Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Erinnerungen an Strasbourg – Flammkuchen mit Tomme und Champignons

Wofür ist das Elsass unter anderem kulinarisch berühmt? Richtig Flammkuchen! Und was aßen wir unter anderem bei unserem Strasbourg-Besuch? Richtig: Flammkuchen! Ich bestellte einen klassischen, Susi entschied sich für die vegetarische Variante mit Champignons und Tomme-Käse. Ich war ein bisschen skeptisch, aber dann beim Kosten doch sehr angetan von der Kombination. Tomme ist meist ein runder Weichkäse, den ich gar nicht so weich finde, der in Frankreich, der Schweiz und Italien hergestellt wird. Dabei kann Kuh-, Schafs- Ziegenmilch benutzt werden. Während ich ihn hier nur bei speziellen Angebotswochen im Supermarkt finde (oder im für mich unpraktisch entfernten Käseladen in der Innenstadt), habe ich in Strasbourg gleich mehrere Varianten im mittelgroßen Supermarkt in der Innenstadt gefunden. Überhaupt der Supermarkt! Was für eine Auswahl an Käse, frischem Gemüse (Löwenzahn, diverse Tomatensorten, Artischocken etc.), Fleisch oder Fisch, sogar frische Austern hätte man kaufen können. Ein Träumchen! Ich möchte hier in Deutschland bitte auch eine solche Auswahl haben!

Zurück zum Flammkuchen. Die Variante in der Binchstub war sehr köstlich mit dem sehr aromatischen Käse und den erdigen Champignons, so dass ich ihn mit meinem mitgebrachten Käse sehr gerne nachbasteln wollte. Zum Glück habe ich ja schon seit knapp 10 Jahren ein sehr einfaches und mehrfach erprobtes Rezept für den Flammkuchen-Teig im Blog. Das kramte ich wieder hervor und benutzte einfach Dinkelvollkornmehl anstatt des hellen Dinkelmehls. Funktioniert 1a. Ich brachte nur noch den Porree als dritte Belagzutat mit rein, weil noch eine einsame Stange aus der Biokiste im Kühlschrank wartete. Und sie passte sehr schön! Der Flammkuchen ist wirklich schnell zubereitet – so lange der Ofen vorheizt, ist der Teig zusammen geknetet und die Zutaten für den Belag geschnippelt. Im heißen Ofen benötigt das ganze dann nur noch maximal 10 Minuten und – Tadaa! – köstlichster Flammkuchen! Ich sollte den Flammkuchen-Friday mal wieder einführen. Wer möchte mitmachen? :-)

Flammkuchen mit Tomme-Käse und Champignons

Zutaten für 2 Flammkuchen:

Für den Teig:
100 g Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
gute Prise Salz
3 EL Rapsöl
125 ml Wasser

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig kann sofort weiter verarbeitet werden oder in Folie eingeschlagen bis zu einer Woche im Kühlschrank bleiben.

Für den Belag:
4 geh. EL Schmand
Salz, Pfeffer
1/2 kleine Stange Porree
4-5 Champignons
ca. 100 g Tomme-Käse in Scheiben
gehackte Petersilie

(1) Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech dabei im Ofen mit erhitzen.
(2) Vom Porree das Wurzelende abschneiden, die äußere Schicht entfernen und dann in sehr dünne Ringe schneiden. Die Pilze putzen und ebenfalls in richtig dünne Scheiben schneiden.
(3) Für 1 Flammkuchen die Hälfte vom Teig wirklich dünn auf einem Bogen Backpapier ausrollen. Dann mit 2 EL Schmand bestreichen, salzen und pfeffern. Erst die Hälfte vom Porree auf dem Teig verteilen, dann mit Käse belegen und zum Schluss die halbe Champignonmenge gleichmäßig drauf verteilen.
(4) Den Flammkuchen vorsichtig auf das sehr heiße Backblech ziehen und auf mittlerer Schiene des Ofens 7-10 Minuten backen bis der Rand braun und der Käse zerlaufen ist. Die Zeit hängt davon ab, wie heiß Euer Ofen wird und wie dünn ihr den Teig ausgerollt habt. Wenn er fertig ist, mit der Petersilie bestreuen.

Genießen!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Irgendwie muss ich mal wieder ins regelmäßige Kochen kommen. Durch Urlaube und Besuche bin ich da irgendwie rausgekommen und ich kaufte einiges an unnötigem Fertigfutter bzw. ging auswärts essen. Das geht beides natürlich ins Geld. Selbst kochen macht doch mehr Spaß und ich weiß einigermaßen, was drin ist.

Um wieder Lust zu bekommen bieten sich ja einfache und einigermaßen schnelle Gerichte an, die ich auch noch am Tag nach einer Fortbildungschaffe zu basteln. Da bieten sich Rezepte aus dem „meine Familie & ich“-Heft „Lecker kochen mit nur 5 Zutaten“ an, aus dem ich schon einige Rezepte kochte. Sie sind was die reine Kochzeit angeht, manchmal sehr ambitioniert, aber wer knackige Zutaten mag, kommt damit hin. Nur ich mag mein Gemüse gerne etwas weicher (nein, nicht verkocht-matschig) und füge gerne ein paar Minuten Bratzeit hinzu. Aber ansonsten funktionieren die Rezepte wirklich gut!

Jedenfalls lachte mich das Rezept für Hackbällchen in Tomatensauce an, da zur Würzung der Bällchen Ajvar benutzt wird und das ganze im Ofen noch mit Feta überbacken. Und etwas mit Käse überbacken ist ja nie verkehrt, oder? Ich war etwas skeptisch, ob die Mini-Klopse ohne Ei oder Semmelbrösel zusammenhalten, aber überhaupt kein Problem. Schwupps waren die Klöpschen geformt und durch gebraten. In die Sauce sollten eigentlich nur Ajvar und eine Zwiebel, um die 5 Zutaten-Regel einzuhalten, aber das war mir zu wenig Gemüse und so schnippelte ich kurzerhand noch eine Zucchini mit rein, die definitiv wunderbar passte! Dazu habe ich mir Naturreis gekocht, aber ich kann es mir auch einfach mit frischem Brot, Couscous/Bulgur und einem grünen Salat vorstellen, wenn man Blattsalate mag. Das Gericht kann es ruhig öfters geben!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Zwiebel
1 mittelgroße Zucchini
250 g gemischtes Hackfleisch
1+1 EL Ajvar
Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
50 g Feta
einige Basilikumblätter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden, längs halbieren. Die Hälften nochmals längs halbieren und dann in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen.
(3) Das Hackfleisch mit 1 EL Ajvar, Salz und Pfeffer gut verkneten. Zu etwa walnussgroßen Bällchen formen. In der heißen Pfanne 8-10 Minuten von allen Seiten braten. Herausnehmen.
(4) Den Ofengrill auf 250°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(5) Die Zwiebelstreifen und Zucchini in die Pfanne geben, salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten bis sie etwas weicher sind. Die Tomatenstücke aus der Dose und 1 EL Ajvar dazu geben, etwas salzen und pfeffern. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Abschmecken. Die Hackbällchen kurz in die Sauce geben und ein wenig darin erwärmen. Alles in die Auflaufform geben und mit zerkrümeltem Feta bestreuen.
(6) Auf die oberst mögliche Schiene in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten grillen lassen bis der Käse ein bisschen gebräunt ist.

Gesamtzubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Dazu passt: frisches Brot, Reis, Couscous. Frischer Blattsalat.

Genießen!

Quelle: „meine Familie & ich“ books – Lecker kochen mit nur 5 Zutaten. p 6

Baked spaghetti – Einfachster Spaghettiauflauf mit Mozzarella

Ruhig war es hier die letzten zwei bis drei Wochen. Ich war über Ostern in der Ostseeheimat, dann war die kleine Schwester für eine Woche hier bei mir und Frau Mamas Besuch folgte gleich, so dass ich kaum am heimischen Laptop saß. Und wenn doch, dann habe ich Fotos sortiert (und von vielen vergangenen Urlauben ganz oldschool zum Entwickeln geschickt) und die vom letzten Urlaub in Strasbourg bearbeitet, damit ich Euch auch ein paar Eindrücke von unserer Woche dort zeigen kann. Ich kann schon verraten, ich war sehr begeistert. Wirklich sehrsehr!

Dafür bringe ich Euch heute einen wirklich einfachen Spaghettiauflauf mit, dessen Zutaten zum Großteil in der Speisekammer und vielleicht auf dem Balkon zu finden sind. Also eigentlich sind es nur Nudeln mit Tomatensauce, aber eben wunderbar im Ofen mit Mozzarella gebacken.

Aufmerksam darauf wurde ich durch ein Video auf dem YouTube-Kanal „Everyday Food„, der vom Team des Martha Stewart-Magazins bespielt wird und den ich sehr mag. Es ist ein wirklich schönes Alltagsessen, dass sich wahlweise gut vorbereiten oder schnell nach der Arbeit zubereiten lässt. Durch das Backen im Ofen kommt noch eine schöne Extranote, die normal auf dem Herd gekochte Nudeln mit Tomatensauce so nicht haben. Probiert es ruhig mal aus, einfach und köstlich!

Einfachster Spaghettiauflauf – Baked spaghetti

Zutaten für 2 Personen:
170 g Spaghetti
Salz
1 Dose Tomatenstücke (400 g)
1 EL Olivenöl
1 Mozzarellakugel (125 g)
1 Knoblauchzehe
frischer Basilikum

(1) Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(2) Ein Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Knoblauch häuten und fein hacken.
(3) In einem breiteren Topf das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen, die Knoblauchwürfel zufügen und 1 Minute mitbraten bis er duftet. Die Tomaten zugeben, salzen und zum Kochen bringen. Enthusiastisch etwa 12 Minuten köcheln lassen bis die Sauce eingedickt ist.
(4) Zwischenzeitlich die Pasta 5 Minuten vorkochen. Sie wird noch nicht annähernd weich sein. Zurück in den Topf geben. Tomatensauce dazu geben, den Basilikum drüber zupfen und die Hälfte der Mozzarellakugel hinein rupfen. Gut verrühren.
(5) In die Auflaufform geben und mit den restlichen Käse darüber zupfen.
(6) Auf mittlerer Schiene etwa 25 Minuten backen bis der Käse goldbraun ist und der Auflauf an den Seiten blubbert.

Genießen!

Quelle: Martha StewartBaked Spaghetti and Mozzarella

Rhabarberkuchen mit göttlich-rhabarbiger Puddingcreme

Es ist Frühling! Es ist Rhabarber-Saison! Und da gehört Rhabarberkuchen unbedingt dazu, denn ich liebeliebeliebe Rhabarber! Vor einigen Jahren probierten Frau Mama und ich einen Blechkuchen aus einem alten DDR-Backbuch aus, weil uns die klassische Variante mit Baiser öfters misslang. Der Kuchen war schon fast gar, aber nachdem wir die Baisermasse darauf verteilt und laut Zeit fertig gebacken hatten, war das Innere des Kuchens wieder flüssig. Hmpf! Wir haben bis heute den Fehler nicht gefunden und waren dementsprechend frustriert.

Also probierten wir diesen Kuchen aus, waren begeistert und machten ihn zum letzten Osterwochenende wieder. Und diesmal hab ich aufgepasst und mitgemacht :-) Was mich wirklich erstaunt hat, war die Tatsache, dass man erst den Rhabarber mit Hilfe vom Zucker Wasser ziehen lässt (Osmose ahoi!) und diese Flüssigkeit dann nutzt, um eine Puddingcreme zu kochen. Und dieser Pudding ist sooo unglaublich lecker. Warum sind wir da bisher nicht drauf gekommen?!? Werden wir in der Rhabarbersaison definitiv öfter machen! Jedenfalls waren wir noch skeptisch, als es im Rezept hieß, dass die Butter und Eier in den heißen Pudding gerührt werden. Wird das nicht zu Rührei? Aber nein, eine wunderbare Creme entstand, die die perfekte Unterlage für den Rhabarber bildete.

Ich kann Euch nur dringend ans Herz legen diesen Kuchen auszuprobieren. Leicht knuspriger Teig, cremiger, sehr rhabarberiger Pudding und angenehm weiche Rhabarberstückchen! Wunderbarst!

Rhababerkuchen mit Pudding

Zutaten für 1 Blech:
1 kg Rhababer
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillepudding (oder 40 g Stärke + 1/2 TL Vanillemark)
60 g Saure Sahne
50 g kalte Butter
3 Eier

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
175 g Butter
125 g Zucker
Prise Salz
2 TL Vanillezucker
2 Eier
2-3 EL Milch

25 g Butter, geschmolzen
Puderzucker

(1) Den Rhabarber waschen, trocknen und in dünnere Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Zucker verrühren und einige Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit der Rhabarber Flüssigkeit lässt.
(2) Nach der Zeit den Rhabarber über einem Sieb abgießen und die Flüssigkeit auffangen. Von der Rhabarberflüssigkeit 3/8 l abmessen (wenn es zu wenig ist, mit Wasser auffüllen). In einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Saure Sahne mit dem Puddingpulver (bzw. Stärke und Vanille) klümpchenfrei verrühren. Das Saure Sahne-Gemisch unter Rühren in die kochende Rhabarberflüssigkeit geben. Weiterrühren bis ein Pudding entstanden ist. Dann die Butter und die Eier unter den fertigen Pudding rühren bis eine cremige Masse entstanden ist. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
(3) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
(4) Für den Knetteig das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Dann entweder mit reibenden Handbewegungen oder mit Hilfe der Küchenmaschine die Butter mit dem Mehl vermengen bis alles eine krümelige Konsistenz hat. Die beiden Zuckersorten, Salz, Eier und Milch dazu geben und alles zu einem festen Teig kneten. Den Teig mit den Händen gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und fest drücken. Dabei einen Rand hochdrücken.
(5) Die Puddingcreme gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Dann die abgetropften Rhabarberstücken drüber geben.
(6) Das Blech auf mittlerer Schiene 35-40 Minuten backen.
(7) Wenn der Kuchen fertig ist, sofort mit der geschmolzenen Butter bestreichen und Puderzucker bestäuben.

Genießen!

Quelle: Das Backbuch. Verlag für die Frau. 19. Auflage 1983. p 57 und p 17

Noch nicht viel frisches Gemüse in Sicht – Linsen-Spinat-Auflauf

Seien wir mal ehrlich, so wirklich prall mit einheimischem Gemüse ist es noch nicht, oder? Ja, der Bärlauch wuchert im Buchenwald und der erste deutsche Spargel lugt aus der Erde und wird für ein Heidengeld verkauft, aber ansonsten? Klar, Paprika, Tomaten und Zucchini gibt es aus den südlicheren Gefilden oder Kohl, Rote Bete, Sellerie und Möhren aus dem Lager, aber so richtig jetzt erst gewachsen? Die letzten Feldsalate lassen sich ernten und der Winterspinat muss aus den Beeten raus, damit sie für die neue Aussaat fertig gemacht werden können.

Und was kann man mit dem ganzen Spinat anstellen? Wie wäre es mit diesem überraschend leckeren Auflauf? Erdige Linsen, salziger Feta mit einer fruchtigen Tomatensauce und dem Spinat sind eine wirklich köstliche Kombination, die ich Dank Frau Kochschlampes Empfehlung kennenlernen durfte. Es sieht auf den ersten Blick nach einer komplizierten Zubereitung aus, aber eigentlich ist es ganz einfach, auch wenn man drei Töpfe/Pfannen benötigt. Die einzelnen Schritte lassen sich wunderbar hintereinander weg zubereiten oder wenn man etwas weniger Energie hat wie ich, dann können Tomatensauce und Linsen schon am Vortag vorbereitet werden und am Tag des Essens nur noch schnell den Spinat dünsten und den Auflauf schichten. Und dadurch, dass der Auflauf ein paar Minuten länger im Ofen benötigt, kann währenddessen in der Küche schon klar Schiff gemacht werden. Wer die doppelte Portion machen möchte, kann ihn folgendermaßen schichten: 1/2 Linsen – 1/2 Spinat – Tomatensauce – 1/2 Spinat – 1/2 Linsen – restlicher Feta. Er sieht zwar nicht sonderlich ansprechend aus, aber probiert den Auflauf unbedingt mal aus, der ist zu gut!

Linsen-Spinat-Auflauf

Zutaten für 2 Portionen:
300 ml Gemüsebrühe
150 g Rote Linsen
1 kleines Lorbeerblatt
300 g frischer Spinat (oder 250 g TK-Spinat)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100 g Feta
2 TL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
1/2 Dose stückige Tomaten (ca. 200 g)
Salz, Pfeffer
1 Prise Chiliflocken
Zucker
Prise Muskatnuss

Olivenöl zum Einfetten der Form

(1) Die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen, die Linsen und Lorbeerblatt hinzufügen und abgedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Linsen quellen lassen. Lorbeerblatt entfernen.
(2) Wenn ihr frischen Spinat verwendet, diesen gründlich waschen, tiefgekühlten auftauen. Gut abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Den Feta zerkrümeln. Die Hälfte vom Feta unter die Linsen rühren.
(3) Eine kleinere Auflaufform mit Öl einfetten. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) In einem kleinen Topf 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel glasig andünsten. Die Knoblauchwürfelchen zugeben und kurz andünsten bis sie duften. Dann das Tomatenmark unterrühren und mit anbraten. Die Dosentomaten zufügen, mit Salz, Pfeffer, den Chiliflocken und 1 Prise Zucker würzen. Alles offen etwa 10 Minuten bei mittlerer bis mittelhoher Hitze etwas einkochen lassen.
(5) In einer Pfanne den übrigen 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebel- und Knoblauch zufügen und andünsten. Den Spinat zufügen und dünsten bis er zusammen gefallen ist bzw. durcherhitzt ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen.
(6) Die Linsenmasse in der Auflaufform gleichmäßig verteilen. Die eingedickte Tomatensauce darauf verstreichen, dann den Spinat darauf geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofen in 30-40 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Quelle: nach einem Rezept von „Engelchens Probierstübchen“ (mittlerweile nur noch per Passwort zugänglicher Blog)

Würzige Krautstangen als Partysnack

Seid ihr auf der Suche nach einem Snack für die nächste Party? Dann Glückwunsch, hier seid ihr fündig geworden! Diese gezwirbelten Stangen sind ein Klassiker unter den Snackrezepten und mit ihrer Krautfüllung wirklich typisch ungarisch. Auf diese Art gegarten Kohl ist sogar ziemlich vielfältig einsetzbar – für diese Stangen, aber auch einfach unter gekochte Nudeln gerührt als Káposztás tészta oder in Strudelteig eingerollt. Also wenn ihr mögt und nicht wisst, was ihr mit dem restlichen Kohlkopf anfangen sollt, macht ruhig die doppelte Menge. Die kriegt man schon weg ;-)

Die Krautstangen an sich, sind echt schnell gemacht, wenn die Füllung fertig ist, Fertigblätterteig sei Dank! Und wenn man die Technik raus hat, wie sie zu zwirbeln sind, wird alles gut! Dafür einfach die Enden der Stangen in beide Hände nehmen und einige Male entgegengesetzt voneinander drehen. Tadaa! Sie sind wirklich so lecker, dass zumindest ich nicht aufhören konnte, sie zu essen. Auch die Kollegin und ihr Sohn fanden sie so lecker, dass der Sohn gleich noch welche bei seiner Mutter orderte *g* Versucht es ruhig mal und berichtet mir dann gerne davon!

Gezwirbelte Krautstangen

Zutaten für ca. 12 Stück:
1/2 Kopf Weißkohl, ca. 600 g
4 TL Zucker
3 EL neutrales Öl
Salz, Pfeffer
2 Rollen Fertig-Blätterteig (ca. 270 g) aus der Kühlung
1 Ei

(1) Als erstes den Kohl vorbereiten. Dafür unschöne äußere Blätter entfernen und die Strunk rausschneiden. Es sollten ca. 500 g Kohl übrig bleiben. Dann auf der groben Seite einer Reibe reiben. Den ZUcker gleichmäßig in einen großen Topf streuen. Dann auf mittelhoher Hitze karamellisieren lassen, dabei auf keinen Fall rühren. Einfach in Ruhe warten bis der Zucker eine helle Bernsteinfarbe angenommen hat. Das Öl hinzufügen und den Kohl dazu geben. Gut verrühren. Salzen und pfeffern und etwa 20-25 Minuten auf mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren garen lassen. Abkühlen lassen.
(2) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier belegen.
(3) Eine Packung des Blätterteigs entrollen. Die Kohlfüllung gleichmäßig darauf verteilen und mit der zweiten Blätterteigrolle bedecken. Ein bisschen andrücken und dann mit einem scharfen Messer in 2-2,5 cm breite Streifen schneiden. Die einzelnen Streifen in beide Hände nehmen und entgegengesetzt verzwirbeln. Auf das Blech setzen. Genauso mit den restlichen Stangen verfahren.
(4) Das Ei aufschlagen und jede Stange mit Ei bepinseln. Die Bleche in den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen bis sie goldbraun sind. Nach der Hälfte der Zeit die Bleche tauschen und evtl. drehen, wenn Euer Backofen ungleichmäßig bäckt.

Herausnehmen und abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: StreetkitchenKáposztás csavart

Großartiger Berliner Kleckselkuchen

Im Februar hatte ich eine Woche Urlaub, die ich eigentlich im Allgäu verbringen wollte. Es kam ein bisschen was dazwischen und so verbrachte ich die Woche in der Ostseeheimat bei den Eltern. Ist auch nie verkehrt zum Erholen :-) Und so hatte ich auch mal Zeit ein paar Sachen in der Küche auszuprobieren, die schon länger auf dem Plan standen.

Dieser Kuchen gehörte nicht zum Plan :-D Frau Mama fragte Freitagabend, ob und wenn ja, welchen Kuchen wir am Wochenende backen wollen. In ihrer kleinen Kochbuchabteilung ist ein Buch über Blechkuchen, in das ich einen Blick warf. Da wir uns nicht einig werden konnten, ob es ein Kuchen mit Quark oder Obst oder ganz pur, z.B. nur mit Streuseln werden sollte, wählten wir einen der alles hat. Genau, dieser Kuchen vereint erdigen Mohn, frische Quarkmasse und fruchtige Marmelade und toppt es noch mit einer knusprigen Streuselschicht. Hört sich viel auf einmal an, aber passt wunderbar! Dabei ist es wirklich wichtig, dass Sauerkirschkonfitüre benutzt wird, weil das leicht Herbe der Sauerkirschen einen schönen Kontrast zur Süße der anderen Füllungen bietet.

Der Kuchen ist jetzt nicht innerhalb 15 Minuten zusammen gerührt, aber die Arbeit lohnt sich und lässt sich gut aufteilen. Während der Hefeteig geht, könnt ihr in Ruhe die Füllungen vorbereiten, die auch nicht kompliziert sind. Beim Klecksen der Massen auf den ausgerollten Hefeteig solltet ihr darauf achten, dass Ihr die Marmelade nicht zu nah an den Rand macht, da sie in der Hitze anfängt stark zu kochen, gerne mal über den Blechrand läuft und sich fies in den Ofen einbrennen kann. Ich musste Marmelade aus diversen Ritzen des mütterlichen Ofens kratzen, gar kein Spaß!

Ansonsten ist es ein wirklich köstlicher Kuchen, der jede Minute Arbeit wert ist und sich auch auf Vorrat gut einfrieren lässt. Probiert ihn ruhig mal zum Wochenendkäffchen aus und lasst mir doch einen Kommentar da, wie er Euch geschmeckt hat :-)

Berliner Kleckselkuchen

Zutaten für 1 Blech (ca. 20 Stück):

Für den Teig:
250 ml Milch
500 g Mehl
1 Würfel Hefe (42 g)
80 g Zucker
100 g Butter
1/2 TL Salz
1 Zitrone, abgeriebene Schale

Für den Belag:
100 ml Milch
150 g gemahlener Mohn
60 g Zucker
3 EL Saure Sahne

2 Eier
400 g Speisequark
100 g Zucker
2 EL Rum
1 Zitrone, abgeriebene Schale

1 Glas Sauerkirschkonfitüre (etwa 250-300 g)

Für die Streusel:
200 g Mehl
150 g Zucker
1/2 TL Zimt
125 g weiche Butter

Fett für das Blech

(1) Die Milch lauwarm erwärmen, nicht heiß werden lassen, sonst stirbt die Hefe ab. Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe hinein bröckeln, die Hälfte der Milch zugeben und mit ein wenig Mehl vom Rand verrühren. Abdecken und den Vorteig 10 Minuten an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen.
(2) Die Butter in der restlichen Milch auflösen und zusammen mit dem restlichen Zucker, Zitronenschale und Salz auf den Mehlrand geben. Alles mischen und entweder per Hand oder mit Hilfe der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Das dauert ein bisschen. Abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort etwa 50 Minuten gehen lassen.
(3) Während die Hefe ihre Arbeit tut, die Mohnmasse vorbereiten. Die Milch zum Kochen bringen, die Mohnkörnchen damit übergießen und 30 Minuten quellen lassen. Danach den Zucker und Saure Sahne unterrühren.
(4) Für die Quarkmasse die Eier trennen. Den Quark mit Eigelb, Zucker, Rum und Zitronenschale gut verrühren. Die Eiweiß sehr steif schlagen und unter den Quark heben.
(5) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech dünn einfetten. Den gegangenen Hefeteig auf dem Blech ausrollen und nochmals 10 Minuten gehen lassen. Die Mohn- und Quarkmasse sowie die Kirschkonfitüre auf den Teig in Klecksen verteilen.
(6) Für die Streusel das Mehl in eine Schüssel sieben, Zucker und Zimt unterrühren. Die weiche Butter stückchenweise dazu geben und mit den Händen oder einer Gabel zu Streuseln krümeln. Diese gleichmäßig über dem Teig verteilen. Den Kuchen 25-30 Minuten auf der mittleren Schiene backen.
Abkühlen lassen und aufschneiden.

Genießen!

Quelle: Das große Buch der Blechkuchen. Naumann & Göbel Verlag. p 160

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