Archiv der Kategorie: Brot

Dreikönigskuchen oder Hefezopf an alle anderen Tagen

Vor zwei Wochen endete die christliche Weihnachtszeit mit dem Fest der Heiligen Drei Könige. Nun bin ich in einer der erwiesenermaßen unreligiösesten Ecken der Welt, nämlich dem Gebiet der ehemaligen DDR, aufgewachsen und bin auch nicht getauft. Ich war noch nie zu oder wegen Weihnachten in einer Kirche und dementsprechend gibt es bei uns auch keine Traditionen, die mit dem 6. Januar in Verbindung stehen. Aber in anderen Ländern schon. In Spanien kriegen die Kinder erst am 6. Januar ihre Geschenke, auch in Italien bringt Befana (eine Hexe) in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar die Geschenke, während sie nach dem Jesuskind sucht. In Frankreich und auch in der Schweiz werden für den Tag spezielle Kuchen gebacken, in den dann ein Figürchen o.ä. versteckt wird. Derjenige, der sie beim Essen findet, ist dann König für den Tag. Und so unterschiedlich wie die Länder sind auch die Rezepte.

Nun luden Jette von „LanisLeckerEcke“ und Frau „Dynamite Cakes“ zum gemeinsamen Dreikönigskuchenbacken auf Instagram ein, nach dem Rezept auf Jettes Blog, das eine Schweizer Variante ist. Und wie die Schweizer dem Klischee nach sind, ist ein ziemlich purer süßer Hefeteig, wie für einen Hefezopf, der in dieser speziellen Form gebacken wird. Eigentlich wollte ich nicht mitmachen, weil wer isst den ganzen Kuchen? Hefezopf wird ja relativ schnell oll und eigentlich wollte ich den Tiefkühler etwas leeren. Aber irgendwie hüpften dann doch Hefe und Hagelzucker in den Einkaufswagen *unschuldigguck*

Und es ist ein wirklich schöner Kuchen. Der Teig ist für Hefeteig einigermaßen fix gemacht, nur ein bisschen klebrig, wenn ihr die Milch erwärmt. Aber das gibt sich nach dem Gehen und er lässt sich unkompliziert verarbeiten. Es wird ein wunderbar flaumiger Hefekuchen und die Mandeln obenauf – ein Träumchen! Ab sofort bei mir Hefezopf nur noch mit Mändelchen! Die Form finde ich sogar ganz praktisch mit den kleinen Brötchen und dem einen etwas größeren Laib, aber wenn Euch das zu speziell feiertagslich ist, bastelt ruhig einen Zopf aus dem Teig :-)

Aber bastelt ihn nach, es lohnt sich wirklich!

Dreikönigskuchen

Für einen Kuchen:
225 ml Milch
60 g Butter
20 g Hefe
500 g Mehl
5 g Salz
100 g Zucker
1 Ei

etwas Mehl zum Formen
1 Mandel oder Porzellanfigur (optional)
1 Ei zum Bestreichen
1 EL Mandelblättchen
1 EL Hagelzucker

(1) Die Milch warm werden lassen und die Butter darin schmelzen lassen. Ich hab beides zusammen bei geringer Wattstärke ca. 1 Minute in der Mikrowelle erhitzt. Wenn die Flüssigkeit nur noch lauwarm ist, die Hefe hinein bröseln und auflösen. (Wenn die Milchmischung zu heiß ist, stirbt die Hefe ab und der Teig wird nicht aufgehen.) Zur Seite stellen.
(2) Das Mehl in eine Schüssel sieben. Zucker und Salz unterrühren. Eine Mulde in der Mitte formen und das Ei hinein schlagen.
(3) Die Flüssigkeit zum Mehl gießen und mit Hilfe der Küchenmaschine oder Knethaken des Handrührgeräts etwa 5 Minuten gründlich durchkneten. Der Teig wird etwas klebrig sein. Zu einer groben Kugel formen, die Schüssel abdecken und an einem zugfreien Ort etwa 1 Stunde gehen lassen bis das Volumen sich verdoppelt hat.

(4) Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech oder eine größere Quicheform mit Backpapier auslegen.
(5) Jetzt geht es ans Formen. Aus 280-300 g Teig (ruhig die Küchenwaage benutzen) eine Kugel formen und mittig auf das Blech setzen. Aus dem restlichen Teig 8 etwa gleich große kleine Kugeln formen und mit ein wenig Abstand um die große Kugel drapieren. Nochmals abdecken und nochmals 20 Minuten gehen lassen.


(6) Das Ei verschlagen und alle Kugeln damit bestreichen. Wenn gewollt mit Hagelzucker und Mandelblättern bestreuen.
(7) Auf mittlerer Stufe in den Ofen schieben und 25-30 Minuten backen. Wenn er zu dunkel wird, mit Alufolie (glänzende Seite nach oben) abdecken.

Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Frisch schmeckt er am Besten, aber auch am nächsten Tag kann man ihn noch gut zum Frühstück verspeisen. Ansonsten funktioniert einfrieren auch 1a. Schmeckt nach dem Auftauen wie frisch :-)

Quelle: LanisLeckerEckeDreikönigskuchen

Wir retten … Brot: Einfaches, indisches Naan aus der Pfanne

Letztens musste ich im Supermarkt nebenan warten, darauf dass eine Wassermelone in für mich praktikablere Stücke geteilt wird. Und in diesem Supermarkt grenzt die Obst- und Gemüseabteilung an die Brotabteilung, so hatte ich Zeit mich dort ein wenig umzusehen. Es gab sowohl die „Frischgebacken“-Abteilung mit Brot und Brötchen als auch gefühlt Myriaden an in Plastik verschweissten, halbfertigen Backwaren, die der Käufer zu Hause nur noch fertig backen muss. Ja, ich gebe zu, am Anfang meines Studiums habe ich auch öfter so ein Sechserpack mit halbfertigen Brötchen gekauft, aber zufriedenstellend war der Geschmack schon damals nicht. Und ich befürchte, so sehr ins Positive wird sich die Rezeptur dieser Produkte nicht verändert, dass sie jetzt genießbarer sind.

Deswegen habe ich vor ein paar Jahren begonnen, ab und zu ein Brot oder Brötchen selbst zu backen. Aber ich verstehe auch, wenn sich gestresste Arbeitnehmer und/oder Eltern nicht noch andauernd in die Küche stellen wollen, um das selbst zu backen. Gute (wenn vielleicht auch nicht hervorragende Qualität) ist ja doch noch zu finden. Aber trotzdem wollte ich Euch zeigen, dass manche Brote doch sehr einfach zuzubereiten sind, ohne großen Aufwand, ohne allzu lange Wartezeiten oder Planerei, ja sogar ohne Ofen.

In der indischen Küche dient Brot oft als vollwertige Beilage zu den Gerichten. Dabei gibt es viele unterschiedliche Versionen, je nachdem in welcher Region dieses riesigen, unglaublich vielfältigen Landes man sich befindet. Heute möchte ich Euch ein Naan (indisch für Brot) vorstellen: dies ist ein Fladenbrot aus einem einfachen Hefeteig besteht, der mit Joghurt verfeinert wurde und in der Pfanne bei hoher Hitze gebacken wird. Ihr seht, es ist ganz einfach. Und nein, die geneigte Leserschaft muss keine Angst vor Hefe haben. Ein paar Grundregeln befolgen, die mir schon die beste Oma von allen predigte und schon läuft das:

  • Hefe mag es nicht zu heiß! Hefe sind kleine einzellige Pilze, die sich gerne bei Wärme vermehren, aber wenn es zu heiß ist, sprich über 42°C ist, sterben sie, weil ihre zellinternen Eiweiße verkleben (denaturieren), wie beim normalen gekochten oder gebratenen Hühnerei auch. Da also Obacht bei der Wärme der Flüssigkeit.
  • Hefe mag es gerne zugfrei! Ich lasse meine Teige immer in einer Schüssel gehen, die mit einer Mörder-Duschhaube abgedeckt ist, so bleibt Feuchtigkeit drin und gleichzeitig kommt kein Lufthauch dran. Wenn es in meiner Wohnung kühler ist, z.B. im Winter, dann stelle ich die Schüssel auch in die Mikrowelle oder in den ausgeschalteten Ofen bei geschlossener Tür. Nicht andauernd nachgucken, ob die Hefe ihre Arbeit macht. Oma hat immer gesagt, den Teig am Besten vergessen!
  • Gebt dem Teig und der Hefe Zeit! Klar viel Hefe lässt den Teig schnell aufgehen, aber das Gebäck schmeckt wesentlich besser und aromatischer, wenn ihr weniger der Pilzchen zugebt und den Teig einfach länger ruhen lasst. Das mag für Hefeteiganfänger befremdlich klingen, aber Teig aus 500 g Mehl und maximal 10 g frischer Hefe geht auch wunderbar über Nacht im Kühlschrank, so dass am Morgen frische Brötchen gebacken werden können. Es lässt sich auch Hefeteig auf Vorrat im Kühlschrank halten, so dass man schnell mal frische Brötchen oder Pizza backen kann, zeige ich Euch demnächst noch!
  • Hefeteig ist unglaublich vielseitig! Egal, ob süße Kakaoschnecken, leicht süße Rosinenbrötchen oder herzhafte Brote, wie dieses Kartoffelbrot, er ist ein Tausendsassa!

Aber zurück zum indischen Naan. Ich hatte es zu einem indischen Linsengericht aus dem Slowcooker gemacht, aber es passt auch zu anderen Suppen, zum Grillabend, es können lustige Sachen wie Gemüse, Käse, gebratene Fleisch (Reste vom Sonntagsbraten o.ä.) eingewickelt werden. Ihr seht, äußerst vielfältig verwendbar! Ich habe die komplette Menge gemacht, obwohl ich alleine gegessen habe, aber wenn man sie noch lauwarm einfriert, sind sie aufgetaut wie frisch gemacht. Großartig! Sie sollten tatsächlich relativ bald verzehrt werden und nicht schon 1 Tag im Voraus gebacken werden, aber bei großen Grillpartys kann man sich die Arbeit ja aufteilen oder eben einfrieren und zur Party auftauen :-)

Aber nun zum Rezept und ab mit Euch in die Küche!

Naan

Zutaten für ca. 12 Brote:
1/2 Würfel frische Hefe
(oder 1 Tüte Trockenhefe)
2 EL Milch
2 EL Joghurt
1 EL Zucker
540 g Weizenmehl (Type 405)
75 g Weizenvollkornmehl
(oder alles in Type 405)
1 Ei
2 TL Salz
350 ml Wasser

etwas neutrales Öl für die Schüssel

(1) Hefe mit der Milch, dem Joghurt und Zucker in einem Schüsselchen verrühren und zur Seite stellen.
(2) In der Schüssel der Küchenmaschine (oder normalen Rührschüssel) das Mehl mit Ei und dem Salz vermischen. Die Knethaken der Handrührers oder die Küchenmaschine anstellen und die Joghurt-Hefe-Mischung zufügen. Etwa 30 Sekunden rühren und dann nach und nach das Wasser hinein geben. So lange kneten bis der Teig einen Ball formt, der eine Winzigkeit klebt, wenn man ihn berührt. Wenn er zu trocken ist, noch teelöffelweise Wasser zugeben, wenn er zu feucht ist, noch eine Winzigkeit Mehl. Der Teig herausnehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch etwa 10 Sekunden per Hand kneten und der Teig zu einer Kugel formen.
(3) Die Schüssel dünn ausölen, den Teig hinein geben, Duschhaube drüber (oder Frischhaltefolie) und an einen zugfreien Ort stellen. 1-2 Stunden gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
(4) Eine große Pfanne auf den Herd stellen. Die Arbeitsfläche (hier ein großes Holzbrett) bemehlen. Den Teig rausholen und die Luft etwas mit den Fäusten rausschlagen. Den Teig zu einer Schlange formen und in 12 gleichgroße Stücke teilen. Mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch bedeckt 10 Minuten ruhen lassen.
(5) Die Pfanne auf hoher Hitze heiß werden lassen. Fett wird keins benötigt. Die Teigstücke oval ausrollen (ja, ihr braucht immer mal wieder Mehl für die Arbeitsfläche, damit nichts an Brett oder Nudelholz kleben bleibt), ca. 15-20×10 cm. Ein Teigstück in die Pfanne geben und auf hoher Hitze (Stufe 2,5-2 von 3) und so lange backen bis der Teig auf der Oberseite solche Blasen wirft:

Dann umdrehen und von der zweiten Seite ebenfalls in einigen Minuten bräunen lassen:

(6) Nach und nach jedes Brot ausbacken. Die fertigen Brote auf einen Teller legen und im auf 50°C warmen Ofen warm halten.

Zu Gerichten der Wahl servieren: indische Currys oder Dhal, andere Schmorgerichte, zum Grillen oder Einwickeln von Köstlichkeiten.

Genießen!

Quelle: Bittman, M. (2008): How to cook everything. p 873

Ihr seid auf den Geschmack gekommen und wollt auch ein paar andere Brote backen? Wie wäre es mit:

Auch andere fleißige Blogger haben wieder mitgemacht bei #wirrettenwaszurettenist, klickt Euch mal durch die spannenden Beiträge:

giftige Blonde – Bierbrot

Brittas Kochbuch – Fast no-knead Sauerteigbrot aus dem Topf

magentratzerl – Pletzl

Summsis Hobbyküche – Baquette

Was du nicht kennst… – No Knead Bread

Dynamite Cakes – Focaccia mit roten Zwiebeln

brotbackliebeundmehr – Karottenbrot mit Kürbiskernen

Kochen mit Herzchen – Niederrheinischer Butterstuten

Anna Antonia – Pain au Chocolat

Sakriköstlich – Mittelalterliches Bauernbrot

Cuisine Violette – Vollkorntoast mit Emmer-Mehl

Prostmahlzeit – Hanfbrot

Unser Meating: 3-Minuten- Vielfaltbrot

Food for Angels and Devils – (ein)genetztes Brot

LanisLeckerEcke – Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspel aus dem Topf

Feinschmeckerle.de – Kieler Semmeln

Das Mädel vom Land – Kammutbrot

Küchenliebelei – Ciabatta und daraus: Cheese-Steak-Sandwich

Auchwas – Croissants mit Urdinkelmehl

Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Pide

Obers trifft Sahne – Walnuss-Bier-Brot

German Abendbrot – Toastbrot

Fliederbaum – Dinkel-Erdmandel-Brot

Genial lecker – Dinkelbrötchen mit Buttermilch

10. Synchronbacken – Eine Bagel-Geschichte in Bildern

Schon zum 10. Mal organisierten Zorra vom „kochtopf“ und Sandra von „From Snuggs Kitchen“ das #synchronbacken, sprich an einem bestimmten Tag backen alle Mitbackwilligen nach einem bestimmten von Zorra und Sandra ausgesuchten Rezept. Natürlich sind dabei auch Abwandlungen erlaubt, je nachdem wieviel sich der einzelne zutraut :-)

Ich muss gestehen, die Ankündigung für dieses #synchronbacken hatte ich irgendwie verpeilt und nur zufällig Samstagmorgen mitbekommen, also wurde der Plan Kiflis zu backen, umgeschmissen und ich widmete mich dem Rezept. An Zutaten hatte ich auch alles da:

Homemade Bagels

Zutaten für ca. 6-8 Stück:

1 grosse Kartoffel (185-250 g), geschält und gewürfelt
250 ml Kartoffel-Kochwasser
7 g Trockenhefe (1 Tüte)
30 ml (1/8 cup) Sonnenblumenöl oder Oel nach Wahl
2 Eier (L), Raumtemperatur
~650 g Mehl
3/4 EL Salz

1 Ei (M), aufgeschlagen und verrührt
Sesam- und/oder Mohnsamen zum Bestreuen

Kartoffeln hatte ich schon Sonnabend zum Mittagessen gekocht, deren Wasser ich aufbewahrte. Und dann wollte ich noch testen, ob ein halber Würfel frische Hefe (entspricht 1 Tüte Trockenhefe), der drei Wochen über dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist, noch brauchbar ist. Also habe ich die Hefe in das leicht erwärmte Kartoffelkochwasser gekrümelt und abgewartet…

… Leider stellte sich nach meinem Frühstück heraus, dass die Hefe wohl doch hopps gegangen ist. Nicht ein klitzekleines Blubberbläschen war nach 15 Minuten zu sehen.

Also nochmal komplett von vorne beginnen:

(1) Die Kartoffeln schälen, würfeln und in etwa 400 ml Wasser ohne Salz etwa 10 Minuten kochen bis die Kartoffeln gar sind. Die Kartoffeln abgießen und 250 ml des Wassers auffangen (bei wem es zu wenig ist, ergänzt einfach mit Wasser aus der Leitung).

(2) Das Kochwasser in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf 35-40°C abkühlen lassen. Denn wenn das Wasser zu heiß ist, sterben die kleinen Hefepilze den Hitzetod und der Teig geht nicht auf. Mit dem eigenen Finger testen, klappt natürlich auch. Und die Flüssigkeit wirklich lieber zu kalt als zu heiß haben.
Also warten. Und Märchen gucken.

(3) Die Trockenhefe zugeben und ca. 5 Minuten warten bis ein paar Bläschen (oder leichter Schaum) zu erkennen sind.

(4) 150 g vom Mehl, die beiden Eier, Öl und Salz zu geben und ein paar Minuten auf kleinster Stufe verkneten.
(5) Nach und nach das restliche Mehl zugeben. Bei mir (und auch bei (fast?) allen anderen) blieb einiges an Mehl übrig, also vorsichtig sein. Jetzt den Teig 5-7 Minuten auf kleinster Stufe kneten lassen …

… bis ein wunderschöner Teig enstanden ist. Weich wie ein Babypoppes *g*
(6) Abdecken (hier die allseits beliebte Mörderduschhaube) und an einem zugfreien Ort (z.B. kalten Ofen bei geschlossener Tür) 1-1,5 Stunden gehen lassen.

Wenn der Teig sich verdoppelt (oder wie hier verdreifacht hat) kann weiter gearbeitet werden.

(7) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Das Ei zum Bestreichen in einer kleinen Tasse verschlagen.
(8) Den Teig etwas flach drücken, aber nicht mehr kneten und in 6-8 gleich große Stücke teilen. (Freihändiges Teilen sollte ich noch üben oder beim nächsten Mal wieder die Waage benutzen. Und beim nächsten Mal tatsächlich 8 Stück, 6 sind zu groß) Die Teigportionen rundschleifen. Dann mit dem Stiel eines Holzkochlöffels ein Loch in die Mitte stechen und den Teigling auf dem Brett um den Löffelstiel schwingen, so dass das Loch größer wird.

(9) Die fertig geformten Bagel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und ca. 15 Minuten ruhen lassen.
(10) In der Zwischenzeit einen großen Topf zu 3/4 mit Wasser füllen und aufkochen lassen. Die Hitze runterschalten, bis es nur noch simmert.
(11) Etwa drei Bagel vorsichtig in das Wasser geben und von jeder Seite 1 Minute baden. Auf das Backblech setzen.

(12) Mit Ei bestreichen, Sesam oder anderen Körnern nach Wahl bestreuen und in den Ofen geben.
(13) 25-30 Minuten backen bis sie goldbraun und schön aufgegangen sind.

Und fertig sind die schönen Bagel. Das Loch hat sich leider wieder geschlossen, aber hey, es gibt schlimmere Schicksale *g* Aber sie sind leider nicht 100%ig so, wie ich Bagel mag. Jetzt kommt Jammern auf hohem Niveau: die Bagel sind zu fluffig. Der Teig ist wirklich wunderbar: einfach zuzubereiten, schmeckt großartig, lässt sich gut verarbeiten, aber das nächste Mal backe ich Brötchen daraus :-)

Danke an Zorra und Sandra für die Organisation! ♥ Es hat wirklich Spaß gemacht und die Vorstellung, dass über Europa verteilt viele Leute zur selben Zeit das gleiche gemacht haben wie ich, ist irgendwie lustig :-D Ich hoffe, beim nächsten Mal schaffe ich es wieder dabei zu sein.

Wen es interessiert wer noch mitgebacken hat und wie die #synchronbagel bei ihnen geworden sind, guckt doch hier: (Links werden im Laufe des Tages ergänzt)

Birgit D von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Anja von Anjandrozeitlos
Ingrid von auchwas
Franziska von nur mal kosten
Karin von Food for Angels and Devils
Christina von The Apricot Lady
Dagmar von Dagmars Brotecke
Sarah von Kinder, kommt essen!
Bernadette von www.verkocht.at
Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf
Ina von Applethree
Birgit von Backen mit Leidenschaft
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
S-Küche von S-Küche
Caro & Tobi von foodwerk.ch
Caro von Caro in the Kitchen
Tamara von Cakes, Cookies and more

Kleiner Snack – Mit Heidelbeeren gefüllter Armer Ritter

Ich habe ja nicht oft altbackenes Brot übrig, nicht weil ich so viel Brot esse, sondern weil ich es meist sofort einfriere und nur portionsweise für meinen Gebrauch auftaue. Aber manchmal passiert es doch und dann mache ich mir gerne Arme Ritter zum Sonntagsfrühstück. Ein bisschen gesunder werden sie wahrscheinlich, indem man einfach ein paar Beeren mit reinschmeißt. Und es fanden sich – oh Wunder! – tatsächlich doch ein paar frische Heidelbeeren in meinem Kühlschrank.

Etwas ähnliches hatte ich bei Jamie Oliver gesehen, der allerdings in eine dicke Scheibe Brot eine Tasche schnitt. Das war mir zu umständlich! Also flugs normal angefangen für Armen Ritter und einfach nur die getunkten Scheiben aufeinander legen und dazwischen ein paar Heidelbeeren verstecken. Durch die Ei-Milch-Tunke kleben die Brote ganz gut zusammen und fallen auch nicht auseinander, wenn man sie ein bisschen vorsichtig behandelt.

Und der Geschmack ist wunderbar! Knusprig cremiger Armer Ritter mit warmen, leicht aufgeplatzten, saftigen Beeren. Göttlich! Probiert es ruhig mal aus, geht wahrscheinlich auch mit gefrorenen Beeren, die geben dann nur ein bisschen mehr Saft ab.

Mit Beeren gefüllter Armer Ritter

Zutaten für 1 Portion:
2 Scheiben Weißbrot
1 Ei, verschlagen
1 Schluck Milch
1 handvoll Beeren (Heidelbeeren, Himbeeren etc.)
1/2 TL Butterschmalz
Zimt, Zucker zum Bestreuen

Das Ei mit der Milch gut in einem tiefen Teller verschlagen. Das Butterschmalz bei mittelhoher Hitze in einer kleinen Pfanne schmelzen. Eine Scheibe des Brot sich von beiden Seiten in der Ei-Milch-Mischung etwas vollsaugen lassen. Die zweite Scheibe Brot einlegen und ebenso verfahren. Die erste Scheibe in die Pfanne legen, die Beeren darauf verteilen und die zweite Scheibe drauf legen. Mit einem Kochlöffel gut andrücken. Bei mittlerer Hitze braten und wenn die Unterseite braun ist, vorsichtig umdrehen und von der zweiten Seite ebenfalls goldbraun braten. Darauf achten, dass nicht so viele Beeren rauskullern. Wenn es knusprig und goldbraun ist, kurz auf Küchenkrepp das überschüssige Fett aufnehmen lassen.

Zum Servieren mit Zimt und Zucker bestreuen.

Genießen!

Idee nach Jamie Oliver

Wir retten … den einfachsten und schnellsten Flammkuchen der Welt

 

Das Herbst ist lässt sich ja nun nicht verleugnen, erst war er noch angenehm warm und tatsächlich golden, die letzten Tage war er typisch ungemütlich grau und verregnet. Und jetzt ist genau die richtige Zeit für leckere Flammkuchen, Zwiebelkuchen und Konsorten, die Zwiebeln sind reif und voll im Saft (beißen auch ordentlich in den Augen), das Kraut frisch. Perfekt um sich selbst mit diesen Köstlichkeiten zu verwöhnen.

Aber immer weniger Leute machen dies nicht. Also ja, es ist Ihnen gewahr, dass diese Zeit des Jahres ist, vielleicht nur durch die Werbung, aber selbst eine dieser Köstlichkeiten zuzubereiten, kommt Ihnen nicht in den Sinn. Stattdessen wird sich mit komplett oder halbfertigen Varianten aus der Tiefkühltruhe oder dem Kühlbereich des Supermarktes begnügt. Auch in der Kuchenzutatenabteilung finden sich Pulverformen, bei denen man aber trotzdem noch die wesentlichen Zutaten wie Flüssigkeit und Zwiebeln zufügen muss. Sinnlos meiner Meinung nach. Und mit lauter Zutaten, die kein Mensch braucht, lest Euch ruhig mal die Zutatenliste dieser Fertigprodukte durch. Gruselig!

Dabei ist es so einfach köstlichen Flammkuchen zu machen und schnell noch dazu. Auch Leute, die von sich denken, kein gutes Hefekarma zu haben, brauchen hier keine Angst haben: dieser Flammkuchenteig besteht nur aus Mehl, Salz, Öl und Wasser. Er muss nicht mal ruhen, sondern kann gleich weiter verarbeitet werden. Perfekt für den Feierabend oder auch als Flammkuchen-Party in größerer Runde. Den Teig und die Beläge vorbereiten und so kann sich dann jeder aussuchen, was er möchte. Im Ofen braucht so ein dünner Flammkuchen nur noch 10 Minuten und kann dann genossen werden. Ihr seht, völlig unkompliziert das alles! Probiert es ruhig mal aus!

Flammkuchen-Grundteig

Zutaten für 2 Portionen:
100 g Weizenmehl
100 g Dinkelmehl
Salz
3 EL Rapsöl
125 ml Wasser

Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und weiter nach Bastelanleitung verarbeiten. Falls man doch nur 1 Portion machen will, lässt sich der restliche Teig in Frischhaltefolie eingewickelt, gut bis zu 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren.

Apfel-Zwiebel-Flammkuchen

Zutaten für 1 Portion:
1/2 Portion Flammkuchen-Teig

2-4 TL Creme fraiche oder Schmand
Salz, Pfeffer
1,5 Äpfel, entkernt in dünnen Ringen
1/2 Zwiebel, in feinen Halbringen
ca. 75 g Ziegenfrischkäse oder geriebener Emmentaler
abgezupfte Blättchen einiger Zweiglein Thymian

(1) Den Ofen so heiß vorheizen wie es geht. Dabei das Blech mit vorheizen.
(2) Den gekneteten Flammkuchen-Teig auf einem Backpapier so dünn wie möglich ausrollen. Mit dem Schmand bestreichen, salzen und pfeffern. Die Apfelringe darauf verteilen, möglichst ohne Überlagerungen. Dann die Zwiebeln drüber geben und den Ziegenkäse drauf bröckeln.
(3) Vorsichtig auf das heiße Backblech setzen und etwa 10 Minuten backen, bis der Rand braun ist und der Käse etwas Farbe genommen hat. Herausnehmen, den Thymian verteilen und

genießen!

Weitere Vorschläge für Beläge:

  • Zwiebel + Speck
  • Zwiebel + Apfel + Speck (im Bild auf der rechten Hälfte)
  • Champignons + Feta
  • Lachs + Zwiebel + Dill (im Bild auf der linken Hälfte)
  • dünne Kürbisstreifen + Apfel + Rosmarin
  • … Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Auch andere aus unserer kleinen Rettungstruppe haben Flammkuchen, Quiches und Co. gerettet. Hier geht es zu ihren tollen, einfachen Rezepten (wird nachgereicht):

Oh Wunderteig, Du geliebter, vielfältiger Bastard!

Durch diese ganze Krankheitsgeschichte bin ich noch organisierter geworden als früher bzw. effizienter. Wenn die eigenen Kräfte schon für Kleinigkeiten schneller drauf gehen als bei gesunden Leuten, muss man sie sich besser einteilen. Und trotzdem passiert es mir manchmal, dass ich nicht rechtzeitig dran denke Brot zu backen und komplett brotlos da stehe. Nicht ein Krümelchen, nicht mal im Tiefkühler … Dann braucht es Rezepte, die sowohl schnell (so schnell es bei Hefeteig eben geht) als auch unkompliziert zu machen sind.

Frau Nata schwärmte mir ja schon öfter von Herrn Pauls Wunderteig vor, dessen Endprodukt sie bei einigen Events verköstigen durfte. Also schnell im tollentollenwunderbaren „Auf die Hand“ nachgeguckt. Großartig! Die Zutaten sind alle im Haus, für Maisgrieß benutze ich den letzten Rest feine Instant-Polenta. Und los geht’s! Der Teig ist unkompliziert zu machen, ich brauchte nur etwas mehr Mehl, weil ich Eier der Größe L hatte. Und in den Gehzeiten kann man auch ein bisschen Pause machen. Wunderbar. Der fertig gegangene Teig lässt sich wunderbar handhaben und so können ganz einfach Toastbrot oder Burger Buns oder Hotdog-Brötchen gemacht werden.

Der Geschmack ist großartigst! Nie wieder gekauftes Toastbrot! Fluffig, locker, leicht süßlich und doch mit etwas Biss durch den Maisgrieß. Es wurde sofort ins Standard-Repertoire aufgenommen und auch gleich ein paar Tage später nochmal in Form von Hotdog-Brötchen gebacken. Wofür die benutzt wurden? Das zeige ich Euch in drei Beiträgen. Seid gespannt!

Aber erstmal das Rezept für den Wunderteig!

Wunderteig für Toast, Burger oder Hotdog-Brötchen

Zutaten für 1 Portion:
450 g Weizenmehl Type 405 (vielleicht etwas mehr)
50 g Maisgrieß (z.B. feine Polenta)
150 ml lauwarmes Wasser
50 ml lauwarme Milch
30-40 g Zucker
1/2 Würfel frische Hefe
(oder 1 Tüte Trockenhefe)
2 Eier, zimmerwarm (Größe M)
80 g Butter, weich
5 g Salz

Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch oder Sahne

Gesamtzeit: 2 Stunden
Gehzeiten: 3×30 Minuten = 90 Minuten

(1) Das Mehl mit dem Maisgrieß in eine große Schüssel geben. Gut vermischen und eine Mulde hinein machen. Das Wasser mit der Milch (warmes/heißes Wasser + kühlschrankkalte Milch = lauwarm) und dem Zucker vermischen, die Hefe unterrühren. Vorsichtig in die Mulde gießen. Mit ein wenig Mehl zu einem Vorteig verrühren, mit Mehl vom Rand bestäuben. Abdecken (z.B. mit einer Mörderduschhaube) und an einem zugfreien Ort 30 Minuten gehen lassen.
(2) Die Eier, Butter und das Salz zugeben. Mit Hilfe des Knethakens der Küchenmaschine 5 Minuten lang zu einem Teig kneten. Falls er noch nicht fest genug sein sollte, noch etwas Mehl zufügen. Ich brauchte bei beiden Versuchen so 1,5 bis 2,5 EL Mehl zusätzlich (meine Eier waren aber auch zu groß). Der Teig klebt etwas. Mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und abgedeckt wieder 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen, z.B. im geschlossenen Ofen.

Für ein Toastbrot geht es wie folgt weiter:
(3) Eine Kastenbackform mit etwas weicher Butter auspinseln und mit wenig Mehl bestäuben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Jetzt den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! In 6 gleich große Portionen teilen und diese mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen.
(5) Die Kugeln hintereinander in die vorbereitete Form setzen. Zugedeckt an einem zugfreien Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen.

(6) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verrühren. Das Toastbrot großzügig damit bepinseln.
(7) In den Ofen geben und 40-45 Minuten lang goldbraun backen.
(8) Das Toastbrot in der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Mit einem scharfen Sägemesser lässt es sich hervorragend schneiden!

Für 8-12 Hotdog-Brötchen ist folgendes zu tun:
(3) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) Den Teig jetzt auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. NICHT mehr kneten! Mit einem bemehlten Messer in 8 bis 12 Portionen teilen (8 Stück sind wirklich richtig groß!). Jede Portion mit bemehlten Händen zu einem Ball formen. Dafür jede Portion umfassen und mit den Fingern nach innen einkrempeln und nach innen einarbeiten, bis eine straffe Kugel entstanden ist. Die Nahtseite verschließen. Die Kugeln durch hin- und herrollen unter Druck der Handflächen zu Rollen formen und in gleichmäßigem Abstand voneinander auf das Backblech legen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und weitere 30 Minuten an einem zugfreien Ort gehen lassen.
(5) Das Eigelb mit der Milch/Sahne verquirlen und die Hotdog-Brötchen bepinseln.
(6) Auf die mittlere Schiene im Ofen geben und in 20-25 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Sowohl Toast als auch Hotdog-Brötchen lassen sich ohne Probleme einfrieren und sind dann aufgetaut wie frisch.

Quelle: Paul, S. (2014): Auf die Hand – Fingerfood & Abendbrote. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 274-275

Einfache, aber köstliche DDR-Brötchen

Ich gebe es zu, ich bin ein Brötchen-Liebhaber! Bei uns zu Hause gibt es fast immer frische Brötchen, kaum dunkles Vollkornbrot. Es soll ja gesund sein, aber richtig gut vertrage ich es auch nicht … Und so Brötchen bestehen ja aus ganz alltäglichen Zutaten Mehl, Salz, Wasser und Hefe. Nun kann man aber auch mit der Zubereitungsweise spielen: längere Gehzeiten, aber etwas kühler, vielleicht mit Vorteig, wenn man rechtzeitig dran denkt. Auch die Brötchenform ist vielfältig: einfach nur rund schleifen oder Kaisersemmeln formen oder Berliner Knüppel formen (die Links öffnen YouTube-Videos). Ich habe mich dieses Mal mit Rundschleifen, danach kurz länglich formen begnügt und sie nur einmal längs eingeschnitten.

Ich bin irgendwann auf dieses Rezept bei Jutta Schnuppschnüss gestoßen, dass da DDR-Brötchen heißt. DDR-Brötchen … Hmm, die hatte wir damals nicht allzu oft, aber ich kann mich dran erinnern, dass es zwei verschiedene Sorten gab: 5er und 8er, also für 5 Pfennig oder 8 Pfennig Kaufpreis. An den geschmacklichen Unterschied kann ich mich leider nicht erinnern (dafür weiß ich umso genauer, wie frisches ungarisches Weißbrot mit Omas Rührei schmeckte *g*). Und was an diesem Brötchenrezept jetzt spezifisch DDR ist, erschließt sich mir auch nicht … Aber es sind gute Brötchen, der Teig ist einfach zu handhaben und insgesamt braucht man nur gut 3 Stunden bis die Brötchen fertig sind, wovon 2,5 Ruhezeiten sind. Also reichlich unkompliziert alles! Und die nächsten Male übe ich das Formen noch ein bisschen … Der Geschmack ist auch richtig gut. So gut, dass ich dieses Rezept wirklich regelmäßig backe!

DDR-Brötchen

Zutaten für ca. 8 Stück:
500 g Weizenmehl Type 550
15 g frische Hefe
1/2 TL (3 g) Zucker
325 ml Wasser
10 g Salz

(1) Das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Hefe hinein krümeln, Zucker dazu, verrühren. Das Wasser zufügen und 5 Minuten auf Stufe 1 kneten. Das Salz zufügen und nochmal 5 Minuten auf Stufe 1 oder 2 kneten. Es sollte ein elastischer, nicht klebriger Teig entstehen.
(2) Den Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und 1 Stunde im Kühlschrank gehen lassen. Den Teig falten und nochmals 1 Stunde gehen lassen im Kühlschrank.
(3) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei ein Blech auf der untersten Schiene mit vorheizen.
(4) Den Teig rausholen und in 8 etwa 80 g schwere Portionen teilen. Die einzelnen Portionen rund schleifen und dann kurz längs rollen. Auf ein Blech legen, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 30 Minuten gehen lassen. Nach 15 Minuten die Brötchen mit einem scharfen Messer längs einschneiden.
(5) Die Brötchen mit kaltem Wasser einpinseln und auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben. Dann einen großzügigen Schluck Wasser auf das untere heiße Blech schütten. Ofentür schnell schließen. Insgesamt 20 Minuten backen. Nach 10 Minuten das untere Blech rausholen.

Die Brötchen raus holen, prüfen ob sie gar sind (auf den Boden klopfen, wenn es hohl klingt, sind sie gut) und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Quelle: nach Schnuppschnüss ihr ManzfredBäcker Süpkes DDR-Brötchen

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