Nicht ungern auf Møn, Dänemark – Tag XII: Abreise und ein bisschen Stadtbesichtigung

Der Morgen unserer Abreise empfing uns mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. So saß ich 15 Minuten vor’m Ferienhaus, genoss die Ruhe und das großartige Himmelsschauspiel!

Nach der Schlüsselabgabe hatten wir noch etwas Zeit bis die Fähre uns 13:30 h wieder in die Ostseeheimat bringt. Und da ich noch keine richtige Gelegenheit hatte mir die „Hauptstadt“ Stege (Sprecht ja nicht das „g“ mit. Dänen können irgendwie kein „g“ aussprechen.) von Møn anzusehen, schlenderten wir ein bisschen durch die Stadt. Sie hat knapp 4000 Einwohner und ist sehr gemütlich. An schicken Häusern mangelt es nicht …

… auch lustige Fassadenmalerei. Achtet mal auf die Schweine *g*

Die Familie war immer nur für Einkäufe in der Stadt, aber ich lotste sie in die St. Hans Kirke, ein dreischiffiger Bau im romanischen Stil aus dem 12. Jahrhundert, der von 1460 bis 1525 im gotischen Stil erweitert wurde.

Das Innere ist skandinavisch nüchtern, wie ich es schon in einigen dänischen Kirchen beobachten konnte. Aber eine Besonderheit hat diese Kirche: Kalkmalereien. Die frühesten noch erhaltenen sind aus dem 14. Jahrhundert, andere aus dem 15. Jahrhundert.

Guckt Euch mal an, wie die Personen gemalt wurden! Irgendwie schon ulkig, oder? Aber so war das bevor die Renaissance auf naturgetreue Proportionen beim Menschen achtete …

Der nordisch nüchterne Altar. Nicht ganz so alt wie die Kalkmalereien.

Blick auf den Marktplatz von Stege.

Über die wohl schönste Brücke Dänemarks, die die Inseln Lolland und Falster verbindet, mit Abzweig nach Bogø und Møn, ging es zurück nach Falster und zu einer kleinen Stadtbesichtigung in Nykøbing, die Zwerg sich gewünscht hatte.

Nykøbing Falster (es gibt noch zwei andere Nykøbings in Dänemark, daher die Unterscheidung *g*) ist eine entzückende Stadt mit ca. 16.000 Einwohnern. Es gibt viele alte, sehr interessant aussehende Fachwerkhäuser in der Innenstadt. Offensichtlich wurde die Stadt im Krieg nicht zerstört oder gut wieder aufgebaut. Ich weiß aber auch nicht wirklich viel über Dänemark im Zweiten Weltkrieg.

Das Zarenhaus (Czarenhus) dient seit 1697 als Gsthaus und auch Zar Peter der Große wurde dort verköstigt bei seinem Aufenthalt 1716. Schon schick, oder?

Der Hauptplatz …

… an dem wir uns endlich einen typisch dänischen Hotdog mit rotem Pølser (Würstchen) zum Mittag gönnten. Sehr lecker! Würde ich auch öfter vertragen ;-)

Interessante Häuser in der Fußgängerzone:

Der Kirchenplatz mit – Überraschung! – Kirche. Leider waren wir nicht drin, weil es doch schon etwas später war und wir weiter wollten. Kirchen angucken mag ich sehr gerne, Messen besuchen eher weniger.

Warum stehen in vielen besichtigten dänischen Städten so leuchtturmähnliche Gebäude mitten in der Stadt rum?

Noch mehr offensichtlich alte, gut erhaltene, hübsche Häuser!

Nach einer knappen Stunde fuhren wir weiter ins nur 30 km entfernte Gedser, wo uns die „Prins Joachim“ sicher über die ruhige Ostsee gen Rostock schipperte. Die Familie zockte Mau Mau, ich schlief ein wenig und schwupps waren wir wieder zu Hause und der Urlaub vorbei.

Ein wirklich schöner, erholsamer Urlaub! Kann es der geneigten Leserschaft wirklich empfehlen!

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4 Kommentare zu “Nicht ungern auf Møn, Dänemark – Tag XII: Abreise und ein bisschen Stadtbesichtigung

  1. richensa 27. August 2015 um 20:38 Reply

    So war auch der Abschluss passend zum ruhigen Urlaub.. fein….

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  2. Frau Tonari 27. August 2015 um 20:57 Reply

    „Warum stehen in vielen besichtigten dänischen Städten so leuchtturmähnliche Gebäude mitten in der Stadt rum?“
    -> in diesem Fall ist ein Wasser- und kein Leuchtturm ;-) Baujahr 1908 und Dänemarks erster Stahlbetonbau dieser Größe.

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    • hafensonne 14. September 2015 um 18:42 Reply

      Die anderen Türme sind meist auch Wassertürme, z.B. in Gedser :-) War ja klar, dass Frau Tonari sowas weiß :-P

      Gefällt 1 Person

  3. hafensonne 14. September 2015 um 21:35 Reply

    *Klugscheißermodus an* Diese wunderschönne Brücken verbinden übrigens Falster mit Sjælland über Farø :-P Lolland liegt „links“ von Falster und ist über die Schlossbrücke sowie den Guldborgsundtunnel mit Falster verbunden…*klugscheißermodus wieder aus*

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