Goil! Der etwas andere Ketchup – Rhabarber-Tomaten-Ketchup

Neben der Spargelsaison (eine weitere Variante stelle ich im nächsten Rezept-Post vor) ist ja auch die Rhabarber-Saison in vollem Gange und nicht nur im elterlichen Schrebergarten explodieren die Stengel. Manch einer weiß gar nicht mehr wohin damit? Kompott ist ja schön und gut, aber die Mengen, die so eine Rhabarber-Pflanze pro Saison hergibt, kann ja keine Familie aufessen.

Andere Möglichkeiten müssen her! Schon in den letzten Jahren geisterte das Rezept für Rhabarber-Ketchup durch diverseste Blogs (im Kuriositätenladen, in Ninas kleinem Foodblog oder auch auf Sarahs Krisenherd). Das Original stammt von Christina, die den Blog „Feines Gemüse“ betreibt, die so begeistert war, dass der Ketchup wie die Sauerbraten-Sauce ihrer Oma schmeckt. Nun hab ich reichlich wenig Erfahrung mit Sauerbraten, aber konnte mir den süßsauren, fruchtigen Geschmack von Rhabarber mit Tomaten und Gewürzen richtig gut vorstellen.

Da ich immer noch in der Experimentierphase mit meinem Slowcooker bin, hab ich den Ketchup darin geköchelt. Ich habe einfach alle Zutaten in den Slowcooker geschmissen und auf der Stufe HIGH köcheln lassen. So einfach. In der Zeit konnte ich noch andere Sachen im Haushalt erledigen, Mittag kochen, mich um die Balkonpflänzchen kümmern. Erstaunlicherweise waren die Rhabarberstückchen nach den 4 Stunden im Slowcooker zwar weich, aber noch nicht zerkocht. Toll! Vielleicht sollte ich mal Rhabarberkompott darin versuchen :-) Aber auch die Originalversion ist nicht sehr aufwendig, ich verlinke der Einfachheit halber das Rezept nur, damit auch nicht Slowcooker-Besitzer es nachkochen können: Rhabarber-Tomaten-Ketchup

Und das Nachmachen lohnt sich definitiv! Es ist eine großartig leckere Sauce, die wunderbar auf’s Käsebrot passt, zum Grillwürstchen oder der Bulette zum Mittagessen. Vielseitig einsetzbar. Großartigst! Wenn ihr eine Rhabarberschwemme im Garten habt, probiert das ruhig aus! Ich empfehle, aber eher kleine Gläser à 250 ml Volumen zu benutzen und nicht zwei Halblitergläser wie ich sie nur hatte. So kann man auch andere liebe Menschen mit dem lecker Säucechen beglücken!

Rhabarber-Tomaten-Ketchup

Zutaten für ca. 1 Liter:
750 g Rhabarber
250 g passierte Tomaten
150 g Zwiebeln
200 ml Rotweinessig
3 Nelken
2 kleine Lorbeerblätter
1 TL Senfsaat
250 g Zucker
Salz
1 TL Pfeffer

(1) Den Rhabarber waschen, die Schale abziehen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln häuten und ganz fein würfeln. In einen Einmal-Teefilter die Nelken, Lorbeerblätter und Senfsaat füllen und gut zubinden/zufalten.
(2) Alle Zutaten in den Topf des Slowcookers füllen. Auf Stufe HIGH stellen und etwa 3,5 Stunden bei geschlossenem Deckel simmern lassen.
(3) Nach der Zeit das Gewürzsäckchen entfernen und den Ketchup mit einem Pürierstab gründlich durchpürieren. Mit etwas geöffnetem Deckel noch weitere 30 Minuten köcheln lassen, damit der Ketchup etwas eindickt.
(4) In der letzten halbe Stunde, die der Ketchup kocht, die Flaschen vorbereiten. Den Ofen auf 120°C vorheizen. Die Flaschen und Deckel mit heißem Spüli-Wasser auswaschen, mit richtig heißem Wasser nachspülen. Die Flaschen in den Ofen legen und dort mindestens 15 Minuten bei den 120°C sterilisieren lassen (es ist nicht schlimm, wenn sie länger im Ofen bleiben, weil das Einmachgut noch nicht fertig ist). Die Deckel auf einem sauberen Geschirrtuch zwischen parken.
(5) Wenn der Rhabarber-Tomaten-Ketchup soweit ist, die Flaschen vorsichtig mit Topflappen aus dem Ofen holen. Mit Hilfe eines Trichters den kochend heißen Ketchup einfüllen und sofort mit dem Deckel verschließen. Etwa 15 Minuten auf den Kopf stellen, danach in Handtücher eingewickelt komplett abkühlen lassen.

An einem dunklen, kühlen Ort gelagert sollten sich die verschlossenen Flaschen so mehrere Monate halten. Aber benutzt Euren gesunden Menschenverstand und Sinne, wenn ihr die Gläser öffnet und der geneigten Leserschaft der Inhalt seltsam vorkommt.

Vorbereitungszeit: 15-20 Minuten
Kochzeit im Slowcooker: 3,5 Stunden + 30 Minuten
Stufe des Slowcooker: HIGH

Quelle: etwas verändert nach „Feines Gemüse“ – Rhabarber-Tomaten-Ketchup

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7 thoughts on “Goil! Der etwas andere Ketchup – Rhabarber-Tomaten-Ketchup

  1. hafensonne 3. Juni 2014 um 20:47 Reply

    Klingt cool! Kann man dem Rhabarber auch weglassen? :-p

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  2. Susanne 4. Juni 2014 um 09:33 Reply

    Oh….davon habe ich noch eine Flasche im Keller. Der ist toll, aber ich hatte ihn total vergessen. Ich geh mal schauen, ob er noch gut ist….und wenn nicht, dann mache ich neuen. Diese Slowcooker-Variante, die gefällt mir nämlich gut.

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  3. marco 4. Juni 2014 um 10:33 Reply

    Ja, dieses blogweit allgegenwärtig präsente Ketchup will ich schon seit zig Rhabarbersaisons ausprobieren. Bisher noch erfolglos, aber die Saison ist ja zum Glück noch nicht vorbei ;) Ich überlege zudem etwas Rhabarber einzufrieren, so könnte ich damit auch im Spätsommer noch auftrumpfen :p

    Der Slowcooker hört sich übrigens besonders toll an – erstaunlich, dass die Rhabarberstücke darin nach so langer Zeit noch Form behalten!

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  4. Ich habe den Ketchup letztes Jahr auch gemacht und es ist wirklich so toll wie alle sagen. Gehört auf jeden Fall zu den Sachen, die ich immer wieder machen werde.

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