Ein Hoch auf das grüne Wasser namens Gurke! – Würziges Schmorgurkenragout

Eigentlich sind Gurken doch nur Wasser in grün, oder? Aber so leckeres und gesundes grünes Wasser! Ich liebe Gurken! In jeder erdenklichen Zubereitungsweise: pur als Rohkost, als Salat, im Kartoffelsalat, als Schmorgurke mit Ei, eingelegt in diversen deutschen, ungarischen oder internationalen Varianten. Die geneigte Leserschaft merkt, Gurken gehen wirklich immer! Leider werden sie im elterlichen Schrebergarten nicht angebaut, weil Gurkenpflanzen echt fies feinstachelige Blätter und Stengel haben, so dass es für Frau Mama (und auch mich) kein Spaß ist, die anzufassen. Da bekommen wir sofort Ausschlag von auf der Haut. Aber anderen Leuten macht das nichts aus und die haben auch wirklich richtig viel Erfolg mit ihren Gurken. Letztes Jahr bekam ich von meiner Mitumschülerin zwei Gurken geschenkt als sie nicht mehr wusste, wohin damit.

Da warmes Gurkengemüse typisch für Deutschland zu sein scheint, z.B. im Spreewald, gibt es natürlich auch im „Deutschland vegetarisch“ ein schönes Rezept für ein Gurken-Ragout. Dieses mal ein würziges. Und es ist ein richtig gutes dazu, das kann ich schon vorweg nehmen. Vielleicht kommt dem ein oder anderen die Zutatenliste sehr lang vor, aber es sind nur ein paar Gewürze und nicht mal sonderlich exotische dazu. Doch diese Gewürze machen den Unterschied aus. Ja, ich gebe es zu, ich war skeptisch, ob mich die Senf- und Korianderkörner nicht stören würden. Nicht vom Geschmack her, sondern die Konsistenz. Aber nein, überhaupt kein Problem. Irgendwie sind die kleinen Körnchen sogar lustig beim Kauen :-) Nicht mal der Kümmel störte mich, wie er es sonst gerne tut. Nur den Piment würde ich raus sammeln… Auch ist das Gurken-Ragout ziemlich schnell geköchelt, ich denke innerhalb von 45 Minuten steht das fertige Essen auf dem Tisch. Sprich bestens für den Feierabend geeignet. Ich kann nur dringend empfehlen, es mal auszuprobieren!

Würziges Schmorgurken-Ragout

Zutaten für 2 Portionen:
400 g festkochende Kartoffeln
Salz
350 g Gurken (Schmor- oder feste Salatgurken)
1 Zwiebel
40 g Butter
1/2 TL Senfsaat
1/2 TL Koriandersaat
1/2 TL Kümmel
2 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
1 TL Zucker
1 EL Mehl
200 g Gemüsebrühe
1 TL Weißweinessig
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Dill
1 TL scharfer Senf
Pfeffer

(1) Die Kartoffeln schälen und in kochendem Salzwasser garen. Ein klitzekleines Stück Butter im Topf verhindert ein Überkochen der Kartoffeln.
(2) Von den Gurken jeden zweiten Streifen schälen (Schmorgurken komplett schälen und entkernen) und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Die Kräuter fein hacken.
(3) Die Butter bei mittelhoher Hitze in einem Topf aufschäumen lassen und die Zwiebeln glasig andünsten. Senfsaat, Koriander, Kümmel, Piment und Lorbeer unterrühren. Alles mit Zucker bestreuen, mit Mehl bestäuben und so lange schmoren lassen der Butter-Mehl-Ansatz hellbraun wird. Brühe und Essig unter Rühren zugießen. Die Gurken zugeben und Rühren 8-10 Minuten offen schmoren lassen.
(4) Kräuter unterrühren. Das Gurkenragout nochmals aufkochen lassen, Senf einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Kartoffeln abgießen und zusammen mit dem Gurkenragout servieren.

Genießen!

Quelle: Paul, S., Seiser, K. (Hg.) (2013): Deutschland vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 82

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4 thoughts on “Ein Hoch auf das grüne Wasser namens Gurke! – Würziges Schmorgurkenragout

  1. kormoranflug 17. August 2015 um 14:43 Reply

    Schmorgurken stehen bei mir noch nicht auf dem Programm

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    • Anikó 17. August 2015 um 17:05 Reply

      Aber die haben doch jetzt Hochsaison! Wenn wir zurück sind, muss ich unbedingt welche kaufen und mein Defizite aufholen!

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  2. la grosse mere 17. August 2015 um 23:14 Reply

    …also mich hat der koriander gestört ;-) aber sonst habe ich das rezept auch für gut befunden. und neulih auch die senfsauce mit curry und gurke drin probiert. fein, fein! das buch ist echt prima!

    Gefällt 1 Person

  3. Martha Buddenberg 20. August 2015 um 09:17 Reply

    Hedo, komm gut daheim an. Habe letztens ein Rezept neu aus probiert. Stand in dem Süddeutsche Zeitung Magazin von Anna Maria Scolastra, ( findet ma auch in der Online ausgabe)
    Und das ist auch mit Gurke und Hähnchenbrust und ein ganz feines Essen.
    Bis bald mal, Matta

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