Archiv für den Monat April 2015

Es grünt so grün – Endlich Frühling!

Der Frühling ist endlich ausgebrochen! Und gerade kann man der Natur beim Explodieren zu gucken! So faszinierend! Die Bienen summen überall rum, auch am niedlichen Ehrenpreis:

 

Scharbockskraut bildet regelrechte Felder:

Von Bäumen hängen Bommelblüten, bevorzugt an Kirschen:

Löwenzähne kriechen aus jeder Ecke und strahlen uns gelb an:

Noch mehr Blüten, diesmal in zartrosa:

Auch zwischen den Pflasterritzen ist der Frühling angekommen, meist in Form des Frühlingshungerblümchen:

Besonders auf sich aufmerksam macht in kräftigem Pink die Blutpflaume:

Und trotz der Schönheit ist alles vergänglich:

Hühnerbrühe aus dem Slowcooker

So eine Hühnerbrühe brauche ich öfter mal. Da kommen wieder die ungarischen Gene durch. Dort gibt es jeden Sonntag eine klare Fleischbrühe als Vorsuppe und ich befürchte, dass ist nicht nur bei unserer Familie Tradition, sondern in ganz Ungarn. Und gerade für solche Brühen ist der Slowcooker wirklich ideal! Das Fleisch bleibt richtig zart, weil die Suppe nie wallend aufkochen wird. Und das Gemüse hat keine Chance zu verkochen! Und wie gesagt, für mich sehr entspannend, ich muss nicht drauf achten und kann in Ruhe anderen Sachen widmen: Aufräumen, Balkon bepflanzen, das Sofa bekuscheln. Demnächst möchte ich mich mal an asiatische Brühen wagen … Mal gucken, wie das enden wird *g*

Es ist so einfach, aber sofort wird Hühnerbrühe nur noch so gekocht! Probiert es ruhig aus, wenn ihr so ein Gerät Euer eigen nennt :-)

Hühnerbrühe aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
oder
2 Karotten
1 Stück Knollensellerie
1 Stange Porree
1-2 Petersilienwurzeln
oder
einige Stengel Blattpetersilie
2 getrocknete Tomaten
1 handvoll getrocknete Pilze
2 ganze Hühnerkeulen
2 TL Pfefferkörner
1-2 Lorbeerblätter
3-5 Pimentkörner
Salz

Slowcooker 3,5 Liter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Von der Zwiebel das Wurzelende abschneiden, aber die Schale dran lassen. Die Zwiebel waschen und vierteln. Die Möhren, Knollensellerie und wenn genutzt wird Petersilienwurzel schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Den Porree in dicke Scheiben schneiden. Alles Gemüse gut waschen.
(2) Das Gemüse mit den getrockneten Tomaten, Pilzen, Gewürzen in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Ein wenig salzen. Obenauf die gewaschenen Hühnerkeulen legen. Mit kaltem Wasser bedecken.
(3) Deckel drauf und 6-8 Stunden bei LOW köcheln lassen.
(4) Das Fleisch und die Gemüse mit einem Schaumlöffel rausholen. Die Brühe durch ein Sieb in einen neuen Topf gießen. Das Fleisch aus den Keulen lösen.

Entweder gleich essen oder auf bevorzugte Art und Weise bevorraten (einfrieren oder einkochen).

Genießen!

Und was wurde jetzt daraus? Ich habe sie tatsächlich nur als reine Suppe gegessen, allerdings noch etwas gepimpt. Noch ein paar Hackklößchen aus dem Tiefkühler darin aufgetaut, noch die obligatorischen Nüdelchens gekocht und einen Teil des gekochten Hühnerfleischs. Hach! Das kann man tatsächlich öfter so essen … *verzücktlächel*

Kürbis-Kichererbsen-Curry aus dem Slowcooker

Kulinarisch ist gerade eine komische Zeit, irgendwie stehe ich zwischen Winter und Frühling. Ja, es gibt Bärlauch und auch schon heimischen Spargel, allerdings zu horrenden Preisen noch. Und ja, manchmal ist mir nach frühlingsleichter Küche und dann ist wieder so usseliges Wetter, dass ich das dringende Bedürfnis nach Schmorgerichten habe. Auch lungerten noch einige Überlebende des Herbstes und Winters in meiner Wohnung rum, wie der Butternutkürbis. Im Oktober oder so gekauft, harrte er im Spankorb hier im Wohnzimmer seiner Verwendung. Jetzt endlich, bevor ich den ersten Spargel esse, sollte es soweit sein. Nun ist ein Butternutkürbis für mich alleine zu groß und er wurde halbiert. Die eine Hälfte wurde im Ofen gebacken und wanderte in wunderbaren Kartoffelbrei, den es für die Lehrerin und mich zu Mecklenburger Grützwurst am Sonntag gab. Die zweite Hälfte sollte zu einem Curry werden, dass ich im neuen kleinen Slowcooker-Freund köcheln wollte:

Der hat nur 1,5 Liter Inhalt und ich mache nicht automatisch 4-8 Portionen damit, die ich dann auch noch irgendwie haltbar machen muss/sollte. Mit ins Curry wanderte auch eine Dose Kichererbsen, noch so ein Schatz aus dem Vorratsschrank, die viel zu selten in meine Gerichte wandern. Und aufgrund dieser beiden Zutaten, die schon viel zu lange in meinen Vorräten schlummern, darf das Curry bei Susanne Magentratzerl Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ mitspielen. Und noch eine weitere Zutat, nämlich die Milde Currypaste von Patak’s schlummert eigentlich immer in meinem Vorrat. Die ist wirklich lecker und würzig und so einfach zu benutzen. Ich finde, eine von der Firma sollte jeder im Vorrat haben. Erleichtert das Kochen manchmal ungemein!

Das Rezept ist komplett improvisiert, hat aber so gut funktioniert und geschmeckt, dass es auf’s kleine Blog darf. So langsam bekomme ich mehr Routine beim Kochen mit dem Slowcooker. Als nächstes Projekt steht an, ein paar ungarische Lieblingssuppen für den Slowcooker umzumodeln :-) Und falls ihr im Keller auch noch vergessene Kürbisse habt, probiert dieses Curry ruhig mal aus! Einfach, zeitunaufwendig, gesund und extremst köstlich!

Kürbis-Kichererbsen-Curry aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 mittelgroßer Butternutkürbis
1 rote Paprikaschote
2-3 Tomaten
1 Dose Kichererbsen (400 g)
1 große Zwiebel
1 EL neutrales Öl
3 TL Patak’s Milde Currypaste
Salz
3-4 EL Joghurt

Slowcooker 1,5 Liter

(1) Das Gemüse vorbereiten. Den Kürbis schälen und in ca. 1-2 cm große Würfel schneiden. Die Paprikaschote in ca. 1 cm große Würfel schneiden, die Tomate ebenfalls. Die Kichererbsen in ein Sieb gießen und so lange unter fließendem Wasser durchspülen bis das Wasser nicht mehr „schäumt“. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden.
(2) In einer mittelgroßen Pfanne das Öl auf hoher Hitze erhitzen. Die Zwiebelstreifen zufügen und andünsten bis sie glasig sind. Die Currypaste hinzufügen und gut anrösten. Den Kürbis mit dazu geben, gut durchrühren. Etwa 150 ml Wasser zufügen und so lange rühren bis die Currypaste keine Klümpchen mehr hat. In den Slowcookereinsatz geben.
(3) Alle anderen vorbereiteten Zutaten in den Keramiktopf geben, außer Joghurt. Leicht salzen.
(4) Slowcooker auf LOW stellen und 4-5 Stunden köcheln lassen. Wenn der Inhalt schon warm vom Anbraten gekocht wird, braucht es weniger Zeit als wenn die Zutaten erst abkühlen auf Raumtemperatur und dann gekocht werden.
(5) Nach der Zeit den Joghurt unterrühren und nochmal 10-15 Minuten kochen (bis der Beilagenreis gar ist). Nochmals abschmecken, ob noch Salz fehlt.

Dazu passt Reis oder Naanbrot oder frisches Fladenbrot.

Genießen!

Balkonien 2015 – Die Anfänge

Der Frühling ist endlich richtig da! Warm und Sonne und lange Tage! So langsam startete auch bei mir die Balkonsaison. Mein kleiner Kräutertisch sieht momentan so aus:

Der Rosmarin blüht wie wild (hinten rechts), der Schnittlauch wuchert (vorne links), der Salbei erholt sich auch langsam vom radikalen Rückschnitt (vorne rechts) und auch die Minze tut was sie soll, nämlich neue Ausläufer bilden (hinten mitte). Vor knapp drei Wochen sahen sie noch so aus:

Auch habe ich endlich ein paar Blümchen gepflanzt. Im Supermarkt nebenan gab es einen Alpenmix mit etwas stiefmütterchenartigen Blümchen, einem Vergissmeinnicht und ein paar dickfleischigen Blumen. Leider standen die Namen nicht auf der Packung. So langsam machen sie sich, wachsen, blühen, breiten sich aus:

Dann habe ich auch wieder Erbsen gelegt, das war letztes Jahr irgendwie cool und hat Spaß gemacht zu beobachten:

Leider wagten sie sich bis jetzt noch nicht aus der dunklen, kalten Erde. Ihr liebe, süßen Erbsen! Habt keine Angst, es ist echt nett hier oben an der Sonne. Und Photosynthese tut auch gar nicht weh. Versprochen!

Frau Mama brachte mir ja letztes Jahr Roten Glücksklee mit. Die Anweisung für den Winter war: eintrocknen lassen, nicht gießen, im Frühjahr die Rhizome aus dem Topf holen und in neue Erde geben. Gut. Und dann findet man in dem kleinen Topf solch sehr interessant aussehende Rhizome:

Ich bin ja nicht so der Blattsalatliebhaber, die meisten schmecken mir zu lasch. Aber Rucola mag ich. Aus Rucola kann man auch super Pesto machen und mit verkochen. Also flugs ein paar Samen auf der Erde verteilt und siehe da, nach Ostern zeigten sich die ersten Keimling. Yeah!

Aber das ist natürlich nicht alles. Ich möchte sehr gerne wieder Pelargonien und Petunien haben. Und dann bringt mir Frau Mama noch eine Patisson- (I ❤ Patisson!) und eine Zucchinipflanze mit. Die Zucchini hat letztes Jahr ja richtig Spaß gemacht und gute Erträge geliefert, dass dieses Jahr wieder eine auf den Balkon ziehen darf! Dafür werde ich die Kartoffeln aufgeben. Das war zuviel Schweinkram beim Ernten und Entsorgen am Ende des Sommers … Im langen Balkonkasten werde ich auch versuchen ein wenig Mangold zu ziehen. Und auch die Radieschen gebe ich nicht auf und probiere es dieses Jahr mit Saatband. Vielleicht bekomme ich von Frau Mama auch noch eine Tomate mit … Mal gucken!

Freut Euch auf noch mehr Balkon-Action dieses Jahr!

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