Archiv der Kategorie: Biokiste

Kulinarische Weltreise – Kroatien: Blitva

Die kulinarische Weltreise begibt sich auf die nächste europäische Station: Kroatien. War ich widerum noch nie, obwohl es ja ganz nah an Ungarn dran ist. Aber dafür ist die ungarische Verwandtschaft regelmäßig dort, weil es das nächste Meer von dort aus ist und für ungarische Verhältnisse auch nicht ganz so teuer, wie andere Küstenländer. Leider hab ich mich nie genauer über ihre kulinarischen Erfahrungen ausgetauscht… Aber wenn ich an kroatische Küche denke, habe ich eher ein Bild der jugoslawischen Küche vor mir mit großen Einflüssen aus der osmanischen und österreichischen Küche. Ich habe sofort den Geschmack von Cevapcici und Duvec-Reis auf der Zunge, auch den von Ajvar und Fisch aufgrund ihrer langen, wirklich hübschen Küstenlinie. Aber das ist wahrscheinlich Restaurantküche für Gäste, nichts was die Kroaten oft in ihrem Alltag kochen. Da muss es, wie wahrscheinlich bei allen, schnell und einfach gehen.

Weil in der Biogemüsekiste Mangold angekündigt war, suchte ich nach Rezepten mit eben dem. Und wurde fündig in der dalmatinischen Küche. Dalmatien ist ein historischer Landstrich, der sich über Kroatien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien und den Kosovo erstreckte. Heute wird der Begriff, der schon seit dem 1. Jahrhundert existiert, nur noch in Kroatien und einen kleinen Teil Montenegros verwand. Dort scheinen die Leute traditionell ein Mangold-Kartoffel-Gemüse zu gegrilltem Fisch, der an der zerklüfteten Küste hoffentlich noch reichlich zu finden ist, zu essen.

Und dieses Gericht war eine Offenbarung für mich. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass diese wirklich wenigen und alltäglichen Zutaten so wohlschmeckend werden. Die Zubereitung ist denkbar einfach und schnell, innerhalb von maximal 45 Minuten steht Euer Essen auf dem Tisch. Also wenn der Mangold im Garten sich anschickt die Macht zu übernehmen, schickt ihn mit diesem Rezept auf Euren Teller!

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Blitva – Mangold-Kartoffelgemüse aus Dalmatien

Zutaten für 2 Portionen:
300 g Kartoffeln
Salz
500 g Mangold
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
Pfeffer

(1) Die Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen. Abgießen.
(2) Währenddessen den Mangold waschen und grob schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und fein würfeln.
(3) In einem größeren Topf ein EL des Olivenöls bei mittlere Hitze erhitzen. Die Zwiebelwürfel glasig dünstig, aber nicht braun werden lassen. Den Mangold zufügen und zusammen fallen lassen, dabei etwas salzen. Den Deckel auflegen und den Mangold etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen bis die Stiele weich und süßlich sind.
(4) Die Kartoffeln und den gehackten Knoblauch hinzufügen. Die Kartoffeln etwas im Topf zerdrücken und alles gut miteinander verrühren. Das restliche Olivenöl hinüber gießen und mit Pfeffer würzen. Fehlt noch Salz?

Zu gegrilltem Fisch oder Grillkäse servieren.

Genießen!

Quelle: Blitva – dalmatinischer Mangold

Jetzt bin ich noch gespannt, was die an deren Teilnehmer der Weltreise so gezaubert und erlebt haben, hier findet ihr die Zusammenfassung. (wird nachgereicht, sobald die Zusammenfassung online ist)

Biokiste KW 4 und 5 und was daraus wurde

 Yeah! Hier herrscht immer noch große Freude über die wöchentliche Gemüsekiste, die von Lotta Karotta geliefert wird und die ich mir mit meiner lieben Kollegin Ute teile. In der ersten Februarwoche bekamen wir wieder 100 g Feldsalat, 400 g Schwarzwurzeln, 2 Gurken, 2 monströse Rote Beten und 1 Blumenkohl:

Ute übernahm die Schwarzwurzeln, die ich zwar sehr liebe, aber auch leider sehr schlecht vertrage *seufz*, ich dafür den Blumenkohl, den Rest teilten wir.

Am Samstag garte ich die Rote Bete in Folie im Ofen, während der Papageienkuchen buk. Dann wurde sie geschält, in kleine Würfel geschnitten, mit Frühlingszwiebel, Apfelessig, Olivenöl, Salz, Pfeffer und ordentlich Dill und Petersilie mariniert. Gab es ein paar Tage als Beilage zum Abendbrot wie zu diesem Sonnenblumenkernbrot mit Rührei.

Am nächsten Tag wurde die Hälfte des Blumenkohls paniert und ausgebacken. Ich liebeliebeliebe panierten Blumenkohl! Dazu hab ich einen Steirischen Kartoffelsalat mit Kürbiskernöl und den Rapunzeln/Feldsalat/Vogerlsalat gemacht. War das lecker!

Den darauffolgenden Donnerstag kam dann die nächste Kiste! Eigentlich wollten wir die Cherrytomaten umtauschen, aber ich hab es nicht rechtzeitig auf die Homepage geschafft und letztendlich waren Ute und ich sehr froh darüber, weil die echt köstlich, schön süß waren! Musste mich zusammenreißen nicht alle auf einmal zu essen ;-) Ansonsten wieder Feldsalat, 2 kleine Köpfe Brokkoli, 6 Möhren, 1 große Süßkartoffel und ein Bund Komatsuna (Japanischer Senfspinat):

Auf den Komatsuna waren wir sehr gespannt, weil wir den beide noch nicht kannten. Ich habe ihn mit Möhre, Paprika, Zuckerschoten und Tofu zu einem thailändisch angehauchten Curry mit Kokosmilch verarbeitet. Der Komatsuna ist auch total lecker, der schmeckt roh so ein bisschen wie der Strunk vom Weißkohl, leicht kohlrabiartig, aber eben als Blattgemüse. Leider sind diese Thai-Aromen so gar nicht meins, sodass ich Thai-Küche erstmal sein lassen. Aber den Japanischen Senfspinat werde ich mal wieder bestellen und eine anderes schönes damit kochen. Wenigstens war es schön bunt:

Am nächsten Tag hab ich aus dem übrigen Blumenkohl, dem Brokkoli, 2 Möhren und den restlichen Zuckerschoten einen Auflauf gebastelt. Das Gemüse hab ich mit einer Käsesauce bedeckt und dann noch geriebenen Cheddar drüber gestreut. War das gut! Aber um optimal zu sein, muss ich mit der Sauce noch ein bisschen experimentieren, aber dann könnte das Rezept (wahrscheinlich in gezeichneter Form, weil hübsch kann der Auflauf nie geknipst werden *g*) hier landen:

In einem unaufmerksamen Moment ist mir doch glatt eine Packung Maultaschen in den Einkaufskorb gehüpft, die natürlich auch verbraucht werden wollte. So gab es mittags nach der Ergotherapie eine Hühnerbrühe mit drei Maultaschen, Möhre, Erbsen und Frühlingszwiebeln. Für den Salat hatte ich mir einen Salat mit Maultaschen vorgestellt, da ja auch immer noch ein paar Rapunzeln ihrer Verwendung harrten. Dafür hab ich die Maultaschen in Scheiben geschnitten und in Butter angebraten. Dann den gewaschenen Feldsalat in eine breitere Schüssel geben, mit klein geschnittenem Gemüse (Paprika, Gurke, Tomate und Frühlingszwiebeln) bestreuen und die Maultaschen dann darauf legen. Mit einem schnellen Honig-Senf-Dressing beträufeln und genießen.

Jetzt ist noch eine Süßkartoffel übrig, mal sehen, was ich mit der anstelle. Vielleicht im Ofen gebackene Süßkartoffel mit einer schönen Füllung? Was würdet ihr damit machen?

Biokiste KW 3 und was daraus wurde

Seit letzter Woche kriege ich biologisch angebautes Gemüse von Lotta Karotta ins Büro geliefert. Damit habe ich schon lange geliebäugelt, aber jetzt wo ich wirklich hier in Göttingen bleibe und auch eigenes Geld verdiene, sprich nicht mehr abhängig vom Amt bin, habe ich sie bestellt. So gibt es im Lotta Karotta-Shop unterschiedlich große Ökokisten und Varianten, die man sich nach Belieben zusammenstellen kann, nur ist der Mindestbestellwert 13,50€ pro gelieferter Kiste gesetzt. Aber wie oft im Monat und was drin ist, was man noch zusätzlich möchte an Käse, Fleisch, Wurst, Joghurt oder anderem Gemüse ist jedem selbst überlassen. Mir angeschlossen hat sich eine liebe Kollegin, die seit dem Umzug unserer Beratungsstelle auch nicht mehr so oft auf den Wochenmarkt kommt. So bekommen wir einmal die Woche eine Ökokiste mit Gemüse im Wert von 14€. Ickfreumir!

Und als Anreiz für mich möglichst vielseitig zu kochen und natürlich nichts wegzuschmeißen, möchte ich Euch hier wöchentlich eine kurze Zusammenfassungen geben à la „Was ist in der Kiste und was wurde daraus“. Hier also meine erste Kiste aus der dritten Kalenderwoche:

Wir bekamen 6 Möhren, 400 g Mangold, 3 Tomaten, 100 g Feldsalat, 250 g(?) Champignons und 400 g Rosenkohl. Davon übernahm ich den Mangold, 3 Möhren, den Rosenkohl und 2 handvoll vom Feldsalat, weil ich ja bekanntermaßen nicht der Riesensalatfan bin.

Die Rapunzeln aß ich am Freitag mit ein paar Tomätchen und simpler Senfvinaigrette als Beilage zu einem Hoppelpoppel aus Kartoffel- und Wurstresten. Und der Salat war eine Offenbarung! Die Rapunzeln so knackig und aromatisch! Überhaupt gar kein Vergleich zu der Supermarktware.

An Risotto als Mahlzeit denke ich irgendwie nie, aber der Mangold bot sich mit dem Rest Pecorino aus dem Kühlschrank geradezu an. Und war wirklich köstlich! Nur an der Konsistenz muss ich noch feilen…

Diese Woche hat mich leider ein Virus erwischt, so dass ich nicht lange in der Küche stehen mag und Suppen wirklich gut tun. Also schnappte ich mir die Rosenköhlchen, ein paar Kartoffeln und Möhren und köchelte ein einfaches Süppchen. Auch hier war die Qualität der kleinen Kohlröschen wieder äußerst angenehm, noch sehr fest, kaum angewelktes Laub. So viel besser als aus dem Supermarkt, wo das Gemüse wahrscheinlich wesentlich länger braucht vom Bauern bis auf meinen Tisch mit diversen Zwischenhändlern.

Ich hab eben schon mal geguckt, was nächste Woche kommt! *gnihihihi* Ich freu mich schon drauf! *Händreib*

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