Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Acma – Fluffigste gefüllte türkische Brötchen

Letztens wurde mir in einer Facebook-Gruppe ein Gebäck angezeigt, von dem ich nur den Namen mitbekam „Açma“ und das sie mit Feta und Petersilie gefüllt waren. Dann aktualisierte sich mein Feed und der Beitrag war weg. Trotz intensiver Suche, habe ich ihn nicht mehr gefunden …

Aber wenigstens den Namen hatte ich und recherchierte ein wenig im Netz rum. Ich wurde auch fündig, blätterte aber zur Sicherheit auch nochmal im Lieblingskochbuch zur türkischen Küche, nämlich dem „Türkei vegetarisch“ von Orhan und Orkide Tançgil. Und siehe da, sie haben natürlich auch ein Rezept dafür.

Die Zutaten und Zubereitungsweise sind ein wenig ungewöhnlich für meine bisherige Brötchenerfahrung. Hier werden nämlich erst die Flüssigkeiten verrührt und dann das Mehl nach und nach unter geknetet. Auch kommt ein Eiweiß in den Teig, von dem es in Ungarn immer heißt, dass es den Hefeteig fest werden lässt. Aber hier ist genau das Gegenteil der Fall, die Açma sind wunderbar fluffig. Was vielleicht auch an dem hohen Ölanteil im Teig liegt. Dadurch ist er auch sehr weich, aber nicht klebrig. Verarbeitet wird er ebenfalls mit eingefetteten Händen und eingeölter Arbeitsfläche. Dann bleibt wirklich nichts kleben :-) Das Formen ist dann prinzipiell echt einfach, ich habe Euch von den wichtigsten Schritten aber auch noch einzelne Bilder gemacht. Zumindest mir helfen Bilder mehr als Worte (ich bin ein ganz mieser nach-Worten-Bastler *g*). Falls ihr auch damit Probleme habt, sucht mal auf Youtube nach Videos, in denen gezeigt wird, wie sich Acmas formen lassen, z.B. von Sallys Welt.

Jedenfalls lohnt es sich sehr, das bisschen Arbeit in dieses Kringelgebäck zu stecken. Sie sind fluffig-luftig, angenehm würzig durch die Feta-Petersilienfüllung. Wer mag kann auch eine würzige Hackfleischfüllung nehmen oder sie ganz weglassen. Wie ihr es am liebsten mögt! Natürlich schmecken sie lauwarm wirklich am besten, aber sie lassen sich auch gut einfrieren und bei Zimmertemperatur auftauen. Sie sind eine wunderbare Beilage zu diversen Suppen, Salaten oder anderen Vorspeisen, kann sie mir aber auch bei einem Picknick gut vorstellen. Probiert sie wirklich aus, sie sind großartigst!

Açma – Türkische gefüllte Brötchen

Zutaten für 16 Stück:
200 ml lauwarme Milch
1,5 EL Zucker
1 Würfel Hefe (42 g)
1 Ei, getrennt
200 ml Sonnenblumenöl
100 ml Sprudelwasser
1 TL Salz
600 g Mehl (Type 405 oder 550)
Schwarzkümmelsamen

Für die Füllung:
200 g Feta
1/2 deutsches Bund Petersilie

Öl zum Einfetten der Arbeitsfläche

(1) Die lauwarme Milch in der Schüssel, in der der Teig geknetet werden soll, mit dem Zucker verrühren und den Hefe hinein krümeln. 10-15 Minuten stehen lassen, damit die Hefe aktiv wird.
(2) Eiweiß, Sonnenblumenöl, Mineralwasser und Salz zur Hefemischung in die Schüssel geben. Das Mehl nach und nach zugeben und gut verkneten bis ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht. Mit der Küchenmaschine dauerte es etwa 5 Minuten. Den Teig zu einer großen Kugel formen, in die Schüssel legen, die Schüssel mit Folie (oder einer Mörderduschhaube) abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort (z.B. der ausgeschaltete Herd mit angeschaltetem Licht) gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
(3) Zwischenzeitlich den Feta aus der Verpackung befreien und etwaige Flüssigkeit abgießen. In ein Schüsselchen geben. Die Petersilie waschen, trocknen, fein hacken und zum Feta geben. Alles gut mit einer Gabel verrühren.
(4) Den Arbeitsplatz vorbereiten. Zwei Bleche mit Backpapier belegen. Ein größeres Holzbrettchen bereit stellen. Etwas Öl in ein Schälchen geben. Und das Brett gründlich mit den Fingern einölen.
(5) Den Teig aus der Schüssel holen und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Ich habe 70 g-Stücke abgewogen. Die Stücke erst rund formen, indem die Ränder nach unten gekrempelt werden und dann mit der hohlen Hand auf dem Brett schnell, beherzt und mit etwas Druck rund schleifen. Auf einem Backblech zwischenparken.
(6) Den ofen jetzt auf 200°C Ober-/Unterhitze anschalten, um ihn vorzuheizen.
(7) Jetzt geht es ans Formen der Acma. Eine der Kugeln zu einem länglichen Oval mit den Händen formen. Etwa 1 Esslöffel der Feta-Petersilienmischung mittig-länglich verteilen.

Den oberen Teigrand umklappen, dann die den unteren nach oben klappen und etwas fest drücken. Die Teigschlange mit den Händen unter etwas Druck noch ein bisschen länger rollen.

Dann die beiden Enden in die Hand nehmen und gegeneinander verdrehen, so dass eine Korkenzieherform entsteht.

Jetzt einen Knoten formen. Die beiden Enden übereinander legen…

Das oben liegende Ende von unten im Knoten verstecken.

(8) Wenn 8 Stück auf dem ersten Blech sind, diese mit einem Tuch abdecken und 20 Minuten gehen lassen. Währenddessen die restlichen Knoten formen. Wenn die 20 Minuten um sind, die Acma mit dem Eigelb bestreichen und einigen Schwarzkümmelsamen bestreuen.

(9) Auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und ca. 25 Minuten backen. Das zweite Blech hat währenddessen seine 20 Minuten Ruhezeit und kann gleich im Anschluss gebacken werden.
Das Blech mit den goldbraunen Kringeln aus dem Ofen nehmen, für 10-15 Minuten mit einem Tuch abgedeckt etwas abkühlen lassen und lauwarm essen.

Sie passen wunderbar zu diversen Suppen, Salaten oder ganz alleine als Snack.

Genießen!

Quelle: nach Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 149

Geröstete Kichererbsen – Die gesunde Alternative zu Chips

Seid ihr beim abendlichen Snack eher die Süßen oder gehört ihr zur salzigen Fraktion? Oder kennt ihr solche Gelüste gar nicht? Wenn man meine Gelüste auf einer Waage darstellen würde, wären sie ziemlich ausgeglichen mit einer ganz leichten Tendenz Richtung „Salzig“. Nun kenne ich aber tatsächlich Leute, denen Schokolade, Kuchen, Kekse etc. herzlich egal sind. Erstaunlich, oder?

Einer dieser Menschen, eine liebe Kollegin war natürlich auch zu meinem kleinen Geburtstagsessen im Dezember eingeladen. Da ich für die anderen aber Christmas Crunch und Kekse nach der reichhaltigen Suppe als kleinen Abschluss geplant hatte, braucht ich für die Süßverschmäherin eine Alternative. Mir sind schon öfter gebackene Kichererbsen über den Weg gelaufen, aber ich habe mich nie getraut, die zu machen, weil: Was wenn die total doof schmecken? Dann müsste ich alles alleine essen. Aber mit noch einem anderen herzhaften Snack in der Hinterhand, machte ich sie fix.

Und es ist tatsächlich total einfach! Die Kichererbsen aus der Dose befreien, abspülen, gut abtropfen und abtrocknen. Wer mag kann noch die Häutchen wegzupfen, das macht sie noch feiner. Dann werden sie einfach so lange in den Ofen geschoben bis sie knusprig sind. Das dauert eher 50 Minuten als 10, aber es muss ja keiner pompomswedelnd daneben stehen. Zum Schluss werden sie noch mit Euren Lieblingsgewürzen vermischt und tadaa – fertig!

Und wirklich lecker! Und knusprig! Sie halten sich auch ein bisschen und sind nicht nach 2 Tagen ungenießbar! Wer also #TeamHerzhaft ist und gerne was gesundes neben dem Lieblingsfilm knabbern will, das hier ist Euer Rezept:

Geröstete Kichererbsen

Zutaten für 1-3 Portionen:
1 kleine Dose gekochte Kichererbsen (ca. 230 g Abtropfgewicht)
1 EL Olivenöl
2 große Prisen Salz
1 TL Paprikapulver (z.B. geräuchert und edelsüß gemischt)
(oder andere Gewürze nach Geschmack, z.B. Curry)

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Kichererbsen in ein Sieb gießen und gut mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen. Dann auf ein Küchenhandtuch geben und gut abtrocknen, indem die untere Hälfte des Handtuchs über die Kichererbsen geschlagen und gut gerubbelt wird. Die sich dadurch ablösenden Häutchen wegsammeln. Je weniger Häutchen an den Kichererbsen haften, desto bekömmlicher sind sie.
(3) Die Kichererbsen mit dem Olivenöl vermischen und auf das Backblech geben. Dann auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 45-60 Minuten backen. Zwischendurch regelmäßig wenden. Ab 45 Minuten öfter mal kosten, ob sie schon knusprig sind.
(4) Sobald sie fertig sind mit dem Salz und dem Paprikapulver vermischen.

Genießen!

Quelle: KüchenchaotinGeröstete Kichererbsen

Feine Blumenkohl-Käse-Muffins

Hier herrscht ja große Blumenkohlliebe! Immer! Und in (fast) jeder Form! Bei Christina von „Feines Gemüse“ sah ich letzten Sommer herzhafte Blumenkohl-Küchlein, die mit Käse verfeinert und in praktischer Muffingröße gebacken werden. Und weil noch ein Rest Blumenkohl aus der damaligen Biokiste im Kühlschrank der Dinge harrte, wurde er dafür verbraucht. Wenn eine Küchenmaschine genutzt wird, ist der Teig auch ziemlich schnell zusammen gemixt. Ich habe mich an Christinas Empfehlung gehalten, die Muffinformen auszubuttern, was allerdings zu einer längeren Putzaktion derselbigen führte *seufz* Also ich würde Euch dann doch eher zu Silikonmuffinformen raten und hoffe, dass sie sich ohne größere Verluste daraus lösen lassen und dann auch einfacher zu reinigen sind.

Weil ansonsten sind die kleinen Blumenkohl-Küchlein wirklich köstlich! Schön würzig, zart und ein wenig knusprig an der Oberfläche. Sie passen zu frischem, bunten Salat und ich kann sie mir jetzt im Winter wunderbar zu Rapunzeln (Feldsalat) oder Endivie vorstellen. Es lohnt sich wirklich, sie auszuprobieren!

Blumenkohl-Käse-Muffins

Zutaten für 10 Stück:
1 kleiner Blumenkohl (etwa 600 g geputzt)
60 g Emmentaler (oder Cheddar)
40 g Parmesan
2 Eier
2 Zweige Petersilie
2 Zweige Thymian
1 Knoblauchzehe
2 gestr. TL Backpulver
50 ml Buttermilch
30 g Speisestärke
Salz, Pfeffer

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 10 Silikonmuffinförmchen auf einem passenden Backblech bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Den Blumenkohl fein raspeln, wahlweise über eine Vierkantreibe ziehen oder die Küchenmaschine nehmen. Die beiden Käsesorten ebenfalls reiben. Thymianblättchen vom Stengel zupfen und zusammen mit der Petersilie fein hacken. Knoblauch häuten und sehr fein würfeln. Blumenkohl mit Käse, den Kräutern , Eiern und Knoblauch gut vermengen.
(3) Speisestärke und Backpulver vermischen, zusammen mit der Buttermilch zur Blumenkohl-Käse-Masse geben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(4) Den Teig gleichmäßig in den Muffinförmchen verteilen. Auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen bis die Muffins goldbraun und etwas knusprig sind.

Die Blumenkohl-Käse-Muffins passen zu einem frischen, bunten Salat oder frisches Brot mit Kräuter-Dip.

Quelle: feines gemüseBlumenkohl-Käse-Muffins

Einfachste Auberginencreme

Ich mag ja schon Auberginenaufstriche bzw. -dips. Der Odessa-Kaviar ist eine Konstante in meinem Sommerrepertoire und lange konnte ich mir einen Auberginencreme mit Mayo drin irgendwie nicht vorstellen, von denen ich Rezepte las. Bis meine Tante in Ungarn mal welche für uns gemacht hat und das ganze erstaunlich köstlich war.

Auch im Kochbuch meines Lieblingsrestaurants, dem „Rosenstein“ in Budapest war ein Rezept dafür drin, dass ich gerne mal ausprobieren wollte. Und zu meinem Geburtstagsessen bot sich die Gelegenheit. Wenn man Salz und Pfeffer nicht mitrechnet, besteht dieses Rezept aus nur 4 Zutaten. Und ich muss gestehen, ich war ein bisschen skeptisch! Direkt nach der Zubereitung schmeckte der Knoblauch sehr stark hervor und das war alles sehr unrund. Aber nachdem die Creme einige Zeit im Kühlschrank durchgezogen war, war das echt lecker! Schön cremig, nicht zu flüssig, der Knoblauch fügte sich wunderbar ein und war nicht zu penetrant scharf. Wunderbarst! Werde ich demnächst auch einfach so als Brotaufstrich zum Abendbrot oder so benutzen…

Geröstete Auberginencreme

Zutaten für 4-6 Portionen:
2 Auberginen
1-2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
1 gestrichener TL Salz
Pfeffer nach Geschmack
1,5 EL Mayonnaise

(1) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform/Blech mit Backpapier auslegen.
(2) Die Auberginen waschen und trocknen. Mit einen Holzspießchen (Schaschlikspieß, Zahnstocher) jede Aubergine öfter einpieken, damit sie nicht explodieren im Ofen. Die Auberginen in die Auflaufform legen, in die Mitte des Ofens schieben und 50-60 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit die Auberginen einmal wenden.
(3) Wenn die Auberginen richtig schön weich sind, sie aus dem Ofen holen und in eine Schale geben. Diese Abdecken und die Auberginen soweit abkühlen lassen, dass man sie anfassen kann. Das Fruchtfleisch aus den Auberginen kratzen und in eine Schale geben.
(4) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und beides sehr fein würfeln. Zum Auberginenfleisch geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit einem Stabmixer fein pürieren. Die Mayonnaise unterrühren.
(5) In ein gut verschließbares Gefäß geben und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen zum Durchziehen. 20 Minuten vor dem Servieren aus der Kälte holen, nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt.

Zu frischem Brot und Gemüse servieren.

Genießen!

Quelle: Rosenstein, T., Rosenstein, R. (2014): Rosenstein szakácskönyv. Kossuth kiadó. p 138

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