Archiv der Kategorie: Resteküche

Sonntagsabendbrot – Schnelle, ungarische Kartoffelplätzchen

Sonntagabend – zugleich die schlimmste und die schönste Zeit der Woche. Ich schwanke immer zwischen „Wie jetzt? Das Wochenende ist schon vorbei?“ und „Yeah, was mag die neue Woche wohl Spannendes bringen?“. Ich finde, das ist die perfekte Zeit, um sich noch eine Kleinigkeit zu gönnen. Eben nicht nur schnödes Brot mit ’ner Käsescheibe drauf. Schon früher gab es sonntags sehr oft überbackene Schnitten zum Sonntagsabendbrot, also eine Brotscheibe belegt mit Salami, Kochschinken o.ä., dann ein wenig Obst drauf (Äpfelchen, Banane) und zum Schluss Käse. Das ganze wurde im Ofen überbacken und zur Perfektion gebracht mit ein paar Spritzern Worchestershiresauce *hach*

In ganz seltenen Fällen, wenn wir wirklich viel zu viele Kartoffeln zum Mittag gekocht hatten, wurden auch ungarische Kartoffelplätzchen gemacht, an die ich mich letztens wieder erinnerte, als etliche Kartoffeln übrig blieben. Zum Glück haben die meisten die Zutaten alle im Vorratsschrank: Salz, Ei, Mehl. Und so knetete ich vor zwei Wochen spontan den Teig. Weil es so wenig Kartoffeln waren nur mit einem Eigelb, wenn die geneigte Leserschaft das ganze mit mehr Ausgangsmaterial macht, könnt ihr natürlich ein ganzes Ei (und nicht zwei Eigelbe) verwenden. Die Mehlmenge richtet sich immer nach der Restfeuchtigkeit der Kartoffeln und der Größe des Eis. Ihr werdet schon beim Kneten merken, wann der Teig fertig ist und genug zusammenhält, um ausgestochen zu werden. Dabei ist aber wichtig nicht zu viel und intensiv zu kneten, weil der Teig sonst zäh und wieder klebrig wird. Das Ausrollen und Ausstechen geht auch schnell, das Braten dauert nicht ewig. Alles in allem habe ich für mein Essen vom ersten Zermanschen der Kartoffeln bis Hinsetzen-zum-Essen vielleicht 20 Minuten gebraucht. Und ich liebe diese Dinger! Zart, kartoffelig, fluffig und knusprig. Perfekte Resteverwertung und perfekter Wochenabschluss! *hach*

Gibt es bei Euch besondere Abendbrote? Welche Familientraditionen habt Ihr?

Krumplipogácsa – Ungarische Kartoffelplätzchen

Zutaten für 1 große Portion:
3-4 Kartoffeln, als Salzkartoffeln vorgekocht, abgekühlt
1 Eigelb
Salz
Prise Muskatnuss
3-5 EL Mehl
neutrales Öl zum Ausbacken

Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche

Zum Servieren:
Zucker und/oder Apfelmus
oder
Salz

(1) Als erstes alles bereit stellen. Die Pfanne auf den Herd stellen. Nudelholz und ein mittelgroßes Brett (hier aus dünnem Plastik) bereit legen. Ein Glas mit kleinerem Durchmesser oder einen runden Keksausstecher raussuchen.
(2) Die abgekühlten Kartoffeln mit einer Gabel fein zerdrücken. Mit Salz, Muskatnuss würzen und das Eigelb dazu geben. Nach und nach das Mehl zugeben und den Teig mit der Hand verkneten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist, der gut zusammen hält und sich ausrollen lässt. Vielleicht braucht ihr nicht das gesamte Mehl oder etwas je nachdem wie groß Euer Eigelb ist oder wie feucht die Kartoffeln noch waren.
(3) Soviel Öl in die Pfanne geben, dass der Boden bedeckt ist. Die Kartoffelplätzchen müssen nicht schwimmen. Auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen.
(4) Den Teig auf dem gut bemehlten Brettchen etwa 0,5-1cm dick ausrollen. Die Plätzchen ausstechen. Wenn Teig übrig bleibt, kurz neu verkneten und wieder ausstechen bis der gesamte Teig verbraucht ist.
(5) Die ausgestochenen Plätzchen in das heiße Öl geben, es sollte etwas zischen und Bläschen am Rand zu sehen sein. Von beiden Seiten goldbraun braten lassen. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Entweder pur mit Salz (ungarische Variante) oder mit Zucker und Apfelmus (deutsche Version) servieren.

Genießen!

Kleiner Snack – Mit Heidelbeeren gefüllter Armer Ritter

Ich habe ja nicht oft altbackenes Brot übrig, nicht weil ich so viel Brot esse, sondern weil ich es meist sofort einfriere und nur portionsweise für meinen Gebrauch auftaue. Aber manchmal passiert es doch und dann mache ich mir gerne Arme Ritter zum Sonntagsfrühstück. Ein bisschen gesunder werden sie wahrscheinlich, indem man einfach ein paar Beeren mit reinschmeißt. Und es fanden sich – oh Wunder! – tatsächlich doch ein paar frische Heidelbeeren in meinem Kühlschrank.

Etwas ähnliches hatte ich bei Jamie Oliver gesehen, der allerdings in eine dicke Scheibe Brot eine Tasche schnitt. Das war mir zu umständlich! Also flugs normal angefangen für Armen Ritter und einfach nur die getunkten Scheiben aufeinander legen und dazwischen ein paar Heidelbeeren verstecken. Durch die Ei-Milch-Tunke kleben die Brote ganz gut zusammen und fallen auch nicht auseinander, wenn man sie ein bisschen vorsichtig behandelt.

Und der Geschmack ist wunderbar! Knusprig cremiger Armer Ritter mit warmen, leicht aufgeplatzten, saftigen Beeren. Göttlich! Probiert es ruhig mal aus, geht wahrscheinlich auch mit gefrorenen Beeren, die geben dann nur ein bisschen mehr Saft ab.

Mit Beeren gefüllter Armer Ritter

Zutaten für 1 Portion:
2 Scheiben Weißbrot
1 Ei, verschlagen
1 Schluck Milch
1 handvoll Beeren (Heidelbeeren, Himbeeren etc.)
1/2 TL Butterschmalz
Zimt, Zucker zum Bestreuen

Das Ei mit der Milch gut in einem tiefen Teller verschlagen. Das Butterschmalz bei mittelhoher Hitze in einer kleinen Pfanne schmelzen. Eine Scheibe des Brot sich von beiden Seiten in der Ei-Milch-Mischung etwas vollsaugen lassen. Die zweite Scheibe Brot einlegen und ebenso verfahren. Die erste Scheibe in die Pfanne legen, die Beeren darauf verteilen und die zweite Scheibe drauf legen. Mit einem Kochlöffel gut andrücken. Bei mittlerer Hitze braten und wenn die Unterseite braun ist, vorsichtig umdrehen und von der zweiten Seite ebenfalls goldbraun braten. Darauf achten, dass nicht so viele Beeren rauskullern. Wenn es knusprig und goldbraun ist, kurz auf Küchenkrepp das überschüssige Fett aufnehmen lassen.

Zum Servieren mit Zimt und Zucker bestreuen.

Genießen!

Idee nach Jamie Oliver

Garantiert unauthentisch, aber lecker: Bohnen-Hähnchen-Curry

Spätsommer = Grüne Bohnensaison! Ich liebeliebeliebe sie! Wenn es etwas im elterlichen Garten gibt, was jedes Jahr angebaut wird, dann grüne Bohnen. Die gesamte Familie ist verrückt danach! Den ersten Schwung der reifen grünen Bohnen aus dem elterlichen Garten durfte ich nach dem Urlaub mit nach Göttingen nehmen. Yeah! Einen Teil habe ich natürlich zu den heißgeliebten Butterbohnen gemacht (Bohnen in Salzwasser kochen, abgießen, Butter drauf und durchschwenken, großartig), aber was mache ich mit dem Rest?

Irgendwie so ganz glücklich war ich mit keiner Variante, die ich in Kochbüchern fand und dann war da ja auch noch die halbe Zucchini und im Tiefkühler ein Stück Hähnchenbrust. Im Kühlschrank fiel mir die geliebte milde, indische Currypaste von Patak’s ins Auge. Hey, das wäre doch was. Authentisch geht anders, aber für leckere Alltagsküche ist das ein wunderbares Rezept! Und so ein Glas Currypaste gehört in jeden Kühlschrank finde ich, erleichtert manchmal einiges ;-)

Unauthentisches Bohnen-Hähnchen-Curry

Zutaten für 2 Portionen:
1 Hähnchenbrust (ca. 250 g)
250 g grüne Bohnen
1 Zwiebel
1 Möhre
1 kleine Zucchini
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
3 TL Curry-Paste (Schärfegrad nach Wahl)
1 TL Tomatenmark
200 ml Wasser (oder Brühe)

Zum Servieren:
gekochter Reis
Joghurt

(1) Alles vorbereiten. Das Hähnchenbrustfilet waschen, trocknen und in 1-2 cm große Würfel schneiden. Von den Bohnen die Enden abschneiden, je nach Größe halbieren oder dritteln und gut waschen. Die Zwiebel häuten und in dünne Halbringe schneiden. Die Möhre schälen und in feine Würfel schneiden.
(2) In einem Topf oder Pfanne mit Deckel das Öl erhitzen und die Hähnchenwürfel bei hoher Hitze rundum anbraten bis sie braun sind. Dabei salzen und pfeffern. Herausnehmen und in einer Schüssel zur Seite stellen. Im verbleibenden Öl die Zwiebel und Möhre bei mittlerer Hitze und mit Deckel ca. 10 Minuten andünsten lassen. Dabei öfter mal rühren und aufpassen, dass nichts anbrennt. Die Hitze wieder hochstellen und sowohl Currypaste als auch Tomatenmark zufügen und ca. 1 Minute anrösten lassen bis es duftet. Die Bohnen, Zucchini und angebratene Fleisch in den Topf geben mit der Brühe/Wasser ablöschen.
(3) Das Curry zugedeckt, ab dem Zeitpunkt wo es wieder kocht, bei mittlerer Hitze ca. 20-30 Minuten schmoren lassen. Die Bohnen und Zucchini sollten gar sein, aber noch nicht verkocht.

Zusammen mit dem Reis und einem Klecks Joghurt servieren.

Genießen!

Quark-Öl-Teig – Der perfekte Teig für spontanen Quiche-Hunger

Ich muss hier mal ein Geständnis loswerden: Ich bin ein Mürbeteig-DAU! Ich mag den Geschmack von Mürbeteig, aber irgendwie gelingt er mir nie richtig und nervt mich unglaublich! Beim Kneten, beim Warten während der Kühlzeit, Ausrollen. Nee, nee! Mürbeteig und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr! Und es ist ja auch echt hinderlich, wenn man spontan eine Quiche zum Abendessen basteln will und der Teig muss sich erst ’ne Stunde im Kühlschrank entspannen. Da hatte meine persönlich Backfee Frau Kochschlampe die perfekte Alternative: Quark-Öl-Teig. Und auch noch in der perfekten Menge für eine kleine Springform, deren Portionsgröße für zwei reicht. Was will ich mehr! Der Teig selbst ist in 10 Minuten fertig und darf sofort ausgerollt und in der Springform vorgebacken werden. Dann nur noch schnell die Füllung vorbereiten und ab in den Ofen mit dem Schätzchen.

Quark-Öl-Teig

Zutaten für 2 Portionen/18 cm Springform:
50 g Quark
2 EL Öl
2 EL Milch
100 g Mehl
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver

getrocknete Erbsen/Bohnen/Linsen zum Blindbacken

(1) Den Ofen auf 175°C vorheizen. Den Boden einer kleinen Springform (18-20 cm) mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten.
(2) Die Zutaten in eine Schüssel geben und einen homogenen Teig kneten. Für die kleine Menge muss man wirklich keine Küchenmaschine dreckig machen. Den Teig auf einem Bogen Backpapier mit Hilfe des Nudelholzes ausrollen und in die Springform legen. Das Backpapier bleibt oben auf dem Teig. Jetzt die Blindbackbohnen darauf geben und für 10 Minuten mittlere Schiene im Ofen vorbacken.
(3) Herausholen. Die Blindbackbohnen vorsichtig entfernen (können wieder verwendet werden) und den Teig etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Füllung fix vorbereiten.

Quelle: Kochen für SchlampenKürbis-Schafskäse-Quiche

Heute möchte ich Euch zwei verschiedene Füllungen vorstellen. Beide mit Zucchini, weil ja doch manchmal ein Zucchini-Überschuss herrscht, wenn auch nicht mehr unbedingt Ende November *g* Aber ich mag Zucchini ganz gerne, sie haben ein sehr feines Aroma und sind vielseitig einsetzbar. Ich weiß gar nicht, wie man sie nicht mögen kann! Quiche Nummer 1 ist zusätzlich noch mit Paprika, die weg musste und wurde mit frischem Thymian gewürzt. (So ’ne Quiche ist ja auch einfach eine wunderbare Möglichkeit, um einsame Reste aus dem Kühlschrank zu verwerten.) Eine schöne farbenfrohe Kombination, die von den Aromen her toll harmoniert!

Zucchini-Paprika-Quiche

Für 2 Portionen/18 cm Springform:
1 mittelgroße Zucchini
1  rote Paprikaschote
Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Schmand
100 g Emmentaler, gerieben
1 Ei
einige Zweiglein frischer Thymian

(1) Den Ofen vorheizen auf 175°C.
(2) Die Zucchini waschen, trocknen, längs vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Die Paprikaschote waschen, trocknen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Einen Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze anbraten bis die Zucchini leicht glasig sind. Salzen und Pfeffern. Das Gemüse auf dem vorgebackenen Quicheteig verteilen.
(3) Währenddessen schnell den Guss zusammenrühren. Dafür den Schmand mit Käse, Ei und den abgerebelten Blättchen des Thymians gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gleichmäßig über das Gemüse gießen.
(4) Auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und 40 Minuten backen lassen.

Herausholen, etwas abkühlen lassen.

Genießen!

Die zweite Quiche bastelte ich, weil von der besten Ärztin eine Monsterzucchini erbte, die mal wieder verwertet werden musste. Und weil mir nach ungarischem Essen war, dachte ich, ich könnte ja das Horroressen eines jeden ungarischen Schulkindes in anderer Form basteln: Kürbisgemüse mit Dill. Ich liebe es ja heiß und innig! Also wurde als Hauptzutat Zucchini angedünstet und in den Guss eine ordentliche Menge Dill gegeben. Und es schmeckte ganz wunderbar! Wie Tökfözelék, nur in fester Form. Großartig!

So eine Quiche ist doch immer wieder gut! Traut Euch ruhig mal ran, es ist nicht kompliziert und so vielfältig!

Zucchini-Dill-Quiche

2 mittelgroße Zucchini
1 kleine Zwiebel
Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer
150 g geriebener Gouda
100 g Schmand
1 Ei
3 TL fein gehackter Dill

(1) Ofen auf 175°C vorheizen (er sollte vom Vorbacken des Quark-Öl-Teigs schon warm sein).
(2) Die Zucchini halbieren und je nach Größe entkernen. Dann vierteln und in die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel häuten und ebenfalls in dünne Halbringe schneiden.
(3) Einen Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze andünsten bis sie glasig sind. Auf den vorgebackenen Boden geben.
(4) Während das Gemüse andünstet den Guss schnell zusammen rühren. Dafür den Käse mit Schmand, Ei und dem Dill gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gleichmäßig über das Gemüse in der Quicheform verteilen.
(5) Auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und 40 Minuten backen lassen.

Etwas abkühlen lassen.

Genießen!

Und vor lauter Quichebeschreiben habe ich jetzt wieder Lust auf eine. Ich befürchte, es wird eine nächste Woche auf den Essensplan wandern *g*

Würziger Hähnchensalat mit Ananas und Mais

Manchmal muss es schnell gehen, lange auf Arbeit gewesen, dringend noch einkaufen und die ganze Mischpoke komplett ausgehungert. Dann kaufen die Eltern schon mal ein Grillhähnchen vom Wagen. Letztens war es doch etwas viel, ich schaffe auch nur viertel Hähnchen, da bleibt dann immer was übrig. Aber wäre ja schade, den Rest wegzuschmeißen. Also hab ich flugs am nächsten Abend einen schnellen, würzigen Salat mit den Zutaten aus dem Kühlschrank gebastelt. Mir schwebten leicht süße Aromen vor, die aber auch noch ein würziges Gegenstück brauchten. Zum Glück fand sich Ananas und Mais im Vorratsschrank und im Kühlschrank ein frisches Stück Ingwer. Daraus lässt sich doch was basteln. Schnell mit Frau Mamas Hilfe die Zutaten vorbereitet. Die Sauce brauchte etwas Finetuning und musste tragischerweise öfter gekostet werden ;-) Noch etwas durchziehen lassen und fertig war der wirklich leckere Salat.

Ich kann nur sagen, geneigte Leserschaft traut Euch was! Überlegt welche Zutaten zu den vorhandenen passen würden, nach welcher Geschmacksrichtung Euch ist. Eher süß-mild oder würzig-indisch oder mediterran oder orientalisch? Habt Mut! Wenn man die einzelnen Grundzutaten schon mag, kann die Mischung (meist) nicht katastrophal schmecken :-) Und wenn es mal doch nicht perfekt sein sollte (Was ist schon perfekt beim ersten Mal?), dann einfach nochmal basteln und optimieren. Das macht wirklich Spaß!

Würziger Hähnchensalat

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 Grillhähnchen (Brust und Keule)
1 Frühlingszwiebel
1/4 Dose Mais
1/2 rote Paprikaschote
2 Scheiben Ananas aus der Dose

Für das Dressing:
150 g Joghurt
1 EL Ananassaft
1 TL scharfer Senf
1 TL frisch geriebener Ingwer
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß

(1) Das Hähnchen auseinanderpflücken. Knochen und Haut entfernen, das Fleisch in mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden. Die Frühlingszwiebel putzen und in Ringe schneiden. Den Mais abtropfen lassen. Die Paprika in kleinere Würfel schneiden. Die Ananas ebenfalls in Stücke schneiden. Alles in eine Schüssel geben.
(2) Das Dressing zubereiten. Dafür Den Joghurt mit dem Ananassaft, Senf und dem frisch geriebenen Ingwer vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver pikant abschmecken. Gut mit den Salatzutaten vermischen und etwa 30 Minuten durchziehen lassen.

Mit frischem Brot serviert

genießen!

Quelle: eigenes Rezept durch die akute Kühlschranklage

Flüssiges Letscho oder Tomaten-Paprika-Suppe

Endlich habe ich wieder etwas Zeit und Muße zum Kochen. Durch meinen Umzug wohne ich nicht mehr 48 km von der Schule entfernt, sondern nur noch 550 m. Wunderbar! So bleibt mittags auch noch Zeit eine Kleinigkeit zu kochen, wenn keine Reste übrig geblieben sind. Und ich habe endlich einen so großen, schönen Balkon (ohne afghanische Kochdüfte von Nachbarn *g*), dass sich regelmäßiges speisen auf demselbigen wirklich lohnt, also wenn die Sonne mitspielt. Vorgestern genoß ich dort eine Möhren-Stangensellerie-Tortilla mit original ungarischem Weißkohlsalat aus Vecsés (höchstberühmte Gegend in Ungarn für ihr Sauerkraut und überhaupt eingelegte Gurken und Kohl):

Für gestern holte ich noch ein paar Spaghetti Carbonara-Muffins aus dem Tiefkühler, die, während ich in der Schule saß, vor sich hin tauten. Aber mir war noch nach etwas suppigem. Und was passt besser als Tomaten zu Spaghetti. Eine 3/4 große Paprikaschote war auch noch im Kühlschrank, die vor sich hindümpelte. Passt doch! Damit die Suppe etwas Bindung kriegt, habe ich ein wenig Basmati-Reis mitgekocht.

Dafür, dass es so halb improvisiert war, ist die Suppe wirklich lecker geraten! Sie lässt sich auch noch verfeinern, streut ein paar geröstete Croutons drüber oder ein wenig Schmand. Ich schätze auch ein paar Baconstreifen oder gekrümelter Feta sind nicht zu verachten. Mich erinnerte sie geschmacklich ein wenig an mein heißgeliebtes Lecsó, aber das ist ja nicht das verkehrteste!

Und weil zufällig so überhaupt kein einziges tierisches Produkt seinen Weg in die Suppe fand – sowas passiert mitunter – darf es beim „tierfreitag“ der esskultur mitspielen.

tierfreitag

Tomaten-Paprika-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
1 Möhre
1 Stange Sellerie
1 Zwiebel
1 rote Paprikaschote
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
großzügige Prise Zucker
Salz, Pfeffer
1/2 Kaffeetasse Basmati-Reis
2 400 g Dosen Tomaten
1 Prise Chiliflocken (Pul Biber)
1 handvoll Basilikumblätter

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Möhre schälen und grob raspeln. Die Selleriestange entfädeln und fein würfeln. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und ebenfalls fein würfeln. Die Paprikaschote waschen, entkernen und in feine Würfel schneiden.
(2) In einem Topf (nicht unbedingt der kleinste) das Olivenöl auf mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel, Möhre, Sellerie und Paprika andünsten. Mit Salz, Pfeffer und der großzügige Prise Zucker würzen. Deckel drauf und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten. Dann die Knoblauchwürfel zugeben und etwa 1 Minuten mitdünsten bis er duftet. Den Reis mit den Tomaten zufügen. Eine der leeren Dosen mit Wasser auffüllen und dazu gießen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen.
(3) Nach der Zeit die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Kosten und eventuell nochmal mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Den feingeschnittenen Basilikum unterrühren.

Genießen!

Wer mag kann gerne noch Croutons drüber streuen oder etwas Schmand oder Ziegenfrischkäse drauf geben. Vielleicht passen auch ein paar geröstete Nüsschen? Eine schön vielfältige Suppe.

Asiatisch angehauchter Bratreis

Asiatischer Bratreis. Irgendwie kriegen das nur so chinesische Takeaways einigermaßen vernünftig hin mit ihren wirklich heißen Woks und der Erfahrung des täglichen mehrstündigen Wokkens. Aber sowas müsste doch zu Hause zu schaffen sein und das ganz ohne Glutamat in Pulverform! So mit der Zeit hab ich mir aus diversesten Quellen Tipps geholt, wie das Ergebnis gut werden kann.

  • Tipp Nr. 1: Der Reis muss schon am Tag vorher gekocht worden sein und über Nacht im Kühlschrank stehen.
  • Tipp Nr.2: Den Reis extra anbraten bevor man das Gemüse zubereitet. Dadurch kann der Reis schön knusprig und locker werden, selbst wenn er vorher etwas zusammen klebte.
  • Tipp Nr. 3: Wenn Proteine wie Hähnchenfleisch, Ei o.ä. gewünscht ist, diese auch extra anbraten und dann zum Schluss mit dem Gemüse und Reis verrühren.

Wenn man das beherzigt, kann ganz schnell ein wunderbares Gericht auf dem Tisch stehen. Und es ist so variabel. Das hier ist eine vegetarische Version mit etwas Ei, aber auch Hähnchen- oder Steakstreifen können vorher angebraten und wenn man organisiert ist, sogar noch mariniert werden. Genau so gut gehen aber auch Tofu-Würfel, die knusprig gebraten werden. Alles möglich! Beim Gemüse kann der geneigte Leser auch nach den eigenen Gelüsten (oder Kühlschrankinhalt) gehen. Was immer gefällt, ist erlaubt: Möhren, Paprika, Chinakohl, Wasserkastanien, Lauch/Porree, Sprossen, Chili. Nur bei der Grundwürze aus feingeschnittenen Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer würde ich nichts ändern. Laut Barbara, meiner China-Expertin im weltweiten Zwischennetz, scheint das die Standardwürzung bei chinesischen Gerichten zu sein. Natürlich können auch noch weitere Gewürze und Gewürzmischungen zugefügt werden.

Wunderbar vielseitig, wunderbar gesund, wunderbar schnell! Wie beim chinesischen Imbiss! Nee, eigentlich besser …

Asiatisch angehauchter Bratreis

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 Tasse roher Basmati-Reis, am Vortag gekocht
1 Möhre
1/2 rote Paprikaschote
1/2 Stange Porree/Lauch
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe
2 cm Ingwerknolle
2 Eier
Sojasauce
Zucker
Öl (neutrales Öl oder Perilla-Öl)
1 handvoll TK-Erbsen
1 handvoll TK-Mais (oder entsprechende Menge Dosenmais)
1 Prise Pul Biber

(1) Den Reis am Vortag kochen und in den Kühlschrank stellen. Natürlich kann auch übrig gebliebener Reis genutzt werden.
(2) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen, dritteln und in schmale Stäbchen schneiden. Die Paprikaschotenhälfte quer halbieren und ebenfalls in so dünne Streifen schneiden wie die Möhren. Den Porree in ca. 0,5 cm dicke Ringe schneiden. Die Frühlingszwiebel putzen, in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch häuten und fein würfeln. Vom Ingwer mit einem Löffel die Schale abschabe und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Die Erbsen und Mais in ein Sieb geben und mit heißem Wasser überspülen, damit das Gemüse etwas antaut. Gut abtropfen lassen.
(3) Die Eier gut verquirlen, mit Sojasauce und einer Prise Zucker würzen.
(4) Einen Wok oder große Pfanne stark erhitzen. Einen kleinen Schluck Öl darin heiß werden lassen und die Eimasse eingießen. Ohne zu bewegen fast komplett stocken lassen wie einen Pfannkuchen, dann mit einem Pfannenwender in kleine Stücke reißen. Fertig garen und aus der Pfanne nehmen.
(5) Nochmals einen kleinen Schluck Öl erhitzen und den kalten Reis zugeben. Unter Rühren den Reis erhitzen, kleine Klümpchen zerteilen und den Reis wieder fluffig werden lassen. Aus der Pfanne in eine Schüssel zurück geben.
(6) Nochmal einen Schluck Öl erhitzen und die Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer in der Pfanne geben. Bei hoher Hitze unter Rühren kurz anschwitzen. Dann die Möhrenstreifen hinein geben, 2 Minuten pfannenrühren. Dann die Paprika und Lauch zugeben und weiter rühren. Etwa 3 Minuten unter ständiger Bewegung dünsten. Dann mit einem großzügigen Schluck Sojasauce und der Prise Pul Biber würzen. Mais und Erbsen zufügen. Kurz mitbraten. Reis dazu geben und alles gut miteinander verrühren. Nochmal mit Sojasauce abschmecken und das Ei unterheben.

Auf zwei Tellern verteilen und

genießen!

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