Archiv der Kategorie: Arbeitnehmergerichte

Kulinarische Weltreise – Kroatien: Blitva

Die kulinarische Weltreise begibt sich auf die nächste europäische Station: Kroatien. War ich widerum noch nie, obwohl es ja ganz nah an Ungarn dran ist. Aber dafür ist die ungarische Verwandtschaft regelmäßig dort, weil es das nächste Meer von dort aus ist und für ungarische Verhältnisse auch nicht ganz so teuer, wie andere Küstenländer. Leider hab ich mich nie genauer über ihre kulinarischen Erfahrungen ausgetauscht… Aber wenn ich an kroatische Küche denke, habe ich eher ein Bild der jugoslawischen Küche vor mir mit großen Einflüssen aus der osmanischen und österreichischen Küche. Ich habe sofort den Geschmack von Cevapcici und Duvec-Reis auf der Zunge, auch den von Ajvar und Fisch aufgrund ihrer langen, wirklich hübschen Küstenlinie. Aber das ist wahrscheinlich Restaurantküche für Gäste, nichts was die Kroaten oft in ihrem Alltag kochen. Da muss es, wie wahrscheinlich bei allen, schnell und einfach gehen.

Weil in der Biogemüsekiste Mangold angekündigt war, suchte ich nach Rezepten mit eben dem. Und wurde fündig in der dalmatinischen Küche. Dalmatien ist ein historischer Landstrich, der sich über Kroatien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien und den Kosovo erstreckte. Heute wird der Begriff, der schon seit dem 1. Jahrhundert existiert, nur noch in Kroatien und einen kleinen Teil Montenegros verwand. Dort scheinen die Leute traditionell ein Mangold-Kartoffel-Gemüse zu gegrilltem Fisch, der an der zerklüfteten Küste hoffentlich noch reichlich zu finden ist, zu essen.

Und dieses Gericht war eine Offenbarung für mich. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass diese wirklich wenigen und alltäglichen Zutaten so wohlschmeckend werden. Die Zubereitung ist denkbar einfach und schnell, innerhalb von maximal 45 Minuten steht Euer Essen auf dem Tisch. Also wenn der Mangold im Garten sich anschickt die Macht zu übernehmen, schickt ihn mit diesem Rezept auf Euren Teller!

Blogger Aktion

Blitva – Mangold-Kartoffelgemüse aus Dalmatien

Zutaten für 2 Portionen:
300 g Kartoffeln
Salz
500 g Mangold
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
Pfeffer

(1) Die Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen. Abgießen.
(2) Währenddessen den Mangold waschen und grob schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und fein würfeln.
(3) In einem größeren Topf ein EL des Olivenöls bei mittlere Hitze erhitzen. Die Zwiebelwürfel glasig dünstig, aber nicht braun werden lassen. Den Mangold zufügen und zusammen fallen lassen, dabei etwas salzen. Den Deckel auflegen und den Mangold etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen bis die Stiele weich und süßlich sind.
(4) Die Kartoffeln und den gehackten Knoblauch hinzufügen. Die Kartoffeln etwas im Topf zerdrücken und alles gut miteinander verrühren. Das restliche Olivenöl hinüber gießen und mit Pfeffer würzen. Fehlt noch Salz?

Zu gegrilltem Fisch oder Grillkäse servieren.

Genießen!

Quelle: Blitva – dalmatinischer Mangold

Jetzt bin ich noch gespannt, was die an deren Teilnehmer der Weltreise so gezaubert und erlebt haben, hier findet ihr die Zusammenfassung. (wird nachgereicht, sobald die Zusammenfassung online ist)

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Die kulinarische Weltreise: Italien – Pasta mit Mangold und Speck

 

Seid ihr reiselustig? Entdeckt ihr gerne neue Länder und Kulturen? Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Einerseits sehe ich mir wirklich gerne Neues an, erkunde Landschaften, koste andere Aromen, andererseits kann ich mich dort am besten entspannen, wo ich alles in- und auswendig kenne, meine Beine den Weg alleine finden, ohne dass der Kopf sich anstrengen muss. Außerdem erschwert mir die MS das Reisen aus unterschiedlichsten Gründen doch ein bisschen …

Nichtsdestotrotz, wenn ich in bestimmte Ecken der Welt schon nicht so leicht physisch kommen kann, hole ich mir die Welt eben kulinarisch nach Hause. Und da bin ich nicht die einzige, die das gerne macht. Volker von „Volker mampft“ ruft deswegen zur „kulinarischen Weltreise“ auf!

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Und da bin ich gerne dabei! Jeden Monat ein neues Land, eine neue Herausforderung! Für diesen Monat fängt es leicht an mit Bella Italia. Und zu Italien haben wir doch alle irgendeine Verbindung, selbst wenn wir noch nicht da waren, oder? Sei es Pizza, Pasta, Wein, Kunst, Geschichte – Italien hatte und hat so viel Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens. Und auch wenn ich erst einmal dort war (Du liebe Güte, auch schon fast 20 Jahre her) liebe ich dieses Land einfach!

Aber was koche ich jetzt für den Event? Wenn möglich etwas, dass auch einen Teil des Gemüses meiner Biokiste verbraucht. Eigentlich wollte ich gerne etwas aufwendigeres wie selbstgemachte Ravioli basteln, aber dann kam das Leben und zwei Mangoldstauden dazwischen. Nach ein bisschen Recherche im Netz stieß ich auf ein italienisches Rezept, in dem Mangold mit Speck kombiniert wird. Das war mir neu, klassischerweise wird Mangold bei mir gerne mit Feta kombiniert. Und es gab keine wirklich saucige Komponente im Rezept, wie Sahne oder passierte Tomaten. Die deutsche Saucenliebhaberin in mir war skeptisch ;-) Aber hey, probieren wir es aus. Der Mangold wird zuerst in Salzwasser gekocht und roch das gut. Ich wusste gar nicht, dass kochender Mangold so wunderbar duftet! Die eigentliche Sauce ist so schnell geköchelt, wie die Pasta braucht. Ihr seht, ein perfektes Feierabendgericht. In 30-40 Minuten steht Euer Essen fix und fertig auf dem Tisch :-)

Und der Geschmack ist wirklich wunderbar! Herzhaft, angenehm Speck-rauchig mit dem zarten Mangold und doch noch etwas Biss durch die Möhrenwürfel. Die Tomaten bringen eine schöne, unaufdringliche Fruchtigkeit mit rein. Auch war es nicht zu trocken, wie von mir befürchtet, es hatte genau die richtige Konsistenz. Ich war wirklich positiv überrascht und wird ins Repertoire aufgenommen!

Pasta mit Mangold und Speck

Zutaten für 2 Portionen:
180 g Pasta (z.B. Fussili)
250 g Mangold
50 g Speck/Pancetta
1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 mittlere Tomate
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
Parmesan, frisch gerieben

(1) Salzwasser in einem größeren Topf zum Kochen bringen. Währenddessen den Mangold vorbereiten. Die Stiele in dünne, die Blätter in breitere Streifen schneiden. In einem Sieb unter laufendem Wasser waschen. In den Topf mit dem kochenden Salzwasser geben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.
(2) Währenddessen die anderen Zutaten schneiden. Den Speck in kleine Würfel. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomaten waschen, abtrocknen, halbieren. Die grünen Strünke aus den Hälften schneiden und das Fruchtfleisch mittelfein würfeln.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest garen.
(4) Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Speck und Zwiebel darin anbraten bis die Zwiebeln etwas goldig sind. Tomaten- und Karottenwürfel zugeben, etwas salzen und pfeffern. Einige Minuten köcheln lassen bis die Tomaten zerfallen und die Möhren gar, aber noch bissfest sind.
(5) Den abgetropften Mangold untermischen und etwa 10 Minuten bei kleiner HItze in der Sauce ziehen lassen. Nochmal kosten, ob Salz und Pfeffer fehlen.
(6) Vor dem Abgießen der Nudeln etwas vom Kochwasser mit einer Tasse abschöpfen. Die Pasta in ein Sieb abgießen und noch tropfnass unter die Sauce rühren. Wenn die Sauce zu trocken sein sollte, etwas vom Pastawasser zugießen.

Auf Tellern verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Genießen!

Quelle: Pasta con bietola e pancetta

Ungarisches Alltagsessen: Kartoffelgemüse – Krumpli fözelék

Wenn Ihr an ungarische Küche denkt, was kommt Euch da als erstes in den Sinn? Wahrscheinlich Gulasch, oder? Panierte Schnitzel noch? Aber die Alltagsküche, die ich von meiner Familie kenne, ist hierzulande leider kaum bekannt. Ja, die ungarische Küche für Gäste ist sehr fleischlastig und ja, es wird alles paniert und ausgebacken, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, aber im Alltag spielt Gemüse eine große Rolle, sei es in den Suppenvariationen, die es traditionell als ersten Gang gibt oder eben im Hauptgang. Und dort ist es dann der Star und nicht nur Beilage. So sind Sachen, die bei uns die Nebenrolle spielen wie Erbsen in gebundener Sauce dort das Hauptgericht und es gibt nur eine fleischige Kleinigkeit dazu. Oder man lässt diese ganz weg, wenn einem nicht danach ist. A

ls Gemüse kann jedes erdenkliche genommen werden: Kohl für Paradicsomos káposzta, also in Tomatensaft gekochten Kohl, Erbsen für Borsófözelek, Kohlrabi für Karalábefözelék oder getrocknete Linsen für Lencsefözelék zu Neujahr. Aber auch Kartoffeln gehen gut. Und jede Variante wird ein bisschen anders gewürzt, mal mit viel Petersilie, mal mit Paprikapulver, mal säuerlich. Für das Kartoffelgemüse sind Lorbeerblätter und Essig wirklich essentiell. Und dann natürlich der heimliche Star der ungarischen Küche, noch vor Paprikapulver, die Saure Sahne. Ohne Saure Sahne funktionieren nur wenige ungarische Gerichte, dieses hier ebenso wenig. Das Zusammenspiel von der subtilen Säure der Sauren Sahne (wobei die ungarische Variante nochmal anderes schmeckt als unsere deutsche) mit der etwas kneifenderen Säure des Essigs und der Milde der Kartoffeln ist wirklich angenehm. Es ist das perfekte Feierabendessen, weil es vom Kartoffelschälen bis zum fertigen Gericht innerhalb von maximal 45 Minuten auf dem Tisch steht. Wenn ihr ein schnelles Wohlfühlessen sucht, ist das ein heißer Kandidat!

Krumpli fözelék – Ungarisches Kartoffelgemüse

Zutaten für 3 Portionen:
750 g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
2 EL Öl
50 ml + 250 ml + 50 ml Wasser
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
2 Lorbeerblätter
1,5 TL gerebelter Majoran
1 TL Salz
1 gehäufter TL Zucker
125 g Saure Sahne/Schmand
3 TL Mehl
75 g süße Sahne
1-2 TL Weißweinessig
1 EL kalte Butter

(1) Die Kartoffeln schälen und in ca. 1,5-2 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln.
(2) Das Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze glasig dünsten ohne, dass sie Farbe annehmen. Das Paprikapulver einrühren und sofort 50 ml Wasser hinzufügen, damit der Paprika nicht verbrennt und bitter wird. Lorbeerblätter, Majoran, Salz und Zucker hinein geben. Die Kartoffeln zufügen und mit ca. 250 ml Wasser auffüllen bis es knapp bei den Kartoffeln sichtbar ist. Deckel aufsetzen und ca. 10 Minuten kochen lassen bis die Kartoffeln gar sind.
(3) In der Zwischenzeit das Mehl mit den restlichen 50 ml Wasser und der Sauren Sahne klümpchenfrei verrühren.
(4) Wenn die Kartoffeln gar sind, den Essig und die Saure-Sahne-Mischung unterrühren. 2-3 Minuten köcheln lassen. Dann die süße Sahne und Butter einrühren. Abschmecken, fehlt noch Salz oder Essig?

Mit gebratenem Frikadellen oder Würstchen servieren.

Genießen!

Quelle: Fördös, Zé (2016): 83 kedvenc magyar receptem. Lunchbox kiadó. p 101

Nach der erfolgreichen Jagd – Schnelle Pilzpfanne

So langsam beginnt die Pilzzeit wieder! Und wer sich mit Pilzen auskennt und ein Auge für sie hat, der wird jetzt schon fündig, denn es ist warm und ausreichend feucht, so dass alle Pilze eigentlich wilde Partys feiern müssten auf Wiesen und in Wäldern. Nur leider ohne mich, denn so viel ich theoretisch als Botanikerin über sie und ihre Lebensweise weiß, in der Praxis bin ich ein lausiger Pilzfinder und -erkenner. Schade eigentlich, weil doch so viele von denen so köstlich sind. So muss ich mich leider mit gekauften Exemplaren begnügen.

Und jetzt haben die frischen Pfifferlinge ihre Saison und sind damit auch im Supermarkt neben den üblichen Champignons und Co. zu erwerben. Und Pfifferlinge sind so unglaublich lecker! Aber leider auch ziemlich aufwendig zu putzen, wenn man jeden per Hand und Messerchen säubert. Denn es funktioniert noch keine Methode, um sie zu züchten. Was vielleicht auch nicht so verkehrt ist… Aber wie kriegt man die kleinen Pilzchen jetzt am effizientesten sauber, ohne stundenlang über jeden einzelnen Pilz gebeugt zu sitzen? Ich benutze die Mehl-Wasser-Methode, die einwandfrei funktioniert. Dafür in einer großen Schüssel 1-2 Esslöffel Mehl mit kalten Wasser verrühren und die Pilze dann portionsweise kurz, aber beherzt mit Hilfe Eurer Hände gegeneinander reiben und durch das Wasser wirbeln, damit der Dreck abgeht. Dann in ein Sieb oder auf ein Küchenhandtuch zum Abtropfen geben. Es hat nur den kleinen Nachteil, dass die Pilze ein bisschen Wasser aufsaugen, das dann beim Braten austritt und eventuell abgeschüttet werden muss.

Und wofür hab ich die Pfifferlinge benutzt? Klar hätte ich sie in eine Sahnesauce zu Pasta packen können, aber ich wollte was leichteres und auch traditionelleres. Fündig wurde ich im hochgeschätzten „Deutschland vegetarisch“ von Stevan Paul. Die Pilzpfanne sollte es also werden. Und weil noch ein paar Gramm Pilze fehlten, wurden braune Champignons dazu gekauft. Das Essen ist wirklich schnell gebrutzelt, am längsten dauert tatsächlich das Pilzeputzen. Als Pilze könnt ihr alles nehmen: Champignons, Pfifferlinge, Kräuterseitlinge, Steinpilze, Maronenröhrlinge oder was ihr sonst noch im Wald findet und guten Gewissens essen könnt. Und so wahnsinnig viel mehr außer ein paar Gewürze und eine kleine Stange Porree/Lauch braucht ihr auch nicht. Also schnell ab zu Euren besten, geheimen Pilzecken oder in den nächsten Supermarkt und der Köstlichkeit steht nichts mehr im Weg.

Schnelle Pilzpfanne

Zutaten für 3 Portionen:
700-750 g Pilze (gemischt)
hier waren es 400 g Pfifferlinge und 300 g braune Champigons
1-2 EL Mehl + viel Wasser zum Waschen der Pfifferlinge
2 EL getrocknete, gemahlene Steinpilze
100 ml Wasser
1 Prise Gemüsebrühpulver
1 kleine, dünne Stange Porree/Lauch
2-3 Stengel glatte Petersilie
2 EL neutrales Öl
1/2 TL getrockneter Majoran
Salz, Pfeffer
20 g Butter
2-3 EL Schmand

(1) Die Pilze putzen und in mundgerechte Stücke teilen. Wenn sie sehr dreckig sind, das Mehl mit kaltem Wasser in einer großen Schüssel vermischen und die Pilze darin kurz und enthusiastisch mit den Händen durcheinander wirbeln bis der Dreck ab ist. In einem Sieb oder auf einem Küchenhandtuch gut abtropfen lassen.
(2) Die gemahlenen Steinpilze mit dem Gemüsebrühpulver in einen Messbecher geben, mit 100 ml kochendem Wasser begießen. Gut verrühren und zur Seite stellen.
(3) Vom Lauch das Wurzelende und den unschönen oberen Teil der Blätter abschneiden. Längs halbieren und die Hälften gründlich unter fließendem Wasser waschen. In dünne Halbringe schneiden. Die Petersilie waschen, trocknen und grob hacken, zur Seite legen.
(4) Das Öl auf sehr hoher Hitze in einer großen, beschichteten Pfanne sehr heiß werden lassen. Die Pilze zugeben und ohne zu rühren etwa 2 Minuten braten. Dann durchrühren. Wenn viel Wasser aus den Pilze austreten sollte, es vorsichtig über einem Sieb abgießen und den Rest so lange verkochen lassen bis ihr Bratgeräusche hört und die Pilze Farbe kriegen. (Bei wenig austretendem Wasser einfach nur verkochen und Farbe annehmen lassen.) Die Pilze sollten noch ihre Form haben, aber trotzdem gar sein. Den Majoran und Porree zugeben und 2 Minuten unter Rühren und bei höherer Hitze braten. Salzen und pfeffern. Die Steinpilz-Gemüsebrühe und Butter zugeben und aufkochen lassen bis sich ein Sößchen gebildet hat.
(5) Den Schmand über der Pilzpfanne verteilen und mit der Petersilie bestreuen.

Dazu passen Semmelknödel, einfache Salzkartoffeln oder Spätzle oder auch nur frisches Brot.

Genießen!

Quelle: Paul, S., Seiser, K. (Hg.) (2013): Deutschland vegetarisch. Brandstätter Verlag. Wien. p 145

Pasta mit Mangold-Senf-Sauce

Ich liebe meinen kleinen Balkongarten. Mittlerweile mogeln sich auch einfach hübsche Blümchen dazu, aber trotzdem ist der Gemüseanteil nicht zu unterschätzen. Was sich als einfach und ertragreich herausstellte im Anbau, war Mangold. Der funktioniert 1a im Balkonkasten. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt! Und irgendwann hat man wunderhübsche Mangoldblätter, die geerntet und verbraucht werden wollen.

Nur für was? Pasta stand lange nicht mehr auf dem Tisch und die Mangold-Senf-Sauce, die seit ewigen Zeiten in meinem Repertoire ist, hatte ich auch ewig nicht. Geritzt! Und die Sauce ist so einfach zu machen und dabei so köstlich! Auch ein perfektes Arbeitnehmergericht, weil die Sauce parallel zu den kochenden Nudeln gemacht werden kann. Wer nicht genau weiß, was er mit der Mangoldschwemme anfangen kann, diese Sauce solltet ihr ausprobieren!

Pasta mit Mangold-Sanf-Sauce

Zutaten für 2 kleinere Portionen:
250 g Mangold
2-3 Tomaten
1 EL Butter
100 ml Sahne
Schluck Wasser
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL scharfer Senf
Salz, Pfeffer

140 g Pasta (hier: Linguini)

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Mangold waschen, etwas abtropfen lassen. Die Blätter in breitere Streifen schneiden, die Stiele in kleinere Würfel. Die Tomaten waschen, abtrocknen, vierteln. Strunk heraus schneiden und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden.
(2) Das Wasser für die Pasta aufsetzen, salzen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen.
(3) Währenddessen die Sauce schnell kochen. Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen und den Mangold hineingeben. Etwa 4 Minuten andünsten. Währenddessen die Sahne mit etwas Wasser den beiden Senfen, Salz und Pfeffer gut verrühren. Über den Mangold geben. Dann wieder ca. 4 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss nur noch die Tomatenwürfelchen hinein geben und gar ziehen lassen.
(4) Die Pasta abgießen und tropfnass in die Sauce geben. Gut verrühren. Servieren.

Genießen!

Quelle: irgendwo mal aufgeschnappt

Perfektes Wohlfühlessen – Mac’n’Cheese mit Blumenkohl

Ich hinke ein bisschen hinterher mit meinen Rezepten. Dieses zum Beispiel kochte ich schon Ende Januar als mich große Gelüste nach Blumenkohl überfielen, ich aber nicht die übliche ungarische Blumenkohlsuppe kochen wollte. Ach, ein Auflauf wäre auch nett, aber pures Cauliflower Cheese gab es auch schon öfter. Wie wäre es denn, wenn man die beiden Klassiker der Käseaufläufe der englischen Küche – Mac’n’Cheese und Cauliflower Cheese – kombiniert? Auf der BBC Good Food-Seite wurde ich fündig. Für die Sauce wird das schöne Englische Senfpulver benutzt, dass einen schönen Geschmack, aber wer das nicht hat, kann auch einfach vor dem Käse einen scharfen Senf unterrühren. Ansonsten ist es ein eher milder, aber aromatischer Auflauf, der sich auch wunderbar noch nach der Arbeit zubereiten lässt. Oder ihr kocht die Nudeln und Blumenkohl vor, so dass ihr nach der Arbeit nur die Sauce köcheln und den Auflauf in den Ofen schieben müsst. Und weil es ja auch im Sommer kühlere Tage gibt und Blumenkohl aus Deutschland gerade Saison hat, könnt ihr den eigentlich auch jetzt zubereiten ;-)

Mac’n’Cheese mit Blumenkohl

Zutaten für 2-3 Portionen:
1 mittlerer Kopf Blumenkohl
250 g Nudeln (Penne, Fussili, kurze Makkaroni)
Salz
1,5 El Butter
2 EL Mehl
2 TL Englisches Senfpulver
450 ml Milch
100 g geriebener Käse (Cheddar, Emmentaler)
Pfeffer

Butter zum Einfetten der Auflaufform

(1) Den Blumenkohl putzen und in kleinere Röschen teilen.
(2) Salzwasser für die Nudeln aufsetzen und die nach Packungsanweisung kochen. Die letzten 4 Minuten der Kochzeit den Blumenkohl zufügen.
(3) Eine mittlere Auflaufform mit etwas Butter einfetten. Den Grill des Ofens vorheizen.
(4) Während die Nudeln und Blumenkohl kochen die Käsesauce zubereiten. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen lassen. Mit einem Schneebesen das Mehl und Senfpulver unterrühren und 2 Minuten mitdünsten lassen. Den Topf vom Herd nehmen und portionsweise die Milch unterrühren, so dass keine Klumpen entstehen. Den Topf wieder auf den Herd stellen und unter Rühren so lange bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Sauce etwas andickt. 3/4 des Käses unterrühren und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(5) Die Nudeln und Blumenkohl abgießen. Zusammen mit der Käsesauce in der Auflaufform gründlich mischen. Den restlichen Käse drüber streuen. Unter den Grill in den Ofen schieben und so lange backen bis die Oberfläche goldbraun ist und der Auflauf am Rand blubbert (10-20 Minuten).

Mit frischem Salat oder eingelegtem Gemüse servieren.

Genießen!

Quelle: nach BBC Good FoodCauliflower & macaroni cheese

Frühlingshafter Orient – Grüner Erbsen-Hummus

Ich muss gestehen, ich mag Dips sehr, aber bin kein großer Fan von Hummus. Ja, er ist gesund und schon seit Jahren voll der heiße Scheiß, aber irgendwie komme ich an die klassische Variante nicht ran. Meistens schmeckt es mir zu dumpf, zu erdig ohne frischen Kontrast. Oder ich habe bisher immer die falschen probiert…

Im wirklich schönen Buch „Veggiestan“ von Sally Butcher fiel mir eine Version mit grünen Erbsen auf. Hey, Erbsen magst Du ja. Also eigentlich liebeliebeliebe ich sie und könnte sie jeden Tag essen. Vielleicht machen die mir als Grundzutat ja einen Hummus schmackhaft. Nun musste ich noch Tahin, also die Sesampaste besorgen. Da akut kein türkischer Supermarkt in fußläufiger Entfernung war, versuchte ich es im Supermarkt nebenan. Da ich wenig Lust auf Suchen hatte (er wurde vor kurzem umgebaut) frug ich einen jungen Mitarbeiter. Es folgten große Augen, mehrmaliges Nachfragen, was ich denn bitte suche? Na, Tahin, so orientalische Sesampaste… Er führte mich zum Regal mit den Bio-Lebensmitteln, weil – Originalzitat – „Die komischen Sachen sind immer beim Biozeug zu finden.“ :-D Und war es dann tatsächlich auch *gg* (Für was kann ich Tahin eigentlich noch benutzen? Wäre ja schade, wenn das gute Biozeug ranzig würde…)

Mit vollständigen Zutaten (das meiste ist ja eh im Vorratsschrank) ging es nach Hause und schnell wurde der Hummus für einen bunten Snack-Teller zum Eurovision Song Contest gebastelt. Die Zubereitung benötigt wirklich kaum Zeit und diese Version schmeckt tatsächlich frischer als die klassische mit Kichererbsen. Ein wirklich köstlicher und farbenfroher Dip zu Rohkost. Allerdings würde ich ihn innerhalb von maximal 2 Tagen verbrauchen, weil der Geschmack im Kühlschrank nicht unbedingt besser wird. Also lieber für einen netten gemütlichen Abend mit Freunden zubereiten, wenn er auch verbraucht werden kann. Aber probiert den Dip wirklich mal aus :-)

Grüner Erbsen-Hummus

Zutaten für 3-4 Portionen:
250 g tiefgekühlte Erbsen
1 EL Tahin
Saft und Schale von 1/2-1 Zitrone
1 EL Olivenöl
1 größere Knoblauchzehe
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
einige Stengel Petersilie
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
etwas Olivenöl
eine Prise Cayennepfeffer

(1) Die Erbsen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und in etwa 5 Minuten garen bis sie weich sind. Abgießen, unter kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
(2) Die Schale einer halben Zitrone fein abreiben, Knoblauch häuten und würfeln, Petersilie waschen, trocknen und grob hacken.
(3) Erbsen, Tahin, Zitronensaft und -schale, Olivenöl, Knoblauch, Kreuzkümmel und Petersilie in einen Mixer geben und kurz pürieren. Wahrscheinlich ist die Masse noch zu fest, also so ca. 1 EL Wasser dazu geben und etwas weiter pürieren bis es den gewünschten Feinheitsgrad erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer würzen, in eine Schüssel füllen. Mit Olivenöl und Cayennepfeffer vollenden und servieren.

Genießen!

Quelle: Butcher, S. (2012): Veggiestan. Der Zauber der orientalischen Küche. Christian Verlag. p 123

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