Archiv der Kategorie: Arbeitnehmergerichte

Frühlingshafter Orient – Grüner Erbsen-Hummus

Ich muss gestehen, ich mag Dips sehr, aber bin kein großer Fan von Hummus. Ja, er ist gesund und schon seit Jahren voll der heiße Scheiß, aber irgendwie komme ich an die klassische Variante nicht ran. Meistens schmeckt es mir zu dumpf, zu erdig ohne frischen Kontrast. Oder ich habe bisher immer die falschen probiert…

Im wirklich schönen Buch „Veggiestan“ von Sally Butcher fiel mir eine Version mit grünen Erbsen auf. Hey, Erbsen magst Du ja. Also eigentlich liebeliebeliebe ich sie und könnte sie jeden Tag essen. Vielleicht machen die mir als Grundzutat ja einen Hummus schmackhaft. Nun musste ich noch Tahin, also die Sesampaste besorgen. Da akut kein türkischer Supermarkt in fußläufiger Entfernung war, versuchte ich es im Supermarkt nebenan. Da ich wenig Lust auf Suchen hatte (er wurde vor kurzem umgebaut) frug ich einen jungen Mitarbeiter. Es folgten große Augen, mehrmaliges Nachfragen, was ich denn bitte suche? Na, Tahin, so orientalische Sesampaste… Er führte mich zum Regal mit den Bio-Lebensmitteln, weil – Originalzitat – „Die komischen Sachen sind immer beim Biozeug zu finden.“ :-D Und war es dann tatsächlich auch *gg* (Für was kann ich Tahin eigentlich noch benutzen? Wäre ja schade, wenn das gute Biozeug ranzig würde…)

Mit vollständigen Zutaten (das meiste ist ja eh im Vorratsschrank) ging es nach Hause und schnell wurde der Hummus für einen bunten Snack-Teller zum Eurovision Song Contest gebastelt. Die Zubereitung benötigt wirklich kaum Zeit und diese Version schmeckt tatsächlich frischer als die klassische mit Kichererbsen. Ein wirklich köstlicher und farbenfroher Dip zu Rohkost. Allerdings würde ich ihn innerhalb von maximal 2 Tagen verbrauchen, weil der Geschmack im Kühlschrank nicht unbedingt besser wird. Also lieber für einen netten gemütlichen Abend mit Freunden zubereiten, wenn er auch verbraucht werden kann. Aber probiert den Dip wirklich mal aus :-)

Grüner Erbsen-Hummus

Zutaten für 3-4 Portionen:
250 g tiefgekühlte Erbsen
1 EL Tahin
Saft und Schale von 1/2-1 Zitrone
1 EL Olivenöl
1 größere Knoblauchzehe
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
einige Stengel Petersilie
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
etwas Olivenöl
eine Prise Cayennepfeffer

(1) Die Erbsen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und in etwa 5 Minuten garen bis sie weich sind. Abgießen, unter kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
(2) Die Schale einer halben Zitrone fein abreiben, Knoblauch häuten und würfeln, Petersilie waschen, trocknen und grob hacken.
(3) Erbsen, Tahin, Zitronensaft und -schale, Olivenöl, Knoblauch, Kreuzkümmel und Petersilie in einen Mixer geben und kurz pürieren. Wahrscheinlich ist die Masse noch zu fest, also so ca. 1 EL Wasser dazu geben und etwas weiter pürieren bis es den gewünschten Feinheitsgrad erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer würzen, in eine Schüssel füllen. Mit Olivenöl und Cayennepfeffer vollenden und servieren.

Genießen!

Quelle: Butcher, S. (2012): Veggiestan. Der Zauber der orientalischen Küche. Christian Verlag. p 123

Norddeutsche Spezialität – Labskaus

 

Obwohl ich in Rostock geboren und aufgewachsen bin, also eindeutig in Norddeutschland, kenne ich kaum richtig norddeutsche Gerichte. Könnte daran liegen, dass Frau Mamas Familie aus der Magdeburger Ecke und von Herrn Papas Seite bekannterweise aus Ungarn. Außerdem wurde ich im Kindergarten und ersten Jahre der Schule zu DDR-Zeiten fremdversorgt. Wobei es da auch ein paar Mecklenburger Sachen gab, wie meine geliebte Grützwurst. Bei selbstgekochten Sachen fast keine Chance echte norddeutsche Küche zu erleben. Also muss ich selbst ran: recherchieren und ausprobieren.

Ein Klassiker ist ja Labskaus. Viele gruseln sich davor, weil der Hauptbestandteil des Gericht leider wirklich eher wie schonmal gegessen Pamps aussieht. Aber wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, wird man überrascht. Es ist ein Kartoffelbrei, der mit feinst zerkleinerter Roter Bete und Corned Beef vermischt wird und dazu gibt es Spiegelei und etwas vom Hering wie Rollmops. Es soll ein typisches Gericht der Seefahrer früher gewesen sein, als es noch keine so effizienten Kühlmöglichkeiten wie heutzutage gab. Kartoffeln und Rote Bete sind gut lagerfähig und Corned Beef ist auch sehr haltbar gemachtes Rindfleisch, so dass es die letzten Sachen waren, die auf Reisen übrig waren und zusammen geschmissen wurden. Die Gelehrten sind sich nicht einig, wie authentisch der Fisch als Beilage war, weil einige der Meinung sind, dass die Seemänner eh schon andauernd Fisch aßen und dementsprechend wahrscheinlich keine Lust auf Rollmops und Konsorten hatten.

Unsere norddeutsch-ungarische Familie mag das Gericht aber sehr gerne – cremig würziger Kartoffelbrei, der eine nette süße Note durch die Rote Bete und Gewürzgurken enthält. Und irgendwie bringen das Spiegelei und der Rollmops mit seiner Säure das ganze Essen zur Perfektion! Es gibt verschiedene Zubereitungsweisen, aber diese sehr einfache, unkomplizierte passt für uns.

Auch die nicht norddeutschen Leser, probiert es ruhig aus und lasst Euch nicht vom Aussehen des Gerichts abschrecken. Echtes Comfort Food sieht doch nie ansprechend aus, oder? ;-)

Hamburger Labskaus

Zutaten für 4 Portionen:
750 g Kartoffeln
500 g geschälte, gegarte Rote Bete
250 g Corned Beef
3-4 Gewürzgurken
4-6 EL Gewürzgurkenflüssigkeit
Salz, Pfeffer
4 Eier
Schluck Öl
4 Rollmöpse

(1) Die Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden. In einem Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und so langen kochen, bis sie gar sind.
(2) Währenddessen die Rote Bete kleiner schneiden und zusammen mit dem grob geschnittenen Corned Beef und Gewürzgurken in einem Mixer fein zerkleinern. Das Ganze mit der Gewürzgurkenflüssigkeit auflockern und mit Salz und Pfeffer würzen.
(3) Die Kartoffeln abgießen und grob stampfen. Die Rote Bete-Corned Beef-Mischung dazu geben, gut durchrühren und auf dem Herd bei mittlerer Hitze erwärmen.
(4) Während das geschieht das Öl in einer großen Pfanne bei mittelhoher Hitze warm werden lassen. Die vier Eier hinein geben und bei mittlerer Hitze zu Spiegeleiern braten.

Zum Servieren den Kartoffel-Rote Bete-Brei auf den Tellern verteilen, das Rührei und einen Rollmops dazu geben.

Genießen!

Quelle: nach Für jeden Tag 03/2008 – Hamburger Labskaus

Der Rest des Tages bei den Eltern war auch sehr entspannt. Irgendwie bekamen wir den Hut, den Frau Mama zu ihrer Hochzeit trug in die Hände. Immer noch sehr hübsch, aber mir leider zu klein *g* Frau Mama war 1978 übrigens Trendsetter mit ihrem Hut im ungarischen Heimatdorf, danach kamen noch etliche Bräute, die auf einmal Hut auf dem Kopf hatte :-D

Für den Abend hatte ich mir Fondue gewünscht, da wir es weder zu Weihnachten noch Silvester gemacht hatten. Es war wieder wunderbar entspannt und köstlich!

Als gesunde Beilage hatte ich einen Salat aus ofengeröstetem Gemüse gemacht (auf 1 Uhr), den ich dringend nochmal basteln und verbloggen muss, weil er wirklich so köstlich war!

Ach, ich liebe es bei der Familie zu sein!

Partysuppe entspannt – Gulaschsuppe aus dem Slowcooker

Seid ihr Silvester-Partytiere oder lasst ihr es gemütlich angehen? Ich bin ja der totale Silvestermuffel und verbringe den Abend am liebsten mit meiner Familie zu Hause. Leckere Kleinigkeiten zum Essen, alberne Unterhaltungen und hoffentlich gutes TV-Programm. Wir sind da sehr genügsam :-)

Meine deutschen Großeltern allerdings! Die haben in 50er und 60ern aber offensichtlich wilde Silvesterfeiern geschmissen:

Meine Großeltern 1956:

Ha! Das Photographieren von Essen ist keine neumodische Erfindung:

Jungejungejunge! Leider kann ich die beste Oma von allen nicht mehr fragen, was es damals genau zu Essen gab, aber bestimmt waren Mitternachtssuppen schon beliebt. Ich meine, wer könnte einer schön herzhaften Suppe widerstehen, wenn er verfroren aus der Kälte kommt, nachdem alle Raketen und Böller abgeschossen sind. Und ich glaube, ein bisschen Alkohol im Körper kann den Schmacht auf so ein Gericht auch steigern ;-)

Aber wenn man schon eine Party schmeißt, ist man auch froh, wenn sich manche Sachen von selbst erledigen. Und da kommt der Slowcooker ins Spiel. Während ihr die Wohnung auf Vordermann bringt und dekoriert und andere Kleinigkeiten zubereitet, schmurgelt diese Gulaschsuppe langsam im Slowcooker vor sich hin und ihr müsst Euch nicht drum kümmern, außer maximal 20 Minuten in die Vorbereitungszeit investieren. Die nächsten 8-10 Stunden könnt ihr den Slowcooker getrost vergessen.

Und die Suppe ist wirklich lecker und schmeckt tatsächlich ungarisch. Ich habe Gabis Rezept nur durch die Zugabe der Petersilienwurzel geändert, weil die nunmal an ungarische Suppen gehört. Wenn ihr also zufällig Petersilienwurzeln seht, greift dringend zu! Sie sollten momentan auf jedem Wochenmarkt oder in osteuropäischen Supermärkten zu finden sein. Sie bringen ein angenehm Aroma in die Suppe wie sonst kein anderes Gemüse. Merkt man, dass ich so ein bisschen verliebt in die Petersilienwurzel bin? Ansonsten ist das Fleisch wunderbar zart, das Gemüse noch angenehm bissfest und nicht zerkocht. Der Sud wird schön würzig durch die lange Zeit im Slowcooker, so dass die Aromen sich richtig gut miteinander verbinden können. Ich war sehr begeistert! Wird es öfter geben!

Wer jetzt allerdings keinen Slowcooker sein eigen nennt, der kann trotzdem eine tolle Gulaschsuppe kochen. In diesem Beitrag zeige ich, wie es auch auf dem normalen Herd geht.

Gulaschsuppe aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
250 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
250 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
250 g Möhren und Petersilienwurzel gemischt
2 Paprikaschoten
500 g Schweinegulasch
2,5 EL Butterschmalz oder Schmalz
1 Tl Paprikapulver rosenscharf
4 TL Paprikapulver edelsüß
2 EL Tomatenmark
750 – 900 ml Brühe (oder Wasser)
Salz, Pfeffer
1 TL Kümmel

Zum Servieren:
feingehackte Petersilie
Saure Sahne
frisches Brot

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Die Kartoffeln und Wurzelgemüse schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Aus den Paprikaschoten die Kerne entfernen und in ca. 1,5-2 cm große Würfel schneiden.
(2) 1 EL Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Würfel der Kartoffeln und Wurzelgemüse bei hoher Hitze anbraten.  In den Einsatz des Slowcookers geben, Deckel drauf und auf HIGH stellen.
(3) Einen weiteren EL des Butterschmalz‘ in der Pfanne erhitzen. Das Fleisch bei hoher Hitze von allen Seite braun anbraten. In den Einsatz geben.
(4) Den Rest Butterschmalz wieder in der Pfanne erhitzen, diesmal auf mittlerer Hitze. Die Zwiebelwürfel langsam anbraten bis sie leicht braun sind. Die Pfanne vom Herd nehmen und die beiden Sorten Paprikapulver unterrühren. Ebenso den Knoblauch. Wieder auf den Herd stellen. Das Tomatenmark gut hinein rühren und so lange braten bis das Paprikapulver duftet, aber nicht verbrennt, sonst wird es bitter. Mit einem großzügigen Schluck der Brühe ablöschen und alles in den Slowcookereinsatz geben.
(5) Die Paprikaschotenstückchen hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen. Die restliche Brühe zugießen und umrühren. Deckel drauf und 8-9 Stunden auf LOW garen oder 4-5 Stunden auf HIGH. Oder bis die Kartoffeln und Möhren/Petersilienwurzeln gar sind.

Auf den Tellern dann mit der Petersilie und Saurer Sahne garnieren.

Genießen!

Quelle: Crocky-BlogGulaschsuppe ungarisch

Entspannt in der Vorweihnachtszeit – Salisbury Steak

Wie kriegt Ihr das mit dem Weihnachtstrubel so hin? Könnt Ihr gelassen bleiben und reduziert den Arbeitsaufwand oder verfallt ihr in Hektik? Wir versuchen den Stress und die Zeit in der Küche soweit es geht, zu reduzieren. Frau Mama möchte halt gerne so Zeit mit uns verbringen und mich nicht nur in der Küche sehen. Wobei ich da manchmal ja auch kein Problem habe und gerne in der Küche stehe und vor mich hinwerkel *g* (Wozu habe ich sonst diesen kleinen Blog?!?) Es schadet jedenfalls nicht an den Tagen vor Weihnachten einfache, herzhafte Gerichte in petto zu haben (Konteressen bei dem ganzen Süßkram), die sich selbst basteln, während Ihr den Weihnachtsbaum, Weihnachtsbraten oder Weihnachtsgeschenke besorgt.

Diese amerikanische Version eines Klops mit Sauce, genannt Salisbury Steak ist ideal dafür. Die Vorbereitungszeit beträgt maximal 15 Minuten und dann kann es locker 4 Stunden unbeaufsichtigt vor sich hin köcheln. Erfunden wurde es von einem Dr. Salisbury zum Zwecke der Gewichtsreduzierung bei der Diät mit wenig Kohlehydraten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist es unter dem Namen „Salisbury Steak“ bekannt, auch wenn das für einen Deutschen eher seltsam klingt, weil wir ja mit dem Wort „Steak“ ein anderes Fleischstück assoziieren. Mittlerweile hat es sich zu einem Standardgericht der US-amerikanischen Küche entwickelt und ist im ganzen Land beliebt. Aber nicht nur dort, in einem Buch über japanische Alltagsküche fand ich ebenfalls eine Version unter dem Namen „Hambāgu (ハンバーグ)“, die ich auch nochmal ausprobieren möchte. Schon faszinierend, wie sich so eine einfache Frikadelle mit Sauce doch weltweit durchgesetzt hat.

Dieses Rezept hatte ich in der Facebook-Gruppe „Slowcooker Girls & Boys“ gefunden und muss sagen, es war äußerst schmackhaft und wird definitiv in den Standard aufgenommen. Zartes Fleisch mit einer würzigen Sauce in angenehmer Konsistenz dazu. Als Kind hätte ich es sehr gemocht!

Salisbury Steak

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
100 g Champignons
1/2 Zwiebel
150 ml Brühe
1 EL Ketchup
1 TL Dijon Senf
1 El gehackte Petersilie
1 EL Speisestärke
2 EL kaltes Wasser

Für die Steaks:
400 g Hackfleisch
1 Eigelb
1/2 Zwiebel
2 EL Semmelbrösel
1,5 EL Milch
1/2 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

1 EL Öl

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 4-5 Stunden
Stufe: LOW

(1) Das Übliche: erst das Gemüse vorbereiten. Von den Champignonstielen die Enden abschneiden, mit einem Tuch den groben Dreck abmachen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel fein würfeln, die Knoblauchzehe ebenfalls. Die Champignonscheiben in den Slowcookereinsatz geben.
(2) Hälfte der Zwiebeln mit Knoblauch mit den übrigen Zutaten der Steaks gut verkneten. Zu 4 flachen Frikadellen formen.
(3) 1/2 EL in einer Pfanne erhitzen und die Frikadellen etwa 3 Minuten pro Seite anbraten und auf die Pilze in den Slowcooker setzen. Das restliche Öl erhitzen, die übrigen Zwiebeln darin glasig andünsten. Mit der Brühe ablöschen. Ketchup und Senf unterrühren. Die Sauce über die Salisbury Steaks in den Slowcooker gießen.
(4) Deckel aufsetzen und ca. 4 Stunden auf LOW garen.
(5) Die Speisestärke mit dem Wasser in einer kleinen Tasse klümpchenfrei verrühren. Die Frikadellen rausnehmen und mit Folie abgedeckt warm stellen. Die aufgelöste Stärke in die Sauce rühren. Slowcooker auf HIGH stellen und offen so lange köcheln lassen bis es andickt.

Die Steaks zusammen mit der Sauce anrichten. Dazu passt Kartoffelbrei/Nudeln und eine Gemüsebeilage oder Salat nach Wahl.

Genießen!

Quelle: aus der Facebook-Gruppe „Slowcooker Girls & Boys“

Natürlich kann das Gericht auch auf einem normalen Herd gekocht werden. Dafür die geformten Frikadellen in einer Pfanne mit Deckel anbraten. Die Klopse rausnehmen und zur Seite stellen. In der Pfanne die Pilze und Zwiebelwürfelchen anbraten, würzen, mit der Brühe ablöschen und die restlichen Zutaten unterrühren bis auf die Stärke und Wasser. Die Frikadellen wieder rein setzen, Deckel drauf und bei mittlerer bis geringer Hitze etwa 20 Minuten schmurgeln bis alles gar ist. Die Klopse rausnehmen, Hitze hochstellen und die mit Wasser verrührte Stärke unterrühren und so lange kochen lassen bis die Sauce andickt. Alles zusammen servieren!

Unkompliziert perfekt winterlich: Balkan-Kohltopf aus dem Slowcooker

Die Zeit der Eintöpfe und Schmorgerichte ist schon seit ein paar Wochen über uns und was passt das besser als den kleinen Slowcooker wieder rauszuholen. Aber so wirklich weit weg war er bei mir auch in der warmen Jahreszeit nicht, weil mir die Schmormonster doch so einiges an Kraft und Zeit spart.

Jetzt im Winter ist es offensichtlich vorbei mit der herrlichen Pracht an frischem Gemüse wie Zucchini, Aubergine und Tomaten, die leeren Töpfe auf dem Balkon sehen schon traurig vereinsamt aus. Aber dafür gibt es die anderen leckeren Lagergemüse wie diverse Kohl- oder Kürbissorten. Warum also nicht nutzen und leckere Schmorgerichte daraus zaubern.

Im „Slowcooker für 2“ ist ein Rezept enthalten, dass mich frappierend an den geliebten Hackschmorkohl erinnert, nur dass die Kartoffeln schon drin sind und die Würzung sich eher am Balkan orientierte mit Ajvar und Paprikapulver. Prinzipiell ist es auch schnell zusammen gestellt. Wer jetzt morgens aber nicht zu solche koordinativen Leistungen wie unfallfreies Kartoffelhobeln fähig ist, kann die Zutaten schon am Abend vorher vorbereiten, kühl zwischenlagern und am Morgen schnell in den Einsatz geben und anstellen.

Und nach der Arbeit (oder Ausflug, Gartenarbeit etc.) wird man mit einem wunderbar würzigen, sättigenden Eintopf, der herrlich von innen wärmt, belohnt.

Balkan-Kohltopf aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 größere Portionen:
1 EL Butter
200 g Kartoffeln
200 g Weiß- oder Spitzkohl
Salz, Pfeffer
1 Prise Kümmel
1/2 bis 1 TL Paprikapulver edelsüß
1 EL Öl
250 g Hack
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
125 ml Wasser
50 g Ajvar

Zum Servieren:
50 g Feta

Slowcooker: 1,5 l
Stufe und Zeit: 6-6,5h auf LOW oder 3,5h auf HIGH

(1) Zuerst den Einsatz des Slowcookers mit der Butter einfetten.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in 2 mm dünne Scheiben hobeln. In den Keramikeinsatz schichten, leicht salzen und pfeffern. Den Kohl in ca. 3 mm dicke Streifen schneiden, mit Salz, Pfeffer und Kümmel etwas durchkneten und auf die Kartoffeln geben.
(3) Zwiebel und Knoblauch häuten. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch durch die Presse drücken. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hack mit Zwiebel und Knoblauch darin krümelig braten. Mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen und in den Slowcooker auf die Kohlstreifen geben.
(4) Das Wasser gut mit dem Ajvar verrühren und über den Kohltopf gießen.
(5) Deckel aufsetzen und auf HIGH ca. 3,5 Stunden garen lassen.
(6) Den Feta über das Hack krümeln und servieren.

Genießen!

Quelle: Westphal, U., Frankemölle, G. (2015): Slowcooker für 2. p 55

Blumenkohl-Spinat-Curry

Es geht stark auf Weihnachten zu. Das ist offensichtlich, denn in den sozialen Medien werde ich mit Plätzchen und Konsorten so überflutet, dass ich fast keine Lust mehr habe, selbst welche zu backen … Da brauche zumindest ich ein herzhaftes Konteressen. In diesem Fall empfehle ich Euch dieses vegetarische, ja sogar vegane Curry, wenn ihr den Joghurt zum Schluss weg lasst. Und gleich kriegt man noch ein paar Vitamine und Wärme verpasst, die zu dieser Jahreszeit ja auch nie verkehrt sind.

Natürlich ist das Curry nicht original indisch, aber dafür köstlich und unkompliziert schnell zubereitet. Probiert es mal aus! Schmeckt wirklich vorzüglich!

Blumenkohl-Spinat-Curry

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 kleiner Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 cm Ingwer
2 handvoll Babyspinat
3-4 mittelkleine Tomaten
1 EL Butterschmalz oder Öl
1 gehäufter TL Currypaste
Salz, Pfeffer

Optional: Joghurt zum Servieren

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Den Ingwer mit Hilfe eines Löffels schälen und fein reiben. Den Blumenkohl in Röschen teilen, die Tomaten in Würfel schneiden. Den Spinat waschen und abtropfen lassen.
(2) Das Fett in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln langsam andünsten bis sie glasig sind. Den Knoblauch und Ingwer hinzufügen und kurz mitdünsten bis sie duften. Die Hitze hochschalten und das Curry zugeben. So lange anbraten bis das Curry duftet. Die Tomatenwürfel hinzufügen, einen Schluck Wasser dazu geben, Deckel drauf und bei kleiner Hitze 10 Minuten dünsten.
(3) Den Blumenkohl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten dünsten. Den Deckel abnehmen und den Spinat unterrühren. So lange köcheln lassen bis er zusammen gefallen und gar ist. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt.

Zusammen mit Reis oder Fladenbrot und eventuell Joghurt servieren.

Entspannt im Herbst – Simple Kürbis-Curry-Suppe aus dem Slowcooker

 

So, nach der letzten doch noch wirklich sehr sommerlichen Woche, ist hier in Göttingen seit gestern Herbst – Kühle, Wolken, Regen. Und schwupps packte mich die Lust auf Suppe. Und da ein von mir gekaufter Butternutkürbis offensichtlich eine schadhafte Stelle in der Schale hatte und deswegen etwas angeditscht war, musste er schnell verarbeitet werden. Und was passt besser zum ersten regnerischen Herbsttag der Saison als Kürbiscremesuppe?!? Weil schon absehbar war, dass ich abends keine Lust zum Kochen am Herd haben werde, wurde der kleine Slowcooker beauftragt. Schnell Gemüse schnippeln, die Zwiebelwürfelchen mit den Curry andünsten, alles mit Brühe in den Einsatz geben und 7 Stunden vor sich hinschmurgeln lassen, während ich ein Nickerchen machte und für die bevorstehende IHK-Abschlussprüfung lernte:

Zum Schluss nur noch pürieren und schon ist die bauchwärmende Suppe für’s Abendbrot fertig. Perfekt! Ich habe mir noch ein paar Rosinen auf die Suppe gestreut und mit etwas Joghurt verfeinert, kann mir aber auch vorstellen, dass karamellisierte Feigen da was hermachen, wenn man das Süppchen Gästen als Vorspeise servieren möchte. Dafür ist der Slowcooker nämlich auch wunderbar geeignet – vor sich hin köcheln, während man selbst noch mit anderen Essenszubereitungen beschäftigt ist.

Kürbis-Curry-Suppe aus dem Slowcooker

Zutaten für 3 Portionen:
400 g Butternutkürbis
2 Kartoffeln (keine festkochende Sorte)
1 mittelgroße Mohrrübe
1 kleine Petersilienwurzel
2 cm frischer Ingwer
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Öl
1 TL Currypulver
Salz, Pfeffer
500 ml Gemüsebrühe

Zum Servieren:
Joghurt/Schmand/Creme fraiche
Rosinen

Slowcooker: 1,5 l
Zeit und Stufe: 3-4 Stunden HIGH oder 7 Stunden LOW

(1) Den Kürbis schälen und die Kerne entfernen. In grobere Würfel schneiden. Die Kartoffeln, Möhre und Petersilienwurzel mit einem Sparschäler schälen und in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Die Schale des Ingwers mit Hilfe eines kleinen Löffels abschaben und fein reiben.  Alles in den Einsatz des Slowcookers geben.
(2) Zwiebel und Knoblauch häuten, fein würfeln. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Currypulver bestreuen und kurz mitrösten. Alles zum Gemüse in den Slowcooker geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, die Gemüsebrühe angießen.
(3) Deckel aufsetzen und dann 7 Stunden auf LOW köcheln lassen.
(4) Die Suppe im Topf mit dem Pürierstab fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz noch mit etwas Brühe verdünnen.

Auf Teller geben, mit Joghurt und Rosinen verzieren.

Genießen!

Wer keinen Slowcooker hat, kann die Suppe natürlich auch auf dem Herd kochen. Dafür die Zwiebel- und Knoblauchwürfel in einem größeren Topf in 2 EL Öl andünsten, mit Currypulver bestäuben. Das vorbereitete restliche Gemüse dazu geben und kurz mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer würzen und Gemüsebrühe aufgießen. Abgedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist und dann zu einer geschmeidigen Suppe pürieren.

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