Archiv für den Monat Juli 2015

Abendbrotidee: Homemade Hotdog

Und wenn man schon mal frische selbstgemachte Hotdog-Brötchen da hat, kann man sich auch schnell einen kleinen Hotdog zum Abendbrot basteln. Wiener Würstchen finden sich (fast) immer in meinem Tiefkühler, die nur fix auftauen und in der Mikrowelle kochen. Ein Rest eifreie Mayo war auch noch im Kühlschrank und die karamellisierten Zwiebeln sind auch schnell gemacht, während das Würstchen auftaut. Dafür einfach eine Zwiebel in Halbringe schneiden, in etwas Butterschmalz gesalzen und gezuckert bei mittlerer Hitze so lange braten, bis sie weich und süß und karamellig sind. Alles in einem halb aufgeschnittenen Brötchen stapeln mit dünnen Scheibchen der weltbesten Gewürzgurken belegen und eine Riesensauerei veranstalten! ♥

Pulled Pork aus dem Slowcooker

Die geneigte Leserschaft fragt sich wahrscheinlich, weswegen ich Euch so ausführlich zeigte, wie ihr Hotdog-Brötchen backen könnt, wie einfach eifreie Mayonnaise zu mixen ist und was alles in den neuen Lieblingscoleslaw kommt.

Schon lange wollte ich mal das vielgepriesene Pulled Pork machen. Das ist ein Gericht aus den Südstaaten, bei dem ein Schweinebraten sehr lange auf sehr niedriger Temperatur gegart wird, bis er nur vom Angucken auseinander fällt. Nachdem man ihn dann problemlos mit den Gabeln auseinander gezupft hat, wird er mit Barbecue-Sauce und Coleslaw in einem Burger-Brötchen serviert. So weit die bekannte Theorie, nur in die Praxis konnte ich es noch nicht umsetzen. Vor zwei Wochen beim Besuch eines Freundes mit Gattin ergab sich die Gelegenheit. Eigentlich in der ehemaligen Bundeshauptstadt lebend, verschlug es sie zu einer Hochzeit in die Mitte Deutschlands. Und wenn sie schon mal hier sind, können sie am nächsten Tag bei mir vorbei gucken. Und ich dachte mir als Gegenpol zum eleganten Hochzeitsessen, serviere ich ihnen handfestes Südstaatenessen.

Da ich keine Lust auf stundenlanges Schmoren im Ofen hatte mit eben der Gefahr, dass es doch trocken wird, habe ich mich für den Slowcooker entschieden. Eine Vorgehensweise fand ich bei Gabi im Crocky Blog, nur als Gewürzmischung benutzt ich den Mix of Rad von DJ BBQ. Und der Rest ist ganz einfach: den Braten mit der Gewürzmischung über Nacht marinieren lassen, mit den wirklich wenigen flüssigen Zutaten in den Slowcooker geben und 7-8 Stunden schmoren lassen. Da ich das ganze als Mittagessen servieren wollte, leistete die kleine Zeitschaltuhr gute Dienste und stellte den Slowcooker schon halb fünf morgens an *g* Eigentlich ist es ein unkompliziertes Essen, wenn man die einzelnen Zubereitungsschritte aufteilt. Als Sauce benutzte ich das letztjährig eingekochte Ajvar, dass sich wunderbar machte und Coleslaw muss ja eh durchziehen, weswegen er schon am Vortag gehäckselt wurde. Nur die Hotdog-Brötchen habe ich frisch am Sonntagvormittag gebacken mit Hilfe des Wunderteigs.

Wir waren alle drei mehr als begeistert! Würzig-zartes Fleisch im fluffigen Brötchen mit dem delikaten Ajvar und zum Schluss getoppt mit dem besten Coleslaw von Welt! Großartigst! Das muss definitiv wiederholt werden! Kann es nur jedem empfehlen! Ein Gedicht!

Pulled Pork aus dem Slowcooker

Zutaten für 6 Portionen:
1,3 kg Schweinenacken am Stück
1/2 Portion Mix of Rad
(oder andere Gewürzmischung nach Wahl, z.B. Cajun)
150 ml Apfelsaft
25 ml Apfelessig

Zum Servieren:
Burger-/Hotdog-Brötchen
Coleslaw
Barbecuesauce oder Ajvar

Slowcooker: 3,5 l
Zeit: 7-8 Stunden auf HIGH
Fleisch sollte mindestens über Nacht marinieren

(1) Das Fleisch waschen, trocknen und großzügig mit Mix of Rad einreiben. In einen Gefrierbeutel legen und mindestens über Nacht in den Kühlschrank legen.
(2) Den Apfelsaft und Apfelessig in den Keramikeinsatz geben, das Fleisch hinein geben. Deckel drauf und auf HIGH 7-8 Stunden garen. Nach der Hälfte der Zeit den Braten umdrehen.
(3) Herausnehmen und in Alufolie eingewickelt 30 Minuten ruhen lassen. Mit Gabeln auseinander zupfen.

Zum Servieren das Fleisch entweder mit der Sauce vermischen oder alles getrennt voneinander im Brötchen stapeln.

Genießen!

Quelle: grob nach Crocky BlogAus dem Slowcooker: Pulled Pork

Und weil es in jeder Hinsicht eine Schweinerei ist, sowohl beim Essen als auch der Braten und heute Montag ist, darf es bei den #Montagsschweinereien der Giftigen Blonden mitspielen :-)

Neuer Liebling – Amerikanischer Coleslaw

 

Krautsalate werden hier heißgeliebt! Das müssen die halben ungarischen Gene sein … Aber auch in anderen Nationen sind Kohlsalat weit verbreitet. Besonders berühmt ist der amerikanische Coleslaw. Da habe ich auch schon eine Variante von Jamie Oliver ausprobiert. War auch lecker, aber irgendwie noch nicht das Richtige. Der von KFC schmeckt doch besser. Irgendwie reichhaltiger. Und das ist der Punkt. Joghurt schön und gesund als Sauce, aber Mayo gibt da einfach mehr Geschmack.

Da habe ich nochmal nach Rezepten geguckt und bin auf „USA Kulinarisch“ fündig geworden, wo Gabi einen Coleslaw nach Art des Hard Rock Cafés zeigt. Sie benutzt nur Kohl und Möhren, aber die Sauce hörte sich gut an. Ja, eine sehr großzügige Menge Mayonnaise, aber auch Zucker und Essig, die dem Ganzen einen netten süßsauren Touch geben sollte. Zucker und Fett sind halt Geschmacksträger, aber dafür ist auch ganz viel gesundes Gemüse mit vielen Vitaminen drin. Die Gemüsepalette erweitere ich gerne noch um Radieschen und Fenchel. Das gibt einerseits Schärfe und einen kleinen anissüßen Touch! Ich mag das sehr :-)

Ich war vom Geschmack so begeistert, dass ich mich echt zusammen reißen musste, nicht den gesamten Salat sofort aufzuessen! Und ich behaupte mal, der schmeckt besser als von KFC! So!

Amerikanischer Coleslaw

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 kleiner Spitzkohl
2 Möhren
4 Radieschen
1/2 Fenchelknolle
Salz, Pfeffer

Für das Salatdressing:
150 ml eifreie Mayonnaise
2 EL Weißweinessig
2 EL Zucker
1,5 EL Milch
2 EL Joghurt
Salz, Pfeffer

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen, die Radieschen waschen, das obere und untere Ende abschneiden, vom Fenchel die unschöne, äußere Schicht entfernen, das zarte abschneiden und aufbewahren. Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, halbieren und den Strunk heraus schneiden. Alles entweder per Hand grob raspeln oder durch die grobe Reibe der Küchenmaschine jagen. In eine Schüssel mit Deckel geben.
(2) Für das Salatdressing alle Zutaten klümpchenfrei miteinander verrühren und abschmecken. Zu den restlichen Zutaten geben und gut verrühren. Mindestens über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Genießen!

Quelle:
Sauce nach USA KulinarischHard Rock Cafés Coleslaw
Gemüsekombination nach Jamie Oliver

*********************** Magyar ***********************

A szokásos magyar káposzta saláta nagyon szeretem, de más országok ís imádnak ezek a saláták. Ami a legjobban szeretem az a Kentucky Fried Chicken Coleslaw, de nem mindig pénzet akarok érte fizetni. Valahogyan egyedül is kell csinálni. A zöldségek nem a probléma, de a saláta öntet. Kipróbáltam már joghurttal, de az nem az igazi. Tényleg kell majonéz és cukor és ecet. Persze, a zsír és cukor csodát tesz a ízhez :-) Próbáljatok ki! Olyan finom hogy majdnem mindent egyszerre megettem! Egyböl lett a kedvenc amerikai káposzta salátám!

Amerikai káposzta saláta – Coleslaw

Hozzáválók 4-6 adagra:
1 kis fehér káposzta
2 nagyobb sárgarépa
4 retek
1/2 édeskömény
só, bors

Az öntethez:
150 ml majonéz
2 ek fehérborecet
2 ek cukor
1,5 ek tej
2 ek joghurt
só, bors

A zöldségek pucolunk és mindent nagy lukon reszelünk. Az öntethez mindent hozzáválók csomónékül összekeverünk. A reszelt zöldségek az öntettel összekeverünk, még egyszer kóstolunk és ha kell sózunk és borsózunk. Lefedve legalább egy éjszakát hagyunk a hűtőben állni.

Jó étvágyatok!

Für Schwangere und Vorsichtige – Standfeste Mayonnaise ohne Ei

Nein, ich bin nicht schwanger, um das klar zu stellen, aber wenn ein Freund mit seiner hochgeschätzten Gattin, die momentan eben einen internen Mitbewohner hat, ihren Besuch ankündigen, hält man sich an die allgemein gültigen Arztvorschriften. Und da ich ein neues Coleslaw-Rezept ausprobieren wollte (wird als nächstes gezeigt), in dessen Sauce Mayonnaise kommt, musste eben eine „sichere“ Variante her.

Gefunden habe ich es bei Zorra im Kochtopf und  eins zu eins nachgebastelt. Dabei ist es wichtig einen hohen Becher zu nehmen und die Zutaten auf der Waage abzuwiegen. Aber das ist ja nicht kompliziert. Erstaunlicherweise müssen auch nicht alle Zutaten Zimmertemperatur haben, bei mir kamen Senf, Milch und Zitronensaft direkt aus dem Kühlschrank. Benutzt habe ich meinen Zauberstab mit Schlagscheibe (ein Ding zum Besseren Sahneschlagen), aber auch mit normalen Stabmixern funktioniert es laut Zorra. Allerdings ist dies die Minimalmenge, die man zubereiten sollte, da bei der Hälfte zu früh Luft eingearbeitet wird und die Mayo nicht richtig emulgieren kann. Aber auch die Menge finde ich nicht problematisch, da die Mayo bei sauberer Arbeitsweise (in ein sauberes Glas geben, nur mit unbenutzten Löffeln oder Messern den Inhalt entnehmen, Löffel nicht ablecken usw.) 2-3 Wochen im Kühlschrank haltbar ist.

Und entschuldigt das Bild, das ist der letzte Rest der Mayo nach anderthalb Wochen im Kühlschrank. Schmeckt noch 1a, kein Schimmel zu sehen, nur hübsch geht anders. Ich weiß …

Eifreie Mayonnaise

Zutaten für ca. 200 ml:
20 g Senf
60 g H-Milch
Salz, Pfeffer
2 TL Zitronensaft
20 g Olivenöl
140 g neutrales Öl (hier: Rapsöl)

Die Zutaten in dieser Reihenfolge in einen hohen Becher geben. Den Stabmixer nach ganz unten setzen, anschalten und langsam 4-5 Mal hoch und runter gehen. Voila!

Wer sie etwas leichter haben will, kann gerne noch ein wenig Quark oder Joghurt unterrühren.

Genießen!

Quelle: 1 x umrühren aka KochtopfSelbstgemachte Mayonnaise ohne Ei

Oh Wunderteig, Du geliebter, vielfältiger Bastard!

Durch diese ganze Krankheitsgeschichte bin ich noch organisierter geworden als früher bzw. effizienter. Wenn die eigenen Kräfte schon für Kleinigkeiten schneller drauf gehen als bei gesunden Leuten, muss man sie sich besser einteilen. Und trotzdem passiert es mir manchmal, dass ich nicht rechtzeitig dran denke Brot zu backen und komplett brotlos da stehe. Nicht ein Krümelchen, nicht mal im Tiefkühler … Dann braucht es Rezepte, die sowohl schnell (so schnell es bei Hefeteig eben geht) als auch unkompliziert zu machen sind.

Frau Nata schwärmte mir ja schon öfter von Herrn Pauls Wunderteig vor, dessen Endprodukt sie bei einigen Events verköstigen durfte. Also schnell im tollentollenwunderbaren „Auf die Hand“ nachgeguckt. Großartig! Die Zutaten sind alle im Haus, für Maisgrieß benutze ich den letzten Rest feine Instant-Polenta. Und los geht’s! Der Teig ist unkompliziert zu machen, ich brauchte nur etwas mehr Mehl, weil ich Eier der Größe L hatte. Und in den Gehzeiten kann man auch ein bisschen Pause machen. Wunderbar. Der fertig gegangene Teig lässt sich wunderbar handhaben und so können ganz einfach Toastbrot oder Burger Buns oder Hotdog-Brötchen gemacht werden.

Der Geschmack ist großartigst! Nie wieder gekauftes Toastbrot! Fluffig, locker, leicht süßlich und doch mit etwas Biss durch den Maisgrieß. Es wurde sofort ins Standard-Repertoire aufgenommen und auch gleich ein paar Tage später nochmal in Form von Hotdog-Brötchen gebacken. Wofür die benutzt wurden? Das zeige ich Euch in drei Beiträgen. Seid gespannt!

Aber erstmal das Rezept für den Wunderteig!

Wunderteig für Toast, Burger oder Hotdog-Brötchen

Zutaten für 1 Portion:
450 g Weizenmehl Type 405 (vielleicht etwas mehr)
50 g Maisgrieß (z.B. feine Polenta)
150 ml lauwarmes Wasser
50 ml lauwarme Milch
30-40 g Zucker
1/2 Würfel frische Hefe
(oder 1 Tüte Trockenhefe)
2 Eier, zimmerwarm (Größe M)
80 g Butter, weich
5 g Salz

Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch oder Sahne

Gesamtzeit: 2 Stunden
Gehzeiten: 3×30 Minuten = 90 Minuten

(1) Das Mehl mit dem Maisgrieß in eine große Schüssel geben. Gut vermischen und eine Mulde hinein machen. Das Wasser mit der Milch (warmes/heißes Wasser + kühlschrankkalte Milch = lauwarm) und dem Zucker vermischen, die Hefe unterrühren. Vorsichtig in die Mulde gießen. Mit ein wenig Mehl zu einem Vorteig verrühren, mit Mehl vom Rand bestäuben. Abdecken (z.B. mit einer Mörderduschhaube) und an einem zugfreien Ort 30 Minuten gehen lassen.
(2) Die Eier, Butter und das Salz zugeben. Mit Hilfe des Knethakens der Küchenmaschine 5 Minuten lang zu einem Teig kneten. Falls er noch nicht fest genug sein sollte, noch etwas Mehl zufügen. Ich brauchte bei beiden Versuchen so 1,5 bis 2,5 EL Mehl zusätzlich (meine Eier waren aber auch zu groß). Der Teig klebt etwas. Mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und abgedeckt wieder 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen, z.B. im geschlossenen Ofen.

Für ein Toastbrot geht es wie folgt weiter:
(3) Eine Kastenbackform mit etwas weicher Butter auspinseln und mit wenig Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Jetzt den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! In 6 gleich große Portionen teilen und diese mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen.
(5) Die Kugeln hintereinander in die vorbereitete Form setzen. Zugedeckt an einem zugfreien Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen.

(6) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verrühren. Das Toastbrot großzügig damit bepinseln.
(7) In den Ofen geben und 40-45 Minuten lang goldbraun backen.
(8) Das Toastbrot in der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Mit einem scharfen Sägemesser lässt es sich hervorragend schneiden!

Für 8-12 Hotdog-Brötchen ist folgendes zu tun:
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Den Teig jetzt auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! Mit einem bemehlten Messer in 8 bis 12 Portionen teilen (8 Stück sind wirklich richtig groß!). Jede Portion mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen. Die Kugeln durch hin- und herrollen unter Druck der Handflächen zu Rollen formen und in gleichmäßigem Abstand voneinander auf das Backblech legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen.
(5) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verquirlen und die Hotdog-Brötchen bepinseln.
(6) Auf die mittlere Schiene im Ofen geben und in 20-25 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Sowohl Toast als auch Hotdog-Brötchen lassen sich ohne Probleme einfrieren und sind dann aufgetaut wie frisch.

Quelle: Paul, S. (2014): Auf die Hand – Fingerfood & Abendbrote. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 274-275

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