Archiv für den Monat August 2020

Ungarische Butterhörnchen – Vajas kifli

Wie so viele habe auch ich während der sehr akuten Corona-Lockdown-Phase vermehrt Brot gebacken. Zum einen um mir eben den Gang zum Bäcker zu sparen und damit fremden Menschen aus dem Weg gehen und zum anderen hatte ich einfach Zeit dazu.

Ich liebe ja Brot und bin in meiner Vorliebe sehr ungarisch geprägt und mag Gebäck aus Weizenmehl sehr gerne. Ungarisches Weißbrot ist ja nochmal eine andere Nummer als die deutschen Varianten und ungarische Hörnchen, dort Kifli genannt, sind ganz anders als die deutschen. Unsere hier sind sehr reichhaltig, schon eher Richtung süß, während die in Ungarn mehr an Brot erinnern und auch wunderbar mit herzhaftem Belag wie Käse oder Wurst funktionieren. Ich war immer auf der Suche nach einem Rezept, nach dem ich mir solche Hörnchen backen kann. Und siehe da, auf dem YouTube-Kanal eines ungarischen Herrn (ich glaube, der ist auch professioneller Koch) wurde ich fündig und er zeigt sehr ausführlich, wie solch köstlichen Kifli zu backen sind.

Und das geht echt leicht. So leicht, dass ich sie schon mehrfach mittlerweile gebacken habe! Der Teig muss nur 1x gehen und zwar wenn die Kifli fertig geformt sind. Es sind nur wenige Zutaten nötig, die man eigentlich immer im Vorratsschrank hat. Und innerhalb einer guten Stunde könnt ihr wunderbar fluffige, köstliche Hörnchen aus dem Ofen holen. Wichtig ist tatsächlich, dass Ihr erst die flüssigen Zutaten in die Rührschüssel gebt, das Mehl drauf und wenn alles sehr grob vermischt ist, das Salz. Auch das ordentliche Auskneten des Teiges macht die weitere Arbeit leichter. Das dauert mit der Küchenmaschine insgesamt 8 Minuten bis der Teig schön geschmeidig ist und sich von der Schüsselwand löst. Der Rest ist dann aber schnell erledigt. Vergesst bitte nicht, die fertig geformten Kifli einmal vor dem Gehen einzusprühen bzw. zu bespritzen und dann nochmal 10 Minuten bevor es für sie in den Ofen geht. Das gibt ihnen im Ofen nochmal einen ordentlich Schub nach oben Richtung Fluffigkeit.

Also ab mit Euch in die Küche und knetet schnell den Teig zusammen, dann könnt Ihr bald grandiose Kifli wie in Ungarn genießen!

Ungarische Butterhörnchen – Vajas kifli

Zutaten für 8 Stück:
250 ml lauwarme Milch
22 g Frischhefe (1/2 Würfel)
1 TL Zucker
350 g Weizenmehl Type 405
25 g Butter, geschmolzen
1 TL Salz

optional: Kümmel oder grobes Salz zum Bestreuen

(1) Etwa 100 ml der Milch in ein kleines Glas geben und mit dem Zucker verrühren. Dann die Hefe reinbröseln und durch Rühren auflösen. Etwa 10 Minuten zur Seite stellen und gehen lassen.
(2) Ein Backblech mit Backpapier belegen, ein sauberes Küchenhandtuch bereit legen. Etwas warmes Wasser entweder in eine Blumenspritze oder Becher geben.
(3) Das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben, Butter, restliche Milch und die aufgegangene Hefe zugeben. Mit Knethaken etwa 15 Umdrehungen geben und dann das Salz zufügen. Den Teig auf Stufe 1 der Küchenmaschine 4 Minuten kneten, dann auf der nächsthöheren Stufe wieder 4 Minuten bis er geschmeidig ist, sich gut von der Schüssel löst und nicht mehr klebt.
(4) Den Teig sofort weiter verarbeiten und ihn halbieren, hier sind es etwa 630 g Teig, der in zwei Teiglinge zu je 315 g aufgeteilt werden. Die Hälften rund formen. Dafür den Teig von außen nach innen krempeln, so dass er von außen schön glatt ist und dann mit dem Schluss (die Seite, zu der ihr gekrempelt habt) nach unten auf der mehlfreien Arbeitsfläche rollen. Mit dem Küchentuch abdecken und 10-15 Minuten ruhen lassen.
(5) Einen Teigball mit den Händen rund flach drücken und dann möglichst rund mit dem Nudelholz ausrollen auf 2-3 mm Dicke. Den Kreis mit Hilfe eines großen Messers oder Pizzaschneider vierteln. Um die Hörnchen zu formen, ein Viertel von der längsten Seite her beginnen, eng aufzurollen. Wenn ihr bei etwa 2/3 seid mit der anderen Hand die „Zunge“ vorsichtig länger ziehen und festhalten und das Hörnchen zu Ende aufrollen. So ergibt sich die Hörnchenform fast automatisch. Auf das Backblech setzen und noch etwas hörnchenförmiger formen. Dabei darauf achten, dass das spitze Ende des Hörnchen unten liegt, sonst rollt es sich beim Backen auf. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren bis ihr 8 Hörnchen habt.
(6) Die Kifli mit dem Wasser aus der Blumenspritze oder mit den Fingerspitzen bespritzen. Mit dem Küchentuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Nach 20 Minuten nochmal bespritzen und abgedeckt weiter gehen lassen. Wer mag, kann jetzt Kümmel oder grobes Salz drauf streuen.
(7) Je nachdem wie schnell Euer Ofen sich aufheizt, ihn auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ich schalte meinen an, sobald die Hörnchen beginnen zu gehen. Wenn die 30 Minuten um sind, das Blech auf mittlere Schiene schieben und 15-20 Minuten backen. Mein Ofen ist offensichtlich heißer und sie brauchen nur 15 Minuten.

Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Sie lassen sich auch ohne Qualitätsverlust einfrieren.

Genießen!

Quelle: YouTube-Kanal „Szoky konyhája“ – Vajaskifli

Reis-Pilaw mit Zucchini, Tomaten und Feta

So mag ich Sommer: moderat-warme Temperaturen, kühle Nächte, Sonnenschein, trotzdem warm genug um fermentierte ungarische Sommergurken anzusetzen, aber nicht zu warm, um noch gekochte Gerichte zu essen. Und dann das ganze wunderbare Sommergemüse, das jetzt erst richtig gut schmeckt: Gurken, Tomaten, Auberginen, ungarische Spitzpaprika oder Zucchini. Gar kein Vergleich zu den Exemplaren, die man im Winter oder Frühjahr von weit hergekarrt, zu kaufen bekommt.

Jedenfalls jetzt lohnt es sich dieses Reisgericht, eigentlich ein Pilaw, zu machen. Es ist leicht, aber sättigt trotzdem. Mit den verschiedenen Texturen und unterschiedlich intensiven Aromen, ist das ein schön interessantes Essen, obwohl es ja eigentlich nur ’ne Reispfanne ist. In einer guten dreiviertel Stunde steht das Essen auf dem Tisch, wenn Ihr getrocknete Tomaten in Öl oder Soft-Tomaten nehmt noch fixer, weil die ja nicht eingeweicht werden müssen. Wer seine Essenszubereitung etwas entzerren möchte, das mach ich ja eigentlich fast immer, kann die Zucchini schon am Vortag braten, kühl stellen und dann eben abgekühlt unter den heißen Reis rühren. So seid Ihr noch schneller fertig, aber es geht natürlich auch in einem Rutsch :-)

Probiert es gerne aus und lasst mich wissen, wie es Euch geschmeckt hat!

Reis-Pilaw mit Zucchini, Tomaten und Feta

Zutaten für 2 Personen:
3 halbe getrocknete Tomaten
1 mittlere Zucchini
4-6 Cocktailtomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
10 schwarze Oliven
Olivenöl
125 g Parboiled Langkornreis
1 TL getrockneter Oregano
Salz, Pfeffer
50 g Feta

(1) Die getrockneten Tomaten in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser bedecken und etwa 30 Minuten einweichen lassen.
(2) In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten. Von der Zucchini die Enden abschneiden, halbieren und in mittelgroße Würfel schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Die Oliven vierteln. Die Cocktailtomaten je nach Größe vierteln und sechsteln. Die eingeweichten Tomaten abgießen und fein würfeln.
(3) In einer Pfanne einen Schluck Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zucchiniwürfel zugeben und unter Rühren anbraten bis sie goldbraun sind. Herausnehmen und salzen und pfeffern.
(4) In einem mittelgroßen Topf wieder einen Schluck Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen und die Zwiebeln zufügen. Wenn sie nach einigen Minuten glasig sind, den Knoblauch und Würfel der getrockneten Tomaten zufügen und kurz mitdünsten bis der Knoblauch duftet.
(5) Den Reis in den Topf geben und kurz mitbraten. Dann doppelt soviel Wasser wie Reis zufügen und die Hälfte der frischen Tomaten. Salzen, pfeffern und Oregano dazu. Umrühren. Deckel auflegen, alles aufkochen lassen und dann zugedeckt bei kleinster Hitze etwa 16-20 Minuten garen lassen bis der Reis alles Wasser aufgesogen hat. Zum Schluss die angebratenen Zucchiniwürfel, restlichen Cocktailtomaten und die Olivenstückchen unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und abgedeckt weitere 5 Minuten ruhen lassen.

Auf Tellern verteilen und mit den Feta bestreuen.

Genießen!

Cremiges Letscho mit Kohl und Schmand

Ich dachte ja, ich kenne mittlerweile alle Varianten von Letscho. Ich meine, es ist mein Standard-Sommer-Wohlfühlessen: die klassisch-pure Variante, eine Version mit Würstchen, auch Reis hab ich schon darin mitgekocht oder wie bei einer Shakshuka Ei mit reingeschlagen. Aber dann lief mir in einem YouTube-Video eine Version mit Schmand und Kohl über den Weg. Das musste natürlich ausprobiert werden. Hallo?!? Schmand! Ungarische Küche ist ohne Schmand undenkbar!

Zum Glück ist auch schon wieder die Zeit der ungarischen Spitzpaprika, die man in Discountern wie Lidl oder Netto jetzt immer bekommt. Und Letscho koche ich nur und ausschließlich mit den ungarischen Spitzpaprika! Der Geschmack ist so viel besser und intensiver. Und im russischen Supermarkt entdeckte ich zarten Sommerweißkohl. Habt ihr schon mal Sommerweißkohl gehabt? Seine Blätter sind lockerer und nicht so fest wie vom „normalen“ Kohl, den es das ganze Jahr über zu kaufen gibt. Er ist auch viel zarter in der Struktur, aber leider genau aus den beiden Gründen auch nicht so gut haltbar wie die später geernteten Köpfe. Wenn ihr Sommerkohl nicht bekommt – er scheint eine sehr kurze Saison zu haben – könnt ihr auch gerne Spitzkohl benutzen, der ähnlich zart ist.

Wenn die Paprikastreifen, der Kohl und die Tomaten schön langsam miteinander schmoren und sich ihre Aromen wunderbar vermischen, kommt dann noch der Schmand dazu. Und der gibt wirklich den letzten Kick! Diese gesamte Kombination ist so großartig – Ihr müsst es dringend ausprobieren! Geiler Scheiß!

Cremiges Letscho mit Kohl und Schmand

Zutaten für 2-3 Portionen:
500 g helle Spitzpaprika
1/4 Spitzkohl
1 Zwiebel
300 g Tomaten
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
125 g Schmand (20%ig)
Zucker

(1) Zuerst das ganze Gemüse vorbereiten. Die Paprika waschen, trocknen, halbieren, Kerngehäuse und Adern mit Kernen entfernen. Dann in etwa 1 cm breite Streifen schneiden. Vom Spitzkohl etwaige unschöne äußere Blätter entfernen, den Strunk heraus schneiden und dann in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Tomaten waschen, halbieren, Strunk heraus schneiden und ebenfalls relativ fein würfeln.
(2) Das Öl in einem breiten Topf bei höherer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Dann die Paprikastreifen zugeben und anbraten. Sie sollten duften und ein paar braune Stellen haben. Danach die Kohlstreifen zugeben und mit anbraten.
(3) Die Tomatenwürfel zufügen. Salzen und pfeffern. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze so lange garen bis die Paprika- und Kohlstreifen nach Eurem Geschmack gar sind. Bei mir dauert es ca. 30 Minuten. Falls das Letscho droht anzubrennen, ruhig einen Schluck Wasser zufügen, aber eigentlich kommt genug Flüssigkeit aus dem Gemüse.
(4) Zum Schluss den Schmand mit ein wenig der Schmorflüssigkeit verrühren, um die Temperatur anzugleichen. Dann in das Letscho rühren und von der Hitze nehmen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und servieren.

Dazu passt frisches, knuspriges Weißbrot.

Genießen!

Quelle: nach dem YouTube-Video von Máté Szabi – Káposztás lecsó teffölösön

Huch, Sommer! – Zucchini mit ukrainischem Kräuter-Essig-Dressing

Huch, wie ist es denn auf einmal Sommer geworden? Gefühlt bin ich doch gerade erst aus meinem einwöchigen Urlaub in Budapest Ende Februar zurück gekommen *amKopfkratz*

Da kam dann ja dieses miese-fiese Virus, das vieles sehr durcheinander gebracht hat. In der schlimmen Phase ging ich zum Spazieren raus und traf mich auf dem Stadtfriedhof mit meiner Ergo- und Physiotherapeutin, um dort was für meine Gesundheit zu tun. So sah ich wunderbar wie der Frühling ins Land zog, beobachtete Eichhörnchen, lauschte Vögelchen, tat ein bisschen was für meine Gesundheit. Einkäufe übernahmen die besten Kolleginnen, ließ ich liefern bzw. holte ich mir fertig zusammen gestellt am Supermarkt nebenan fix ab. Und ich bekam die Tage auch rum. Ich widmete mich mehr dem Brotbacken, wie so viele (aber ohne Bananenbrot), kochte, guckte Märchen und Hausumbausendungen, kümmerte mich um die Baby-Paprika und Baby-Tomaten, die sich jetzt auf meinen Balkon breit machen.

Seit Ende Mai bin ich auch wieder im Büro, ich gehe selbst einkaufen (ein Hoch auf die Maske!) und suche selbst aus, welche Gurke ich essen möchte. Hallelujah! Die Ergo- und Physiotherapie finden noch immer spazierend statt. Ich halte mich immer noch von geschlossenen Räumen mit vielen fremden Menschen fern, ich versuche mein Essen so zu planen, dass ich nur einen Tag in der Woche einkaufen gehe und auch auf Arbeit geben wir alle unser Bestes, die Bestimmungen einzuhalten. Das erinnert manchmal an eine moderne Tanzchoreographie *g* Aber sonst hat sich in meinem Leben nicht so wahnsinnig viel geändert, um ehrlich zu sein… Aber ja, als Risikopatientin bin ich immer noch vorsichtig!

Kommen wir zum Blog. Natürlich habe ich die Rezepte der gekochten Gerichte natürlich auch aufgeschrieben und Bilder vom Essen gemacht, aber den letzten Schritt in den Blog haben sie bisher nicht geschafft. Sie sind sortiert, die Artikel als Entwurf mitsamt Rezept angelegt, nur die Motivation zu schreiben, fehlte. Aber jetzt!

Eine meiner Lieblingskochbuchautorinnen, Olia Hercules, hat ein neues Buch namens „Summer Kitchens“ rausgebracht. Sie wurde in der Südukraine geboren, lebte dort sehr lange und dann verschlug es sie über Zypern nach London. „Summer Kitchens“ ist ihr mittlerweile drittes Buch nach „Mamuschka“ und „Kaukasis“, die ich natürlich auch besitze und liebe! In ihrem neuen Buch geht es wieder um die ukrainische Küche und im Besonderen, um die Sommerküchen, die es traditionell außerhalb der Häuser gab und immer noch gibt. Olia Hercules reiste durch die Ukraine, besuchte die Menschen in ihren Sommerküchen und ließ sich die typischen Gerichte zeigen. Es geht um eingelegte und fermentierte Köstlichkeiten, Kleinigkeiten zum Frühstück und Abendessen, Suppen und Brühen, natürlich Brot und Knödel (Teigtaschen), ein großes Kapitel nur mit Gemüse, Fleisch und Fischrezepte und es darf natürlich nix Süßes zum Ende fehlen. Es werden Aromenkombinationen vorgestellt, die mir bisher fremd sind, mich aber sehr ansprechen. Ein paar Sachen kommen mir auch aus der ungarischen Küche bekannt vor. Es ist faszinierend! Man erfährt in den Kapiteleinführungen auch sehr viel über die unglaubliche Vielfalt der ukrainischen Küche! Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu kaufen und sich die Ukraine auf die eigene kulinarische Landkarte zu holen.

Als erstes möchte ich Euch einen leichten und sehr sommerlichen Salat vorstellen, der alle freuen wird, die gerade in Zucchini ertrinken. Die Zucchini werden nur goldbraun gegart, wahlweise in der Pfanne, Ofen oder auf dem Grill und dann mit dem wunderbar frischen Lyok-Dressing beträufelt. Und diese Variante eines Dressings kannte ich auch noch nicht. Ich denke, die Grundlage sind wirklich nur guter Essig und Knoblauch, die süß-säuerlich abgeschmeckt werden und somit vielseitig einsetzbar sind. In dieser Variante kommen aber noch eine Menge frischer Kräuter wie Dill und Estragon mit rein. Traditionell wird alles im Mörser zerstoßen, aber Ihr könnt auch Euren elektrischen Mixer nutzen, dauert nicht so lange und ist kräftesparend. Und die Kombination ist göttlich! Die cremigen Zucchinischeiben mit diesem süß-sauren Dressing sind eine Offenbarung! Die vielen Kräuter geben ein richtig schönes Aroma! Ich konnte fast nicht aufhören zu essen… Einen kleinen Minuspunkt gibt es, der Salat schmeckt nur am selben Tag. Also lieber alles gleich aufessen :-D

Aber freut Euch definitiv noch auf mehr Rezepte aus dem „Summer Kitchens“-Buch, es ist ein unendlicher Quell der Ideen!

Zucchini mit Kräuter-Essig-Dressing (lyok) nach ukrainischer Art

Zutaten für 2-3 Portionen:
2-3 mittlere Zucchini
2-3 EL Pflanzenöl

Für das Kräuter-Essig-Dressing:
4 Zweige Thymian
1 handvoll Estragonblätter
1 handvoll Dill mit Stielen
1 handvoll Petersilie mit Stielen
1 Knoblauchzehe
6 EL Apfelessig
2 TL Honig oder Zucker
Salz, Pfeffer

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Zucchinis waschen, trocknen. Die Enden ab- und die Zucchinis in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Ohne einander zu überlappen auf das Blech legen und von beiden Seiten mit dem Öl bepinseln. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen bis sie goldbraun sind.
(3) In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten. Die Kräuter waschen, gut trocknen, Blättchen abzupfen, von Dill- und Petersilienstengeln die Enden abschneiden. Die Knoblauchzehe häuten und würfeln. Die Kräuter und Knoblauchzehe entweder in einem Mörser gründlich zerstampfen oder in einem Mixer fein mixen. Im Mixer den Apfelessig zufügen, damit es sich besser zerkleinert. Die Kräuter-Essig-Mischung mit dem Honig, Salz und Pfeffer fein süß-säuerlich abschmecken, es darf ruhig eine spürbare Pfeffernote vorhanden sein.
(4) Die gebackenen Zucchinischeiben warm auf einer Platte arrangieren und jede Scheibe mit etwas vom Dressing bestreichen. Ein bisschen ziehen lassen und dann lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Es passt wunderbar als Vorspeise, kann aber auch mit ein paar Pellkartoffeln eine vollwertige Mahlzeit sein.

Genießen!

Quelle: Hercules, O. (2020): Summer Kitchens. Bloomsbury. p 210

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