Herbst auf Rügen – Grenzentesten: Im Sturm nach Prora

Der Sturm, der sich am Vortag ankündigte, brach über Nacht mit voller Wucht herein. Interessanterweise kam der Wind nicht aus Westen, wie es sonst der Fall ist, nein, das Tief näherte sich von Osten und drückte dementsprechend das Wasser Richtung Strand.

Aber kleine Hunde hatten viel Spaß in den Wellen, die am Strand ausrollten:

Das Wellenschauspiel an der Seebrücke war beeindruckend.

Blick auf die Seebrücke von der Promenade aus.

Und man musste aufpassen, nicht von unten nass zu werden, wenn eine Welle an den Brückenpfählen gebrochen wurde.

Die Strandkorbbesitzer gaben sich noch alle Mühe ihre Strandkörbe am oberen Ende des Strandes in Sicherheit zu bringen, aber einige waren offensichtlich nicht weit genug weg vom Wasser:

Nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Westen Richtung Prora. Ja genau. Schon wieder wandern *g* Austesten, wie weit mein Körper es schafft, wo die Grenze wirklich ist.

So spazierten wir mal am Strand, mal auf der Promenade. Im schönsten Sonnenschein, bei starkem Wind und rauschenden Wellen.

Und Möwis sind ja immer sehr goldig. Ich fände es ja spannend zu wissen, warum sie am Strand so nah am Auslaufbereich der Wellen rumstanden.

Nach einigen Kilometern erreichten wir Prora, das ein Teil der Gemeinde Binz ist. Prora ist vor allem wegen des Urlaubskomplex‘ bekannt, der zwischen 1936 und 1939 gebaut wurde durch die nationalsozialistische „Kraft durch Freude“-Organisation. Er sollte es bis zu 20.000 Menschen gleichzeitig ermöglichen dort zu urlauben. Allerdings wurde der Bau nicht beendet.

Erst nach dem Krieg um 1950 wurde die Anlage weiter aus- und umgebaut und dadurch zur größten Kasernenanlage der DDR. Im selben Atemzug wurde das gesamte Gebiet dort zur militärischen Sperrzone.

Ich war 1996 auf einem Schulausflug mal dort und es sah wirklich ernstlich trostlos aus damals. Aber der Strand und der Blick auf’s Wasser – der Hammer!

Seit einigen Jahren haben auch Investoren das Potential dieser Lage erkannt und die Objekte sind alle (?) verkauft. Einige Bereiche wurden zu Ferienappartements umgebaut, es gibt ein Hotel, eine Jugendherberge und es wird noch weiter gebaut. In einem alten Teil ist auch ein DDR-Museum untergebracht, in dem wir uns ausruhten bzw. ich meine Beine und eine Kleinigkeit aßen.

Es ist klar, dass das alles, was sich dort momentan ändert, nicht jedem gefällt *g*

Frau Kochschlampe hühnerte nachmittags noch weiter am Strand rum, während ich mich mit lahmen Beinen Richtung Bushaltestelle schleppte und den nächsten Bus nach Binz nahm. Zurück in der Ferienwohnung fiel ich auf dem Sofa erstmal in komatösen Schlaf.

Warum das Ausruhen wirklich notwendig war, könnt ihr dann morgen hier lesen!

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2 thoughts on “Herbst auf Rügen – Grenzentesten: Im Sturm nach Prora

  1. zuckererbse 13. Januar 2017 um 13:37 Reply

    Es ist sooo schön, deine Beiträge zu lesen. :-) Mein Urlaub in Binz ist zwar schon ein bisschen her, aber wenn du es beschreibst, erlebe ich deine Ausflüge richtiggehend mit. Inklusive zerzausten Haaren und Meeresduft in der Nase.

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    • Anikó 13. Januar 2017 um 13:41 Reply

      Oh, danke schön! Das ist ein echt schönes Kompliment! So ein bisschen hoffe ich ja auf diesen Effekt bei Euch Lesern 😊

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