Archiv für den Monat Februar 2015

Scones nach Devon Art – Gyors angol zsemle teához

Facebook ist schon ein fieser Möpp! Da schaut man unschuldig an einem Sonntagmorgen so bei Facebook rum, ohne große Pläne, eigentlich sollte es ein fauler Sonntag auf dem Sofa werden. Aaaber dann!

Dann postet Barbara von der Spielwiese einen Link zu ihren Scones, die sie nach einem Originalrezept aus Devon macht. Und dann sind die Faulenzer-Pläne zumindest für 30 Minuten hin und ich stand in der Küche und buk schnell diese kleinen Köstlichkeiten. Sie sind mit Zutaten gemacht, die ich eigentlich immer zu Hause habe, man braucht nicht mal ein Ei! Und wirklich schnell sind sie gemacht, von sich-aufraffen bis aus-dem-Ofen-holen vergehen keine 30 Minuten. Also für Kurzentschlossene mit spontanem Hunger auf Nachmittagsgebäck ist es das perfekte Rezept! Klassischerweise werden sie in England mit Clotted Cream, einer Art sehr fetter, cremiger Sahne und Erdbeerkonfitüre gegessen, aber die gibt es hier in Deutschland schlecht zu kaufen und ich vertrage sie auch nicht wirklich gut. Stattdessen bestrich ich sie mit Apple Butter und war wirklich begeistert von der Kombination. Wer aber eine säuerliche, frische Komponente noch braucht, dem sei Frischkäse oder türkischer Kaymak empfohlen.

Auf alle Fälle ein empfehlenswertes Rezept, dass es ins Standardrepertoire geschafft hat!

Scones nach Devon Art

Zutaten für 8-10 Stück:
225 g Mehl
1/2 Packung Backpulver
1 Prise Salz
55 g Butter
55 g Zucker
55 g Rosinen
120 ml Milch

(1) Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze (Umluft 190°C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Das Mehl mit dem Backpulver, Salz, Zucker und Butter in eine Schüssel geben. Alles gut verkneten (entweder per Hand oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine). Die Rosinen zugeben und nach und nach die Milch, bis ein Teig entstanden ist.
(3) Den Teig etwa 2 cm dick ausrollen und mit einem Glas runde Scones ausstechen. Den übrig gebliebenen Teig wieder ausrollen und neu ausstechen. So sollten 8-10 Scones entstehen.
(4) Auf das Backblech setzen, auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten backen.

Kurz abkühlen lassen und am Besten lauwarm genießen! Dazu passt Clotted Cream, Frischkäse, Erdbeerkonfitüre oder wie ich festgestellt habe, Apple Butter.

Quelle: Barbaras SpielwieseScones

Magyarul/Ungarisch:

Gyors egyszerü angol zsemle

Hozzavaló 8-10 darabra:
225 g liszt
1/2 csomag sütöpor
1 csipet só
55 g vaj
55 g cukor
55 g mazsola
120 ml tej

(1) A sütőt 210°C előre melegitünk. Egy tepsi sütőpapírral kirakjuk.
(2) A lisztet, sütőport, sót, vajat és cukrot egy tálba teszünk. Jó össze gyúrunk. Oda teszünk a mazsolák és lassan, nem mindent egyszerre, a tejet is. Úgy hogy rendes tészta össze jön.
(3) Ki nyujtunk a tésztát 2 cm-re. Üveggel kinyomjunk a Scones-t. 8-10 darab lesz belőle.
(4) Ráteszünk a tepsire és 10 percig hagyunk sütni aranybarnára.

Egy kicsit hagyunk kihűlni és a legjobb langyosan enni vajjal és eper- vagy más lekvárral.

Egészen maximum 30 percet kell meddig-re kész a Scones. Én nagyon imádom! Próbáljatok ki!

Ein wahrhaftiges Sonntagsessen: Hirschkalbragout mit Steinpilzen plus Brezngugelhupf (és egy recept magyarul)

Manchmal haben so Klinikaufenthalte auch ihr gutes. Neben dem, dass man (hoffentlich) gesünder wird, kann man auch nette Leute kennenlernen. Besonders wenn man nette Mitpatienten hat, die dann auch nicht gleich nach zwei Tagen wieder verschwinden. Und wenn diese Patienten dann auch noch Jäger sind und bei einem Jagdausflug ihnen ein Hirschkalb vor die Flinte läuft, umso besser. Nachdem ich spaßeshalber sagte, dass ich gerne das Gulasch des Tieres haben wollen würde, wurde es mir vom Jäger tatsächlich mitgebracht! War ich überrascht! Und hocherfreut! Ich meine, wie oft bekommt man schon mal so regionales, frisches Bio-Fleisch. Mehr Bio als Wild aus dem Wald geht ja gar nicht …

Mir war sofort klar, dass ich das Hirschkalb für meine Eltern zubereiten möchte, die mich letztes Wochenende besuchten. Ein richtig schönes Sonntagsessen sollte es werden zur Feier ihres Besuchs! Aber wie bloß? Ich habe wirklich nicht viel Erfahrung mit Wildfleisch. Aber ich kenne eine Bloggerin, die es hat und suchte erstmal Petra bei „Chili und Ciabatta“ auf. Zum Thema „Hirsch“ fand ich jetzt nicht so viel, aber Rehrezepte sind in rauher Menge vertreten :-) Und so unterschiedlich zu verarbeiten sind Reh und Hirschkalb wohl nicht… Mich lachte ein Rehragout mit Steinpilzen an, da ich auch noch die selbstgesammelten und -getrockneten Steinpilze der besten Ärztin im Vorratsschrank habe. Und als ich dann noch den Brezngugelhupf dazu sah, war es um mich geschehen. Rezeptlink an die Eltern geschicht, ihre Zustimmung bekommen und schwupps die Einkaufsliste auch noch hinterher.

Die Zubereitung des Ragouts ist eigentlich ganz einfach, nur muss man etwas Zeit einplanen, da es 2-3 Stunden ganz langsam schmoren sollte. Aber dann ist es der Hammer! Unser Fleisch war superzart, die Sauce würzig mit genau der richtigen Bindung, für uns war ein µ zuviel Pfeffer dran, aber das kann auch an meinen damals erkältungsbedingt noch empfindlicheren Geschmacksknospen liegen. Jedenfalls waren wir wirklich alle begeistert! Sogar Zwerg, die am Dienstag noch Reste durch den Mutti-Lieferservice zur Arbeit geliefert bekam. Etwas besseres hätte dem Hirschkalbgulasch des Jägers gar nicht passieren können.

Eben außer dem Rotkohl, den ich noch eingeweckt hatte, bereiteten Frau Mama und ich noch den von Petra vorgeschlagenen Brezgugelhupf zu. Jetzt wird sich der ein oder andere norddeutsche Leser fragen, was das wohl sein mag. Eigentlich ganz einfach: es wird ein Teig wie für Semmelknödel zubereitet, nur eben hauptsächlich aus Laugenbrezeln, aber anstatt ihn in einzelne Kugeln zu formen und im Wasser sieden zu lassen, wird der ganze Teig in einer Gugelhupfform gegeben und im Ofen gebacken. Das kommt mir sehr entgegen, scheint es doch eine arbeitssparendere Methode zu sein, wenn man den ganzen Knödel auf einmal im Ofen backen kann und nicht die ganze Zeit am Herd stehen muss mit der ständigen Angst, dass die Knödel sich im Wasser doch noch in ihre Bestandteile auflösen. Der Teig ist gut und einfach zu machen, auch wenn es eher 30 als 5 Minuten dauert und muss dann noch eine Weile quellen, das in der Planung mitbeachten. Aber sonntags haben wir doch alle Zeit, oder? Und das Zeug ist soo lecker! Fluffiges Inneres, knusprig außen, würzig! Ernstlich toll! Den werden wir als Beilage zum Sonntagsessen ab jetzt öfter in Erwägung ziehen! Er war wirklich toll! Reste kann man gut noch am nächsten Tag aufbraten oder in Würfel geschnitten mit Ei zusammen braten. Schmeckt dann immer noch toll! Sollte die geneigte Leserschaft unbedingt mal ausprobieren!

Also, wenn ihr mal Wildfleisch aus Eurer Region sehen solltet, kauft es ruhig. Es lohnt sich wirklich!

Hirschkalbragout mit Steinpilzen

Zutaten für 4 Portionen:
je 1 gestrichener TL Piment, Wacholder, schwarze Pfefferkörner
Salz
2 Zwiebeln
600 g Hirschkalbgulasch
2 TL Butterschmalz
30 g Tomatenmark
100 ml roter Portwein
18 g getrocknete Steinpilze
400 ml Wildfond (am Besten selbstgemacht)
1 EL Preiselbeermarmelade
1 TL Maisstärke

(1) Als erstes den Piment, Wacholderbeeren und Pfefferkörner mit einer Prise Salz in einem kleinen Mixer (oder per Hand im Mörser mit dem Stößel) fein mahlen. Die Zwiebeln häuten und fein würfeln.
(2) Falls das Fleisch noch nicht geputzt ist, dieses tun und dabei von Sehnen und der Silberhaut befreien, denn diese werden auch bei ganz langsamem Schmoren nicht zart, sondern bleiben hart. Das Fleisch in mittelgroße Würfel schneiden.
(3) In einem schweren Schmortopf das Butterschmalz bei hoher Hitze schmelzen lassen. Das Fleisch portionsweise scharf von allein Seiten anbraten. Das angebratene Fleisch rausnehmen, um die nächste Portion zu verarbeiten. Dann alles Fleisch wieder in den Topf geben.
(4) Die Zwiebelwürfel und Gewürzmischung mit hinzufügen und ein paar Minütchen andünsten. Das Tomatenmark zugeben und gut verrühren. Mit dem Portwein ablöschen und die Steinpilze unterrühren. Wiederum einige Minuten köcheln lassen. Mit Wildfond auffüllen, zudecken. Bei geringer bis sehr geringer Hitze (je nach Herd) 2-3 Stunden schmoren lassen.
(5) Zum Ende der Schmorzeit, das Ragout mit der Preiselbeermarmelade verfeinern. Die Maisstärke mit ein wenig Wasser verrühren und unter das köchelnde Ragout rühren bis es ganz leicht angedickt ist.

Zusammen mit dem Brezngugelhupf, selbstgemachtem Rotkohl oder Rosenkohl servieren.

Genießen!

Quelle: nach Chili und CiabattaRehragout mit Steinpilzen

Brezngugelhupf

Zutaten für 8 Portionen:
6-7 Laugenbrezeln/-stangen, vom Tag vorher
2 Brötchen, vom vorigen Tag
1 Zwiebel
1/2 Bund Petersilie
1 EL Butter zum Dünsten
500 ml Milch
4 Eier, getrennt
Salz, Pfeffer

Butter und Mehl für die Form

(1) Die Laugenbrezeln und Brötchen in kleine Würfel schneiden, es sollten insgesamt 450 g Brötchenwürfel ergeben. In eine große Schüssel geben.
(2) Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. Die Butter zum Dünsten in der Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, die Zwiebeln glasig andünsten. Petersilie zufügen, zusammen fallen lassen. Pfanne zur Seite stellen.
(3) Die Milch zum Kochen bringen, über die Breznwürfel geben und 1 Stunde abgedeckt ziehen lassen.
(4) Nach der Zeit die Zwiebel-Petersilienmischung sowie die Eigelbe zu den Brotwürfeln geben, salzen, pfeffern. Mit einem Holzlöffel gut verrühren. Aber nicht zu sehr, die Brotwürfel sollten noch erkennbar sein. Der Teig sollte recht feucht sein.
(5) Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform (22 cm Durchmesser) gründlich buttern und einmehlen.
(6) Die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen (die Schüssel und Rührbesen müssen fettfrei sein, sonst wird das nichts). Vorsichtig mit einem Spatel unter den Brezn-Teig ziehen.

(7) Die Masse in die Form geben und auf mittlerer Schiene 50-60 Minuten backen. Der Gugelhupft sollte goldbraun und fest sein (Stäbchenprobe machen). 5-10 Minuten etwas abkühlen lassen, stürzen und sofort servieren.

Zusammen mit einem saucigen Gericht (Fleisch- oder Gemüseragout, Pilze in Rahmsauce) servieren.

Genießen!

Quelle: Chili und CiabattaBrezngugelhupf

Und jetzt nochmal für die liebste Orsi auf ungarisch. És most mégegyszer magyarul a legkedvesebb Orsinak:

Zsemlegomboc kuglof

Hozzavalók 8 före:
6-7 Laugenbrezel (az ilyen német zsemlefajta)
vagy
8-10 sós kifli
1 hagyma
1/2 csokor petrezselyem
1 ek vaj, dinsztelésre
1/2 l tej
4 tojás, szétválaszalt
só, bors

vaj és liszt a kuglof formára

(1) A kifli kis kockára vagjunk, egészen 450 g kell. Egy nagy tálban tesszünk.
(2) A hagyma és a petrezselyem finomra apritjunk. Egy serpenyöben olvasztunk közepes lángon a vajat és dinsztelünk a hagymát üvegesre. Hozzá adjunk a petrezselymet és hagyunk össze esni. Félre teszünk.
(3) A tejet egyszer felforrunk, öntünk a zsemlekockára és hagyunk lefedve 1 órát állni.
(4) Hagyma-petrezselyem és a tojássárgák a zsemlekockához adunk, sózunk, borsózunk. Összekeverünk rendesen, de még látni kell a kockák. A masszat elég nedves kell lennie.
(5) A sütöt előmelegítünk 175°C. A kuglof formát rendesen kivajazunk és lisztezünk.
(6) A tojás fehért egy csipetnyi sóval keményre verünk. Óvatosan a tészta alatt keverünk.
(7) A tésztát a kuglóf formában teszünk és a sütőben 50-60 percet sütünk. A tetö legyen aranybarna és feszes a belső. 5-10 percig hagyunk hűlni, megforditani és kibukjunk a formábol.
Felvágunk és tálalunk. Nagyon jó illik pörkölt vagy tokányhoz vagy klasszikus délnémet variáció a gomba tejszínszószhoz.

Ha valaki talál egy hibát, helyesírási vagy nyelvtani, legyszives szoljon :-) Még mindig nem tanultam rendesen magyart.

És érdekelne, hogy a jövőben több receptek fordítok? És ha vannak kérdések, csak ide vele :-)

Himmelsdrama II

Ich dachte nicht, dass ich Euch so schnell wieder ein Himmelsbild präsentiere. Aber der Sonnenaufgang hinter Sturmwolken war zu dramatisch schön heute morgen, um es Euch vorzuenthalten.

Himmelskitsch I

Ich mag es den Himmel zu beobachten. Ich mag unterschiedliche Wetter.
Ich mag Sonnenaufgänge. Und Sonnenuntergänge. Sehr sogar.
Und die Natur macht doch den größten Kitsch, oder?

Deswegen dachte ich, werde ich Euch, meine geneigte Leserschaft, in Zukunft mehr oder minder regelmäßig mit kommentarlosen Photos von schönen/spektakulären/kitschigen/faszinierenden Himmeln beglücken. Ich hoffe, sie werden Euch auch ein bisschen gefallen :-)

Das heutige ist von Dienstag, dem 18. Februar 2015.

Mediterran-asiatische Mischung – Zitronen-Tofu mit Zuckerschoten

Es soll ja Leute geben, die können mit Tofu nichts anfangen. Nicht, dass sie es nicht gerne als neues Lebensmittel ausprobieren wollen würden, aber sie wissen (noch) nicht, wie sie es zubereiten können, damit es auch schmeckt und sich nicht die fiesen Tofu-Gerüchte bewahrheiten. So jemand war ich auch mal, aber die hochgeschätzte Frau Kochschlampe nahm mich an die Hand und machte öfter verschiedene Tofu-Zubereitungen, wenn wir uns sahen.

Eine der ersten war dieser sehr zitronige Tofu, der mit knackigen Zuckerschoten zusammen gebraten wird. Und dadurch, dass neben der Zitrone viele dem mitteleuropäischen Gaumen wohlbekannte Aromen, wie Rosmarin, Thymian und Creme fraiche mitspielen, schmeckt es auch nicht so fremd. Die Konsistenz verglich eine Freundin mit der von Feta, also auch nicht komplett unbekannt. Und tatsächlich konnte ich mit dem Gericht auch schon zwei Tofu-Neulinge bekehren, dass sie auch andere Essen mit Tofu für sich selbst in Betracht ziehen, ohne gleich angewidert der Kopf zu schütteln. Natürlich gibt es auch bei Tofu Qualitätsunterschiede und man muss erstmal rausfinden, welche Firma den eigenen Geschmack trifft, aber danach steht dem Tofu-Spaß nichts mehr im Weg :-)

Ein großer Pluspunkt bei diesem Essen ist außerdem, dass es ziemlich schnell gebastelt ist, auch nach stressigen Arbeitstagen. Der Tofu lässt sich wunderbar morgens schnell einlegen, das dauert effektiv vielleicht 10 Minuten. Das ganze Gericht ist dann abends innerhalb von maximal 25 Minuten fertig: Tofu braten, Nudeln kurz kochen, Zuckerschoten kurz mitbraten, mit Creme fraiche eine Sauce rühren und den fertigen Nudeln vermischen.

Glücklich sein!

Zitronentofu-Zuckerschotenpfanne

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Tofu-Marinade:
1/2 Bio-Zitrone, Saft und Zeste
1/2 TL Chiliflocken
2 TL frisch gehackte Rosmarinnadeln
2 EL frisch gehacktes Basilikum (hier vergessen)
1 TL frisch gezupfte Thymianblättchen
1 EL Olivenöl
Salz
200 g Tofu in gröberen Würfeln

90 g Mie-Nudeln
1 EL Olivenöl
150 g Zuckerschoten
75 g Creme fraiche

(1) Aus den Zutaten bis Tofu eine Marinade rühren und die Tofu-Würfel einlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren lassen. Wenn es länger ist, abdecken und in den Kühlschrank stellen.
(2) Für die Mie-Nudeln Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin 2-3 Minuten kochen. Abgießen und abtropfen lassen.
(3) Währenddessen eine große Pfanne oder Wok erhitzen. Den Tofu samt Marinade zugeben und braten bis er beginnt goldbraun zu werden. Das weitere Olivenöl zufügen und die Zuckerschoten 2-3  Minuten mitbraten. Alles mit dem Creme fraiche mischen und abschmecken.
(4) Die fertigen Nudeln unterrühren und servieren.

Genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenZitronentofu-Zuckerschotenpfanne

Shabu-Shabu – Fondue auf japanisch

Seit meinem Geburtstag bin ich ja stolze Besitzerin eines Fondue-Sets, dass am Geburtstag auch gleich mit den Eltern und Freunden eingeweiht wurde. Damals aber ein familienklassisches Fett-Fondue. Nun will das Set auch benutzt werden und ich hatte schon lange Lust mal andere Sachen auszuprobieren. Und im japanischen Kochbuch „Itadakimasu“ (Amazon-Link ohne Vorteil für mich) lief mir Shabu-Shabu über den Weg. Das ist die japanische Variante eines Brühe-Fondues bei dem dünne Fleischläppchen durch die Dashi-Brühe geschwenkt werden und wegen dieses Schwappgeräusches wird das ganze dann eben Shabu-Shabu genannt.

Ich unterbreitete den Vorschlag dem Coladieb und der besten Ärztin von allen, es wurde begeistert aufgenommen und dann fix schon ein Wochenende später umgesetzt. Leider konnte der Coladieb am betreffenden Abend nicht, aber es wurde dann zwei Tage später nachgeholt. Und um eines vorweg zu sagen: es hat uns alle drei begeistert! Das ist so köstlich und macht einfach nur Spaß! Noch dazu ist es einfach zu basteln und die Vorbereitungen dauern nicht ewig.

Die Zutaten werden in Dashi-Brühe pochiert, also die Brühe, die in die japanischen Küche als Grundlage für einen Großteil der Suppen und Sauce dient. Sie ist auch ganz einfach und schnell gemacht, benötigt auch nur zwei Zutaten, zum einen die Kombu-Alge und Bonito-Flocken:

Kombu ist eine essbare Seetangart, die in Nordostasien weit verbreitet ist. Traditionell wird er sowohl in der japanischen als auch koreanischen und chinesischen Küche verwendet. Bonitoflocken sind essentiell für die japanische Küche und bestehen aus geräuchertem, getrocknetem Thunfisch. Durch diese Art der Verarbeitung wird er so holzartig, dass von ihm dann mit einem Hobel die Flocken abgehobelt werden können. Und aus diesen beiden speziellen Zutaten, die aber im gut sortierten Asia-Laden erhältlich sein sollten, wird eine Brühe gekocht. Dabei ist es ganz wichtig, dass die Brühe zu keinem Zeitpunkt richtig kocht, nur so leicht siedet.

Grundrezept Dashi-Brühe

Zutaten für ca. 1,2 l Brühe:
10 g getrocknete Kombu-Alge
1,2 l kaltes Wasser
10-15 g Bonitoflocken

(1) Die Kombu-Alge in einen Topf geben, das Wasser zufügen. Bei mittelhoher Hitze bis ganz kurz vor dem Aufkochen erhitzen. Die Alge herausnehmen. Die Hitze auf die kleinste Stufe stellen.
(2) Die Bonitoflocken dazu geben und etwa 15 Minuten auf kleinster Stufe köcheln lassen. Die Brühe durch ein Sieb abgießen.

Quelle: Kusano, K., Tang, T. (2012): Das Japan-Kochbuch. Verlag Jacoby & Stuart. Berlin. p 20

Man muss die teuren Algen und Bonitoflocken nicht sofort entsorgen, sondern kann sie ein zweites Mal verwenden. Dafür die schon benutzten Zutaten nochmals mit 1,2 l kaltem Wasser aufsetzen, knapp zum Kochen bringen und ca. 5 g neue Bonitoflocken hinzufügen. Wiederum 15 Minuten bei kleinster Hitze kochen lassen.

Und so sah der Tisch nach den Vorbereitungen aus. Es gab diverse Gemüsesorten: Spinat, Karotten, Stange Porree,  Chinakohl und Champignons, außerdem  festen Tofu. Alles sollte geputzt werden und dann in grobe Stücke geschnitten werden.

Neben dem dünn aufgeschnittenen Hähnchenbrustfilet hatte der Coladieb wunderbar durchwachsenes Rinderfilet mitgebracht. Gott, war das Fleisch zart und köstlich! (Und teuer! Meine Güte, ich weiß schon, warum ich eher auf preiswertere Stücke ausweiche *g*)

Zu einem Fondue gehören ja auch Saucen und die Japaner haben sich auch zwei für ihr Shabu-Shabu ausgedacht, die meines erachtens wunderbar dazu passten.

Die erste, die bei uns drei den meisten Zuspruch fand, war die Gomadaresauce, die leicht nussig, cremig schmeckte und auf Sesam als Hauptzutat beruht. Im „Itadakimasu“ wird Tahin, also Sesampaste als Vereinfachung genommen, im „Japan-Kochbuch“ (Amazon-Link ohne Vorteil für mich) werden ganze Sesamkörnchen erst geröstet und dann im Mörser zerstampft. Da ich die Zubereitungsmethode erst gerade eben entdeckte, nahm ich die Faule-Mädchen-Version, die aber wie gesagt auch total lecker ist und bestimmt ebenfalls zu anderen Gerichten passt.

Gomadaresauce

Zutaten für 4 Portionen:
2 Frühlingszwiebeln
4 El Sesampaste (Tahin)
2 TL Sake
2 EL Reisessig
2 TL Zucker
2 TL Sojasauce

Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Mit den restlichen Zutaten gut verrühren.

Quelle: Dehnst, F., Schmidt, A. (2008): Itadakimasu – Guten Appetit auf Japanisch. Christian Verlag. München. p 50

Die zweite Sauce ist viel dünnflüssiger und tendiert eher zum Säuerlichen, was aber gut zum pochierten Fleisch passte, wie ich fand. Und in beiden meiner japanischen Kochbücher sind für vier Personen eine unglaubliche Menge an Sauce angegeben, dass ich nicht wusste, was ich mit dem Rest machen sollte. Vielleicht kann mir jemand nochmal erklären, wie das mit den Shabu-Shabu-Zutaten und der Ponzu-Sauce genau funktioniert? Ich fand sie jedenfalls ziemlich lecker und einfach zu kochen war sie allemal.

Ponzu-Sauce

Zutaten für 4 sehr großzügige Portionen:
50 ml Mirin
50 ml Sake
150 ml Sojasauce
100 ml Reisessig
2 TL Dashipulver
50 ml Zitronensaft
1/2 geriebener Rettich

Mirin und Sake zusammen in einem kleinen Topf aufkochen, den Herd ausschalten und die restlichen Zutaten unterrühren.

Quelle: Dehnst, F., Schmidt, A. (2008): Itadakimasu – Guten Appetit auf Japanisch. Christian Verlag. München. p 54

Hier nochmal die Zutaten, die wir für 4 Portionen Shabu-Shabu benötigt haben:

  • 1,2 l hausgemachte Dashi-Brühe
  • 500 g Rinderfilet, in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 Hähnchenbrustfilets, in dünnen Scheiben
  • 1 Porreestange, in breitere Ringe
  • 3 Karotten, geschält und in dünnere Scheiben
  • 8 Champignons, halbiert oder geviertelt
  • 200 g TK-Spinat, aufgetaut (frischer ist besser!)
  • 1/2 kleinerer Chinakohl, in ca. 3 cm große Quadrate geschnitten
  • 200 g Tofu, in groben Würfeln

Die vorbereitete Fleisch wird mit Hilfe der Stäbchen in der Brühe geschwenkt (siehe erstes Bild) und die pflanzlichen Zutaten haben wir in kleinen Fondue-Metallkörbchen in der Brühe gegart. Wer die allerdings nicht hat, kann auch alles so in die Brühe geben zum Garen und dann eins nach dem anderen herausfischen. Ein großer Spaß und wunderbar mit lieben Gästen!

Aus der übrig gebliebenen Brühe und den restlichen Zutaten, die wir noch abends schnell darin garten, machte ich mir am nächsten Tag zusammen mit ein paar Mie-Nudeln eine wunderbar stärkende Suppe. Resteverwertung @ its best!

Sztrapacska – Unaussprechliche Gerichte, total lecker

Jetzt ist genau die richtige Zeit für deftige Gerichte. Wer mag bei konstanten Minutemperaturen schon kalte Salatteller essen, ich brauche ordentliche Kohlehydrate, die mich am Besten von innen wärmen. Mit Käse! Und aus dem Ofen! Ich meine, warmer Käse macht doch alles besser, oder? Jedenfalls war es mal wieder Zeit für Sztrapacska. Ja, ich weiß ein unaussprechlicher Name, aber versucht es mal so: ßtrapatschka. Nicht mehr so schlimm, oder? Und eigentlich ist es nichts anderes als Knöpfle aus Kartoffelteig, die mit einer Speck-Feta-Sauce gemischt, im Ofen gebacken werden. Göttliches Zeug! Leider ist nicht immer sicher, ob die Knöpfle auch das Bad im siedenden Wasser überstehen, aber um dem entgegen zu wirken am Besten einen halben Teelöffel vom fertigen Teig in das Salzwasser geben und beobachten, ob er im ganzen bestehen bleibt beim Kochen oder sich auflöst. Falls letzteres der Fall ist noch etwas Mehl zum Teig geben und gründlich unterrühren. Dann die Sztrapacska durch einen Spätzlehobel ins Wasser schaben. Eigentlich ganz einfach und unkompliziert. Ich kann nur jedem, der mal wieder Lust auf richtig herzhaftes Comfort Food hat, empfehlen sich an dieses unaussprechliche Gericht zu wagen. Es ist wirklich ernstlich total köstlich!

Sztrapacska

Zutaten für 2 Portionen:
ca. 500 g Kartoffeln
etwa 1 cup Mehl (vielleicht etwas mehr)
1 Ei
Salz

Für die Sauce:
ca. 75 g geräucherter Bauchspeck
1 Zwiebel
1 kleiner Schluck Öl
200 g Feta (so richtig aus Schafsmilch)
200 g Schmand
Pfeffer

(1) Die Kartoffeln schälen und fein reiben. Das Ei unterrühren und nach und nach das Mehl einrühren bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist. Falls er noch sehr flüssig ist, etwas mehr Mehl hinein geben. Gut salzen. Ruhen lassen bis die Sauce fertig ist.
(2) Den Bauchspeck würfeln, die Zwiebel schälen und in halbe Ringe schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel- und Speckwürfel bei mittlerer Hitze andünsten. Feta und Schmand zugeben, gut verrühren bis eine Sauce entstanden ist. Mit Pfeffer würzen.
(3) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze (200°C Umluft) vorheizen. Eine Auflaufform bereit stellen.
(4) In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen aufsetzen. Sobald es kocht, den Teig portionsweise in ein Spätzlesieb/-hobel geben und in das kochende Wasser durchschieben. Sobald die Sztrapacska an der Oberfläche schwimmen noch ca. 5 Minuten kochen lassen. Mit einem Schöpflöffel die kleinen Kartoffelspätzle aus dem Wasser holen und in die Schinken-Zwiebel-Sauce geben. Gut verrühren. Kosten und bei Bedarf mit Pfeffer und Salz nachwürzen. Alles in die Auflaufform geben.
(5) Die Form dann ca. 30 Minuten im Ofen backen bis eine schöne goldbraune Kruste entstanden ist.

Genießen!

Dazu: frischer Salat (Feldsalat o.ä.) oder säuerlich eingelegtes Gemüse (Gurken, Rote Bete, Kürbis etc.)

Quelle: verändert nach Judit Stahl (2006): Végre otthon. Kulinaria kiadó. Seite 22

 

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