Ungarn auf deutsche Teller holen II: Paloczensuppe – Gulaschsuppe mit grünen Bohnen

Es gibt tatsächlich noch ungarische Gerichte, die selbst mein Vater (der ganze Ungar in der Familie) nicht kennt. Erstaunlich! Ob der Bohnenflut aus dem elterlichen Garten im August, kam ich auf die Idee eine Paloczensuppe zu kochen. Das ist eine Gulaschsuppe, in der Buschbohnen (hier auch die gelben Wachsbohnen) mitgekocht werden, dann mit frischem Dill gewürzt und etwas Essig säuerlich abgeschmeckt. Die Kombination mag etwas seltsam anmuten – Gulasch mit Dill? – funktioniert aber äußerst hervorragend. Traut Euch ruhig! Auch Herr Papa und Frau Mama waren mehr als überrascht und dann sehr begeistert von der Suppe! Sie ist aber auch zu köstlich! Warum mache ich eigentlich nicht öfter Gulaschsuppe? Die kann man doch bestimmt auch einwecken ;-)

Also an alle, die eine wirklich schöne Suppe mögen und weder Gulasch noch Bohnen und Dill abgeneigt sind, probiert sie ruhig aus! Sie ist ernstlich toll!

Palóczen-Suppe

Zutaten für 6 Personen:
1 große Zwiebel
guter Schluck neutrales Pflanzenöl
2 TL Paprika edelsüß
1/2 TL Paprikapulver rosenscharf
500 g Gulaschfleisch
Salz
2 Lorbeerblätter
300 g grüne Bohnen
3 Möhren
5 mittelgroße Kartoffeln
150 g Schmand
1 EL Weißweinessig
1/2 Bund Dill

(1) In einem großen Topf (3-4 l) das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel würfeln und in dem heißen Öl ca. 10 Minuten langsam glasig andünsten bis sie etwas süßlich duften. Dann den Topf vom Herd nehmen und das Paprikapulver hinzufügen. Kurz in der Topfhitze andünsten. Es darf nicht anbrennen, sonst wird das gesamte Essen bitter! Das Fleisch hinein geben, aufs die Hitze zurück, salzen und etwas umrühren. Lorbeer dazu, Deckel drauf und ca. 50 Minuten bei kleiner bis mittlerer Hitze schmoren lassen.
(2) Während das Grundgulasch schmurgelt, die Bohnen putzen und dritteln. Die Kartoffeln und Möhren schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden.
(3) Nach den 50 Minuten das Gemüse dazu geben und mit soviel Wasser auffüllen, dass das Ganze eine suppige Konsistenz erhält. Nochmals 30-40 Minuten köcheln lassen oder bis das Gemüse gar ist.
(4) Wenn alles gar ist, ein wenig der Suppenflüssigkeit mit dem Schmand verrühren und in die Suppe rühren. Den Dill fein hacken und dazu geben. Zum Schluss mit dem Essig abschmecken.

Mit frischem Weißbrot zusammen

genießen!

In Ungarn würde diese Suppe als 1. Gang gegessen werden und als 2. Gang etwas Süßes wie Palatschinken oder mit Quark gefüllte Brötchen. Hier in Deutschland reicht uns allerdings die Suppe als alleinige Mahlzeit :-)

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17 thoughts on “Ungarn auf deutsche Teller holen II: Paloczensuppe – Gulaschsuppe mit grünen Bohnen

  1. Sarah Diesslin 27. September 2014 um 11:14 Reply

    Ich liebe Gulasch in allen Variationen!
    Diese kannte ich noch nicht, muss ich aber glaub unbedingt mal testen! =)

    Viele Grüße,
    Sarah =)

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    • Anikó 27. September 2014 um 19:48 Reply

      Ja, probiere es ruhig mal aus so lange es noch die leckeren frischen Buschbohnen gibt :-)

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  2. […] Ungarn auf deutsche Teller holen II: Paloczensuppe … […]

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  3. kaiglaeser 27. September 2014 um 15:07 Reply

    Hat dies auf Wenn Tinte aus den Fingern fließt… rebloggt und kommentierte:
    Ich bin gerade echt traurig, dass ich sowas nicht essen darf (Hülsenfrüchte, Essig) – aber sieht das nicht wahnsinnig lecker aus?

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  4. kuschelflummi 27. September 2014 um 18:15 Reply

    Sieht lecker aus :3

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    • Anikó 27. September 2014 um 19:48 Reply

      Danke schön :-) Die ist auch wirklich immer lecker :-)

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  5. hafensonne 28. September 2014 um 17:19 Reply

    Klingt very special :-)! Aber den ersten Satz musste wohl noch zurechtrücken ;-) so ergibt er keinen Sinn. Also ran an die Bohnen! :-)

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    • Anikó 28. September 2014 um 18:21 Reply

      Oh, ihr würdet es wirklich lieben! Bin ich mir sicher! Probiert es ruhig mal aus :) Nur einwecken würde ich es nicht wegen der Bohnen, Bohnen sind extrem zickig beim Einwecken!

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  6. […] Ungarn auf deutsche Teller holen II: Paloczensuppe – Paprika meets … […]

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  7. Mr Ginger 8. Oktober 2014 um 07:38 Reply

    Köszi! Tolle Suppe, ich hab sie in 2 Schritten im Schnellkochtopf gekocht und im 2. Schritt noch 200 g Palbohnen reingeschmissen. Einfach wunderbar, Viszlat Mr Ginger

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    • Anikó 8. Oktober 2014 um 11:39 Reply

      Oh, Palbohnen hört sich auch gut an, auch wenn ich sie noch nie gekostet habe :) Aber freut mich sehr, dass Du die Suppe nachgekocht hast :)

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  8. spaghettieisesserin 12. Oktober 2014 um 23:03 Reply

    Hallo Anikó,
    lese schon länger hier, heute erstmals (glaube ich?) was nachgekocht, hat lecker geschmeckt! Danke für das Rezept! Da es aus unerfindlichen Gründen zu wenig paprika-ig aussah, haben wir noch Piros Arany beigegeben und später etwas Erös Pista. Was mich interessieren würde: Welche Art von Fleisch nimmt man am besten dazu? Bei uns heute Rind, aber vielleicht wäre auch Schwein nicht schlecht? Auch beim zweiten Gang haben wir „nachgekocht“: Palatscinta. Hmmm.
    Viele Grüße!

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    • Anikó 13. Oktober 2014 um 17:02 Reply

      Oh, das freut mich wirklich sehr, dass sie Euch geschmeckt hat :-)
      Meine Familie benutzt immer Schweinefleisch, weil sie eigene Schweine hat, die sie schlachtet und deren Fleisch sie benutzen, aber andere Familien nehmen Rindfleisch. Bei der Suppe auf dem Bild war es Rinds- und Schweinegulasch gemischt. Man ist da also ganz frei in seiner Wahl :-)

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  9. […] rustikale Versionen wie beispielsweise Omas Möhrensuppe und Kohlsuppe von der deutschen Seite oder Paloczensuppe (wer es vegetarisch will Blumenkohlsuppe) von der ungarischen Seite. Aber dann ist die Suppe bei […]

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  10. Tanja 1. November 2014 um 10:46 Reply

    Liebe Anikó! Du erwähnst oben die mit Quark gefüllten Brötchen, von denen du schon an anderer Stelle erzählt hast, hast du auch ein Rezept dafür? Liebe Grüße von Tanja!

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    • Anikó 1. November 2014 um 10:50 Reply

      Ich hab die schon ein paar Mal gemacht, aber nie das genaue Rezept notiert. Ich werde es demnächst auf den Speiseplan setzen und dann verbloggen, wenn das reicht? Die ungarische Verwandtschaft kann ich leider auch nicht fragen, weil sie das auch eher aus der Lameng machen *g*

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  11. […] Paloczensuppe […]

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