Homemade Essig – ein Versuch

Habt ihr auch schon mal so einen ekligen Schleier in Euren Essigflaschen bemerkt? Ich dachte ja früher, dass der Essig dann schlecht geworden ist, bis mich Frau Kochschlampe vor 4 Jahren aufklärte, dass das die Essigmutter sei. Essigmutter? Nie gehört … Als Essigmutter bezeichnet man die Bakterien, die dafür zuständig sind, Alkohol in Essig umzuwandeln (und das sollten wir auch mal im Chemie-Unterricht gehört haben). Tja, ich habe die „befallenen“ Essige zwar nicht mehr entsorgt, aber auch weiter nichts damit angestellt. Bis mir das Buch „Save with Jamie“ von Jamie Oliver unterkam. Ich mochte die Sendung schon sehr gerne, in der es darum geht kostengünstig zu kochen. Welche Stücke vom Tier sind preisgünstig, wie kann man schmackhaft zubereiten und wie die Reste weiter verwenden? Was kann man mit komischen kleinen Gemüseresten machen? Was alles aus naturgemäß großen Gemüsesorten gemacht werden kann. Alles in allem sind in dem Buch wirklich schöne Rezepte und nützliche Tipps versammelt.

Ein Kapitel dreht sich um Weinreste. Die habe ich tatsächlich manchmal, auch wenn ich nur die kleinen Flaschen kaufe, weil ich das Zeug ja nicht trinke, nur selten verkoche. Und trotzdem bleibt manchmal einfach was über und es tat mir leid, den Rest wegkippen zu müssen. Nun stand im „Save with Jamie“, dass man Essig aus den Weinresten ganz einfach selbst machen kann. Entweder man züchtet sich seine eigene Essigmutter, indem man eine Weinflasche stehen lässt, die Bakterien fliegen ja in der Luft herum, siedeln sich im Wein an und beginnen mit ihrer Arbeit. Man kann aber auch einfach die Essigmutter aus den gekauften Essigflaschen in ein wirklich sauberes Glas umfüllen und mit dem Restwein auffüllen. Dabei sollte ein Plastiklöffel benutzt werden, weil die Essigbakterien bei Berührung mit Metall absterben. Also dabei wirklich darauf achten. Das Glas dann nur leicht verschließen und an einen dunklen, nicht zu kühlen Ort stellen. Nach einigen Wochen bildet sich daraus dann astreiner Essig. Es können Rot- und Weißwein getrennt voneinander zu Essig vergoren oder auch zusammen gekippt werden. Wer mag und dekadent ist, kann ja auch zum Beispiel Sekt/Champagner zu Essig vergären. Den fertigen Essig kann dann normal benutzt werden wie jeder gekaufte. Der Phantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

Ich bin mal gespannt, wie das in meinem kleinen Glas so wird. Zumindest sieht die Essigmutter ausreichend eklig aus ;-)

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4 thoughts on “Homemade Essig – ein Versuch

  1. Sarah Diesslin 27. Mai 2014 um 14:28 Reply

    Mit dem Gedanken selbst Essig zu machen spiel ich schon recht lange. Bisher kam es aber leider noch nicht dazu. Leider hab ich auch eher seltener Weinreste. ;-)
    Mit Deinem Post hast Du diesen Gedanken auf jeden Fall wieder weiter nach vorne geholt!
    Danke dafür und viele Grüße,
    Sarah =)

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  2. nachgekocht.com 27. Mai 2014 um 14:48 Reply

    Und wieder was gelernt :) Habe bisher den Essig immer weg gekippt. Werde dein Post für das nächste Mal im hinterkopf behalten.
    Liebe Grüße
    Emma

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  3. Sivie 27. Mai 2014 um 15:32 Reply

    Danke für die interessante Info. Erinnert mich stark an die Wolke im Holunderblütensirup (Blütenstaub). Im ersten Jahr habe ich 7 Gläser weg geschüttet, weil ich dachte es wäre Schimmel.

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  4. marco 27. Mai 2014 um 20:16 Reply

    Ach so, DAS ist also die Essigmutter. Die „befallenen“ Essige habe ich bis anhin immer entsorgt, aber das soll sich nun ändern! Zwar bleiben bei mir eher selten Weinreste übrig ;) Aber da kann man ja was dagegen tun! So eine Essigmutter in der Grösse auf dem Foto, für wieviel Weinresten reicht die denn aus?

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