Archiv für den Tag 22. Februar 2019

Berlin Friedrichshain 2018 – Onigirikurs im „Hanabira“

In dem Haus, in dem die beste Steffi von allen lebt, ist ein kleiner japanischer Lebensmittelladen. Uh-oh! Ich liebe ja japanische Küche, also ging ich den nächsten Tag rein und war hochfreudig überrascht. Im „Hanabira“ gibt es eine großartige Auswahl an original japanischen Köstlichkeiten und Grundzutaten, die von der Inhaberin Katrin handverlesen sind. Ohne von ihr getestet worden zu sein, kommt nichts in den Laden! Von Grundzutaten wie Bonitoflocken und Dashimischungen (klassisch bis vegan), japanische Snacks, aber auch eine richtig hochwertige Auswahl an verschiedenen Sakes und Miso. Katrin, die super nette Inhaberin macht aber Köstlichkeiten wie eingelegtes Gemüse oder Onigiri selbst.

Und es finden auch kleine Kochkurse im „Hanabira“ statt, wie ich im Gespräch mit ihr erfuhr. Es war einer für den meinen Abreisesonntag geplant, sie hat sich aber auch spontan bereit erklärt, einen kleinen Onigiri-Kurs für mich alleine durchzuführen.

So kam ich am Freitagmittag im „Hanabira“ an und wir begannen sogleich. Katrin hatte den Reis schon gekocht, mir aber noch ein paar Tipps verraten. Zum einen wird für Onigiri kein spezieller Sushireis, sondern lediglich japanischer Rundkornreis verwendet. Nach dem Waschen des Reises, lasst ihr ihn im Wasser ziehen, im Sommer ca. 30 Minuten, im Winter 60-90 Minuten. Wenn ihr einen Reiskocher besitzt, nehmt das Verhältnis 1:1 bei Reis zu Wasser. Wenn ihr ihn konventionell im Topf auf dem Herd kocht, ist das Verhältnis 1:1,3-1,45. Im Topf kocht ihr den Reis 10 Minuten auf höherer Hitze, dann die Hitze auf niedrig stellen und 10 Minuten weiterköcheln lassen. Danach vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten ziehen lassen.

Den Reis in eine Schüssel umfüllen, idealerweise eine gut gewässerte japanische Holzschüssel namens Hangiri und den Reis lauwarm werden lassen.

Wir benutzten drei verschiedene Füllungen (von oben nach unten): veganes Kimchi, kleingeschnittene Umeboshi (säuerlich-salzig eingelegte Pflaumen, die aber eher Aprikosen ähneln) und eine Thunfischfüllung für die Thunfisch aus der Dose mit Salz, Pfeffer und Mayo (die gute japanische oder handgemacht) verrührt werden bis die Masse zusammen hält.

Als erstes drittelt ihr die Noriblätter. Dann stellt ihr noch je ein Schälchen mit Wasser und Salz bereit. Und ihr braucht für handgeformte Onigiri ein Stück Frischhaltefolie, damit der Reis nicht an den Händen kleben bleibt.

Für ein Onigiri befüllt ihr das Stück Frischhaltefolie mit etwa 1,5 Reiskocherschaufeln (entspricht ca. 2-3 Esslöffel) vom gekochten Reis. Das formt ihr grob rund.

Dann eine Hand mit dem Wasser befeuchten und in das Salz tauchen. Mit dieser gewürzten Hand ein Loch in die Reiskugel drücken.

Etwas von der Füllung hinein geben…

… und vorsichtig den Reis über der Füllung verschließen.

Dann kommt der tricky Teil, der etwas Übung erfordert, nämlich das Formen zum Dreieck. Oder ihr lasst das Onigiri rund *g*

Zum dreieckig Formen die Hände als Dächer halten und den Reisbatzen darin unter Druck, nicht zu viel aber auch nicht zu wenig, und Drehen zu einem Dreieck formen.

Tadaa! Katrin hat es drauf!

Zum Schluss ein Stück des Noriblatts mit der rauhen Seite zum Reis als Haltevorrichtung unten um das fertige Onigiri legen.

Mein erstes Onigiri ähnelte doch eher einer Schlumpfmütze. Aber zumindest hielt es zusammen und bröselte nicht beim ersten Blick auseinander :-)

Wem das Handformen zu fisselig ist, der besorgt sich die dreieckigen Onigiriformen beim Asiaten. Die Ober- und Unterseite werden erst in Wasser getaucht. Dann die Form mit Reis füllen, wieder mit gesalzenen Fingern eine Kuhle in den Reis drücken und etwas der gewünschten Füllung hinein geben. Dann mit Reis bedecken und mit Hilfe des Deckel  festdrücken. Vorsichtig aus der Form holen und mit den Händen nachformen.

So sahen dann unsere fertigen Onigiri aus, die wir zusammen mit den restlichen Füllungen und eingelegtem Gemüse genossen. Dabei verliebte ich mich ein bisschen in den Geschmack eingelegter Kirschblüten, die beim Rettich dabei waren. Und ich mag den Geschmack so eines Onigiri sehr gerne. Und praktisch sind sie. Muss ich wirklich dringend mal endlich selbst machen!

Beste Katrin, vielen lieben Dank für diesen Kurs! Auch über ein halbes Jahr später denke ich noch gerne an unseren Mittag zurück und hoffe, dieses Jahr wieder etwas tolles bei Dir lernen zu können!

Also Leute, wenn Ihr Euch für japanische Küche begeistern könnt und gute Zutaten sucht, besucht das „Hanabira“ in Berlin Friedrichshain!

Hanabira
Colbestraße 5
10247 Berlin

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