Archiv für den Tag 17. März 2015

Wir retten Geburtstagskuchen: Quarkwaffeln

Unser kleiner Rettungsevent wird 1 Jahr alt! Sprich, seit 365 Tagen werden in unregelmäßigen Abständen von einer immer größer werdenden Gruppe von Essensenthusiasten Klassiker der Küche, die sonst ein Großteil der Bevölkerung halbfertig als Tüte oder Convenienceprodukt im Supermarkt kauft, selbst gekocht und vorgestellt, um eben zu zeigen, wie einfach (und größtenteils günstiger) manchmal die Herstellung von bestimmten Gerichten ist.

Zum Geburtstag retten wir diesmal den Geburtstagskuchen! Und wenn man sich mal im Supermarkt in der Backabteilung umguckt, findet man wirklich viele Packungen, zu der nur noch Milch, Ei und Butter zugegeben werden muss und der Rest ist in der Packung. Aber halt, der Rest? Was kann schon der Rest sein außer Mehl, Zucker, Backpulver und noch andere Kleinigkeiten? Ihr merkt, eigentlich sind die Dinger unnütz! Und noch unnützer sind doch nur diese „Shaker“-Flaschen für Pfannkuchen und Waffeln. Wo ist denn da bitte der Sinn? Die Zutaten für einfache, schnell zusammengerührte hat doch eigentlich fast jeder im Haus, oder?

Und deswegen rette ich heute die Gemeine Geburtstagswaffel! Leider hatten wir, als ich ein Kind war noch kein Waffeleisen, sonst hätte ich mir wahrscheinlich öfter welche als Geburtstagskuchen gewünscht. So hat Frau Mama für Zwerg und mich immer den berühmt-berüchtigten Papageienkuchen gebacken. Letztens hatte ich Besuch von den Mädels und so ganz ohne was zu Essen dazu stehen, verstößt gegen meine Foodie- und Halbungarinehre *g* Und was eignet sich für nachmittags mehr als etwas Kuchenartiges? Nun wusste ich, dass ich am vorherigen und auch selben Tag nach der Schule keine Kraft und Nerv mehr haben werde, um einen richtigen Kuchen zu backen. Aber Waffeln, Waffeln gehen fast immer. Der Teig ist schnell beisammen und mit meinem großartigen Doppelwaffeleisen auch fix ausgebacken. Perfekt. Fräulein L. überließ ich die Wahl der Waffelsorte aus meinem alten DDR-Backbuch und sie entschied sich für Quarkwaffeln. Es stellte sich heraus eine wahrlich gute Entscheidung! Die Waffeln sind zwar nicht knusprig, aber haben eine nette quarkig-zitronige Note und sind auch nicht zu süß. Wirklich gut! Ich kann sie jedem Quarkliebhaber nur wärmstens an Herz legen! Und sie schmecken auch noch kalt am nächsten und übernächsten Tag!

Einfache Quarkwaffeln

Zutaten für ca. 8-10 Stück:
75 g weiche Butter
75 g Zucker
3 EL Vanillezucker (oder 1 Packg.)
3 Eier, getrennt
150 g Mehl
125 ml Kondensmilch
1/2 TL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
150 g Quark, einige Stunden vorher im Sieb abgetropft
Prise Salz

Öl für das Waffeleisen

Die Butter mit den beiden Zuckersorten und den drei Eigelben cremig schlagen. Mehl, Kondensmilch, Zitronenschale und den Quark gut unterrühren. Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Das Waffeleisen aufheizen. Die Backflächen dünn mit Öl bepinseln und dann portionsweise die Waffeln nach gewünschtem Bräunungsgrad ausbacken.

Mit Puderzucker bestreuen.

Genießen!

Quelle: Verlag für die Frau (Hrsg.) (1967): Das Backbuch. Verlag für die Frau. Leipzig. 19. Auflage 1983

Und diese vielfältigen Geburtstagskuchen wurden von den anderen gerettet (wird ergänzt):

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