Archiv für den Monat Oktober 2020

Türkisches Fladenbrot oder Ramadan pide

Bleiben wir doch ein bisschen bei türkischem Brot, nachdem ich Euch vor 2 Wochen schon die Simit vorgestellt habe. Mögt ihr das Fladenbrot vom Türken genauso sehr wie ich? Ich liebe das ja! Bin aber erst so richtig auf den Geschmack gekommen, als ich im „Klein-Ankara“ Kassels gewohnt habe und sowohl einen türkischen Supermarkt als auch eine richtige Bäckerei mit Holzofen um die Ecke hatte. Diese Fladenbrote, die in der Türkei wohl eher zum Ramadan gegessen werden, sind so wunderbar! Fluffig, luftig, großporig – perfekt für Dips oder Beilage zu Suppen, aber auch super zum Füllen (Döööner!) und Belegen! Für meine Brot-Bedürfnisse wirklich perfekt!

Jetzt wollte ich es mal selbst versuchen und wagte mich an das Rezept von Orkide und Orhan Tancgil aus dem „Türkei vegetarisch“. Und es wurden sehr gute Brote. Nicht so wie vom Bäcker, aber sehr gute Brote für meine Belange. Es hat einen relativ hohen Wasseranteil, aber der leicht klebrige Teig lässt sich trotzdem gut verarbeiten. Sie sind nicht so fluffig, wie die vom türkischen Bäcker (Was ist deren Geheimnis bitte?!?), aber sie sind auch schön großporig und schmecken richtig gut! Mittlerweile mache ich sie ziemlich regelmäßig und auch die etwas mäkelige Tochter einer Freundin fand sie letztens wirklich lecker! Also probiert es ruhig aus, es lohnt sich wirklich! Und am kommenden Dienstag, dem World Sandwich Day, zeige ich Euch, was man noch leckeres mit dem Fladenbrot als Grundlage machen kann :-)

Türkisches Fladenbrot

Zutaten für 2 größere oder 4 kleinere Brote:
1/2 Würfel (20 g) frische Hefe
oder
1 Tüte (7 g) Trockenhefe
1 TL Zucker
300 ml lauwarmes Wasser
450 g Mehl (Type 405 oder 550)
2 TL Salz
1,5 + 1,5 + 1 EL Olivenöl
Mehl zum Arbeiten
1 Eigelb
Schwarzkümmelsamen (optional)
Sesamkörner (optional)

(1) Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und 10 – 15 Minuten stehen lassen bis sich Bläschen bilden.
(2) Das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Salz gut verrühren. Eine Mulde in der Mitte bilden. 1,5 EL Olivenöl und das Wasser-Hefe-Gemisch hinein gießen. Entweder per Hand oder mit einer Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig kneten. Per Maschine dauerte das bei mir ca. 8 Minuten auf niedrigster Stufe. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, ist aber noch ein bisschen klebrig. Die Schüssel abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort 1 – 1,5 Stunden gehen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat.
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen und dieses leicht einmehlen. Das Eigelb mit den 1,5 EL Olivenöl in einer Schale gründlich verrühren. Den letzten EL Öl in ein kleines Schälchen geben.
(4) Die Arbeitsfläche einmehlen. Den Teig aus der Schüssel holen und kurz durchkneten. Halbieren oder vierteln. Die Teigstücke zu Kugeln formen, indem ihr den Teig von außen nach innen „krempelt“. Wenn Ihr 2 Brote wollte, die Teigstücke mit den Händen zu Fladen mit einem Durchmesser von 15-18 cm formen. Wenn Ihr kleinere möchtet, sind 13 cm Durchmesser eine gute Größe. Auf das Backblech legen und mit einem Küchentuch abdecken. Nochmals 30 Minuten ruhen lassen.
(5) In der Zeit den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(6) Wenn das Brot fertig gegangen ist, die Fingerspitzen in das Öl tauchen und in die Brote drücken, um das typische Muster zu erzeugen. Dann die Brote mit der Ei-Öl-Mischung einpinseln und zum Schluss mit dem Schwarzkümmel und/oder Sesam bestreuen.
(7) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Mit einem Blumensprüher etwas Wasser auf den Ofenboden spritzen. Die großen Brote etwa 20 Minuten goldgelb backen, die kleineren ca. 15 Minuten.
(8) Aus dem Ofen holen und die Brote in ein Küchentuch wickeln, damit sie weich werden.

Lauwarm oder abgekühlt servieren.

Genießen!

Quelle: Orkide und Orhan Tancgil, Katharina Seiser (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 224

Schneller Rote Bete-Salat mit Feta

Plant Ihr auch manchmal Essen, aber wisst nicht so recht, was man dazu essen könnte? Ein Salat wäre ja ganz nett, aber nicht so was fies sättigendes, aber auch nicht nur einzelne grüne Salatblätter in dünner Vinaigrette…

Dieser Rote Bete-Salat mit Feta ist Eure Rettung! Er ist superfix zubereitet, denn man kann auch die vorgegarte Rote Bete aus dem Supermarkt nehmen und kann sofort gegessen ohne lange Durchziehzeit. Außerdem sind die Zutaten alle im normalen Supermarkt zu bekommen bzw. schon in Eurem Vorratsschrank. Und lecker ist dieser Salat noch obendrein! Das Erdige der Bete wird durch die Säure von Zitrone und Balsamico gut ausgeglichen. Und lasst bloß nicht Feta und Minze weg, die nochmal einen schönen Kontrast reinbringen! Bei uns in der Familie ist er Standard geworden und passt auch wunderbar zum Abendbrot! Also los, worauf wartet Ihr!

Schneller Rote Bete-Salat mit Feta

Zutaten für 4 Portionen:
500 g vorgegarte Rote Bete
1 kleines Bund Petersilie
1-2 Zweiglein Minze
Salz, Pfeffer
1/2 – 1 Zitrone, Saft
2 EL Balsamicoessig
4-6 EL Olivenöl
50 – 100 g Feta

Die Rote Bete grob reiben (per Hand mit der Reibe, mit Hilfe einer Küchenmaschine). Die Petersilie und Minze waschen, gut trocknen, fein hacken und mit der Rote Bete mischen.
Salzen und pfeffern. Alles mit dem Zitronensaft, Balsamico und Olivenöl vermischen. Abschmecken. Zum Schluss den Feta über den Salat krümeln.

Genießen!

Quelle: nach Jamie Oliver „30 Minutes meals“

Mediterranes Ofengemüse mit Halloumi

Frau Kochschlampe und ich stehen ja in täglichem Austausch. Und natürlich spielt neben dem aktuellen Tagesgeschehen auch Essen eine große Rolle. Wir können stundenlang über Essen reden! So schicken wir uns öfter Links mit Rezepten hin und her, die wir entweder für ausprobierenswert erachten oder schon ausprobierten und begeistert waren. So landete ein Rezept für griechisches Ofengemüse mit Feta im Chat, mit dem Hinweis, dass es gut entzerrt zubereitet werden kann, weil es ja eh noch marinieren müsse. Perfekt für mich!

Also noch schnell das fehlende Gemüse besorgt, dazu gehörten die letzten deutschen frischen Buschbohnen aus Deutschland, ein schöner Blumenkohl, dessen Rest zur ungarischen Blumenkohlsuppe wurde und eine mittelgroße Zucchini aus der Region. Paprika und Tomaten waren noch vom Balkon vorhanden und Zwiebeln und Oliven im Vorrat. Auch einen Block Halloumi hatte ich beim letzten Besuch im türkischen Supermarkt mitgenommen. Natürlich könnt ihr Gemüse nehmen, das ihr besonders mögt: Brokkoli, Pilze, Aubergine, Zuckerschoten, Wurzelgemüse, Spargel. Lasst Euren Gelüsten freien Lauf! Die Zubereitung ist echt einfach: Gemüse vorbereiten, Marinade zusammen rühren, alles vermischen, marinieren lassen und dann für ca. 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben. Tadaa! Wirklich richtig leckeres Ofengemüse!

Mediterranes Ofengemüse mit Halloumi

Zutaten für 2 große Portionen/1 Blech:
2 rote Zwiebeln
1 handvoll Cherrytomaten
1 handvoll Grüne Bohnen
1 mittlere Zucchini
1/3 mittelgroßer Blumenkohl
1 Spitzpaprika
1 handvoll Oliven
200 g Halloumi oder Feta

Für die Marinade:
1 Knoblauchzehe
1,5 TL getrockneter Oregano
1 TL Thymian
Salz, Pfeffer
3 EL Balsamico-Essig
8 EL Olivenöl

Benötigt Zeit zum Marinieren: 2 Stunden bis über Nacht

(1) Zuerst das ganze Gemüse vorbereiten und alles in eine große Schüssel geben. Die Zwiebeln häuten und je nach Größe vierteln oder achteln. Die Cherrytomaten je nach Größe halbieren oder ganz lassen. Von den gewaschenen Bohnen die Endenn abknipsen. Die Zucchini halbieren und in ca. 1-1,5 cm breite Halbmonde schneiden. Den Blumenkohl in mittelgroße Röschen teilen. Die Spitzpaprika je nach Größe sechsteln oder achteln nachdem die Kerne entfernt wurden. Die Oliven einfach dazu schmeißen.
(2) Dann die Marinade zubereiten. Dafür die Knoblauchzehe häuten und sehr fein hacken oder pressen. Gründlich mit den restlichen Zutaten verrühren. Die Marinade über das Gemüse gießen und gut miteinander vermischen. Gut verschließen und für die gewünschte Zeit in den Kühlschrank stellen.
(3) Wenn Ihr essen wollt, ein Blech mit Backpapier belegen und den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Gemüse aus dem Kühlschrank nehmen. Den Halloumi oder Feta in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.
(4) Wenn der Ofen heiß ist, das Gemüse ohne die sich gebildete Flüssigkeit gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Den Käse dazwischen verteilen. Auf mittlerer Schiene 25-30 Minuten backen bis das Gemüse gar und etwas gebräunt ist.

Genießen!

Quelle: Cotton CrunchKeto Meal Prep Greek Vegetables with Feta

Klassisches Tsatsiki/Tzaziki oder Zaziki

Bevor es zu kalt wird für Joghurtdips, möchte ich hier noch schnell das klassische Tsatsiki festhalten, dass ich im Sommer gemacht habe. Wobei so ein frischer Joghurtdip macht sich auch gut in der kalten Jahreszeit, zum Beispiel zu wunderbar wärmendem Winterofengemüse aus Kartoffeln, Rote Bete, Möhren, Kohl, oder? Nur sind dann die Gurken nicht wirklich saisonal… Irgendwas ist ja immer ;-)

Wobei so ein bisschen peinlich ist es ja schon so ein schnödes Tsatsiki-Rezept jetzt noch auf dem Blog zu stellen … Aber ich fand es außerordentlich gut gelungen und wollte zumindest die Mengen festhalten. Aber vielleicht sucht die geneigte Leserschaft noch nach einem leckeren, einfachen Rezept? Dann bitteschön:

Klassisches Tsatsiki

Für 2 Portionen:
1 Salatgurke
Salz
250 g Griechischen Joghurt (!0% Fett)
1-4 Knoblauchzehen
Pfeffer
1 Prise gemahlenen Kreuzkümmel (optional)
Olivenöl zum Servieren

(1) Als erstes von der Gurke die Enden abschneiden und schälen. Dann grob raspeln. Wenn die Gurken sehr viel Kerngehäuse haben sollten, dieses erst rausschneiden. Die Gurkenraspeln in eine Schale geben und salzen. Gut durchmischen. Dann 30-60 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen.
(2) Die Knoblauchzehe(n) häuten und sehr fein hacken/würfeln.
(3) Nach der Zeit die Gurkenraspeln mit den Händen gut ausdrücken und in eine verschließbare Schüssel geben. Joghurt, Knoblauch hinzufügen und gut verrühren. Mit Pfeffer und wenn gewünscht mit Kreuzkümmel würzen. Die Schüssel verschließen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Dann nochmal kosten, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt, gegebenenfalls nachwürzen.

Zum Servieren noch mit ein bisschen Olivenöl begießen.

Passt zu Gegrilltem oder einfach nur frischem Weißbrot.

Genießen!

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