Archiv für den Monat Juli 2017

Ungarn 2016: Home sweet home in Nagysáp (Dorfedition)

Es ist Sommer! Ferienzeit und alle Welt fährt in den wohlverdienten Sommerurlaub! Wenn ich schon nicht wegfahren kann/will im Hochsommer, möchte ich Euch diese Woche wenigstens jeden Tag in den Urlaub mitnehmen. Wohin? Nach Ungarn natürlich! Das Ziel meiner Ferien seit ich auf der Welt bin, einfach weil die Hälfte meiner Familie dort lebt. Die kommende Woche zeige ich Euch jeden Tag einen Teil unseres letzten Sommerurlaubs als Familie bei der Familie und in einem wunderschön gemütlichen Ferienhaus etwas weiter weg. Kommt mit und genießt ein bisschen Ungarn abseits des Klischees von Budapest und Plattensee.

Als erstes ist natürlich unser Heimatdorf Nagysáp dran. Dort wurde mein Vater geboren, meine Großeltern lebten dort, zwei Tanten samt Gatten und eine Cousine mit Familie sind immer noch sesshaft in dem mitteltransdanubischen 1500 Seelen Ort. Ich liebe es einfach! Ich kenne so ziemlich jede Ecke dort, weiß den Busplan auswendig und es ist pure Erholung für mich, weil mein Kopf nicht mehr nachdenken muss, wenn er irgendwo hin will, sondern die Beine einfach losgehen.

Auch Außenwohnzimmer lassen sich bei uns finden, einfach am Dorfrand bei den Weinbergen gucken.

Wie in jedem anständigen Dorf gibt es zwei Kirchen, die protestantische und die katholische. Unterscheiden kann man sie, weil die protestantischen entweder eine güldene Kugel oder Hahn auf dem Kirchturm haben, die katholischen dagegen ein Kreuz. Dies ist Kirche in der Dorfmitte, die meine Tante regelmäßig aufsucht. (Jetzt weiß die geneigte Leserschaft auch, welcher Konfession der ungarische Teil der Familie angehört.)

Auch zur blauen Stunde hat die Hauptstraße des Dorfes (diesmal mit protestantischer Kirche) ihren Reiz.

In diesem Haus haben meine Großeltern gelebt und es hängen unglaublich viele schöne Erinnerungen dran. Wenn ich mal ein Haus bauen sollte, dann wird es so eins, nur mit einigen Verbesserungen, z.B. Toilette im Haus. Wir mussten ja damals immer noch ans Ende des Hofes zum Plumpsklo *g*

Mit dem besten Hund des Welt, Herrn Lehmann gehen wir oft spazieren…

… meist Strecken, auf denen wenig andere Hunde zu finden sind. Herr Lehmann ist entspannt bei anderen Hunden, nur die anderen Hunde können manchmal ausflippen. Und ich will nicht zwischen zwei in sich verbissene Hunde gehen müssen. Also laufen wir Richtung Weinberg und stiefeln meist neben Onkels Weinkeller den Berg hoch.

Und werden mit dem zauberhaften Blick übers Dorf belohnt. *hachz* *seufz*

Ums Dorf herum wird viel Landwirtschaft betrieben: Getreide (nee, ich kann die immer noch nicht auseinanderhalten.), …

und Sonnenblumen waren letztes Jahr an der Reihe.

Onkel und Tante hatten letztes Jahr auch ein paar Puten, die sie aufzogen. Die waren so niedlich, weil sie einem immer hinterhergelaufen kamen, wenn man den Hühnerhof betrat *g*

Morgen nehme ich Euch zu einem schönen Ausflugsziel mit, das auch gut von Budapest aus zu erreichen kann. Seid gespannt!

Sättigender, aber frischer Pastasalat für warme Sommertage

Ich kann mich über den Sommer momentan nicht beschweren! Meist sind die Temperaturen in einem für mich angenehmen Bereich, die Sonne scheint für mein Empfinden und die Pflänzken auf dem Balkon ausreichend und die große Hitze beschränkte sich auf nur wenige Tage bisher, die ich bei geschlossenen Fenstern gut überstanden habe.

Trotzdem so einige Tage waren dabei, die sich als körperlich anstrengend herausstellten. Und da braucht es Gerichte, bei deren Zubereitung sich das Gehirn nicht sonderlich anstrengen muss, was also schon fast unterbewusst abläuft. Zusätzliche Erschwernis – es muss sättigend sein, also Joghurt mit TK-Blaubeeren vermischen zählt nicht, weil mir erstens den ganzen Nachmittag schlecht wäre, ob es süßen Mittags und ich zweitens nach 45 Minuten wieder Hunger hätte.

Dieser Spaghettisalat, dessen Rezept von Susi ersonnen wurde, ist schon seit gut 10 Jahren im Familienrepertoire und wird immer wieder gerne zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten serviert. Im Sommer eignet er sich als sättigendes, lauwarmes Mittagessen oder zum Grillen. Es gab ihn bei uns aber auch schon als Salat auf dem Silvester-Buffet oder ich habe ihn zu Geburtstagssausen mitgebracht. Und immer kam er gut an, weil er durch das zitronige Dressing sehr frisch schmeckt, die Tomätchen bringen die richtige Säure, der kurz vor dem Servieren untergerührte Rucola ist knackig und pfeffrig zugleich. Gleichzeitig ist der Nudelalat durch den Lachsschinken angenehm herzhaft. Eine wirklich schöne Kombination, die ich jedem ans Herz legen kann!

Frischer, sättigender Spaghettisalat

Zutaten für 4 Portionen:
300 g Spaghetti
2 Frühlingszwiebeln
125 g Mozzarella, auseinander zupfen
100 g Räucherlachsschinken, gezupft
250 g Cherry-Tomaten, halbiert
150 g Rucola, grob geschnitten
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Zucker
6 EL Olivenöl

(1) Die Spaghetti in Drittel brechen und nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen.
(2) Währenddessen die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Scheiben schneiden und das Dressing zubereiten. Dazu den Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und Zucker vermischen bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben. Dann unter ständigem Rühren das Olivenöl einrühren bis ein homogenes Dressing entsteht. Unter die abgegossenen, noch heißen Spaghetti die Frühlingszwiebeln und das Dressing geben. Abkühlen lassen bis es lauwarm ist.
(3) Sowohl den Räucherlachsschinken als auch den Mozzarella in die Pasta hinein zupfen. Zwischendurch öfter umrühren, damit der Käse und Schinken sich verteilen. Die Tomaten halbieren, hinein geben. Den Rucola grob zerschneiden und ebenfalls dazu geben. Gut durchmischen und sofort noch lauwarm servieren.

Anmerkung: Kalte Reste können am nächsten Tag für eine halbe Minute in der Mikrowelle aufgewärmt werden.

Genießen!

Chutney aus unreifen, grünen Tomaten und Äpfeln

Geschrieben im August 2016 *ähem*:

Letztens war ich ja für ein paar Tage in der Ostseeheimat. Und den Sonntag haben wir es tatsächlich geschafft ganz gemütlich und ruhig im Schrebergarten zu verbringen. Frau Mama hat nach Jahren wieder einen Versuch mit Tomaten im Garten gestartet, eine Sorte, die wohl extra für Alaska gezüchtet wurde, mit seinen widrigen Tomatenbedingungen. Leider hat dann doch die Braunfäule bei uns zugeschlagen und die Pflanzen waren nicht zu retten. Wir haben offensichtlich schlechtere klimatische Bedingungen in unserem Schrebergarten als in Alaska ;-) Jedenfalls waren aber viele schöne Tomaten an den drei Pflanzen, nur eben noch grün. Aber ich wollte die jetzt nicht umkommen lassen. Schließlich habe ich schon mal unreife grüne Tomaten ausgebacken. Und das war sehr lecker und hat mich nicht umgebracht *g* Also flugs alle Tomaten geerntet, Restpflanzen im Müll entsorgt und die 2,2 kg Tomaten mit dem Zug nach Hause transportiert.

Dann ging die Recherche los. Was mache ich jetzt damit? Chutney wäre ja mal wieder was und ich würde fündig bei David Lebovitz, dessen Variante mit Äpfeln, Rosinen und Ingwer sich gut anhörte. Und auch einfach zu machen ist: Sachen klein schnippeln, mit restlichen Zutaten in einem Topf vermischen und kochen. Zum Schluss nur noch abfüllen. Da Mr. Lebovitz meinte, es hielte sich nur ca. 4 Wochen im Kühlschrank, habe ich es noch 30 Minuten eingeweckt. So schnell kriege ich 1,5 l doch nicht weg und meine Lieblingsmenschen, denen ich das gerne schenken möchte, wohnen zu weit weg für einen spontanen Chutneyschenkbesuch.

Was das tolle an grünen Tomaten ist, sie müssen nicht extra gehäutet werden. Die Haut löst sich auch beim Chutneykochen nicht ab und man hat somit keine Hautfetzen in dem superaromatischen Chutney. Allerdings ein Tipp noch, wenn ihr es an einem warmen Tag zubereitet, schließt alle Fenster und Türen, schmeißt sofort die Abfälle weg und wascht die benutzten Utensilien schnellstens ab, sonst habt ihr eine Fruchtfliegeninvasion der Extraklasse in Eurer Wohnung. Ich spreche aus Erfahrung *seufz*

Also, wenn Eure Tomaten vor dem kalten Herbst nicht mehr richtig reif werden, das hier ist eine wunderbare Verwendungsmöglichkeit!

Chutney aus Grünen Tomaten und Äpfeln

Zutaten für ca. 1,5 l:
850 g grüne Tomaten
2 feste Äpfel
100 g Schalotten
1/2 frische Chili (gerne auch mehr)
(oder 1-2 getrocknete Chilis, entkernt, zerkrümelt)
65 g kandierter Ingwer
250 ml Apfelessig
160 g goldene Rosinen
180 g brauner Zucker
1 EL Senfsaat
1 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL gemahlener Piment
1 Bio-Orange, Schale

(1) Das Gemüse und Obst vorbereiten. Die Tomaten waschen, trocknen und in mittelgrobe Würfel schneiden. Die Äpfel wahlweise schälen oder nicht, Kerngehäuse entfernen und ebenso groß schneiden wie die Tomaten. Die Schalotten häuten, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Chili halbieren, Kerne und Häutchen entfernen und fein würfeln. Den kandierten Ingwer aus der Flüssigkeit nehmen und hacken. Die Schale von der Orange fein abreiben.
(2) Das vorbereitete Gemüse mit den restlichen Zutaten in einem großen Topf (hier 5l Inhalt) mischen. Auf dem Herd bei höherer Hitze zum Kochen bringen, auf mittlere Hitze runter schalten und offen etwa 45 Minuten kochen bis die Konsistenz an Marmelade erinnert. Dabei öfter mal umrühren, damit es nicht am Topfboden ansetzt.
(3) Die Gläser wie im Beitrag über das Einkochen beschrieben vorbereiten. Das Chutney entweder warm oder nach dem Abkühlen einfüllen. In einen großen Topf stellen, mit entsprechend kaltem oder warmem Wasser auffüllen (kaltes Chutney = kaltes Wasser) bis das größte Glas zu mindestens 3/4 im Wasser steht. Den Herd auf mittelhohe Hitze stellen, wenn das Wasser beginnt zu kochen, 30 Minuten einkochen lassen. Sobald die Zeit abgelaufen ist, die Gläser aus dem Wasser holen und auf einem Holzbrett o.ä. vollständig auskühlen lassen. (Nicht auf Glasunterlage o.ä. stellen, durch die Temperaturunterschiede könnten die Gläser springen) Die Klammern von den Weck-Gläsern abnehmen und Probe machen, ob die Deckel halten.

Eins sofort öffnen zum Kosten, die anderen an einem möglichst kühlen, dunklen Platz aufbewahren.

Genießen!

Quelle: David LebovitzGreen Tomato-Apple Chuntey

Pabuçaki – Gefüllte Zucchini mit Käsekruste auf türkische Art

Wer hat einen Garten sein Eigen nennt und auch nur eine Zucchinipflanze setzte, kennt das Problem der Zucchinischwemme. Erst kommt lange Zeit nichts, leichte Ungeduld macht sich breit, dann die ersten männlichen Blüten, bei denen man etwas genervt denkt „Das wird ja nie was!“ und plötzlich wirft die eine Pflanzen Früchte en masse ab. Und wenn man mal 12 Stunden nicht hingeguckt hat, entwickelt sich eine unsichtbar kleine Zucchini zu einer wahren Herkuleskeule. Und damit Eure Zucchiniernte ein bisschen besser verwertet wird, eignet sich dieses Rezept wunderbar!

Gefunden hatte ich es im Buch „Türkei vegetarisch„, über das ich bei anderer Gelegenheit nochmal ein paar Worte verlieren sollte. Einfach weil es ein so tolles Buch ist! Aber zurück zum Rezept, die Zubereitung ist denkbar einfach und unaufwendig. Ihr braucht auch nicht viele Zutaten: Käse, Kräuter und ein paar Nüsschen. Die Füllung ist innerhalb einer Viertelstunde fertig und in den Zucchinihälften verteilt, den Rest erledigt der Ofen.

Und es ist eine verdammt gute Kombination, die die türkische Küche da hervorgebracht hat! Milde Zucchini mit würzig-cremiger Füllung, die durch die Walnüsse reichhaltig ist. Und der Käse oben drauf! Warmer, zerlaufener Käse macht doch alles besser, oder? :-D Ich mochte die Zucchini wirklich sehr und kann nur jedem raten, sie dringend nachzumachen!

Gefüllte Zucchini mit Käsekruste auf türkische Art

Zutaten für 2 Portionen:
2 runde Zucchini
100-125 g Feta
2 Stengel Petersilie
4 Stengel Dill
1  Stengel Minze
1 handvoll Walnüsse
1 Prise Muskatnuss
Pfeffer
1-1,5 EL Olivenöl
1 handvoll geriebener Käse (z.B. Emmentaler)

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine flache Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Zucchini waschen, trocken. Die Zucchini quer halbieren, von runden Seiten ein bisschen was abschneiden, damit die Hälften sicher stehen. Mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch bis auf 1 cm Rand aushöhlen. Die Hälfte des Fruchtfleisches klein hacken.
(3) Für die Füllung die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken. Die Walnüsse grob hacken. Den Feta mit einer Gabel in einer Schüssel zerdrücken. Kräuter, Fruchtfleisch und Walnüsse dazu geben, gut verrühren. Mit Muskatnuss und Pfeffer würzen.
(4) Die Zucchinihälften mit der Kräuter-Käse-Mischung füllen, in die Auflaufform setzen und dem Olivenöl beträufeln. 35-40 Minuten auf mittlerer Schiene garen.
(5) Nach der Zeit die Form kurz rausholen, den geriebenen Käse über die Zucchini streuen und nochmals 10 Minuten im Ofen backen bis die Oberfläche goldbraun ist und die Zucchini weich sind.

Zu frischem Weißbrot/Pide/Fladenbrot servieren.

Genießen!

Quelle: Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 135

Pasta mit Mangold-Senf-Sauce

Ich liebe meinen kleinen Balkongarten. Mittlerweile mogeln sich auch einfach hübsche Blümchen dazu, aber trotzdem ist der Gemüseanteil nicht zu unterschätzen. Was sich als einfach und ertragreich herausstellte im Anbau, war Mangold. Der funktioniert 1a im Balkonkasten. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt! Und irgendwann hat man wunderhübsche Mangoldblätter, die geerntet und verbraucht werden wollen.

Nur für was? Pasta stand lange nicht mehr auf dem Tisch und die Mangold-Senf-Sauce, die seit ewigen Zeiten in meinem Repertoire ist, hatte ich auch ewig nicht. Geritzt! Und die Sauce ist so einfach zu machen und dabei so köstlich! Auch ein perfektes Arbeitnehmergericht, weil die Sauce parallel zu den kochenden Nudeln gemacht werden kann. Wer nicht genau weiß, was er mit der Mangoldschwemme anfangen kann, diese Sauce solltet ihr ausprobieren!

Pasta mit Mangold-Sanf-Sauce

Zutaten für 2 kleinere Portionen:
250 g Mangold
2-3 Tomaten
1 EL Butter
100 ml Sahne
Schluck Wasser
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL scharfer Senf
Salz, Pfeffer

140 g Pasta (hier: Linguini)

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Mangold waschen, etwas abtropfen lassen. Die Blätter in breitere Streifen schneiden, die Stiele in kleinere Würfel. Die Tomaten waschen, abtrocknen, vierteln. Strunk heraus schneiden und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden.
(2) Das Wasser für die Pasta aufsetzen, salzen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen.
(3) Währenddessen die Sauce schnell kochen. Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen und den Mangold hineingeben. Etwa 4 Minuten andünsten. Währenddessen die Sahne mit etwas Wasser den beiden Senfen, Salz und Pfeffer gut verrühren. Über den Mangold geben. Dann wieder ca. 4 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss nur noch die Tomatenwürfelchen hinein geben und gar ziehen lassen.
(4) Die Pasta abgießen und tropfnass in die Sauce geben. Gut verrühren. Servieren.

Genießen!

Quelle: irgendwo mal aufgeschnappt

12 von 12 im Juli – Verregneter Arbeitstag

Letzten Mittwoch war der 12. Tag des 7. Monats des Jahres. Zeit um Euch in zwölf Bildern durch meinen Tag mitzunehmen. Und ich war nicht die einzige, bei Frau Kännchen findet die neugierige, geneigte Leserschaft noch mehr Tage in Bildform.

Der erste Gang nach dem Aufwachen führte zum Tiefkühler, um zwei Brötchen aus ihrem Kälteschlaf zu befreien.

Während die Brötchen wieder weich wurden, weichte ich mich auch ein und frönte der morgendlichen Körperhygiene.

Der Blick vom Balkon versprach eher bescheidenes Wetter.

Die Blase am linken Fuß störte doch so sehr, dass ich sie abkleben musste.

Während des Frühstücks fangirlte ich Wetterfangirl ein wenig ;-)

Im Büro angekommen, gehört zu meinen Mittwochsaufgaben, alle Pflanzen in den Räumen zu gießen. Macht die Botanikerin ja auch gerne :-)

Der Heimweg war zuerst etwas verschwommen, ob des vielen Regens.

Und es war das richtige Wetter für Suppe, also gab es mittags eine schöne Pho Ga vom vietnamesischen Bistro des Vertrauen – Pho Ben Tre.

Zur Entspannung guckte ich Märchen im Ferienprogramm des mdr. Ich liebe ja Märchen!

Aus Gründen wollte der Kühlschrank dann auch noch gereinigt werden. Und wenn man schon mal dabei ist, kann auch durchsortiert und komplett ausgewischt werden *seufz* Aber irgendwie war es doch weniger zeitaufwendig als gedacht :-)

Typisch deutsches Abendbrot: Brötchen mit Wurst und Käse, marinierte Zucchini, Kakao.

Den Abend ließ ich bei 80er Jahre-Musik und einer „Funky Cold Medina“ ausklingen.

Lauwarmer Pak Choi-Salat

Es ist Sommer! Es kann warme Tage geben, im Süden der Republik mehr als im Norden, aber ja, es soll vorkommen, dass Temperaturen an die 30°C steigen. Aber auch bei solchen Temperaturen brauche ich zumindest eine warme Mahlzeit am Tag, sei sie auch nur lauwarm. Viele Leute mögen dann ja einen Salat, aber irgendwie bin ich kein großer Fan von grünen Blattsalaten. Sie machen mich nicht satt!

Dieser allerdings, ein asiatisch angehauchter Pak Choi-Salat in lauwarm, der ist wirklich nett. Und macht sich gut als Beilage zu einem asiatischen Gericht wie dem Lemon Chicken oder General Tsos Hähnchen. Aber was ist Pak Choi überhaupt? Es ist ein naher Verwandter des Chinakohls mit dunkelgrünen Blättern, ähnlich Mangold, und hellen, saftigen Blattrispen. Er hat auch viele gesunde Inhaltsstoffe und ist aber mild mit einem leichten senfartigen Geschmack und gut verträglich, auch für Leute, die stark auf andere Kohlarten reagieren. Er enthält viel Kalium und Calcium, dazu Vitamin C und einige der B-Vitamine. Auch die sekundären Pflanzenstoffe Flavonoide, Phenolsäure und Senföle sind zu finden, wobei letztere antibakteriell wirken sollen. Ihr seht, es schadet auch Eurem Körper nicht, mal Pak Choi zu kosten :-)

Und dieser Salat ist schnell und einfach zubereitet. Der halbierte Pak Choi wird mit den typisch asiatischen Aromaten Knoblauch, Ingwer und Chili angebraten und dann einfach mit ein paar Zutaten abgelöscht, die ein köstliches Dressing ergeben.

Und es schmeckt wirklich wunderbar! Noch knackiger, trotzdem warmer Salat, würzig-fruchtig und leicht nussig durch das Sesamöl und -körner. Kann es nur jedem empfehlen. Momentan hat Pak Choi Saison hier in Europa und er ist in vielen Supermärkten zu finden :-) Also auf in die Küche!

Lauwarmer Pak Choi-Salat

Zutaten für 2 Portionen:
2 El Sesamkörner
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer (ca. 2-3 cm)
300 g Pak Choi (etwa 3 Köpfe)
1 Prise Chiliflocken
1 EL neutrales Öl
1 Clementine
2 EL Sojasauce
2 TL Sesamöl

(1) Pfanne (in der später auch der Pak Choi gebraten wird) bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen und darin die Sesamkörner anrösten bis sie duften und leicht braun sind. In eine kleine Schüssel umfüllen und zur Seite stellen.
(2) Knoblauch und Ingwer schälen, beides fein reiben. Vom Pak Choi die äußeren, unschönen Blätter entfernen, das Wurzelende abschneiden und halbieren.
(3) Das Öl in der Pfanne auf hoher Flamme erhitzen. Die Hitze auf mittelhoch runterschalten und Knoblauch und Ingwer ca. 1 Minute andünsten. Die Chiliflocken reinstreuen. Den Pak Choi mit der glatten Seite nach unten in die Pfanne legen. Etwa 7 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.
(4) Die Clementine halbieren und den Saft auspressen. Den Saft zusammen mit der Sojasauce über den Pak Choi gießen. Kurz einkochen lassen.
(5) Auf zwei Tellern verteilen, mit je 1 TL Sesamöl beträufeln und angerösteten Sesamkörnern drüber streuen.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach Essen & TrinkenPak Choi-Salat

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