Zufällig tauglich zu Karfreitag – Fisch im Bierteig

Karfreitag – hoher christlicher Feieretag, an dem traditionell Fisch gegessen wird, bloß kein Fleisch, von wegen Jesus ist für unser aller Sünden gestorben. Nun bin ich ja nordostdeutscher Heide und dementsprechend sind mir (und dem Rest der Mischpoke) religiöse Essensvorschriften ziemlich egal. Aber Frau Mama hatte ausversehen 2,5 kg Dorschfilet gekauft, von denen ein Großteil noch den elterlichen Tiefkühlschrank blockierte. Und Fisch hatte ich schon lange nicht mehr und ist ja auch gesund, nicht? Also vorgeschlagen, ob wir nicht Dorsch im Ausbackteig machen wollten und dazu Kartoffelsalat. Nun hatte ich noch keine Idee, was in so einen Teig in welchem Verhältnis rein kommt, aber die Eltern haben das „Fish-Basics“ von Cornelia Schinharl und Sebastian Dickhaut und darin fand sich ein schön einfaches Rezept für Bierteig.

Der Teig ist schnell zusammen gerührt und während er vor sich hin quillt, kann bequem der Fisch vorbereitet werden. Dabei ist wirklich wichtig, ihn in mundgerechte Stücke zu schneiden und nicht versuchen ganze Fischfilets auszubacken, weil diese beim Umdrehen sehr leicht auseinander brechen. So kleine Happen sind ideal! Der Fisch wird ganz kurz vorher mit Zitrone mariniert und etwas gesalzen und dann in den Teig gegeben. Aus dem Teig dann die Fischstückchen fischen und portionsweise im tiefen Öl ausbacken. Und das geht mal richtig fix, maximal fünf Minuten mit einmal umdrehen und schon kann man sie auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Klassiker dazu sind ja Pommes, wie bei den britischen Fish & Chips, aber auf soviel Arbeit hatte ich keine Lust, also bastelten Frau Mama und ich entspannt den Schwäbischen Kartoffel-Gurken-Salat mit Schmorzwiebeln. Passte wunderbar, knusprig-zarter Fisch mit leicht säuerlich-süßlichem Kartoffelsalat. Wird es wohl öfter geben! :-)

Fisch im Bierteig

Zutaten für 4 Portionen:
200 g Mehl
1/4 l Bier
1-2 Eier (Größe M)
800 g festfleischige Fischfilets (z.B. Kabeljau/Dorsch, Seelachs)
Saft 1/2 kleinen Zitrone
Salz

einen tiefen Topf
neutrales, hocherhitzbares Öl zum Ausbacken

(1) Das Mehl mit dem Bier und den Eier in einer größeren Schüssel mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. 30 Minuten zur Seite stellen und quellen lassen.
(2) Die Fischfilets waschen, trocknen, eventuell letzte Gräten entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit dem Zitronensaft und etwas Salz würzen. Alles in den gequollenen Teig geben. Einen Teller oder Schüssel mit Küchenkrepp auslegen. Ofen auf 50°C vorheizen.
(3) In einem tiefen Topf (Vorwarnung: es wird etwas spritzen.) das Öl (hier ca. 500 ml) erhitzen. Das Öl hat die richtige Temperatur, wenn an einem Holzstäbchen (oder Holzkochlöffel), der ins Öl gehalten wird, kleine Bläschen enthusiastisch aufsteigen. Portionsweise die Fischfiletstückchen in das heiße Öl geben und von einer Seite goldbraun braten, vorsichtig umdrehen und von der zweiten Seite ebenfalls goldbraun braten. Dabei die Temperatur auf mittel bis mittelhoch lassen. Die fertigen Stückchen mit einem Schaumlöffel aus dem Öl holen, gut abtropfen lassen und auf dem Küchenkrepp zwischenparken. Die Schüssel mit dem fertigen Fisch im Ofen warm halten. So nach und nach alle Fischstücken ausbacken. Dabei immer wieder neue Lagen Küchenkrepp benutzen.

Zusammen mit dem Kartoffelsalat oder Pommes servieren.

Genießen!

Quelle: Schinharl, C., Dickhaut, S. (2006): Fish-Basics. Gräfe und Unzer. München

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2 thoughts on “Zufällig tauglich zu Karfreitag – Fisch im Bierteig

  1. Anna C. 3. April 2016 um 15:19 Reply

    Sehr fein, so schmeckt Fisch einfach immer gut. Mir wenigstens.

    Gefällt mir

  2. Kirsten 3. April 2016 um 20:43 Reply

    Hört sich super-lecker an, tolle Kombination! Hm da bekomme ich auch gleich Lust drauf :-)

    Liebe Grüße,
    Kirsten

    Gefällt mir

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