Pulled Pork aus dem Slowcooker

Die geneigte Leserschaft fragt sich wahrscheinlich, weswegen ich Euch so ausführlich zeigte, wie ihr Hotdog-Brötchen backen könnt, wie einfach eifreie Mayonnaise zu mixen ist und was alles in den neuen Lieblingscoleslaw kommt.

Schon lange wollte ich mal das vielgepriesene Pulled Pork machen. Das ist ein Gericht aus den Südstaaten, bei dem ein Schweinebraten sehr lange auf sehr niedriger Temperatur gegart wird, bis er nur vom Angucken auseinander fällt. Nachdem man ihn dann problemlos mit den Gabeln auseinander gezupft hat, wird er mit Barbecue-Sauce und Coleslaw in einem Burger-Brötchen serviert. So weit die bekannte Theorie, nur in die Praxis konnte ich es noch nicht umsetzen. Vor zwei Wochen beim Besuch eines Freundes mit Gattin ergab sich die Gelegenheit. Eigentlich in der ehemaligen Bundeshauptstadt lebend, verschlug es sie zu einer Hochzeit in die Mitte Deutschlands. Und wenn sie schon mal hier sind, können sie am nächsten Tag bei mir vorbei gucken. Und ich dachte mir als Gegenpol zum eleganten Hochzeitsessen, serviere ich ihnen handfestes Südstaatenessen.

Da ich keine Lust auf stundenlanges Schmoren im Ofen hatte mit eben der Gefahr, dass es doch trocken wird, habe ich mich für den Slowcooker entschieden. Eine Vorgehensweise fand ich bei Gabi im Crocky Blog, nur als Gewürzmischung benutzt ich den Mix of Rad von DJ BBQ. Und der Rest ist ganz einfach: den Braten mit der Gewürzmischung über Nacht marinieren lassen, mit den wirklich wenigen flüssigen Zutaten in den Slowcooker geben und 7-8 Stunden schmoren lassen. Da ich das ganze als Mittagessen servieren wollte, leistete die kleine Zeitschaltuhr gute Dienste und stellte den Slowcooker schon halb fünf morgens an *g* Eigentlich ist es ein unkompliziertes Essen, wenn man die einzelnen Zubereitungsschritte aufteilt. Als Sauce benutzte ich das letztjährig eingekochte Ajvar, dass sich wunderbar machte und Coleslaw muss ja eh durchziehen, weswegen er schon am Vortag gehäckselt wurde. Nur die Hotdog-Brötchen habe ich frisch am Sonntagvormittag gebacken mit Hilfe des Wunderteigs.

Wir waren alle drei mehr als begeistert! Würzig-zartes Fleisch im fluffigen Brötchen mit dem delikaten Ajvar und zum Schluss getoppt mit dem besten Coleslaw von Welt! Großartigst! Das muss definitiv wiederholt werden! Kann es nur jedem empfehlen! Ein Gedicht!

Pulled Pork aus dem Slowcooker

Zutaten für 6 Portionen:
1,3 kg Schweinenacken am Stück
1/2 Portion Mix of Rad
(oder andere Gewürzmischung nach Wahl, z.B. Cajun)
150 ml Apfelsaft
25 ml Apfelessig

Zum Servieren:
Burger-/Hotdog-Brötchen
Coleslaw
Barbecuesauce oder Ajvar

Slowcooker: 3,5 l
Zeit: 7-8 Stunden auf HIGH
Fleisch sollte mindestens über Nacht marinieren

(1) Das Fleisch waschen, trocknen und großzügig mit Mix of Rad einreiben. In einen Gefrierbeutel legen und mindestens über Nacht in den Kühlschrank legen.
(2) Den Apfelsaft und Apfelessig in den Keramikeinsatz geben, das Fleisch hinein geben. Deckel drauf und auf HIGH 7-8 Stunden garen. Nach der Hälfte der Zeit den Braten umdrehen.
(3) Herausnehmen und in Alufolie eingewickelt 30 Minuten ruhen lassen. Mit Gabeln auseinander zupfen.

Zum Servieren das Fleisch entweder mit der Sauce vermischen oder alles getrennt voneinander im Brötchen stapeln.

Genießen!

Quelle: grob nach Crocky BlogAus dem Slowcooker: Pulled Pork

Und weil es in jeder Hinsicht eine Schweinerei ist, sowohl beim Essen als auch der Braten und heute Montag ist, darf es bei den #Montagsschweinereien der Giftigen Blonden mitspielen :-)

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4 thoughts on “Pulled Pork aus dem Slowcooker

  1. kormoranflug 6. Juli 2015 um 11:53 Reply

    so einen langsamen Cooker habe ich nicht auch kein lauwarmes Bad. Geht das ganze nicht auch im Backofen -so low-?

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    • Anikó 6. Juli 2015 um 12:04 Reply

      Doch klar geht es auch im Ofen, aber das habe ich noch nicht selbst ausprobiert, weswegen ich keine Temperatur- und Stundenangaben machte. Der Vorteil beim Slowcooker ist ja, dass das Fleisch (fast) nicht austrocknen kann, außer man stellt sich ganz doof an. Im Ofen würde ich es wahrscheinlich bei 100°C 7 Stunden oder so garen …

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  2. Gabi Frankemölle 6. Juli 2015 um 15:06 Reply

    Schön, dass es dir so gut geschmeckt hat :-)

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  3. richensa 11. Juli 2015 um 16:28 Reply

    Habe nun Hunger… nach deinen Leckerbildern.. hach…

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