Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Spaghettikürbis à la Flammkuchen

Weiter geht es mit den Kürbissen! Nachdem ich im Supermarkt Mitte Oktober etwas eskalierte, müssen die Dinger ja auch verbraucht werden. Als nächstes sollte der Spaghettikürbis dran glauben! Von dem habe ich schon viel gehört, aber irgendwie noch nie gekostet, weil die bisher immer so riesig waren. Endlich fand ich mal handlichere Exemplare und habe gleich ein kleines 1,5 kg „Kürbischen“ mitgenommen.

Aber das leidige Problem, was damit anstellen? Man kann die Füllen, zum Beispiel mit Bolognese und dann deren langfaseriges Inneres als Spaghettiersatz benutzen. Hört sich gut an und Bolognese ist auch noch im Tiefkühler. Dachte ich …

Dem war dann doch nicht so, also musste eine Alternative her. Und schwupps lief mir Yvonnes (von „Experimente aus meiner Küche„) Idee einer Carbonara-ähnlichen Füllung über den Weg. Ich finde ja, dass es von den Aromen her eher an einen Flammkuchen erinnert, aber Namen sind ja Schall und Rauch. Die Zubereitung ist denkbar einfach: halbierten Kürbis im Ofen garen, währenddessen die unkomplizierte Füllung vorbereiten, Füllung mit dem ausgekratzten Fruchtfleisch vermischen, wieder zurück und nochmal überbacken.

Und dann heißt es nur noch genießen! Es ist wunderbar würzig, cremig, sehr angenehm rauchig, macht schön satt, aber nicht träge. So einen Spaghettikürbis könnte ich öfter vertragen und hätte auch schon paar Ideen, was da noch rein könnte. Mal sehen, ob ich noch welche finde! Und Ihr solltet sie auch suchen und kaufen!

Spaghettikürbis à la Flammkuchen

Zutaten für 2-4 Portionen:
1 kleiner Spaghettikürbis (ca. 1,5 kg)
2 TL + 1 EL Olivenöl
Salz
180 g Schinkenspeck
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund Petersilie
180 g Frischkäse
Pfeffer
75 g geriebener Käse

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze anstellen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Kürbis längs halbieren, die Kerne rausschaben. Je 1 TL Olivenöl in den Hälften verstreichen und salzen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 40 bis 50 Minuten backen bis das Fruchtfleisch weich ist.
(3) In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Falls nicht schon gewürfelter Schinkenspeck benutzt wird, diesen relativ fein würfeln. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe häuten und alles fein würfeln. Die Petersilie fein hacken.
(4) Das übrige Öl mit den Schinkenwürfeln in einer Pfanne geben und bei mittelhoher Hitze etwa 3 Minuten braten. Dann die Zwiebeln zufügen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten bis die Zwiebeln gut duften. Die Knoblauchwürfelchen in die Pfanne geben und nochmals 2 Minuten braten. In eine Schüssel geben und die Petersilie zufügen.
(5) Wenn die Kürbisse fertig gegart sind, aus dem Ofen holen. Vorsichtig mit Hilfe von zwei Gabeln das Fruchtfleisch aus den Hälften kratzen und zu der Speck-Zwiebel-Mischung geben. Dann den Frischkäse gründlich unterrühren. Pfeffern und kosten, ob noch Salz fehlt.
(6) Die Mischung in die leeren Kürbishälften füllen. Diese mit je der Hälfte des geriebenen Käses bestreuen und auf mittlerer Schiene zurück in den Ofen schieben. 10 bis 20 Minuten backen, bis der Käse zerlaufen ist und den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat. Herausnehmen und servieren.

Genießen!

Quelle: Experimente aus meiner KücheSpaghettikürbis à la Carbonara

Festessen im Herbst: Pulled Duck-Burger mit Feigen-Senf-Sauce

Kennt ihr das Problem der übervollen Vorratsschränke und Tiefkühltruhen? Ja? Da bin ich ja froh, dass ich nicht allein damit bin! Aber mir reicht es jetzt und ich habe mir vorgenommen jedes Wochenende mindestens eine Sache aus dem Tiefkühler zu verbrauchen. Der Großteil darin sind tatsächlich pure Zutaten und nur ein kleiner Teil fertige Gerichte. So kommt es, dass eine im Februar zerteilte Ente ihrer Verwendung harrte. Ich hatte vorsorglich das Brustfleisch, die Keulen und die Karkasse samt Innereien extra eingefroren, so dass ich nicht alles gleichzeitig auftauen muss. Die Karkasse wird demnächst zu einer Entensuppe, vielleicht mit asiatischem Einschlag und mit dem Brustfleisch will ich eine Füllung für chinesische gedämpfte Baos machen. Aber die Keulen *seufz* Ich bin doch nicht so der Fleisch-vom-Knochen-Knabberer… Doch halt! Ich habe doch in dem Lidl-Kochbuch, dass meine zweitälteste Tante in Ungarn für mich besorgt hat, ein Rezept für einen Burger mit abgezupften Entenkeulenfleisch gesehen. Ha!

Das Buch ist nach genauerem Blick ein wirklich schönes Buch, auch wenn es von Lidl produziert wurde. Sie haben das nämlich zusammen mit dem ungarischen Sternekoch Tamás Széll gemacht, der auch auf deren YouTube-Kanal kocht. Der Junge kann wirklich kochen, hat gute, interessante, ein bisschen andere Ideen, eine angenehm-ruhige, präzise Art und kann gut erklären! Ich bin so begeistert, dass ich beim nächsten Budapest-Urlaub in seinem Restaurant „Stand“ essen gehen will!

Zurück zum Burger. Denn den solltet ihr wirklich mal ausprobieren, weil die Zubereitung denkbar einfach ist. Die meiste Arbeit macht der Ofen, der die Entenkeulen und die Zutaten für die Sauce schön langsam gart. 2 Stunden lang müsst ihr Euch gar nicht drum kümmern! Und der Rest der Arbeit geht wirklich schnell: Sauce zusammen rühren, Fleisch abzupfen, Rucola waschen und Burger-Brötchen anbraten. Tadaa! Fertig! Und lecker – zartes Fleisch, süß-säuerlich-schärfliche Sauce, knusprig-weiches Brot plus die Frische und das Pfeffrige des Rucolas. Toll! Toll! Toll!

Pulled duck Burger mit Feigen-Senf-Sauce

Zutaten für 2 Burger:
2 Entenkeulen
Salz, Pfeffer
1 kleine Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
3 Feigen
2 EL Dijon-Senf
2 EL grober Senf
3 Prisen Zucker
1-2 EL Balsamico-Essig
1/2 Bund Rucola
2 Brioche Burger-Brötchen

(1) Die Entenkeulen ordentlich salzen und pfeffern. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebel in Spalten schneiden. Alles in eine kleine Auflaufform legen, etwa 50 ml Wasser zugießen. Mit einem Deckel oder Alufolie abdecken und auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen. Den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze stellen und etwa 2 Stunden langsam schmoren lassen bis das Fleisch richtig weich ist. Mit einem spitzen Messer testen, ob es ohne Widerstand ins Fleisch gleitet.
(2) Die Temperatur im Ofen auf 200°C hoch schalten. Die Feigen je zweimal ein-, aber nicht durchschneiden. In die Auflaufform geben. Zurück in den Ofen schieben und etwa 20 Minuten backen bis die Feigen etwas weich und die Keulen braun sind.
(3) Die Auflaufform aus dem Ofen und die Keulen aus der Form nehmen. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Feigen, Zwiebeln und Knoblauchzehen entweder mit einem großen Messer relativ fein hacken oder in einem elektrischen Zerkleinerer kurz pürieren. In einer Schale mit den beiden Senfsorten, etwas Balsamico vermischen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
(4) Das Fleisch der Keulen mit den Händen von den Knochen zupfen. Den Rucola waschen, gut trocken schleudern, wenn gewünscht, grob hacken. Die Burger-Brötchen aufschneiden. Etwas von dem Entenfett aus der Auflaufform in einer Pfanne erhitzen und die Anschnittseiten der Burger-Brötchen darin goldbraun braten.
(5) Jetzt die Burger zusammen bauen: Die Schnittflächen der Brötchen mit etwas der Feigen-Senf-Sauce bestreichen, dann etwas Entenfleisch darauf verteilen, wieder etwas Feigen-Senf-Sauce drauf, ordentlich Rucola darauf verteilen und mit der zweiten Brötchenhälfte bedecken.

Genießen!

Quelle: Lidl Ungarn, Széll, T. (2019): Segít a séf. p 55

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Süßkartoffeln in der Biokiste *seufz* Ich mag Süßkartoffeln, aber bin da manchmal – nein, eigentlich häufig – ideenlos. Bei Instagram kochte Jette von „Lanis lecker Ecke“ vor einiger Zeit mal einen lauwarmen Salat aus gebackenen Süßkartoffeln und Chorizo. Und das lachte mich sehr an, weil ich auch gerade Chorizo im Kühlschrank hatte, die ich nicht nur pur auf’s Brot essen wollte. Also die Süßkartoffeln fix geschält und grob gewürfelt, die Chorizo in feinere Scheiben und alles für 20 Minuten in den Ofen. Leider ist das zu lange für die Wurstscheibchen und sie wurden fast alle puptrocken. Ich habe wie Jette auch keinen Basilikum in den Salat getan, weil ich es mir ebenfalls nicht vorstellen konnte, aber trotzdem fehlte irgendwas. Während ich kauend am Schreibtisch saß, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Rucola. Bringt Frische, aber auch die nötige Schärfe und ein bisschen Bitter als Kontrapunkt zur Süße des Gemüses. Also fix Süßkartoffeln besorgt und eine Woche später den Salat nochmal für eine Kollegin und mich gemacht. Diesmal hab ich die Wurstscheiben auch erst nach der Hälfte der Süßkartoffelbackzeit in den Ofen gegeben, so dass sie zwar schon ein bisschen ihres Fetts an die Süßkartoffeln ausgelassen haben und knusprig wurden, aber eben nicht komplett ausgetrocknet. So wollen wir das!

Und der Salat ist es wirklich Wert gemacht zu werden! Cremige Süßkartoffeln (die werden ohne Frittieren einfach nicht knusprig) mit knusprig-würzigen Chorizoscheibchen, dazu dann die Frische der Frühlingszwiebel und die süßliche Säure der Tomaten. Großartigst! Er ist ziemlich schnell gemacht, besteht nur aus einfachen Zutaten und ihr müsst keine komplizierten Zubereitungsschritte können. Ihr werdet ihn mögen!

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Zutaten für 2-4 Portionen:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
Salz, Pfeffer
1 + 4 EL Olivenöl
125 g Chorizo am Stück
(oder ungarische Kolbász)
2 Frühlingszwiebeln
2-4 Tomaten (je nach Größe)
2 EL Balsamico-Essig
1 Prise Zucker
1 kleines Bund Rucola

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Auf das Blech geben. Salzen, pfeffern, 1 EL Olivenöl drüber geben. Mit den Händen gut vermischen, die Süßkartoffelwürfel gleichmäßig verteilen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten backen, bis sie weich und braun sind.
(3) Währenddessen die Chorizo in dünnere Scheiben schneiden und dann halbieren. Nach 10 Minuten Backzeit über die Süßkartoffelwürfel geben. 10 Minuten mitbacken lassen. Wenn die Süßkartoffeln weich sind und die Wurst leicht knusprig, herausnehmen und in eine Schüssel geben.
(4) Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, trocknen, in grobe Würfel schneiden. Beides zu den Süßkartoffeln geben.
(5) Den Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren. Dann die übrigen 4 EL Olivenöl unterrühren. Die lauwarmen Salatzutaten gut damit vermischen.
(6) Zum Schluss den Rucola waschen, trockenschleudern und grob hacken. Unter den Salat rühren und sofort servieren.

Wenn ihr den Salat mit auf Arbeit nehmen wollt, den Rucola noch nicht hinein geben, sondern den Salat in ein Glas füllen und den gehackten Rucola oben auf legen. Erst zur Mittagspause verrühren.

Genießen!

Quelle: nach Lanis lecker EckeSüßkartoffel-Chorizo-Salat

Siebenbürger Paprikasalat

Von meiner Liebe zu den ungarischen Spitzpaprika habe ich ja schon öfter berichtet. Und auch aus dem Urlaub im September habe ich mir 1,3 kg Paprikaschoten mitgebracht, von denen ich einen Teil für Brühen und Gulaschansätze eingefroren hab, der Rest wird zu Letscho mit Patisson und gebratene Paprika mit Ei verkocht, damit wäre die Saison für mich bis zum nächsten Jahr beendet.

Aber Euch möchte ich noch ein Rezept ans Herz legen, dass Ihr gut mit den letzten roten und gelben Paprikaschoten aus dem Supermarkt zubereiten könnt. Wie ich auf die Seite geraten bin, weiß ich nicht mehr, aber der Salat aus gebackenen Paprika sprach mich sofort an. Was daran jetzt speziell siebenbürgisch/transsylvanisch ist, keine Ahnung … Aber lecker ist es und eigentlich auch ziemlich einfach zuzubereiten. Das fissiligste daran ist das Häuten der Schoten. Aber mit ein paar Tipps geht das auch einfach. Was ja auch völlig nervig ist, ist das Reinigen des Backblechs, wenn der Saft der Paprika darauf festgebrannt ist, also das Blech mit Backpapier oder Alufolie belegen. Der Ofen muss ziemlich heiß sein, damit das Gemüse wirklich röstet. Die Paprikaschoten legt ihr allerdings als Ganzes drauf, es ist nicht nötig sie vorher zu putzen und halbieren. Innerhalb einer halben Stunde, mit einmal wenden zur Halbzeit, sind die Schoten schön weich und die Haut mäßig verbrannt mit schwarzen Flecken. Dann die Schoten in eine Schüssel mit Deckel geben und abgedeckt lauwarm abkühlen lassen bis man sie gut anfassen kann. Durch das Abdecken bleibt der Dampf, der noch aus dem Gemüse entweicht in der Schüssel und lässt die Haut sich vom Fruchtfleisch lösen. Mit den Händen, Eurem besten Werkzeug in der Küche, könnt ihr dann ganz leicht die Haut abziehen und die Kerne entfernen. Ta-daa! Fertig sind die enthäuteten Paprika!

Zuletzt nur noch die restlichen Zutaten dazu und etwas ziehen lassen, damit die Aromen sich gut verbinden. Die Süße der Paprika harmoniert wunderbar mit der Säure vom Essig und auch die leichte Schärfe des rohen Knoblauchs passt da gut rein! Heraus kommt eine aromatische Vorspeise, die sich gut für ein Buffet eignet oder als Beilage zu einem schönen Braten. Probiert es gerne aus! Es lohnt sich!

Siebenbürger Paprikasalat

Zutaten für 4 Portionen:
8 Spitzpaprikaschoten (rot und/oder gelb)
2 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
2-3 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier oder Alufolie belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen und trocknen. Auf das Blech legen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 15-20 Minuten backen, dann die Schoten wenden. Nach weiteren 10-15 Minuten die Schoten heraus holen, wenn die Haut etliche dunkle Flecken hat. In eine Schüssel geben. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie abdecken und lauwarm abkühlen lassen. Dann die Haut von den Schoten abziehen und das Kerngehäuse dabei entfernen. Die Schoten halbieren.
(3) Die Knoblauchzehen häuten und sehr fein würfeln. Aus Essig, Salz, Pfeffer
Alles in eine passende Schüssel oder Glas geben. Mit dem Essig, Salz und Pfeffer würzen. Dann ein bisschen Öl darüber geben. Einige Zeit im Kühlschrank durchziehen lassen. Wenn Ihr die Paprikaschoten mit sauberen Gabeln aus dem Glas holt, können sie sich auch einige Wochen im Kühlschrank halten.

Mindestens 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen.

Genießen!

Quelle: Lajos Mari konyhájaErdélyi sültpaprika

Parmigiana di melanzane – Italienischer Auberginen-Käse-Auflauf

Nachdem ich letztes Jahr durch die Hitze nicht ganz so produktiv in der Küche war und mich viel von Fertigfutter ernährte, geht es mir dieses Jahr wesentlich besser und ich tobe mich mit dem Sommergemüse in der Küche aus. Was ich schon an Schmorgurken verspeist habe, wieviele Zucchini schon in meine Pfanne hüpften und auch etliche Auberginen wurden zu Odessa-Kaviar verarbeitet. Aber so ’ne Aubergine kann ja nicht nur zu Brotaufstrich verwandelt werden, auch als Hauptzutat eignet sie sich hervorragend.

Und die Italiener haben das 100%ig verstanden. Viele ihrer kulinarischen Klassiker basieren ja auf Auberginen, wie zum Beispiel die sizilianische Caponata oder auch ihre Parmigiana di melanzane, also einen Aubgerginen-Käse-Auflauf, der warm oder auch bei Zimmertemperatur gegessen werden kann. Er ist prinzipiell ziemlich einfach zu machen, nur der erste Zubereitungsschritt, die Auberginenscheiben in Fett ausbacken, ist doch ziemlich zeit- und, für mich, kraftaufwendig. Statt also die Scheiben einzeln anzubraten, lege ich alle auf ein Backblech, würze sie, pinsele Olivenöl drauf und parke das Blech für eine halbe Stunde in den Ofen. Während die Auberginen dann dort schön weich und braun werden, habe ich Zeit die Tomatensauce und restlichen Zutaten vorzubereiten. Das Schichten ist das schnell erldigt. Und während der gesamte Auflauf im Ofen schmurgelt, kann die Küche aufgeräumt werden, so dass man nach dem Essen kaum noch Arbeit hat. Ein praktisches, effizientes Gericht! So mag ich das! Und wenn es dann noch soo köstlich ist wie dieses, haben doch alle gewonnen, oder? Also beim nächsten Einkauf ein paar Auberginen und Mozzarella einpacken und los geht’s!

Parmigiana di melanzane

Zutaten für 3-4 Portionen:
2 Auberginen (etwa 450 g)
Salz, Pfeffer
3-5 + 1 EL Olivenöl
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Prise Zucker
2 Dosen Tomatenfleisch (400 g)
2 Stengel Basilikum
2 Kugeln Mozzarella (ca. 200 g)
50 g Parmesan am Stück

Olivenöl zum Einpinseln der Auflaufform

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Auberginen waschen und trocknen. Mit einem Brotmesser das grüne Ende abschneiden und die Auberginen dann längs in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf das Blech legen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern. Mit den 3-5 EL Olivenöl bepinseln. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen lassen bis sie weich sind.
(2) In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten. Beides sehr fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zufügen, etwas salzen und glasig dünsten. Den Zucker und die Knoblauchwürfel zugeben. Kurz mit andünsten. Die Dosentomaten zufügen und aufkochen lassen. Ab dann etwa 20 Minuten offen köcheln lassen (vielleicht ein Blatt Küchenkrepp als Spritzschutz auflegen). Wenn die Sauce fertig ist, die Blätter vom Basilikum zupfen, grob hacken und unterrühren. Die Sauce nochmal abschmecken. Fehlt Salz, Zucker oder Pfeffer?
(3) Die Mozzarellakugeln in dünne Scheiben schneiden. Den Parmesan fein reiben. Wenn die Auberginenscheiben weich und leicht braun sind, das Blech herausholen und die Temperatur des Ofens auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) senken.
(4) Jetzt geht es ans Schichten. Eine kleinere Auflaufform mit etwas Olivenöl auspinseln. Ein bisschen Tomatensauce auf dem Boden verteilen. Ein Drittel der Auberginenscheiben darauf legen. Diese dann mit 1/3 der Tomatensauce bestreichen. Darauf die Hälfte des Mozzarellas verteilen. Wieder 1/3 der Auberginen, 1/3 der Tomatensauce und die zweite Hälfte des Mozzarellas. Zum Schluss die restlichen gebackenen Auberginenscheiben mit der übrigen Tomatensauce in die Form geben. Mit dem Parmesan bestreuen.
(5) Auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und ca. 30 Minuten backen.

Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: KüchengötterAuberginenauflauf „Parmigiana di Melanzane“

Grüne Bohnen mit Zwiebeln und Salbei aus dem Ofen

Ertragt Ihr noch ein Bohnenrezept bevor die Saison komplett um ist? Hier ist noch eine Variante aus dem Ofen, die viel einfacher daher kommt. Keine exotischen Gewürze, keine Extrazubereitungsschritte, einfach nur das Gemüse putzen mit Salz, Pfeffer und Olivenöl vermischen und ein paar im Garten liebevoll gezupfte Salbeiblätter darauf verteilen. Für ne dreiviertel Stunde in den Ofen verfrachten und fertig! Und lecker!

Ihr könnt dafür jede Sorte frische Bohnen verwenden, die Ihr mögt: Buschbohnen, Prinzessbohnen, Stangenbohnen, gelbe Wachsbohnen. Egal! Kauft was Euer Markt hergibt oder pflückt die Pflanzen im Garten leer. Die Bohnen müssen diesmal auch nicht in einer Schicht auf dem Blech liegen, weil sie eher im eigenen Saft schmoren, denn rösten sollen. Wenn Ihr das Rezept aus 1 kg Bohnen machen wollt, nutzt die normal großen Backbleche für Euren Ofen. Ich habe für mein Pfund Bohnen ein halb großes Blech genommen.

Und sie schmecken einfach wunderbar! Schön intensiv nach Bohnen und das passt einfach wunderbar zum Geschmack der gerösteten Zwiebel- und Knoblauchstücke. Auch der Salbei wird lustig knusprig und gibt dem ganzen Gericht ein wunderbares Aroma. Wem die Currybohnen zu gewagt waren, probiert gerne diese Variante aus :-)

Grüne Bohnen mit Zwiebeln und Salbei aus dem Ofen

Zutaten für 2-3 Portionen als Beilage:
500 g Grüne Bohnen (gerne gemischte Sorten)
1 rote Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl
5-8 Salbeiblätter

(1) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein kleineres Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Bohnen putzen, waschen, abtropfen lassen. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebel in achteln. Die Bohnen mit den Zwiebeln und ganzen Knoblauchzehen in eine Schüssel geben. Mit dem Olivenöl, Salz und Pfeffer gut vermischen. Auf das Backblech geben. Die Bohnen dürfen ruhig übereinander liegen. Zum Schluss den Salbei durch das restliche Fett in der Schüssel ziehen und auf den Bohnen verteilen.
(3) Die Bohnen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 45 Minuten backen.

Genießen!

Quelle: Chili és vaníliaZsályás, lilahagymás, nyári sült zöldbab

Gefüllte Schmorgurken mit Kirschtomaten-Sahne-Sauce überbacken

Ich bin ja überrascht, aber momentan finde ich in meinem Studenten-Rewe beim Büro regelmäßig Schmorgurken. Und kaufe sie auch regelmäßig, weil SCHMORGURKEN! Große Schmorgurken-Liebe hier! Nur irgendwie kennt die junge Generation die köstlichen Dinger nicht mehr. Jedes einzelne Mal werde ich an der Kasse vom Kassiererlein (und es ist jedes mal wer anders) gefragt, ob das eine Zucchini sei. Nein, eine Schmorgurke. Ich erkläre dann gerne was das ist und grob, was man damit so köstliches anstellen kann. Nicht so ausführlich, wie ich könnte, es warten ja doch immer noch andere Kunden hinter mir ;-)

Also Schmorgurken! Natürlich werden sie hier regelmäßig angebraten und dann mit Ei drüber gestockt, zum Abendbrot gegessen. Und auch eine Schmorgurkenpfanne vegetarisch oder mit Hack oder Speck sind natürlich gern gesehen auf meinen Tellern. Aber was Neues schadet auch nicht und so begab ich mich auf die Suche. Fündig wurde ich auf der Seite von Rewe. Mit Hack gefüllte Schmorgurke sollte es werden, die mit einer Kirschtomaten-Sauce überbacken wird. Hörte sich spannend an und ist auch schnell vorbereitet. Während die Sauce auf dem Herd köchelt, heizt der Ofen vor und die Schmorgurken werden gefüllt. Effizientes Arbeiten spart Zeit und Energie. Und lecker ist es auch sehr! Wunderbar herzhaft mit einer fruchtigen Sauce und dazu das milde Aroma der warmen Gurken. Großartig!

Überbackene Schmorgurke mit Hack und Tomaten

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittlere Schmorgurke
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zweiglein frischer Rosmarin
1 Zweig frischer Thymian
150 g Kirschtomaten
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Schlagsahne
250 g Rinderhack
1 kleines Ei
2-4 EL Paniermehl
100 g Feta

(1) Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittlere Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Die Gurke schälen, der Länge nach halbieren und mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen. In die Auflaufform legen. Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Die Kirschtomaten halbieren. Die Blättchen der Kräuter vom Stiel streifen und fein hacken.
(3) Das Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs darin anschwitzen bis sie glasig sind. Tomaten und Kräuter hinein geben, die Sahne dazu schütten. Salzen und pfeffern. Etwa 15 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen. Abschmecken. Falls die Sauce etwas zu dick wird, ein bisschen Sahne angießen.
(4) Während die Sauce kocht die Gurkenfüllung zubereiten. Zum Hackfleisch die restliche Zwiebel und Knoblauch geben, ebenso das Ei und Paniermehl. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gut verkneten. In die beiden Gurkenhälften füllen.
(5) Die Kirschtomaten-Sauce über die Gurken gießen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten garen. Den Käse abtropfen lassen und grob zerbröseln. Den Käse nach der Zeit über den Gurken verteilen und weitere ca. 25 Minuten überbacken lassen.

Dazu passt frisches Ciabatta oder Fladenbrot.

Genießen!

Quelle: Überbackene Schmorgurken mit Hack und Tomaten

%d Bloggern gefällt das: