Archiv der Kategorie: Fleisch

Schnelles Hähnchen-Gyros

Wie steht ihr zu griechischer Küche? Mögt ihr sie? Ich war leider noch nie in Griechenland, aber dann doch schon ein paar mal in griechischen Restaurants ;-) Auf YouTube folge ich einem griechischen Koch, der einen dortigen Kochwettbewerb gewonnen hat und auf seinem Kanal unterschiedliche, aber natürlich auch viele griechische Rezepte vorstellt, die man getrost als authentisch bezeichnen kann, vorstellt. Eines davon war eben für ein Hähnchengyros (YouTube-Link), für das die Marinade selbstverständlich von Hand gemischt wurde. Sie besteht aus einfachen Zutaten, die nur zusammen in den Mörser oder kleine Küchenmaschine geschmissen werden, schnell fein verarbeiten, mit dem Fleisch vermischen und es kann sofort, ohne extra Marinierzeit, in die Pfanne wandern.

Der Geschmack dieses Gyroses ist wirklich großartig! Zart und würzig, schön frisch durch den Zitronenanteil und den Koriander. Nein, das Fleisch entwickelt keine seifigen Züge dadurch, Koriandersamen schmecken ganz anders als das Kraut. Keine Angst, liebe Korianderverabscheuer! Und es ist so wunderbar vielfältig einsetzbar, dass es sich auch gut zum Mealpreppen eignet. Klar, es geht die klassische griechische Variante in einer kleinen Pita-Tasche mit frischem Gemüse oder mit Reis und Tzatziki als Beilage, aber ich kann mir die Fleischstreifen auch gut in einem Tortillafladen mit Avocado und anderer Rohkost vorstellen oder anderem Sandwichbrot. Natürlich funktioniert das Gyros auch als Beilage zu einem frischen, bunten Salat.

Lasst Eurer Phantasie freien Lauf und macht aber dringend dieses Hähnchen-Gyros nach!

Schnelles Hähnchen-Gyros

Für die Marinade:
1 kleine Knoblauchzehe
1 TL Korianderkörner
1 TL getrockneter Thymian
1 EL geräuchertes Paprikapulver
1 Prise Chiliflocken
1/2 Zitrone, Schale und Saft
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

300 g Hähnchenfleisch
(Brust oder ausgelöste Keule)

(1) Die Marinade zubereiten. Dafür den Knoblauch häuten und fein reiben. Dann zusammen mit den Korianderkörnern, Thymian, Paprikapulver, Chiliflocken, der Schale und 2 EL Saft der Zitrone, etwas Salz und Pfeffer in einem Mörser (oder elektrischen Zerkleinerer) mit dem Stößel bearbeiten, bis es einigermaßen fein ist. Das Olivenöl unterrühren und zur Seite stellen.
(2) Das Hähnchenfleisch in dünne Streifen schneiden. In einer Schüssel mit der Marinade gut vermischen, bis jedes Stück Fleisch von der würzigen Marinade ummantelt ist.
(3) Eine Pfanne richtig heiß werden lassen. Die Fleischstreifen in 1-2 Portionen hinein geben. Innerhalb von 3-4 Minuten goldbraun braten. Dabei nicht so oft wenden, lieber länger auf einer Seite liegen lassen, damit es knusprig und braun wird. Zum Schluss 1 TL Zitronensaft drüber träufeln. In eine Schüssel geben und mit der zweiten Portion genauso verfahren.

Entweder auf einer Platte mit Pita-Brot, Tomaten- und Zwiebelscheiben anrichten, passt wunderbar in Tortillafladen oder als Sandwichfüllung. Auch Reis und mit frischem Salat als Beilage wunderbar!

Genießen!

Quelle: Akis Petretzikis – Quick chicken gyro

In Bacon gewickelter Mais vom Grill mit Salat

Steht Ihr auch so sehr auf Mais, wie ich? Das erwähnte ich ja bestimmt schon öfter. Wenn Saison ist, wie jetzt gerade, koch ich ihn mir ganz oft zum Abendbrot. Und da bin ich ganz puristisch! Er wird einfach in kochendes Wasser mit einer Prise Zucker geworfen und dann in 10-15 Minuten zart gegart. Warum Zucker fragt Ihr Euch, wo Mais an sich doch schon relativ süß ist? Aber Salz macht die Maiskörner irgendwie hart, wohingegen sie beim Zucker zart bleiben. Aber letztens sah ich beim ungarischen Lieblingsyoutubekanal wie Kinga Mais in Bacon gewickelt gegrillt hat. Und ich saß einigermaßen sabbernd vorm Tablet.

Mais war noch im Kühlschrank, Bacon und Kräuterbutter auch. Es hielt mich nichts mehr auf! Und OH! MEIN! GOTT! ist das Zeug geil! Großartigst! Werde ich jetzt öfter so machen :-D Und empfehle es Euch auch dringend! Wenn Ihr keine Lust habt, Kräuterbutter selbst zu klöppeln, geht auch gekaufte, aber mit selbstgemachter ist schon besser :-)

So und jetzt ab mit Euch Mais und Bacon besorgen und fix in die Küche! Hopp, hopp!

Gegrillter in Bacon gewickelter Mais

Zutaten für 2 Portionen:
1 großer Maiskolben
Prise Zucker
2 EL Kräuterbutter
6 Scheiben Bacon

(1) Als erstes den Mais kochen. Dafür einen Topf mit Wasser und der Prise Zucker zum Kochen bringen. Den Mais in der Mitte durchbrechen und in das kochende Wasser geben. Ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser wieder kocht, 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Je jünger und frischer der Mais, desto weniger Zeit benötigt er. Der Mais aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen.
(2) Entweder habt ihr einen Grill fertig gemacht oder heizt jetzt eine Grillpfanne auf mittelhoher Hitze vor.
(3) Je 3 Scheiben Bacon etwas überlappend auf einem Brettchen auslegen. Den Mais mit der Kräuterbutter einschmieren. Die Maisstücke in den Bacon wickeln.
(4) Den Bacon-Mais mit der Nahtseite nach unten in die Grillpfanne oder auf den Grill legen. Wenn die Seite auf der Hitze schön braun und knusprig ist, ein Stückchen weiter wenden. Insgesamt dauert es 15-20 Minuten.

Es passt zu einem frischen bunten Salat oder als Grillbeilage.

Genießen!

Quelle: nach Street KitchenBaconbe tekert grillezett kuorica

Gefüllte Schmorgurken mit Kirschtomaten-Sahne-Sauce überbacken

Ich bin ja überrascht, aber momentan finde ich in meinem Studenten-Rewe beim Büro regelmäßig Schmorgurken. Und kaufe sie auch regelmäßig, weil SCHMORGURKEN! Große Schmorgurken-Liebe hier! Nur irgendwie kennt die junge Generation die köstlichen Dinger nicht mehr. Jedes einzelne Mal werde ich an der Kasse vom Kassiererlein (und es ist jedes mal wer anders) gefragt, ob das eine Zucchini sei. Nein, eine Schmorgurke. Ich erkläre dann gerne was das ist und grob, was man damit so köstliches anstellen kann. Nicht so ausführlich, wie ich könnte, es warten ja doch immer noch andere Kunden hinter mir ;-)

Also Schmorgurken! Natürlich werden sie hier regelmäßig angebraten und dann mit Ei drüber gestockt, zum Abendbrot gegessen. Und auch eine Schmorgurkenpfanne vegetarisch oder mit Hack oder Speck sind natürlich gern gesehen auf meinen Tellern. Aber was Neues schadet auch nicht und so begab ich mich auf die Suche. Fündig wurde ich auf der Seite von Rewe. Mit Hack gefüllte Schmorgurke sollte es werden, die mit einer Kirschtomaten-Sauce überbacken wird. Hörte sich spannend an und ist auch schnell vorbereitet. Während die Sauce auf dem Herd köchelt, heizt der Ofen vor und die Schmorgurken werden gefüllt. Effizientes Arbeiten spart Zeit und Energie. Und lecker ist es auch sehr! Wunderbar herzhaft mit einer fruchtigen Sauce und dazu das milde Aroma der warmen Gurken. Großartig!

Überbackene Schmorgurke mit Hack und Tomaten

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittlere Schmorgurke
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zweiglein frischer Rosmarin
1 Zweig frischer Thymian
150 g Kirschtomaten
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Schlagsahne
250 g Rinderhack
1 kleines Ei
2-4 EL Paniermehl
100 g Feta

(1) Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittlere Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Die Gurke schälen, der Länge nach halbieren und mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen. In die Auflaufform legen. Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Die Kirschtomaten halbieren. Die Blättchen der Kräuter vom Stiel streifen und fein hacken.
(3) Das Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs darin anschwitzen bis sie glasig sind. Tomaten und Kräuter hinein geben, die Sahne dazu schütten. Salzen und pfeffern. Etwa 15 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen. Abschmecken. Falls die Sauce etwas zu dick wird, ein bisschen Sahne angießen.
(4) Während die Sauce kocht die Gurkenfüllung zubereiten. Zum Hackfleisch die restliche Zwiebel und Knoblauch geben, ebenso das Ei und Paniermehl. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gut verkneten. In die beiden Gurkenhälften füllen.
(5) Die Kirschtomaten-Sauce über die Gurken gießen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten garen. Den Käse abtropfen lassen und grob zerbröseln. Den Käse nach der Zeit über den Gurken verteilen und weitere ca. 25 Minuten überbacken lassen.

Dazu passt frisches Ciabatta oder Fladenbrot.

Genießen!

Quelle: Überbackene Schmorgurken mit Hack und Tomaten

Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Oha! Bohnenwoche schon Tag 4 und bleiben wir bei einer Zubereitung im Ofen. Dieses Mal möchte ich Euch einen typisch ungarischen Auflauf zeigen. Mir ist tatsächlich erst mit dieser Bohnen-Variante aufgefallen, dass viele der ungarischen Aufläufe nach demselben Prinzip gebastelt werden (Gemüsesuppen übrigens auch), obwohl ich schon einige Rezepte auf dem Blog habe… Sie beinhalten immer gekochten Reis, ein schnelles Gulasch aus Hackfleisch, das vorgegarte Gemüse der Wahl (gerne auch mit Blumenkohl oder Wirsing) und zum Schluss eine Schicht aus Schmand. Diese kann pur bleiben oder mit noch mehr Paprikapulver verfeinert werden. Und weil das Gericht aus so eindeutigen Komponenten besteht, kann es auch gut vorbereitet werden. So hab ich das Hackgulasch schon am Tag vorher geschmurgelt, damit das frisch gekaufte Fleisch nicht schlecht wird. Die Bohnen und Reis hab ich am Morgen gekocht, so dass ich mittags nur noch den Auflauf schichten und in den Ofen schieben musste. Sehr kräfteschonend und einfach! Aber natürlich kann die geneigte Leserschaft wie unten beschrieben auch alles in einem Rutsch durch kochen :-)

Die Buschbohnen hatte ich mit der Biokiste bestellt, diesmal fielen sie etwas dicker und mit reiferen Bohnen aus. Sie waren aber trotzdem total zart nach dem Kochen. Ich musste mich mal wieder zusammen reißen, nicht alle Bohnen so aufzuessen *g* Dieses Mal habe ich den Reis mit dem fertigen Gulasch vermischt, habe aber auch Rezepte gefunden, in denen der Reis extra geschichtet wird. Das überlasse ich Eurer Vorliebe :-) Und ich muss sagen, ich bin immer wieder überrascht, wie köstlich so einfache ungarische Alltagsküche ist. Das würzige Gulasch passt wunderbar zu den milden, aber sehr aromatischen Bohnen und durch das Mischen von Reis und Gulasch hat der Reis das schöne Paprikaaroma angenommen. Probiert diesen Auflauf gerne mal aus, Ihr werdet es nicht bereuen!

Ungarischer Bohnen-Hack-Auflauf – Rakott zöldbab

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Grüne Bohnen (Buschbohnen)
150 g Langkornreis
Salz
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Öl
300 g Hackfleisch nach Wahl
Salz, Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 EL Tomatenmark
1 + 1,5 EL Paprikapulver edelsüß
200 ml Wasser
6 EL Schmand
1,5 EL Mehl
1+ 1,5 EL Paniermehl
Butter/Öl für die Auflaufform

(1) Von den Bohnen die Enden entfernen und je nach Größe halbieren oder dritteln. In kochendem Salzwasser in 10-15 Minuten (je nach Größe) bissfest garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.
(2) Entweder danach im selben Topf (um Abwasch zu sparen) oder gleichzeitig in einem anderen Topf den Reis nach Packungsanweisung bissfest garen. Zur Seite stellen.
(3) Während die Bohnen und Reis kochen, das Gulasch zubereiten. Dafür die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Das Öl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zugeben, etwas salzen und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten weich dünsten. Auf hohe Hitze schalten und das Hack zufügen. Zerteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und goldbraun-krümelig braten. Kümmel und Tomatenmark zufügen und mit anrösten, dann mit 1 EL Paprikapulver bestreuen, gut verrühren und wenn es anfängt zu duften, mit dem Wasser ablöschen. Deckel drauf und etwa 20 Minuten bei geringer Hitze schmoren.
(4) Während das Hackgulasch köchelt, den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittelgroße Auflaufform (etwa 26×16 cm) einfetten und mit 1 EL Paniermehl ausstreuen. Den Schmand mit dem Mehl und den restlichen 1,5 EL Paprikapulver klümpchenfrei verrühren.
(5) Jetzt geht es an das Schichten des Auflaufs. Das Gulasch mit dem gekochten Reis vermischen. Eine Hälfte der Bohnen auf den Boden der Form geben. Dann die Gulasch-Reis-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Zum Schluss die zweite Hälfte der Bohnen in einer Lage verteilen. Zum Schluss das Schmandgemisch auf die Bohnen streichen und mit dem restlichen Paniermehl bestreuen.
(6) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 40 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Herausnehmen und etwa 15 Minuten abkühlen lassen, damit er sich besser schneiden lässt.
Dazu passt wunderbar eingelegtes Gemüse (z.B. Kovi ubi oder türkisch fermentiertes Gemüse), Weißkohl- oder Gurkensalat.

Genießen!

Brathähnchen aus dem Slowcooker

Lange keine Rezept für den Slowcooker mehr gezeigt, oder? Und um ehrlich zu sein, hab ich ihn auch schon länger nicht mehr benutzt, aber das könnte ich ja mal wieder ändern. Besonders gerne erinnere ich mich an das Brathähnchen aus dem Slowcooker vom letzten Jahr. Ich mag so im Ganzen gegartes Huhn schon sehr gerne, aber irgendwie wird es mir im Ofen öfter trocken, weil ich es aus Angst, dass es innen noch roh ist, zu lange drin lasse.

Da dachte ich, im Slowcooker passiert zu trockenes Fleisch ja eher selten, vielleicht kann man ein ganzes Brathuhn auch darin garen. Es fehlten mir noch die ungefähren Zeiten im Slowcooker, die ich nach ein wenig Recherche auch fand. Dort wurde auch der Tipp gegeben, etwas festes Gemüse auf den Boden des Slowcookers zu legen, damit das Huhn nicht im eigenen Saft badet und das Huhn mit der Brustseite nach unten zu legen. Dadurch fließen die austretenden Säfte und Fett durch das Brustfleisch und es bleibt saftig. Gelesen, getan.

Als Würzung nahm ich das Cajun-Gewürz, das mir zum Geburtstag geschenkt und verrührte es mit Öl, so dass es sich gleichmäßig verteilen ließ. Als Unterlage nahm ich Zwiebel und Zitrone, auf das dadurch noch etwas Würzung an das Huhn gelange. Ab in den Slowcooker damit (es passt wunderbar kuschelig) und auf HIGH garen. Pünktlich zum Mittagessen war es fertig. So zart, dass es beim Herausheben schon fast auseinander gefallen wäre, und supersaftig. Ich hab es schnell noch 15 Minuten im heißen Ofen nachgebräunt und – Tadaa! – wunderbarstes Brathähnchen! Wenn ihr einen Slowcooker habt, versucht das ruhig mal, es lohnt sich richtig und ist immer noch großartigst stressfrei!

Ganzes Brathähnchen aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:

1 ganzes Hähnchen (ca. 1,4 kg)
Salz
3 TL Cajun-Gewürz (oder anderes Gewürz nach Wahl)
4 TL neutrales Öl
1 große Zwiebel
1 Bio-Zitrone

Slowcooker: 3,5 l
Zeit: 3,5-5 Stunden auf HIGH, 8-9 Stunden auf LOW

(1) Die Zitrone waschen, die Zwiebel häuten. Beides in Achtel schneiden und gleichmäßig auf den Boden des Slowcookers legen. Das Öl mit dem Cajun-Gewürz verrühren.
(2) Aus dem Hähnchen etwaige Beutel mit Innereien raus holen, Wenn Flügel und/oder Beine mit Band oder Gummi befestigt sind, diese auch entfernen. Das Hähnchen ein bisschen von innen und außen salzen, dann von außen überall mit dem Gewürzöl einreiben.
(3) Mit der Brustseite nach unten in den Slowcooker setzen. Deckel drauf und bei HIGH 3,5-5 Stunden garen, bei LOW 8-9 Stunden. Bis die Temperatur im Schenkel so 85°C beträgt (mit einem Fleischthermometer messen).
(4) Zum Ende der Garzeit den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das fertige Hähnchen vorsichtig aus dem Slowcooker auf ein kleineres Backblech setzen und auf höherer Schiene noch 10-15 Minuten braten.

Genießen!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Irgendwie muss ich mal wieder ins regelmäßige Kochen kommen. Durch Urlaube und Besuche bin ich da irgendwie rausgekommen und ich kaufte einiges an unnötigem Fertigfutter bzw. ging auswärts essen. Das geht beides natürlich ins Geld. Selbst kochen macht doch mehr Spaß und ich weiß einigermaßen, was drin ist.

Um wieder Lust zu bekommen bieten sich ja einfache und einigermaßen schnelle Gerichte an, die ich auch noch am Tag nach einer Fortbildungschaffe zu basteln. Da bieten sich Rezepte aus dem „meine Familie & ich“-Heft „Lecker kochen mit nur 5 Zutaten“ an, aus dem ich schon einige Rezepte kochte. Sie sind was die reine Kochzeit angeht, manchmal sehr ambitioniert, aber wer knackige Zutaten mag, kommt damit hin. Nur ich mag mein Gemüse gerne etwas weicher (nein, nicht verkocht-matschig) und füge gerne ein paar Minuten Bratzeit hinzu. Aber ansonsten funktionieren die Rezepte wirklich gut!

Jedenfalls lachte mich das Rezept für Hackbällchen in Tomatensauce an, da zur Würzung der Bällchen Ajvar benutzt wird und das ganze im Ofen noch mit Feta überbacken. Und etwas mit Käse überbacken ist ja nie verkehrt, oder? Ich war etwas skeptisch, ob die Mini-Klopse ohne Ei oder Semmelbrösel zusammenhalten, aber überhaupt kein Problem. Schwupps waren die Klöpschen geformt und durch gebraten. In die Sauce sollten eigentlich nur Ajvar und eine Zwiebel, um die 5 Zutaten-Regel einzuhalten, aber das war mir zu wenig Gemüse und so schnippelte ich kurzerhand noch eine Zucchini mit rein, die definitiv wunderbar passte! Dazu habe ich mir Naturreis gekocht, aber ich kann es mir auch einfach mit frischem Brot, Couscous/Bulgur und einem grünen Salat vorstellen, wenn man Blattsalate mag. Das Gericht kann es ruhig öfters geben!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Zwiebel
1 mittelgroße Zucchini
250 g gemischtes Hackfleisch
1+1 EL Ajvar
Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
50 g Feta
einige Basilikumblätter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden, längs halbieren. Die Hälften nochmals längs halbieren und dann in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen.
(3) Das Hackfleisch mit 1 EL Ajvar, Salz und Pfeffer gut verkneten. Zu etwa walnussgroßen Bällchen formen. In der heißen Pfanne 8-10 Minuten von allen Seiten braten. Herausnehmen.
(4) Den Ofengrill auf 250°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(5) Die Zwiebelstreifen und Zucchini in die Pfanne geben, salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten bis sie etwas weicher sind. Die Tomatenstücke aus der Dose und 1 EL Ajvar dazu geben, etwas salzen und pfeffern. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Abschmecken. Die Hackbällchen kurz in die Sauce geben und ein wenig darin erwärmen. Alles in die Auflaufform geben und mit zerkrümeltem Feta bestreuen.
(6) Auf die oberst mögliche Schiene in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten grillen lassen bis der Käse ein bisschen gebräunt ist.

Gesamtzubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Dazu passt: frisches Brot, Reis, Couscous. Frischer Blattsalat.

Genießen!

Quelle: „meine Familie & ich“ books – Lecker kochen mit nur 5 Zutaten. p 6

Fleischreis mal anders oder Türkisches Moussaka ohne Schichten

Wenn ihr an Moussaka denkt, was kommt Euch als erstes in den Sinn? Ein Auflauf? Mit Kartoffeln, Auberginen und würziger Hacksauce? Dazwischen eine cremige Sauce und mit Käse überbacken? Richtig, das ist die griechische Variante. Und reichlich zeitaufwendig, wenn wir ehrlich sind. Auf meiner mittlerweile liebsten ungarischen Rezepteseite „Street Kitchen“ suchte ich nach Rezepten für die einsame Biokisten-Aubergine in meinem Kühlschrank.

Offtopic: Halten Auberginen länger im Kühlschrank oder sind sie, wie Tomaten, besser bei Raumtemperatur aufgehoben? *grübel* Weiß da jemand genaueres oder hat praktische Erfahrungen gemacht?

Angezeigt wurde mir bei „Street Kitchen“ ein Rezept für Türkisches Moussaka, was sich nach Lesen des Rezeptes als Hackfleischsauce mit Auberginen herausstellte. Ich war skeptisch, ob es wirklich so hieß, aber nach ein bisschen Recherche bestätigten mir einige Quellen, dass diese Variante wirklich türkisches Moussaka ist und eben ganz ohne zusätzliche Béchamel und Auflaufschichten auskam. Hey, so einfach lieben wir das doch! Ein Extraschritt ist noch dabei, nämlich das Backen der Auberginenwürfel im Ofen, aber wer möchte kann das auch schon einige Zeit vorher machen, die fertig gegarten Auberginen dann im Kühlschrank aufbewahren und eben beim Kochen einfach zur Sauce geben.

Und die Sauce schmeckt wirklich wunderbar. Angenehm würzig-tomatig mit cremigen Auberginenwürfeln. Dazu passt frisches Weißbrot, wie türkische Pide oder eben Reis, was es unserem Familienklassiker Fleischreis nicht unähnlich macht. Probiert es aus, es ist ein perfektes Samstagsessen und man kann die Sauce auch für eine klassische Moussaka in Auflaufform verwenden. Es lohnt sich!

Türkisches Moussaka

Zutaten für 4 Personen:
1 große Aubergine
1+1 EL Olivenöl
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
500 g Rinderhack
Salz, Pfeffer
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Cayennepfeffer
2 TL Tomatenmark
1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
250 g passierte Tomaten
200 ml Wasser

1 Bund glatte Petersilie

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Die Aubergine in mittelgroße Würfel schneiden und mit 1 EL Olivenöl mischen. In einer Schicht auf das Blech geben und ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
(2) Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und fein würfeln.
(3) Das restliche Olivenöl in einem größeren Topf erhitzen und das Rinderhack in 4-5 Minuten bei hoher Hitze anbraten. Salzen, pfeffern und die restlichen Gewürze dazu geben. Das Tomatenmark in den Topf geben und mit anbraten. Nach 2 Minuten die Zwiebel- und Knoblauchwürfel zugeben und so lange bei mittlerer Hitze braten bis die Zwiebeln beginnen zusammen zu fallen.
(4) Die Tomaten aus der Dose, passierte Tomate und Wasser zufügen. Nochmals ein bisschen Salzen und Pfeffern. Wenn die Sauce aufkochte, die vorgebackenen Auberginen zufügen. Deckel drauf und bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten schmoren lassen.
(5) Die Petersilie grob hacken. Die Sauce abschmecken, mit der Petersilie bestreuen und servieren.

Dazu passt frisches Weißbrot, Bulgur oder Reis.

Genießen!

Quelle: Street Kitchen – Török muszaka

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