Lasagne aus geröstetem Butternutkürbis

Gefühlt komme ich erst langsam im Winter und der Weihnachtszeit an. Und irgendwie habe ich den Herbst übersprungen. Die warmen Tage im September waren da auch nicht sonderlich hilfreich. Geht das noch jemandem so? Jedenfalls habe ich kaum Kürbis gegessen bis jetzt und so lungern immer noch ein paar in meiner Wohnung rum und harren ihrer Verwendung. Oder gibt es eine Regel, dass ab Dezember kein Kürbis mehr gegessen werden darf? ;-)

Mein Lieblingskürbis ist eindeutig der Butternut, noch vor dem Hokkaido, der mir manchmal zu mehlig wird. Und so wird jede Chance genutzt, solch einen Kürbis käuflich zu erstehen. Aber was damit anstellen? Geröstet sind Kürbisse ja schon ein Träumchen und irgendwie von dort weiter kommen. Sättigend soll es sein, also schnell nach Nudelvarianten mit geröstetem Kürbis gesucht. Die von der BBC Good Food-Seite sprach mich sehr an. Mit Salbei. Ein Klassiker zum Kürbis. Okay, der Großteil der Zutaten war nicht da, weder Creme fraiche noch Ricotta, aber ich bin ja meist andersweitig ausgestattet und so wurden die beiden Zutaten durch Frischkäse und Hüttenkäse ersetzt. Funktionierte tadellos!

Ja, das ist kein Schnell-ich-habe-JETZT-Hunger-Essen, sondern eher was für den gemütlichen Sonntag, aber es lohnt sich wirklich! Cremige Lasagne mit einer netten süß-würzigen Note durch den Kürbis und den Salbei. Sie lässt sich auch hervorragend portionsweise einfrieren und wieder aufwärmen, falls man mal vergessen haben sollte einzukaufen :-)

Lasagne aus geröstetem Butternutkürbis

Zutaten für 2-3 Portionen:
500 g Butternutkürbis mit Schale
100 g Frischkäse (oder Creme fraiche)
2 EL Milch
4 EL geriebener Parmesan
200 g Hüttenkäse (oder Ricotta)
8-10 Blätter Salbei
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
1 Prise Pul Biber (Chiliflocken)
6 Lasagneblätter
Schluck Olivenöl

(1) Als erstes den Butternutkürbis in Viertel schneiden und in eine Auflaufform setzen. In den kalten Ofen geben, auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen und etwa 50 Minuten rösten lasen bis das Kürbisfleisch weich ist.
(2) Den Frischkäse mit der Hälfte vom Parmesan und der Milch mischen und zur Seite stellen. Den Salbei bis auf 4 Blätter fein hacken. In einer größeren Schüssel den Hüttenkäse mit dem übrigen Parmesan und feingehacktem Salbei mischen.
(3) Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und salzen. Die Lasagneblätter portionsweise ca. 5 Minuten vorkochen und auf einem sauberen Küchenhandtuch lagern.
(4) Eine Auflaufform dünn mit Olivenöl ausfetten.
(5) Den Kürbis aus dem Ofen holen. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze hochstellen. Den Kürbis vorsichtig unter die Ricotta-Mischung mischen. Es muss keine glatte Masse sein, es dürfen ruhig noch Stückchen drin sein. Mit Salz, Pfeffer, Pul biber und Muskatnuss würzen.
(6) Nun die Lasagne zusammen stellen. Eine dünne Schicht der Frischkäsecreme auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Darauf 2-3 Lasagneblätter und ein Drittel der Kürbis-Hüttenkäse-Mischung verteilen. In der Reihenfolge weiter gehen bis die Hüttenkäse-Kürbis-Mischung verbraucht ist, aber unbedingt noch einen Rest der Frischkäsecreme aufbewahren, der auf die oberste Lasagneschicht gestrichen wird. Die ganzen Salbeiblätter darauf legen mit ein wenig Olivenöl besprenkeln.
(7) Auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und ca. 25 Minuten backen bis es am Rand blubbert und goldbraun ist.

Etwas abkühlen lassen und mit frischem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach „Squash, ricotta and sage pasta bake“ von BBC Good Food

Advertisements

Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , ,

3 Kommentare zu “Lasagne aus geröstetem Butternutkürbis

  1. Kirsten 11. Dezember 2016 um 19:54 Reply

    Liebe Anikó,

    oh ja, Kürbislasagne liebe ich auch sehr, hört sich toll an! Ich habe zwar zum Glück schon ziemlich viel Kürbis gegessen diese Saison, denn meine Gemüsekiste versorgt mich für gewöhnlich von September bis in den Februar damit – trotzdem ist es mir nie zu viel. Ich mag auch Butternut am liebsten und habe dieses Jahr auch den Muskatkürbis für mich entdeckt. Den muss man zwar schälen, aber er schmeckt so schön aromatisch! Hokkaido kommt mittlerweile erst auf Platz 3 bei mir, finde ihn auch schnell mal zu mehlig ;-)

    Liebe Grüße,
    Kirsten

    Gefällt 1 Person

  2. evchenkocht 11. Dezember 2016 um 20:28 Reply

    Hallo Anikó,
    dein Rezept klingt sehr lecker. Genau so ein schönes Wohlfühlessen braucht man jetzt gerade :-). Tatsächlich habe ich eigentlich meistens zum Hokkaido gegriffen – aber ich werde wohl jetzt auch mal öfter andere Sorten testen!
    Liebe Grüße,
    Eva

    Gefällt 1 Person

  3. Anja 11. Dezember 2016 um 21:50 Reply

    Na das hört sich ja mal wieder super gut an!….Danke für dieses Rezept! Meine Lieben kommen morgen aus ihrem wellnessurlaub südtirol zurück und da werde ich sie erst mal gut bekochen :D ;)…Also einen schönen Abend noch und liebe Grüße! Anja

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: