Gastbeitrag – Weizen-Roggen-Pizza mit Suho Miso und Ziegenkäse

Wie ihr sicher mitbekommen habt, urlaube ich derzeit in der ungarischen Heimat. Der zweite Teil des Urlaubs findet in einer sehr ruhigen Gegend Ungarns statt. Und damit wir uns richtig erholen können, gibt es hier nicht mal Internet – *kreischendundarmwedelndimKreisrenn* – nein, es ist alles in Ordnung. Ich werde mich noch gepflegter dem Nichtstun hingeben und einfach die Ruhe und Landschaft hier genießen :-)

Aber damit die geneigte Leserschaft nicht komplett ohne neue Kochideen auskommen muss, habe ich mir eine liebe Gästin ins Blog geholt: Sina vom „Giftige Blonde„-Blog. Und sie hat Euch eine wunderbare Pizza mitgebracht, ein bisschen anders, ein bisschen europäisch-exotisch, aber seht selbst!

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Die liebe Anikó urlaubt, was ich ihr auch von Herzen gönne!

Und da sie so lieb war, und mir während meines Urlaubs einen grandiosen Schokoladenkuchen auf den Blog Kaffeetisch gestellt hat, ist es nur recht und billig dass ich mich auch einbringe!

Pizza gibt’s andauernd, in jedem Blog (auch bei mir) tummeln sich Pizzen und Ähnliches. Allen gemeinsam ist, dass Pizza einfach ein unglaublich leckeres Essen ist, vielseitig einsetzbar, als kleiner Snack oder als vollständiges Abend- oder Mittagessen. Weiters gibt’s glaub ich kaum ein anderes Gericht, dass man so vielseitig abwandeln kann. Ich hab schon süße Pizzen gesehen, wobei das jetzt nicht meines wäre, aber das ist Geschmackssache. Naja Nudeln, Pasta sind auch so eine tolle Zutat die man in tausenden Variationen auftischen kann, von einfacher Pasta mit Olivenöl und Knoblauch, bis zu aufwendigen Saucen zb mit Ochsenschlepp Sugo,..ach das wisst Ihr eh selber.

Meine Pizza ist heute etwas anders, und zwar habe ich nicht nur Weizenmehl verwendet, sondern ca. ein Drittel mit Roggenmehl ersetzt. Schmeckt etwas herzhafter, was zu meinem Belag ganz hervorragend gepasst hast.

Aber hier kommt das Rezept, die Teigmenge ist ausreichend für ein Backblech, wenn der Teig eher dünn ausgerollt ist.

Weizen-Roggenpizza mit Suho Miso und Ziegenkäse

Zutaten:
400 g Mehl: 250 Weizenmehl – Rest Roggenmehl
8 g frische Germ (Hefe) oder die entsprechende Menge Trockenhefe
1 großzügiger Schuss guten Olivenöls
320 ml lauwarmes Wasser
Meersalz, wer mag gibt auch die obligatorische Prise Zucker hinzu, ich mache das nie

250 g ganze Tomaten aus der Dose (in der Saison frische verwenden)
2 Zehen geschälten Knoblauch
frisches Basilikum und Oregano (ersatzweise getrocknetes)
Frühlingszwiebel
Meersalz, etwas frisch gemahlener Pfeffer

Suho Miso ist Trockenfleisch, da gibt’s verschiedene Sorten, etwas durchzogenes oder ganz, ganz magerers, das kommt vom Filet. Ich kaufe das immer, wenn ich in irgendeinem ehemaligen Staat von Jugoslawien unterwegs bin, der Vorteil, das hält ewig lange, durch die lange Trocknung..wir lieben das sehr. Wenn Ihr mal die Möglichkeit habt, sowas zu kaufen, schlagt zu. Meines ist diesmal aus Slowenien gewesen.
eine Rolle Ziegenkäse
Oliven, ohne Kern
grob geriebener Emmentaler zum Bestreuen

Zubereitung:
Aus den Zutaten für den Teig einen geschmeidigen Hefeteig herstellen, das geht bei mir fix, ich werfe alle Zutaten zueinander und bearbeite das mit dem Knethaken vom Mixer, an manchen Tagen mach ich das auch händisch, je nach Stimmung.

Ich habe den Teig in der Früh gemacht und bis am Abend einfach in der Küche stehen gelassen, da war er super aufgegangen, ohne extra Wärmezufuhr.

Nun den Teig in Backblechgröße ausrollen, am besten auf einem Backpapier, damit man das dann gleich so aufs Blech packen kann.

Backofen auf 220° Grad Ober/Unterhitze vorheizen oder so wie bei mir möglich, einfach die Pizzabackstufe des Backofens wählen.

Die Tomaten mit den gehackten Kräutern und Knoblauch vermischen. Eventuell salzen und dann den Teig damit bestreichen.

Nun kommen die obigen Zutaten auf die Tomatensauce, abgeschlossen habe ich mit Emmentaler. Ich weiß schon dass Emmentaler nicht unbedingt zu den Käsesorten zählt die auf Pizza zu finden sind, aber ich mags..außerdem war da ja noch der Ziegenkäse…saugut sag ich Euch!

Jetzt in den Backofen mit der Pizza! Backzeit ist nicht so einfach genau zu sagen, der Teig braucht nur bissl dicker oder dünner ausgerollt werden, oder mehr Belag obendrauf, schon ändert sich diese. Faustregel: Der Teig sollte durch sein..gggg und der Käse schön knusprig.

Während unsere Pizza bäckt, mache ich immer Salat, wir lieben Salat zur Pizza (auch was ganz untypisches für eine halberte Italienerin,..aber was schmeckt wird gemacht), diesmal hatten wir Radieschensalat, die zweite Radieserlernte dieses Jahr vom Garten bekam so eine ihm zustehende Würdigung zu hausgemachter Pizza!

Wie immer bei Pizza gilt, wenn Euch mein Belag nicht zusagt, einfach das verwenden was man mag und daheim hat, und natürlich kann man Pizzateig auch ohne Roggenmehlzusatz machen.

Ich hoffe mein Rezept gefällt Euch!

Liebe Anikó, schöne Urlaubstage noch,..aja ich wäre im September wieder mal weg..solltest du Lust haben..du weißt schon..Gaaaaaaaastbeiträge ;-)

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Liebe Sina, vielen lieben Dank für dieses wunderbare Rezept! Die Idee mit dem Roggenmehl werde ich übernehmen und wenn ich Trockenfleisch bekomme, werde ich es testen :-) Ich hoffe, die geneigte Leserschaft wird dadurch animiert mal wieder eine Pizza selbst zu backen. Wie ihr seht, es ist überhaupt nicht schwierig und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, was schmeckt ist richtig :-)

Und gerne, schreibe ich Dir gerne was für Deinen Septemberurlaub, liebe Sina :-*

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3 thoughts on “Gastbeitrag – Weizen-Roggen-Pizza mit Suho Miso und Ziegenkäse

  1. marco 6. Juli 2016 um 12:57 Reply

    Au ja, da werde ich in jedem Fall dazu animiert, mal wieder eine Pizza zu backen! Sieht extrem lecker aus! Ich dachte bei Lesen des Titels ja zunächst an eine verrückte Fusion zwischen Bella Italia und japanischer Miso-Paste ;) Schwierig wird es wohl das Suho Miso hier aufzutreiben. Ich muss wohl Urlaub in der Region machen ;)

    Gefällt 1 Person

    • giftigeblonde 13. Juli 2016 um 16:37 Reply

      Hallo Marco, sogar ich in A bekomme Suho MIso, wobei ich es hier noch nicht gekauft habe, sondern immer aus dem Balkan exportiere. Ähnlich schmeckt auf alle Fälle alles was getrocknetes, sehr hartes Fleisch ist. Aber Miso Paste könnt ich auch mal auf Pizza backen..hhee..als halberte Italienerin darf ich das!
      lg. Sina – die giftigeblonde

      Gefällt mir

    • giftigeblonde 13. Juli 2016 um 16:39 Reply

      aber den Balkan zu bereisen ist eine hervorragende Idee!

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