Archiv für den Monat Mai 2014

Homemade Essig – ein Versuch

Habt ihr auch schon mal so einen ekligen Schleier in Euren Essigflaschen bemerkt? Ich dachte ja früher, dass der Essig dann schlecht geworden ist, bis mich Frau Kochschlampe vor 4 Jahren aufklärte, dass das die Essigmutter sei. Essigmutter? Nie gehört … Als Essigmutter bezeichnet man die Bakterien, die dafür zuständig sind, Alkohol in Essig umzuwandeln (und das sollten wir auch mal im Chemie-Unterricht gehört haben). Tja, ich habe die „befallenen“ Essige zwar nicht mehr entsorgt, aber auch weiter nichts damit angestellt. Bis mir das Buch „Save with Jamie“ von Jamie Oliver unterkam. Ich mochte die Sendung schon sehr gerne, in der es darum geht kostengünstig zu kochen. Welche Stücke vom Tier sind preisgünstig, wie kann man schmackhaft zubereiten und wie die Reste weiter verwenden? Was kann man mit komischen kleinen Gemüseresten machen? Was alles aus naturgemäß großen Gemüsesorten gemacht werden kann. Alles in allem sind in dem Buch wirklich schöne Rezepte und nützliche Tipps versammelt.

Ein Kapitel dreht sich um Weinreste. Die habe ich tatsächlich manchmal, auch wenn ich nur die kleinen Flaschen kaufe, weil ich das Zeug ja nicht trinke, nur selten verkoche. Und trotzdem bleibt manchmal einfach was über und es tat mir leid, den Rest wegkippen zu müssen. Nun stand im „Save with Jamie“, dass man Essig aus den Weinresten ganz einfach selbst machen kann. Entweder man züchtet sich seine eigene Essigmutter, indem man eine Weinflasche stehen lässt, die Bakterien fliegen ja in der Luft herum, siedeln sich im Wein an und beginnen mit ihrer Arbeit. Man kann aber auch einfach die Essigmutter aus den gekauften Essigflaschen in ein wirklich sauberes Glas umfüllen und mit dem Restwein auffüllen. Dabei sollte ein Plastiklöffel benutzt werden, weil die Essigbakterien bei Berührung mit Metall absterben. Also dabei wirklich darauf achten. Das Glas dann nur leicht verschließen und an einen dunklen, nicht zu kühlen Ort stellen. Nach einigen Wochen bildet sich daraus dann astreiner Essig. Es können Rot- und Weißwein getrennt voneinander zu Essig vergoren oder auch zusammen gekippt werden. Wer mag und dekadent ist, kann ja auch zum Beispiel Sekt/Champagner zu Essig vergären. Den fertigen Essig kann dann normal benutzt werden wie jeder gekaufte. Der Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

Ich bin mal gespannt, wie das in meinem kleinen Glas so wird. Zumindest sieht die Essigmutter ausreichend eklig aus ;-)

Kratzete – Perfekt zu Spargel

Die südwestdeutsche Küche war ja schon immer etwas raffinierter als die norddeutsche. Da macht sich das mildere Klima, die dadurch resultierende größere Vielfalt an Obst und Gemüse und die Nähe zu den genusssüchtigen französischen Nachbarn bemerkbar. Die norddeutsche Küche ist da eher bäuerlich, rustikal, mit einer starken Vorliebe herzhaft und süß zu kombinieren.

Seit ich die simple Zubereitungsmethode im Ofen (wahlweise Auflaufform oder in der Alufolie) für Spargel entdeckt habe vor einigen Jahre, gibt es ihn bei mir in der Saison zu 75% in der Art und Weise. Für die restlichen 25% suche ich mir neue Rezepte, damit es nicht zu langweilig wird. Klassisch zu einfachem Spargel sind ja Pellkartoffeln. Und Pellkartoffeln passen wirklich wunderbar, wenn man schön aromatische Kartoffeln hat (als Kind mochte ich Pellkartoffeln so gaar nicht!). Aber da muss es ja noch andere Beilagen zu geben. Im „Deutschland vegetarisch“ fiel mir ein Rezept für Kratzete ins Auge. Das ist, ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster, die südwestdeutsche Version eines österreichischen Kaiserschmarrn, nur in herzhaft. Es wird ein fluffiger Pfannkuchen gebacken, der dann in der Pfanne zerzupft wird. Normalerweise gehört zum Rezept von Herrn Paul gekochter Spargel, den ich aber gar nicht leiden kann und Hollandaise, die mir an dem Tag zu anstrengend war zu rühren. Also purer Ofen-Spargel mit den Schnittlauch-Kratzete.

Und ich muss sagen, die Kombination ist wirklich unglaublich gut! Der feine Schnittlauch-Pfannkuchen passt wunderbar zum zarten Geschmack des Spargels. Eine große Nachbastelempfehlung von mir!

Die geneigte Leserschaft aus dem Südwesten der Republik, macht ihr Kratzete noch zu was anderem? Kann doch nicht angehen, dass ihr diese köstlichen Dinger nur im Frühling zur Spargelsaison esst. Also her mit Euren Ideen, wozu passen sie noch?

Schnittlauch-Kratzete

Zutaten für 2 Portionen als Beilage:
1 Ei
100 ml Milch
90 g Mehl (Type 405)
½ Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
2 EL Öl
1 EL Butter

(1) Das Ei trennen. Eigelb mit Milch und Mehl zu einem glatten Teig verrühren. Schnittlauch in Röllchen schneiden und unterrühren. Das Eiweiß mit einer Prise Salz in einer fettfreien Schüssel mit dem Handmixer (oder wer lahme Handgelenke will mit dem Schneebesen) steif schlagen. Vorsichtig unter den Teig heben. Teig mit Salz und Pfeffer würzen.
(2) In einer mittelgroßen Pfanne das Öl erhitzen und den Teig hinein geben. Bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten fest werden lassen. Wenden und mit Hilfe eines Pfannenwenders in Stücke reißen.
(3) Die Butter zugeben und rundrum goldbraun braten lassen.

Zum frisch gegarten Spargel servieren.

Genießen!

Quelle: Paul, S., Seiser, K. (Hg.) (2013): Deutschland vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 36

Alles grüne explodiert! – Balkon-Kartoffeln und anderes Gemüse

Unglaublich! Wie schnell alles momentan wächst! Was so ein bisschen Wärme und Sonne doch ausmachen. Klar, prinzipiell weiß ich das ja, bin schließlich Botanikerin, aber es ist noch was anderes, das Wachstum, ja ich würde sogar Explosion sagen, vor der eigenen Nase auf dem Balkon beobachten zu können. Ich bin total fasziniert!

Die Kartoffeln sind auch so groß geworden. Ich hab tatsächlich noch weiter Erde angehäufelt und der Eimer ist jetzt voll. Aber die Kartoffelblätter wachsen fröhlich weiter. Ich bin ja gespannt, ob und wann sie blühen!

Bei den Sackkartoffeln wäre noch Platz für mehr Erde, aber auch die lass‘ ich jetzt so, weil ich den Sack sonst nicht mehr bewegen kann. Und vielleicht muss er ja doch nochmal von Punkt A nach Punkt B auf dem Balkon verschleppt werden.

Mit großer Freude stellte ich fest, dass auf meinem Balkon tatsächlich etliche Insektenarten rumfliegen, nicht nur Käfer auch verschiedene Bienen und Hummeln. Eine Hummel war regelrecht berauscht von meinen Schnittlauchblüten. Sie ließ sich überhaupt nicht stören und war ein äußerst geduldiges Modell für mich ;-)

Auch die Brennessel wird langsam groß und kriegt mehr Blätter. Wenn ich nicht aufpasse beim Balkonkasten auf’s Geländer hieven, piekst die mich ganz schön, aber soll ja gut gegen die nicht vorhandene Arthritis helfen …

Auch die Radieschen machen sich, langsam entwachsen sie dem Keimlingsstadium und bilden richtige (wieder mal pieksige) Blätter. Ab und zu muss ich doch eines der kleinen Pflänzchen rauszupfen, damit die anderen schön dicke Knollen entwickeln können.

Auch der Salat kommt langsam in Schwung. Aus diesem Bulk muss ich demnächst nochmal ein paar zupfen, damit die anderen, mal wieder, mehr Platz haben.

Unter die Paprika und Aubergine rührte ich die Tage noch Guano-Dünger und sie wachsen wirklich schön. Die Paprika verzweigt sich so langsam sogar, aber ob sie noch rechtzeitig Blüten und Früchte bildet, dass die dann reif werden können. Ich bin skeptisch …

Die etwas unscharfe Aubergine hat auch schon schöne Blätter gebildet!

Die Arbeit der Bienen trägt Früchte und die ersten Erdbeeren zeigen sich. Bin ich gespannt, wie die schmecken werden!

Auch die kleinen Monatserdbeerchens haben grüne Früchtchen dran. Ich bin gespannt, ob die dann ab Juli tatsächlich nochmal blühen …

Bei der Zucchini kommen wirklich schon die ersten Blüten! Ich freue mich ja so! Ob sie noch anfangen wird zu klettern, wird sich noch zeigen …

Die Erbsen! Was sind die Erbsen gewachsen in der letzten Woche! Und sie wollen definitiv klettern, aber da müssen sie noch ein wenig größer werden bis sie an das Balkongeländer reichen …

Von den Bohnen ist leider noch kein grün zu sehen, aber die sind ja auch erst eine Woche in der Erde, da muss ich mich noch ein wenig gedulden. Die Tomaten machen sich prächtig und wachsen wunderbar.

Ach, ich freue mich so über die grüne Pracht auf meinem Balkon! Es macht so unglaublich viel Spaß zwischen meinen Pflanzen-„Buddies“ zu entspannen *g*

Großartigstes Zitroneneis

Die ersten Tage mit Hochsommertemperaturen! Hier in der Mitte Deutschlands zum Glück bisher nicht so lange andauernd, aber ich werde alt und so schnelle Wetterwechsel bekommen mir nicht. Sowas gibt immer Matschkopf deluxe *seufz* Aber zum Glück hat ja mal irgendjemand die perfekte Abkühlung von innen erfunden: Eis. Schon letztes Jahr hab ich gegrübelt, ob ich mir eine Eismaschine mit Kompressor anschaffe, um unabhängig zu sein und eben Eis nach meinen Bedürfnissen (laktosearm, nicht zu viel Fett) machen zu können und nicht durch die halbe Stadt zur nächsten vernünftigen Eisdiele fahren zu müssen. Letztes Jahr kam es dann doch nicht dazu, aber dieses!

Ich habe jetzt eine ziemlich schwere, aber praktische Unold Cortina (ich bekomme kein Geld, wenn die geneigte Leserschaft auf den Link klickt, er dient rein zu Informationszwecken), die wunderbares Eis rühren kann. Auch eine eissüchtige Freundin von der Insel Rügen hat sich dieses Modell vor 2 Wochen oder so angeschafft und ich glaube, bei ihrem Eisbedarf hat sich die Anschaffung schon längst amortisiert *g* Mein Eisverbrauch ist leider nicht so hoch, aber das kann sich ja noch steigern … Wenn sie nicht gebraucht wird, schläft sie in meinem Kleiderschrank (so als Idee für diejenigen, die unter chronischem Platzmangel leiden).

Als erstes durfte sie das Super-Zitroneneis von Zorra rühren. Da ich kein großes Talent im Eiercreme machen besitze und mir die Eier zu schade für süßes Rührei sind, suche ich immer Rezepte, die ohne auskommen. Außerdem sollte man Eiscreme auf Ei-Basis ziemlich schell aufbrauchen und das schaffe ich einfach nicht. Aber das cremige Zitroneneis von Zorra ist da perfekt. Die Masse ist schnell zubereitet, kühlt dann über Nacht im Kühlschrank (oder tagsüber, je nachdem wann man sie ansetzt). Wenn sie dann kühl genug ist, in die Eismaschine und je nach Typ in 30 bis 45 Minuten zu richtig schönem Eis rühren lassen. Bei mir hat es tatsächlich nur 35 Minuten gedauert. Ich war richtig erstaunt!

Und lecker ist das Zeug! Großartig! Erfrischend, nicht zu süß, nicht zu sauer, die perfekte Balance! Das Rezept wird definitiv im Repertoire behalten und immer mal ein Löffelchen nach dem Essen genascht *g*

Super-Zitroneneis

Zutaten für ca. 1 Liter Eis:

3 Bio-Zitronen
100 g Zucker
125 ml Zitronensaft
200 g Crème fraîche
200 g Sahne
100 g Milch
1 gestrichener EL Maisstärke
1 Prise Salz

 (1) Die Zitronen abwaschen und trocknen. Dann die Zitronenschale fein abreiben und mit Zucker mischen. Den Saft auspressen und dazu gießen. So lange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Crème fraîche und Sahne zur Zitronenmischung geben und umrühren.
(2) Die Maisstärke in der kalten Milch auflösen, diese Mischung unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und noch 2-3 Minuten köcheln lassen und zu den restlichen Zutaten geben. Eine Prise Salz unterrühren.
(3) Die Mischung in den Kühlschrank stellen bis sie kalt, dann in die Eismaschine füllen und ca. 30-45 Minuten gefrieren lassen.
(4) Es sollte jetzt schon eine gut essbare Konsistenz haben. Wem es noch zu weich ist, ist eine Aufbewahrungsdose füllen, mit Frischhaltefolie und dem Deckel schließen und im Tiefkühler nachhärten lassen.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach 1 x umrühren bitteSuper-Zitroneneis

 

Opfer-Quiche für die Küchengötter – Spargel-Kräuter-Quiche

Es gibt so Tage, da wollen die Küchengötter ihre Opfer haben. Eine Spargel-Quiche sollte es werden und eigentlich musste sie noch am Donnerstagabend gebacken werden, da die Schule am Freitag durch den Rechnungswesenunterricht (Rechnungswesen rockt!) länger dauern würde. Nach solchen Tagen habe ich meist eher wenig Lust noch lange in der Küche zu stehen und auf mein Abendessen zu warten. Donnerstage gehen da, da bin ich auch nachmittags/abends noch produktiver.

Also eine Spargel-Quiche! Ist ja schließlich Saison … Ein paar Rezepte habe ich mir im Internet durchgelesen und sie meiner Vorratslage angepasst. Klassischerweise wird so eine Quiche ja mit Mürbeteig gemacht, aber weil der ja eh leicht frustrationsbehaftet ist, zumindest bei mir, und auch noch Kühlzeiten benötigt, die ich Donnerstag aber nicht hatte, griff ich auf Blätterteigplatten aus dem Tiefkühler zurück. Es ist immer praktisch so ein paar davon im Vorrat zu haben, finde ich. Während die etwas zusammen geklebten, etwas ausgerollten Teigplatten blind buken, bereite ich den Spargel und die Crememasse zu. Beim Spargel noch keine Probleme, grünen muss man ja zum Glück nicht schälen, aber beim Parmesanreiben dann das erste Opfer. Volle Lotte das Daumengelenk über die Microplane gerieben *tropftropftropf* Aufgepasst, dass nichts in die Creme tropft und Pflaster drauf. Schnell die Masse zu Ende gemacht, über die blanchierten Spargelstücken auf den vorgebackenen Teig gegossen und die Quiche in den Ofen geschoben. Dabei dann die Finger am Ofen verbrannt – das zweite Opfer. Als ich dann endlich ein wenig auf dem Sofa entspannen kann, fällt mir auf, dass ich meine Hosen total eingesaut habe. Wo kommt das denn her, bitte? Das Textilopfer für die Küchengötter.

Zum Glück schmeckte die Quiche ganz wunderbar, sonst hätte ich der auch was geflüstert! Eigentlich wollte ich sie gar nicht verbloggen, weil sie nur improvisiert war, aber durch den großartigen Geschmack, kann ich der geneigten Leserschaft das Rezept nicht vorenthalten. Probiert es ruhig mal aus, noch geht die Saison gute fünf Wochen!

Spargel-Kräuter-Quiche

Zutaten für 1 große Quicheform:
4 Platte TK-Blätterteig
etwas Öl für die Form

600 g grüner und/oder weißer Spargel
Salz
Zucker
1 handvoll fein geriebener Parmesan
3 Eier
100 g Sahne
200 g Schmand
Pfeffer
½ TL Paprikapulver rosenscharf
2 TL fein gehackter Dill
4 TL fein gehackte Petersilie

(1) Den Blätterteig aus dem Tiefkühler holen, nebeneinander auf ein Brett legen und ca. 15 Minuten antauen lassen. Dn Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(2) Wasser zum Blanchieren des Spargels aufsetzen. Wenn es kocht je eine großzügige Prise Salz und Zucker hinzufügen. Den grünen Spargel waschen, untere Enden abbrechen. Dann die Köpfe abschneiden, die Stangen halbieren und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Wenn weißer Spargel benutzt wird, vom diesem ebenfalls die Enden abbrechen und dann komplett schälen. Dann wie den grünen Spargel schneiden. In das kochende Wasser geben und etwa 5 Minuten kochen lassen bei mittelhoher Hitze. In ein Sieb abgießen, kurz kalt abbrausen und gut abtropfen lassen.
(3) Die Blätterteigplatten leicht überlappend auf einen Bogen Backpapier legen (drei nebeneinander, 1 quer unten drunter). Vorsichtig mit dem Nudelholz ausrollen bis es etwas größer als die Quicheform ist. Die Quicheform leicht einölen. Mit Hilfe des Backpapiers den Teig in die Quicheform bringen. Das Backpapier drauf lassen und mit getrockneten Bohnen/Linsen beschweren. Im vorgeheizten Ofen 10 Minuten backen. Das Backpapier samt Blindbackbohnen entfernen und nochmal 5 Minuten backen. Dabei geht der Teig ein wenig auf, aber das stört nicht weiter.
(4) Auf dem vorgebackenen Boden den Spargel gleichmäßig verteilen. Die Creme drüber gießen. Für 25-30 Minuten im Ofen auf mittlerer Stufe backen. Die Oberfläche sollte gestockt und leicht gebräunt sein. Falls der Blätterteigrand zu braun wird, mit etwas Backpapier abdecken.

Die Quiche etwa 15 Minuten abkühlen und sich setzen lassen.

Genießen!

Balkon-Bewohner 2014 – Es grünt und blüht…

Nicht nur die Kartoffeln entwickeln sich prächtig, auch die anderen Balkon-Bewohner wachsen fröhlich vor sich hin. Es ist abzusehen, dass es in den Balkonkästen von Salat und Radieschen doch ein wenig eng wird. Deswegen spielte ich Herrin über Leben und Tod und entfernte einige Pflänzchen aus Bereichen, wo die Pflanzen sehr eng saßen.

Auch die Erbsen sind gekeimt und machen sich auf Richtung Licht… Zusätzlich habe ich gestern noch in einem 1m-Balkonkasten Buschbohnen gelegt, aber das Bild wäre reichlich unspektakulär, weil ja nur Erde zu sehen ist.

Die Zucchini ist auch schon größer geworden, nur haben einige Blätter so seltsame helle Flecken bekommen. Aber ich glaube, in der Mitte kommt eventuell vielleicht schon der Blütenansatz?

Die Tomate Sophia beginnt auch schon zu blühen! Wie soll das nur alles werden, wenn es nächste Woche tatsächlich wärmer wird? Ich erwarte nichts geringeres als eine Wachstumsexplosion ;-)

Auch meine Erdbeeren blühen wie wahnsinnig! So viele Blüten hatten sie in der alten Wohnung mit dem Ostbalkon nie. Die Südausrichtung der Wohnung macht sich doch sehr positiv bemerkbar!

Auch habe ich das Gefühl, dass ich langsam zum Kräutermessie werde, letztens guckten mich dieser Oregano und Salbei mit so traurigen Blättern im Supermarkt an, dass ich sie unbedingt retten musste. Sobald ich neue Blumenerde und Übertöpfe habe, kommen sie in luxuriös große Töpfe und dürfen sich dort frei entfalten.

In jedem Garten findet sich ja auch Unkraut, warum nicht auch auf meinem Balkon ;-) In meinen Husarenknöpfchen wächst tatsächlich eine Brennnessel, aber die Botanikerin in mir, die ihre Diplomarbeit über Unkraut schrieb, lässt sie in Ruhe.

Ich bin mal gespannt wie sich das alles weiter entwickelt, wann die Bohnen keimen, wann die Erdbeeren reif werden. Es bleibt spannend!

Balkon-Kartoffeln – Was für ein Schuss nach oben …

Meine Güte haben die Kartoffeln einen Satz nach oben gemacht! Vergleicht mal, wie klein sie letzte Woche noch waren.

Sie sind tatsächlich so viel gewachsen, dass es mich doch überkam und ich sie anhäufelte. Anhäufeln macht man im Garten, indem man einfach Erde um die Kartoffelpflanzen schüttet. Durch diese künstliche Dunkelheit wird die Kartoffel angeregt, entlang des Stengels mehr Kartoffelknollen zu bilden, man kriegt also eine höhere Ernte. Und genau das kann man auch im Eimer machen, indem einfach zusätzliche Erde reinschüttet. Deswegen hab ich den Eimer beim Legen der Kartoffel ja auch nicht komplett gefüllt. Mein Eimer ist jetzt also zu 2/3 gefüllt und hat noch ein bisschen Platz. Zusätzlich zur Erde kam noch ein wenig Guano-Dünger mit rein, mal sehen, ob es Vorteile bringt.

Auch die Kartoffeln im Sack machen sich prächtig …

… und wurden brav angehäufelt (ich mag das Wort „anhäufeln“ *g*). Dabei stellte ich allerdings fest, dass doch zu wenig Löcher im Erdsack waren. Ich habe noch einige Löcher mit der Schere reingepiekt, auch in den Boden des Sacks und dabei kam eine ziemlich muffige dunkle Brühe rausgeflossen (jetzt keine Sturzbäche, aber doch ein wenig), es stand also schon Wasser im Sack. Aber ich glaube, den Kartoffeln hat es noch nicht geschadet, das Grün sah ja immer ganz munter aus. Meine Schlüsse: nicht so viel gießen und auch darauf achten, dass das überschüssige Wasser richtig abfließen kann. Im Sack ist noch deutlich mehr Platz für neue Erde, das wird glaube ich eine reichere Ausbeute *g*

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