Archiv für den Tag 22. November 2015

Laaangsamst geschmorte asiatische Rippchen

Der Slowcooker ist ja bekanntermaßen eine amerikanische Erfindung und wird dort auch schon seit Eeewigkeiten von vielen Haushalten genutzt, hat aber bei manchem noch ein altbackenes Hausfrauenimage. Dementsprechend viele Rezepte lassen sich im Netz aus dem amerikanischen Raum finden, leider viele mit komischen Fertigzutaten, die ich partout nicht in meinem Körper haben möchte. Aber mittlerweile bekennen sich auch schon etablierte Foodautoren, wie z.B. Mark Bittman von der New York Times dazu, einen Slowcooker zu besitzen (Hochzeitsgeschenk) und ihn sogar regelmäßig zu benutzen *g* Er nennt seinen liebevoll „Monster of Braising“, übersetzt „Schmormonster“ :-D Netterweise hat er auch ein paar Rezepte dazu veröffentlicht, von denen mich eins besonders anlachte.

Letztens kam ich mal wieder zum russischen Supermarkt, wo es gerade schöne Rippchen gab. An Rippchen traue ich mich ja erst langsam ran, ich habe es nicht so mit dem Abknabbern von Knochen, aber Knochen gibt ja bekanntlich noch mehr Geschmack. Also die mitgenommen mit dem groben Plan, sie im Slowcooker zuzubereiten, weil sie geschmort wirklich hervorragend schmecken sollen. Dann verschwanden sie allerdings erstmal in der Tiefkühltruhe. Und als ich dann das Rezept aus der New York Times las, wusste ich genau, was ich machen wollte.

Es ist wirklich einfach zuzubereiten und braucht dann, der für mich Riesenvorteil beim Slowcooker, keinerlei Beaufsichtigung mehr. Nach den 7 bis 8 Stunden kommt wunderbar zartes und gleichzeitig unglaublich würziges Fleisch aus dem Slowcooker. Ein Traum! Wer mag kann es am Knochen lassen und abknabbern, bei mir blieb es nur für’s Photo dran, zum Essen habe ich es vom Knochen gelöst und alles mit dem Reis und kurz gewoktem Sesam-Spitzkohl vermischt *g*

Und das hat alles so wunderbar zusammen gepasst, dass ich nur jedem empfehlen kann, diese Rippchen nachzuschmurgeln. Wer mehr Leute zu versorgen hat und einen 3,5 l Slowcooker besitzt, braucht die Zutatenmengen nur verdoppeln, die Garzeit bleibt gleich, vielleicht 1 Stündchen länger, weil der kleine Slowcooker mehr heizt.

Asiatische Rippchen aus dem Slowcooker

Zutaten für 2-3 Portionen:
700 g Schweinerippchen
1 große Frühlingszwiebel
1,5 Sternanis
1 0,5 cm dicke Scheibe Ingwer
1 TL Fünfgewürzpulver
1/2 TL Pul Biber (Chiliflocken)
2 EL flüssiger Honig
125 ml Sojasauce
1 TL Sesamöl

Slowcooker 1,5 l Inhalt
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 7-8 Stunden auf LOW

(1) Die Rippchen waschen, trocknen und in handliche Stücke zu je 2-3 Rippchen schneiden. In den Einsatz des Slowcookers legen. Die Frühlingszwiebel putzen, in Ringe schneiden und drüber streuen.
(2) Den Sternanis mit der Ingwerscheibe, Fünfgewürzepulver, Pul Biber (Chiliflocken), den Honig, Sojasauce und Sesamöl gut vermischen. Über die Rippchen in den Slowcooker gießen.
(3) Deckel drauf und 7-8 Stunden auf LOW schmurgeln lassen. Wenn möglich einmal nach der Hälfte der Zeit umrühren, damit die Rippchen gleichmäßig in der Marinade schmoren.
(4) Die Rippchen aus der Sauce nehmen und die Sauce, wenn gewünscht abseihen. Wer mag kann das Fleisch vor dem Servieren vom Knochen holen.

Zusammen mit Reis und gewoktem Gemüse servieren.

Genießen!

Quelle: Mark Bittman – Slow and Low is the Way to go

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