Archiv der Kategorie: BBQ/Grillen

Klassisches Tsatsiki/Tzaziki oder Zaziki

Bevor es zu kalt wird für Joghurtdips, möchte ich hier noch schnell das klassische Tsatsiki festhalten, dass ich im Sommer gemacht habe. Wobei so ein frischer Joghurtdip macht sich auch gut in der kalten Jahreszeit, zum Beispiel zu wunderbar wärmendem Winterofengemüse aus Kartoffeln, Rote Bete, Möhren, Kohl, oder? Nur sind dann die Gurken nicht wirklich saisonal… Irgendwas ist ja immer ;-)

Wobei so ein bisschen peinlich ist es ja schon so ein schnödes Tsatsiki-Rezept jetzt noch auf dem Blog zu stellen … Aber ich fand es außerordentlich gut gelungen und wollte zumindest die Mengen festhalten. Aber vielleicht sucht die geneigte Leserschaft noch nach einem leckeren, einfachen Rezept? Dann bitteschön:

Klassisches Tsatsiki

Für 2 Portionen:
1 Salatgurke
Salz
250 g Griechischen Joghurt (!0% Fett)
1-4 Knoblauchzehen
Pfeffer
1 Prise gemahlenen Kreuzkümmel (optional)
Olivenöl zum Servieren

(1) Als erstes von der Gurke die Enden abschneiden und schälen. Dann grob raspeln. Wenn die Gurken sehr viel Kerngehäuse haben sollten, dieses erst rausschneiden. Die Gurkenraspeln in eine Schale geben und salzen. Gut durchmischen. Dann 30-60 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen.
(2) Die Knoblauchzehe(n) häuten und sehr fein hacken/würfeln.
(3) Nach der Zeit die Gurkenraspeln mit den Händen gut ausdrücken und in eine verschließbare Schüssel geben. Joghurt, Knoblauch hinzufügen und gut verrühren. Mit Pfeffer und wenn gewünscht mit Kreuzkümmel würzen. Die Schüssel verschließen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Dann nochmal kosten, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt, gegebenenfalls nachwürzen.

Zum Servieren noch mit ein bisschen Olivenöl begießen.

Passt zu Gegrilltem oder einfach nur frischem Weißbrot.

Genießen!

In Bacon gewickelter Mais vom Grill mit Salat

Steht Ihr auch so sehr auf Mais, wie ich? Das erwähnte ich ja bestimmt schon öfter. Wenn Saison ist, wie jetzt gerade, koch ich ihn mir ganz oft zum Abendbrot. Und da bin ich ganz puristisch! Er wird einfach in kochendes Wasser mit einer Prise Zucker geworfen und dann in 10-15 Minuten zart gegart. Warum Zucker fragt Ihr Euch, wo Mais an sich doch schon relativ süß ist? Aber Salz macht die Maiskörner irgendwie hart, wohingegen sie beim Zucker zart bleiben. Aber letztens sah ich beim ungarischen Lieblingsyoutubekanal wie Kinga Mais in Bacon gewickelt gegrillt hat. Und ich saß einigermaßen sabbernd vorm Tablet.

Mais war noch im Kühlschrank, Bacon und Kräuterbutter auch. Es hielt mich nichts mehr auf! Und OH! MEIN! GOTT! ist das Zeug geil! Großartigst! Werde ich jetzt öfter so machen :-D Und empfehle es Euch auch dringend! Wenn Ihr keine Lust habt, Kräuterbutter selbst zu klöppeln, geht auch gekaufte, aber mit selbstgemachter ist schon besser :-)

So und jetzt ab mit Euch Mais und Bacon besorgen und fix in die Küche! Hopp, hopp!

Gegrillter in Bacon gewickelter Mais

Zutaten für 2 Portionen:
1 großer Maiskolben
Prise Zucker
2 EL Kräuterbutter
6 Scheiben Bacon

(1) Als erstes den Mais kochen. Dafür einen Topf mit Wasser und der Prise Zucker zum Kochen bringen. Den Mais in der Mitte durchbrechen und in das kochende Wasser geben. Ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser wieder kocht, 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Je jünger und frischer der Mais, desto weniger Zeit benötigt er. Der Mais aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen.
(2) Entweder habt ihr einen Grill fertig gemacht oder heizt jetzt eine Grillpfanne auf mittelhoher Hitze vor.
(3) Je 3 Scheiben Bacon etwas überlappend auf einem Brettchen auslegen. Den Mais mit der Kräuterbutter einschmieren. Die Maisstücke in den Bacon wickeln.
(4) Den Bacon-Mais mit der Nahtseite nach unten in die Grillpfanne oder auf den Grill legen. Wenn die Seite auf der Hitze schön braun und knusprig ist, ein Stückchen weiter wenden. Insgesamt dauert es 15-20 Minuten.

Es passt zu einem frischen bunten Salat oder als Grillbeilage.

Genießen!

Quelle: nach Street KitchenBaconbe tekert grillezett kuorica

Blog-Event CLV – Mezze: Türkischer Weißkraut-Möhrensalat

Im „Kochtopf “ wird wieder ein Blog-Event ausgetragen. Juhuu! Dieses Mal möchte Susan von „Labsalliebe“ eine grandiose Mezze-Tafel. Nein, natürlich soll nicht jeder eine komplette Tafel mit nahöstlichen Köstlichkeiten füllen (darf es aber gerne *g*), es reicht wenn eine Kleinigkeit mitgebracht respektive gebloggt wird und wir so eine große, virtuelle Orient-Party feiern können.

In einer der letzten Biokisten hatte ich einen schönen Spitzkohl drin, aber wusste lange nicht, was ich damit anstellen soll. Nach ungarischen Krautnudeln war mir bei der Hitze nicht und Sauerkraut ansetzen zu anstrengend. Aber der Kohl wurde ja auch nicht besser im Gemüsefach. Beim Blättern im hochgeschätzten Buch „Türkei vegetarisch“ fiel mir der Weißkohl-Möhren-Salat auf. Und so ein türkischer Coleslaw passte gut als Beilage zu meinen weiteren Essensplänen für’s Wochenende. Dieser Salat besteht nicht nur aus Kohl, Möhren und Mayo, wie gefühlt die amerikanische Variante – nein! – der hier wird mit Walnusskernen und Dill verfeinert. Die Sauce bleibt dabei aber sehr einfach mit einem Hauptanteil türkischem/griechischem Joghurt und einer Winzigkeit Mayonnaise. Weil ich gerade keinen Joghurt da hatte, aber dafür einiges an Schmand, habe ich einfach den benutzt :-) Rezepte sind zum Variieren da, nicht?

Den gesamten Weißkraut-Möhren-Salat kann ich Euch nur wärmstens ans Herz legen! Er ist schnell gemacht, besteht aus Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt und er braucht keine Ruhezeit, kann also sofort genossen werden. Passt super zu Gegrilltem, Frikadellen jeglicher Couleur, herzhaften Aufläufen oder einfach so zum Abendbrot. Ein paar Tage hält er sich auch gut im Kühlschrank! Großartiger Salat!

Blog-Event CLV - Mezze (Einsendeschluss 15. August 2019)

Türkischer Coleslaw mit Walnüssen

Zutaten für 6-8 Portionen:
500 g Weiß- oder Spitzkohl
1/2 EL Salz
2 kleine Möhren
2-3 Stengel Dill
80 g Walnusskerne
150 g 10%iger Joghurt (oder Schmand)
2 EL Mayonnaise
Prise Pfeffer

(1) Den Kohl putzen, dafür die äußeren unschönen Blätter entfernen und den Strunk raus schneiden. Den Kohl fein schneiden oder hobeln. Mit dem Salz bestreuen und den Händen kräftig mehrere Minuten durchkneten, damit er mürbe und saftig wird. 10-15 Minuten stehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die Möhren schälen und grob raspeln, die Walnusskerne grob und den gewaschenen, getrockneten Dill fein hacken. Den Joghurt mit der Mayonnaise verrühren.
(3) Alles zum Kohl geben, mit etwas Pfeffer würzen und gut vermischen.

Mit ein paar Walnüssen und Dill garnieren. Kann sofort serviert werden.

Genießen!

Quelle: nach Tancgil O., Tancgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 132

Drei vegane Salate zum Grillen

Ist das Wetter wieder angenehm warm? Lädt es zum Grillen mit Freunden ein? Ich hoffe doch, denn jetzt am 19. Juli, wo ich diesen Beitrag schreibe, weiß ich es einfach noch nicht … Trotzdem möchte ich Euch diese drei Salate nicht vorenthalten, die sich perfekt als Grillbeilage eignen.

Zufällig sind die alle vegan geraten. Ich mag es einfach lieber, wenn mein Salat aus viel Gemüse besteht, wenn das Grillgut schon etliche tierische Proteine (egal, ob von Käse oder Fleisch) enthält.

Als erstes möchte ich Euch einen Couscous-Salat zeigen, dessen Gemüse auf der Idee von Ratatouille basiert. Die Paprika-, Auberginen- und Zucchinistücke hab ich angebraten und dabei provenzalisch gewürzt, während die Kirschtomaten roh in den Salat kamen. Noch frische Petersilie und Zitronensaft und -schale dazu und ein frischer Salat ist fertig.

Ratatouille-Couscous-Salat

Zutaten für 3 Portionen:
1/2 Paprikaschote
1 kleine Aubergine
1 mittlere Zucchini
1 Knoblauchzehe
4,5 + 4 EL Olivenöl
2 TL Kräuter der Provence
Salz, Pfeffer
1 kleine Tasse Couscous
1 kleine Tasse kochendes Wasser
6-10 Cherrytomaten
1/2 Bund Petersilie
1/2 Zitrone, Saft + Schale

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Paprikaschote entkernen. Von Zucchini und Aubergine die Enden abschneiden. Alles in 1 cm große Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und in dünne Scheiben schneiden.
(2) In einer Pfanne 1,5 EL Öl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Paprikawürfel hinein geben und bei dieser Hitze einige Minuten anbraten bis sich braune Stellen auf der Haut bilden und die Paprika etwas angegart, aber noch Biss hat. Jetzt noch für 1 Minuten die Knoblauchscheiben zugeben. Die fertigen Würfel in eine Schüssel geben und zur Seite stellen. Wieder 1,5 EL Öl erhitzen und die Zucchiniwürfel anbraten. Etwas salzen und pfeffern sowie 1 TL der Kräuter der Provence über die Zucchini streuen. So lange anbraten bis sie etwas gebräunt sind. Zu den Paprika nehmen. Wieder 1,5 EL Olivenöl erhitzen und die Auberginenwürfel anbraten. Auf mittlere Hitze runter schalten, salzen, pfeffern und ebenfalls mit Kräutern der Provence bestreuen. So lange garen lassen bis die Aubergine weich-cremig und nicht mehr gummiartig ist. Wer Angst hat, dass sie verbrennen, gibt etwas Wasser drüber und lässt es verkochen. Auch zu dem restlichen Gemüse geben.
(3) Den Couscous in eine kleinere Schüssel geben, etwas salzen. Mit dem kochenden Wasser übergießen, abdecken und 5-10 Minuten quellen lassen. Mit der Gabel auflockern und zum angebratenen Gemüse geben.
(4) Die Cherrytomaten vierteln, die Petersilie fein hacken. Zum Salat geben. Mit der Zitronenschale und dem Saft würzen. Noch etwas salzen und pfeffern. Das restliche Olivenöl zugeben und alles gut verrühren. Etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Genießen!

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Vor wenigen Wochen war die beste Nadine und ihre Familie zum Grillen bei mir. Weil ein sehr heißer Tag angesagt war und Nadine gerade in anderen Umständen ist, wollte ich einen Kartoffelsalat ohne Mayo machen. Nachdem sich noch ein paar Radieschen und etwas Gurke im Kühlschrank fanden, wurden die mit in den Salat gehobelt. Als Dressing benutzte ich die klassische süddeutsche Variante mit Brühe, Essig und Senf. Zum Schluss frischer Schnittlauch vom Balkon drüber gestreut und fertig war ein köstlicher, herzhafter Kartoffelsalat, den alle sehr gerne mochten. Blieb wirklich nur eine Winzigkeit übrig (die Portion war echt groß, wenn ich bedenke, was wir alles noch zum Essen hatten *g*), die Nadine dann für ihr Büromittagessen am nächsten Tag mitnahm :-)

Leichter Kartoffelsalat mit Radieschen und Gurken

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg vorwiegend festk. oder festkochende Kartoffeln
Salz
1 Prise Kümmel
1/2 Bund Radieschen
1/2 Salatgurke
1 Zwiebel
2 + 4 EL neutrales Öl
250 ml Gemüsebrühe
4 EL Weißweinessig
Pfeffer
2 TL Zucker
1 EL Senf
1 Bund Schnittlauch

(1) Am Vortag die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser gewürzt mit ein wenig Kümmel garen. Abgießen, etwas abkühlen lassen, pellen und dann im Kühlschrank bis zum nächsten Tag lagern.
(2) Die Radieschen und Gurke putzen und mit Hilfe eines Hobels in dünne Scheibenhobeln. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die vorgekochten Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben, die Platz für den fertigen Salat hat. Die Kartoffelscheiben gut salzen und pfeffern.
(3) In einem kleinen Topf 2 EL Öl auf mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebeln zufügen und in einigen Minuten weich dünsten. Die Brühe zugießen. Auch den Essig und dann mit Salz, Pfeffer, Zucker und Senf würzen. Gut verrühren und kurz aufkochen lassen. Kosten, ob noch etwas fehlt und nachjustieren. Das Dressing sollte sehr würzig schmecken.
(4) Das fertige Dressing über die Kartoffelscheiben gießen und vorsichtig umrühren. Die restlichen 4 EL Öl drüber geben. Dann die Radieschen- und Gurkenscheiben vorsichtig unterheben. Etwa 30 Minuten ziehen lassen.
(5) Den Schnittlauch fein hacken und kurz vorm Servieren drüber streuen.

Genießen!

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Mögt ihr eher asiatische Aromen? Dann ist dieser Salat vielleicht was für Euch! Mir war schon länger nach einem asiatischen Salat, aber so recht wurde ich mit der Idee, Mie- oder Ramen-Nudeln zu benutzen nicht warm. Da fiel mir ein, dass ich ja noch Soba-Nudeln, also japanische Nudeln aus Buchweizen im Vorratsschrank hatte. Das wäre doch eine Idee, dazu noch etwas Gemüse. Neben den üblichen Verdächtigen Möhre, Paprika und Frühlingszwiebel wanderten auch Gurke und Zuckerschoten in die Schüssel. Das Dressing fand ich auf dem amerikanischen Blog „May I have that recipe?“ und war sofort angefixt von den Zutaten Miso und Orange. Die restlichen Zutaten waren auch alle da. Perfekt! Ich habe die Mengen ein bisschen verändert, aber auch so wurde es ein wunderbar würziges und gleichzeitig herrlich fruchtiges Dressing, das wie gemacht ist für die nussigen Sobanudeln und das Gemüse. Der Salat muss auch nicht lange durchziehen, sollte aber, wenn möglich, am selben Tag gegessen werden. Am nächsten ist das Gemüse nicht mehr so schön knackig und die Nudeln werden von der Konsistenz unschöner.

Soba-Salat mit fruchtigem Miso-Dressing

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittelkleine Möhre
1/3 Salatgurke
1/2 Spitzpaprika
1 handvoll Zuckerschoten
1 größere Frühlingszwiebel
100 g Sobanudeln

2 EL Sesamkörner

Fruchtiges Miso-Dressing:
2 cm Ingwer
2 TL helles Miso
Saft von je 1/2 Zitrone und Orange
1 EL Reisessig
1,5 EL Ahornsirup
3 EL Olivenöl

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Möhre schälen und in streichholzgroße Streifen schneiden. Die Gurke waschen, trocknen, halbieren, entkernen und in dünne Halbmonde schneiden. Von der halben Spitzpaprika die weißen Scheidewände entfernen, in feine Streifen schneiden, die dann noch halbiert werden. Die Zuckerschoten waschen, trocknen, Enden entfernen und die Schoten schräg dritteln. Von der Frühlingszwiebel das Wurzelende abschneiden, die unschöne äußere Schicht abziehen und in feine Ringe schneiden. Alles in eine Schüssel geben.
(2) Für das Dressing den Ingwer schälen und fein reiben. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel gründlich verrühren. Über das Gemüse gießen und verrühren.
(3) In einem Topf 1 l Wasser zum Kochen bringen. Wenn es kocht, die Sobanudeln nach Packungsanweisung bissfest garen (hier 3 Minuten). In ein Sieb abgießen und unter laufendem, kalten Wasser abschrecken. Zum Gemüse und dem Dressing in die Schüssel geben und gut verrühren.
(4) Eine kleine Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Sesamkörner zufügen und unter gelegentlichem Schütteln goldbraun rösten. Über den Salat streuen.

Genießen!

Quelle: Dressing nach „May I have that recipe“ – Cold Soba Noodles with White Miso Dressing

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