Archiv für den Monat Oktober 2014

Ungarisches Alltagsessen: Zöldbableves – Grüne Bohnensuppe mit Nudelblobbs

 

Dieser Artikel sollte eigentlich schon Anfang August erscheinen. Dann vergaß ich ihn. Kommt er halt jetzt. Frische Buschbohnen gibt es immer noch zu kaufen und diese Suppe ist wirklich immer, in jeder Variante, total lecker. Das perfekte Comfort Food! Ehrlich!

Wenn ich schon nicht bei der Familie vor Ort die ungarischen Köstlichkeiten bekommen kann (aus Gründen blieb ich dann doch lieber in deutschen, angenehmer temperierten Gefilden), muss ich mir die ungarischen Gerichte eben selbst kochen. Und ich glaube, Herr Papa und Frau Mama sind dem auch nicht so ganz abgeneigt. Der Schrebergarten schmeißt gerade nicht nur mit Zucchini-Herkuleskeulen um sich, nein auch die Bohnen tragen fleißigst. Die Fuhre vom letzten Sonntag brachte tatsächlich 2 kg Bohnen hervor. Und da hatten die Eltern aber auch schon an drei Wochenenden davor geerntet. Die geneigte Leserschaft kann sich jetzt ja schnell ausrechnen, wieviel unsere paar Bohnenpflanzen so produzieren … Dementsprechend oft gab es Bohnen, meist in Butterbohnenform und auch was eingefroren. Eine weitere richtig schöne Verwendungsmöglichkeit ist in der ungarischen Alltagsküche in Form einer Suppe zu finden. Sie ist wie fast alle ungarischen Gemüsesuppe nach demselben Prinzip aufgebaut: Suppengemüse kochen, das spezielle Gemüse (Buschbohnen, Erbsen, Blumenkohl, o.a.) dazu, eine Roux/Mehlschwitze, die mit Paprika verfeinert wurde, unterrühren und eine Nudelvariante nach Wahl mit hinein geben. Entweder gekaufte Nüdelchens (gerne auch Buchstaben *g*) oder selbstgemachte Csipetke oder eben wie hier Nudelblobbs. Nudelblobbs sind sozusagen die faule Version der Csipetke *g* Wegen der Mehlschwitze braucht sich die geneigte Leserschaft keine Sorgen machen, die Suppe wird kein dicker Pamps. Es kommen auf ca. 3l Suppe 1 bis 2 Esslöffel Mehl. Das gibt eine leichte sämige, angenehme Bindung.

In Ungarn kriege ich die Suppe leider selten zu essen, weil die Saison der frischen Buschbohnen meist schon vorbei ist, bevor ich dort urlaube. Ein Teil der Bohnen reift richtig an der Pflanze aus, die dann getrocknet wird. Auf diese Weise werden die richtig reifen, trockenen Bohnenkerne als Saatmaterial für’s nächste Jahr gewonnen. Deswegen selten, frische grüne Bohnen für mich ;-) Aber hier in Deutschland findet man auch jetzt noch die grünen Bohnenköstlichkeiten und diese Suppe ist ein wirklich wunderbares Samstagessen. Macht Euch ran!

Zöldbableves – Ungarische Grüne Bohnensuppe mit Nudelblobbs

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 Bund Suppengrün
1-2 Möhren (oder Petersilienwurzel)
1 Zwiebel
500 g geputzte grüne (oder auch gelbe) Buschbohnen
Salz, Pfeffer

etwas Essig zum Abschmecken

Für die Roux/Mehlschwitze:
1 EL neutrales Öl
1 TL Paprikapulver edelsüß
2-3 TL Mehl
kaltes Wasser

Für die Nudelblobbs:
1 Ei
1 TL Salz
Mehl

(1) Das Gemüse putzen. Den Porree in Ringe schneiden, den Sellerie schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Die Möhren/Petersilienwurzel schälen und in mitteldicke Scheiben schneiden. Die Zwiebel häuten und vierteln. Von den Bohnen die Enden abschneiden und dann in ca. 2-3 cm lange Stücke schneiden.
(2) Das Gemüse bis auf die Bohnen in kaltem Wasser aufsetzen, salzen und pfeffern. Etwa 10 Minuten kochen bis es halbgar ist. Die Bohnen hinzufügen, soviel Wasser dazu geben, dass eine suppige Konsistenz entsteht. Nochmals ein wenig salzen und pfeffern.
(3) Zwischenzeitlich für die Nudelblobbs ein Ei mit dem Salz verrühren. Soviel Mehl unterrühren bis ein sehr dickflüssiger Teig entsteht.
(4) Für die Paprika-Roux in einer kleinen Pfanne das Öl bei mittelhoher Hitze warm werden lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen, das Paprikapulver unterrühren bis es duftet (nicht verbrennen lassen, sonst wird es bitter!). Dann das Mehl gut mit dem Paprika-Öl verrühren. Soviel kaltes Wasser unterrühren, dass eine geschmeidige Masse ohne Klumpen entsteht.
(5) Wenn das Gemüse gar gekocht ist, die Paprika-Roux unter die Suppe rühren, möglichst klümpchenfrei. So lange weiter köcheln lassen wie man benötigt, um mit einem kleinen Löffel aus dem zähflüssigen Nudelteig kleine Blobbs in die Suppe zu setzen und bis diese gar sind. Den Löffel immer komplett in die Suppe tauchen, dann löst sich der Nudelteig auch leicht.

Wenn die Nudelblobbs fertig sind, die Suppe servieren. Jeder kann dann nach Geschmack noch mit etwas Essig abschmecken.

Genießen!

Zu solch einer Suppe passen die Pogácsa/Pogatschen auch besonders gut!

Juhtúrós Pogácsa – Herzhafte ungarische Pogatschen mit Feta

Vor Ewigkeiten als ich noch klein und wir wieder in Ungarn urlaubten, baumelte über dem Bett vom Cousin-der-nie-da-war (damals war er es noch *g*) ein kleines weiß-blaues Stofftäschlein. Neugierig wie ich wahr, besah ich es mir genauer und fand darin ein kleines, rundes, aber steinhartes Gebäck. Seltsam. Was macht denn dieses runde kleine Ding in der Tasche? Ich wurde grob aufgeklärt, die Tasche gab es sozusagen als Abschied aus der Schule und das Gebäck, Pogácsa (gesprochen Pogahtscha) als Talisman für den neuen Weg in der darauffolgenden Schule. Später las (und sah) ich in ungarischen Märchen von Helden, die sich auf in die große, weite Welt machten und dabei von der liebenden Mutter Pogatschen mitbekamen. Als Proviant und eben Glücksbringer.

Wirklich oft habe ich sie nicht in Ungarn gegessen, erfuhr aber, dass es sie klassischerweise als Beilage zur klassischen Gulasch- oder Fischsuppe gereicht werden. Kann ich mir sehr gut vorstellen. Besonders gut machen sie sich aber auch als kleiner Snack oder auf einem Party-Buffet. Das Rezept sah ich schon vor 4 Jahren auf dem Blog „Nokedlis“ und wollte sie damals schon nachbacken. Sie blieben immer im Hinterkopf, aber erst jetzt im August bei den Eltern habe ich mich spontan an die Arbeit gemacht. Für mich alleine ist selbst die halbe Menge zuviel und zu wenig Platz im Tiefkühler. Eigentlich sind sie ganz einfach zu basteln und man kann die Arbeit wunderbar entzerren – Teig an einem Tag kneten, über Nacht im Kühlschrank gehen lassen, am nächsten Tag die Pogatschen backen. Der Teig lässt sich wirklich gut verarbeiten. Leider war der Käse im Kühlschrank meiner Eltern verschimmelt, wodurch ich sie nicht final damit bestreuen konnte, aber auch so schmeckten sie einfach wunderbar. Ich war begeistert, Herr Papa und Frau Mama waren begeistert, auch unsere Nachbarn waren begeistert, die sich ein paar abholten, nachdem ich das Bild in den sozialen Netzwerken zeigte. Ein voller Erfolg! Ein klitzekleiner Wermutstropfen – am Besten schmecken sie wirklich am Tag des Backens. Wenn zu viele übrig sind, friert sie ein und nehmt dann so viel raus wie ihr wollt/braucht.

Die sind einfach zu toll! Ich sollte bald mal wieder welche backen *ggg*

Juhtúrós Pogácsa – Herzhafte ungarische Feta-Pogatschen

Zutaten für 2 Bleche:
50 ml Milch
1 Prise Zucker
25 g frische Hefe (od. 7 g Trockenhefe)
600 g Mehl
250 g Butter
250 g Fetakäse
2 TL Salz
1 Ei
150 ml Schmand

1 Ei zum Bestreichen
100 g geriebener Käse (hier vergessen) zum Bestreuen

(1) Die Milch mit dem Zucker lauwarm erwärmen (Mikrowelle leistet hier gute Dienste), nicht zu warm werden lassen, sonst stirbt die Hefe ab. Die Hefe einrühren, 5-10 Minuten stehen lassen bis die Hefe angefangen hat, Bläschen zu bilden.
(2) Währenddessen Mehl mit Salz, Butter und Feta in eine große Schüssel zerbröseln. In die Mitte eine Vertiefung machen. Das Ei, den Schmand und die Milch-Hefe-Mischung zugießen. Per Hand oder mit der Küchenmaschine eine mittelfesten Teig kneten. Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
(3) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze stellen, zwei Bleche mit Backpapier auslegen.
(4) Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche fingerdick ausrollen, mit einem Messer die Oberfläche in Karos ein wenig einritzen.

(5) Dann mit einem kleinen Glas (eins für Schnaps hat die richtige Größe) die Pogácsa ausstechen. Es hilft, wenn man den Glasrand regelmäßig in Mehl taucht, damit der Teig nicht so daran klebt und leichter raus geht. Auf dem Blech nochmals 30 Minuten gehen lassen.

(6) Das Ei verquirlen und die Pogácsa damit bestreichen. Den geriebenen Käse darüber streuen (wie gesagt, hier verpeilt *seufz*) und in den Ofen schieben. Bei meiner Größe dauerten sie ca. 15 Minuten, wenn die geneigte Leserschaft sie größer aussticht, dann entsprechend länger. Nutzt Eure Nase und Augen!

Aus dem Ofen nehmen, wenn sie schön goldbraun sind. Sind wunderbar als Snack, auf einem Buffet, zu diversen Gulaschs oder Suppen.

Genießen!

Quelle: Nokedlisjuhtúros pogácsa

Erinnerungen an die beste Oma der Welt: Rustikale Möhrensuppe

Ohne jeden Zweifel, ich hatte die beste Oma der Welt! Fragt die Lieblingscousine und Zwerg und alle anderen Enkelkinder! Leider ist sie schon vor 13 Jahren gestorben und selbst heute noch, wenn Frau Mama und ich von Oma reden, kommen uns die Tränen. So sehr fehlt sie! Ich habe wunderbare Wochen in den Ferien bei ihr verbracht, selbst als ich schon im Teenageralter war. Es war einfach schön bei ihr. Sie konnte die beste Geschichte vom dicken, fetten Pfannkuchen erzählen (Kennt die noch jemand?). War immer gerecht und liebte uns Enkelkinder alle gleichermaßen, dass wir uns sogar bei der Geschichte vom dicken, fetten Pfannkuchen am Ende abwechselten und jeder ihn mal essen durfte und nicht nur die Enkel, denen die Geschichte erzählt wurde. Ich erinnere mich noch genau an die kratzige Couch auf der ich übernachtete mit dem dicken Federbett drauf. Wir durften im Winter auch erst aufstehen, wenn sie die Kachelöfen angemacht hat. Wir haben Ausflüge gemacht in den Tierpark, auf den Spielplatz, zur Lieblingstante mit Lieblingscousine und Cousin, zu anderen Verwandten. Ich habe die Ferien bei ihr geliebt. Natürlich hat sie uns auch besucht, leider nicht ganz so oft wie Zwerg und ich es uns gewünscht hätten ;-) Eigentlich war sie immer zu meinem Geburtstag da, da mit einem Besuch drei Geburtstage in Rostock abgehakt werden konnten *g* Den der Schwiegermutter ihres Sohnes, meinen und Herrn Papas einen Tag nach mir. Mitte Dezember fehlt sie uns immer noch am meisten.

Ich weiß nicht, ob Oma gerne gekocht hat, aber uns schmeckte es immer wunderbar. Sie sagte auch öfter, dass sie für unsere Familie besonders gerne kochte, weil wir so gute Esser sind. Immer noch. Und immer, wirklich immer musste sie ihre Möhrensuppe kochen, wenn sie uns besuchte. Wir alle liebten diese Suppe und ein ernsthaft großer Topf wurde innerhalb eines Tages von uns komplett verputzt. Aber seit sie nicht mehr da ist, haben wir nicht mehr wirklich die Möhrensuppe gegessen. Frau Mama versuchte es einmal, aber da ist die Suppe zu flüssig geraten, so dass sie nicht wie bei Oma schmeckte. Wir waren irgendwie enttäuscht und über 10 Jahre lang wurde kein neuer Versuch gewagt. Aber letztes Wochenende, als meine Eltern hier in der Mitte Deutschlands zu Besuch waren, probierten wir einen neuen Anlauf. Frau Mama hatte von ihrer älteren Schwester genaue Anweisungen erhalten. Eigentlich ist die Suppe ganz einfach zu kochen: Rippchen garen, Fleisch raus nehmen, Möhrenscheiben darin garen. Es kommen auch noch Kartoffeln mit rein, die allerdings separat gekocht und etwas angestampft werden, bevor sie in die Suppe wandern mit dem kleingeschnittenen Rippchenfleisch. Als Gewürz kommt Kümmel mit, den ich mittlerweile, wenn auch immer noch widerwillig, akzeptiere. Diese komischen kleinen Würmchen in der Suppe. Seltsam. Und immer, wenn ich dann früher abends den letzten Rest Suppe aus dem großen Topf bekam, tummelten sich dort besonders viele Kümmel-Würmchen *michschüttel* Aber vom Geschmack her gehört Kümmel einfach in diese Suppe! Probiert sie ruhig mal aus, sie ist wirklich großartig!

Rustikale Möhrensuppe

Zutaten für 6 Portionen:
500 g Schweinerippchen (natur oder geräuchert)
1 große Zwiebel
Salz
einige Pfefferkörner
750 g Möhren
2 TL Kümmel
500 g Kartoffeln
1/2 Bund Petersilie

(1) Die Zwiebel häuten, aber ganz lassen. Zusammen mit den Rippchen, Salz und den Pfefferkörnern in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Aufkochen lassen, dann die Hitze auf Mittelstufe zurück schalten und ca. 1,5 Stunden köcheln bis das Fleisch gar und zart ist. Rausnehmen. Das Fleisch von den Rippchen lösen und würfeln.
(2) Zwischenzeitlich die Mohrrüben schälen und in Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Kümmel in die Brühe der Rippchen geben und wenn nötig noch so viel Wasser zufügen bis eine suppige Konsistenz entsteht.
(3) Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in grobe Stücke schneiden. In einem extra Topf in Salzwasser gar kochen. Abschütten und die Kartoffeln grob zerstampfen.
(4) Das Rippchenfleisch zusammen mit den angestampften Kartoffeln zu den gar gekochten Möhren geben. Nochmals durchwärmen lassen.
(5) Zum Schluss fein gehackte Petersilie über die Suppe geben und mit einer Scheibe schönes Mischbrot servieren.

Genießen!

Klassisches Apfelmus

Dieses Jahr scheint ein gutes Apfeljahr gewesen zu sein, bei vielen Obstbauern (und auch Schrebergärtnern) hängen die Bäume voll. Einerseits gut für den Endverbraucher (sprich mich und die geneigte Leserschaft), weil das heimische Obst ziemlich preisgünstig in den Handel kommt. Andererseits nicht so gut für den Obstbauern, weil er nicht viel am Kilo Äpfel verdient und da doch einiges an Arbeit drin steckt. So las ich letztens in einem Artikel der „Berliner Zeitung“ (via holy fruit salad! auf Facebook), dass ein großer Obstbauer westlich von Berlin schon 40 ha seiner Apfelbäme rodete und nur noch 7 ha bewirtschaften möchte, da es sich finanziell nicht lohnt so große Plantagen zu unterhalten. Abgesehen davon, dass mit solchen verloren gegangenen Plantagen auch wertvoller Lebensraum für verschiedene Pflanzen und Tiere über den Jordan geht (z.B. lebt der Steinkauz bevorzugt in Streuobstwiesen), verlieren dadurch auch Menschen ihre Arbeitsplätze, sowohl Saisonkräfte als auch Festangestellte. Und dann achten viele Endverbraucher nicht drauf und essen Äpfel aus Italien, Südafrika oder Neuseeland. Also Leute, esst mehr heimische Äpfel, auch hier wachsen genug und wirklich leckere Früchte!

Nun bin ich nicht der größte Apfelesser der Welt, weil mein Körper die Fructose nicht soo super verarbeiten kann (ich bin doch Frau Mamas einzig wahre Tochter *g*), aber ich liebeliebeliebe Apfelmus! Und als es beim Supermarkt nebenan eben einen großen Korb heimischer Äpfel für wenig Geld gab, konnte ich nicht widerstehen und kaufte einen. Da der Rohverzehr ausgeschlossen war und ich alleine für einen Apfelkuchen schon 1,5 Wochen brauche, wurde kurzerhand Apfelmus daraus gekocht. In zwei Varianten, aber Variante 2, eine amerikanische Apple Butter (nein, da ist wirklich keinerlei Fett dran!) wird demnächst vorgestellt. Jetzt kommt erstmal klassisches Apfelmus. Nur hatte ich nicht wirklich ’ne Ahnung, wie man das macht. Frau Mama gefragt, die am Telefon nur mit der Schulter zuckte, weil sie es auch nur käuflich erwirbt. Hmpf! Also schnell in den sozialen Netzwerken nachgefragt. Die simpelste Antwort kam von Sabine von Hamburg kocht: „Ähm, Äpfel schnibbeln, mit etwas Wasser in den Topf und totkochen?“ Gesagt, getan. Ich habe nur noch etwas Zitronensaft und -schale zugefügt und ein bisschen Zucker. So vier Esslöffel auf 3 kg Äpfel sind nicht viel, oder? Es ist vielleicht ein µ zuviel Zitronenschale in das Mus gekommen, aber das hat es doch sehr schön frisch, fruchtig gemacht. So für mein erstes Apfelmus bin ich sehr zufrieden damit! Und werde es definitiv zu Kartoffelpuffer benutzen oder auf Palatschinken oder einfach nur so als Dessert mit ein paar Schokostreuseln oder Vanillesauce. Ich freue mich so!

Klassisches, einfaches Apfelmus

Zutaten für 2l:
3 kg Äpfel
1/2 Bio-Zitrone, Saft und Schale
4 EL Zucker
200 ml Wasser

Weck-Gläser mit Gummiringen, Deckel und Klammern
oder Twist-Off-Gläser
große Töpfe
alte Küchentücher zum Auslegen der Töpfe

(1) Die Äpfel schälen, Kerngehäuse rausschneiden und grob würfeln (hier ein Viertel in 6 Stücke schneiden). In einen wirklich großen Topf geben. Zitronensaft und -schale, Zucker und Wasser unterrühren. Etwa 45 Minuten kochen lassen.
(2) Dann mit einem Kartoffelstampfer oder Pürierstab die Äpfel gröber zerstampfen oder fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz und Saftigkeit der Äpfel (meine waren äußerst saftig!) das Apfelmus noch weiter einkochen lassen.
(3) Zwischenzeitlich die Gläser vorbereiten. Mit heißem Spüliwasser gut auswaschen, mit heißem, klarem Wasser gründlich ausspülen. Die Gläser in den Herd stellen, auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten sowohl trocknen als eben auch sterilisieren lassen. Die Deckel und Gummiringe in einem Topf mit Wasser bedecken und einige Minuten kochen lassen. So sterben auch dort die Bakterien ab.
(4) Das Apfelmus in die vorbereiteten Gläser abfüllen, ca. 1 cm Platz zum Glasrand lassen. Falls man etwas gekleckert hat, die Glasränder abwischen. Die Gummiringe über die Deckel ziehen und mit den Klammern auf den Gläser befestigen (oder die Deckel der Twist-Off-Gläser einfach gut zudrehen).
(5) Die großen Töpfe mit dem Kuchentuch auslegen (damit die Gläser nicht springen), die Gläser nebeneinander hineinstellen, sie dürfen sich ruhig berühren. Mit heißem Wasser auffüllen (immer noch die alte Regel: Das Wasser außen muss eine sehr ähnliche Temperatur wie das Einkochgut haben, also heißen Apfelmus = heißes Wasser, kaltes Apfelmus = kaltes Wasser) bis die Gläser 2/3 bis 3/4 im Wasser stehen. Deckel drauf und bei mittelhoher Hitze langsam zum Kochen bringen. Ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser kocht, die Temperatur leicht runterstellen (das Wasser sollte 90°C haben, also nicht zu enthusiastisch kochen) und 30 Minuten einkochen lassen.
(6) Nach der Zeit die Gläser heraus holen (Vorsicht! Sehr heiß!) und auf einem Holzbrett komplett abkühlen lassen. Danach die Klammern von den Weck-Gläsern entfernen und testen, ob die Deckel halten. Wenn nicht, nochmals einkochen oder im Kühlschrank lagernd so schnell wie möglich verbrauchen. Bei Twist-Off-Gläsern sollte sich die kleine Wölbung oben mit einem kleinen Knack-Geräusch nach innen gezogen haben.

Eigentlich sollte sich das Apfelmus mindestens ein Jahr halten, wenn ihr wirklich sauber gearbeitet habt.

Dann nur noch bei Bedarf ein Glas öffnen und köstlich, frisch-zitronig schmeckendes Apfelmus

genießen!

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