Archiv für den Monat März 2018

Die kulinarische Weltreise: Italien – Pasta mit Mangold und Speck

 

Seid ihr reiselustig? Entdeckt ihr gerne neue Länder und Kulturen? Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Einerseits sehe ich mir wirklich gerne Neues an, erkunde Landschaften, koste andere Aromen, andererseits kann ich mich dort am besten entspannen, wo ich alles in- und auswendig kenne, meine Beine den Weg alleine finden, ohne dass der Kopf sich anstrengen muss. Außerdem erschwert mir die MS das Reisen aus unterschiedlichsten Gründen doch ein bisschen …

Nichtsdestotrotz, wenn ich in bestimmte Ecken der Welt schon nicht so leicht physisch kommen kann, hole ich mir die Welt eben kulinarisch nach Hause. Und da bin ich nicht die einzige, die das gerne macht. Volker von „Volker mampft“ ruft deswegen zur „kulinarischen Weltreise“ auf!

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Und da bin ich gerne dabei! Jeden Monat ein neues Land, eine neue Herausforderung! Für diesen Monat fängt es leicht an mit Bella Italia. Und zu Italien haben wir doch alle irgendeine Verbindung, selbst wenn wir noch nicht da waren, oder? Sei es Pizza, Pasta, Wein, Kunst, Geschichte – Italien hatte und hat so viel Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens. Und auch wenn ich erst einmal dort war (Du liebe Güte, auch schon fast 20 Jahre her) liebe ich dieses Land einfach!

Aber was koche ich jetzt für den Event? Wenn möglich etwas, dass auch einen Teil des Gemüses meiner Biokiste verbraucht. Eigentlich wollte ich gerne etwas aufwendigeres wie selbstgemachte Ravioli basteln, aber dann kam das Leben und zwei Mangoldstauden dazwischen. Nach ein bisschen Recherche im Netz stieß ich auf ein italienisches Rezept, in dem Mangold mit Speck kombiniert wird. Das war mir neu, klassischerweise wird Mangold bei mir gerne mit Feta kombiniert. Und es gab keine wirklich saucige Komponente im Rezept, wie Sahne oder passierte Tomaten. Die deutsche Saucenliebhaberin in mir war skeptisch ;-) Aber hey, probieren wir es aus. Der Mangold wird zuerst in Salzwasser gekocht und roch das gut. Ich wusste gar nicht, dass kochender Mangold so wunderbar duftet! Die eigentliche Sauce ist so schnell geköchelt, wie die Pasta braucht. Ihr seht, ein perfektes Feierabendgericht. In 30-40 Minuten steht Euer Essen fix und fertig auf dem Tisch :-)

Und der Geschmack ist wirklich wunderbar! Herzhaft, angenehm Speck-rauchig mit dem zarten Mangold und doch noch etwas Biss durch die Möhrenwürfel. Die Tomaten bringen eine schöne, unaufdringliche Fruchtigkeit mit rein. Auch war es nicht zu trocken, wie von mir befürchtet, es hatte genau die richtige Konsistenz. Ich war wirklich positiv überrascht und wird ins Repertoire aufgenommen!

Pasta mit Mangold und Speck

Zutaten für 2 Portionen:
180 g Pasta (z.B. Fussili)
250 g Mangold
50 g Speck/Pancetta
1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 mittlere Tomate
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
Parmesan, frisch gerieben

(1) Salzwasser in einem größeren Topf zum Kochen bringen. Währenddessen den Mangold vorbereiten. Die Stiele in dünne, die Blätter in breitere Streifen schneiden. In einem Sieb unter laufendem Wasser waschen. In den Topf mit dem kochenden Salzwasser geben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.
(2) Währenddessen die anderen Zutaten schneiden. Den Speck in kleine Würfel. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomaten waschen, abtrocknen, halbieren. Die grünen Strünke aus den Hälften schneiden und das Fruchtfleisch mittelfein würfeln.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest garen.
(4) Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Speck und Zwiebel darin anbraten bis die Zwiebeln etwas goldig sind. Tomaten- und Karottenwürfel zugeben, etwas salzen und pfeffern. Einige Minuten köcheln lassen bis die Tomaten zerfallen und die Möhren gar, aber noch bissfest sind.
(5) Den abgetropften Mangold untermischen und etwa 10 Minuten bei kleiner HItze in der Sauce ziehen lassen. Nochmal kosten, ob Salz und Pfeffer fehlen.
(6) Vor dem Abgießen der Nudeln etwas vom Kochwasser mit einer Tasse abschöpfen. Die Pasta in ein Sieb abgießen und noch tropfnass unter die Sauce rühren. Wenn die Sauce zu trocken sein sollte, etwas vom Pastawasser zugießen.

Auf Tellern verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Genießen!

Quelle: Pasta con bietola e pancetta

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Technische Verzögerung

Kennt ihr das, wenn der Rechner immer langsamer wird und bestimmte Funktionen einfach nicht mehr, nunja, funktionieren? Mein Laptop wurde halt langsam alt und nachdem die Windows Updates und das Antivirus Update partout nicht mehr klappten, musste ein neuer her. Und als dann ein neuer ausgesucht und hier eingetrudelt war, musste er ja auch erstmal eingerichtet und sämtliche Daten übertragen werden. Und das dauert …

Und wenn ich schon mal dabei bin, kann ich mich auch gleich nach einem neuen Bildbearbeitungsprogramm umschauen. Ich hab jetzt mal Gimp installiert und versuche mich da einzufuchsen. Es ist doch ein bisschen komplexer als mein altes Programm, aber da steige ich schon hinter. Die Bearbeitung der Bilder dauert gerade nur ein bisschen länger ;-)

Ansonsten hielt mich auch mein berufliches Leben ein bisschen auf Trapp, indem es mich zu anstrengenden, aber auch echt interessanten Veranstaltungen nach Hannover und Frankfurt schickte. Und ich dadurch nicht die Kraft und Muße hatte, mich mehr mit dem Computer zu beschäftigen, stattdessen übte mein Sofa eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus ;-)

Aber gerade sitze ich auch an einem neuen Rezeptbeitrag für Euch, der am Montag online gehen wird. Freut Euch auf ein schnelles, einfaches aber hochköstliches Rezept für Pasta mit Mangold.

Bemerkenswertes im Februar

Kulinarisches, Lebensmittel und deren Produktion

Inspiration – Was ich bald ich meiner Küche zaubern möchte

sorry, heute nur mit ungarischen Links, aber fragt ruhig, wenn Euch ein Rezept interessiert:

  • Pogatschen mit Weißkohl drin – Káposztás pogi
  • Und Mohn lauert auch noch im Tiefkühler, ich befürchte der wird zu einem Mohn-Kirsch-Kuchen verbacken – Mákos-meggyes süti
  • Ein bisschen Brot zum Snacken schadet ja nie und passend zum hoffentlich bald beginnenden Frühling mit grünen Kräutern – Zöldfüszeres kenyérke

Politik im In- und Ausland

  • Wenn man sich mal etwas intensiver mit dem deutschen Gesundheitssystem beschäftigt, wie ich es in meiner Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen tat, kommt man aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus. Wenn ich mehr Energie hätte, ich würde in die Politik gehen. In dieser Kolumne beim Spiegel schreibt Tenhagen, dass die von der SPD geforderte Bürgerversicherung doch gar nicht so schlecht, aber nur ein Anfang wäre: „Bürgerversicherung: Was an der Zwei-Klassen-Medizin so schlimm ist
  • Seit letztem Jahr arbeite ich bei pro familia, nicht in der Beratung, ich schmeiße das Büro, aber da wird man so ein bisschen sensibilisiert. Als ich damals erfuhr, dass schon die Erwähnung des Wortes „Schwangerschaftsabbruch“ auf der Homepage eines Gynäkologen unter den Leistungen vom Gesetzgeber als Werbung ausgelegt wird, bin ich echt vom Glauben abgefallen. Zum Glück findet gerade eine öffentliche und politische Debatte über den §219a StGB statt und diese Kolumne bei Spiegel Online fasst meine Gedanken und die meiner Kolleginnen gut zusammen: „Zellen schützen, Frauen quälen
  • Da hat jemand die Rede von Björn Höcke sprachlich analysiert und die Parallelen zur NS-Zeit sind erschreckend: „Die Höcke-Rede in Eisleben“ von La Vie Vagabonde
  • Orbáns Erklärung, dass Ungarn ja die letzte Bastion gegen die „Islamisierung“ Europas sei
  • … Und warum seine Befürchtungen wissenschaftlich-demographisch widerlegt werden können: „Lasst uns wegkommen von Angst und Mythen
  • Und wie Verwandte von ungarischen Politikern (respektive Viktor Orbáns Schwiegersohn) profitieren und zu Geld kommen: The story of how Orban’s son-in-law became rich. Ich bin so ein bisschen besorgt vor den Wahlen im April…

Gesundheit

 

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