Türkisches Fladenbrot oder Ramadan pide

Bleiben wir doch ein bisschen bei türkischem Brot, nachdem ich Euch vor 2 Wochen schon die Simit vorgestellt habe. Mögt ihr das Fladenbrot vom Türken genauso sehr wie ich? Ich liebe das ja! Bin aber erst so richtig auf den Geschmack gekommen, als ich im „Klein-Ankara“ Kassels gewohnt habe und sowohl einen türkischen Supermarkt als auch eine richtige Bäckerei mit Holzofen um die Ecke hatte. Diese Fladenbrote, die in der Türkei wohl eher zum Ramadan gegessen werden, sind so wunderbar! Fluffig, luftig, großporig – perfekt für Dips oder Beilage zu Suppen, aber auch super zum Füllen (Döööner!) und Belegen! Für meine Brot-Bedürfnisse wirklich perfekt!

Jetzt wollte ich es mal selbst versuchen und wagte mich an das Rezept von Orkide und Orhan Tancgil aus dem „Türkei vegetarisch“. Und es wurden sehr gute Brote. Nicht so wie vom Bäcker, aber sehr gute Brote für meine Belange. Es hat einen relativ hohen Wasseranteil, aber der leicht klebrige Teig lässt sich trotzdem gut verarbeiten. Sie sind nicht so fluffig, wie die vom türkischen Bäcker (Was ist deren Geheimnis bitte?!?), aber sie sind auch schön großporig und schmecken richtig gut! Mittlerweile mache ich sie ziemlich regelmäßig und auch die etwas mäkelige Tochter einer Freundin fand sie letztens wirklich lecker! Also probiert es ruhig aus, es lohnt sich wirklich! Und am kommenden Dienstag, dem World Sandwich Day, zeige ich Euch, was man noch leckeres mit dem Fladenbrot als Grundlage machen kann :-)

Türkisches Fladenbrot

Zutaten für 2 größere oder 4 kleinere Brote:
1/2 Würfel (20 g) frische Hefe
oder
1 Tüte (7 g) Trockenhefe
1 TL Zucker
300 ml lauwarmes Wasser
450 g Mehl (Type 405 oder 550)
2 TL Salz
1,5 + 1,5 + 1 EL Olivenöl
Mehl zum Arbeiten
1 Eigelb
Schwarzkümmelsamen (optional)
Sesamkörner (optional)

(1) Die Hefe mit dem Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und 10 – 15 Minuten stehen lassen bis sich Bläschen bilden.
(2) Das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Salz gut verrühren. Eine Mulde in der Mitte bilden. 1,5 EL Olivenöl und das Wasser-Hefe-Gemisch hinein gießen. Entweder per Hand oder mit einer Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig kneten. Per Maschine dauerte das bei mir ca. 8 Minuten auf niedrigster Stufe. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, ist aber noch ein bisschen klebrig. Die Schüssel abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort 1 – 1,5 Stunden gehen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat.
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen und dieses leicht einmehlen. Das Eigelb mit den 1,5 EL Olivenöl in einer Schale gründlich verrühren. Den letzten EL Öl in ein kleines Schälchen geben.
(4) Die Arbeitsfläche einmehlen. Den Teig aus der Schüssel holen und kurz durchkneten. Halbieren oder vierteln. Die Teigstücke zu Kugeln formen, indem ihr den Teig von außen nach innen „krempelt“. Wenn Ihr 2 Brote wollte, die Teigstücke mit den Händen zu Fladen mit einem Durchmesser von 15-18 cm formen. Wenn Ihr kleinere möchtet, sind 13 cm Durchmesser eine gute Größe. Auf das Backblech legen und mit einem Küchentuch abdecken. Nochmals 30 Minuten ruhen lassen.
(5) In der Zeit den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(6) Wenn das Brot fertig gegangen ist, die Fingerspitzen in das Öl tauchen und in die Brote drücken, um das typische Muster zu erzeugen. Dann die Brote mit der Ei-Öl-Mischung einpinseln und zum Schluss mit dem Schwarzkümmel und/oder Sesam bestreuen.
(7) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Mit einem Blumensprüher etwas Wasser auf den Ofenboden spritzen. Die großen Brote etwa 20 Minuten goldgelb backen, die kleineren ca. 15 Minuten.
(8) Aus dem Ofen holen und die Brote in ein Küchentuch wickeln, damit sie weich werden.

Lauwarm oder abgekühlt servieren.

Genießen!

Quelle: Orkide und Orhan Tancgil, Katharina Seiser (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 224

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Ein Kommentar zu “Türkisches Fladenbrot oder Ramadan pide

  1. […] belege ein kleines Blech mit Backpapier. Dann halbiere ich eins von meinen kleinen selbstgebackenen Fladenbroten, die Hälften werden mit ordentlich Schmand (20%ig) bestrichen, der dann leicht mit Salz und […]

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