Borschtsch – Perfekt aus dem kleinen Slowcooker

Für Suppen repsektive Eintöpfe ist der Slowcooker ja prädestiniert. Und wenn jetzt nicht Suppenzeit ist, dann weiß ich auch nicht. Es ist kalt, es ist feucht draußen, die Kälte zieht einem sofort in die Knochen und der Wind kneift einen in Nasenspitze und Ohren. Da tut ein Eintopf, der mich von innen auftaut richtig gut.

Und der Osten Europas hat es einfach drauf, was Suppen angeht. Ob es die geliebte sonntägliche Fleischbrühe in Ungarn ist (oder alle anderen täglichen Suppen), Bigos aus Polen oder das ukrainische Borschtsch. Alles ziemlich ikonische Suppen, die es sich definitiv mal lohnt zu kosten.

Vom Crocky-Blog lachte mich letztens der Borschtsch, russisch „борщ“ – und sieht das nicht wunderhübsch aus?! – an. Nun habe ich die Suppe schon mal von einem aus Sibirien stammenden Russen gekocht, probieren dürfen und es war echt lecker, aber irgendwie auch aufwendig in die Zubereitung: Brühe aus Rindfleisch kochen, Kohl, Rote Bete und weitere Gemüse raspeln und extra anbraten, um es dann in der Brühe zu Ende garen zu lassen. Hach, hmm, och nö. Aber Gabis Variante klang vielversprechend und simpler in der Handhabung: Gemüse unten in den Slowcooker legen, Fleisch obenauf, gewürzte Brühe angießen und für einen halben Tag vergessen. Dann sollten Fleisch und Gemüse gar sein, aber wie immer beim Slowcooker beachten, dass das Wurzelgemüse wirklich klein gewürfelt wird, nur geviertelte Kartoffeln normaler Größe brauchen eeeeeewig bis sie gar sind. Bei mir war es jetzt sogar so, dass das Fleisch nach 10,5 Stunden zart war, die Würfelchen aus vorwiegend festkochenden Kartoffeln aber noch 1,5 Stunden brauchten. Verkehrte Slowcooker-Kochphysik!

Und die Suppe wird richtig köstlich! Zartes Fleisch, würziges Gemüse und den letzten Kick gibt es wirklich, wenn die Saure Sahne mit dem frischen Dill unter gerührt wird. Großartigst! Kann es nur jedem empfehlen, der wärmende, tröstende Suppen für usselige Tage braucht!

Borschtsch

Zutaten für 2-3 Portionen:
1 mittlerer Karotte
1 kleines Stück Knollensellerie
1 mittelgroße Kartoffel (vorwiegend festkochend)
2 kleine Rote Bete (roh oder vorgekocht)
1/4 Kopf Spitz- oder kleiner Weißkohl
1 Beinscheibe vom Rind (300-400 g)
1/2 Lorbeerblatt
2 Pfefferkörner
750 ml Rinderbrühe (oder Wasser)
2 TL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
1 TL Essig
1/2 TL Zucker

Zum Servieren:
Saure Sahne oder Schmand
gehackter Dill

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 11-12 Stunden auf LOW
Slowcooker: 1,5 l

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Kartoffel, Selleriestück und Möhre schälen und in kleine Würfel schneiden. In den Keramikeinsatz des Slowcookers geben Wenn rohe Rote Bete benutzt wird, diese auch schälen und in ebenso kleine Würfelchen schneiden und dazu geben. Den Kohl fein schneiden oder hobeln. Auf dem Gemüse verteilen. Die Beinscheibe darauf geben, Lorbeerblatt und Pfefferkörner mit in den Topf geben.
(2) Die Brühe (oder Wasser) mit dem Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Essig und Zucker gut verrühren und in den Slowcooker gießen. Deckel drauf und 11-12 Stunden auf LOW garen lassen bis das Gemüse durch ist. Wer vorgekochte Rote Bete nimmt, gibt sie 3 Stunden vor Kochzeitende mit in den Slowcooker geben. Wenn das Gemüse gar ist, die Beinscheibe rausnehmen, Fett und seltsames anderes Zeug abschneiden und würfeln. Zurück in die Suppe geben.
(3) Auf die Teller verteilen, einen Klecks Schmand und Dill drüber geben und servieren.

Genießen!

Quelle: Crocky-BlogAus dem Crockpot: Borschtsch

Ach, und seit vorsichtig bei den Pfefferkörnern, drauf beißen kann unangenehm sein ;-)

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4 thoughts on “Borschtsch – Perfekt aus dem kleinen Slowcooker

  1. Frau Tonari 6. März 2016 um 12:12 Reply

    Danke für das Rezept. Ich werde (ohne Kartoffeln) unbedingt demnächst nachkochen lassen. Hm, mir läuft das Wasser im Munde zusammen. Borscht aß ich erst einmal. In Moskau. Es war so, so lecker.

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  2. Gourmettatze 9. März 2016 um 15:59 Reply

    Das Rezept ist auch so ziemlich dem Gleich, was ich von meiner Mutter kenne. Ich muss dich nur korrigieren, denn Borschtsch ist kein ukrainisches Gericht, sondern eines aus der UDSSR. Das ist ein riesiger Unterschied :)

    liebe Grüße!

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  3. Frau Tonari 14. März 2016 um 19:35 Reply

    zum ersten Mal gekocht: борщ

    Neulich bei Anikó gelesen und danach sofort zum Nachkochen auf dem eigenen Schirm.  Naja, ehrlich gesagt, hatte ich eher die Zutaten auf dem Einkaufszettel und der beste Wunschgerichtezubereiter von allen  danach den Stress des Erstkochens. ;-) Wir sin…

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