Koreanisches Sonntagsessen – Glasnudelsalat mit frittierter Zucchini und glasiertem Tofu

Ich begab mich die Tage wieder auf die Suche nach Essensinspiration. Ich hatte genug von dem europäischen Kram, den ich die letzten Wochen so aß. Also zückte ich fix, die am meisten geliebten Bücher und wühlte mich durch die japanische und koreanische Küche. Tofu war auch noch im Kühlschrank, der gerne weg wollte. Und Glasnudeln aus Reismehl warteten bestimmt schon 3 Jahre darauf, endlich mal aus ihrer Box im Vorratsschrank befreit zu werden. Also spielen wir heute auch bei Frau Magentratzerls Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ mit. Und da gibt es noch etliche Schätze, die geborgen werden wollen!

Schatzsuche im Vorratsschrank – Dauerevent

Schnell war ein schön einfaches Rezept für Glasnudelsalat im „Korea-Kochbuch“ gefunden, der nur so vor Gemüse strotzte. Großartig! So mag ich Salate. Frau Kochschlampe brachte mich auf die Idee, einen mit Ahornsirup glasierten Tofu zu machen. Dass von ihr vorgeschlagene Rezept verbummelte ich, dafür fand ich eine andere Version, die sich wunderbar einfach las. Wichtig dabei ist wirklich, dass aus dem festen Tofu nochmal für mindestens 1 Stunde die überschüssige Flüssigkeit ausgedrückt wird, denn dadurch kann der Tofu die Marinade besonders gut aufsaugen und die Aromen richtig aufnehmen, auch ohne vorher stundenlang zu marinieren.

Und dann war meine erste Zucchini reif. Vom Balkon. Aus meiner kleinen, liebevoll gehegten und gepflegten Zucchinipflanze. Sie war wirklich reif! Ist sie nicht hübsch?!?

Oh, und was mache ich jetzt damit? Irgendwas damit ich den puren Geschmack genießen kann. Nichts, was die Frische überdeckt. Bei nata sah ich letztens koreanisch frittierte Zucchini, was denkbar einfach ist. Die Scheiben salzen, in Mehl und Ei wenden und dann gleich ausbacken. Perfekt! Laut missboulette ist das kurze koreanische Panierstraße, ich kenne es auch aus Ungarn und da wird es als Panieren auf Pariser Art genannt. Ich glaube einfach, dass Panieren sich in vielen Kulturen unabhängig voneinander entwickelt haben, wieso sollte auf etwas so gutes auch nur ein Volk kommen ;-)

Und die Kombination der drei Komponenten war wirklich gut! Der Glasnudelsalat ist schön gemüsig und nicht scharf (koreanisches Essen ist ja gerne mal sehr pikant bis scharf), der leicht süße Tofu passt wunderbar dazu. Und diese Zucchinischeiben! Der Hammer! Die werden im Ei-Mantel wunderbar cremig und süß! Perfekt! Das werde ich definitiv öfter machen, auch einfach so als Abendbrot-Snack! Probiert das ruhig mal aus! Am Besten alle drei Sachen ….

Koreanischer Glasnudelsalat

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Stange Porree/Lauch
1 große Möhre
1 rote Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie
1 EL Sesamsaat
neutrales Öl
100 g Glasnudeln

Für das Dressing:
1 Knoblauchzehe (hier confiert)
2,5 cm frischer Ingwer
1 EL dickflüssiger dunkle Sojasauce
1 EL helle Sojasauce
1 TL Sesamöl
Pfeffer

(1) Erst das Gemüse vorbereiten. Vom Porree das Wurzelende und die unschönen dunkelgrünen Blätter abschneiden. Die Stange in ca. 7 cm lange Stücke schneiden. Diese dann halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Möhren schälen. Ebenfalls erst in ca. 7 cm große Stücke schneiden. Diese dann in längliche dünne Scheiben und diese Scheiben in feine Streifen schneiden. Die Paprikaschote vom Kerngehäuse befreien und dann in dünne Streifen schneiden. Die Staudenselleriestangen entfädeln und in dünne Scheiben schneiden.
(2) Die Glasnudeln in kleinere Stücke brechen und laut Packungsanweisung garen. Bei hieß das, mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abgießen. In eine Schüssel geben.
(3) Eine Pfanne erhitzen und den Sesam goldbraun rösten. Immer dabei stehen bleiben, er brennt schnell an. In eine Schüssel geben.
(4) In derselben Pfanne einen Schluck Öl erhitzen und das Gemüse nacheinander unter Rühren bissfest garen. Mit den hellen Sorten beginnen, damit die dunkleren nicht so abfärben. Zu den Nudeln in die Schüssel geben.
(5) Für das Dressing den Knoblauch häuten und fein reiben. Den Ingwer ebenfalls schälen (geht am Besten mit einem Teelöffel) und fein reiben. In einem Schüsselchen zusammen mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit Pfeffer würzen. Das Dressing mit den restlichen Salatzutaten gut vermischen.

Noch lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: ganz leicht verändert nach Kou, M., Jung S., Kim Y.-A. (2011): Das Korea-Kochbuch – Bilder Geschichten Rezepte. Jacoby & Stuart. Berlin. p30

Tofu mit Ahornsirup glasiert

Zutaten für 2-3 Portionen:
300 g fester Tofu
1 El Olivenöl
1-2 Knoblauchzehen (hier confiert)
100 ml Gemüsebrühe
1 EL Balsamicoessig
2 EL Ahornsirup
Salz

(1) Den Tofu in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwei Lagen Küchenkrepp auf einen Teller geben, die Tofuwürfel darauf verteilen, nochmals zwei Lagen Küchenkrepp drauf und meinem Teller beschweren (vielleicht noch eine Dose Tomaten drauf) und 1 Stunden stehen lassen.
(2) Den Knoblauch häuten und pressen (oder ganz fein hacken). Mit der Gemüsebrühe, Balsamico, Ahornsirup und Salz vermischen.
(3) In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Tofuwürfel bei mittelhoher Hitze anbraten. Dann die vorbereitete Flüssigkeit drüber gießen und so lange köcheln lassen bis der Tofu die Flüssigkeit aufgesogen hat. Dabei ab und an umrühren, damit der Tofu nicht anbrennt.

Als Beilage zu anderen asiatischen Gerichten wie gebratenem Reis oder Nudeln oder Glasnudelsalat servieren.

Genießen!

Quelle: Sweet Happy LifeMaple-Glazed Tofu

Hobak Jeon – Koreanisch frittierte Zucchini

Zutaten für 2 Portionen als Beilage:
1 Zucchini
Salz
Mehl
1 Eineutrales Öl

Zucchini in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, von beiden Seiten leicht salzen. Soviel Öl in einer großen Pfanne erhitzen, dass der Boden bedeckt ist (die Zucchinischeiben müssen nicht in Öl schwimmen). Etwas Mehl in eine Gefriertüte geben, das Ei mit einer Prise Salz in einem tiefen Teller verschlagen. Die Zucchinischeiben portionsweise in der Mehltüte schütteln. Das überschüssige Mehl von den Zucchini abschütteln, die Zucchinischeiben im Ei wenden bis es komplett überzogen ist. Dann sofort in die heiße Pfanne setzen und auf beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Noch lauwarm servieren und

genießen!

Quelle: missbouletteHobak Jeon

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10 thoughts on “Koreanisches Sonntagsessen – Glasnudelsalat mit frittierter Zucchini und glasiertem Tofu

  1. natapastasciutta 28. Juni 2014 um 21:39 Reply

    Dass die Ungarn es „nach Pariser Art“ nennen, passt schon. In Frankreich ist diese Art ziemlich weit verbreitet. Weiter jedenfalls, als das Panieren mit Mie de Pain, denke ich. Obwohl es das natürlich auch gibt. Wenn ich diese Zucchinischeiben sehe, bekomme ich gleich wieder Hunger…

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    • Anikó 29. Juni 2014 um 16:47 Reply

      Ich hab auch schon wieder zwei reife Zucchini an der Pflanze. Aber ich glaube, die hebe ich auf bis das Schwesterchen da ist :)

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  2. Susanne 29. Juni 2014 um 07:27 Reply

    Oh…das könnte ich glatt zum Frühstück vertragen….da sind so tolle Sachen dabei. Ist ja auch ein Sonntagsfrühstück :-)
    Meine Zucchini-Pflanze musste ich entsorgen….bei allem Respekt vor dem Leben….diese Blattläuse waren übermächtig ….
    Danke für’s Mitmachen und einen schönen Sonntag :-)

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    • Anikó 29. Juni 2014 um 16:49 Reply

      Oh, das mit den Blattläusen ist ja schade. Da habe ich bisher Glück. Für’s Frühstück wäre es mir zu mächtig, aber da sind die Geschmäcker ja sehr unterschiedlich :)

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  3. Carina 29. Juni 2014 um 09:54 Reply

    Hmmm, sieht das toll aus! Ich muss auch gleich mal im Vorratsschrank stöbern!

    Liebe Grüße
    Carina

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    • Anikó 29. Juni 2014 um 16:50 Reply

      Danke schön! In meinen Vorratsschränken (ja, mittlerweile hab ich zwei Stück) schlummert noch das ein oder andere, was meine Mutter immer den Kopf schütteln lässt ;-)

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  4. […] habe ich ja nur gewitzelt, dass ich autark sein werde von der Zucchiniindustrie, als sich meine erste Zucchini zeigte. Ich dachte, die eine, da kommt bestimmt nix nach. Falsch gedacht! Mittlerweile hab ich […]

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  5. […] die meine Pflanze so produziert. Hätte ich auch nie erwartet *g* Die koreanisch frittierten Zucchinischeiben sind ja schon der Hammer, aber kann ich auch nicht 2x die Woche machen ;) Ein Link zum Blog der […]

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  6. […] lungerten Glasnudeln und Tofu rum.Sie wanderten zusammen mit Zucchini aus Eigenanbau in ein koreanisches Sonntagsessen, das ich auch gerne auf meinem Teller […]

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  7. […] lungerten Glasnudeln und Tofu rum.Sie wanderten zusammen mit Zucchini aus Eigenanbau in ein koreanisches Sonntagsessen, das ich auch gerne auf meinem Teller […]

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