Archiv für den Monat Juli 2016

Das schönere Wort für Aprikose – Marillen in Kuchenform

Marille – ach, ich liebe Euch Österreicher für Eure anderen Worte! Wie schnöde klingt dagegen „Aprikose“. Und wir stecken im Höhepunkt der Marillensaison! Im Ungarnurlaub konnte ich schon die frühen Sorten frisch vom Baum gegessen und auch hier in Göttingen sind die reifen, aromatischen Sorten im Supermarkt (egal ob deutsch oder russisch) angekommen. Es wäre ein Träumchen, wenn da die vermaledeite Fruktoseintoleranz nicht wäre. Aber manchmal kann man keine Rücksicht nehmen und ich muss einfach Marillen (und Pfirsiche und Kirschen und Melonen und Nektarinen …) essen. So sammelten sich letzte Woche in meinem Kühlschrank insgesamt über 2,5 kg Aprikosen. Das wäre sogar für jemanden, dessen Darm Fruktose toleriert eine Herausforderung. Aber ich hatte einen Plan!

Zum einen sollte Marillenröster entstehen, den ich für die kalte Jahreszeit eingeweckt habe. Und dann gelüstete mich nach Kuchen mit Marillen. Aber es sollte einfach sein, nicht zu komplziert, nicht aufwendig, kein Mürbeteig. Mürbeteig ist immer noch irgendwie mein kulinarischer Erzfeind. Fragt nicht. Die persönliche Kuchenfee Frau Kochschlampe konnte mir adhoc nicht weiterhelfen und so guckte ich bei der giftigeblonden, die regelmäßig backt und meist unkomplizierte Rezepte unters Volk bringt. Und natürlich wurde ich fündig, ein Marillenkuchen mit Mandelstreuseln sollte es werden. Denn im Vorratsschrank dümpelten noch 40 g gemahlene Mandeln rum, die sonst zu nix zu gebrauchen waren. Für die Streusel wurden nur 30 g benötigt, also habe ich die restlichen 10 g zum normalen Teig gegeben und dafür 10 g vom Mehl weggelassen (aber im Rezept der einfachheithalber nicht angegeben, weil es keinen Unterschied macht.)

Der Kuchen ist tatsächlich unkompliziert zuzubereiten: 2 Schüsseln, wenige, einfache Zutaten, eine Kuchenform. Streusel und Teig sind schnell zusammen gerührt, die Aprikosen vorzubereiten dauert auch nicht ewig. Und der Kuchen ist soo unglaublich köstlich! Mürbeste, knusprige Streusel unter denen schon fast marmeladeartig zerbackene Aprikosen auf einer angenehmen Teigschicht. Ein Träumchen von Kuchen! Unbedingt nachbacken, so lange es noch Aprikosen gibt!

Marillenkuchen mit Mandelstreuseln

Zutaten für eine 26er oder 28er Springform:

Für die Streusel:
75 g sehr weiche Butter
90 g Mehl
30 g geschälte, gemahlene Mandeln
60 g Zucker
1 TL Vanillezucker (hier selbstgemachter)

Für den Teig:
150 g Mehl
1 TL Backpulver
150 g weiche Butter
60 g Zucker
3 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
Abrieb einer Bio-Zitrone
4 Esslöffel Milch

ca. 700 g Aprikosen

Butter für die Form

(1) Die Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und zuerst mit einer Gabel, dann den Händen zu Streuseln verarbeiten. Die Schüssel im Kühlschrank lagern bis sie gebraucht werden und damit die Masse fester wird.
(2) Die Aprikosen waschen, trocken. Dann mit einem Messer halbieren, den Kern entfernen und je nach Größe eventuell die Hälften nochmal halbieren.
(3) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen (überstehendes Papier abschneiden) und den Rand dünn buttern.
(4) Das Mehl abwiegen in einem Schüsselchen und mit dem Backpulver gut vermischen.
(5) Die Butter mit den beiden Zuckersorten und Salz gut schaumig rühren. Nacheinander die beiden Eier unterrühren. Den Zitronenabrieb unterrühren. Abwechselnd die Mehlmischung und Milch portionsweise unterrühren bis ein homogener Teig entstanden ist. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen zäh.
(6) Den Teig glatt in der Springform verstreichen. Die Aprikosen gleichmäßig darauf verteilen. Die Streusel drüber streuen.
(7) Den Kuchen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 50 Minuten backen bis die Streusel goldbraun sind. Stäbchenprobe machen. In der Form abkühlen lassen.

Pur oder mit Sahne servieren.

Genießen!

Quelle: giftigeblondeMarillenkuchen mit Mandelstreuseln

Die Aprikose gehört zu den Rosengewächsen, wie auch die Erdbeere, aber im Gegensatz zur Sammelnussfrucht Erdbeere, sind Marillen Steinfrüchte, sprich ihr Samen ist von einem verholzten Kern umgeben. Und deswegen darf dieser Kuchen auch beim CXXII Blog-Event „Steinobst“ im Kochtopf mitspielen, der dieses Mal von der Apricot Lady Christina ausgetragen wird.

Blog-Event CXXII - Steinobst (Einsendeschluss 15. August 2016)

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Instagram is awesome! Probably my favourite social media tool! You can sneak into so many different lives and see how life works in other countries. I don’t just follow people from Germany, Austria or Hungary but also from across the big pond. And one lovely lady from Canada really liked my picture of this apricot cake with almond crumbles. So here, please, the recipe :-) I hope you like it! I really loved it: mellow but crunchy crumble and almost jamlike apricots.

Simple apricot cake with almond crumbles

Ingredients for one 26er oder 28er cm spring form:

For the crumbles:
75 g very soft butter
90 g all purpose flour
30 g blanched, grinded almonds
60 g granulated sugar
1 tsp vanilla sugar (here homemade)

For the dough:
150 g all purpose flour
1 tsp baking powder
150 g soft butter
60 g granulated sugar
3 tsp vanilla sugar
1 pinch of salt
2 eggs
zest of 1 lemon
4 tbsp milk

ca. 700 g apricots

butter for the spring form

(1) First make the crumbles. Put all ingredients in one bowl and knead them first with a fork then by hand to crumbs. Place in the fridge to firm them up.
(2) Wash and dry your apricots. Half and pit them. Set aside.
(3) Pre heat the oven to 180°C. Line the bottom of the spring form with parchment paper and butter the sides thinly.
(4) Mix flour and baking powder. Beat the butter with both sugars and salt fluffy. Beat in the eggs, one at a time and the lemon zest. Alternate mix in the flour and milk until the batter is homogenic. Don’t beat too much, the cake might get tough.
(5) Put the batter into the spring form and flatten. Put the halved apricots on top with skinside in the batter. Scatter the crumbles on top.
(6) Put it in the oven and let it bake for about 50 minutes until the crumbles are golden and the apricots bubbly.

Serve pure or with whipped cream.

Enjoy!

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Tudom, tudom! Magyarországon már vége ért a sárgabarack szezon. Sajnos, de ez a lehetetlen könnyű és fincsi sütit még meg kell mutatnom nektek. Omladozó és ropogós morzsák, a sárgabarackok majdnem lekváros. Ki kell próbálni nektek!

Egyszerű sárgabarack sütemény mandulás morzsával

Hozzávalók egy 26 vagy 28 cm nyitható süteményforma:

A morzsákra:
75 g nagyon puha vaj
90 g liszt
30 g őrölt mandula
60 g cukor
1 ek vaníliás cukor

A tésztához:
150 g liszt
1 tk sütőpor
150 g puha vaj
60 g cukor
3 tk vaniliás cukor
1 csipet só
2 tojás
1 citrom héja
4 ek tej

kb. 700 g sárgabarack

vaj a forma kikennezéshez

(1) A hozzávalók a mórzsákhoz egy villa segitségével össze dolgozuk. Hütöben tesszünk hogy keményebb legyen.
(2) A sárgabarackok mossuk, száritjuk és kettében vagjuk. A magok kiszedve férre tesszünk.
(3) A sütöt 180°C elö melegitünk. A forma aljában teszünk sütöpapírt és a vékonyan kennünk a szélék vajjal.
(4) A lisztet a sütöporral összekeverünk. A vajat a cukor és sóval habósra keverünk. A citromhéját alá keverünk. Egymás után jöhetnek a tojások. Felváltva a lisztkeverék és a tejet bele keverünk a meddigre sima tészta lesz belöle.
(5) A tésztát a formaban öntünk és simára kennünk. A felezett sárgabarackok héja lefelé beleteszünk. A morzsák átszóruk.
(7) A süteményt a közepére tesszünk a sütöben és kb. 50 percek sütünk meddigre a morzsák pirosarany szinü lesznek és a barackok motyognak.

Hagyunk lehülni és tálalunk igy ahogyvan vagy habos tejszinnel.

Jó étvágyatok!

Schnelles Alltagsessen – Spinat mit herzhaftem Armen Ritter

Wie gut, dass ich noch ein paar Tage Ruhe hatte nach meinem Urlaub mit der Familie bei der Familie in Ungarn. Irgendwie brauche ich dieses Mal etwas länger, um wieder in den Alltag zu finden. Im Urlaub sorgte die Tante für unser leibliches Wohl, hatte genau durchgeplant, wann was gekocht und gegessen wird, damit auch ja alle Lieblingsgerichte vom kleinen Bruder (also meinem Herrn Papa) dabei sind *g* Und so wurden wir auf’s vorzüglichste verwöhnt und ich brauchte mir keine Gedanken machen, was es wann gibt. Natürlich habe ich auch geholfen, wo es ging und die Tante mich ließ (für Tante bin ich gefühlt immer noch 5 Jahre alt und darf kein scharfes Messer anfassen *g*).

Aber jetzt bin ich wieder hier und muss mir alleine Gedanken machen, was ich essen will, was ich dafür einkaufen muss und es dann auch noch selbst kochen. So viel Arbeit ;-) Da es in Ungarn ziemlich viel Fleisch gab, ist mir momentan eher nach vegetarischen Hauptgerichten, aber schon irgendwie ungarisch angehaucht. So wirklich ganz bin ich noch nicht wieder hier angekommen, ein Teil scheint noch in Ungarn zu weilen. Und noch habe ich keine Lust auf exzessiv langes Kochen, schnell und einfach sollte es gehen. Da kommt mir zupass, dass ich bei Eszter von „Füszer és Lélek“ einen Beitrag über Spinat las und dass sie, genauso wie ich, schon immer ein – wie es im Ungarischen heißt – komischer Käfer war, der Spinat schon als Kind gerne mochte. Aber ich glaube das ist im Blog nicht zu übersehen, wenn ihr mal nach Spinatrezepten sucht *g* Jedenfalls erzählte sie davon, dass es in ungarischen Schulkantinen Spinatgemüse immer zusammen mit Armen Rittern gab und ich fand die Idee ganz bezaubernd. Selbst stellte sie dann noch ihr eigenes Rezept vor, das unglaublich simpel und schnell geht. Gekauft! Schnell den TK-Spinat und Ziegenfrischkäse gekauft und tatsächlich steht das gesamte Essen in weniger als 30 Minuten auf dem Tisch und das ganz ohne Hektik. Allerdings kam ich mit den Mengenangaben nicht so ganz hin, Eszter nutzt für vier Portionen 450 g Spinat, ich brauchte schon 400 g Spinat für zwei Portionen und ich bin kein allzu guter Esser. Die Armen Ritter sind nicht süß, keine Angst! Statt Zucker habe ich Paprikapulver in die Eimischung gegeben, immerhin ist dies ein ungarisches Essen *g*

Diese Variante weicht von der deutschen Tradition von Spinat mit Kartoffeln und Ei ab, ist aber nicht minder lecker und der herzhafte Arme Ritter passt hervorragend zum Spinat! Wird es ab sofort öfter geben!

Spinat mit herzhaftem Armen Ritter

Zutaten für 2 Portionen:
400 g TK-Blattspinat, unaufgetaut
1 EL Butter
100 g Ziegenfrischkäse (gerne auch mehr)
1-2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
2 Eier

Für die Armen Ritter:
2 Scheiben Weißbrot vom Vortag
1 Ei
3 EL Milch
Salz, Pfeffer
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1-2 TL Butterschmalz oder Öl

(1) Den Spinat in eine Pfanne geben und bei mittelhoher Hitze auftauen lassen. Öfter mal umrühren. Die Butter und Ziegenfrischkäse unterrühren. Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Einmal aufkochen lassen. Dann zwei Mulden in den Spinat machen und die Eier hinein schlagen. Einen passenden Deckel aufsetzen und das ganze bei mittlerer Hitze stocken lassen bis das Eiweiß gar ist.
(2) Zwischenzeitlich die herzhaften Armen Ritter zubereiten. Das Ei mit Milch und den Gewürzen in einem tiefen Teller verschlagen. Die Brotscheiben einlegen und sich von beiden Seiten mit der Mischun vollsaugen lassen. Das Butterschmalz oder Öl in einer Pfanne auf mittelhoher Flamme erhitzen. Die Brotscheiben einlegen und von beiden Seiten in einigen Minuten goldbraun braten.

Zusammen servieren.

Genießen!

Quelle: nach Füszer és LélekSpenótfözelék

#12von12 im Juli 2016

Für noch mehr Alltagsleben am 12. Juli einfach rüber zu Caro klicken.

Der 12. war ein Dienstag und genau mein Rückreisetag aus Ungarn. Er begann sehr sonnig und warm, für mich schon 5:15h.

Schnell noch den Reiseproviant fertig gemacht. Dazu gehörten zwei Pfirsiche von Onkels und Tantes Baum, bei denen ich inständig hoffte, dass sie die Reise überlebten (Spoiler: taten sie, aber die folgenden Tage nicht *g*):

Ich schmierte mir auch noch schnell drei Käse-Kifli auf die geräucherter Käse oder Salami kam:

Eine letzte Runde Verabschiedungsstreicheln beim besten Hund der Welt. Er ist nicht mehr der jüngste und ich hoffe, ich sehe ihn nächstes Jahr wieder!

Fertig und nur noch auf das eigene Taxi namens Lieblingscousin warten. Und dabei immer trauriger und wehmütiger werden…

Am Bahnhof in Tatabánya warteten der Cousin und ich dann auf meinen Zug…

Und im Zug ließen mich meine Nerven dann endlich eine Kleinigkeit essen:

Und dann hieß es sitzen und rausgucken und rausgucken und sitzen…

In München schnell zum nächsten Zug geeilt und weiter sitzen und rausgucken. Zum Glück kann man in leeren Zügen auch wunderbar ein Weilchen schlafen…

Nach insgesamt 12 Stunden unterwegs sein, kaufte ich am Bahnhof noch schnell etwas warmes zu essen und war dann endlich zu Hause.

Zur Entspannung gab es sexy Ewan McGregor im märchenhaften „Big Fish“ im TV:

Und weil ich dabei gepflegt auf dem Sofa weggepennt bin und nach einem kurzen Aufwachen nur ins Bett wankte, gibt es kein zwölftes Bild *g*

Gastbeitrag – Weizen-Roggen-Pizza mit Suho Miso und Ziegenkäse

Wie ihr sicher mitbekommen habt, urlaube ich derzeit in der ungarischen Heimat. Der zweite Teil des Urlaubs findet in einer sehr ruhigen Gegend Ungarns statt. Und damit wir uns richtig erholen können, gibt es hier nicht mal Internet – *kreischendundarmwedelndimKreisrenn* – nein, es ist alles in Ordnung. Ich werde mich noch gepflegter dem Nichtstun hingeben und einfach die Ruhe und Landschaft hier genießen :-)

Aber damit die geneigte Leserschaft nicht komplett ohne neue Kochideen auskommen muss, habe ich mir eine liebe Gästin ins Blog geholt: Sina vom „Giftige Blonde„-Blog. Und sie hat Euch eine wunderbare Pizza mitgebracht, ein bisschen anders, ein bisschen europäisch-exotisch, aber seht selbst!

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Die liebe Anikó urlaubt, was ich ihr auch von Herzen gönne!

Und da sie so lieb war, und mir während meines Urlaubs einen grandiosen Schokoladenkuchen auf den Blog Kaffeetisch gestellt hat, ist es nur recht und billig dass ich mich auch einbringe!

Pizza gibt’s andauernd, in jedem Blog (auch bei mir) tummeln sich Pizzen und Ähnliches. Allen gemeinsam ist, dass Pizza einfach ein unglaublich leckeres Essen ist, vielseitig einsetzbar, als kleiner Snack oder als vollständiges Abend- oder Mittagessen. Weiters gibt’s glaub ich kaum ein anderes Gericht, dass man so vielseitig abwandeln kann. Ich hab schon süße Pizzen gesehen, wobei das jetzt nicht meines wäre, aber das ist Geschmackssache. Naja Nudeln, Pasta sind auch so eine tolle Zutat die man in tausenden Variationen auftischen kann, von einfacher Pasta mit Olivenöl und Knoblauch, bis zu aufwendigen Saucen zb mit Ochsenschlepp Sugo,..ach das wisst Ihr eh selber.

Meine Pizza ist heute etwas anders, und zwar habe ich nicht nur Weizenmehl verwendet, sondern ca. ein Drittel mit Roggenmehl ersetzt. Schmeckt etwas herzhafter, was zu meinem Belag ganz hervorragend gepasst hast.

Aber hier kommt das Rezept, die Teigmenge ist ausreichend für ein Backblech, wenn der Teig eher dünn ausgerollt ist.

Weizen-Roggenpizza mit Suho Miso und Ziegenkäse

Zutaten:
400 g Mehl: 250 Weizenmehl – Rest Roggenmehl
8 g frische Germ (Hefe) oder die entsprechende Menge Trockenhefe
1 großzügiger Schuss guten Olivenöls
320 ml lauwarmes Wasser
Meersalz, wer mag gibt auch die obligatorische Prise Zucker hinzu, ich mache das nie

250 g ganze Tomaten aus der Dose (in der Saison frische verwenden)
2 Zehen geschälten Knoblauch
frisches Basilikum und Oregano (ersatzweise getrocknetes)
Frühlingszwiebel
Meersalz, etwas frisch gemahlener Pfeffer

Suho Miso ist Trockenfleisch, da gibt’s verschiedene Sorten, etwas durchzogenes oder ganz, ganz magerers, das kommt vom Filet. Ich kaufe das immer, wenn ich in irgendeinem ehemaligen Staat von Jugoslawien unterwegs bin, der Vorteil, das hält ewig lange, durch die lange Trocknung..wir lieben das sehr. Wenn Ihr mal die Möglichkeit habt, sowas zu kaufen, schlagt zu. Meines ist diesmal aus Slowenien gewesen.
eine Rolle Ziegenkäse
Oliven, ohne Kern
grob geriebener Emmentaler zum Bestreuen

Zubereitung:
Aus den Zutaten für den Teig einen geschmeidigen Hefeteig herstellen, das geht bei mir fix, ich werfe alle Zutaten zueinander und bearbeite das mit dem Knethaken vom Mixer, an manchen Tagen mach ich das auch händisch, je nach Stimmung.

Ich habe den Teig in der Früh gemacht und bis am Abend einfach in der Küche stehen gelassen, da war er super aufgegangen, ohne extra Wärmezufuhr.

Nun den Teig in Backblechgröße ausrollen, am besten auf einem Backpapier, damit man das dann gleich so aufs Blech packen kann.

Backofen auf 220° Grad Ober/Unterhitze vorheizen oder so wie bei mir möglich, einfach die Pizzabackstufe des Backofens wählen.

Die Tomaten mit den gehackten Kräutern und Knoblauch vermischen. Eventuell salzen und dann den Teig damit bestreichen.

Nun kommen die obigen Zutaten auf die Tomatensauce, abgeschlossen habe ich mit Emmentaler. Ich weiß schon dass Emmentaler nicht unbedingt zu den Käsesorten zählt die auf Pizza zu finden sind, aber ich mags..außerdem war da ja noch der Ziegenkäse…saugut sag ich Euch!

Jetzt in den Backofen mit der Pizza! Backzeit ist nicht so einfach genau zu sagen, der Teig braucht nur bissl dicker oder dünner ausgerollt werden, oder mehr Belag obendrauf, schon ändert sich diese. Faustregel: Der Teig sollte durch sein..gggg und der Käse schön knusprig.

Während unsere Pizza bäckt, mache ich immer Salat, wir lieben Salat zur Pizza (auch was ganz untypisches für eine halberte Italienerin,..aber was schmeckt wird gemacht), diesmal hatten wir Radieschensalat, die zweite Radieserlernte dieses Jahr vom Garten bekam so eine ihm zustehende Würdigung zu hausgemachter Pizza!

Wie immer bei Pizza gilt, wenn Euch mein Belag nicht zusagt, einfach das verwenden was man mag und daheim hat, und natürlich kann man Pizzateig auch ohne Roggenmehlzusatz machen.

Ich hoffe mein Rezept gefällt Euch!

Liebe Anikó, schöne Urlaubstage noch,..aja ich wäre im September wieder mal weg..solltest du Lust haben..du weißt schon..Gaaaaaaaastbeiträge ;-)

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Liebe Sina, vielen lieben Dank für dieses wunderbare Rezept! Die Idee mit dem Roggenmehl werde ich übernehmen und wenn ich Trockenfleisch bekomme, werde ich es testen :-) Ich hoffe, die geneigte Leserschaft wird dadurch animiert mal wieder eine Pizza selbst zu backen. Wie ihr seht, es ist überhaupt nicht schwierig und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, was schmeckt ist richtig :-)

Und gerne, schreibe ich Dir gerne was für Deinen Septemberurlaub, liebe Sina :-*

Kholodnyk – Kalte Rote Bete-Suppe aus der Ukraine

Wie offensichtlich zu schon einigen fußballerischen Großereignissen organisiert Peter aus seinem Kochtopf auch dieses Jahr ein Fußball-Kochfest der Blogs. Dort konnte man sich bewerben die Patenschaft für eine oder zwei Teilnehmernationen zu übernehmen und typische Alltagsküche zeigen.

Blogevent EuropaKochen 2016 - Wir kochen uns durch Europa

Auch wenn Ungarn dieses Jahr das erste Mal seit Jahrzehnten teilnahm, wollte ich nicht das offensichtliche nehmen, hatte aber sofort eine Idee für die Ukraine. Ich meine, wenn Osteuropa für eines während seiner heißen Sommer bekannt, dann doch wohl kalte Suppen! Und mit meinen halben ungarischen Genen liebe ich Suppen in allen Variationen … Im Buch „Mamoushka“ von Olia Hercules entdeckte ich eine herzhafte kalte Suppe mit Rote Bete. Sie las sich einfach, braucht aber ein bisschen Vorlaufzeit. Ich empfehle also den Wetterbericht im Auge zu behalten, damit ihr während der nächsten Hitzewelle des launigen mitteleuropäischen Sommers diese köstliche Suppe genießen könnt. Die Rote Bete muss vorher nämlich noch ein bisschen anfermentiert werden. Das hört sich jetzt wilder an, als es ist, es heißt nämlich nur, dass ihr die geschälte und halbierte frische Rote Bete zusammen mit Salz, Zucker und Wasser in eine Schüssel gebt und zwei Tage bei Zimmertemperatur stehen lasst. Der Rest der Suppe ist schnell in 20 Minuten gekocht und muss dann nur noch im Kühlschrank abkühlen. Ihr seht reichlich unaufwendig und perfekt bei Hitze …

Heraus kommt eine ernstlich köstliche, würzige und erfrischende Suppe! Ich befürchte, sie ist sogar ein bisschen gesund und wenn man Gemüsebrühe benutzt sogar vegetarisch bis vegan. Eine wirklich feine Suppe, die es mir angetan hat und die ich ins Sommerrepertoire aufnehmen werde!

Kholodnyk – Kalte Rote Bete-Suppe aus der Ukraine

Zutaten für 2-3 Portionen:
250 g rohe Rote Bete
750 ml Wasser
3/4 EL Salz
1/2 EL Zucker (oder Honig)

1/2 l Brühe (Gemüse- oder Huhn)
1 festkochende Kartoffel
Tafelmeerrettich aus dem Glas
(oder 10 g frischer)
Pfeffer

Zum Servieren:
1/4 Gurke
1-2 Frühlingszwiebel
50 g Radieschen (passen wunderbar)
einige Zweige Dill

Achtung: Zubereitung beginnt 2-3 Tage früher

(1) Die Rote Bete schälen und halbieren. In ein irdenes Gefäß geben, mit Salz und Zucker bestreuen, Wasser darüber gießen und 2 Tage bei Zimmertemperatur in der Küche leicht anfermentieren lassen.
(2) Die Rote Bete herausnehmen. 150 ml der Marinade abmessen und zusammen mit der Brühe in einen Topf geben. Die Rote Bete in dünne Scheiben schneiden und diese Scheiben dann in ca. 5 mm große Würfel. Zur der Brühe in den Topf geben, würzen und aufkochen lassen.
(3) Die Kartoffel schälen und in etwas größere Würfel schneiden als die Rote Bete. Wenn diese aufgekocht ist, die Kartoffel dazu geben und ca. 15 Minuten kochen bis die Kartoffeln und Rote Bete sind, die Bete aber noch etwas Biss hat. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und im Kühlschrank über Nacht durchkühlen lassen.
(4) Am nächsten Tag die Suppeneinlagen vorbereiten. Dafür Gurke, Radieschen und Frühlingszwiebeln putzen und in feine Würfel bzw. Ringe schneiden. Den Dill fein hacken.
(5) Den Meerrettich unter die kalte Suppe rühren mit den Einlagen bestreuen. Servieren.

Genießen!

Quelle: Hercules, O. (2015): Mamoushka – Recipes from Ukraine & beyond. Mitchell Beazley.

Ihr braucht noch mehr Abwechslung im Sommer? Bitte schön:

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