Archiv für den Monat Oktober 2015

Die simpelste Tomatensauce der Welt, aber nicht die schnellste.

Manchmal bin auch ich uninspiriert, was mein Mittagessen angeht. Erst Recht, wenn ich gerade aus dem Urlaub gekommen bin und noch nicht einkaufen war. Dann ist es praktisch, wenn der Vorratsschrank gut gefüllt ist und einfache Unter-der-Woche-Rezepte zur Hand sind.

Schon lange verfolgt mich Marcella Hazans Rezept für ihre Tomatensauce, egal in welcher meiner drei Sprachen ich Blogs lese, irgendwann schrieb mal einer bis mehrere über diese Sauce. Also wird es mehr als Zeit sie auszuprobieren. Und man braucht tatsächlich nur vier Zutaten dafür: Tomaten in der Dose, Zwiebel, Butter und Salz. Allerdings ist auch ein wenig Zeit notwendig, weil die Sauce langsam im Topf reduziert wird und nicht innerhalb von 10 Minuten fertig ist. Aber hey, die 45 Minuten sind gut investierte Minuten! Die Sauce wird zurecht so hochgelobt! Sie ist sämig, tomatig, aromatisch. Großartig! So einfach und doch so gut! Leider ist sie nur frisch gut und aufgewärmt nur noch halb so lecker. Aber frisch gekocht, ein Träumchen in Tomate!

Tomatensauce nach Marcella Hazan

Zutaten für 2 Portionen:
1 kleine Dose geschälte Tomaten (400 g)
1 kleine Zwiebel
2,5 EL Butter
Salz

Die Tomaten in einen kleinen Topf geben mit Flüssigkeit und allem. Die Zwiebel häuten und halbieren. Zusammen mit der Butter und einer Prise Salz zu den Tomaten geben. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen und ca. 45 Minuten offen köcheln lassen. Dabei öfter umrühren und die zerfallenden Tomaten noch weiter mit dem Kochlöffel zerdrücken. Wenn sie fertig ist, die Zwiebel entfernen und kosten, ob noch Salz fehlt

Das reicht für etwa 200-250 g Pasta (je nach Saucenvorliebe). Parmesan drüber reiben, ein Spiegelei dazu (oder auch nicht) und

genießen!

Quelle: Marcella Hazan’s Tomato Sauce Recipe

Wir retten … den einfachsten und schnellsten Flammkuchen der Welt

 

Das Herbst ist lässt sich ja nun nicht verleugnen, erst war er noch angenehm warm und tatsächlich golden, die letzten Tage war er typisch ungemütlich grau und verregnet. Und jetzt ist genau die richtige Zeit für leckere Flammkuchen, Zwiebelkuchen und Konsorten, die Zwiebeln sind reif und voll im Saft (beißen auch ordentlich in den Augen), das Kraut frisch. Perfekt um sich selbst mit diesen Köstlichkeiten zu verwöhnen.

Aber immer weniger Leute machen dies nicht. Also ja, es ist Ihnen gewahr, dass diese Zeit des Jahres ist, vielleicht nur durch die Werbung, aber selbst eine dieser Köstlichkeiten zuzubereiten, kommt Ihnen nicht in den Sinn. Stattdessen wird sich mit komplett oder halbfertigen Varianten aus der Tiefkühltruhe oder dem Kühlbereich des Supermarktes begnügt. Auch in der Kuchenzutatenabteilung finden sich Pulverformen, bei denen man aber trotzdem noch die wesentlichen Zutaten wie Flüssigkeit und Zwiebeln zufügen muss. Sinnlos meiner Meinung nach. Und mit lauter Zutaten, die kein Mensch braucht, lest Euch ruhig mal die Zutatenliste dieser Fertigprodukte durch. Gruselig!

Dabei ist es so einfach köstlichen Flammkuchen zu machen und schnell noch dazu. Auch Leute, die von sich denken, kein gutes Hefekarma zu haben, brauchen hier keine Angst haben: dieser Flammkuchenteig besteht nur aus Mehl, Salz, Öl und Wasser. Er muss nicht mal ruhen, sondern kann gleich weiter verarbeitet werden. Perfekt für den Feierabend oder auch als Flammkuchen-Party in größerer Runde. Den Teig und die Beläge vorbereiten und so kann sich dann jeder aussuchen, was er möchte. Im Ofen braucht so ein dünner Flammkuchen nur noch 10 Minuten und kann dann genossen werden. Ihr seht, völlig unkompliziert das alles! Probiert es ruhig mal aus!

Flammkuchen-Grundteig

Zutaten für 2 Portionen:
100 g Weizenmehl
100 g Dinkelmehl
Salz
3 EL Rapsöl
125 ml Wasser

Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und weiter nach Bastelanleitung verarbeiten. Falls man doch nur 1 Portion machen will, lässt sich der restliche Teig in Frischhaltefolie eingewickelt, gut bis zu 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren.

Apfel-Zwiebel-Flammkuchen

Zutaten für 1 Portion:
1/2 Portion Flammkuchen-Teig

2-4 TL Creme fraiche oder Schmand
Salz, Pfeffer
1,5 Äpfel, entkernt in dünnen Ringen
1/2 Zwiebel, in feinen Halbringen
ca. 75 g Ziegenfrischkäse oder geriebener Emmentaler
abgezupfte Blättchen einiger Zweiglein Thymian

(1) Den Ofen so heiß vorheizen wie es geht. Dabei das Blech mit vorheizen.
(2) Den gekneteten Flammkuchen-Teig auf einem Backpapier so dünn wie möglich ausrollen. Mit dem Schmand bestreichen, salzen und pfeffern. Die Apfelringe darauf verteilen, möglichst ohne Überlagerungen. Dann die Zwiebeln drüber geben und den Ziegenkäse drauf bröckeln.
(3) Vorsichtig auf das heiße Backblech setzen und etwa 10 Minuten backen, bis der Rand braun ist und der Käse etwas Farbe genommen hat. Herausnehmen, den Thymian verteilen und

genießen!

Weitere Vorschläge für Beläge:

  • Zwiebel + Speck
  • Zwiebel + Apfel + Speck (im Bild auf der rechten Hälfte)
  • Champignons + Feta
  • Lachs + Zwiebel + Dill (im Bild auf der linken Hälfte)
  • dünne Kürbisstreifen + Apfel + Rosmarin
  • … Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Auch andere aus unserer kleinen Rettungstruppe haben Flammkuchen, Quiches und Co. gerettet. Hier geht es zu ihren tollen, einfachen Rezepten (wird nachgereicht):

#12von12 im Oktober

Vorgestern war wieder der 12. Tag des Monats, also wurde in zwölf Bildern festgehalten, was ich den lieben langen Tag so trieb.

Und wer neugierig ist kann gerne bei Caro von “Draußen nur Kännchen” nachlesen, wie andere Leute ihren zwölften Oktobertag verbrachten.

Die morgendliche Routine musste schneller als normal erledigt werden.

Frühstück, mehr ist mein Magen 1 Stunde nach Aufwachen noch nicht fähig aufzunehmen. In der Dose und Flasche der Proviant für die Arbeit.

Das traditionelle Morgenbild. Wird jetzt auch immer später …

Der neue Mantel wurde das erste Mal ausgeführt. An so viel Stoff muss ich mich erst noch gewöhnen.

Gehetzt auf Arbeit angekommen und erstmal mein zentrales Nervensystem krankengymnastet.

Danach stand die normale Arbeit an.

Nach Feierabend ausgehungert und planlos doch noch in den Supermarkt nebenan gegangen. Fehler. Es landen immer wilde Mischungen aus gesund und ungesund in meinem Korb. (Symbolbild)

Halb drei endlich Mittagessen: Reste des samstäglichen Fleischreis mit Gurkensalat aus dem Glas und vier Pflaumen zum Nachtisch.

Es folgte ein ordentliches Nickerchen auf dem Sofa. Und als mich die durch die Balkontür herein scheinende Sonne weckte, holte ich die Zimmerpflanzen vom Balkon wieder rein, damit sie nicht so frieren. Aber vorher wurde noch kontrolliert, ob nicht irgendwelche unerwünschten Mitbewohner mit rein wollen.

Die tägliche Dosis „Phineas und Ferb“ darf nicht fehlen. Diesmal in einer Lieblingsfolge, die hier mitgesprochen werden kann *g*

Abendbrot in klassisch: Kartoffelbrot mit Fleischsalat und Schnitzel, das Herr Papa gestern ausgebacken hat. Dazu ein paar Tomätchen und Gurkenscheiben.

Letzte Tat des Tages: mentale und technische Vorbereitung auf den allmontäglichen Piek.

Sommer für den Winter: Ratatouille

Noch so ein Sommerklassiker, den ich erst spät im Leben zu schätzen lernte: Ratatouille. Ich weiß noch, als ich es das erste Mal probierte, war ich eher minderbegeistert. Kann auch mit meiner damaligen Abneigung gegen Auberginen zu tun haben, ein Konsistenzproblem ;-) Aber je öfter ich es aß, desto begeisterter wurde ich. Und dann so begeistert, dass ich es tatsächlich das ganze Jahr über verfügbar haben wollte und eine große Portion einkochte.

Orientiert habe ich mich an einem Rezept von Steph vom „Kleinen Kuriositätenladen„, bei dem das Gemüse klein gewürfelt im Ofen gegart wird und dann mit der Sauce im Topf vermischt wird. Nach dem ersten Kosten, war ich wieder nicht soo umwerfend begeistert, aber das Ratatouille brauchte einfach ein bisschen Zeit zum Entfalten seiner Aromen im Glas. Mittlerweile mag ich es wirklich sehr und esse es oft einfach nur zu einem kleinen Stück gebratenen Halloumi oder zu Pasta. Wenn die geneigte Leserschaft diesen Klassiker der französischen Küche mag, solltet Ihr mal über eine Einkochaktion nachdenken. Es funktioniert super und auch damit rettet man sich noch ein bisschen Sommer in den Winter rüber :-)

Ratatouille im Glas

Für ca. 3 l:
2 rote Paprika
2 gelbe Paprika
2 größere Auberginen
2 mittelgroße Zucchini
3 Knoblauchzehen
3 rote Zwiebeln
Salz, Pfeffer
Olivenöl
einige Zweige Thymian
einige Zweige Rosmarin
1 800 g-Dose Tomaten
1 420 g-Dose Tomaten
1 EL Paprikapaste
1 EL Apfelessig
1 EL Zucker

Weck-Gläser samt Deckel, Gummiringen und Metallklammern
großen Topf/Töpfe zum Einkochen
altes Küchentuch

(1) Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Ofen rechtzeitig auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(2) Das Gemüse waschen, putzen und klein würfeln. Die Zwiebeln und Knoblauchzehen häuten, die Zwiebeln fein würfeln, den Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Alles auf einem großen Backblech verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen, die Thymian- und Rosmarinzweige darauf verteilen, mit etwas Olivenöl besprenkeln.

(3) Auf der mittleren Schiene 30-45 Minuten backen, dabei einmal das Gemüse „wenden“.
(4) Währenddessen die Sauce zubereiten. In einem wirklich großen Topf die Tomaten geben und mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern. Das Paprikamark einrühren und bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Es sollte ziemlich stark einkochen, damit das Ratatouille nachher nicht zu suppig ist. Mit Essig und Zucker abschmecken. Das gegarte Gemüse ohne die Kräuterzweige zur Sauce geben, gut durchrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz aufkochen lassen.

Wenn Ihr wollte könnt Ihr sofort mit dem Einwecken des heißen Ratatouilles weiter machen, aber auch in eine große Schüssel umfüllen, im Kühlschrank zwischenparken und am nächsten Tag einwecken.

(5) Ratatouille aus dem Kühlschrank holen, damit es nicht mehr so kalt ist. Jetzt die Gläser vorbereiten. Mit heißem Spüliwasser gut auswaschen, mit heißem, klarem Wasser gründlich ausspülen. Die Gläser in den Herd stellen, auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten sowohl trocknen als eben auch sterilisieren. Dann die Gläser aus dem Ofen holen und auf einem Holzbrett lauwarm abkühlen lassen. Die Deckel und Gummiringe in einem Topf mit Wasser bedecken, einen Schluck Essig hinzu und einige Minuten kochen lassen. So sterben auch dort die Bakterien ab. Den Einkochautomaten oder großen Topf bereit stellen, in den die Gläser passen.
(6) Wenn die Gläser nur noch lauwarm sind, das Ratatouille vorsichtig einfüllen (1-2 cm Platz zum Rand lassen), die Ränder der Gläser sauber wischen. Die Deckel mit den Gummiringen und den Metallklammern wie hier gezeigt befestigen. Den Topf mit einem alten Küchentuch oder zwei Lagen Küchenkrepp auslegen. Die Gläser hinein stellen. Je nachdem, ob ihr das Gemüseragout heiß oder kalt eingefüllt habt, so viel heißes oder kaltes Wasser dazu gießen, dass die Gläser zu 3/4 im Wasser stehen. Den Deckel aufsetzen und den Herd auf Stufe 4 von 6 stellen. Sobald das Wasser kocht 30 – 40 Minuten einkochen, dabei die Hitze auf Stufe 2 von 6 zurück stellen und darauf achten, dass das Wasser noch mindestens leicht wallend im Topf brodelt.

Im Einkochautomaten: 30-40 Minuten bei 90-95°C einkochen.

(7) Sobald die Zeit rum ist, die Gläser aus dem Topf nehmen, auf einem Holzbrett an einem zugfreien Ort komplett abkühlen lassen. Die Klammern abnehmen und die Gläser am Deckel haltend testen, ob der Einkochvorgang erfolgreich war. Wenn ja, beschriften und ab ins Regal. Wenn noch ein Glas offen sein sollte, im Kühlschrank lagern und schnell verbrauchen.

Meine Gläser halten jetzt schon länger als 1 Jahr, es kommt natürlich immer darauf an, wie sauber Ihr arbeitet, also keine Garantie meinerseits.

Genießen!

Quelle: nach Kleiner KuriositätenladenAllround-Ratatouille

Schnelles, aber köstliches Spätsommeressen: Bohnen-Senf-Ragout

Das letzte Aufbegehren des Spätsommers hat sich mit dieser Woche wohl auch erledigt. Jetzt ist endgültig Herbst. Der ein oder andere mag sich einen Teil der Buschbohnenernte im Tiefkühler gesichert haben und kann davon über den Winter zehren, wenn man es nicht vergisst *g* Auf der Suche nach einem schnellen, einfachen Rezept für Grüne Bohnen, das auch hauptmahlzeitkompatibel ist, bin ich im tollen „Österreich vegetarisch“ hängen geblieben. Zum Rezept gehörten noch Quarkknödel, die ich großzügig durch Pellkartoffeln ersetzte, da ich an dem Vormittag noch eine kleine Einkochorgie veranstaltete.

Das Ragout ist wirklich schnell gekocht und fällt auch unter den perfekten Feierabendgerichten. Die Bohnengeschmack harmoniert großartigst mit dem Senf und die kleinen Senfkörner geben einen schönen Biss. Ich hatte es als vegetarische Hauptspeise, aber der Mischpoke in der Ostseeheimat hat es auch wunderbar zu einem Hackbraten gemundet. Also klare Nachkochempfehlung durch mich! Wird es bei uns definitiv öfter geben :-)

Bohnen-Senf-Ragout

Zutaten für 2 Portionen als Hauptgericht:
400 g grüne Bohnen
Salz
125 ml Gemüsebrühe
2 TL scharfer Senf
1 TL Senfkörner
Pfeffer
1 TL getrocknetes Bohnenkraut
2 EL Schmand

(1) Von den Bohnen die Enden abschneiden, je nach Größe dritteln oder vierteln.
(2) In einem Topf Salzwasser aufkochen und die Bohnen in 5-10 Minuten bissfest garen, aber sie sollten nicht mehr quietschen, wenn Ihr hinein beißt.
(3) Wieder in den Topf geben, mit Senf, Senfkörnern, Salz, Pfeffer, Bohnenkraut und Gemüsebrühe vermischen (Es sieht erstmal nach wenig Brühe aus, aber soll ja auch keine Suppe werden.). Einmal aufkochen lassen und dann den Schmand unterrühren. Die frischen Kräuter unterrühren und auf den Tellern verteilen.

Dazu passen Pellkartoffeln, Kartoffelbrei, Quarkknödel.

Genießen!

Quelle: Seiser, K., Neunkirchner, M. (2012): Österreich vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. 4. Auflage.  p 77

Sommer für den Winter: Klassisches Pflaumenkompott

Noch findet man doch heimische Pflaumen/Zwetschgen, oder? Ich liebe ja Pflaumen und auch das klassische Pflaumenkompott. Am liebsten esse ich es zu Milchreis oder Grießbrei, aber es passt auch wunderbar zu Pancakes. Ja sicher, man kann es auch im Supermarkt kaufen, aber wenn man es selbst macht, kann man mit unterschiedlichen Gewürzen spielen. Du magst keine Nelken? Lass sie weg! Hast lieber ein wenig fruchtige Ingwerschärfe? Rein damit!  Und letztendlich auch wieder: ich weiß, was drin ist! Keine komischen Zusatzstoffe, keine künstlichen Aromen, keine Süßstoffe.

Und dieses Kompott ist, wie eigentlich alle klassischen Obstkompotte, wirklich einfach zu machen: geputzte, halbierte Pflaumen in das Glas schichten, Gewürze dazwischen, mit einem gekochten Wasser-Zucker-Sirup auffüllen, Deckel drauf und 30 Minuten einkochen. Voila! Schon ist wieder ein Stückchen Sommer in den Winter hinüber gerettet! Für die nächste Saison suche ich schon nach neuen, vielleicht etwas ausgefalleneren Varianten. Seid gespannt!

Klassisches Pflaumenkompott

Zutaten für 1,5 l:
1 kg Zwetschgen (die länglichen Pflaumen)
1 Nelke pro Glas
1 kleines Stück Zimtstange pro Glas
1 Stückchen Sternanis pro Glas
500 ml Wasser
250 g Zucker

3 Weck-Gläser à 500 ml samt Zubehör
oder 2 x 500 ml Gläser und 2 x 290 ml Weck-Gläser
großer Topf, in den alle Gläser reinpassen

(1) Die Pflaumen waschen, trocknen, längs halbieren und Stein entfernen. Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und so lange kochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zur Seite stellen. Die Gewürze bereit legen.
(2) Jetzt die Gläser vorbereiten. Mit heißem Spüliwasser gut auswaschen, mit heißem, klarem Wasser gründlich ausspülen. Die Gläser in den Herd stellen, auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten sowohl trocknen als eben auch sterilisieren. Dann die Gläser aus dem Ofen holen und auf einem Holzbrett lauwarm abkühlen lassen. Die Deckel und Gummiringe in einem Topf mit Wasser bedecken, einen Schluck Essig hinzu und einige Minuten kochen lassen. So sterben auch dort die Bakterien ab.
(3) Die Pflaumen eng in die Gläser schichten, zwischendurch je 1 Stück der Gewürze pro Glas geben. Zum Schluss die Gläser zur Hälfte bis zwei Drittel mit dem Zucker-Wasser-Sirup auffüllen. Die Glasdeckel und Gummiringe aus dem Wasser holen. Die Gummiringe auf den Glasdeckel ziehen, auf die Gläser setzen mit mindestens zwei gegenüber liegenden Metallklammern befestigen.
(4) In den großen Topf ein altes Küchentuch oder zwei Lagen Küchenkrepp legen. Die Gläser hineinstellen. Wenn der Inhalt der Gläser kalt ist, kaltes Wasser zugießen, wenn er lauwarm ist, lauwarmes Wasser. So viel Wasser zugießen bis die Gläser zu mindestens 3/4 im Wasser stehen. Deckel aufsetzen. Den Herd auf Stufe 4 von 6 stellen und sobald das Wasser kocht, 30 Minuten einkochen lassen. Dabei den Herd auf Stufe 2 von 6 zurück stellen.
Im Einkochautomaten: Wasser wie oben beschrieben und dann bei 90°C 30 Minuten einkochen lassen.
(5) Wenn die Zeit um ist, die Gläser aus dem Wasser holen und auf einem Holzbrett an einem zugfreien Ort vollständig abkühlen lassen. Die Metallklammern entfernen und durch Anheben am Deckel prüfen, ob der Einkochvorgang erfolgreich war. Wenn ja, beschriften und ab damit ins Vorratsregal. Wenn ein Glas offen geblieben sein sollte, schnell verbrauchen und im Kühlschrank aufbewahren oder nochmals einkochen.

Genießen!

Und bei noch mehr Informationsbedarf zum Thema „Einkochen“ einfach hier klicken!

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