Kartoffelsalat mit eifreier Mayonnaise

Mayonnaise. Jetzt nicht unbedingt meine Lieblingszubereitung aus Ei und Öl. Irgendwie bin ich damit nicht aufgewachsen und erst durch den Einfluss von Frau Kochschlampe wandte ich mir ihr ein wenig zu. Frau Kochschlampe zeigte mir wie schnell man Mayonnaise per Hand drechseln kann, wie ich es auch gerne für den Nudelsalat „Alte Schule“ aus dem „Deutschland vegetarisch“ mache. Ich habe jetzt nicht so das große Problem mit rohem Ei und schmecke zum Beispiel auch den Teig für meine Frikadellen roh ab. Aber im Hochsommer bin auch ich vorsichtig, besonders wenn das Gericht mit der Mayonnaise einfach nicht schnell genug verbraucht werden kann. Wenn die Temperaturen hoch sind, können sich Bakterien einfach tatsächlich explosionsartig vermehren und so kann dann innerhalb von wenigen Stunden so ein Salat verderben, wenn er nicht richtig gelagert wurde. Und für solche Gelegenheiten macht sich eine Mayo ohne Ei ganz gut. Auch gibt es ja Leute, die allergisch auf Hühnerweiss reagieren oder einfach nicht soviel Ei aus gesundheitlichen Gründen essen sollen.

Die Mayo besteht wie auch die klassische Variante aus Öl und Senf und statt des Eis Milch. Dabei ist der Senf der Hauptemulgator, die Milch spielt dabei eine Nebenrolle, weil sie einfach nicht so viel Fett enthält wie Eigelb. Erstaunlicherweise entsteht trotzdem eine feste Mayonnaise, man muss wirklich nur einen Stabmixer benutzen, da die Milch eben keine so ideale Emulgatorwirkung hat. Durch den Stabmixer ist es auch wirklich schnell gebastelt, quasi innerhalb von Minuten. Und danach kann sie wie gewünscht verwendet werden, entweder pur oder mit Knoblauch verfeinert als Aioli oder wie es Euch sonst gefällt. Bei mir wurde es eine Kräuter-Sauce für Kartoffelsalat, die äußerst gelungen war und super zu dem einfachen Kartoffelsalat passte. Also wenn ihr Vorbehalte gegen rohes Ei habt, gerade schwanger seid oder aus anderen Gründen es nicht essen wollt, versucht diese simple Variante. Es lohnt sich!

Grundrezept Mayonnaise ohne Ei

Zutaten für ca. 150 ml, ca. 1-2 Portionen:
50 ml Milch
100 ml neutrales Öl
1 Tl Senf
Salz, Pfeffer
ein Spritzer Zitronensaft

Öl, Milch und Senf in eine hohes, schmales Gefäß geben und mit dem Stabmixer so lange mixen, bis eine feste Mayonnaise entstanden ist.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Wie gewünscht weiter verwenden.

Quelle: Kleiner KuriositätenladenMayonnaise ohne Ei

Kräuter-Kartoffelsalat

Zutaten für 2  Portionen:
600 g Kartoffeln, festkochend
Salz
Kümmel
1 Frühlingszwiebel
1/2 kleiner Apfel
ca. 100 g Senfgurken

Für die Kräuter-Sauce:
1 Portion eifreie Mayonnaise (s.o.)
2 EL Gurkenwasser
2 gehäufte EL Saure Sahne
2 EL gehackter Dill
3 EL gehackte Petersilie

(1) Kartoffeln waschen, mit Schale in mit Salz und etwas Kümmel gewürztem Wasser als Pellkartoffeln kochen. Die Kartoffeln abgießen, kurz abkühlen lassen und dann mit Hilfe von Gabel und eines kleinen Messers pellen. In dünne bis mitteldicke Scheiben schneiden.
(2) Zwischenzeitlich die Früglingszwiebel in feine Ringe schneiden. Den halben Apfel vierteln, entkernen und in kleinere Würfel schneiden. Die Senfgurken ebenfalls in etwa so große Würfel schneiden wie den Apfel. Alles in eine Schüssel geben, wo dann auch die Kartoffelscheiben rein passen.
(3) Ebenfalls jetzt schon die Kräuter-Sauce machen. Dafür nach der Anleitung oben die eifreie Mayonnaise machen und mit den restlichen Zutaten gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken.
(4) Die Sauce mit den restlichen Kartoffelsalatzutaten gut vermischen, nochmal etwas salzen und pfeffern. Etwa 1 Stunde ziehen lassen.

Genießen!

Dieser Salat passt gut zu einem Grillabend oder mit einem gekochten Ei oder gebratenen Würstchen zum Mittagessen. Oder einfach ohne alles dazu *g*

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12 thoughts on “Kartoffelsalat mit eifreier Mayonnaise

  1. Mr Ginger 2. November 2014 um 10:01 Reply

    Jo reggelt, liebe Anikó. Ein Tipp dazu praktischer Weise kommt die Milch nicht aus dem Kühlschrank sondern ist handwarm. Und noch besser geht’s mit Sojamilch, dann ist die Mayo sogar vegan. Vizlat Mr Ginger

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    • Anikó 3. November 2014 um 10:43 Reply

      Danke für den Tipp, werde ich demnächst, wenn ich wieder Mayo brauche, mal ausprobieren :-)
      Von so Ersatzprodukten halte ich nicht viel, es sei denn jemand braucht sie wirklich aufgrund gesundheitlicher Probleme. Ich bin ein Fan von ausgewogener Ernährung, von allem was, aber nicht zu viel :-)

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  2. hafensonne 2. November 2014 um 10:52 Reply

    Das praktische an der eifreien Mayo (gegen die ich mich lange sträubte; ich habs ja nicht so mit Dingen, die x-frei sind ;-)) ist ja auch, dass man nicht gleich so eine Monstermenge an Mayo erzeugt. Mit Ei hat man da ja immer gleich 250 ml zusammen…

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    • Anikó 3. November 2014 um 10:45 Reply

      Ja, noch ein Vorteil. Stimmt, den hatte ich ganz vergessen aufzuzählen :-)

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  3. Steirerblut und Himbeersaft 3. November 2014 um 09:59 Reply

    Klingt superlecker! :) Ich mach ja meinen Kartoffelsalat immer ganz klassisch mit Kürbiskernöl und Essig – vielleicht sollte ich mal was neues ausprobieren! :) Liebe Grüße, Heike

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    • Anikó 3. November 2014 um 10:47 Reply

      Ich glaube, für jeden geht klassischer Kartoffelsalat anders *g* Aber ich habe hier auch schon eine Menge unterschiedlicher Versionen ausprobiert, kannst ja mal stöbern :-)
      Ist bei Dir auf’m Blog die Kürbiskernölversion zu finden?

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      • Steirerblut und Himbeersaft 3. November 2014 um 10:51

        Noch nicht! ;) Aber bei näherer Betrachtung werde ich das demnächst wohl mal posten! :)

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      • Anikó 3. November 2014 um 10:57

        Da freue ich mich drauf :-) Ich mache eh zu wenig mit Kürbiskernöl! Dabei ist das sooo lecker!

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  4. Carina 13. November 2014 um 08:32 Reply

    Hallo Anikó, herzlichsten Dank für dieses Rezept. Hab mich rangetraut, nachdem wir von der eihaltigen Mayo am Nudelsalat der Nachbarin diesen Sommer so was von den Sch.. bekommen habe und nieee wieder „so was“ essen wollten ;-)
    Dein Kartoffelsalat ist jetzt unser Kartoffelsalat, megalecker !!
    Gruß
    Carina

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    • Anikó 13. November 2014 um 08:34 Reply

      Oh, das freut mich aber sehr, dass er Euch geschmeckt hat :) Und natürlich doof, wenn man tatsächlich was verdorbenes erwischt hat :-/

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      • Carina 13. November 2014 um 13:29

        Ja, mein Mann besteht künftig auf Salate mit dieser Art der Mayo !
        Und bei Deinem Blog bleib ich mit Interesse dran ;-) Da find ich doch tolle, schnörkellose Anleitungen und Ideen.

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      • Anikó 13. November 2014 um 18:40

        Oh, das freut mich aber Carina! Schnörkellos und hoffentlich genau und verständlich kann ich als Naturwissenschaftlerin *g* Aber guck Dich ruhig um und wenn Du Fragen hast, frag ruhig :-)

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