Archiv für den Tag 11. August 2015

Nicht ungern auf Møn, Dänemark – Tag III

 So langsam setzt die Urlaubsruhe gepaart mit Urlaubsmüdigkeit ein. Ich schlief tatsächlich bis halb neun, mit einer kurzen Unterbrechung, die allerdings nicht lange genug war, um ein frühes Morgenbild zu machen. Also erst später nach den Gewittern:

Der Schleichweg zum Strand, irgendwie muss man ja die Steilküste runter kommen, wenn man nicht auf dem Hosenboden an Bäume festhaltend rutschen will:

Dann bauen die Einwohner der Gegend eben sehr provisorische Treppen, die ich nicht in Badelatschen runter rutschen möchte:

Berge und Meer haben eines gemeinsam: jeden Tag sehen sie anders aus. Heute hörte man die Brandung auch noch am Haus richtig laut und die Luft roch stark nach Meer.

Nach dem Frühstück war es wieder Zeit ein wenig zu katzen. Das kleine Katerchen ist aber auch zu niedlich! Und so verspielt … Hier lauert sie gerade hochkonzentriert meinem Finger auf:

Danach wurde es Zeit sich dem Urlaubsprojekt „Sticken“ zu widmen. Erst dabei fiel mir auf, wie clever der Erfinder der Stickgarnverpackung war! Da kann man den Faden einfach so oben raus ziehen, ohne die ganze Packung aufschneiden zu müssen. Ich bin begeistert!

Die Beziehung zwischen dem Sticken und mir hätte zwei Wege nehmen können. Entweder es beruhigt mich und ich komme in so einen Flow oder es stellt sich als eine solche Pfriemelarbeit heraus, dass ich es in die nächste Ecke pfeffere. Zum Glück traf sich die erste Variante ein! :-)

Nach einem langen Nachmittagsnickerchen, eigentlich war es schon ein ausgewachsener Nicker, war nicht mehr viel los mit mir. Ein bisschen sticken, ein wenig katzen, das köstliche Igel-Käse-Brot von Zwerg verputzen.

Vielleicht bleibe ich ja so lange wach, dass ich noch ein paar Sternschnuppen gucken kann, denn gerade verflüchtigen sich die ganzen Wolken. Vielleicht schlafe ich aber auch einfach vorher im Sessel ein ;-)

Auf in die neue Pilzsaison – Sahnepfifferlinge mit Backkartoffel

Eigentlich ist ja immer Pilzsaison. Zu jeder Jahreszeit lassen sich die Köstlichkeiten der Natur finden. Im Winter sind die Baumpilze wie Judasohren an den einschlägigen Stellen auffindbar, wie ich in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks im Frühjahr lernte. Und die große Morchelsaison ist ja im Frühling. Leider besitze ich fast kein Wissen über wilde Pilze (ja, ich bin Botanikerin, aber ich kenne mich mit Wildpflanzen aus und Pilze sind keine Pflanzen) und bin froh, dass ich Fliegenpilze erkenne und weiß, dass sie giftig sind. Ich traue mich allerdings nicht alleine in den Wald, um Pilze zu sammeln, obwohl bestimmt ein großer Spaß ist. Vielleicht wird es ja dieses Jahr mit der besten Ärztin von allen was, die kennt sich nämlich familienbedingt sehr gut aus :-)

Trotzdem liebe ich es Pilze zu essen und besonders fein sind ja Pfifferlinge, die jetzt in den Sommermonaten Saison haben. So gab es letzte Woche im Supermarkt nebenan Pfifferlinge im Angebot. Das muss natürlich ausgenutzt werden und so machte ich mich an das Rezept für Steinpilze in Sahne ran, nur eben mit den Eierschwammerln. Ihr könnt natürlich jeden Pilz nehmen, den ihr findet oder käuflich zu erwerben kriegt, auch Champignons oder Austernpilze oder lustige Seitlingssorten. Die Sauce ist schnell gemacht, die einzig mühselige Arbeit ist das Putzen der Pfifferlinge. Das dauert ein bisschen … Es schmeckt tatsächlich vorzüglich! Die würzig-sahnigen Pilze mit der gebackenen Kartoffel, ein Gedicht! Die getrockneten Steinpilze geben noch einen extra Aroma-Kick.

Wenn die geneigte Leserschaft mal schöne Pilze findet, probiert das ruhig aus! Es lohnt sich sehr!

Sahnepfifferlinge mit Backkartoffeln

Zutaten für 2 Portionen:
2 große Kartoffeln
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
250 g Pfifferlinge
4 g getrocknete Steinpilze
1 Schalotte (oder kleine Zwiebel)
1/2 kleine Knoblauchzehe
2 Zweige Petersilie
1 Messerspitze getrockneter Majoran
1/2 kleines Bund Schnittlauch
25 ml Weißwein
100 ml Sahne

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kartoffeln waschen, mit 1/2 EL Öl einreiben, salzen und pfeffern. Einzeln in Alufolie einschlagen, dabei die mattere Seite außen benutzen. Im Ofen je nach Größe 1-1,5 Stunden backen. Wenn die Kartoffeln weich sind, geht es mit den Pilzen weiter.
(2) Die Pilze putzen und je nach Größe eventuell kleiner schneiden. Die getrockneten Steinpilze im Mixer fein häckseln. Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Petersilie fein hacken, Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
(3) Das restliche Öl in einer größeren, beschichteten Pfanne erhitzen und die Pilze mit den Zwiebelwürfeln darin 3-4 Minuten scharf braten. Knoblauch und gehäckselten Steinpilze zugeben. Salzen und pfeffern.
(4) Mit dem Weißwein ablöschen und aufkochen lassen. Sahne zufügen und so lange offen kochen lassen bis es die gewünschte Sämigkeit erreicht hat. Kräuter unterrühren. Nochmals kosten, ob Salz und Pfeffer fehlen.

Kartoffeln halbieren und mit den Pilzen zusammen servieren.

Genießen!

Quelle: Paul, S., Seiser, K. (Hg.) (2013): Deutschland vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 123

Es gehen natürlich auch andere Beilage dazu. Klassisch im Süddeutschen und Österreichischen sind ja Semmelknödel, aber auch Bratkartoffeln kann ich mir vorstellen oder schönes Kartoffelpürree.

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