Archiv der Kategorie: Salate

Gurken-Radieschen-Kartoffelsalat mit Schnitzelchen

Kartoffelsalat muss doch sein, oder? Ich meine, wer mag denn bitte keinen Kartoffelsalat? Es gibt so viele Variationen, dass es für jeden mindestens eine passende gibt – sei es mit Mayo oder ohne, sei es exotisch oder klassisch. Mir war letztens wieder nach Kartoffeln, auch weil die Kartoffeln im Vorratsschrank nicht unbedingt frischer wurden. Und im Kühlschrank lungerte noch ein grummeliger Gurkenrest rum, der endlich verbraucht werden wollte. Und weil Frühling ist, passen auch frische Radieschen wunderbar rein, die dieses mal auch wirklich scharf waren und nicht so lasch wie sonst. Der Clou waren die vom Rezept vorgeschlagenen gerösteten Mandelblättchen – ich hätte wirklich nicht erwartet, dass sie so gut zu dem Salat passen. Für’s warme Brühedressing benutzte ich scharfen, polnischen Senf, der seinem Namen alle Ehre macht und mal locker-flockig alle Bakterien in meiner Nase und Rachen wegätzte ;-)

Ein schön frischer, frühlingshafter Salat, der bestimmt auch gut zum Grillabend passt. Ich buk mir ein paar klassische Schnitzel aus – und wie das geht, wisst ihr ja spätestens seit dieser Anleitung ;-)

Gurken-Radieschen-Kartoffelsalat

Zutaten für 2-3 Portionen:
500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 Prise Kümmelkörner
1 kleine Zwiebel
3 EL Rapsöl
1/2 TL Zucker
125 ml Gemüsebrühe
1 TL scharfer Senf
1 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
1/3 Salatgurke
1/2 Bund Radieschen
1/2 Bund Petersilie
2 EL Mandelblättchen

(1) Als erstes die Kartoffeln in der Schale mit der Prise Kümmel in Salzwasser gar kochen. Je nach Größe 20-40 Minuten bis sie gar sind. Abgießen und etwas auskühlen lassen.
(2) Während die Kartoffeln abkühlen, das Dressing machen. Dafür die Zwiebel häuten und fein würfeln. In einem kleinen Topf 1 EL Rapsöl erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen, damit er etwas karamellisiert. Mit Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen lassen. Die Herdplatte ausstellen. Senf, Weißweinessig und restliches Öl gründlich unterrühren. Gut mit Salz und Pfeffer würzen.
(3) Die Kartoffeln pellen und in dünnere Scheiben schneiden. In einer Schüssel (in die später auch noch die Gurken und Radieschen passen müssen) die Kartoffelscheiben mit dem Dressing übergießen und vorsichtig, aber gründlich verrühren. 30 Minuten ziehen lassen.
(4) In der Zeit die Gurke und Radieschen waschen, gut trocknen. die Gurke halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Radieschen ebenso. Die Petersilie fein hacken. Die Mandelblättchen in einer trocknen Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Dabei stehen bleiben, das geht schneller als ihr denkt – zwei Sekunden nicht aufgepasst und die Mandeln sind schwarz. Die Gurken- und Radieschenscheiben mit der Petersilie unter den Salat rühren. Ein wenig ziehen lassen, abschmecken, ob noch Salz fehlt und dann mit den Mandelblättchen bestreut servieren.

Genießen!

Quelle: nach Kartoffelsalat mit Radieschen und Gurke

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Für den letzten Sonntag stand das Bepflanzen meiner Balkonkästen auf dem Plan. Endlich ist es warm genug, damit es Spießer-Geranien und Petunien und anderen hübschen Blümchen auf dem Balkon gut geht :-) Und weil mein Rücken nach so einer längeren Aktion nicht gerne noch stundenlang in der Küche steht, wollte ich was im Slowcooker machen. Da kam mir die Facebook-Seite von BBC Good Food gerade recht, die ihrer Gefolgschaft auf Facebook vegetarische Rezepte für den Slowcooker präsentierte. Und die Aubergine aus dem Slowcooker lachte mich sofort an!

Die Zutaten mag ich alle, in der Kombination hatte ich sie noch nicht und schon etwas sommerlich. Nun gibt es ja Leute, die der Aubergine sehr skeptisch gegenüber stehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen bisher einfach immer nur unzureichend gegarte Auberginen vorgesetzt bekommen haben. Wenn man der lila Eierfrucht wirklich Zeit gibt – sei es im Slowcooker oder im normalen Topf – wird sie cremig-zart mit wunderbarem Aroma. Ich kann nur jeden Auberginenskeptiker ermuntern, dem tollen Gemüse nochmal eine Chance zu geben.

Für diesen lauwarmen Salat wird das vorbereitete Gemüse roh in den Einsatz des Slowcookers geschichtet, gewürzt mit zusätzlich Korianderkörnchen und getrockneten Tomaten. Das gibt so ein richtig schönes Aroma zusätzlich zum Fenchel. Es duftet schon wunderbar aus dem Slowcooker, aber wenn die geneigte Leserschaft dann noch das frisch-würzige Dressing mit den Massen an Kräutern und Kapern darüber träufelt und mit dem salzigen Feta und knusprigen Mandeln bestreut – Ein Traum! Wirklich! Diesen lauwarmen Salat würde ich sofort als Vorspeise zu einem sommerlichen Menü servieren. Er macht wirklich was her, sowohl geschmacklich als auch optisch!

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Zutaten für 3 als Vorspeise (oder 2 als kleines Hauptgericht):
2 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Aubergine (ca. 250 g)
1 kleine Fenchelknolle
150 g Kirschtomaten
3 halbe sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl)
1 TL Koriandersaat
Salz, Pfeffer

Für das Dressing:
1/2 kleines Bund Petersilie
1/2 kleines Bund Schnittlauch
2-4 Stengel Basilikum
1 TL Kapern
1/2 Zitrone, Saft
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Bestreuen:
50 g Feta
25 g gehobelte Mandeln

Slowcooker: 1,5 Liter
Zeit: 3-4 Stunden auf HIGH oder 6-8 Stunden auf LOW

(1) 1 El Olivenöl in den Slowcooker geben. Die Zwiebel und Knoblauch häuten. Die Zwiebel in dünne Halbringe schneiden, den Knoblauch durch die Presse geben. Beides zu unterst in den Keramikeinsatz geben und miteinander verrühren. Den grünen Teil der Aubergine entfernen und sie längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem restlichen Öl bestreichen. Von der Fenchelknolle die äußere Schicht abmachen, halbieren, Strunk heraus und in dünne Streifen schneiden. Die getrocknete Tomaten ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Tomaten halbieren. Auf die Zwiebelmischung die Hälfte der Auberginenscheiben legen, die Hälfte des Fenchels, der frischen und getrockneten Tomaten verteilen. Mit Salz, Pfeffer und der Hälfte des Korianders würzen. Dann die zweite Hälfte der Zutaten genau so schichten. Deckel drauf und auf HIGH 3,5 bis 4 Stunden garen oder bis die Auberginen wirklich weich sind. (Wer mehr Zeit hat, kann gerne 6-8 Stunden LOW nehmen)
(2) Für das Dressing die Kräuter grob hacken und mit dem restlichen Dressing mit Hilfe eines Pürierstab oder Blitzhackers ein cremiges, würziges Dressing mixen.
(3) Die Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter öfterem Umrühren goldbraun rösten. Aufpassen, dass sie nicht verbrennen, das geht schneller als man denkt.
(4) Die Auberginen mit einem Schaumlöffel aus der Form holen (die Flüssigkeit aus der Form wäre zu viel für den Salat), nett auf einem großen oder mehreren kleinen Tellern anrichten. Das Dressing drüber träufeln, den Feta darüber zerkrümeln und mit den Mandelblättchen bestreuen. Servieren.

Genießen!

Quelle: BBC Good Food – Slow cooker aubergines

Für den 3,5 l Slowcooker einfach nur die Zutaten verdoppeln und die Kochzeit etwas verlängern.

Perfekte Vorspeise für ein Frühlingsmenü – Spargelsalat mit Tomaten-Kräuter-Vinaigrette

Endlich ist es warm und fühlt sich richtig wie Frühling an! Die Vögel zwitschern, die Bäume sind schön grün, die Blumen blühen in den Gärten, meine Erdbeeren im Balkonkasten auch. Und der Spargel ist auch auf dem Höhepunkt seiner Saison!

Wie gerne würde ich mal ein frühlingshaftes Menü für Gäste zaubern, aber da ich meist alleine esse, begnüge ich mich mit den einzelnen Komponenten, die ich dann eben als Hauptgericht esse *g*

Diesen Salat bereitete ich zu, weil Jeanette von „Cuisine Violette“ im 130. Blogevent vom Kochtopf nach frühlingshaftem Genuss fragt. Und definitiv gehört Spargel für mich zum Frühling. Früher mochte ich nur die grüne Variante, mittlerweile auch die weiße sehr gerne. Spargel kann man ja auch gut einfrieren (schälen und einfach die rohen Stangen in den Kälteschlaf schicken), was ich in meinem ersten Jahr mit Tiefkühlschrank auch gemacht habe, alleine hatte ich außerhalb der Saison überhaupt keine Lust darauf. Ich hab ihn dann kurz vor dem Start der neuen Saison im darauffolgenden Jahr gegessen und gelernt, dass es sich für mich nicht lohnt so hochsaisonale Zutaten einzufrieren. Auch Rhabarberkuchen zu backen, käme mir außerhalb seiner Saison nicht in den Sinn …
Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Aber zurück zum Spargelsalat. Es finden sich ja schon einige Rezepte zum königlichen Gemüse hier im Blog und ich wollte gerne was neues präsentieren. Fündig wurde ich im Buch „Wochenmarkt“ von Elisabeth Raether, in dem etliche ihrer ZeitMagazin-Kolumnen nach Jahreszeiten sortiert, versammelt sind. Ein wirklich schönes Buch! Und darin schwärmt Frau Raether von einem Rezept mit von Mr. Ottolenghi. Und mit Ottolenghi macht man ja nie was verkehrt! Das Rezept ist auch relativ fix gebastelt, braucht keine super exotischen Zutaten und macht echt was her, sowohl auf dem Teller als auch auf der Zunge! Ich sag Euch, so ein geiler Scheiß! Großartigst! Den Salat MÜSST ihr dringend ausprobieren!

Spargelsalat mit Tomaten-Kräuter-Vinaigrette und Ziegenkäse

Zutaten für 4 Portionen als Vorspeise oder 2 als Hauptgang:
1/2 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 EL Balsamico
2 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
Salz
500 g grüner Spargel
1 EL Petersilie
1 EL Dill
1 EL Minze
200 g Tomaten
Pfeffer
100 g Ziegenfrischkäse

(1) Die rote Zwiebel häuten und fein würfeln, in ein Schüsselchen geben. Die Knoblauchzehe ebenfalls häuten und mit dem Messer zerdrücken. Zusammen mit dem Balsamico, Weißweinessig und Olivenöl zu den Zwiebeln geben, etwas salzen, gut verrühren. Zur Seite stellen.
(2) Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Vom Spargel die Enden abbrechen. Den Spargel in das kochende Wasser geben und 2 Minuten kochen. Abgießen und mit kalten Wasser abschrecken. Trocken tupfen.
(3) Die Kräuter fein hacken und zur Vinaigrette geben. Die Tomaten halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch fein würfeln. Gut mit dem restlichen Dressing verrühren und mit Pfeffer abschmecken.
(4) Eine Grillpfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die möglichst trockenen Stangen quer zu den Rillen in die Pfanne legen. Von beiden Seiten grillen bis sie Grillspuren haben und köstlich duften.
(5) Die Spargelstangen auf Tellern arrangieren, die Tomaten-Kräuter-Vinaigrette darüber verteilen und den Ziegenfrischkäse drüber bröseln.

Genießen!

Quelle: Raether, E. (2015): Wochenmarkt. Die frischen einfachen Rezepte aus dem ZEIT Magazin. Bloomsbury. Berlin. p 64

Der große Glander – Cevapcici-Burger mit Ajvar und Krautsalat

Mögt ihr Bücher? Ich liebe Bücher! Gleich in der ersten Klasse besorgte Frau Mama mir einen Bibliotheks-ausweis und seitdem war ich sehr regelmäßig dort anzutreffen. Es war auch zu praktisch, nur 10 Minuten zu Fuß von unserer Wohnung entfernt und unsere Stadtteilbbliothek hatte eine riesige Auswahl. Dort lernte ich die Mumins kennen und lieben, Schokolowski, der schokoladeliebenden Bernhardiner oder verschlang die Bücher über die Abenteuer des kleinen Nicks. Seitdem hat sich mein Geschmack etwas weiter entwickelt (Aber ich lese immer noch gerne Kinderbücher *g*) und zur Bücherliebe kam die Liebe zum Essen dazu. Im Idealfall verbindet sich beides in einem Buch. So lese ich gerne Sachbücher über kulinarische Themen, wie von Michael Pollan, aber auch Fiktion in der Essen eine große Rolle spielt. (Sonst bin ich eher der Romantyp…)

Wer da besonderes Talent hat, beides zu verbinden, ist Stevan Paul, dessen bisherige Bücher (sowohl die Kochbücher- als auch Fiktion) ich nur so verschlang. Letzten Herbst erschien dann sein erster Roman „Der große Glander„, in dem es um einen jungen aufstrebenden Künstler der Eat-Art-Bewegung der Anfang 90er Jahre geht, der plötzlich verschwindet. Etliche Jahre später glaubt ein Kunstkritiker ihn in einem Restaurant erkannt zu haben und folgt seinen Spuren. Dabei wird natürlich über Essen geschrieben, über ziemlich viel sogar.


© mairisch verlag

Und dazu veranstaltet der mairisch Verlag eine #glanderblogparade. Es wurden die insgesamt 48 Gerichte des Buches aufgezählt mit kurzen Textpassagen aus dem Buch, zu denen sich Blogger dann anmelden konnten, um das Gericht zu kochen. Den Link zum Rezept samt Bild schickt der Blogger dann an den Verlag, der alles online zusammenstellt. So gibt es für den geneigten Leser des Buchs eine schöne bebilderte Zusammenfassung aller im Roman auftauchenden Gerichte, die natürlich auch gerne nachgekocht werden dürfen. Ich entschied mich für die Balkan-Küche, vertreten durch Brankos Ćevapčići-Burger, die mir als halber Ungarin natürlich sehr entgegen kommt. Im Roman sind einige Vorgaben zum Ajvar gemacht worden in Form einer fruchtigen Süße durch Rosinen, auch sollte es pikant sein, was es bei mir nicht wurde, weil das hier schreibende ungarische Halbblut kein scharfes Essen verträgt, aber ihr könnt gerne ein wenig Chili mit ins Ajvar geben. Jedenfalls entsteht daraus eine sehr angenehm würzige Sauce, die zu vielerlei, nicht nur Cevapcici passt. Für die Cevapcici orientierte ich mich an einem Rezept aus der arte Sendung „Zu Tisch in Serbien“, das wirklich sehr pur gehalten ist und ich nur um eine Winzigkeit Paprikapulver ergänzte. In der Grillpfanne wurden die Hackfleischröllchen dann auch wunderbar knusprig von außen. An den Krautsalat, die Gemüsekomponente des Burgers, gab es nur die Vorgabe des Kümmels, was sich bei mir aber fast von alleine versteht, so von wegen verbesserte Verdauung *g* Das Rezept von Plachutta stellte sich als ideal heraus: leicht säuerlich, würzig, nicht zu saucig und trotzdem saftig. Den Salat werde ich ab sofort öfter machen!

Klar, um so einen Burger mit seinen ganzen Komponent selbst zu machen, braucht es schon ein bisschen, meine Vorbereitungen haben sich über zwei Tage gezogen, wobei ihr das Ajvar und den Krautsalat schon an einem Tag vorbereiten könnt und dann am Tag des Essens nur noch die Cevapcici bratet und rohen Komponenten für den Burger vorbereitet. Also alles in allem kein Zauberwerk. Und das Ergebnis ist es sowas von wert! Würzige Sauce, knackiger Salat, knusprig-herzhafte Hackfleischröllchen dann zusammen mit dem frischen Brötchen und den mild-knackigen roten Zwiebeln. Ein Traum!

Ćevapčići-Burger

Zutaten für 2 hungrige Burgeresser:

  • 2 große Brötchen
  • hausgemachtes Ajvar
  • Krautsalat
  • Ćevapčići
  • 1/2 Rote Zwiebel in Ringen
  • ein wenig Feta zerkrümelt

Fruchtiges Ajvar

Zutaten für 500 ml:
1 kg rote Spitzpaprika
1/2 Aubergine
2 EL Rosinen
50 ml Apfelsaft
1 rote Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
Neutrales Öl
Salz, Pfeffer
Essigesszenz

optional: Chiliflocken

(1) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Die Aubergine (den Rest der gerösteten Aubergine andersweitig verwenden, zum Beispiel für göttlichen Auberginen-Kavier) an einigen Stellen mit einem spitzen Messer einpieken. Alles in einer Schicht auf das Backblech geben. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 45-60 Minuten rösten. Die Paprikaschoten sollten schwarze Blasen haben, die Aubergine schrumpelig und weich sein.
(3) Die Rosinen mit dem Apfelsaft ein Glas geben und zur Seite stellen.
(4) Alles vom Blech in eine Schüssel geben, mit einem Deckel oder Folie abdecken und etwa 1 Stunde abkühlen lassen. Wenn man das Gemüse anfassen kann, die Aubergine halbieren und das Fruchtfleisch der einen Hälfte in eine Schüssel kratzen. Von den halben Paprikaschoten mit den Händen die Schale abziehen (geht ganz einfach jetzt) und das Fruchtfleisch samt Saft in der Schüssel sammeln.
(5) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel mit einem Schluck Öl in einen kalten kleinen Topf geben, etwas salzen. Die Flamme unterm Topf auf mittel stellen und die Zwiebeln in etwa 20 Minuten weich dünsten. Ab und zu umrühren. Den Knoblauch und die Rosinen ohne den Saft zugeben und einige Minuten mitdünsten lassen. Mit dem Apfelsaft ablöschen und das Paprika- und Auberginenfruchtfleisch (wer mag, jetzt auch die Chiliflocken) zugeben. Deckel auflegen und bei mittelkleiner Hitze etwa 20 Minuten dünsten lassen. Ab und an umrühren, damit nichts anbrennt.
(6) Die gesamte Masse in einen Standmixer geben und mit Hilfe eines Stabmixers fein pürieren. Zurück in den Topf geben und bis zur gewünschte Konsistenz bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Hier waren es etwa 10 Minuten. Mit Salz, Pfeffer und der Essigesszenz pikant abschmecken.

In ein heiß ausgespültes Glas geben, die Oberfläche glatt streichen und mit Öl begießen.

Passt wunderbar zu Gegrilltem, Bratwurst, Klops oder auch nur auf’s Käsebrot. Auch als Dip zu Gemüsesticks stelle ich mir Ajvar sehr nett vor.

Quelle: nach „Der große Glander“ und der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Herzegowina.

Krautsalat

Zutaten für 2-4 Portionen:
600 g Spitz- oder Weißkohl
Salz
60 ml Wasser
3 EL Apfelessig
1 TL Kümmel, ganz
6 EL neutrales Öl

(1) Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen und den Strunk entfernen. Entweder mit einem scharfen Messer in wirklich feine Streifen schneiden oder eine Küchenmaschine benutzen. Den Kohl salzen und einige Minuten kräftig kneten, bis er zusammen fällt und Saft austritt. 1 Stunde ziehen lassen. Danach die Kohlstreifen zwischen beide Hände nehmen und richtig gut ausdrücken. In eine kleinere Schüssel geben. Das übrige, salzige Kohlwasser wegschütten.
(2) Das Wasser mit dem Apfelessig und dem Kümmel in einem kleinen Topf aufkochen und über den Kohl gießen. Das Öl darüber geben und alles gut verrühren. Noch eine Weile ziehen lassen.

Genießen!

Quelle: Plachutta, E., Plachutta, M. (2012): Der goldene Plachutta. Brandstätter Verlang. Wien. p 71

Ćevapčići – Cevapcici

Zutaten für 10 Stück:
350 g Rinderhack
1/2 TL Natron
Salz, Pfeffer
1 TL Paprikapulver, edelsüß

(1) Das Hackfleisch mit den Zutaten gut verkneten. Eine Portion Teig zwischen den Händen länglich formen und mit den Fingern zusammendrücken, so dass ihre Abdrücke zu sehen sind. Auf einem Teller ca. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
(2) Eine Grillpfanne auf hoher Temperatur heiß werden lassen. Die Ćevapčići von allen Seiten einige Minuten braten bis sie gar sind.

Quelle: nach der App „Cuisine d’ARTE“ – Zu Tisch in Serbien.

Wenn alle Komponenten fertig sind, den Burger zusammen stellen: Das Brötchen längs halbieren, die Ober- und Unterseite mit Ajvar bestreichen. Auf die Unterseite eine Portion Krautsalat legen, die frisch gebratenen Cevapcici darauf legen. Ein paar Zwiebelringe und Fetakrümel verteilen und mit der Brötchenoberseite bedecken.

Mit Wonne genießen!

 

Wir retten das Brunch – Rosa Rote Bete-Heringssalat

Unsere Rettungstruppe feiert wieder Geburtstag! Heute vor drei Jahren ging die erste Rettungsaktion zum Thema Liptauer an den Start, initiiert von der „Giftigen Blonden“ und der „Turbohausfrau„. Seitdem wurden viele unterschiedliche Sachen, auch hier auf dem kleinen Blog gerettet.

Zum diesjährigen Jubiläum wollen wir das Brunch retten. Wer mag Brunchen? Ich muss gestehen, ich bin da nicht so der große Fan von, weil ich zum Frühstück nicht allzu viel esse und auch nicht der Typ bin, der andauernd, wenn auch nur Kleinigkeiten, isst. Aber mal ist es ganz nett. Erst Recht, wenn die Sachen selbst gemacht sind und nicht aus dem Supermarkt kommen. Und was gehört so auf ein Brunch-Buffet? Nun ist ein Brunch ja eine Mischung aus Frühstück (BReakfast) und Mittagessen (lUNCH), dementsprechend vielfältig ist die Auswahl: typische Frühstückssachen wie Eier (Rührei, gekocht, Omelett), diverse Brotsorten, Aufschnitt, Käse, Marmelade, Dessertartige wie Quarkspeisen, aber auch Warmes wie Cremesüppchen, Quiche (groß oder klein), gebratene Würstchen, Bacon etc. Vielfältigkeit rockt!

Für unser Rettungsbrunch bringe ich einen Heringssalat mit. Irgendwie hat es sich eingebürgert, dass auf den Buffets unserer Familie zu Feiertagen, z.B. Silvester, immer Heringssalat steht. Diesmal wollte ich eine etwas andere Variante mit Roter Bete ausprobieren, die auch noch ein wenig Farbe auf den Tisch bringt. Neben der Farbe bringt die Rote Bete auch noch eine angenehme Süße mit, die wunderbar mit der Säure des Bismarckherings harmoniert. Jetzt kann man Rote Bete ja vorgegart im Supermarkt kaufen, aber um ehrlich zu sein, schmeckt mir die Variante nicht wirklich. Am liebsten kaufe ich frische Rote Bete-Knollen, die ich dann in Alufolie gewickelt im Ofen garen. Sie lassen sich danach sehr leicht schälen und ihr Aroma ist nochmal ein komplett anderes, viel komplexer und angenehmer.

Der Salat ist auch schnell gemacht. Und prinzipiell kann er auch sofort gegessen werden, ich mag ihn aber durchgezogen lieber. Eine Nacht im Kühlschrank schadet ihm nicht und macht die Arbeit für’s Brunch auch weniger aufwendig am entsprechenden Morgen.

Rosa Rote Bete-Heringssalat

Zutaten für 4-8 Portionen je nach Mahlzeit:
1 gegarte mittelgroße Rote Bete
1/2 Apfel
2-4 Gewürzgurken (je nach Größe)
1 kleine Zwiebel
250 g Bismarckheringsfilets (Abtropfgewicht)
2 EL Gewürzgurkenwasser
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
1 TL Zucker
4 EL neutrales Öl
3-4 EL Schmand
1 Bund Dill

4 Eier, gekocht

Am Tag vorher beginnen!

(1) Die Rote Bete in kleinere Würfel (0,5-1cm) schneiden. Vom Apfel das Kerngehäuse entfernen und ebenso wie die Gewürzgurken auf die Größe der Roten Bete würfeln. Die Zwiebel pellen und fein würfeln. Alles in eine mittelgroße, verschließbare Schüssel geben.
(2) Die Flüssigkeit von den Bismarckheringen abgießen. Ein Doppelfilet herausnehmen. Die dünne Haut abziehen und das Filet in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit den restlichen Filets genauso verfahren und zu den restlichen Zutaten in die Schüssel geben. Gut durchrühren.
(3) In einer separaten kleinen Schüssel das Gurkenwasser mit dem Senf, Salz, Pfeffer und Zucker gründlich verrühren. Unter Rühren das Öl einlaufen lassen, zum Schluss den Schmand einrühren. Das Dressing unter den Salat rühren. Abdecken und mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
(4) Den Dill waschen, trocknen und fein hacken. Unter den Salat rühren.

Den Salat zusammen mit den gekochten Eiern servieren. Dazu passt frisches Brot oder auch Pellkartoffeln als Mittagessen.

Quelle: nach So nach GefühlRoter Heringssalat

Wer mag, kann dem Rettungstrupp auch gerne auf Facebook folgen, einfach dort klicken: Wir retten, was zu retten ist. Dort könnt ihr die bisherigen Rettungen sehen und gleich

Und was steht sonst noch auf dem nett gedeckten Tisch? Hier die Beiträge der anderen Teilnehmer: (die Links werden natürlich nachgereicht – Endlich! Sorry, war ein bisschen stressig hier mit Bewerbungen schreiben und einigen Terminen, die dringend erledigt werden mussten)

Französischer Salat zu Heiligabend oder jede andere Party

Wir haben zwar schon Februar, aber weiter geht es jetzt mit der Festtagsberichterstattung, weil da doch einige Gerichte bei waren, die ich der geneigten Leserschaft vorstellen möchte.

Frau Mama beschloss, dass es Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen geben soll, weil das so schön unaufwendig ist. Nun gut, mir ist es etwas zu wenig feierlich, aber wer bin ich Frau Mama zu widersprechen ;-) Aber damit wenigstens ein bisschen blogbares Material rumkommt, einigten wir uns auf unseren Familienkartoffelsalat und Französischen Salat, den ich nur von ungarischen Feierlichkeiten wie Geburtstags- oder Schulabschlussfesten im Familienkreis kenne. Früher fand ich ihn nicht so prickelnd, mir war es immer zu viel Mayonnaise, die den Geschmack von den ganzen anderen, einfachen aber durchaus köstlichen Zutaten überdeckt hat. Aber seit ich mich so ein bisschen an Mayo gewöhnte, meine eigene gelingsichere, eifreie Version mache und die Zutaten alle frisch vorbereite, mag ich den auch sehr gerne. Nur die Familie musste noch mit einem Praxistest überzeugt werden …

Das Rezept habe ich ein wenig abgewandelt nach dem überaus geschätzten „Österreich vegetarisch“, indem ich noch ein bisschen Apfel ergänzte (ja, ist in der Variante meiner Cousine tatsächlich drin) und ein bisschen an den Mengen der Zutaten schraubte. Sie erschienen mir doch ein bisschen zu wenig für vier Portionen … Es ist einfach und schnell zubereitet, die geneigte Leserschaft sollte nur ein wenig Zeit zum Durchziehen einplanen. Dann schmeckt der französische Salat einfach besser! Frau Mama und ich waren begeistert, der Rest der Mischpoke hielt sich lieber an den Familienkartoffelsalat *g*

Und so sah ein Ausschnitt der Realität an Heiligabend bei uns aus: Schüssel mit Rest Französischem Salat und einer großen Schüssel von Herrn Papa ausgebackenen Schnitzelchen :-)

Französischer Salat

Zutaten für 4 Portionen:

Für das Dressing:
1 Portion eifreie Mayonnaise
Spritzer Worcestersauce
1 EL Schmand
Salz, Pfeffer

Für den Salat:
ca. 250 g gekochtes Gemüse in Würfel geschnitten
(z.B. Karotten, Petersilienwurzeln, Sellerie)
ca. 200 g festkochende Kartoffeln, gekocht, gepellt, in Würfel
1/2 Apfel, gewürfelt
4 EL TK-Erbsen, kurz gekocht
Salz, Pfeffer
Spritzer Zitrone

Zum Garnieren:
Cocktailtomaten
Kresse

(1) Die Mayonnaise zubereiten. Dann die Mayo mit dem Schmand und der Worcestersauce vermischen. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.
(2) Das Gemüse mit den Kartoffeln, Apfelwürfeln und Erbsen vermischen, die Salatsauce unterrühren. Eventuell mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken.
(3) Etwas ziehen lassen. Mit Kresse und Tomätchen garnieren.

Dazu passen Frikadellen jeglicher Couleur, Paniertes aus Fleisch oder Gemüse.

Genießen!

Quelle: Seiser, K., Neunkirchner, M. (2012): Österreich vegetarisch. Brandstätter Verlag. Wien. p222

Den Rest des Abends verbrachten wir gemütlich: neben dem obligatorischen Weihnachtsmärchen, probierten wir Zwergs Geschenk aus *g* Ein spaßiges Spiel, dass wir als Kinder in Ungarn schon liebten :-)

Drei-Komponenten-Salat: Fenchel plus Orange plus Olivenöl

Große Salatesser sehen anders aus als ich. Irgendwie bin ich kein großer Rohköstler, gegart bekommt mir Gemüse einfach besser. Aber manchmal habe auch ich Lust auf Salat und dann gerne auf richtige Gemüse und nicht unbedingt einzelne grüne Blätter ;-) Im Winter ist es eher häufiger das Verlangen nach Fenchel mit Orange, ein Klassiker! Und dieser Salat ist so schnell gemacht und besteht, abgesehen von Salz und Pfeffer nur eben aus drei Zutaten. Und ist auch ganz schnell gemacht, nur die Fenchelstreifen sollten wirklich nicht allzudick sein. Natürlich könnt ihr den Salat auch mit dünn geschnittener roter Zwiebel und ein paar Nüsschen erweitern, aber auch so simpel ist er schon sehr köstlich!

Einfachster Fenchel-Orangen-Salat

Zutaten für 2 Portionen:
1 größere Fenchelknolle
1 Orange
Salz, Pfeffer
1-2 EL Olivenöl

Den Fenchel putzen und in dünne Streifen schneiden, die grünen Triebe aufbewahren. Mit Salz und Pfeffer bestreuen und per Hand einige Minuten durchkneten bis er weicher wird. Die Orange filettieren, die Orangenfilets je nach Größe halbieren, dritteln oder ganz lassen. Den restlichen Saft aus der massakrierten Orange über dem Salat ausdrücken. Das Olivenöl drüber geben und gut verrühren. Die grünen Fencheltriebe fein hacken und über den Salat streuen.

Genießen!

%d Bloggern gefällt das: