seiner natürlichen Eimerfunktion nachkommen und z.B. Flüssiges transportieren, aber als Pflanzgefäß für’s nächste Jahr eignet er sich immer noch hervorragend!

Statt der im vorherigen Beitrag gezeigten gelben Kartoffeln, fand ich im Supermarkt bei meinen Eltern rotschalige Kartoffeln, die wahnsinnig gut schmecken. Also schwupps etwas Keimen lassen, was sie auch von ganz alleine machen. Noch ein paar Tage auf der Fensterbank stehen lassen, damit die Keime etwas Energie tanken können und schon ein bisschen Chlorophyll (die grüne Farbe) einlagern. In dieser Position kommen die Kartoffeln auch in die Erde. Die gekeimten Stellen schön nach oben, damit sie einen kürzeren Weg zum Licht haben. Guckt Euch Eure Kartoffeln mal genauer an, dann findet ihr an einem Ende einen Punkt/Auge, der nicht keimt und genau mit diesem Auge nach unten, muss die Kartoffel in die Erde.

Dann braucht so ein Topf, egal wie groß er ist, auch noch eine Drainageschicht. Früher konnte man einen alten Tontopf zerdeppern (letztens hörte ich auch den Tipp von zerschlagenen Dachziegeln, aber da ich in letzter Zeit kein Haus baute, sind die auch rar) und als unterste Schicht einfüllen. Doch seit fast alle Töpfe nur noch aus Plaste sind, benutze ich immer alte Plastiktöpfe, in denen Supermarkt-Basilikum gerne angeboten wird. Den zerschneide ich einfach…

… und lege die Stücke sich möglichst überlappend in den Eimer.

Dann kommt noch eine Lage Küchenkrepp drüber, damit nicht soviel Erde beim Gießen ausgeschwemmt wird. Dann kann man schon Erde einfüllen. Ich habe etwa bis zu 5l-Marke die Erde eingefüllt …

… und dann die Kartoffel rein gegeben. Noch etwas Erden obendrauf. Dann den Eimer auf einen entsprechend großen Untersetzer setzen und gießen. Untersetzer finde ich wichtig, damit man sich nicht den Balkon einsaut mit dem überschüssigen Wasser und der darin gelösten Erde.

Entgegen meiner Ankündigung habe ich doch nur eine Kartoffel in den Eimer gesetzt. Irgendwie erschien mir der Platz darin doch zu wenig für zwei oder gar drei Kartoffeln.

Die anderen beiden Kartoffeln hab ich dann in den 40 l-Sack mit der Resterde gesteckt. Mit einer Schere schnell ein paar Löcher gestochen, damit auch dort Wasser abfließen kann.

Der Vorteil an so einem Erdsack ist, dass man ihn schön weiter runter krempeln kann und wenn das Kartoffelgrün dann groß genug ist, einfach den Sack weiter hoch krempeln und Erde nachfüllen, damit sich schön viele Kartöffelchens bilden :-)

Das war meine Kartoffelpflanz-Aktion für dieses Jahr. Ab jetzt heißt es beobachten, gießen, Erde nachfüllen und sich freuen. Wie lief es denn bei den Mitstreitern so?

Natürlich habe ich nicht nur Kartoffeln auf dem monströs großen Balkon, es wächst schon und wird noch anderes wachsen. Aber davon berichte ich dann gesondert. Seid gespannt, ich bin es auch!

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5 thoughts on “Balkon-Kartoffeln – Das große Einpflanzen

  1. Foodfreak 26. April 2014 um 11:21 Reply

    Muha. Alte Plastikpötte als Drainageschicht: ge-ni-al. Da hätte ich auch drauf kommen können…

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  2. […] Balkon Kartoffeln bei Paprika meets Kardamon, grandios Idee für alle ohne eigenen Garten. […]

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  3. Schnick Schnack Schnuck 29. April 2014 um 13:49 Reply

    Schönes Experiment! Wir bestellen grad ein neues Stück Land mit Kartoffeln, damit die dort den Boden auflockern. Die ersten grüne Triebe sind schon raus.

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  4. Food for Angels and Devils 29. April 2014 um 19:50 Reply

    meine sind schon etwas weiter. Mal schauen, wieviele ich dieses Jahr ernten kann ;-)

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  5. Stephanie 3. Mai 2014 um 12:23 Reply

    Ziemlich coole Idee. Wir haben auf dem Balkon auch schon Chili, Tomaten und Karotten gezogen. Die Möhren kamen damals in eine aufgeschnittene Wasserflasche ;-) LG, Steffi

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