Klassiker der Küche – Klassischer Entenbraten

Erstmal wünsche ich Euch, meiner geneigten Leserschaft ein frohes, gesundes neues Jahr! Hier im kleinen Blog war es ruhig in den letzten Wochen, das war so nicht geplant, aber irgendwie hat mir mein Körper und Geist wohl unbewusst signalisiert, dass ich ein wenig Ruhe brauche und so verbrachte ich sehr entspannte Feiertage bei meinen Eltern in Rostock. Dümpelte rum, las ein wenig, kochte ein wenig, saß auf Sofas und schlief in Betten. Ein, zwei Mal befand ich mich auch außerhalb der Wohnung *g*  Es waren wirklich sehr erholsame Wochen und taten unendlich gut!

Ich werde Euch natürlich auch noch unsere Weihnachtsessen vorstellen, aber weiß noch nicht genau, wie ich das die nächste Zeit schaffe, da ich für die kommenden paar Wochen zumindest tagsüber fremdversorgt werde und nur am Wochenende für mich kochen muss, also erstmal keine regelmäßigen Wochenpläne (aber das kommt wieder!). Vielleicht präsentiere ich Euch die Krankenhauskost hier im Blog, zumindest per Instagram und Facebook habe ich wieder vor, ein heiteres Krankenhausessenraten zu veranstalten. Manchmal ist es schon sehr erstaunlich, was Krankenhauskantinen als essbar erachten *g* Wer mag kann mir ja auch auf den beiden Social-Media-Kanälen folgen (siehe rechte Seite).

Aber los geht es erstmal mit einem feiertagswürdigen Gericht, dass wir schon am Wochenende vor Heiligabend genossen!

Meine Eltern hatte zwei Enten gekauft, warum auch immer. Eine wurde ja schon zu Herrn Papas Geburtstag nach unser traditionellen Art verarbeitet. Für die zweite ließ er mir freie Hand! Oh! Mein! Gott! Jetzt wollte ich die Familie aber auch nicht gleich mit hochexperimentellen Varianten auf die Probe stellen und entschied mich für eine klassische Version, gefüllt mit Apfel, Orange, Zwiebel und Majoran. Vorher fragte ich den Koch in unserer Umschulungsrunde noch, ob er Tipps hätte. Er empfahl mir maximal 120°C zu nehmen und die Ente gute 3,5 Stunden darin braten zu lassen. Da mir die Angaben etwas zu ungenau waren und er in einer Profiküche ja eh andere Küchengerätschaften hat als die Eltern, suchte ich noch im weltweiten Zwischennetz nach genaueren Angaben. Und tatsächlich wurde ich auf der Seite der „Küchengötter“ fündig. Hörte sich einfach und nach entspanntem Braten an. Natürlich war ich nervös, ob das auch klappen würde. Würde sie aromatisch werden, schön braun? Aber nützt ja alles nix drüber zu grübeln, ich stellte mich morgens um acht in die Küche, schaltete „Löwenzahn“ ein und machte die Ente fertig während die Eltern noch schlummerten. Das ging auch erstaunlich fix und unkompliziert. In den Ofen geschoben und warten. Manchmal mit der austretenden Flüssigkeit begießen und drei Mal umdrehen, so dass sie gleichmäßig von allen Seiten gegart wird und zum Schluss die Brust nach oben zeigt. Wem die Farbe zum Schluss noch nicht behagt, einfach den Ofengrill zuschalten und die Haut knusprig braun werden lassen.

Frau Mama und ich waren äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Saftiges, aromatisches Fleisch, leckere Füllung. Dazu gab es bei uns Petersilien-Pilze und Petersilienkartoffeln. Außerdem noch Frau Mamas traditioneller Rotkohlsalat, den ich leider viel zu selten esse. Also eine Zubereitung nach der Methode kann ich empfehlen, werde aber weiterhin mit anderen Varianten experimentieren. Ich liebe Ente!

Klassischer Entenbraten mit fruchtiger Füllung

Zutaten für 4-6 Portionen: 1 Apfel 1 Zwiebel 1/2 Orange 1-2 TL gerebelter, getrockneter Majoran 1 Ente (ca. 2 kg) Salz, Pfeffer 200 ml heißes Wasser

ein ausreichend großer Bräter (am Besten mit Gitter drin) Zahnstocher zum Verschließen

(1) Zunächst die Füllung vorbereiten. Den Apfel waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und grob würfeln. Die Zwiebel häuten und ebenfalls grob würfeln. Die halbe Orange etwa in gleich große Würfel schneiden wie die restliche Füllung. Alles zusammen mit dem Majoran vermischen. Kurz zur Seite stellen. (2) Die Ente innen und außen gründlich waschen. Den Bürzel (das komische, dickliche Schwanzende) abschneiden, eventuell zu viel Fett aus dem Bauchraum entfernen. Innen und außen gut salzen und pfeffern. Die Füllung in den Bauchraum geben und diesen dann mit den Zahnstochern verschließen. (3) Die Ente mit der Brust nach unten in den Bräter setzen. Das heiße Wasser (muss nicht kochen) angießen. (4) In den Ofen geben und auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen. 3,5 bis 4 Stunden braten lassen, dabei regelmäßig  wenden und mit den austretenden Säften begießen. (5) Falls die Ente in der Zeit noch nicht nach Geschmack gebräunt wurde, den Ofengrill zuschalten und nochmal 10-15 Minuten bräunen lassen. Im ausgeschalteten Ofen ruhen lassen bis die Beilagen fertig sind.

Die Ente auf einen Servierteller geben, zerteilen und servieren.

Genießen!

Quelle: inspiriert durch Küchengötter – Entenbraten mit Apfel

Ich würde gebratene Ente jetzt nicht zu den ungesündesten Gerichten der Welt zählen, aber es stimmt schon, der Fettgehalt des geliebten Federviehs ist nicht zu unterschätzen. Allzu oft würde ich nicht empfehlen es zu essen, damit das hochköstliche Entenschmalz sich nicht allzu sehr auf der eigenen Hüfte festkrallt. Für mich wird es immer eine Besonderheit bleiben :-) Und deswegen darf das Rezept beim aktuellen Event „Rezepte für die Figur“ im Kochtopf bei Zorra teilnehmen.

Blog-Event CIV - Rezepte fuer die Figur

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10 thoughts on “Klassiker der Küche – Klassischer Entenbraten

  1. giftigeblonde 6. Januar 2015 um 21:21 Reply

    leise sabber, das Bild habe ich auf fb ja schon angehimmelt! Schönes Entchen :-)))
    lg. Sina

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  2. allesistgut 7. Januar 2015 um 10:08 Reply

    Hhhhmmm, sieht das köstlich aus! Großartig! Ich habe noch nie Ente gemacht, vielleicht also dieses Jahr zu Weihnachten. :)

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  3. kuschelflummi 7. Januar 2015 um 10:15 Reply

    Mjam! 🐾🐱

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  4. kormoranflug 7. Januar 2015 um 18:16 Reply

    Ich dachte es gibt eine „Asiatische Ente“!

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    • Anikó 7. Januar 2015 um 18:34 Reply

      Hätte ich auch gerne gemacht, dafür hätte ich aber etwas mehr Recherchezeit gebraucht und meine GEwürzvorräte, die ich jetzt nicht 440 km durch die Republik schleppen wollte. Meine Eltern sind da eher dürftig ausgestattet *g* Beim nächsten Mal dann :-)

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  5. marco 8. Januar 2015 um 08:52 Reply

    Der schaut hinreissend aus, dein Entenbraten! Ich hatte über die Weihnachtstage eine ganze Gans zubereitet und damit satte 10 Leute verköstigt! An eine solche Ente sollte ich mich wohl auch mal wagen!

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  6. Lieblingstante 8. Januar 2015 um 18:54 Reply

    Sieht lecker aus deine Ente, stell doch mal das Rotkohlrezept rein.

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    • Anikó 8. Januar 2015 um 18:56 Reply

      Der Rotkohlsalat kommt am Wochenende :-) Das muss ich mir nämlich auch dringend aufschreiben, weil es so lecker ist :-)

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  7. zorra 16. Januar 2015 um 10:49 Reply

    Die hast du perfekt hingekriegt! Sieht köstlich aus. Etwas spat aber soll trotzdem gelten, auch dir ein schönes Neues Jahr und danke fürs Mitmachen beim Event.

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  8. […] ich mich um den vorweihnachtlichen Entenbraten mit Beilagen kümmerte, bastelte Frau Mama die Lebernockerl (hach, diese österreichischen Wörter […]

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