Archiv für den Monat November 2014

Apple Butter – Amerikanisches Gewürz-Apfelmus

Ich hatte ja schon beim Klassischen Apfelmus berichtet, dass die Äpfel momentan billig sind und im Supermarkt nebenan 5 kg im Angebot waren. Deutsches Apfelmus schön und gut, aber andere Nationen müssen doch auch ihre Varianten haben. Durch eine allgemeine Suche nach Apfelmus im weltweiten Zwischennetz wurde ich auf die amerikanische Version, genannt Apple Butter aufmerksam. Nein, keine Angst, da ist keine zusätzliche Butter drin. Ich tippe mal darauf, dass die Konsistenz dort dann irgendwann der von weicher Butter ähnelt. Es werden Apfelstückchen mit großzügig Gewürzen so lange gekocht, püriert und einreduziert gelassen bis es eine wirklich zähflüssige Konsistenz hat. Ich fand es eine Variante für den Slowcooker im Crocky-Blog, die ich leicht abwandelte und noch um ein paar Gewürze ergänzte. Ich glaube, ich war auch nicht geduldig genug bzw. meine Äpfel zu saftig, eine richtig zähflüssige Masse habe ich nicht hinbekommen. Stört mich aber auch nicht, weil …

Das Zeug ist der Hammer! Sooo großartig lecker! So würzig und leicht süß und apfelig! Müsst ihr irgendwie nachmachen und wenn ihr es nur bei kleiner Hitze in einem Topf auf dem Herd schmort und dabei öfter umrührt, damit nichts anbrennt. Aber ihr MÜSST es machen! Geiles Zeug! Ernsthaft!

Apple Butter – Amerikanisches Gewürz-Apfelmus

Zutaten für 1 l:
1,5 kg Äpfel
180 g brauner Zucker
1/2 Zitrone,Saft und Schale
Prise Salz
1 TL Zimt
1/2 TL Nelke
1/4 TL Kardamom
1/4 TL Muskatnuss

(1) Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Von der halben Zitrone die Schale abreiben und Saft auspressen.
(2) Alle Zutaten in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Gut durchrühren. Deckel drauf.
(3) Slowcooker auf LOW stellen, 7 Stunden köcheln lassen. Danach gründlich mit einem Stabmixer durchpürieren. Nochmal 1 Stunde auf HIGH mit leicht geöffnetem Deckel einkochen lassen.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach Crocky-BlogCinnamon Apple Butter

Die Apple Butter hält sich ca. 2 Wochen im Kühlschrank oder ihr friert es ein oder kocht es ein. Aus chronischem Platzmangel im Tiefkühler habe ich meins auf folgende Weise eingekocht.

Die Gläser vorbereiten. Diese dafür mit heißem Spüliwasser gründlich säubern, mit heißem, klarem Wasser nachspülen. In den Ofen stellen, diesen auf 120°C stellen und so lange sterilisieren lassen bis sie trocken sind. Das dauert etwa 15 Minuten. Zwischenzeitlich schon die Glasdeckel und Gummiringe in einen Topf geben, mit Wasser und einem Schluck Essig bedecken. Auf dem Herd aufkochen lassen und ca. 5 Minuten kochen lassen. Dann sollten alle fiesen Erreger mausetot sein. Die Gläser rausholen und etwas abkühlen lassen. Das Gewürz-Apfelmus heiß oder kalt in die Gläser füllen. Dabei darauf achten, dass der Rand der Gläser nicht dreckig wird. Nochmal abwischen. Die Deckel aus dem heißen Wasser holen, mit dem Gummiring bespannen und auf das Glas setzen. Mit zwei Metallklammern befestigen. In einen passenden mit einem Küchentuch ausgelegtem Topf stellen. Je nach Apfelmus-Temperatur soviel Wasser (kaltes Apfelmus = kaltes Wasser, heißes Apfelmus = heißes Wasser) hinzufügen, dass die Gläser 2/3 – 3/4 im Wasser stehen. Den Herd auf mittelhohe Temperatur stellen und das Wasser im Topf zum Kochen bringen. Ab dem Zeitpunkt des Kochen 30 Minuten einwecken lassen (wer mag kann die Temperatur des Wassers überprüfen, es sollte 90°C haben). Nach der Zeit die Gläser rausholen und auf einem Holzbrett o.ä. vollständig abkühlen lassen. Die Klammern abnehmen und prüfen, ob der Deckel hält. Wenn ja, ohne Klammern ab ins Vorratsregal, wenn nicht in den Kühlschrank stellen und schnell verbrauchen oder nochmals einkochen. Bei mir hatte sich ein Glas tatsächlich nicht geschlossen, weil das Gummi nicht richtig auf dem Glas saß. Also nicht entmutigen lassen, falls es mal nicht beim ersten Mal funktioniert.

Erbsenzähler: Borsóleves – Ungarische Erbsensuppe

Meine allerallerallerliebste Suppe! Von Welt! Mehr muss nicht gesagt werden. Einfach nur nachkochen und glücklich sein :-)

Borsóleves – Ungarische Erbsensuppe

Zutaten für 3 Hungrige:
2 größere Möhren
2 mittlere Petersilienwurzeln
1 kleine Zwiebel
1 Scheibe Sellerie
200 g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer
1 handvoll Petersilie

Für die Paprika-Roux:
2 TL Butter
1 TL edelsüßes Paprikapulver
1,5 TL Mehl
kaltes Wasser

Für die Nudeleinlage:
1 Ei (M)
1 TL Salz
5 TL Mehl

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren und Petersilienwurzeln schälen und in mittlere Scheiben schneiden. Zwiebel häuten und vierteln. Den Sellerie schälen und in etwa die Größe von den Möhrenscheiben schneiden. Die Petersilie waschen, trocknen und mittelfein hacken.
(2) Alles in einen Topf geben, Salz und Pfeffer dazu, mit Wasser auffüllen bis das Gemüse gut bedeckt ist. Aufkochen lassen, auf mittlere Hitze zurück schalten und ca. 10-15 Minuten kochen lassen.
(3) Währenddessen schon mal die Paprika-Roux vorbereiten. Dafür in einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen. Die Pfanne von der Flamme nehmen, das Paprikapulver zugeben. Wenn es duftet das Mehl zufügen und gut verrühren. Unter Rühren so viel kaltes Wasser hinzugeben, dass eine klümpchenfreie, geschmeidige Masse entsteht. Zur Seite stellen.
(4) Für die Nudeleinlage das Ei mit dem Salz verrühren. Das Mehl hinzufügen und so lange mit einer Kuchengabel rühren bis ein zähflüssiger Teig entsteht.
(5) Jetzt müsste das Gemüse fast gar sein. Die Erbsen mit soviel Wasser in die Suppe geben, dass es eine suppige Konsistenz hat. Etwa 5 Minuten kochen lassen. Dann vorsichtig die Paprika-Roux unterrühren. Dann mit einem kleinen Löffel Nudelblobbs in die Suppe setzen. Dafür den Löffel richtig in die Suppe tauchen, dann gehen der Teig ganz einfach ab. Noch ein bisschen kochen lassen bis die Nudeln gar sind.
(6) Mit der Petersilie bestreuen und servieren.

Genießen!

Zarteste, klassische Rinderrouladen aus dem Slowcooker

Das vorletzte Wochenende war mit viel Küchenaction versehen. Bagel und Kekse wurden gebacken, Currys und Suppe geköchelt, trotzdem wollte ich gerne ein klassisches Sonntagsessen haben. Im Tiefkühler schlummerten noch rohe Rouladen, die ich mal im Angebot erstand. Und da der Tiefkühlschrank chronisch überladen ist, sollten sie dran glauben. Jetzt lohnt es sich wirklich nicht 2 Rouladen zu basteln für mich allein, das wurden schon 6 Stück, aber ich wollte es endlich auch mal ausprobieren, ein herzhaftes Gericht mit Fleisch einzuwecken, wofür ich diese Reste auserkor. Wie man Rouladen bastelt, hat mir Frau Mama erfolgreich beigebracht. Im Topf lass ich sie so 1,5 Stunden schmoren, aber ich wollte sie im Slowcooker machen, weil es viel stressfreier ist. Ohne mich weiter drum kümmern zu müssen, schmurgeln die Rouladen 6 Stunden vor sich hin ohne die Gefahr des Anbrennens. In der Zeit kann man sich entspannt um andere Sachen kümmern. Wenn man mittags essen will, sollte man die Rouladen allerdings schon am Vortag vorbereiten. Ja, man kann es auch ohne Anbraten machen, aber es schmeckt einfach besser, wenn die Rouladen und das Gemüse für die Sauce scharf angebraten wurden. Also am Abend vorher die Rouladen vorbereiten, alles in den Slowcooker-Einsatz schichten, im Kühlschrank zwischen lagern und rechtzeitig am folgenden Morgen anstellen. Oder gleich am Vortag in Ruhe basteln, die gegarten Rouladen samt Sauce im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag nur noch aufwärmen. Viele Möglichkeiten, alles stressfrei. Ich liebe meinen kleinen Slowcooker :-)

Und die Rouladen sind wirklich richtig, ernstlich gut geworden! Total zart, die Sauce hocharomatisch und brauchte keine weitere Verfeinerung. Ich habe einfach das mitgeschmorte Gemüse zusammen mit der Sauce püriert und sie hatte eine schöne Bindung und Geschmack. Natürlich kann auch Wein als Flüssigkeit mit hinein gegeben werden, aber da ich nicht der große Alkoholverwerter bin, habe ich einfach Wasser benutzt. Wer einen Slowcooker hat, probiert ruhig mal Rouladen darin aus, ich meine das Ding ist ideal für Schmorgerichte! Und für alle Nicht-Slowcooker-Besitzer sind Rouladen vielleicht trotzdem eine Idee für’s nächste Sonntagsessen.

Zarteste, klassische Rinderrouladen aus dem Slowcooker

Zutaten für 6 Rouladen im 3,5 l Slowcooker:
6 Rinderrouladen
Senf
Salz, Pfeffer
8-12 Scheiben Bacon
1 große Zwiebel
6 Gewürzgurken
Öl

Für die Sauce:
1 Möhre
1 Petersilienwurzel
1 kleines Stück Knollensellerie
1 große Zwiebel
Salz, Pfeffer
2 TL Tomatenmark
150 ml Wasser
1 Lorbeerblatt

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebeln häuten und fein würfeln. Die Möhren, Petersilienwurzel und Knollensellerie ebenfalls schälen und fein würfeln.
(2) Die Rouladen waschen und trocken tupfen. Die Würfel einer Zwiebel, Bacon-Scheiben, Senf, Salz, Pfeffer und Gewürzgurken bereit stellen. Eine Roulade dünn mit Senf bestreichen, salzen, pfeffern. 1-2 Scheiben Bacon darauf legen, einen Teil der Zwiebelwürfel darauf verteilen, die Gewürzgurke an den Anfang des Rouladenfleisches legen und fest darum aufwickeln. Mit sämtlichen Fleischstücken so verfahren. Wer auf Nummer sicher gehen will, befestigt die Rouladen mit Nadeln oder Faden, ich habe es mir gespart.
(3) Eine Pfanne stark erhitzen und Öl darin heiß werden lassen. Die Rouladen mit der Nahtseite nach unten ins heiße Öl legen und so lange anbraten lassen bis sie braun sind. Wenn man keine Nadeln benutzt hat, wirklich sehr vorsichtig umdrehen, damit sie nicht aufgehen und von der zweiten Seite appetitlich braun anbraten. Am Besten in zwei Durchgängen braten, damit sie wirklich braten und nicht beginnen zu dünsten. Die angebratenen Rouladen in den Keramiktopf des Slowcookers setzen.
(4) In der heißen Pfanne wieder etwas Öl erhitzen und das Gemüse für die Sauce bei mittelhoher Hitze scharf anbraten. Salzen und pfeffern. Das Gemüse etwas an den Rand schieben und das Tomatenmark kurz mit anschmoren. Mit Wasser aufgießen, gut verrühren. Die Sauce über die Rouladen gießen. Das Lorbeerblatt dazwischen setzen.
(5) Deckel auf den Slowcooker setzen. 2 Stunden auf HIGH schmoren, dann weitere 4 Stunden auf LOW (oder 1,5 Stunden bei niedrig mittelhoher Hitze auf dem Herd im Schmortopf).
(6) Nach der Zeit die Rouladen rausholen, Gemüsewürfelchen abstreifen. Das Lorbeerblatt rausfischen. Das Gemüse in der Sauce mit einem Stabmixer pürieren. Sauce nochmals abschmecken, ob Salz oder Pfeffer fehlen.

Die Rouladen zusammen mit der Sauce und Beilagen nach Wahl servieren. Klassisch ist Rotkohl und Kartoffeln oder Klöße.

Genießen!

Quelle: Zeiten vom Crocky-BlogRinderrouladen gutbürgerlich übernommen

Einwecken:

Rinderrouladen kann man laut Weck-Kochbuch auch einkochen. Ich habe das einfach mal ausprobiert, da mein TK zu voll für weitere vorgekochte Gerichte ist. Dafür einfach passend große Weck-Gläser mit Spüliwasser auswaschen, mit klarem, heißen Wasser ausspülen. Die Gläser im 120°C heißen Ofen so lange sterilisieren bis sie trocken sind (ca. 15 Minuten). Die Gläser rausholen, etwas abkühlen lassen. Die Deckel und passenden Gummiringe in einem Topf mit Wasser und einem Schuss Essig geben. Etwa 5 Minuten lang kochen lassen, dann sollten alle Keime mausetot sein. Die Rouladen samt Sauce in die Gläser geben, 2-3 cm Platz zum Glasrand lassen. Die Glasdeckel mit den Gummiringen überziehen, auf die Gläser setzen, mit Klammern befestigen. In einen großen mit einem Küchentuch ausgelegten Topf stellen. Je nachdem ob die Rouladen heiß oder kalt eingefüllt wurden, soviel heißes oder kaltes Wasser dazu gießen (heiße Roulade = heißes Wasser, kalte Roulade = kaltes Wasser), dass die Gläser mindestens zu 3/4 im Wasser stehen. Das Wasser bei mittelhoher Hitze zum Kochen bringen und ab dem Zeitpunkt des Kochens 75 Minuten einkochen lassen. Dann die Gläser vorsichtig rausholen und abkühlen lassen. Wenn sie komplett abgekühlt sind, die Klammern entfernen und testen, ob der Deckel hält. Wenn ja, ins Vorratsregal stellen, wenn nicht nochmals einkochen oder so schnell wie möglich verbrauchen.

Wochenplan KW 45 – Planung und Realität

Wochentag Plan Realität
Mo  Reste von voriger Woche – Blumenkohl-Spinat-Curry check
Di  Reste von voriger Woche – Karfiolleves check
Mi Reste von voriger Woche – Roulade mit Rotkohl check
Do TK-Pelmeni mit Apfelsauerkraut check, bevor ich mich selbst an Pelmeni wage, musste ich mal testen, ob sie mir vom Prinzip her schmecken. Und ja, sie sind echt lecker!
Fr improvisierte Zucchini-Quiche spontaner Besuch über Mittag, keine schnell verfügbares Essen an der Hand, also wurde ein Dönertier erlegt ;-) Die Quiche gibt es nächste Woche.
Sa Pasta mit orientalischer Linsenbolognese es wurden unverhofft zwei Portionen Pelmeni, also heute die Reste und die Linsenbolo dann ebenfalls nächste Woche.
So Hähnchengyros mit Krautsalat, Tzatziki und Reis.  Gyros schon am Samstagabend vorbereitet, Coleslaw und Tzatziki am Morgen zwecks Durchziehen. Das Essen war so köstlich, dass es definitiv verbloggt wird!

 Zumindest das vorgekochte Essen wurde nicht schlecht im Kühlschrank, wäre wirklich schade gewesen drum. Und so habe ich wenigstens schon gleich Gerichte für die kommende Woche, auch wenn ich da besser planen muss, wann ich was koche, weil es ja nicht so viele Reste zum schnellen Aufwärmen gibt.

Wie gehen Eure Pläne auf? Hält sich die geneigte Leserschaft sklavisch dran oder werden oft Tage umgeschmissen, einfach weil das Leben dazwischen kommt?

Für „Auf die Hand“ – Gar köstliche Bagel

Der Blog von Herrn Buddenbohm war einer der erste, den ich überhaupt las. Und bis heute mag ich Herrn Buddenbohms Schreibe sehr gerne. Höchstamüsant schrieb er letztens über eine Backaktion mit aktiver Kinderbeteiligung. Da es Bagel aus dem neuen Buch vom hochgeschätzten Herrn PaulAuf die Hand“ ist, war klar, was ich als erstes daraus basteln würde. Jetzt habe ich nicht so die hohe aktive Bagel-Ess-Erfahrung wie Zwerg und neige auch nicht dazu, meine Brotscheiben übermäßig voll zu packen, ich mag den Brotgeschmack, aber Bagel wollte ich schon lange mal ausprobieren. Das Baden des Bagels schreckt mich auch nicht mehr, seit ich die Kifli ausprobiert und für sehr gut und einfach bastelbar befunden habe. Und der Rest ist normaler Hefeteig. Das kriegen wir doch hin! Und damit die geneigte Leserschaft ihre eventuell vorhandene Angst vor’m Brotbacken verliert – Und nichts anderes macht man hier ja. – habe ich eine etwas ausführlichere Photodokumentation gemacht. Und es ist wirklich einfach! Auch zeitlich ist es gut überschaubar, insgesamt brauchte ich zwei Stunden bis die Schätzchen im Ofen waren und davon geht der Teig in verschiedenen Stufen insgesamt 1,5 Stunden. Und wenn wir eines gelernt haben, dann, dass Hefeteig am Zuverlässigsten geht, wenn man ihn in Ruhe lässt, vergisst und nicht alle 5 Minuten nachguckt, ob sich schon was tut. Also kann sich die geneigte Leserschaft in der Zeit anderen Sachen widmen: Kinder, Rumdümpeln, Lesen, Haushalt, Balkon … Und nach ein bisschen und sogar spaßiger Arbeit, kann die geneigte Leserschaft hochköstliche Bagel genießen. Luftig, aber trotzdem angenehm feste Konsistenz. Probiert es ruhig mal aus, es lohnt sich sowas von und wird in Zukunft definitiv öfter von mir gemacht!

Bagel

Zutaten für 8 Stück:
450 g Mehl (Type 405) + etwas für die Arbeitsfläche
1/2 Würfel Hefe (ca. 20 g)
250 ml lauwarmes Wasser
1 EL Zucker
2 EL Olivenöl
1,5 TL Salz
1 Eigelb
1 EL Milch (oder Sahne)
2-3 TL Sesamsamen

(1) Als erstes den Vorteig ansetzen. Ganz einfach: Das Mehl in eine große Rührschüssel geben. Eine ordentlich große Mulde machen. Im Wasser die Hefe und Zucker auflösen. In die Mehlmulde gießen, von der Seite mit etwas Mehl bestreuen. An einem warmen, zugfreien Ort 30 Minuten abgedeckt gehen lassen. Ich benutze gerne „Mörderduschhauben“, passende Deckel oder Frischhaltefolie.

Danach sollte ordentlich Hefeaction zu sehen gewesen sein.

(2) Das Olivenöl und Salz zum Vorteig geben und mit der Küchenmaschine oder Knethaken des Handrührers in 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Auf die Uhr gucken. 5 Minuten können wirklich lang sein! Mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und wieder abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.

(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(4) Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in 8 gleichgroße Stücke teilen und zu kugeln formen. Jetzt kommt der spaßige Teil und man lässt die Bagel „tanzen“ wie im folgenden Video kurz filmisch von mir festgehalten *g*. Dafür den Stiel eines Holzkochlöffels kurz ins Mehl tauchen, in die Mitte der Teigkugel pieken und dann mit gleichmäßigen Drehbewegungen, die Bagel leicht auf der Arbeitsfläche schleudern. Auf das Backblech legen, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 30 Minuten an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen.

(5) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(6) Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen und aufkochen lassen. Auf mittlere Hitze stellen. Das Wasser sollte nicht mehr wild sprudelnd kochen, leise simmern reicht. Die Bagel portionsweise ins Wasser gleiten lassen, von jeder Seite 30 Sekunden baden. Mit einem Schaumlöffel rausholen, abtropfen lassen, zurück auf’s Blech. Dabei fallen sie ein bisschen zusammen, aber nicht verzagen.

(7) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verquirlen. Bagel damit bestreichen und mit Sesam (oder anderen Körnern der Wahl, ich mag gerne die türkische Mischung mit Mohn, Nigella und Sesam) bestreuen.

(8) Auf der zweiten Stufe von unten in den Ofen schieben. 25 Minuten backen lassen bis sie goldbraun sind.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Nach Wunsch belegen.

Genießen!

Quelle: Paul, S. (2014): Auf die Hand. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 277

Haferflocken-Rosinen-Kekse

Ich bin ja kein leidenschaftlicher Bäcker, nicht wie andere Damen und Herren, die am liebsten jeden Tag Cremetorte, Muffins, Cupcakes, Cakepops, Brownies und Konsorten backen wollen würden. Aber nee, Jungs. Nicht meine Baustelle. Mal ja, weil selbstgemacht doch immer noch am Besten schmeckt, aber ich neige ja auch dazu, dass mir körperlich übel wird, wenn sich so süßer Keks- und Kuchengeruch zu lange in der Wohnung hält. Und spätestens zur Vorweihnachtszeit wird der Verbrauch an Gewürzgurken wieder stark ansteigen, wenn dann doch mehr als 1x im Monat süß gebacken wird *g*

Das Rezept für diese Haferflocken-Kekse postete Barbara von ihrer Spielwiese letzte Woche auf Facebook und ich war sofort angefixt. Kekse wollte ich schon länger backen und die kleinen Adjektive „schnell“ und „einfach“ ließen sie seeehr hoch auf die Nachbackliste wandern. Zutaten waren alle da (ich habe gefühlt Unmengen an Haferflocken, dabei ess ich die gar nicht so oft). Und dann war es am letzten Freitag noch am frühen Abend soweit, alles schnell zusammen gerührt. Oft werden so Kekse ja mit zwei Esslöffeln abgestochen, aber das war mir zu doof hier. Der Teig ist so angenehm fest, dass er sich gut mit angefeuchteten Händen zu Kugeln formen lässt. Perfekt! Innerhalb von 45 Minuten hat man leckere Kekse. Sogar der sehr kritische Coladieb ist angetan von diesen Haferflocken-Keksen und ich darf sie nochmal backen *g*

Haferflocken-Rosinen-Kekse

Zutaten für ca. 24 Stück:
150 g Zucker
200 g weiche Butter (nicht flüssig!)
1/2 TL Vanillemark
oder
2 TL Vanilleextrakt
1 Ei
125 g Mehl
3/4 TL Backpulver
1/4 TL Salz
225 g Haferflocken (kernig oder zart)
50 g Rosinen

(1) Den Ofen auf 175°C Umluft (oder 190°C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
(2) Den Zucker mit der Butter schaumig schlagen. Das Ei unterrühren. Das Vanillemark/Vanilleextrakt zufügen.
(3) Das Mehl mit dem Backpulver und Salz gründlich vermischen. In zwei Portionen zur Zucker-Butter-Ei-Mischung geben. Kurz unterrühren bis es sich gerade verbunden hat. Kurz die Haferflocken unterrühren und ganz zum Schluss die Rosinen.
(4) Mit leicht angefeuchteten Händen 24 etwa golfballgroße Kugeln formen und mit etwas Abstand auf die Bleche setzen (Wer keinen Teig an den Fingern mag, kann gerne Chirurgen-Handschuhe anziehen oder 2 Esslöffel zur Hilfe nehmen).
(5) In den Ofen schieben und ca. 15 Minuten backen lassen. Wer Ober-/Unterhitze benutzt, die Bleche nach der Hälfte der Zeit tauschen oder nacheinander backen.
(6) Erst kurz auf dem Backblech, dann auf einen Kuchengitter abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Barbaras SpielwieseHaferflockenkekse

Wochenplan KW 44 – Planung und Realität

Wochentag Plan Realität
Mo  Reste von Schaschlik (Samstag) check
Di  Reste von Gefüllte Paprikaschote aus dem Tiefkühler (Sonntag) check, zusätzlich ein Kartoffelbrot gebacken
Mi  Ofen-Blumenkohl, Dip,
Pellkartöffelchen
 zu k.o. zum Kochen und deshalb wurde von einer besuchenden Freundin etwas vom Schnellimbiss mitgebracht
Do  Reste vom Tag vorher Pasta mit Spinat-Knoblauch-Schmand-Sauce
Fr  Pasta mit Spinat, Feta Blumenkohl-Spinat-Curry mit Dhal und Reis, Haferflocken-Rosinen-Kekse
Sa  Ungarische Blumenkohlsuppe
(Karfiolleves)
check, Rotkohl und Rouladen vorbereitet, Zitronenkuchen backen
So  Rinderrouladen,
Rotkohl, Klöße/Kartoffeln
Rinderrouladen (schon am Sa im Slowcooker geschmurgelt) mit Rotkohl und Pellkartoffeln, Bagelbacken

Eigentlich bin ich soweit ganz zufrieden. Es stellten sich keine spontanen Gelüste ein, die frischen Sachen wurden verbraucht. Und auch der Tiefkühler ist wieder ein µ leerer. Er wurde allerdings auch gleich mit Brot gefüllt, ein Kartoffelbrot wurde aufgrund einiger übrig gebliebener Pellkartoffeln gebacken und dann Herrn Pauls Bagel aus dem großartigen Buch „Auf die Hand“, die dann hoffentlich bald verbloggt werden. Aber an Blumenkohl reicht es erstmal für die nächste Zeit, fünf Portionen in vier Tagen ist genug ;-)

Interessiert die geneigte Leserschaft eigentlich so ein klitzekleiner Einblick in meinen Alltag? Soll ich versuchen es regelmäßig fortzusetzen? Eigentlich ist es ja auch so als kleine Inspirationsquelle für Euch gedacht, wenn Ihr mal ideenlos sein solltet, was Eure eigenen Mittag- oder Abendessen angeht … Sagt mir ruhig Eure Meinung dazu :-)

 

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