Archiv für den Monat März 2015

Ungarische Bohnensuppe aus dem Slowcooker

Das war ja ein kurzes Frühlingsintermezzo letzte Woche, aber hey, es ist ja auch erst Mitte März. Und mich gelüstet momentan noch sehr nach kräftigen Suppen, so wirklich schönes Frühlingsgemüse hat ja auch noch gar keine Saison. Aber für die ungarische Bohnensuppe braucht man ja auch keinen Spargel oder ähnliches, da sind Winterwurzelgemüse genau richtig. Und da für den betreffenden Tag ein wenig Haushaltsarbeit angesagt war, wollte ich das Essen unkompliziert halten und habe mich für den Slowcooker entschieden. Schnell mit Frau Kochschlampe kurzgeschlossen ob der Methodik, da sie mehr Erfahrung im Kochen von Bohnen im Slowcooker hat als ich. Sie meinte, die Bohnen definitiv am Abend vor dem Essentag bei LOW aufsetzen zum Kochen. Und da meine wenige Monate über der Mindesthaltbarkeit waren, habe ich sie auch noch 24 Stunden lang eingeweicht. Das mag jetzt vielleicht den ein oder anderen abschrecken, aber man muss ja nur dran denken es zu tun und nicht die ganze Zeit pompomswedelnd neben der Schüssel mit den einweichenden Bohnen stehen *g* Am darauffolgenden Morgen habe ich das Gerät auf HIGH gestellt, Gewürze zu den Bohnen und 2,5 Stunden bevor ich essen wollte, das vorbereitete Suppengemüse zugegeben. Ein Problem war noch die Paprikaschwitze, die für mich zwingend zu so einer ungarischen Gemüsesuppe gehört. Frau Kochschlampe und ich waren uns einig, dass die so 30 Minuten vorher zugegeben werden sollte. Mein Nudelglück im Slowcooker wollte ich dann doch nicht mehr herausfordern und habe die fertigen Suppennüdelchens einfach separat auf dem Herd gekocht. Dauert zum Glück ja auch nicht ewig …

Und ich war begeistert wie gut die Suppe geworden ist. Die Bohnen gar (einige noch mit Biss, aber das war ein Bohnen- und kein Slowcookerproblem), das Gemüse angenehm gar und nicht verkocht. Trotzdem hat die Flüssigkeit ein wenig Bindung erhalten. So muss diese Suppe für mich sein und ich konnte sie getrost vor sich hinköcheln lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass auch nur irgendwas anbrennt oder vermatscht. Werde in Zukunft öfter mal versuchen traditionelle ungarische Rezepte für den Slowcooker umzumodeln :-)

Ungarische Bohnensuppe aus dem Slowcooker

Zutaten für 6 Portionen:
2 handvoll getrocknete weiße oder Wachtelbohnen
1 Zwiebel
einige Stengel Petersilie
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe
Pfeffer
1 Bund Suppengrün
2 Möhren oder Petersilienwurzeln
Salz

Für die Paprika-Roux:
2-3 TL neutrales Öl
2-3 TL Paprikapulver edelsüß
Mehl
kaltes Wasser

Suppennudeln nach Bedarf

Zeitplan: Tag X mittags essen ~ 1,5 Tage früher die Bohnen einweichen ~ am Abend vor Tag X die Bohnen aufsetzen.

(1) Die Bohnen in einer Schüssel mit viel Wasser bedecken und mindestens 12 Stunden einweichen lassen. Ich habe es letztens tatsächlich 24 Stunden lang gemacht, bevor ich sie in den Slowcooker gab, weil sie schon leicht über dem Mindesthaltbarkeitsdatum waren.
(2) Am Abend (hier 19 Uhr) vor dem Tag an dem man essen will, die Bohnen mit frischem Wasser ohne Salz (oder sonstige Gewürze) in den Slowcooker geben. Etwa 13 Stunden auf LOW über Nacht garen lassen.
(3) Am nächsten Morgen (bei mir war es 8 Uhr) die Zwiebel häuten und vierteln. Die Knoblauchzehe häuten. Zwiebelviertel und Knoblauch mit dem Lorbeerblatt und den kompletten, unzerkleinerten Petersilienstengeln zu den Bohnen geben. Den Slowcooker auf HIGH stellen, insgesamt noch 4-5 Stunden garen.
(4) Das Gemüse putzen und in mittelgroße Würfel schneiden. 2-3 Stunden bevor man essen möchte das Gemüse zu den restlichen Zutaten in die Suppe geben. Eventuell noch etwas Wasser hinzufügen, wenn es zu wenig sein sollte.
(5) Zwischendurch schon mal die Suppennudeln kochen. Die können ja auch ruhig abkühlen
(5) 40 Minuten bevor die Suppe fertig ist, die Paprika-Roux machen. Das Öl in eine kleine Pfanne geben, heiß werden lassen. Die Pfanne von der Flamme nehmen, erst das Paprikapulver, dann das Mehl unterrühren bis eine festere Paste entsteht. Schluckweise unter Rühren kalte Wasser einrühren bis es flüssiger ist. Nochmal auf die Flamme zurück und etwas eindicken lassen. Das kann auch schon früher vorbereitet werden.
(6) Die Petersilienstengel aus der Suppe fischen. Dann die Roux mit etwas heißer Brühe aus dem Slowcooker vermischen, damit die Temperaturunterschiede nicht zu groß sind und in die Suppe im Slowcooker einrühren. Noch 30 Minuten auf HIGH kochen lassen. Danach sollten die Bohnen und das Gemüse auch gar sein und die Flüssigkeit eine ganz leichte Bindung.
(7) Zum Schluss mit ordentlich Salz (es ist bis jetzt noch keins drin!) und Pfeffer abschmecken.

Zusammen mit den Suppennudeln servieren.

Genießen!

Für alle die keinen Slowcooker haben, man kann die Suppe natürlich auch im normalen Topf kochen, dann bitte an dieses Rezept halten :-)

Schnelle Champignon-Lauch-Spaghetti – Gyors sampinyon-póréhagymás spagetti

Warum auch immer, aber irgendwie finden sich in meinem Haushalt fast immer Champignons. Die sind so schön vielseitig, ob als leichte Suppe mittags oder im Rührei morgens oder für Bruschettabelag als kleiner Abendsnack! Es sind tolle Pilzchen, oder? Jetzt brauchte ich aber ein wirklich schnelles Mittagessen-Rezept mit ihnen, weil sie dann doch verbraucht werden wollten. Und mir war nach Pasta. Fix im weltweiten Zwischennetz gesucht und bei Gordon Ramsay aus seiner Serie „Ultimativ Kochen„, die mal auf Sixx lief, wurde ich fündig. Er servierte es schick drapiert auf Lasagneblätter, auf solche Kinkerlitzchen habe ich nach einem anstrengenden Tag in der Schule keinen Nerv und kochte einfach ein paar Spaghetti dazu. Und die Sauce ist wirklich köstlich und innerhalb einer halben Stunde steht das Essen auf’m Tisch. Dabei ist es nur wichtig, dass die Pilze und nachher auch der Lauch ein paar Röstaromen abkriegen, also angenehm braun (nein, nicht schwarz, braun!) gebraten werden. Ich habe es also eher auf mittelhoher bis hoher Hitze gemacht als auf kleiner. Natürlich hilft es auch, damit die Sauce so schnell fertig ist, wie sie ist *g* Leider hatte ich keinen getrockneten Estragon, aber der gibt bestimmt eine nette Note und wer möchte, kann die Pilze mit einem Schluck Noilly Prat ablöschen, das sollte auch eine angenehme Anis-Note geben. Ist mir nur dummerweise erst beim Essen eingefallen *g*

Also dann, ran mit Euch an den Herd und fix nachgebastelt.

Schnelle Champignon-Lauch-Spaghetti

Zutaten für 2 Portionen:
8-10 Champignons
1 Porreestange
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
250 ml Gemüsebrühe
100 g Schmand
2 EL Petersilie, gehackt
oder
1-2 EL getrockneter Estragon

200 g Spaghetti

(1) Zuerst alles vorbereiten. Die Champignons putzen, in Scheiben schneiden. Porreestange rüsten, vierteln und in Ringe schneiden. Vom Knoblauch die Haut abziehen und fein hacken (oder durch die Presse jagen).
(2) Das Wasser für die Spaghetti aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen.
(3) Einen Schluck Olivenöl in einer großen heiß werden lassen. Die Champignonscheiben ca. 2 Minuten anbraten. Den Knoblauch zufügen und etwa 1 Minute mitdünsten. Poree hineingeben und 6-8 Minuten bei mittelhoher Hitze braten bis die Pilze braun sind. Salzen und pfeffern.
(4) Die Gemüsebrühe hinzufügen und in 5 Minuten etwas einreduzieren lassen. Den Schmand gut unterrühren und noch 2-3 Minuten weiterköcheln lassen bei mittlerer Hitze. Die Petersilie oder Estragon unterrühren. Nochmals abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.
(5) Jetzt sollten auch die Nudeln fertig sein. Diese mit Hilfe einer Zange direkt aus dem Kochwasser in die Sauce geben und gründlich verrühren. Sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Gordon Ramsay „Ultimativ Kochen“ auf sixx

*********************** Magyar ***********************

Mindenkinek kell gyors ebédek vagy vacsorák ami még munka után lehet csinálni és nem kell óráig a konyhában állni. Valamiért sampinyongombák majdnem mindig található a hűtőmben, de ezek is kel elhasználni. Kerestem egy recept amit még suli után csinálhatom és Gordon Ramsay megment engemet ezzel a spagetti ötlettel ;-) Gyorsan még suli elött haztam a hiányzott póréhagymát, tejföl mindig egy rendes fél magyar hűtőben van :-) És az étel nagyon fincsi, nem hiányzik benne a hús vagy sonka. Csak próbáljatok ki! Tényleg fél órában lehet főzni.

Gyors sampinyon-póréhagymás spagetti

Hozzávalók 2 főre:
8-10 sampinyongomba
1 póréhagyma
1 fokhagyma
olívaolaj
só, bors
250 ml zöldség alaplé
100 g tejföl
2 ek petrezselyem, apritott
vagy
1-2 ek szárított tárkony

200 g spagetti

(1) Elöször elökészitünk a zöldségek. A sampinyongombák puculunk és szeletelünk. A póréhagymát negyedelünk és az is szeletelünk. A fokhagymáról lehúzunk a héját és finomra aprítunk.
(2) Felteszünk a sós vizet a spagettihez. Főzünk a spagettit al dente.
(3) Egy nagy serpenyőben fel forralunk az olíva olajt. Magas hőségben 2 percig sütünk a gombaszeletek. Hozzáadjuk a fokhagymát és hagyunk dinsztelni 1 percet. Bele teszünk a póréhagymát és 6-8 percig hagyunk sütni az egészet közép lángon meddig-re a gombák barna lesznek. Sózunk és borsózunk.
(4) Hozzá öntünk a zöldség alaplevet és hagyunk kb. 5 percet befőzni. Alá keverünk a tejfölt és még egyszer 2-3 percig hagyunk magas közepes lángon főni. Petrezselyem (vagy tárkony) bekeverünk. Még egyszer kóstólunk, hiányzik még só vagy bors?
(5) Most kész kéne lenni a tésztának. Leszürünk és össze keverünk a szószal.

Egyből tálalunk.

Jó étvágyatok!

Himmelskitsch IV

Samstagmorgen, kurz nach halb sieben. Bunte Streifen:

Samstagabend, sechs Uhr. Goldener Beginn des Sonnenuntergangs:

Zehn Minuten später. Bunte Zuckerwattewolken:

Nochmals 15 Minuten später. Noch mehr Drama und der Himmel steht in Flammen:

Hochköstliche Sauerrahm-Waffeln aus dem neuen Spielzeug – Tejfölös gofri az új játekbol

Nach dem ganzen Krankenhaus-Stress habe ich mir was verdient, finde ich. Das hat irgendwie Tradition in der Familie *g* Nach ihren nervenaufreibenden Krankenhausaufenthalten vor einigen Jahren hat sich Frau Mama eine KitchenAid in hübschem orange gegönnt, ich bin etwas bescheidener und begnüge mich mit einem Waffeleisen. Dafür aber eins, dass zwei Waffeln auf einmal backen kann. Ha!

Drauf kam ich, weil wir in der Klinik vorletzten Freitag während der Visitenwarterei Waffeln buken und das hat mir so viel Lust auf eigene gemacht, dass natürlich erstmal die passenden Gerätschaften angeschafft werden mussten.Und momentan ist die Lust auf Waffeln der unterschiedlichsten Couleur wirklich groß: süß, weniger süß. Mit Frucht drin. Herzhaft mit Feta oder Spinat oder Speck. Ach, mir schwirren gerade so viele Ideen und Gelüste rum, ich weiß gar nicht, wann ich das alles essen soll *g*

Es fand sich auch sofort die perfekte Gelegenheit es auszuprobieren, weil sich vorletzten Freitag die beste B. von allen zu einem Besuch ansagte und sofort begeistert von der Waffelidee zeigte. Es war noch kurz unsicher, ob mein Waffeleisen überhaupt rechtzeitig ankommen würde. Kam es aber! Perfekt! Als Rezept habe ich Leonies verwendet, nur eben die Buttermilch durch Saure Sahne  und einen µ Milch ersetzt. Buttermilch brauche ich nicht oft, aber Saure Sahne/Schmand habe ich als halbe Ungarin eigentlich immer im Kühlschrank. Und wenn keine im Kühlschrank zu finden ist, werde ich nervös. Ihr sehr also, wie ernst es mir mit der Sauren Sahne ist. Und deswegen mache ich auch beim momentan Blogevent in Zorras Kochtopf mit: „Sauer macht lustig!„, indem es um alle möglichen Sauermilchprodukte geht.

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Und diese Waffeln sind echt super! Der Teig wirklich schnell zusammen gerührt, die Waffelproduktion dauert ja auch nicht ewig. Sie sind nicht zu süß und es kommt eine wirklich angenehme säuerliche Note durch die Saure Sahne! Jedenfalls ist das Rezept sofort in das selbstgeschriebene Rezeptbuch der weltbesten Oma gewandert, dass ich ja weiterführe :-) Also, wenn es Euch gelüstet, probiert die hier mal aus!

Sauerrahm-Waffeln

Zutaten für ca. 10 Waffeln:
125 g Butter, weich
70 g Zucker
4 EL Vanillezucker (oder 2  Päckchen)
3 Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
200 g Saure Sahne (10%)
50 ml Milch

etwas neutrales Öl für das Waffeleisen

(1) Als erstes die Butter mit den beiden Zuckersorten in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührer schaumig rühren. Nacheinander die Eier unterrühren, dabei jeden Ei etwa 30 Sekunden bearbeiten.
(2) Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz in einer Extraschüssel vermischen. Die Saure Sahne mit der Milch gut verrühren.
(3) Abwechselnd in etwa 3 Portionen die Mehl- und Saure Sahne-Mischung unterrühren bis ein homogener Teig entstanden ist.
(4) Das Waffeleisen aufheizen und die Flächen mit wenig Öl einpinseln. Nacheinander wie in der Gebrauchsanweisung beschrieben die Waffeln ausbacken.
Dazu passt Rote Grütze oder anderes Fruchtkompott, pur mit etwas Puderzucker bestäubt oder Sahne oder Vanilleeis. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach dem Rezept der besten L.

*********************** Magyar ***********************

Van most egy új kis játekom, egy gofrisütő amit vettem magamnak a kórház után :-) Szerencsére gyorsan tudtam kipróbálni mert jött látogatásra egy régi ismerősöm és csináltunk ezzek a gyors, egyszerű és nagyon fincsi gofrik. Nagyon érdemes kiprobálni! Mostanában nagyon kivánom a gofrik ugy hogy a jövőben még jönnek receptek: édesek, pikáns gofrik spenottal, fetával vagy szalonnával. Kiváncsi legyetek!

Tejfölös gofri

Hozzávalók 8-10 gofrira:
125 g vaj, szoba hömérség
70 g cukor
4 ek vaniliás cukor
3 tojás
250 g liszt
1 tk sütöpor
1 csipet só
200 g tejföl
50 ml tej

egy kis olaj a gofrisütöre

(1) A vaj a két cukorfajtával habosra verünk. Egymás után a tojásokat bele keverünk.
(2) Egy másik tálban keverünk a lisztet, sót és sütöport. A tej a tejfölel egy pohárban össze dolgozunk.
(3) Felváltva alá keverünk a liszt meg a tejfölt. Szép, sima tészta legyen belöle.
(4) A gofrisütöt elömelegitünk. Egy kicsit beolajozunk egy ecsettel. És a szokásos modón kisütünk a gofrikak.

Pórcukorral, vaniliás fagyival, vaniliásszoszal vagy lekvárral tálalunk.

Jó étvágyot!

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