Archiv für den Tag 26. Juli 2019

Drei vegane Salate zum Grillen

Ist das Wetter wieder angenehm warm? Lädt es zum Grillen mit Freunden ein? Ich hoffe doch, denn jetzt am 19. Juli, wo ich diesen Beitrag schreibe, weiß ich es einfach noch nicht … Trotzdem möchte ich Euch diese drei Salate nicht vorenthalten, die sich perfekt als Grillbeilage eignen.

Zufällig sind die alle vegan geraten. Ich mag es einfach lieber, wenn mein Salat aus viel Gemüse besteht, wenn das Grillgut schon etliche tierische Proteine (egal, ob von Käse oder Fleisch) enthält.

Als erstes möchte ich Euch einen Couscous-Salat zeigen, dessen Gemüse auf der Idee von Ratatouille basiert. Die Paprika-, Auberginen- und Zucchinistücke hab ich angebraten und dabei provenzalisch gewürzt, während die Kirschtomaten roh in den Salat kamen. Noch frische Petersilie und Zitronensaft und -schale dazu und ein frischer Salat ist fertig.

Ratatouille-Couscous-Salat

Zutaten für 3 Portionen:
1/2 Paprikaschote
1 kleine Aubergine
1 mittlere Zucchini
1 Knoblauchzehe
4,5 + 4 EL Olivenöl
2 TL Kräuter der Provence
Salz, Pfeffer
1 kleine Tasse Couscous
1 kleine Tasse kochendes Wasser
6-10 Cherrytomaten
1/2 Bund Petersilie
1/2 Zitrone, Saft + Schale

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Paprikaschote entkernen. Von Zucchini und Aubergine die Enden abschneiden. Alles in 1 cm große Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und in dünne Scheiben schneiden.
(2) In einer Pfanne 1,5 EL Öl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Paprikawürfel hinein geben und bei dieser Hitze einige Minuten anbraten bis sich braune Stellen auf der Haut bilden und die Paprika etwas angegart, aber noch Biss hat. Jetzt noch für 1 Minuten die Knoblauchscheiben zugeben. Die fertigen Würfel in eine Schüssel geben und zur Seite stellen. Wieder 1,5 EL Öl erhitzen und die Zucchiniwürfel anbraten. Etwas salzen und pfeffern sowie 1 TL der Kräuter der Provence über die Zucchini streuen. So lange anbraten bis sie etwas gebräunt sind. Zu den Paprika nehmen. Wieder 1,5 EL Olivenöl erhitzen und die Auberginenwürfel anbraten. Auf mittlere Hitze runter schalten, salzen, pfeffern und ebenfalls mit Kräutern der Provence bestreuen. So lange garen lassen bis die Aubergine weich-cremig und nicht mehr gummiartig ist. Wer Angst hat, dass sie verbrennen, gibt etwas Wasser drüber und lässt es verkochen. Auch zu dem restlichen Gemüse geben.
(3) Den Couscous in eine kleinere Schüssel geben, etwas salzen. Mit dem kochenden Wasser übergießen, abdecken und 5-10 Minuten quellen lassen. Mit der Gabel auflockern und zum angebratenen Gemüse geben.
(4) Die Cherrytomaten vierteln, die Petersilie fein hacken. Zum Salat geben. Mit der Zitronenschale und dem Saft würzen. Noch etwas salzen und pfeffern. Das restliche Olivenöl zugeben und alles gut verrühren. Etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Genießen!

*****************

Vor wenigen Wochen war die beste Nadine und ihre Familie zum Grillen bei mir. Weil ein sehr heißer Tag angesagt war und Nadine gerade in anderen Umständen ist, wollte ich einen Kartoffelsalat ohne Mayo machen. Nachdem sich noch ein paar Radieschen und etwas Gurke im Kühlschrank fanden, wurden die mit in den Salat gehobelt. Als Dressing benutzte ich die klassische süddeutsche Variante mit Brühe, Essig und Senf. Zum Schluss frischer Schnittlauch vom Balkon drüber gestreut und fertig war ein köstlicher, herzhafter Kartoffelsalat, den alle sehr gerne mochten. Blieb wirklich nur eine Winzigkeit übrig (die Portion war echt groß, wenn ich bedenke, was wir alles noch zum Essen hatten *g*), die Nadine dann für ihr Büromittagessen am nächsten Tag mitnahm :-)

Leichter Kartoffelsalat mit Radieschen und Gurken

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg vorwiegend festk. oder festkochende Kartoffeln
Salz
1 Prise Kümmel
1/2 Bund Radieschen
1/2 Salatgurke
1 Zwiebel
2 + 4 EL neutrales Öl
250 ml Gemüsebrühe
4 EL Weißweinessig
Pfeffer
2 TL Zucker
1 EL Senf
1 Bund Schnittlauch

(1) Am Vortag die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser gewürzt mit ein wenig Kümmel garen. Abgießen, etwas abkühlen lassen, pellen und dann im Kühlschrank bis zum nächsten Tag lagern.
(2) Die Radieschen und Gurke putzen und mit Hilfe eines Hobels in dünne Scheibenhobeln. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die vorgekochten Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben, die Platz für den fertigen Salat hat. Die Kartoffelscheiben gut salzen und pfeffern.
(3) In einem kleinen Topf 2 EL Öl auf mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebeln zufügen und in einigen Minuten weich dünsten. Die Brühe zugießen. Auch den Essig und dann mit Salz, Pfeffer, Zucker und Senf würzen. Gut verrühren und kurz aufkochen lassen. Kosten, ob noch etwas fehlt und nachjustieren. Das Dressing sollte sehr würzig schmecken.
(4) Das fertige Dressing über die Kartoffelscheiben gießen und vorsichtig umrühren. Die restlichen 4 EL Öl drüber geben. Dann die Radieschen- und Gurkenscheiben vorsichtig unterheben. Etwa 30 Minuten ziehen lassen.
(5) Den Schnittlauch fein hacken und kurz vorm Servieren drüber streuen.

Genießen!

*****************

Mögt ihr eher asiatische Aromen? Dann ist dieser Salat vielleicht was für Euch! Mir war schon länger nach einem asiatischen Salat, aber so recht wurde ich mit der Idee, Mie- oder Ramen-Nudeln zu benutzen nicht warm. Da fiel mir ein, dass ich ja noch Soba-Nudeln, also japanische Nudeln aus Buchweizen im Vorratsschrank hatte. Das wäre doch eine Idee, dazu noch etwas Gemüse. Neben den üblichen Verdächtigen Möhre, Paprika und Frühlingszwiebel wanderten auch Gurke und Zuckerschoten in die Schüssel. Das Dressing fand ich auf dem amerikanischen Blog „May I have that recipe?“ und war sofort angefixt von den Zutaten Miso und Orange. Die restlichen Zutaten waren auch alle da. Perfekt! Ich habe die Mengen ein bisschen verändert, aber auch so wurde es ein wunderbar würziges und gleichzeitig herrlich fruchtiges Dressing, das wie gemacht ist für die nussigen Sobanudeln und das Gemüse. Der Salat muss auch nicht lange durchziehen, sollte aber, wenn möglich, am selben Tag gegessen werden. Am nächsten ist das Gemüse nicht mehr so schön knackig und die Nudeln werden von der Konsistenz unschöner.

Soba-Salat mit fruchtigem Miso-Dressing

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittelkleine Möhre
1/3 Salatgurke
1/2 Spitzpaprika
1 handvoll Zuckerschoten
1 größere Frühlingszwiebel
100 g Sobanudeln

2 EL Sesamkörner

Fruchtiges Miso-Dressing:
2 cm Ingwer
2 TL helles Miso
Saft von je 1/2 Zitrone und Orange
1 EL Reisessig
1,5 EL Ahornsirup
3 EL Olivenöl

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Möhre schälen und in streichholzgroße Streifen schneiden. Die Gurke waschen, trocknen, halbieren, entkernen und in dünne Halbmonde schneiden. Von der halben Spitzpaprika die weißen Scheidewände entfernen, in feine Streifen schneiden, die dann noch halbiert werden. Die Zuckerschoten waschen, trocknen, Enden entfernen und die Schoten schräg dritteln. Von der Frühlingszwiebel das Wurzelende abschneiden, die unschöne äußere Schicht abziehen und in feine Ringe schneiden. Alles in eine Schüssel geben.
(2) Für das Dressing den Ingwer schälen und fein reiben. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel gründlich verrühren. Über das Gemüse gießen und verrühren.
(3) In einem Topf 1 l Wasser zum Kochen bringen. Wenn es kocht, die Sobanudeln nach Packungsanweisung bissfest garen (hier 3 Minuten). In ein Sieb abgießen und unter laufendem, kalten Wasser abschrecken. Zum Gemüse und dem Dressing in die Schüssel geben und gut verrühren.
(4) Eine kleine Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Sesamkörner zufügen und unter gelegentlichem Schütteln goldbraun rösten. Über den Salat streuen.

Genießen!

Quelle: Dressing nach „May I have that recipe“ – Cold Soba Noodles with White Miso Dressing

%d Bloggern gefällt das: