Archiv der Kategorie: Comfort Food

In Bacon gewickelter Mais vom Grill mit Salat

Steht Ihr auch so sehr auf Mais, wie ich? Das erwähnte ich ja bestimmt schon öfter. Wenn Saison ist, wie jetzt gerade, koch ich ihn mir ganz oft zum Abendbrot. Und da bin ich ganz puristisch! Er wird einfach in kochendes Wasser mit einer Prise Zucker geworfen und dann in 10-15 Minuten zart gegart. Warum Zucker fragt Ihr Euch, wo Mais an sich doch schon relativ süß ist? Aber Salz macht die Maiskörner irgendwie hart, wohingegen sie beim Zucker zart bleiben. Aber letztens sah ich beim ungarischen Lieblingsyoutubekanal wie Kinga Mais in Bacon gewickelt gegrillt hat. Und ich saß einigermaßen sabbernd vorm Tablet.

Mais war noch im Kühlschrank, Bacon und Kräuterbutter auch. Es hielt mich nichts mehr auf! Und OH! MEIN! GOTT! ist das Zeug geil! Großartigst! Werde ich jetzt öfter so machen :-D Und empfehle es Euch auch dringend! Wenn Ihr keine Lust habt, Kräuterbutter selbst zu klöppeln, geht auch gekaufte, aber mit selbstgemachter ist schon besser :-)

So und jetzt ab mit Euch Mais und Bacon besorgen und fix in die Küche! Hopp, hopp!

Gegrillter in Bacon gewickelter Mais

Zutaten für 2 Portionen:
1 großer Maiskolben
Prise Zucker
2 EL Kräuterbutter
6 Scheiben Bacon

(1) Als erstes den Mais kochen. Dafür einen Topf mit Wasser und der Prise Zucker zum Kochen bringen. Den Mais in der Mitte durchbrechen und in das kochende Wasser geben. Ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser wieder kocht, 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Je jünger und frischer der Mais, desto weniger Zeit benötigt er. Der Mais aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen.
(2) Entweder habt ihr einen Grill fertig gemacht oder heizt jetzt eine Grillpfanne auf mittelhoher Hitze vor.
(3) Je 3 Scheiben Bacon etwas überlappend auf einem Brettchen auslegen. Den Mais mit der Kräuterbutter einschmieren. Die Maisstücke in den Bacon wickeln.
(4) Den Bacon-Mais mit der Nahtseite nach unten in die Grillpfanne oder auf den Grill legen. Wenn die Seite auf der Hitze schön braun und knusprig ist, ein Stückchen weiter wenden. Insgesamt dauert es 15-20 Minuten.

Es passt zu einem frischen bunten Salat oder als Grillbeilage.

Genießen!

Quelle: nach Street KitchenBaconbe tekert grillezett kuorica

Blog-Event CLV – Mezze: Türkischer Weißkraut-Möhrensalat

Im „Kochtopf “ wird wieder ein Blog-Event ausgetragen. Juhuu! Dieses Mal möchte Susan von „Labsalliebe“ eine grandiose Mezze-Tafel. Nein, natürlich soll nicht jeder eine komplette Tafel mit nahöstlichen Köstlichkeiten füllen (darf es aber gerne *g*), es reicht wenn eine Kleinigkeit mitgebracht respektive gebloggt wird und wir so eine große, virtuelle Orient-Party feiern können.

In einer der letzten Biokisten hatte ich einen schönen Spitzkohl drin, aber wusste lange nicht, was ich damit anstellen soll. Nach ungarischen Krautnudeln war mir bei der Hitze nicht und Sauerkraut ansetzen zu anstrengend. Aber der Kohl wurde ja auch nicht besser im Gemüsefach. Beim Blättern im hochgeschätzten Buch „Türkei vegetarisch“ fiel mir der Weißkohl-Möhren-Salat auf. Und so ein türkischer Coleslaw passte gut als Beilage zu meinen weiteren Essensplänen für’s Wochenende. Dieser Salat besteht nicht nur aus Kohl, Möhren und Mayo, wie gefühlt die amerikanische Variante – nein! – der hier wird mit Walnusskernen und Dill verfeinert. Die Sauce bleibt dabei aber sehr einfach mit einem Hauptanteil türkischem/griechischem Joghurt und einer Winzigkeit Mayonnaise. Weil ich gerade keinen Joghurt da hatte, aber dafür einiges an Schmand, habe ich einfach den benutzt :-) Rezepte sind zum Variieren da, nicht?

Den gesamten Weißkraut-Möhren-Salat kann ich Euch nur wärmstens ans Herz legen! Er ist schnell gemacht, besteht aus Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt und er braucht keine Ruhezeit, kann also sofort genossen werden. Passt super zu Gegrilltem, Frikadellen jeglicher Couleur, herzhaften Aufläufen oder einfach so zum Abendbrot. Ein paar Tage hält er sich auch gut im Kühlschrank! Großartiger Salat!

Blog-Event CLV - Mezze (Einsendeschluss 15. August 2019)

Türkischer Coleslaw mit Walnüssen

Zutaten für 6-8 Portionen:
500 g Weiß- oder Spitzkohl
1/2 EL Salz
2 kleine Möhren
2-3 Stengel Dill
80 g Walnusskerne
150 g 10%iger Joghurt (oder Schmand)
2 EL Mayonnaise
Prise Pfeffer

(1) Den Kohl putzen, dafür die äußeren unschönen Blätter entfernen und den Strunk raus schneiden. Den Kohl fein schneiden oder hobeln. Mit dem Salz bestreuen und den Händen kräftig mehrere Minuten durchkneten, damit er mürbe und saftig wird. 10-15 Minuten stehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die Möhren schälen und grob raspeln, die Walnusskerne grob und den gewaschenen, getrockneten Dill fein hacken. Den Joghurt mit der Mayonnaise verrühren.
(3) Alles zum Kohl geben, mit etwas Pfeffer würzen und gut vermischen.

Mit ein paar Walnüssen und Dill garnieren. Kann sofort serviert werden.

Genießen!

Quelle: nach Tancgil O., Tancgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 132

Grandios einfaches Bohnengulasch

Wir sind am Ende dieser kleinen Themenwoche „Grüne Bohnen“ angelangt. Aber vielleicht sollte ich noch ein paar Worte darüber verlieren, warum wir alle mehr Buschbohnen und Konsorten essen sollten. Denn die sind sehr gesund. Wie auch die getrockneten Bohnen haben die frischen neben sehr viel pflanzlichem Eiweiß und einen nicht unerheblichen Anteil an Ballaststoffen, von denen wir fast alle zu wenig zu uns nehmen. Daneben enthalten sie auch viele Vitamine (B2, B6, Beta-Carotin) und Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium. Allerdings sind auch Purine in den Bohnen, weswegen Menschen, die unter Gicht leiden, sich bei ihrem Verzehr zurück halten sollten.

Wer Bohnen selbst im Garten anbauen will, traut Euch ruhig! Es ist total einfach! Sucht Euch ein einigermaßen sonniges Beet und nach dem 15. Mai, den Eisheiligen, kann es losgehen. Die Bohnen benötigen eine Bodentemperatur von mindestens 12°C, um zu keimen. Die trockenen Bohnenkerne einige Stunden in kaltem Wasser einweichen und dann entweder einzeln oder in Gruppen von 5 Bohnen 5 cm tief in die Erde legen. Wer Horste (also Grüppchen) legen möchte, hält einen Abstand von 20×20 cm ein. Nach einigen Tagen werden sie keimen und beginnen zu wachsen. Wenn die Bohnen schon etwas größer sind, kann man sie anhäufeln, damit sie stabiler stehen und auch vor Krankheiten geschützt sind. Dafür einfach mit den Händen etwas Erde zu einem niedrigen Wall um die Bohnenstengel formen. Düngen muss man Hülsenfrüchte nicht, weil sie eine Symbiose mit Bakterien eingehen, die in ihrem Wurzelbereich leben und dort den Luftstickstoff binden, der dann den Bohnenpflanzen als Nährstoff einfach zur Verfügung steht. So 2-3 Monate nach der Aussaat sind die ersten Bohnen erntereif. Und wenn ihr regelmäßig erntet, regt Ihr dadurch die Bohnen an neue Blüten und damit neue leckere Böhnchen zu bilden. Meine Eltern legen Buschbohnen sogar 2-3 mal so im Abstand von etwa 2 Wochen. Das verlängert die Erntezeit doch um einiges und wir haben länger was von ihnen :-) Ihr seht, alles nicht kompliziert und an frischere Bohnen kommt ihr nicht.

Als letztes Gericht dieser Woche möchte ich Euch ein wirklich köstliches, österreichisches Fisolengulasch zeigen. Grüne Bohnen heißen auf österreichisch Fisolen und das klingt so charmant, finde ich. Ich habe auch ungarische Rezepte für Bohnengulasch gefunden, aber das ist tatsächlich die normale Gulaschzubereitung, nur das statt Fleisch eben Bohnen zugegeben werden. In der österreichischen Variante von Brigittas Kulinarium werden die Kartoffeln gleich mit gegart und dann aber auch mit Schmand und Mehl gebunden, wie in einem ordentlichen, ungarischen Paprikasch-Gericht :-) Und dieses Bohnengulasch ist so köstlich, dass ich es jedes Jahr wieder und auch öfter mache! Dringende Nachkochempfehlung!

Fisolengulasch

Zutaten für 3-4 Portionen:
500 g grüne Bohnen (Buschbohnen)
2 große Kartoffeln
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Öl
1 EL Paprika edelsüß
1 EL Tomatenmark
1/2 l Wasser
Salz, Pfeffer
1 TL Majoran
Prise Kümmel
100 g Schmand
1 EL Mehl

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Das Ende der Bohnen abschneiden und je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln.
(2) Das Öl in einem Topf bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zufügen und leicht salzen. Einige Minuten dünsten lassen bei mittlerer Hitze bis die Zwiebeln weich sind. Die HItze etwas hoch stellen, das Tomatenmark und den Knoblauch zufügen und kurz mit anrösten. Den Topf kurz vom Herd nehmen, das Paprikapulver unterrühren bis es duftet. Dann die Bohnen und Kartoffeln zugeben und das Wasser dazu gießen. Mit Salz, Pfeffer, Majoran und dem Kümmel würzen. Aufkochen lassen und dann bei mittel niedriger Hitze weich kochen. Das dauert so 15-20 Minuten, je nach Größe der Gemüsestücke.
(3) Während das Gulasch kocht, den Schmand klümpchenfrei mit dem Mehl verrühren. Wenn alles gar ist, etwas Flüssigkeit des Gulaschs in das Schmandgemisch rühren, um die Temperatur anzugleichen. Alles unter Rühren in den Eintopf geben und alles etwas andicken lassen.

Genießen!

Quelle: nach Brigittas KulinariumFisolengulasch

Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Oha! Bohnenwoche schon Tag 4 und bleiben wir bei einer Zubereitung im Ofen. Dieses Mal möchte ich Euch einen typisch ungarischen Auflauf zeigen. Mir ist tatsächlich erst mit dieser Bohnen-Variante aufgefallen, dass viele der ungarischen Aufläufe nach demselben Prinzip gebastelt werden (Gemüsesuppen übrigens auch), obwohl ich schon einige Rezepte auf dem Blog habe… Sie beinhalten immer gekochten Reis, ein schnelles Gulasch aus Hackfleisch, das vorgegarte Gemüse der Wahl (gerne auch mit Blumenkohl oder Wirsing) und zum Schluss eine Schicht aus Schmand. Diese kann pur bleiben oder mit noch mehr Paprikapulver verfeinert werden. Und weil das Gericht aus so eindeutigen Komponenten besteht, kann es auch gut vorbereitet werden. So hab ich das Hackgulasch schon am Tag vorher geschmurgelt, damit das frisch gekaufte Fleisch nicht schlecht wird. Die Bohnen und Reis hab ich am Morgen gekocht, so dass ich mittags nur noch den Auflauf schichten und in den Ofen schieben musste. Sehr kräfteschonend und einfach! Aber natürlich kann die geneigte Leserschaft wie unten beschrieben auch alles in einem Rutsch durch kochen :-)

Die Buschbohnen hatte ich mit der Biokiste bestellt, diesmal fielen sie etwas dicker und mit reiferen Bohnen aus. Sie waren aber trotzdem total zart nach dem Kochen. Ich musste mich mal wieder zusammen reißen, nicht alle Bohnen so aufzuessen *g* Dieses Mal habe ich den Reis mit dem fertigen Gulasch vermischt, habe aber auch Rezepte gefunden, in denen der Reis extra geschichtet wird. Das überlasse ich Eurer Vorliebe :-) Und ich muss sagen, ich bin immer wieder überrascht, wie köstlich so einfache ungarische Alltagsküche ist. Das würzige Gulasch passt wunderbar zu den milden, aber sehr aromatischen Bohnen und durch das Mischen von Reis und Gulasch hat der Reis das schöne Paprikaaroma angenommen. Probiert diesen Auflauf gerne mal aus, Ihr werdet es nicht bereuen!

Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Grüne Bohnen (Buschbohnen)
150 g Langkornreis
Salz
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Öl
300 g Hackfleisch nach Wahl
Salz, Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 EL Tomatenmark
1 + 1,5 EL Paprikapulver edelsüß
200 ml Wasser
6 EL Schmand
1,5 EL Mehl
1+ 1,5 EL Paniermehl
Butter/Öl für die Auflaufform

(1) Von den Bohnen die Enden entfernen und je nach Größe halbieren oder dritteln. In kochendem Salzwasser in 10-15 Minuten (je nach Größe) bissfest garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.
(2) Entweder danach im selben Topf (um Abwasch zu sparen) oder gleichzeitig in einem anderen Topf den Reis nach Packungsanweisung bissfest garen. Zur Seite stellen.
(3) Während die Bohnen und Reis kochen, das Gulasch zubereiten. Dafür die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zugeben, etwas salzen und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten weich dünsten. Auf hohe Hitze schalten und das Hack zufügen. Zerteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und goldbraun-krümelig braten. Kümmel und Tomatenmark zufügen und mit anrösten, dann mit 1 EL Paprikapulver bestreuen, gut verrühren und wenn es anfängt zu duften, mit dem Wasser ablöschen. Deckel drauf und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze schmoren.
(4) Während das Hackgulasch köchelt, den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittelgroße Auflaufform (etwa 26×16 cm) einfetten und mit 1 EL Paniermehl ausstreuen. Den Schmand mit dem Mehl und den restlichen 1,5 EL Paprikapulver klümpchenfrei verrühren.
(5) Jetzt geht es an das Schichten des Auflaufs. Das Gulasch mit dem gekochten Reis vermischen. Eine Hälfte der Bohnen auf den Boden der Form geben. Dann die Gulasch-Reis-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Zum Schluss die zweite Hälfte der Bohnen in einer Lage verteilen. Zum Schluss das Schmandgemisch auf die Bohnen streichen und mit dem restlichen Paniermehl bestreuen.
(6) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 40 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Herausnehmen und etwa 15 Minuten abkühlen lassen, damit er sich besser schneiden lässt.
Dazu passt wunderbar eingelegtes Gemüse (z.B. Kovi ubi oder türkisch fermentiertes Gemüse), Weißkohl- oder Gurkensalat.

Genießen!

Grüne Bohnen mit Curry aus dem Ofen

Kommen wir zu Tag 3 der Bohnenwoche und die dritte Zubereitungsweise. Dieses Mal kommen die grünen Stängchen in den Ofen. Und sorgen dadurch, dass die Aromen konzentriert werden und das Gemüse noch intensiver schmeckt.

In diesem Rezept meiner ungarischen Lieblingsbloggerin und KOchbuchautorin Zsófia Mautner (Chili és Vanília) werden die Bohnen noch mit Curry gewürzt, das mit flüssiger Butter vermischt wird. Welches ihr nehmt, ist Euch überlassen. Wer es pikanter mag, gerne ein scharfes Pulver, ich blieb bei einer milden Variante. Und auch sonst ist es ein sehr einfaches Rezept. Bohnen putzen, auf dem Blech mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und der Currybutter vermischt. In einer Schicht auf dem Blech verteilen und nur 15 Minuten in den heißen Ofen schieben.

Und was dabei raus kommt, ist wirklich großartig! Würzig und zart! Kann ich einfach so essen, brauch ich nix zu! Probiert es unbedingt mal aus!

Grüne Currybohnen aus dem Ofen

Zutaten für 2-3 Portionen als große Beilage:
600 g Buschbohnen
2 El Olivenöl
Salz, Pfeffer
50 g Butter, geschmolzen
2 EL Currypulver

Für den Dip:
1 Frühlingszwiebel
1/2 Bund Dill
1/2 Petersilie
200 g Joghurt
Salz, Pfeffer
Spritzer Zitronensaft

(1) Den Ofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Von den Bohnen das obere Ende entfernen, die Spitze kann bleiben, sie hat viel Aroma. Die Bohnen waschen und gut abtropfen lassen. Die Bohnen auf dem Backblech verteilen. Mit Salz, Pfeffer würzen und Olivenöl beträufeln. Das Currypulver mit der geschmolzenen Butter verrühren und über die Bohnen geben. Alles mit Hilfe Eurer Hände gut vermischen und die Bohnen in einer Schicht auf dem Backblech gleichmäßig verteilen.
(3) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und etwa 15 Minuten backen.
(4) Während die Bohnen im Ofen sind, den Dip zubereiten. Dafür die Frühlingszwiebel putzen, längs halbieren und fein schneiden. Die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken. Alles zum Joghurt geben, mit Salz und Pfeffer würzen und dem Zitronensaft abschmecken.

Entweder als Hauptgericht oder köstliche Beilage servieren.

Genießen!

Quelle: nach Mautner Zsófia – Currys sült zöldbab

Kalte Bohnensuppe für heiße Sommertage

Es war ja eindeutig schon Sommer dieses Jahr! So schwitzte ich hier in Göttingen Ende Juli bei locker-flockigen 38°C im Schatten vor mich hin. Natürlich nicht nur ich, meine Kolleginnen und alle anderen Menschen auch. Zum Glück haben wir seit Juni eine Klimaanlage im Büro, die ich aufgrund der Wärmeempfindlichkeit durch meine MS sehr brauchte. Sonst ist das dort unerträglich mit zwei nach Süden und Westen zeigenden Außenwänden und der Pizzabackstube unter mir. Aber auch mit Klimaanlage schadet ein etwas kühleres Mittagessen nicht. Während hier in Deutschland maximal süße Kaltschalen bekannt sind (Oder gibt es auch herzhafte deutsche kalte Suppen? *grübel*), gibt es in Ungarn mehr Auswahl an kalten, aber sättigenden Suppen für brütend heiße Sommertage.

Ich las ein Rezept für ein kalte, leicht süß-säuerliche Suppe mit Grünen Bohnen. Und viele Kräuter sollten da rein. Das hörte sich wirklich köstlich an! Grüne Bohnen! Und Kräuter sind ja nie verkehrt! Auch die ungarischen Stammzutaten Paprikapulver und Schmand waren zugegen. Da kann ja nichts schief gehen. Die Suppe ließ sich auch tatsächlich ziemlich schnell zubereiten. Der Herd muss nur so lange an sein, wie die Bohnen brauchen, um gar zu werden plus 2 Minuten, um sie eine Winzigkeit anzudicken. Der Rest wird so untergerührt und dann eben mit Zitronensaft und Zucker abgeschmeckt.

Die Kolleginnen sind bei kalten Suppen immer erstmal skeptisch, aber wie bei der Pfirsichsuppe konnte ich sie auch hiermit sehr überzeugen und es wurde alles aufgegessen. Yay \o/ Also für die nächste Hitzewelle oder in lauwarm an einem schönen Sommertag kann ich diese Suppe nur empfehlen!

Kalte, süß-saure Bohnensuppe

Zutaten für 4 Portionen:
600-700 g Grüne Bohnen (Buschbohnen)
2 Knoblauchzehen
1 l starke Brühe
(Gemüse- oder Fleischbrühe, auch aus Brühwürfel möglich)
2 Lorbeerblätter
100 g Schmand
1 TL Paprikapulver edelsüß
2-3 TL Maisstärke
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
2-3 EL Zucker
2 EL Petersilie, gehackt
2 EL Dill, gehackt
1 EL Estragon, gehackt

(1) Von den Bohnen die Enden abschneiden und je nach Größe dritteln oder vierteln. Gründlich waschen. Die Knoblauchzehen häuten.
(2) Die Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Bohnen, Knoblauchzehen und Lorbeerblätter hinein geben. Abgedeckt in etwa 10-15 Minuten die Bohnen kochen bis sie gar sind, aber noch Biss haben. Nach der Kochzeit die Knoblauchzehen und Lorbeerblätter herausfischen.
(3) In der Zwischenzeit den Schmand mit dem Paprikapulver und der Maisstärke klümpchenfrei verrühren. Die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken.
(4) Wenn die Bohnen gar sind, einige Esslöffel der Suppenflüssigkeit in die Schmandmischung rühren, um die Temperatur anzugleichen. Dann alles unter Rühren in die Suppe geben und aufkochen lassen bis es eine Winzigkeit andickt. Fehlt noch Salz und Pfeffer? Die Suppe mit dem Zitronensaft und Zucker süß-säuerlich abschmecken. Die Kräuter hinzufügen und abkühlen lassen.

Lauwarm oder gekühlt servieren.

Genießen!

Quelle: Mautner Zsófia – Zöldfüszeres, édes-savanyu hideg zöldbableves

Kartoffel-Bohnen-Salat nach ligurischer Idee

Die Bohnensaison ist in vollem Gange, also die der frischen Bohnen, egal ob Stangen- oder Buschbohnen. Habt ihr noch andere Sorten im Garten stehen? VIelleicht Feuerbohnen oder die Borlotti-Variante? Lasst ihr sie ausreifen, um Saatgut für’s nächste Jahr zu gewinnen? Ihr merkt, ich liebe Bohnen! Meine Eltern hatten auch schon immer eine nicht unerhebliche Anzahl an Quadratmetern ihres Schrebergartens den Buschbohnen verschrieben. Aber irgendwie wurden daraus immer nur Butterbohnen, also simpel in Salzwasser gekocht und dann Butter drüber. Ist zwar immer noch mein allererstes Essen in der Bohnensaison, aber es gibt noch sooo viel mehr, was man mit den länglichen Geschmacksbomben anstellen kann. Jetzt sind hier auf dem Blog schon viele Rezepte, geht mal einfach über die Suche, aber irgendwie haben sich in letzter Zeit so viele neue, leckere Gerichte angesammelt, dass ich prompt mal eine Themenwoche „Grüne Bohnen“ angesetzt habe. Ihr werdet also von heute bis Freitag jeden Tag eine neue bohnige Köstlichkeit präsentiert bekommen. Seid gespannt!

Zum Start zeige ich Euch einen schön frischen Kartoffel-Bohnensalat. Es gibt ja den Klassiker der ligurischen Küche, bei dem unter die Nudeln auch noch Kartoffeln und Grüne Bohnen mit Pesto gemischt werden. Sonst bin ich ja kein Fan von Kohlehydrate plus Kohlehydrate, aber das Gericht mag ich echt gern. Nun hatte ich köstliche Böhnchen aus dem elterlichen Schrebergarten mitgenommen und irgendwas sollte damit passieren. Und auch der Basilikum auf dem Balkon wucherte und wurde nicht gänzlich von nimmersatten Räupchen gefressen. Warum also nicht alles zu einem Kartoffelsalat nach der ligurischen Grundidee kombinieren, nur eben ohne die Pasta.

Gesagt, getan! In einer essen & trinken las ich noch den Tipp, Basilikumblätter vor der Verarbeitung zum Pesto zu blanchieren. Das wurde durch kurzes Eintauchen in das kochende Bohnenwasser glatt ausprobiert und tatsächlich war das Dressing danach hübsch dunkelgrün und unglaublich basilikumpfeffrig. Den Trick merke ich mir!

Der Salat an sich war dann auch total köstlich! Die Kombination mit Kartoffeln, Bohnen und dem frischen Dressing war großartig und schmeckte auch noch am nächsten Tag im Büro! Zum Grillen geht er bestimmt auch gut.

Und weil ich ja finde, dass Paniertes am allerbesten zu Kartoffelsalat passt, gab es bei mir ausgebackenen Patisson, den ich heiß und innig liebe! (Auch wenn die Stücke hier auf dem Teller eher nach Fisch aussehen *g*)

Kartoffel-Bohnen-Salat nach ligurischer Idee

Zutaten für 3 Portionen:
1 Zwiebel
Salz
1 Prise Zucker
3+3 TL Weißweinessig
500 g grüne Bohnen
5 mittlere Kartoffeln
Prise Kümmelkörner
3 handvoll Basilikum
Pfeffer
1 EL neutrales Öl
6 EL Olivenöl
Schluck Wasser

(1) Die Zwiebel häuten, in feine Würfel schneiden und in ein Schälchen geben. Mit einer Prise Salz, Zucker und 3 TL Weißweinessig verrühren und marinieren lassen. Zur Seite stellen.
(2) Die Enden der Bohnen abschneiden und dann die Bohnen je nach Größe halbieren oder ganz lassen. Waschen. In kaltem Salzwasser aufsetzen. Und ab dem Zeitpunkt des Kochens, die Flamme auf mittlere Hitze zurück schalten und in ca. 10 Minuten fertig garen, bis sie zwar noch bissfest sind, aber nicht mehr quietschen. Durch ein Sieb abgießen.
(3) Während die Bohnen kochen die Kartoffeln in kaltem Wasser mit Salz und dem Kümmel als Pellkartoffeln aufsetzen. In 25-30 Minuten gar kochen. Abgießen und ein bisschen abkühlen lassen.
(4) Für das Dressing die Basilikumblätter mit einem Sieblöffel für wenige Sekunden in das kochende Wasser der Bohnen halten. In einem  Sieb unter fließendem Wasser abkühlen. Vorsichtig aber gut trocknen. Die blanchierten Blätter mit etwas Salz, Pfeffer, dem restlichen Weißweinessig und dem neutralen Öl in einen kleinen Häcksler geben und fein pürieren. Dann das Olivenöl unterrühren. Mit einem Schluck Wasser verrühren, um es ein wenig geschmeidiger zu machen. Zur Seite stellen.
(5) Für den Salat die Zwiebeln samt Marinierflüssigkeit in eine ausreichend große Schüssel geben. Die noch warmen Bohnen darauf geben, verrühren, damit die Zwiebelwürfel in der Restwärme ein wenig garen können. Die Kartoffeln pellen und in mittelfeine Scheiben schneiden. Zu den restlichen Zutaten geben. Das Dressing darüber geben, salzen, pfeffern und alles vorsichtig miteinander verrühren.
(6) Abgedeckt ca. 1 Stunde ziehen lassen. Nochmal abschmecken, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt.

Genießen!

Der Salat kann solo sehr gut gegessen werden, es passt aber auch Paniertes wie Patisson oder ein Schnitzelchen dazu, gerne auch gekochtes Ei.

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