Archiv für den Monat Dezember 2014

Bolognese aus dem Slowcooker

Wie die geneigte Leserschaft bemerkt hat, ist der kleine Slowcooker wieder vermehrt im Einsatz. Bei der ganzen „Arbeit“ vor Weihnachten wie dekorieren und Plätzchen backen, kommt mir ein Gerät, dass mir Arbeit abnimmt und an das ich nicht alle 10 Minuten denken muss, gerade Recht. Zweiter Vorteil: darin koche ich meist soviel, dass prinzipiell für 4-6 Portionen reichen würde. Und so kann ich den Rest noch gut einwecken, wie mit dem Grünkohl geschehen. So auch mit dieser Bolognese, die 90 Minuten lang eingeweckt wurde.

Und diese Bolognese ist wirklich lecker. Auf dem Herd geköchelt, hatte ich meistens nicht die Geduld sie lange genug schmurgeln zu lassen, aber mit dem Slowcooker geht das einwandfrei. Rechtzeitig beginnen und dann innerhalb der nächsten 6 Stunden die Wohnung mit himmlischem Bolognese-Duft durchziehen lassen. Der Arbeitseinsatz am Anfang ist auch überschaubar. Zum Zerkleinern des Gemüses wurde die Küchenmaschine benutzt und Möhren, Zwiebel und Stangensellerie schnell grob raspeln lassen. Wunderbar. Dann wird nur noch alles kurz angebraten, mit Wein abgelöscht und ab in den Slowcooker mit den restlichen Zutaten. Großartig entspannte Sache, wird es öfter geben!

Bolognese aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 Möhre
2 Stengel Stangensellerie
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 g Bacon
Schluck Olivenöl
500 g Hackfleisch gemischt
Salz, Pfeffer
2 EL Tomatenmark
100 ml Rotwein
700 g passierte Tomaten
2 TL getrockneter Oregano

Kurz vor’m Servieren:
Prise Zucker
frischer Basilikum

(1) Möhre schälen, vom Sellerie die äußeren Fäden abziehen, beides grob raspeln. Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Den Bacon ebenfalls würfeln.
(2) Einen kleinen Schluck Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch mit dem Bacon zusammen bei hoher Hitze krümelig anbraten. Das Gemüse dazu geben und mit anbraten bis es glasig ist. Salzen, pfeffern. In der Mitte der Pfanne etwas Platz schaffen und das Tomatenmark hinein geben und mit anrösten und dem Gemüse und Fleisch vermischen. Den Rotwein aufgießen und bei hoher Hitze verkochen lassen.
(3) Den angebratenen Ansatz in den Keramiktopf des Slowcookers geben. Die passierten Tomaten und Oregano dazu geben, nochmals etwas salzen und pfeffern. Deckel drauf und auf Stufe LOW 6 Stunden schmurgeln lassen. Zwischendurch vielleicht einmal durchrühren.
(4) Wenn die Sauce fertig ist den Zucker unterrühren und nochmals abschmecken. Den grob zerzupften Basilikum unterrühren und mit frisch gekochter Pasta servieren.

Genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Crocky-BlogDie beste Bolognese aus dem Crockpot

Zigeunerquark

Hui, wie nennt man diesen Aufstrich jetzt politisch korrekt? Ich bin mir der politischen Unkorrektheit des Namens zumindest in Deutschland bewusst, aber weiß auch von Mitgliedern dieser Völker, dass sie sich selbst „Zigeuner“ nennen, nicht alle, aber einige. Wer mehr Interesse an dem Thema hat: am 08. April ist jedes Jahr der „Internationaler Tag der Roma“ und die Deutsche Welle hat wirklich interessante Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten des Themas zusammen gestellt. Lohnt sich das mal genauer anzugucken und natürlich anzuhören.  …

Aber egal wie der Brotaufstrich heißt, es ist wirklich lecker und perfekt für’s Abendbrot. Schnell gemischt, mit Zutaten, die fast überall zu bekommen sind. Ich kann nur ein große Nachmachempfehlung für diejenigen unter der geneigten Leserschaft aussprechen, die genug haben von Schinken- und Käsebroten!

Zigeunerquark

125 g Ziegenfrischkäse
125 g Quark
2 EL Olivenöl
1 hartgekochtes Ei
1 Frühlingszwiebel
2 Cherrytomaten
1/4 rote Paprika
Salz, Pfeffer
Dill, Schnittlauch

Ei pellen und sehr fein hacken, Frühlingszwiebel und Paprika ebenfalls fein würfeln. Die Cherrytomaten entkernen und – Überraschung – fein würfeln. Den Dill und Schnittlauch fein wiegen. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen und vor dem Servieren noch mindestens 30 Minuten kühlen.

Als Brotaufstrich sehr gut, aber auch als Dip nicht zu verachten! Auf alle Fälle

genießen!

Quelle: nach Chili & VaniliaBódvalenkei cigányturó

Traditioneller Grünkohl aus dem Slowcooker

 

Wochenpläne sind eine feine Sache. Und noch feiner ist es, sie schon am Tag der Erstellung wieder umzuschmeißen, weil einem im Supermarkt nebenan beim Wocheneinkauf ein Beutel frischer, wildlebender Grünkohl über den Weg läuft *g* Und dann gab es auch noch Bregenwurst. Somit stand der Plan für’s Sonntagsessen fest: Traditioneller Grünkohl mit Bregenwurst und Kassler. Hmm, normal im Topf machen? Das bedeutet viel stehen auf einmal. Das geht doch bestimmt auch im Slowcooker. Fix auf den betreffenden Seiten geguckt und ja. Gabi vom Crocky-Blog hat ihren Westfälischen Grünkohl 5 Stunden auf hoher Stufe gegart, Michala von „herzelieb“ ihre Version mit ordentlich Fleischeinlage erst 1 Stunde auf HIGH und dann 8-9 Stunden auf niedriger Stufe. Und bekanntlich führen viele Wege nach Rom und meiner Bestand aus 8 Stunden LOW. Dadurch wurden die Kasslersteaks richtig zart und der Grünkohl hat alle Aromen schön aufgenommen, war aber nicht totgekocht. Wunderbarst! Beim Grünkohl an sich orientierte ich mich an dem Rezept aus dem heißgeliebten „Deutschland vegetarisch„. Dort fügt Herr Paul noch Bohnenkraut und Röstzwiebeln zum Zwiebelansatz des Grünkohls hinzu. Röstzwiebeln ließ ich weg, das Fleisch bringt Aroma genug (und ich war zu faul, um nochmal einzukaufen), aber das Bohnenkraut ist wirklich angenehm darin. Allerdings wunderte mich die Menge an Brühe, die mit rein sollte. Wirklich 1,5 Liter? Das ist doch eher eine dünnflüssige Suppe, auch wenn es noch mit feingeraspelter Kartoffeln leicht gebunden wird. Ich habe die Flüssigkeit auf 0,5 Liter reduziert, hat vollkommen ausgereicht für meine Slowcooker-Version.

Ach, das war wirklich soo ausgezeichnet! Probiert es ruhig mal aus, wenn Euch frischer Grünkohl über den Weg läuft. Ich habe Euch sowohl die Version für den Slowcooker aufgeschrieben, als auch Herrn Pauls vorgehensweise für den normalen Herd.

Traditioneller Grünkohl aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Beutel frischer Grünkohl
2 Zwiebeln
2 EL Rapsöl
50 g Butter
1 TL Bohnenkraut
1 Lorbeerblatt
2 TL Zucker
Salz, Pfeffer
1/2 l Gemüsebrühe
2 geräucherte Bregenwurst (oder Pinkel oder Mettenden)
2 Kasslersteaks
2 EL Senf
1 Apfel

(1) Den Grünkohl von den dicken Blattrippen zupfen und dabei gleich grob zerrupfen. In lauwarmem Wasser gründlich waschen. In einem wirklich großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Kohl hinein geben und einmal aufkochen lassen. In ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abkühlen, abtropfen lassen und gut ausdrücken. Am Besten in zwei Portionen blanchieren.
(2) Die Zwiebeln fein würfeln. In einem großen Topf das Öl mit der Butter erhitzen. Das Lorbeerblatt und Bohnenkraut zugeben, ebenso die Zwiebelwürfeln. Alles glasig aber farblos andünsten. Den Zucker zufügen und etwas ankaramellisieren lassen. Den Grünkohl zugeben, salzen und pfeffern, gut durchrühren. Die Brühe zufügen.

a) Slowcooker: Die Hälfte des Kohls in den Keramikeinsatz des Slowcookers füllen, Würstchen und Kasslersteaks darauf legen, mit dem restlichen Kohl belegen. Alle Flüssigkeit drüber gießen. 8 Stunden auf LOW garen lassen. Nach 4 Stunden den Apfel grob raspeln. Das Fleisch kurz rausnehmen und Apfel zusammen mit dem Senf unter den Kohl rühren. Fleisch wieder hinein geben und die restlichen vier Stunden auf LOW schmurgeln lassen.

b) Normaler Herd: Das Fleisch zum Kohl geben und 30 Minuten bei mittlerer bis kleinerer Hitze schmoren lassen. Nach der Zeit den geraspelten Apfel und Senf zufügen. Wieder 30 Minuten schmoren lassen.

Nochmals abschmecken, ob Salz oder Pfeffer fehlen. Zusammen mit Salzkartoffeln, karamellisierten Kartöffelchen oder Bratkartoffeln servieren.

Genießen!

Quelle: nach Paul, S. (2013): Deutschland vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 192

Besonders stolz war ich dieses Mal auch auf meine Bratkartoffeln. Die Kartoffeln hatte ich schon Sonnabend gekocht. Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen, Kartoffelscheiben wirklich einzeln einlegen. Ein wenig Salz und Pfeffer drüber geben. So lange auf höherer Hitze braten lassen bis sie schön braun sind auf der Unterseite. Das dauert ein bisschen. Nur Geduld. Die Scheiben einzeln umdrehen und auch von der anderen Seite goldbraun braten. Leider passen nur Kartoffelscheiben für eine Portion in meine größte Pfanne. Für mich alleine kann ich das mal machen, aber wenn ich eine vierköpfige Familie zu versorgen hätte, würde ich die Aufgabe an jemand anderes abgeben oder einfach damit leben, dass nur einige Scheibchen braun werden und nicht alle appetitlich knusprig sind *g* Aber wenn man sich die Mühe macht, bekommt man so hübsche Bratkartoffeln:

Hach! *bäuchleinreib*

Wochenplan KW 48 – Planung und Realität

Wochentag Plan Realität
Mo  Reste von Samstag check
Di  Reste von Sonntag check, Kürbissuppe vorbereiten
Mi  Kürbissuppe check
Do  noch nicht entschieden fragt besser nicht ;-)
Fr  Kürbissuppe check, Bolognese im Slowcooker geköchelt
Sa  Nudeln mit Bolognese aus dem Slowcooker check, Quarkstollen-Gugelhupf gebacken
So  Kürbisrisotto check

 Der Plan wurde ganz gut eingehalten und am Freitag hab ich gleich noch den Einkauf für diese Woche erledigt. Yeah! Und der Quarkstollen nach Omas Rezept ist wirklich gut geworden. Ich war überrascht wie gut!

Essen der Woche:

Die Kürbissuppe war zwar einfach, tat aber unglaublich gut bei dem usseligen Wetter. Einfach ein Bund Suppengrün, 2 Kartoffeln und 1/2 Kürbis klein schneiden. Würfel 1 Zwiebel in etwas Öl andünsten, das Gemüse dazu. Salz, Pfeffer. Mit Wasser auffüllen bis es nicht ganz bedeckt ist. So lange bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis das Gemüse gar ist. Durchpürieren und mit etwas Kürbiskernöl beträufelt, servieren. Die angenehme Wärme, die einen durchströmt, genießen!

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