Brownies – Ein Bekehrungsrezept

Eigentlich mag ich Brownies nicht. Schon zu Studienzeiten, wenn wir nach dem gemeinsamen Mensa-Essen in die Cafeteria des Theologicums gegangen sind und ein Heißgetränk der Wahl tranken, haben die anderen sich dann immer noch einen Brownie geholt, wahlweise pur, mit Walnuss oder noch zusätzlicher Schokolade. Nach einem Viertel des Stückchens war mir übel. Es war mir einfach zuviel von allem! Deswegen habe ich auch nie selbst welche gebacken. Aber letztens gelüstete mich danach, warum auch immer. Oder zumindest nach Schokolade in kuchenartiger Form (was auch eher selten ist). Ein Schoko-Kuchen erschien mir zuviel, aber so Brownies, die in entsprechend kleine Würfel geschnitten werden sollten, gehen.

Und welche Nation hat sie erfunden und macht die besten Brownies? Genau, die US-Amerikaner. Also fix im „Essential New York Times Cookbook“ nachgeschlagen (mit schnell durchgucken ist bei 900 Seiten eher nichts *g*). Und tatsächlich, ein Rezept, das im Jahr 1943 in der Zeitung veröffentlicht wurde. Die Zutatenliste überflogen und alles im Vorratsschrank da. Großartig! Dann noch diese elendigen amerikanischen Volumenmaße umrechnen (Wer hat die denn erfunden?!? *naargh*). Da sollen wirklich nur 60 g Mehl rein? Na gut, Ms. Hesser wird wissen was sie tut!

Die Zubereitung ist auch ganz einfach und dauert nicht lange. Dann nur noch 25-30 Minuten im Ofen und voila! Total saftige, schokoladige Brownies! Einen Teil der im Rezept vorgesehenen Nüsschen habe ich durch getrocknete Sauerkirschen ersetzt und sie machen sich hervorragend darin! Und die Brownies waren wirklich gut. Schön saftig, auch noch nach Tage, schokoladig, fruchtig, knackig durch die Walnüsse. Ohne größere Versuchsreihen habe ich DAS Brownie-Rezept gefunden, das mich wirklich glücklich macht!

Walnuss-Kirsch-Brownies

Zutaten für 16 kleine Stück/
20×20 cm Form:
115 g Halbbitterschokolade
125 g Butter
2 Eier
1 cup/225 g Zucker
1/4 TL Salz
1/2 TL Vanillemark
(oder Mark 1/2 Schote oder 1 TL Vanilleextrakt)
1/2 cup/60 g Mehl
1/4 cup/40 g getrocknete Sauerkirschen
1/4 cup/40 g grob gehackte Walnüsse

(1) Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine quadratische Form mit 20 cm Kantenlänge (hier eine Auflaufform) mit Backpapier auslegen.
(2) Entweder einen Topf über ein Wasserba stellen oder in einem doppelwandigem Milchtopf die Butter und Schokolade bei geringer Hitze schmelzen lassen. Von der Flamme nehmen und etwas abkühlen lassen.
(3) Die Eier in eine Rührschüssel schlagen, den Zucker dazu und so lange verrühren bis der Zucker sich fast aufgelöst hat. Vanillemark und Salz unterrühren. Dann die Butter-Schokoladen-Mischung dazu geben und mit unterrühren. Die restlichen Zutaten zugeben und kurz unterschlagen bis sich die Zutaten verbunden haben.
(4) Den Teig in die Auflaufform geben, glatt streichen wenn nötig und für 25 Minuten in den Ofen stellen. Die Brownies sind fertig, wenn man ein Holzstäbchen in den Kuchen sticht und nur noch ein bisschen Teig dran kleben bleibt.
(5) 10-15 Minuten in der Form abkühlen, dann mit Hilfe des Backpapiers auf einen Gitterrost heben und dort komplett auskühlen lassen.

In 16 kleine Stückchen aufschneiden.

Genießen!

Quelle: Hesser, A. (2010): The Essential New York Times Cookbook. Norton and Company. p 684

Und für diejenigen unter der geneigten Leserschaft, die wenig Erfahrung im Brownie-Backen haben, so sahen meine Brownies aus, nachdem sie frisch aus dem Ofen gekommen waren! Sie erinnerten mich von der Oberfläche her so ein bisschen an Russisch Brot *g*

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