Quark-Öl-Teig – Der perfekte Teig für spontanen Quiche-Hunger

Ich muss hier mal ein Geständnis loswerden: Ich bin ein Mürbeteig-DAU! Ich mag den Geschmack von Mürbeteig, aber irgendwie gelingt er mir nie richtig und nervt mich unglaublich! Beim Kneten, beim Warten während der Kühlzeit, Ausrollen. Nee, nee! Mürbeteig und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr! Und es ist ja auch echt hinderlich, wenn man spontan eine Quiche zum Abendessen basteln will und der Teig muss sich erst ’ne Stunde im Kühlschrank entspannen. Da hatte meine persönlich Backfee Frau Kochschlampe die perfekte Alternative: Quark-Öl-Teig. Und auch noch in der perfekten Menge für eine kleine Springform, deren Portionsgröße für zwei reicht. Was will ich mehr! Der Teig selbst ist in 10 Minuten fertig und darf sofort ausgerollt und in der Springform vorgebacken werden. Dann nur noch schnell die Füllung vorbereiten und ab in den Ofen mit dem Schätzchen.

Quark-Öl-Teig

Zutaten für 2 Portionen/18 cm Springform:
50 g Quark
2 EL Öl
2 EL Milch
100 g Mehl
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver

getrocknete Erbsen/Bohnen/Linsen zum Blindbacken

(1) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Den Boden einer kleinen Springform (18-20 cm) mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten.
(2) Die Zutaten in eine Schüssel geben und einen homogenen Teig kneten. Für die kleine Menge muss man wirklich keine Küchenmaschine dreckig machen. Den Teig auf einem Bogen Backpapier mit Hilfe des Nudelholzes ausrollen und in die Springform legen. Das Backpapier bleibt oben auf dem Teig. Jetzt die Blindbackbohnen darauf geben und für 10 Minuten mittlere Schiene im Ofen vorbacken.
(3) Herausholen. Die Blindbackbohnen vorsichtig entfernen (können wieder verwendet werden) und den Teig etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Füllung fix vorbereiten.

Quelle: Kochen für SchlampenKürbis-Schafskäse-Quiche

Heute möchte ich Euch zwei verschiedene Füllungen vorstellen. Beide mit Zucchini, weil ja doch manchmal ein Zucchini-Überschuss herrscht, wenn auch nicht mehr unbedingt Ende November *g* Aber ich mag Zucchini ganz gerne, sie haben ein sehr feines Aroma und sind vielseitig einsetzbar. Ich weiß gar nicht, wie man sie nicht mögen kann! Quiche Nummer 1 ist zusätzlich noch mit Paprika, die weg musste und wurde mit frischem Thymian gewürzt. (So ’ne Quiche ist ja auch einfach eine wunderbare Möglichkeit, um einsame Reste aus dem Kühlschrank zu verwerten.) Eine schöne farbenfrohe Kombination, die von den Aromen her toll harmoniert!

Zucchini-Paprika-Quiche

Für 2 Portionen/18 cm Springform:
1 mittelgroße Zucchini
1  rote Paprikaschote
Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Schmand
100 g Emmentaler, gerieben
1 Ei
einige Zweiglein frischer Thymian

(1) Den Ofen vorheizen auf 175°C.
(2) Die Zucchini waschen, trocknen, längs vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Die Paprikaschote waschen, trocknen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Einen Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze anbraten bis die Zucchini leicht glasig sind. Salzen und Pfeffern. Das Gemüse auf dem vorgebackenen Quicheteig verteilen.
(3) Währenddessen schnell den Guss zusammenrühren. Dafür den Schmand mit Käse, Ei und den abgerebelten Blättchen des Thymians gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gleichmäßig über das Gemüse gießen.
(4) Auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und 40 Minuten backen lassen.

Herausholen, etwas abkühlen lassen.

Genießen!

Die zweite Quiche bastelte ich, weil von der besten Ärztin eine Monsterzucchini erbte, die mal wieder verwertet werden musste. Und weil mir nach ungarischem Essen war, dachte ich, ich könnte ja das Horroressen eines jeden ungarischen Schulkindes in anderer Form basteln: Kürbisgemüse mit Dill. Ich liebe es ja heiß und innig! Also wurde als Hauptzutat Zucchini angedünstet und in den Guss eine ordentliche Menge Dill gegeben. Und es schmeckte ganz wunderbar! Wie Tökfözelék, nur in fester Form. Großartig!

So eine Quiche ist doch immer wieder gut! Traut Euch ruhig mal ran, es ist nicht kompliziert und so vielfältig!

Zucchini-Dill-Quiche

2 mittelgroße Zucchini
1 kleine Zwiebel
Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer
150 g geriebener Gouda
100 g Schmand
1 Ei
3 TL fein gehackter Dill

(1) Ofen auf 175°C vorheizen (er sollte vom Vorbacken des Quark-Öl-Teigs schon warm sein).
(2) Die Zucchini halbieren und je nach Größe entkernen. Dann vierteln und in die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel häuten und ebenfalls in dünne Halbringe schneiden.
(3) Einen Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze andünsten bis sie glasig sind. Auf den vorgebackenen Boden geben.
(4) Während das Gemüse andünstet den Guss schnell zusammen rühren. Dafür den Käse mit Schmand, Ei und dem Dill gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gleichmäßig über das Gemüse in der Quicheform verteilen.
(5) Auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und 40 Minuten backen lassen.

Etwas abkühlen lassen.

Genießen!

Und vor lauter Quichebeschreiben habe ich jetzt wieder Lust auf eine. Ich befürchte, es wird eine nächste Woche auf den Essensplan wandern *g*

10 thoughts on “Quark-Öl-Teig – Der perfekte Teig für spontanen Quiche-Hunger

  1. kochschlampe 1. Dezember 2014 um 11:16 Reply

    Freut mich, dass der Quark-Öl-Teig bei Dir so rege Verwendung findet!

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  2. erbsisallerlei 1. Dezember 2014 um 12:41 Reply

    Das stimmt, Quark-Öl-Teig ist ne prima Alternative, wenn’s schnell gehen muss. Hatte ich letzten Monat beim Zwiebelkuchen eingesetzt. :-)

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  3. Schnuppschnuess 1. Dezember 2014 um 16:43 Reply

    Sieht das gut aus! Quark-Öl-Teig mag ich sehr gerne und ist eine wirklich gute Alternative, wenn man nicht die Zeit für Hefeteig hat.

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  4. Barbara Furthmüller 2. Dezember 2014 um 08:16 Reply

    Quark-Öl-Teig mag ich auch total gerne, der schmeckt auch süß, zu Schnecken usw. Und für Quiches mache ich manchmal Winzerteig mit Weißwein drin, schmeckt auch super.

    Fetter Mürbeteig ist manchmal zu viel für meinen Magen, die Quiche wird mir dann zu heftig.

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  5. hafensonne 2. Dezember 2014 um 10:08 Reply

    Quark-Öl ist auch super für Pizza, wenn jemand mit Zöliakie mitisst. :-)

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    • Anikó 2. Dezember 2014 um 10:16 Reply

      Aber da ist doch trotzdem Mehl drin …

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    • hafensonne 2. Dezember 2014 um 10:17 Reply

      Mais/Kartoffelmehl. Geht jedenfalls deutlich besser als mit Hefe…

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      • Anikó 2. Dezember 2014 um 10:19

        Ah okay :-) Sollte ich mir merken, wenn so jemand mal zu Besuch kommen sollte :-)

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  6. richensa 7. Dezember 2014 um 11:52 Reply

    Danke für die Quiche-Ideen, Quark-Öl-Teig ist mal eine Alternative, obwohl mir Mürbeteig auch gelingt ;-)

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  7. […] mir war nach einer anderen Form. Eine Quiche hatte ich lange nicht mehr … Also schnell den Standard-Teig zusammen geknetet und vorgebacken. Spargel hatte ich in Erwartung dessen schon am Vortag gebraten […]

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