Archiv der Kategorie: Aus dem Ofen

Siebenbürger Paprikasalat

Von meiner Liebe zu den ungarischen Spitzpaprika habe ich ja schon öfter berichtet. Und auch aus dem Urlaub im September habe ich mir 1,3 kg Paprikaschoten mitgebracht, von denen ich einen Teil für Brühen und Gulaschansätze eingefroren hab, der Rest wird zu Letscho mit Patisson und gebratene Paprika mit Ei verkocht, damit wäre die Saison für mich bis zum nächsten Jahr beendet.

Aber Euch möchte ich noch ein Rezept ans Herz legen, dass Ihr gut mit den letzten roten und gelben Paprikaschoten aus dem Supermarkt zubereiten könnt. Wie ich auf die Seite geraten bin, weiß ich nicht mehr, aber der Salat aus gebackenen Paprika sprach mich sofort an. Was daran jetzt speziell siebenbürgisch/transsylvanisch ist, keine Ahnung … Aber lecker ist es und eigentlich auch ziemlich einfach zuzubereiten. Das fissiligste daran ist das Häuten der Schoten. Aber mit ein paar Tipps geht das auch einfach. Was ja auch völlig nervig ist, ist das Reinigen des Backblechs, wenn der Saft der Paprika darauf festgebrannt ist, also das Blech mit Backpapier oder Alufolie belegen. Der Ofen muss ziemlich heiß sein, damit das Gemüse wirklich röstet. Die Paprikaschoten legt ihr allerdings als Ganzes drauf, es ist nicht nötig sie vorher zu putzen und halbieren. Innerhalb einer halben Stunde, mit einmal wenden zur Halbzeit, sind die Schoten schön weich und die Haut mäßig verbrannt mit schwarzen Flecken. Dann die Schoten in eine Schüssel mit Deckel geben und abgedeckt lauwarm abkühlen lassen bis man sie gut anfassen kann. Durch das Abdecken bleibt der Dampf, der noch aus dem Gemüse entweicht in der Schüssel und lässt die Haut sich vom Fruchtfleisch lösen. Mit den Händen, Eurem besten Werkzeug in der Küche, könnt ihr dann ganz leicht die Haut abziehen und die Kerne entfernen. Ta-daa! Fertig sind die enthäuteten Paprika!

Zuletzt nur noch die restlichen Zutaten dazu und etwas ziehen lassen, damit die Aromen sich gut verbinden. Die Süße der Paprika harmoniert wunderbar mit der Säure vom Essig und auch die leichte Schärfe des rohen Knoblauchs passt da gut rein! Heraus kommt eine aromatische Vorspeise, die sich gut für ein Buffet eignet oder als Beilage zu einem schönen Braten. Probiert es gerne aus! Es lohnt sich!

Siebenbürger Paprikasalat

Zutaten für 4 Portionen:
8 Spitzpaprikaschoten (rot und/oder gelb)
2 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
2-3 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier oder Alufolie belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen und trocknen. Auf das Blech legen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 15-20 Minuten backen, dann die Schoten wenden. Nach weiteren 10-15 Minuten die Schoten heraus holen, wenn die Haut etliche dunkle Flecken hat. In eine Schüssel geben. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie abdecken und lauwarm abkühlen lassen. Dann die Haut von den Schoten abziehen und das Kerngehäuse dabei entfernen. Die Schoten halbieren.
(3) Die Knoblauchzehen häuten und sehr fein würfeln. Aus Essig, Salz, Pfeffer
Alles in eine passende Schüssel oder Glas geben. Mit dem Essig, Salz und Pfeffer würzen. Dann ein bisschen Öl darüber geben. Einige Zeit im Kühlschrank durchziehen lassen. Wenn Ihr die Paprikaschoten mit sauberen Gabeln aus dem Glas holt, können sie sich auch einige Wochen im Kühlschrank halten.

Mindestens 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen.

Genießen!

Quelle: Lajos Mari konyhájaErdélyi sültpaprika

Parmigiana di melanzane – Italienischer Auberginen-Käse-Auflauf

Nachdem ich letztes Jahr durch die Hitze nicht ganz so produktiv in der Küche war und mich viel von Fertigfutter ernährte, geht es mir dieses Jahr wesentlich besser und ich tobe mich mit dem Sommergemüse in der Küche aus. Was ich schon an Schmorgurken verspeist habe, wieviele Zucchini schon in meine Pfanne hüpften und auch etliche Auberginen wurden zu Odessa-Kaviar verarbeitet. Aber so ’ne Aubergine kann ja nicht nur zu Brotaufstrich verwandelt werden, auch als Hauptzutat eignet sie sich hervorragend.

Und die Italiener haben das 100%ig verstanden. Viele ihrer kulinarischen Klassiker basieren ja auf Auberginen, wie zum Beispiel die sizilianische Caponata oder auch ihre Parmigiana di melanzane, also einen Aubgerginen-Käse-Auflauf, der warm oder auch bei Zimmertemperatur gegessen werden kann. Er ist prinzipiell ziemlich einfach zu machen, nur der erste Zubereitungsschritt, die Auberginenscheiben in Fett ausbacken, ist doch ziemlich zeit- und, für mich, kraftaufwendig. Statt also die Scheiben einzeln anzubraten, lege ich alle auf ein Backblech, würze sie, pinsele Olivenöl drauf und parke das Blech für eine halbe Stunde in den Ofen. Während die Auberginen dann dort schön weich und braun werden, habe ich Zeit die Tomatensauce und restlichen Zutaten vorzubereiten. Das Schichten ist das schnell erldigt. Und während der gesamte Auflauf im Ofen schmurgelt, kann die Küche aufgeräumt werden, so dass man nach dem Essen kaum noch Arbeit hat. Ein praktisches, effizientes Gericht! So mag ich das! Und wenn es dann noch soo köstlich ist wie dieses, haben doch alle gewonnen, oder? Also beim nächsten Einkauf ein paar Auberginen und Mozzarella einpacken und los geht’s!

Parmigiana di melanzane

Zutaten für 3-4 Portionen:
2 Auberginen (etwa 450 g)
Salz, Pfeffer
3-5 + 1 EL Olivenöl
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Prise Zucker
2 Dosen Tomatenfleisch (400 g)
2 Stengel Basilikum
2 Kugeln Mozzarella (ca. 200 g)
50 g Parmesan am Stück

Olivenöl zum Einpinseln der Auflaufform

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Auberginen waschen und trocknen. Mit einem Brotmesser das grüne Ende abschneiden und die Auberginen dann längs in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf das Blech legen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern. Mit den 3-5 EL Olivenöl bepinseln. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen lassen bis sie weich sind.
(2) In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten. Beides sehr fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zufügen, etwas salzen und glasig dünsten. Den Zucker und die Knoblauchwürfel zugeben. Kurz mit andünsten. Die Dosentomaten zufügen und aufkochen lassen. Ab dann etwa 20 Minuten offen köcheln lassen (vielleicht ein Blatt Küchenkrepp als Spritzschutz auflegen). Wenn die Sauce fertig ist, die Blätter vom Basilikum zupfen, grob hacken und unterrühren. Die Sauce nochmal abschmecken. Fehlt Salz, Zucker oder Pfeffer?
(3) Die Mozzarellakugeln in dünne Scheiben schneiden. Den Parmesan fein reiben. Wenn die Auberginenscheiben weich und leicht braun sind, das Blech herausholen und die Temperatur des Ofens auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) senken.
(4) Jetzt geht es ans Schichten. Eine kleinere Auflaufform mit etwas Olivenöl auspinseln. Ein bisschen Tomatensauce auf dem Boden verteilen. Ein Drittel der Auberginenscheiben darauf legen. Diese dann mit 1/3 der Tomatensauce bestreichen. Darauf die Hälfte des Mozzarellas verteilen. Wieder 1/3 der Auberginen, 1/3 der Tomatensauce und die zweite Hälfte des Mozzarellas. Zum Schluss die restlichen gebackenen Auberginenscheiben mit der übrigen Tomatensauce in die Form geben. Mit dem Parmesan bestreuen.
(5) Auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und ca. 30 Minuten backen.

Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: KüchengötterAuberginenauflauf „Parmigiana di Melanzane“

Grüne Bohnen mit Zwiebeln und Salbei aus dem Ofen

Ertragt Ihr noch ein Bohnenrezept bevor die Saison komplett um ist? Hier ist noch eine Variante aus dem Ofen, die viel einfacher daher kommt. Keine exotischen Gewürze, keine Extrazubereitungsschritte, einfach nur das Gemüse putzen mit Salz, Pfeffer und Olivenöl vermischen und ein paar im Garten liebevoll gezupfte Salbeiblätter darauf verteilen. Für ne dreiviertel Stunde in den Ofen verfrachten und fertig! Und lecker!

Ihr könnt dafür jede Sorte frische Bohnen verwenden, die Ihr mögt: Buschbohnen, Prinzessbohnen, Stangenbohnen, gelbe Wachsbohnen. Egal! Kauft was Euer Markt hergibt oder pflückt die Pflanzen im Garten leer. Die Bohnen müssen diesmal auch nicht in einer Schicht auf dem Blech liegen, weil sie eher im eigenen Saft schmoren, denn rösten sollen. Wenn Ihr das Rezept aus 1 kg Bohnen machen wollt, nutzt die normal großen Backbleche für Euren Ofen. Ich habe für mein Pfund Bohnen ein halb großes Blech genommen.

Und sie schmecken einfach wunderbar! Schön intensiv nach Bohnen und das passt einfach wunderbar zum Geschmack der gerösteten Zwiebel- und Knoblauchstücke. Auch der Salbei wird lustig knusprig und gibt dem ganzen Gericht ein wunderbares Aroma. Wem die Currybohnen zu gewagt waren, probiert gerne diese Variante aus :-)

Grüne Bohnen mit Zwiebeln und Salbei aus dem Ofen

Zutaten für 2-3 Portionen als Beilage:
500 g Grüne Bohnen (gerne gemischte Sorten)
1 rote Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl
5-8 Salbeiblätter

(1) Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein kleineres Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Bohnen putzen, waschen, abtropfen lassen. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebel in achteln. Die Bohnen mit den Zwiebeln und ganzen Knoblauchzehen in eine Schüssel geben. Mit dem Olivenöl, Salz und Pfeffer gut vermischen. Auf das Backblech geben. Die Bohnen dürfen ruhig übereinander liegen. Zum Schluss den Salbei durch das restliche Fett in der Schüssel ziehen und auf den Bohnen verteilen.
(3) Die Bohnen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 45 Minuten backen.

Genießen!

Quelle: Chili és vaníliaZsályás, lilahagymás, nyári sült zöldbab

Gefüllte Schmorgurken mit Kirschtomaten-Sahne-Sauce überbacken

Ich bin ja überrascht, aber momentan finde ich in meinem Studenten-Rewe beim Büro regelmäßig Schmorgurken. Und kaufe sie auch regelmäßig, weil SCHMORGURKEN! Große Schmorgurken-Liebe hier! Nur irgendwie kennt die junge Generation die köstlichen Dinger nicht mehr. Jedes einzelne Mal werde ich an der Kasse vom Kassiererlein (und es ist jedes mal wer anders) gefragt, ob das eine Zucchini sei. Nein, eine Schmorgurke. Ich erkläre dann gerne was das ist und grob, was man damit so köstliches anstellen kann. Nicht so ausführlich, wie ich könnte, es warten ja doch immer noch andere Kunden hinter mir ;-)

Also Schmorgurken! Natürlich werden sie hier regelmäßig angebraten und dann mit Ei drüber gestockt, zum Abendbrot gegessen. Und auch eine Schmorgurkenpfanne vegetarisch oder mit Hack oder Speck sind natürlich gern gesehen auf meinen Tellern. Aber was Neues schadet auch nicht und so begab ich mich auf die Suche. Fündig wurde ich auf der Seite von Rewe. Mit Hack gefüllte Schmorgurke sollte es werden, die mit einer Kirschtomaten-Sauce überbacken wird. Hörte sich spannend an und ist auch schnell vorbereitet. Während die Sauce auf dem Herd köchelt, heizt der Ofen vor und die Schmorgurken werden gefüllt. Effizientes Arbeiten spart Zeit und Energie. Und lecker ist es auch sehr! Wunderbar herzhaft mit einer fruchtigen Sauce und dazu das milde Aroma der warmen Gurken. Großartig!

Überbackene Schmorgurke mit Hack und Tomaten

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittlere Schmorgurke
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zweiglein frischer Rosmarin
1 Zweig frischer Thymian
150 g Kirschtomaten
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Schlagsahne
250 g Rinderhack
1 kleines Ei
2-4 EL Paniermehl
100 g Feta

(1) Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittlere Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Die Gurke schälen, der Länge nach halbieren und mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen. In die Auflaufform legen. Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Die Kirschtomaten halbieren. Die Blättchen der Kräuter vom Stiel streifen und fein hacken.
(3) Das Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs darin anschwitzen bis sie glasig sind. Tomaten und Kräuter hinein geben, die Sahne dazu schütten. Salzen und pfeffern. Etwa 15 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen. Abschmecken. Falls die Sauce etwas zu dick wird, ein bisschen Sahne angießen.
(4) Während die Sauce kocht die Gurkenfüllung zubereiten. Zum Hackfleisch die restliche Zwiebel und Knoblauch geben, ebenso das Ei und Paniermehl. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gut verkneten. In die beiden Gurkenhälften füllen.
(5) Die Kirschtomaten-Sauce über die Gurken gießen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten garen. Den Käse abtropfen lassen und grob zerbröseln. Den Käse nach der Zeit über den Gurken verteilen und weitere ca. 25 Minuten überbacken lassen.

Dazu passt frisches Ciabatta oder Fladenbrot.

Genießen!

Quelle: Überbackene Schmorgurken mit Hack und Tomaten

Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Oha! Bohnenwoche schon Tag 4 und bleiben wir bei einer Zubereitung im Ofen. Dieses Mal möchte ich Euch einen typisch ungarischen Auflauf zeigen. Mir ist tatsächlich erst mit dieser Bohnen-Variante aufgefallen, dass viele der ungarischen Aufläufe nach demselben Prinzip gebastelt werden (Gemüsesuppen übrigens auch), obwohl ich schon einige Rezepte auf dem Blog habe… Sie beinhalten immer gekochten Reis, ein schnelles Gulasch aus Hackfleisch, das vorgegarte Gemüse der Wahl (gerne auch mit Blumenkohl oder Wirsing) und zum Schluss eine Schicht aus Schmand. Diese kann pur bleiben oder mit noch mehr Paprikapulver verfeinert werden. Und weil das Gericht aus so eindeutigen Komponenten besteht, kann es auch gut vorbereitet werden. So hab ich das Hackgulasch schon am Tag vorher geschmurgelt, damit das frisch gekaufte Fleisch nicht schlecht wird. Die Bohnen und Reis hab ich am Morgen gekocht, so dass ich mittags nur noch den Auflauf schichten und in den Ofen schieben musste. Sehr kräfteschonend und einfach! Aber natürlich kann die geneigte Leserschaft wie unten beschrieben auch alles in einem Rutsch durch kochen :-)

Die Buschbohnen hatte ich mit der Biokiste bestellt, diesmal fielen sie etwas dicker und mit reiferen Bohnen aus. Sie waren aber trotzdem total zart nach dem Kochen. Ich musste mich mal wieder zusammen reißen, nicht alle Bohnen so aufzuessen *g* Dieses Mal habe ich den Reis mit dem fertigen Gulasch vermischt, habe aber auch Rezepte gefunden, in denen der Reis extra geschichtet wird. Das überlasse ich Eurer Vorliebe :-) Und ich muss sagen, ich bin immer wieder überrascht, wie köstlich so einfache ungarische Alltagsküche ist. Das würzige Gulasch passt wunderbar zu den milden, aber sehr aromatischen Bohnen und durch das Mischen von Reis und Gulasch hat der Reis das schöne Paprikaaroma angenommen. Probiert diesen Auflauf gerne mal aus, Ihr werdet es nicht bereuen!

Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Grüne Bohnen (Buschbohnen)
150 g Langkornreis
Salz
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Öl
300 g Hackfleisch nach Wahl
Salz, Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 EL Tomatenmark
1 + 1,5 EL Paprikapulver edelsüß
200 ml Wasser
6 EL Schmand
1,5 EL Mehl
1+ 1,5 EL Paniermehl
Butter/Öl für die Auflaufform

(1) Von den Bohnen die Enden entfernen und je nach Größe halbieren oder dritteln. In kochendem Salzwasser in 10-15 Minuten (je nach Größe) bissfest garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.
(2) Entweder danach im selben Topf (um Abwasch zu sparen) oder gleichzeitig in einem anderen Topf den Reis nach Packungsanweisung bissfest garen. Zur Seite stellen.
(3) Während die Bohnen und Reis kochen, das Gulasch zubereiten. Dafür die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zugeben, etwas salzen und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten weich dünsten. Auf hohe Hitze schalten und das Hack zufügen. Zerteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und goldbraun-krümelig braten. Kümmel und Tomatenmark zufügen und mit anrösten, dann mit 1 EL Paprikapulver bestreuen, gut verrühren und wenn es anfängt zu duften, mit dem Wasser ablöschen. Deckel drauf und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze schmoren.
(4) Während das Hackgulasch köchelt, den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittelgroße Auflaufform (etwa 26×16 cm) einfetten und mit 1 EL Paniermehl ausstreuen. Den Schmand mit dem Mehl und den restlichen 1,5 EL Paprikapulver klümpchenfrei verrühren.
(5) Jetzt geht es an das Schichten des Auflaufs. Das Gulasch mit dem gekochten Reis vermischen. Eine Hälfte der Bohnen auf den Boden der Form geben. Dann die Gulasch-Reis-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Zum Schluss die zweite Hälfte der Bohnen in einer Lage verteilen. Zum Schluss das Schmandgemisch auf die Bohnen streichen und mit dem restlichen Paniermehl bestreuen.
(6) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 40 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Herausnehmen und etwa 15 Minuten abkühlen lassen, damit er sich besser schneiden lässt.
Dazu passt wunderbar eingelegtes Gemüse (z.B. Kovi ubi oder türkisch fermentiertes Gemüse), Weißkohl- oder Gurkensalat.

Genießen!

Grüne Bohnen mit Curry aus dem Ofen

Kommen wir zu Tag 3 der Bohnenwoche und die dritte Zubereitungsweise. Dieses Mal kommen die grünen Stängchen in den Ofen. Und sorgen dadurch, dass die Aromen konzentriert werden und das Gemüse noch intensiver schmeckt.

In diesem Rezept meiner ungarischen Lieblingsbloggerin und KOchbuchautorin Zsófia Mautner (Chili és Vanília) werden die Bohnen noch mit Curry gewürzt, das mit flüssiger Butter vermischt wird. Welches ihr nehmt, ist Euch überlassen. Wer es pikanter mag, gerne ein scharfes Pulver, ich blieb bei einer milden Variante. Und auch sonst ist es ein sehr einfaches Rezept. Bohnen putzen, auf dem Blech mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und der Currybutter vermischt. In einer Schicht auf dem Blech verteilen und nur 15 Minuten in den heißen Ofen schieben.

Und was dabei raus kommt, ist wirklich großartig! Würzig und zart! Kann ich einfach so essen, brauch ich nix zu! Probiert es unbedingt mal aus!

Grüne Currybohnen aus dem Ofen

Zutaten für 2-3 Portionen als große Beilage:
600 g Buschbohnen
2 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
50 g Butter, geschmolzen
2 EL Currypulver

Für den Dip:
1 Frühlingszwiebel
1/2 Bund Dill
1/2 Petersilie
200 g Joghurt
Salz, Pfeffer
Spritzer Zitronensaft

(1) Den Ofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Von den Bohnen das obere Ende entfernen, die Spitze kann bleiben, sie hat viel Aroma. Die Bohnen waschen und gut abtropfen lassen. Die Bohnen auf dem Backblech verteilen. Mit Salz, Pfeffer würzen und Olivenöl beträufeln. Das Currypulver mit der geschmolzenen Butter verrühren und über die Bohnen geben. Alles mit Hilfe Eurer Hände gut vermischen und die Bohnen in einer Schicht auf dem Backblech gleichmäßig verteilen.
(3) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und etwa 15 Minuten backen.
(4) Während die Bohnen im Ofen sind, den Dip zubereiten. Dafür die Frühlingszwiebel putzen, längs halbieren und fein schneiden. Die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken. Alles zum Joghurt geben, mit Salz und Pfeffer würzen und dem Zitronensaft abschmecken.

Entweder als Hauptgericht oder köstliche Beilage servieren.

Genießen!

Quelle: nach Mautner Zsófia – Currys sült zöldbab

Im Ofen gebackener ganzer Blumenkohl

Meine Blumenkohlliebe ist ungebrochen! Gibt ja irgendwie Gemüse und Obst, das man sich überessen kann, in meinem Fall z.B. Erdbeeren, aber Blumenkohl könnte ich wöchentlich essen. Mich stört auch 3x ungarische Blumenkohlsuppe bei den unterschiedlichsten Verwandten in Ungarn überhaupt nicht *g*

Also, Blumenkohl geht offensichtlich immer! Und in jeder Variante! Im Winter schrieb mich Frau Kochschlampe ganz aufgeregt an, dass ich dringend den ganzen im Ofen gegarten Blumenkohl ausprobieren muss, der vorher noch mit Knoblauchbutter einreiben soll. Es dauere zwar, aber lohnte sich wohl, der Begeisterung nach zu urteilen. Auf Frau Kochschlampe höre ich gerne, also gesagt, getan! Anstatt Knoblauchbutter nahm ich Kräuterbutter, weil ich so starkes Knoblaucharoma nicht mag. Was soll ich sagen: der Hammer!

Und weil das so großartig war, habe ich es jetzt mit einem kleinen Kopf aus der Biokiste wiederholt und dabei mal aufgepasst, wie schwer der Blumenkohl war, bei welcher Temperatur und wie lange er im Ofen war. Der Kopf dieses mal war wirklich handlich und brauchte nur 45 Minuten im Ofen. Die Wintervariante mit einem mittelgroßen hat deutlich über eine Stunde gedauert. Was aber auch vollkommen okay ist, weil wir müssen ja nicht neben dem Ofen stehen und den eingepackten Blumenkohl bewachen. Während ich im Winter noch selbstgekaufte Kräuterbutter nahm, die von irgendwas anderem übrig blieb, hatte ich jetzt selbstgeklöppelte im Kühlschrank, da die Kräuter auf dem Balkon förmlich explodieren und in jeder Biokiste frische Kräuter mit bei sind. Ich habe Euch diese Kräuterbuttervariante mal mit aufgeschrieben, aber eigentlich seid Ihr in der Vielfalt nicht eingeschränkt. Ein bisschen fein geriebene Zitronenschale macht sich bestimmt auch gut oder eine Winzigkeit Senf? Probiert es aus, es schmeckt tatsächlich so viel besser als gekaufte. In meinen Varianten sind die Kräuter immer etwas gröber, weil ich einfach keine Geduld zum feinen kleinfitzeln habe, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch. Und sie würzte meinen niedlichen Blumenkohl sehr hervorragend! Also besorgt Euch einen nicht zu riesigen Blumenkohl, hackt schnell eine Kräuterbutter zusammen und ab in den Ofen mit dem Schatz!

Ganzer im Ofen gebackener Blumenkohl

Zutaten für 1,5 Portionen:
1 kleiner Blumenkohl (300-350 g)
3-4 EL Kräuterbutter
Salz

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein großes Stück Alufolie bereit legen.
(2) Vom Blumenkohl die äußeren Blätter entfernen. Den Strunk unten kreuzförmig einschneiden.
(2) Den Blumenkohl auf die Folie legen. Die Kräuterbutter mit den Händen gleichmäßig über dem Blumenkohl verteilen. Etwas salzen. Die Alufolie über dem Blumenkohl zusammen falten.
(3) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 45 Minuten backen lassen. Nach der Zeit die Grillfunktion im Ofen anschalten, die Folie über dem Blumenkohl öffnen und nochmal 5-15 Minuten bis zu Eurem gewünschten Bräunungsgrad backen.

Herausnehmen. Dazu passen gut Kartoffelbrei oder Pellkartoffeln und außerdem ein frischer Salat (z.B. Tomaten-, Gurken- oder Blattsalat).

Genießen!

Kräuterbutter

Zutaten für ca. 280 g:
250 g weiche Butter
1 Frühlingszwiebel
1/2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund Schnittlauch
1/2 Bund Dill
1 Zweiglein Estragon
1/4 – 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer

(1) Von der Frühlingszwiebel das Wurzelende und unschöne äußere Schichten entfernen. Sie längs halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Die Kräuter waschen, trocknen, grobe Stengel entfernen. Die Kräuter so fein hacken, wie es die eigene Geduld zulässt.
(2) Die weiche Butter in eine passend große Schüssel geben, die gehackten Kräuter und Frühlingszwiebel zufügen. Ebenso den Kreuzkümmel, dann salzen und pfeffern. Alles wirklich gründlich miteinander verrühren.

Genießen!

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