Archiv der Kategorie: Comfort Food

Brathähnchen aus dem Slowcooker

Lange keine Rezept für den Slowcooker mehr gezeigt, oder? Und um ehrlich zu sein, hab ich ihn auch schon länger nicht mehr benutzt, aber das könnte ich ja mal wieder ändern. Besonders gerne erinnere ich mich an das Brathähnchen aus dem Slowcooker vom letzten Jahr. Ich mag so im Ganzen gegartes Huhn schon sehr gerne, aber irgendwie wird es mir im Ofen öfter trocken, weil ich es aus Angst, dass es innen noch roh ist, zu lange drin lasse.

Da dachte ich, im Slowcooker passiert zu trockenes Fleisch ja eher selten, vielleicht kann man ein ganzes Brathuhn auch darin garen. Es fehlten mir noch die ungefähren Zeiten im Slowcooker, die ich nach ein wenig Recherche auch fand. Dort wurde auch der Tipp gegeben, etwas festes Gemüse auf den Boden des Slowcookers zu legen, damit das Huhn nicht im eigenen Saft badet und das Huhn mit der Brustseite nach unten zu legen. Dadurch fließen die austretenden Säfte und Fett durch das Brustfleisch und es bleibt saftig. Gelesen, getan.

Als Würzung nahm ich das Cajun-Gewürz, das mir zum Geburtstag geschenkt und verrührte es mit Öl, so dass es sich gleichmäßig verteilen ließ. Als Unterlage nahm ich Zwiebel und Zitrone, auf das dadurch noch etwas Würzung an das Huhn gelange. Ab in den Slowcooker damit (es passt wunderbar kuschelig) und auf HIGH garen. Pünktlich zum Mittagessen war es fertig. So zart, dass es beim Herausheben schon fast auseinander gefallen wäre, und supersaftig. Ich hab es schnell noch 15 Minuten im heißen Ofen nachgebräunt und – Tadaa! – wunderbarstes Brathähnchen! Wenn ihr einen Slowcooker habt, versucht das ruhig mal, es lohnt sich richtig und ist immer noch großartigst stressfrei!

Ganzes Brathähnchen aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:

1 ganzes Hähnchen (ca. 1,4 kg)
Salz
3 TL Cajun-Gewürz (oder anderes Gewürz nach Wahl)
4 TL neutrales Öl
1 große Zwiebel
1 Bio-Zitrone

Slowcooker: 3,5 l
Zeit: 3,5-5 Stunden auf HIGH, 8-9 Stunden auf LOW

(1) Die Zitrone waschen, die Zwiebel häuten. Beides in Achtel schneiden und gleichmäßig auf den Boden des Slowcookers legen. Das Öl mit dem Cajun-Gewürz verrühren.
(2) Aus dem Hähnchen etwaige Beutel mit Innereien raus holen, Wenn Flügel und/oder Beine mit Band oder Gummi befestigt sind, diese auch entfernen. Das Hähnchen ein bisschen von innen und außen salzen, dann von außen überall mit dem Gewürzöl einreiben.
(3) Mit der Brustseite nach unten in den Slowcooker setzen. Deckel drauf und bei HIGH 3,5-5 Stunden garen, bei LOW 8-9 Stunden. Bis die Temperatur im Schenkel so 85°C beträgt (mit einem Fleischthermometer messen).
(4) Zum Ende der Garzeit den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das fertige Hähnchen vorsichtig aus dem Slowcooker auf ein kleineres Backblech setzen und auf höherer Schiene noch 10-15 Minuten braten.

Genießen!

Pasta der fünf P – Pasta mit Schinken, Erbsen und Sahne

Jeder braucht doch ein Repertoire an schnell und einfach zu kochenden Gerichten, die man ohne groß nachzudenken noch nach Feierabend basteln kann, oder? Bei mir sind es meist Kindheitsessen wie Senfei oder simple Nudeln mit Tomatensauce, aber auch die meisten meiner geliebten ungarischen Gemüseragouts, wie Erbsengemüse, Kürbisgemüse oder Tomatenkohl sind einfach und schnell gemacht.

Und bestimmt gehört auch dieser Klassiker der Pastaküche in Italien zu der Kategorie. An frischen Zutaten muss man eigentlich nur den Kochschinken besorgen, aber Erbsen dümpeln doch bei jedem im Tiefkühler rum, oder? Parmesan ist doch auch so ein Grundnahrungsmittel, dass irgendwie immer in meinem Kühlschrank ist. Und selbst wenn eine Zutat nicht da sein sollte, kann sie bestimmt ohne großen Aufwand im nächsten Supermarkt besorgt werden.

Und warum heißt das jetzt Cinque Pi, also Pasta der fünf P? Weil prinzipiell die Hauptzutaten auf italienisch mit P beginnen: Parmesan, Panna (Sahne), Piselli (Erbsen), Proscuitto (Kochschinken) und wenn man Pennenudeln, dann auch die, nur bei mir war es F wie Fussili *g*

Kocht dieses Nudelgericht ruhig nach, schnell, einfach und dazu noch richtig köstlich! Nicht umsonst ein Klassiker der italienischen Küche!

Pasta Cinque Pi

Zutaten für 2 Portionen:
160 g Pasta (Penne oder Fussili)
Salz
1 kleine Zwiebel
6-8 Scheiben Kochschinken
1 EL Butter
4 handvoll Erbsen, TK
4 EL Sahne
Muskatnuss
Pfeffer
Parmesan, viiiel

(1) Salzwasser für die Nudeln aufsetzen und diese dann gemäß Packungsanweisung al dente kochen.
(2) Die Zwiebel fein würfeln. Den Schinken in mittelgroße Würfel schneiden.
(3) Die Butter in einer größeren Pfanne schmelzen lassen. DIe Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Erbsen in die Pfanne geben und 2-3 Kellen des Nudelkochwassers dazu gießen.
(4) Den Schinken und die Sahne hinein geben und etwas köcheln lassen. Mit etwas Muskat und Pfeffer würzen. Nur wenig salzen.
(5) Wenn die Nudeln gar sind, diese mit Hilfe eines Sieblöffels tropfnass in die Sauce geben und gut durchrühren.
Pasta auf die Teller verteilen und sofort mit seeehr viel frisch geriebenem Parmesan vermischen.

Genießen!

Quelle: 1x umrühren bitteCinque Pi

Erinnerungen an Strasbourg – Flammkuchen mit Tomme und Champignons

Wofür ist das Elsass unter anderem kulinarisch berühmt? Richtig Flammkuchen! Und was aßen wir unter anderem bei unserem Strasbourg-Besuch? Richtig: Flammkuchen! Ich bestellte einen klassischen, Susi entschied sich für die vegetarische Variante mit Champignons und Tomme-Käse. Ich war ein bisschen skeptisch, aber dann beim Kosten doch sehr angetan von der Kombination. Tomme ist meist ein runder Weichkäse, den ich gar nicht so weich finde, der in Frankreich, der Schweiz und Italien hergestellt wird. Dabei kann Kuh-, Schafs- Ziegenmilch benutzt werden. Während ich ihn hier nur bei speziellen Angebotswochen im Supermarkt finde (oder im für mich unpraktisch entfernten Käseladen in der Innenstadt), habe ich in Strasbourg gleich mehrere Varianten im mittelgroßen Supermarkt in der Innenstadt gefunden. Überhaupt der Supermarkt! Was für eine Auswahl an Käse, frischem Gemüse (Löwenzahn, diverse Tomatensorten, Artischocken etc.), Fleisch oder Fisch, sogar frische Austern hätte man kaufen können. Ein Träumchen! Ich möchte hier in Deutschland bitte auch eine solche Auswahl haben!

Zurück zum Flammkuchen. Die Variante in der Binchstub war sehr köstlich mit dem sehr aromatischen Käse und den erdigen Champignons, so dass ich ihn mit meinem mitgebrachten Käse sehr gerne nachbasteln wollte. Zum Glück habe ich ja schon seit knapp 10 Jahren ein sehr einfaches und mehrfach erprobtes Rezept für den Flammkuchen-Teig im Blog. Das kramte ich wieder hervor und benutzte einfach Dinkelvollkornmehl anstatt des hellen Dinkelmehls. Funktioniert 1a. Ich brachte nur noch den Porree als dritte Belagzutat mit rein, weil noch eine einsame Stange aus der Biokiste im Kühlschrank wartete. Und sie passte sehr schön! Der Flammkuchen ist wirklich schnell zubereitet – so lange der Ofen vorheizt, ist der Teig zusammen geknetet und die Zutaten für den Belag geschnippelt. Im heißen Ofen benötigt das ganze dann nur noch maximal 10 Minuten und – Tadaa! – köstlichster Flammkuchen! Ich sollte den Flammkuchen-Friday mal wieder einführen. Wer möchte mitmachen? :-)

Flammkuchen mit Tomme-Käse und Champignons

Zutaten für 2 Flammkuchen:

Für den Teig:
100 g Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
gute Prise Salz
3 EL Rapsöl
125 ml Wasser

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig kann sofort weiter verarbeitet werden oder in Folie eingeschlagen bis zu einer Woche im Kühlschrank bleiben.

Für den Belag:
4 geh. EL Schmand
Salz, Pfeffer
1/2 kleine Stange Porree
4-5 Champignons
ca. 100 g Tomme-Käse in Scheiben
gehackte Petersilie

(1) Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech dabei im Ofen mit erhitzen.
(2) Vom Porree das Wurzelende abschneiden, die äußere Schicht entfernen und dann in sehr dünne Ringe schneiden. Die Pilze putzen und ebenfalls in richtig dünne Scheiben schneiden.
(3) Für 1 Flammkuchen die Hälfte vom Teig wirklich dünn auf einem Bogen Backpapier ausrollen. Dann mit 2 EL Schmand bestreichen, salzen und pfeffern. Erst die Hälfte vom Porree auf dem Teig verteilen, dann mit Käse belegen und zum Schluss die halbe Champignonmenge gleichmäßig drauf verteilen.
(4) Den Flammkuchen vorsichtig auf das sehr heiße Backblech ziehen und auf mittlerer Schiene des Ofens 7-10 Minuten backen bis der Rand braun und der Käse zerlaufen ist. Die Zeit hängt davon ab, wie heiß Euer Ofen wird und wie dünn ihr den Teig ausgerollt habt. Wenn er fertig ist, mit der Petersilie bestreuen.

Genießen!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Irgendwie muss ich mal wieder ins regelmäßige Kochen kommen. Durch Urlaube und Besuche bin ich da irgendwie rausgekommen und ich kaufte einiges an unnötigem Fertigfutter bzw. ging auswärts essen. Das geht beides natürlich ins Geld. Selbst kochen macht doch mehr Spaß und ich weiß einigermaßen, was drin ist.

Um wieder Lust zu bekommen bieten sich ja einfache und einigermaßen schnelle Gerichte an, die ich auch noch am Tag nach einer Fortbildungschaffe zu basteln. Da bieten sich Rezepte aus dem „meine Familie & ich“-Heft „Lecker kochen mit nur 5 Zutaten“ an, aus dem ich schon einige Rezepte kochte. Sie sind was die reine Kochzeit angeht, manchmal sehr ambitioniert, aber wer knackige Zutaten mag, kommt damit hin. Nur ich mag mein Gemüse gerne etwas weicher (nein, nicht verkocht-matschig) und füge gerne ein paar Minuten Bratzeit hinzu. Aber ansonsten funktionieren die Rezepte wirklich gut!

Jedenfalls lachte mich das Rezept für Hackbällchen in Tomatensauce an, da zur Würzung der Bällchen Ajvar benutzt wird und das ganze im Ofen noch mit Feta überbacken. Und etwas mit Käse überbacken ist ja nie verkehrt, oder? Ich war etwas skeptisch, ob die Mini-Klopse ohne Ei oder Semmelbrösel zusammenhalten, aber überhaupt kein Problem. Schwupps waren die Klöpschen geformt und durch gebraten. In die Sauce sollten eigentlich nur Ajvar und eine Zwiebel, um die 5 Zutaten-Regel einzuhalten, aber das war mir zu wenig Gemüse und so schnippelte ich kurzerhand noch eine Zucchini mit rein, die definitiv wunderbar passte! Dazu habe ich mir Naturreis gekocht, aber ich kann es mir auch einfach mit frischem Brot, Couscous/Bulgur und einem grünen Salat vorstellen, wenn man Blattsalate mag. Das Gericht kann es ruhig öfters geben!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Zwiebel
1 mittelgroße Zucchini
250 g gemischtes Hackfleisch
1+1 EL Ajvar
Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
50 g Feta
einige Basilikumblätter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden, längs halbieren. Die Hälften nochmals längs halbieren und dann in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen.
(3) Das Hackfleisch mit 1 EL Ajvar, Salz und Pfeffer gut verkneten. Zu etwa walnussgroßen Bällchen formen. In der heißen Pfanne 8-10 Minuten von allen Seiten braten. Herausnehmen.
(4) Den Ofengrill auf 250°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(5) Die Zwiebelstreifen und Zucchini in die Pfanne geben, salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten bis sie etwas weicher sind. Die Tomatenstücke aus der Dose und 1 EL Ajvar dazu geben, etwas salzen und pfeffern. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Abschmecken. Die Hackbällchen kurz in die Sauce geben und ein wenig darin erwärmen. Alles in die Auflaufform geben und mit zerkrümeltem Feta bestreuen.
(6) Auf die oberst mögliche Schiene in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten grillen lassen bis der Käse ein bisschen gebräunt ist.

Gesamtzubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Dazu passt: frisches Brot, Reis, Couscous. Frischer Blattsalat.

Genießen!

Quelle: „meine Familie & ich“ books – Lecker kochen mit nur 5 Zutaten. p 6

Baked spaghetti – Einfachster Spaghettiauflauf mit Mozzarella

Ruhig war es hier die letzten zwei bis drei Wochen. Ich war über Ostern in der Ostseeheimat, dann war die kleine Schwester für eine Woche hier bei mir und Frau Mamas Besuch folgte gleich, so dass ich kaum am heimischen Laptop saß. Und wenn doch, dann habe ich Fotos sortiert (und von vielen vergangenen Urlauben ganz oldschool zum Entwickeln geschickt) und die vom letzten Urlaub in Strasbourg bearbeitet, damit ich Euch auch ein paar Eindrücke von unserer Woche dort zeigen kann. Ich kann schon verraten, ich war sehr begeistert. Wirklich sehrsehr!

Dafür bringe ich Euch heute einen wirklich einfachen Spaghettiauflauf mit, dessen Zutaten zum Großteil in der Speisekammer und vielleicht auf dem Balkon zu finden sind. Also eigentlich sind es nur Nudeln mit Tomatensauce, aber eben wunderbar im Ofen mit Mozzarella gebacken.

Aufmerksam darauf wurde ich durch ein Video auf dem YouTube-Kanal „Everyday Food„, der vom Team des Martha Stewart-Magazins bespielt wird und den ich sehr mag. Es ist ein wirklich schönes Alltagsessen, dass sich wahlweise gut vorbereiten oder schnell nach der Arbeit zubereiten lässt. Durch das Backen im Ofen kommt noch eine schöne Extranote, die normal auf dem Herd gekochte Nudeln mit Tomatensauce so nicht haben. Probiert es ruhig mal aus, einfach und köstlich!

Einfachster Spaghettiauflauf – Baked spaghetti

Zutaten für 2 Personen:
170 g Spaghetti
Salz
1 Dose Tomatenstücke (400 g)
1 EL Olivenöl
1 Mozzarellakugel (125 g)
1 Knoblauchzehe
frischer Basilikum

(1) Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(2) Ein Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Knoblauch häuten und fein hacken.
(3) In einem breiteren Topf das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen, die Knoblauchwürfel zufügen und 1 Minute mitbraten bis er duftet. Die Tomaten zugeben, salzen und zum Kochen bringen. Enthusiastisch etwa 12 Minuten köcheln lassen bis die Sauce eingedickt ist.
(4) Zwischenzeitlich die Pasta 5 Minuten vorkochen. Sie wird noch nicht annähernd weich sein. Zurück in den Topf geben. Tomatensauce dazu geben, den Basilikum drüber zupfen und die Hälfte der Mozzarellakugel hinein rupfen. Gut verrühren.
(5) In die Auflaufform geben und mit den restlichen Käse darüber zupfen.
(6) Auf mittlerer Schiene etwa 25 Minuten backen bis der Käse goldbraun ist und der Auflauf an den Seiten blubbert.

Genießen!

Quelle: Martha StewartBaked Spaghetti and Mozzarella

Noch nicht viel frisches Gemüse in Sicht – Linsen-Spinat-Auflauf

Seien wir mal ehrlich, so wirklich prall mit einheimischem Gemüse ist es noch nicht, oder? Ja, der Bärlauch wuchert im Buchenwald und der erste deutsche Spargel lugt aus der Erde und wird für ein Heidengeld verkauft, aber ansonsten? Klar, Paprika, Tomaten und Zucchini gibt es aus den südlicheren Gefilden oder Kohl, Rote Bete, Sellerie und Möhren aus dem Lager, aber so richtig jetzt erst gewachsen? Die letzten Feldsalate lassen sich ernten und der Winterspinat muss aus den Beeten raus, damit sie für die neue Aussaat fertig gemacht werden können.

Und was kann man mit dem ganzen Spinat anstellen? Wie wäre es mit diesem überraschend leckeren Auflauf? Erdige Linsen, salziger Feta mit einer fruchtigen Tomatensauce und dem Spinat sind eine wirklich köstliche Kombination, die ich Dank Frau Kochschlampes Empfehlung kennenlernen durfte. Es sieht auf den ersten Blick nach einer komplizierten Zubereitung aus, aber eigentlich ist es ganz einfach, auch wenn man drei Töpfe/Pfannen benötigt. Die einzelnen Schritte lassen sich wunderbar hintereinander weg zubereiten oder wenn man etwas weniger Energie hat wie ich, dann können Tomatensauce und Linsen schon am Vortag vorbereitet werden und am Tag des Essens nur noch schnell den Spinat dünsten und den Auflauf schichten. Und dadurch, dass der Auflauf ein paar Minuten länger im Ofen benötigt, kann währenddessen in der Küche schon klar Schiff gemacht werden. Wer die doppelte Portion machen möchte, kann ihn folgendermaßen schichten: 1/2 Linsen – 1/2 Spinat – Tomatensauce – 1/2 Spinat – 1/2 Linsen – restlicher Feta. Er sieht zwar nicht sonderlich ansprechend aus, aber probiert den Auflauf unbedingt mal aus, der ist zu gut!

Linsen-Spinat-Auflauf

Zutaten für 2 Portionen:
300 ml Gemüsebrühe
150 g Rote Linsen
1 kleines Lorbeerblatt
300 g frischer Spinat (oder 250 g TK-Spinat)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100 g Feta
2 TL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
1/2 Dose stückige Tomaten (ca. 200 g)
Salz, Pfeffer
1 Prise Chiliflocken
Zucker
Prise Muskatnuss

Olivenöl zum Einfetten der Form

(1) Die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen, die Linsen und Lorbeerblatt hinzufügen und abgedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Linsen quellen lassen. Lorbeerblatt entfernen.
(2) Wenn ihr frischen Spinat verwendet, diesen gründlich waschen, tiefgekühlten auftauen. Gut abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Den Feta zerkrümeln. Die Hälfte vom Feta unter die Linsen rühren.
(3) Eine kleinere Auflaufform mit Öl einfetten. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) In einem kleinen Topf 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel glasig andünsten. Die Knoblauchwürfelchen zugeben und kurz andünsten bis sie duften. Dann das Tomatenmark unterrühren und mit anbraten. Die Dosentomaten zufügen, mit Salz, Pfeffer, den Chiliflocken und 1 Prise Zucker würzen. Alles offen etwa 10 Minuten bei mittlerer bis mittelhoher Hitze etwas einkochen lassen.
(5) In einer Pfanne den übrigen 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebel- und Knoblauch zufügen und andünsten. Den Spinat zufügen und dünsten bis er zusammen gefallen ist bzw. durcherhitzt ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen.
(6) Die Linsenmasse in der Auflaufform gleichmäßig verteilen. Die eingedickte Tomatensauce darauf verstreichen, dann den Spinat darauf geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofen in 30-40 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Quelle: nach einem Rezept von „Engelchens Probierstübchen“ (mittlerweile nur noch per Passwort zugänglicher Blog)

Klassisches Spargelragout

So langsam wird ja mal Zeit wieder an neue Spargelrezepte zu denken, oder? Immerhin steht das Spargelhäuschen schon wieder vor meinem bevorzugten großen Edeka :-) Wie steht ihr zu Spargel? Mögt ihr ihn oder könnt ihn ums Verrecken nicht essen? Als Kind mochte ich ihn überhaupt nicht, irgendwie eine komische Konsistenz und den Geschmack fand ich auch etwas seltsam. Halt so ganz anders als alles mir bis dahin bekannte und geliebte Gemüse. Zuerst gewöhnte ich mich an Grünen Spargel. Und nachdem wir drauf kamen, dass man ihn auch in der Pfanne braten kann, freundete ich mich auch mit der weißen Variante an. Durch die Ofenvariante wurde ich endgültig bekehrt und liebe seitdem alle Spargelsorten!

Klar, es gibt Klassiker, die jedes Jahr gekocht werden, wie Nata Pastaciuttas Pasta mit Spargel und Tomaten oder einfach im Ofen gegart. Die Spargel-Kartoffeltarte nach Jamie Oliver oder Ottolenghis Spargelsalat könnte ich auch mal wieder machen. Kann ich alles nur empfehlen nachzukochen, weil superlecker! Aber wenigstens ein neues Rezept pro Saison sollte man doch ausprobieren, nicht? Letztes Jahr zum 1. Mai war Frau Mama für’s Wochenende zu Besuch. Und in der mittlerweile eingestellten Zeitschrift „Mutti kocht am Besten“ fanden wir ein Rezept für klassisches Spargelragout, das sich sehr gut las. Also fix alle Zutaten besorgt und los gekocht. Ja, das Rezept ist etwas aufwendiger und nicht innerhalb von 20 Minuten fertig, aber jede Minute Gemüseputzen und Kochen sind das Ergebnis wert. Cremiges, mildes Ragout mit viel Gemüse, dass genau den richtigen Garpunkt hatte. Das ist wirklich zum Reinlegen! Ein richtiges Sonntagsessen! Könnte man dieses Jahr glatt nochmal machen, vielleicht zu Ostern? Probiert es ruhig aus! Ihr werdet es nicht bereuen!

Klassisches Spargelragout

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg weißer Spargel (oder Hälfte Grüner Spargel)
4 Möhren
400 g neue Kartoffeln
Salz
Zucker
200 g Champignons
1 EL + 50 g Butter
Pfeffer
50 g Mehl
75 ml Weißwein
250 ml Milch
200 g Sahne
Saft von 1 Zitrone
200 g TK-Erbsen

(1) Den Spargel waschen. Die Enden abbrechen und die Stangen schälen. Dafür ca. 2 cm unterhalb des Kopfes beginnen. Falls Grüner Spargel genutzt wird, muss der nicht geschält werden. Die Spargelstangen in 3-4 cm große Stücke schneiden.
(2) Die Enden der Möhren abschneiden, alle Karotten schälen und schräg in Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen, waschen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Etwa 2,5 l Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und mit 2 TL Salz und 1 TL Zucker würzen. Kartoffeln ca. 20 Minuten darin garen, nach 10 Minuten den weißen Spargel zugeben, 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Möhrenscheiben und etwaigen Grünen Spargel hinzufügen.
(3) Zwischenzeitlich die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Gemüse in ein großes Sieb gießen und das Kochwasser unbedingt auffangen. Davon ca. 600 ml abmessen, zur Seite stellen. 1 EL Butter in einem weiteren großen Topf erhitzen und die Pilze darin bei mittelhoher Hitze (Stufe 2 von 3) unter Rühren kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und herausnehmen.
(4) Für die Sauce in dem Pilztopf 50 g Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Das komplette Mehl zugeben und unter Rühren ca. 30 Sekunden hell anschwitzen. Mit dem Schluck Wein ablöschen. Unter ständigem Rühren Milch, Sahne und das Gemüsewasser zugeben und klümpchenfrei verrühren. Dann, immer weiter rührend, alles aufkochen lassen und ca. 3 Minuten köcheln. Aufpassen, dass nichts am Topfboden ansetzt. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker gut abschmecken.
(5) Das vorbereitete Gemüse und die TK-Erbsen unterrühren und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Nochmals mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und servieren.

Genießen!

Quelle: Zeitschrift „Mutti kocht am Besten“. 02/2018. Seite 21

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