Archiv der Kategorie: Comfort Food

Türkische Snacks – Zweierlei Gözleme

Ich bin der weltschlechteste Snacker! Snacks sind nicht so meins, ich mag meinen Tag unterteilt in Hauptmahlzeiten und nicht ständig irgendwas knabbern. Nun gibt es aber doch in jeder Länderküche so Kleinigkeiten, die mal eben so zwischendurch gegessen werden und schweinelecker sind, nur eben keine Hauptmahlzeit. Wie diese Gözleme aus der Türkei.

Entdeckt hatte ich sie, als Orhan Tangcil von „Koch Dich türkisch“ sie letzte Woche in der WDR-Sendung „Daheim + Unterwegs“ für Toni Schumacher gekocht hat. Aber was sind Gözleme überhaupt? Es sind gefüllte Teigtaschen, wobei die Füllung sehr verschieden und rein nach persönlichen Vorlieben sein kann, die oft zum Nachmittagstee gereicht werden. Der Klassiker ist die Käse-Petersilien-Füllung, die wunderbar frisch schmeckt, aber man kann auch vieles anderes in die Täschchen tun. Da ich noch eine lange, japanische Aubergine da hatte, improvisierte ich eine pikante Füllung mit Rosinen, Nüsschen, Zimt, Chiliflocken (Pul Biber) und Petersilie. Türkische Snacks ohne Petersilie sind ja nun wirklich fast nicht vorstellbar, oder? Als Teig wird traditionell Yufka benutzt, den man auch aus wenigen Zutaten selbst machen kann. Aber weil die Hitze kräftemäßig ihren Tribut fordert, habe ich diesmal Strudelteigblätter aus dem Kühlregal des Supermarktes genommen. Ja, ich kenne die Unterschiede zwischen Strudel- und Yufkateig, aber mit dem Strudelteig funktionierte es auch hervorragend und war sehr knusprig lecker. Etwas skeptisch war ich ja bei der Zubereitungsweise als im Rezept stand, dass ein bisschen der Füllung in den Teig gegeben wird, Teig falten und trocken in die heiße Pfanne legen. Wie jetzt? Keine Butter oder Öl zwischen den Schichten? Das soll halten? Aber tat es! Und 1 Esslöffel der Füllung ist auch nicht zu wenig, sondern die genau richtige Menge. Die gefalteten Taschen werden bei mittelhoher Hitze von beiden Seiten goldbraun gebraten und zum Schluss mit flüssiger Butter bestrichen. Sie sind erstaunlich schnell fertig gemacht!

Und so wahnsinnig köstlich! Geiler Scheiß! Knusprig, würzig, perfekt für ein sommerliches Mittagessen oder Picknick! Probiert sie unbedingt aus! Bei mir wird es sie jetzt öfter geben!

Gözleme – Hausgemachte türkische Teigtaschen

Für insgesamt 7 Stück:

Schafskäse-Füllung:
100 g Feta
1 Frühlingszwiebel
einige Stengel glatte Petersilie

Auberginenfüllung:
1 EL Rosinen
100 g Aubergine
1 Frühlingszwiebel
1/2 Knoblauchzehe
1 handvoll Walnüsse
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Prise Zimt
Prise Pul Biber (Chiliflocken)
einige Stengel Petersilie

7 Blätter Strudelteig aus der Kühlung
2-3 EL Butter

(1) Zuerst die Schafskäsefüllung machen. Dafür den Käse in eine kleine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, die Petersilienblätter mittelfein hacken. Alles zum Käse geben und gut miteinander verrühren.
(2) Für die Auberginenfüllung, die Rosinen in kaltem Wasser einweichen. Von der Aubergine die Enden entfernen und in kleine Würfel schneiden. Von der Frühlingszwiebel das Ende entfernen und die ganze Zwiebel in feine Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe durchpressen, die Walnüsse grob hacken. Das Öl in einer Pfanne auf mittelhoher Flamme erhitzen. Die Auberginenwürfel zugeben, salzen, pfeffern und etwa 10 Minuten dünsten lassen. Öfter mal rühren. Die Frühlingszwiebel, Knoblauch, Nüsse, abgetropfte Rosinen, Zimt und Pul Biber zugeben. Alles gut verühren und weiter dünsten lassen bis die Auberginen weich sind. In eine Schüssel geben. Die Petersilie mittelfein hacken und zur Auberginenmischung geben. Gut durchrühren.

(3) Ein Strudelblatt aus der Packung nehmen und auf ein großes Brett vor sich hinlegen. 1 Esslöffel der Füllung in die Mitte geben und auf etwa 5×5 cm verteilen. Dann 1/3 des Teiges von über die Mischung klappen und 1/3 von oben darauf klappen. Die linke Seite der Tasche nach rechts über die ummantelte Füllung geben, die rechte Seite des Teiges unter die Tasche klappen, damit die Füllung auch von unten geschützt ist. So mit allen Strudelblättern verfahren bis die Füllungen aufgebraucht sind.

(4) Eine oder zwei große Pfanne auf dem Herd bei mittelhoher Flamme erhitzen. Die Butter schmelzen. Die fertig gefalteten Teigtaschen in die trockene Pfanne legen und von jeder Seite innerhalb von ca. 5 Minuten goldbraun braten. Herausnehmen und sofort mit der flüssigen Butter bestreichen.

Am Besten noch leicht warm mit einem frischen Salat zusammen servieren.

Genießen!

Quelle: nach Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 105

Der sauigste Cheeseburger ever mit der weltbesten Burgersauce

Burger sind ja schon ein Klassiker der internationalen Küche, es gibt seit Ewigkeiten die üblich verdächtigen Schnellrestaurants, die ich als Kind auch gerne aufsuchte (als sie neu in der ehemaligen DDR aufploppten). Aber seit ein paar Jahren erlebt der Burger eine Renaissance und es sprießen Burgerläden an allen Ecken und Enden aus der Erde, die die klassischen Burger und extravagantere Varianten aus guten Zutaten in guter Qualität anbieten, so habe ich mittlerweile sowohl hier in Göttingen (das Lokal Neun und Monkey Burger) als auch in Rostock je zwei Lieblingsläden (Liberty Delis, Beef and Burger). Aber wenn etwas in guter Qualität Trend wird, springt bald die Lebensmittelindustrie auf und vertreibt mehr oder minder fertige Produkte im Supermarkt. So sah ich schon komplett fertige Burger, die denen aus dem Goldenen M verdächtig ähnelten, in der Kühlung liegen, die nur noch in die Mikrowelle sollten, unterschiedlich gewürzte, rohe Burger-Buletten, die nur noch gegrillt werden müssen, natürlich typische Gewürzgurkenscheiben für Burger (und Hotdogs), das Burgerbrötchen an sich und die diversen Saucen.

Jetzt sehe ich ein, dass man nicht jede Woche auswärts beim Burgerdealer des Vertrauens essen gehen möchte. Und dass die gestresste Mutti vorm Kindergartengeburtstag nicht noch ewig Zeit in der Küche stehen will, aber gute Burger selbst zu basteln muss weder zeitaufwendig noch unglaublich teuer sein. Und deswegen rettet heute die Rettungstruppe wieder und zwar den Burger an sich!

Nun muss die gestresste Mutti an sich nicht jedes Mal die Burgerbrötchen selbst backen (auch wenn sie nach diesem Wunderteig echt köstlich werden), aber achtet darauf, was drin ist. Ich habe letzte Woche mal geguckt und da waren in den Burgerbrötchen echt gruselig viele Zutaten mit einem E plus Zahlen hinten dran drin. Das war mir zu doof, ich griff auf Pitataschen zurück, die tatsächlich nur aus Mehl, Wasser, Hefe, Öl, Salz und Branntweinessig bestanden. Und Pitataschen können wunderbar gefüllt werden, es läuft nix hinten raus, was ein großer Vorteil ist!

Kommen wir zur Sauce! Klar, Ketchup und Senf reichen, aber nichts geht über eine richtig gute, würzige Burgersauce! Das Rezept, dass ich Euch vorstelle, ist echt fix zusammen gerührt. Ich kann Euch nur empfehlen die Mayo selbst zu machen. Ich benutze nur noch die ohne Ei auf Milchbasis, weil sie bei mir immer gelingt, schnell geht und etwas länger haltbar ist. Die übrig gebliebene Mayo könnt ihr ja zu Pommes essen oder ins Dressing für einen Nudel- oder Kartoffelsalat geben. Ihr seht, hier kommt nix um. Benutzt Ketchup von guter Qualität. Ja, in Ketchup ist viel Zucker drin, Ketchup ist nicht gesund, aber schmeckt einfach! Von den selbst gemachten Varianten, mag ich den meiner Tante am liebsten, dessen Rezept im Saucen-Rezept verlinkt ist. Und diese Sauce ist der Hammer – fast wie beim Goldenen M *ggg* Ihr werdet sie mögen, sie passt nämlich auch so wunderbar ins Sandwich :-)

Burgersauce

Zutaten für etwa 4 Burger:

3 gehäufte EL Mayonnaise
2 EL Ketchup
1 EL mittelscharfer Senf
1/2 Gewürzgurke
1 kleine Schalotte
Spritzer Zitronensaft
Prise Salz
Prise Zucker

Die Schalotte häuten und fein würfeln. Die Gewürzgurke ebenso fein würfeln. Beide Zutaten zusammen mit den restlichen Zutaten gut verrühren und abschmecken.

Sofort im Burger oder auf einem Sandwich servieren. Hält sich im Kühlschrank 2-3 Tage.

Quelle: Katie Pix Big Mac-inspired ultimate Burger sauce recipe

Kommen wir zum Burger an sich! Auch der ist nicht schwer zu machen und braucht prinzipiell nicht viele Zutaten. Natürlich könnt ihr Euer Lieblingsfrikadellen-Rezept machen, aber der Klassiker ist doch ein Cheeseburger, den ich hier noch ein bisschen abwandele, indem ich den Käse im Burger verstecke. Auch hat dieser Burger so wenige Zutaten, dass sie dementsprechend eine gute Qualität brauchen. Ich habe sie diesmal im Ofen zubereitet, weil ich dachte, dass wenn man mehr für eine Party macht, es am praktischsten dort geht, weil das Ausbraten in der Pfanne doch länger dauert. Einfach kurz von beiden Seiten anbraten und dann im vorgeheizten Ofen zu Ende garen lassen, so sind alle gleichzeitig fertig und niemand muss warten bis er sich seinen Burger mit den Lieblingszutaten basteln kann. Probiert es aus – diese Burger sind nicht zu fest und der geschmolzene Käse im Inneren ist ein Traum! Warmer Käse macht doch alles besser, oder? :-D

Cheeseburger mit Käse drin

Zutaten für 2 monströse Burger:
300 g Rinderhack
Salz, Pfeffer
1/2 Schalotte
einige Stengel Petersilie
2 EL geriebener Käse

Öl zum Anbraten

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(2) Die Schalotte häuten und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken. Zusammen mit dem Salz und Pfeffer zum Hack geben und gut verkneten.
(3) Die Hackmasse in vier Teile aufteilen. Die 1/4 etwa handtellergroß flachdrücken, 1 EL des Käses in die Mitte legen, einen anderen Teil des Fleisches ebenso groß formen und auf die käsige BUrgerhälfte legen. Die Seiten gut verschließen. Ebenso mit der zweiten Hälfte des Teiges verfahren.
(4) Einen Schluck Öl in einer Pfanne auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Burger von beiden Seiten braun anbraten. Dann auf ein kleines Blech in den Ofen geben und ca. 15 Minuten backen lassen bis das Fleisch gar ist.

Den Burger nach Wahl bauen- Tomate? Gewürzgürkchen? Zwiebelringe? Coleslaw? Karamellisierte Zwiebeln? Haut drauf, was Euch glücklich macht :-)

Genießen!

Quelle: Katie Pix Cheese Stuffed Summer Burger Recipe

Und falls die geneigte Leserschaft noch mehr Ideen braucht, hier wurden auch noch Burger oder Zutaten gerettet:

1x umrühren bitte aka kochtopf – Der Albóndigas Burger
Anna Antonia – Sultans Burger
auchwas – Fisch Burger
Brittas Kochbuch – Lammburger
Brotwein – Cheeseburger mit Sauerteig Hamburger Brötchen – Burger Buns mit Lievito Madre
Cuisine Violette – Grundrezept Burger-Patties
Food for Angels and Devils – Alpenburger
From-Snuggs-Kitchen – Cole Slaw
genial-lecker – Hamburger nach Rike
Katha kocht! – Cheeseburger mit Guacamole
Leberkassemmel und mehr – Chili-Cheese-Burger
lieberlecker – Asia Burger
magentratzerl – Frankenburger
münchnerküche – Rauchige BBQ Sauce
our food creations – Griechischer Bauern-Burger
Pane-Bistecca – Lachs – Hamburger
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Rettungsaktion: Burger
Summsis Hobbyküche – Cheesburger ohne Tamtam
The Apricot Lady – Cheeseburger mit karamellisierten Zwiebeln

Spaghetti-Auflauf aus dem Slowcooker

Die Garten- und Ausflugssaison ist ja in vollem Gange! Wer hat bei schönem Wetter schon Lust und, seien die Gartenbesitzer mal ehrlich, Zeit lange in der Küche zu stehen. Die gleißende Sonne, die zwitschernden Vögel, der wispernde Wald, das plätschernde Wasser oder einfach das Unkraut im Garten ziehen einen nach draußen, aber trotzdem möchte zumindest ich eine vernünftige Mahlzeit am Tag haben. Und da kommt wieder mein geliebtes kleines Schmormonster zum Einsatz! Das alte zeit- und energiesparende Prinzip: morgens alles fix in den Slowcooker schichten, anstellen und mittags bzw. abends dann das fertige Essen genießen ohne, dass man weiter einen Gedanken dran verschwenden muss. Für mich unglaublich praktisch!

Nun hab ich Euch ja schon etliche Suppen- und Schmorgerichte, sowohl in vegetarisch als auch mit Fleisch vorgestellt, aber von im Slowcooker gegarten Nudeln hielt ich mich bisher immer fern, weil die ganz gerne verkochen in der langen Zeit. Aber Gabi und Ulrike haben so ein Rezept in ihrem Kochbuch „Slowcooker für 2“ und ihren Rezepten vertraue ich (fast) blind. Und was soll ich sagen: es funktioniert tadellos. Die knapp al dente vorgekochten Spaghetti werden nicht matschig und mit den weiteren würzigen und gemüsigen Zutaten ergibt das einen wirklich schönen Alltagsauflauf, den man gut nach einem Vormittag im Gemüsebeet vertragen kann.

Italienischer Spaghetti-Auflauf

Zutaten für 2-3 Portionen:
125 g Spaghetti
50 g Paprika
2 Frühlingszwiebeln
50 g Erbsen (TK)
50-100 g Wurst- oder Schinken (hier: Schinken)
6-8 Cocktailtomaten

Für den Guss:
2 Eier
150 ml Sahne
75 g geriebener Käse
Salz, Pfeffer
Paprikapulver, getrockneter Oregano

etwas Öl zum Einfetten des Einsatzes

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 3,5-4 Stunden
Stufe: LOW

(1) Den Einsatz des Slowcookers dünn mit Öl einfetten.
(2) Dann das Gemüse vorbereiten. Die Paprika in mittelgroße Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln in Ringe. Die Wurst oder Schinken in kleine Würfel schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren.
(3) Die Spaghetti in Salzwasser 1 Minute weniger als angegeben knapp al dente kochen. Die letzten 2 Minuten das Gemüse zugeben. Alles in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Die Spaghetti und Gemüse in den Einsatz des Slowcookers geben, die Schinkenwürfel untermischen und mit den Tomaten belegen.
(4) Alle Zutaten für den Guss gründlich miteinander verrühren. Wenn die Wurst/Schinken sehr salzig ist, weniger Salz verwenden. Die Menge an Paprikapulver und Oregano ganz nach Geschmack, meine ungarischen Gene lassen mich immer ein bisschen mehr davon nehmen. Den Guss auf die Nudeln gießen. Deckel drauf.
(5) 3,5-4 Stunden auf LOW garen lassen bis die Eimasse gestockt und der Käse geschmolzen ist.

Zusammen mit frischem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Frankemölle G., Westphal, U. (2015): Slowcooker für 2. p 48

Herzhaft mit ungarischen Aromen gefüllte Pfannkuchen

Meine beiden kulinarischen Kernkompetenzen sind eindeutig Gulasch und Palacsinta. Meine Gulaschgene lassen mich nie im Stich und irgendwie gelingt es immer *aufHolzklopf*, egal aus was ich Gulasch zubereite, sei es Fleisch, Pilze, Leber, Kartoffeln oder Kürbis. Auch Palacsinta (oder Pfann- oder Eierkuchen genannt) gelingen seltsamerweise immer. Ich meine okay, so wahnsinnig schwer sind beide Sachen nicht zu kochen, ein paar Tricks und Kniffe sollte man kennen und beherzigen. Dann gelingt es aber wirklich immer!

Und warum dann nicht mal diese beiden Kernkompetenzen in einem Gericht vereinigen? Kann man natürlich auch perfekt von Resten machen, aber ich hatte mit Absicht mehr Palacsinta ausgebacken und grübelte an einer Füllung rum. Nur süß wollte ich nicht (immer das gleiche Problem danach, mir wäre den gesamten Nachmittag übel), aber Reste eines herzhaften Essens, die da reingepasst hätten, fanden sich nicht im Kühlschrank. Es gibt ja in der ungarischen Küche den Klassiker „Hortóbágyi palacsinta“, das sind mit einer Gulaschfarce gefüllte Palacsinta, die dann in einer Sauce aus dem Gulaschsaft und etwas Saurer Sahne überbacken wird. So zeitaufwendig wollte ich es dann doch nicht und habe einfach aus Hackfleisch eine trockenere Gulaschmasse gekocht. Schnell gefüllt und zum Überbacken mit Käse in den Ofen geschoben. Fertig!

Ein einfaches, aber trotzdem sehr köstliches Gericht, das gut sättigt und wunderbar die ungarischen Aromen von Paprika und Saurer Sahne kombiniert. Dazu macht ihr Euch am Besten einen frischen Salat oder, wie es in Ungarn wahrscheinlich serviert werden würde, esst eingelegtes Gemüse wie die mit Weißkohl gefüllte Paprika, dazu.

Herzhaft gefüllte Pfannkuchen ungarische Art

Zutaten für 2 Portionen:
5 Pfannkuchen (am Besten aus neutralem Teig)
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Paprikaschote
1 EL Öl
1/2 TL Paprikapulver rosenscharf
2 TL Paprikapulver edelsüß
350 g Hackfleisch, gemischt
1 TL Majoran
1 EL Tomatenmark
100 ml Wasser
ca. 100 g Schmand
ca. 50 g geriebener Käse

Öl zum Einfetten der Auflaufform

(1) Erst kommt die gulaschartige Füllung dran. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und beides fein würfeln. Das Stück Paprikaschote ebenfalls mittelfein würfeln.
(2) Das Öl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel zugeben und etwa 5 Minuten anschwitzen. Die Knoblauchwürfel zugeben und 1 Minute mitdünsten bis sie duften. Die Pfanne vom Herd nehmen und die beiden Paprikapulver unterrühren. Die Pfanne wieder auf den Herd stellen und das Hackfleisch hinein geben und krümelig braten bis es die rote Farbe verloren hat. Das Tomatenmark und Paprikawürfel einrühren, mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Mit Wasser begießen und etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis eine relativ trockene Hackgulaschmasse entstanden ist.
(3) Während die Füllung köchelt, den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine kleinere Auflaufform einfetten.
(4) 1/5 der Hackmasse und ein bisschen des Schmands auf dem unteren Drittel eines Pfannkuchens verteilen. Die linke und rechte Seite um etwa 1 cm einschlagen, dann den Pfannkuchen von unten aufrollen und mit der Naht nach unten in die Auflaufform setzen. So mit den restlichen Pfannkuchen verfahren. Zum Schluss mit dem Käse bestreuen.
(5) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 15-20 Minuten backen bis der Käse zerlaufen und die Palacsinta goldbraun sind von oben.

Zu frischem Salat oder eingelegtem Gemüse servieren.

Genießen!

Macht was her – Spargel-Grüne Soße-Quiche

Seit dem 2. Mai stehe ich wieder in Lohn und Brot. Yay! Und was soll ich sagen?!? Es macht unglaublich Spaß! Die Kollegen sind nett, die Aufgaben vielfältig, der Arbeitsbereich der Kollegen sehr spannend.

Zum Einstand wollte ich den Kollegen eine kulinarische Kleinigkeit mitbringen und da bot sich der Termin der großen Teambesprechung letzte Woche an, bei dem alle zugegen waren. Und da Frühling ist, was passt da besser als Spargel? Nun haben wir im Büro nur eine Mikrowelle zum Aufwärmen, es sollte also ein Gericht sein, das am Besten bei Zimmertemperatur gegessen werden kann. Eine Spargel-Quiche ist doch eine nette Idee. Da fehlte aber noch ein wenig Raffinesse, also entschloss ich mich einige Grüne Soße-Kräuter mit im Guß zu versenken, denn was als Einzelkomponenten zu Pellkartoffeln passt, schmeckt (meist) auch in der Quiche. Gesagt, getan! Leider ist es gerade nicht so einfach für mich an frische Grüne Soße-Kräuter zu kommen, aber der Edeka bei der Arbeit hat sie in gefrorener Form aus Frankfurt vorrätig. Ha! (Ja, ich weiß, alle Frankfurter den letzten Satz bitte vergessen…)

Also schnell alles nach dem Standardrezept vorbereitet. Ja, natürlich hätte ich mich dem Erzfeind Mürbeteig stellen können, aber das Risiko wollte ich nicht eingehen, wenn ich für neue Kollegen koche… Die geneigte Leserschaft kann alle Schritte bis zur fertigen Quiche gleich nacheinander machen, ich teilte es wegen der Kraft und dazwischen kommenden Arbeitszeit auf. Vormittags buk ich den Boden vor und röstete die Spargelstangen, abends dann nur noch schnell den Guß zusammenrühren, alles in den vorgebackenen Boden verteilen und backen. Zum Glück muss man ja beim Backen nicht pompomswedelnd daneben stehen, sondern kann sich entspannt auf dem Sofa lang machen und „Mord ist ihr Hobby“ gucken *g*

Und war die Quiche gut! Meine Güte! Sie duftete frisch aus dem Ofen schon so gut, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie es im Ganzen ins Büro schaffte :-D Und der Geschmack war wirklich toll! So großartig, dass ich gleich zwei Tage nochmal eine kleine Variante nur für mich buk, damit ich Bilder machen kann, um Euch das Rezept zu präsentieren! Ich kann jedem ein Nachbacken nur wärmstens ans Herz legen, nutzt die Chance so lange noch Spargelsaison ist!

Spargel-Grüne Soße-Quiche

Zutaten für eine XX cm-Form:

Für den Teig:
100 g Quark
4 EL Öl
4 EL Milch
große Prise Salz
200 g Mehl
1 TL Backpulver

evtl. Butter zum Einfetten der Form
Blindbackbohnen

Für die Füllung:
700 g Spargel
Salz, Zucker
200 g Schmand
200 g geriebener Käse (z.B. Emmentaler oder Gouda)
2 Eier
50 g gehackte Grüne Soße-Kräuter (hier TK)
Salz, Pfeffer

(1) Zuerst den Ofen vorheizen auf 180°C. Wenn ihr eine Springform benutzt, den Boden mit Backpapier belegen und die Seiten dünn mit Butter einfetten. Wenn ihr eine Quicheform benutzt, einfach nur Backpapier bereitlegen.
(2) Den Teig vorbereiten. Dafür die Zutaten in eine große Schüssel geben und zuerst mit einem Löffel, dann mit Hilfe Eurer Hände verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und zur Seite legen. Den Teig auf einer großen, leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, so dass er in die Quicheform passt und auch die Ränder bedeckt sind. Den ausgerollten auf das Nudelholz rollen und mit dessen Hilfe in die vorbereitete Quicheform legen und leicht festdrücken. Den Teig mit einer Gabel öfter einstechen. Ein weiteres Stück Backpapier darauf legen und die Blindbackbohnen darauf verteilen. Auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen geben und 15 Minuten backen. Dann heraus holen und etwas abkühlen lassen. Die Blindbackbohnen entfernen (kann man gut aufheben und wieder verwenden).
(3) In der Zwischenzeit den Spargel putzen. Dafür die Enden abbrechen (dann bleibt nix holziges an der Stange) und dann schälen. Auf ein kleines Backblech oder Auflaufform legen. Leicht mit Salz und Zucker bestreuen und nachdem der Boden vorgebacken ist, den Spargel einschieben und ebenfalls 15 Minuten rösten. Herausnehmen.
(4) Während der Spargel röstet und der Boden etwas abkühlt, den Guß vorbereiten. Dafür den Schmand mit den Eiern und den Kräutern verrühren, Käse unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf dem vorgebackenen Boden gießen.
(5) Den Spargel ansprechend auf dem Guß verteilen und etwas eindrücken. Die Quiche auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und 35-40 Minuten backen.

Herausholen und etwa 15-20 Minuten abkühlen lassen.

Genießen!

Perfekte Vorspeise für ein Frühlingsmenü – Spargelsalat mit Tomaten-Kräuter-Vinaigrette

Endlich ist es warm und fühlt sich richtig wie Frühling an! Die Vögel zwitschern, die Bäume sind schön grün, die Blumen blühen in den Gärten, meine Erdbeeren im Balkonkasten auch. Und der Spargel ist auch auf dem Höhepunkt seiner Saison!

Wie gerne würde ich mal ein frühlingshaftes Menü für Gäste zaubern, aber da ich meist alleine esse, begnüge ich mich mit den einzelnen Komponenten, die ich dann eben als Hauptgericht esse *g*

Diesen Salat bereitete ich zu, weil Jeanette von „Cuisine Violette“ im 130. Blogevent vom Kochtopf nach frühlingshaftem Genuss fragt. Und definitiv gehört Spargel für mich zum Frühling. Früher mochte ich nur die grüne Variante, mittlerweile auch die weiße sehr gerne. Spargel kann man ja auch gut einfrieren (schälen und einfach die rohen Stangen in den Kälteschlaf schicken), was ich in meinem ersten Jahr mit Tiefkühlschrank auch gemacht habe, alleine hatte ich außerhalb der Saison überhaupt keine Lust darauf. Ich hab ihn dann kurz vor dem Start der neuen Saison im darauffolgenden Jahr gegessen und gelernt, dass es sich für mich nicht lohnt so hochsaisonale Zutaten einzufrieren. Auch Rhabarberkuchen zu backen, käme mir außerhalb seiner Saison nicht in den Sinn …
Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Aber zurück zum Spargelsalat. Es finden sich ja schon einige Rezepte zum königlichen Gemüse hier im Blog und ich wollte gerne was neues präsentieren. Fündig wurde ich im Buch „Wochenmarkt“ von Elisabeth Raether, in dem etliche ihrer ZeitMagazin-Kolumnen nach Jahreszeiten sortiert, versammelt sind. Ein wirklich schönes Buch! Und darin schwärmt Frau Raether von einem Rezept mit von Mr. Ottolenghi. Und mit Ottolenghi macht man ja nie was verkehrt! Das Rezept ist auch relativ fix gebastelt, braucht keine super exotischen Zutaten und macht echt was her, sowohl auf dem Teller als auch auf der Zunge! Ich sag Euch, so ein geiler Scheiß! Großartigst! Den Salat MÜSST ihr dringend ausprobieren!

Spargelsalat mit Tomaten-Kräuter-Vinaigrette und Ziegenkäse

Zutaten für 4 Portionen als Vorspeise oder 2 als Hauptgang:
1/2 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 EL Balsamico
2 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
Salz
500 g grüner Spargel
1 EL Petersilie
1 EL Dill
1 EL Minze
200 g Tomaten
Pfeffer
100 g Ziegenfrischkäse

(1) Die rote Zwiebel häuten und fein würfeln, in ein Schüsselchen geben. Die Knoblauchzehe ebenfalls häuten und mit dem Messer zerdrücken. Zusammen mit dem Balsamico, Weißweinessig und Olivenöl zu den Zwiebeln geben, etwas salzen, gut verrühren. Zur Seite stellen.
(2) Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Vom Spargel die Enden abbrechen. Den Spargel in das kochende Wasser geben und 2 Minuten kochen. Abgießen und mit kalten Wasser abschrecken. Trocken tupfen.
(3) Die Kräuter fein hacken und zur Vinaigrette geben. Die Tomaten halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch fein würfeln. Gut mit dem restlichen Dressing verrühren und mit Pfeffer abschmecken.
(4) Eine Grillpfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die möglichst trockenen Stangen quer zu den Rillen in die Pfanne legen. Von beiden Seiten grillen bis sie Grillspuren haben und köstlich duften.
(5) Die Spargelstangen auf Tellern arrangieren, die Tomaten-Kräuter-Vinaigrette darüber verteilen und den Ziegenfrischkäse drüber bröseln.

Genießen!

Quelle: Raether, E. (2015): Wochenmarkt. Die frischen einfachen Rezepte aus dem ZEIT Magazin. Bloomsbury. Berlin. p 64

All you need is: Homemade Würstchen im Mantel

Nein, nein, nicht gleich wieder wegklicken! Für diese Würstchen im Mantel braucht kein teures Zubehör. Die sind wirklich einfach zu machen. Vertraut mir! Aber der Reihe nach :-)

Am kommenden Wochenende steht ja wieder ein großes Fernseh-Event das geradezu nach Snacks schreit – der Eurovision Song Contest. Meine Liebe zu ihm begann erst spät während meiner Studienzeit, aber sie ist innig! Ich gucke den Grand Prix jedes Jahr und am liebsten in Begleitung, mit der man so richtig schön über die Teilnehmer, Trickkleider und Windmaschinen ablästern kann *g* Und natürlich gehört zum ESC ein vernünftiges Snack-Buffet. Normalerweise bin ich kein großer Snacker, ich hab am Tag meine drei Mahlzeiten (am Wochenende vielleicht noch ein Stück Kuchen am Nachmittag) und das reicht mir. Aber zu special occasion gibt es special foods, auch gerne etwas aufwendiger.

Auf der ungarischen Seite von „Streetkitchen“ sah ich ein Video zu selbstgemachten Sausage Rolls, also Würstchen im Schlafrock, wobei dort keine fertigen, rohen Würstchen benutzt werden wie gerne in England, sondern die Masse schnell selbst zusammen geknetet wird. Dafür braucht ihr nur Hack, Bacon und ein paar Gewürze. Und fertig gebacken, schmeckt es tatsächlich wie ungarische Kolbász! ♥ Wie viel doch Majoran, Speck und geräuchertes Paprikapulver ausmachen können! Großartigst! Und mit dem knusprigen Blätterteig drumrum – ein Traum! Die beste Mitumschülerin und ich waren wirklich äußerst angetan! Macht die unbedingt nach!

Homemade Würstchen im Mantel

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Dip:
2 EL Saure Sahne/Schmand
2 EL Mayonnaise
1 Knoblauchzehe
je 1/2 Bund Schnittlauch und Petersilie
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft

Für die Würstchen im Mantel:
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Scheiben Bacon
500 g Hackfleisch (gemischt oder Schwein)
1/2 TL Kümmel
1 TL getrockneter Majoran
1 TL geräucherter Paprika
Salz, Pfeffer
1 Rolle Blätter aus dem Kühlfach
1 Ei
Sesamkörner, Kümmelkörner zur Dekoration

(1) Als erstes den Dip zubereiten. Dafür den Schmand und Mayonnaise in ein Schüsselchen geben. Knoblauch häuten und fein hacken. Schnittlauch und Petersilie fein hacken. Alles unterrühren und mit Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft abschmecken. Abgedeckt in den Kühlschrank stellen bis die Blätterteigteilchen fertig sind.
(2) Den Ofen auf 180 !C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(3) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und beides fein würfeln. Den Bacon in Würfel schneiden. Alles zusammen mit den Gewürzen, Salz und Pfeffer zum Hackfleisch in einer Schüssel geben und gründlich durchkneten.
(4) Das Ei in einer Tasse verquirlen. Den Blätterteig auf einem großen Brett ausrollen. Den Teig längs halbieren. Die Hälfte der Würstchenmasse im vorderen Drittel der einen Teighälfte gleichmäßig verteilen, dass sie von einem bis zum anderen Ende reicht. Das obere Ende des Teiges mit dem Ei bepinseln und den Teig samt Würstchenmasse aufrollen. Die große Rolle in ca. 5 Stücke schneiden mit einem scharfen Messer. Die Oberseite der einzelnen Stücke noch mit einigen beherzten Schnitten einschneiden. Mit Ei bestreichen und Sesam oder Kümmel bestreuen. Mit der zweiten Hälfte der Zutaten genauso verfahren. (5) Die vorbereiteten Teilchen auf das Backblech setzen. Das Blech in die Mitte des Ofens schieben und 25-30 Minuten backen. Herausholen.

Etwas abkühlen lassen und zusammen mit dem Dip servieren.

Genießen!

Quelle: Streetkitchen.huKolbásztekercs

Und weil ich nicht die einzige mit einer Snack-Vorliebe zum Grand Prix bin, haben auch viele andere beim Event „All you need is: Snacks & Knabbereien zum ESC“ mitgemacht. Für noch mehr Ideen klickt doch einfach mal bei ihnen vorbei:

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