Archiv der Kategorie: Salate

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Süßkartoffeln in der Biokiste *seufz* Ich mag Süßkartoffeln, aber bin da manchmal – nein, eigentlich häufig – ideenlos. Bei Instagram kochte Jette von „Lanis lecker Ecke“ vor einiger Zeit mal einen lauwarmen Salat aus gebackenen Süßkartoffeln und Chorizo. Und das lachte mich sehr an, weil ich auch gerade Chorizo im Kühlschrank hatte, die ich nicht nur pur auf’s Brot essen wollte. Also die Süßkartoffeln fix geschält und grob gewürfelt, die Chorizo in feinere Scheiben und alles für 20 Minuten in den Ofen. Leider ist das zu lange für die Wurstscheibchen und sie wurden fast alle puptrocken. Ich habe wie Jette auch keinen Basilikum in den Salat getan, weil ich es mir ebenfalls nicht vorstellen konnte, aber trotzdem fehlte irgendwas. Während ich kauend am Schreibtisch saß, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Rucola. Bringt Frische, aber auch die nötige Schärfe und ein bisschen Bitter als Kontrapunkt zur Süße des Gemüses. Also fix Süßkartoffeln besorgt und eine Woche später den Salat nochmal für eine Kollegin und mich gemacht. Diesmal hab ich die Wurstscheiben auch erst nach der Hälfte der Süßkartoffelbackzeit in den Ofen gegeben, so dass sie zwar schon ein bisschen ihres Fetts an die Süßkartoffeln ausgelassen haben und knusprig wurden, aber eben nicht komplett ausgetrocknet. So wollen wir das!

Und der Salat ist es wirklich Wert gemacht zu werden! Cremige Süßkartoffeln (die werden ohne Frittieren einfach nicht knusprig) mit knusprig-würzigen Chorizoscheibchen, dazu dann die Frische der Frühlingszwiebel und die süßliche Säure der Tomaten. Großartigst! Er ist ziemlich schnell gemacht, besteht nur aus einfachen Zutaten und ihr müsst keine komplizierten Zubereitungsschritte können. Ihr werdet ihn mögen!

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Zutaten für 2-4 Portionen:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
Salz, Pfeffer
1 + 4 EL Olivenöl
125 g Chorizo am Stück
(oder ungarische Kolbász)
2 Frühlingszwiebeln
2-4 Tomaten (je nach Größe)
2 EL Balsamico-Essig
1 Prise Zucker
1 kleines Bund Rucola

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Auf das Blech geben. Salzen, pfeffern, 1 EL Olivenöl drüber geben. Mit den Händen gut vermischen, die Süßkartoffelwürfel gleichmäßig verteilen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten backen, bis sie weich und braun sind.
(3) Währenddessen die Chorizo in dünnere Scheiben schneiden und dann halbieren. Nach 10 Minuten Backzeit über die Süßkartoffelwürfel geben. 10 Minuten mitbacken lassen. Wenn die Süßkartoffeln weich sind und die Wurst leicht knusprig, herausnehmen und in eine Schüssel geben.
(4) Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, trocknen, in grobe Würfel schneiden. Beides zu den Süßkartoffeln geben.
(5) Den Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren. Dann die übrigen 4 EL Olivenöl unterrühren. Die lauwarmen Salatzutaten gut damit vermischen.
(6) Zum Schluss den Rucola waschen, trockenschleudern und grob hacken. Unter den Salat rühren und sofort servieren.

Wenn ihr den Salat mit auf Arbeit nehmen wollt, den Rucola noch nicht hinein geben, sondern den Salat in ein Glas füllen und den gehackten Rucola oben auf legen. Erst zur Mittagspause verrühren.

Genießen!

Quelle: nach Lanis lecker EckeSüßkartoffel-Chorizo-Salat

Ein Salat für die kalte Jahreszeit – Schwarzkohlsalat mit Roter Bete und Walnüssen

Kennt ihr Schwarzkohl, auch Cavolo nero genannt? Nee? Ich bislang auch nicht, aber dann sah ich ihn im Angebot meines Biokisten-Dealers „Lotta Karotta“ und konnte nicht umhin 400 g in meine folgende Kiste zu packen! Neue, unbekannte Gemüsesorten probiere ich immer noch zu gerne aus :-)

Gut, Schwarzkohl also! Aber was damit anstellen? Wie wäre es mit einem einfachen lauwarmen Salat zum Testen? Mit wenigen Zutaten, damit der Geschmack nicht verfälscht wird. Ich habe zwar schon öfter Rezepte gesehen, in denen, vornehmlich amerikanische Menschen Grünkohl und Konsorten als Rohkostsalate verarbeitet haben, das ist mir dann doch ’ne Nummer zu hart. Aber leicht angebraten mit ein wenig Knoblauch, Zitronensaft als Säure und ein paar Walnüsschen konnte ich es mir gut vorstellen. Und weil noch gekochte Ringelbete aus dem elterlichen Schrebergarten rumlag, wanderte die auch noch mit rein.

Der Salat war wirklich wunderbar! Und das sage ich, die eigentlich nicht der weltgrößte Salatliebhaber ist… Der Geschmack des Cavolo neros ist allerdings milder als der von deutschem Grünkohl, nicht so sehr kohlig. Und er muss auch nicht so lange gegart werden, so 10 Minuten braten in der Pfanne sind ausreichend. Die Erdigkeit und Süße der gekochten Roten Bete passt wunderbar dazu und auch der angebratene Knoblauch. Den richtigen Gegenspieler dazu bietet die spritzige, fruchtige Säure der Zitrone. Damit müsst ihr nicht geizen und wenn es doch zu viel geworden sein sollte, einfach eine Prise Zucker oder etwas Honig zufügen.

Es lohnt sich nach dem Schwarzkohl Ausschau zu halten, ich habe schon ein nächstes Rezept in petto und hoffe auf eine lange Saison, in der ich noch ein bisschen was ausprobieren kann!

Schwarzkohlsalat mit Roter Bete und Walnüssen

Zutaten für 2 Portionen:
400 g Schwarzkohl
2 Knoblauchzehen
2 + 2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
evtl. Prise Zucker
1-2 gekochte Rote Bete
1 handvoll Walnüsse

(1) Den Schwarzkohl waschen und trocknen. Die großen Rippen rausschneiden und den Kohl längs in etwa 1cm breite Streifen. Die Knoblauchzehen häuten und fein würfeln.
(2) Eine Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen. 2 EL Öl darin erhitzen und die Schwarzkohlstreifen zufügen. Salzen, pfeffern. Unter regelmäßigem Rühren zusammen fallen lassen und noch so 5 min braten lassen. Dann die Knoblauchwürfel zufügen und kurz mitbraten lassen bis sie duften.
(3) Währenddessen die Rote Bete in gefällige Würfel oder Scheiben schneiden.
(4) Wenn der Knoblauch mit angedünstet ist, die Hitze unter der Pfanne ausstellen. Den Zitronensaft und das restliche Öl über den Kohl geben. Kosten, ob noch Salz und Pfeffer fehlen. Wenn es zu sauer ist, ruhig eine Prise Zucker dazu streuen. Die Rote Bete unterrühren, so dass sie noch von der Resthitze was abbekommt.

Auf Tellern anrichten und mit zerkrümelten Walnüssen bestreuen.

Genießen!

Blog-Event CLV – Mezze: Türkischer Weißkraut-Möhrensalat

Im „Kochtopf “ wird wieder ein Blog-Event ausgetragen. Juhuu! Dieses Mal möchte Susan von „Labsalliebe“ eine grandiose Mezze-Tafel. Nein, natürlich soll nicht jeder eine komplette Tafel mit nahöstlichen Köstlichkeiten füllen (darf es aber gerne *g*), es reicht wenn eine Kleinigkeit mitgebracht respektive gebloggt wird und wir so eine große, virtuelle Orient-Party feiern können.

In einer der letzten Biokisten hatte ich einen schönen Spitzkohl drin, aber wusste lange nicht, was ich damit anstellen soll. Nach ungarischen Krautnudeln war mir bei der Hitze nicht und Sauerkraut ansetzen zu anstrengend. Aber der Kohl wurde ja auch nicht besser im Gemüsefach. Beim Blättern im hochgeschätzten Buch „Türkei vegetarisch“ fiel mir der Weißkohl-Möhren-Salat auf. Und so ein türkischer Coleslaw passte gut als Beilage zu meinen weiteren Essensplänen für’s Wochenende. Dieser Salat besteht nicht nur aus Kohl, Möhren und Mayo, wie gefühlt die amerikanische Variante – nein! – der hier wird mit Walnusskernen und Dill verfeinert. Die Sauce bleibt dabei aber sehr einfach mit einem Hauptanteil türkischem/griechischem Joghurt und einer Winzigkeit Mayonnaise. Weil ich gerade keinen Joghurt da hatte, aber dafür einiges an Schmand, habe ich einfach den benutzt :-) Rezepte sind zum Variieren da, nicht?

Den gesamten Weißkraut-Möhren-Salat kann ich Euch nur wärmstens ans Herz legen! Er ist schnell gemacht, besteht aus Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt und er braucht keine Ruhezeit, kann also sofort genossen werden. Passt super zu Gegrilltem, Frikadellen jeglicher Couleur, herzhaften Aufläufen oder einfach so zum Abendbrot. Ein paar Tage hält er sich auch gut im Kühlschrank! Großartiger Salat!

Blog-Event CLV - Mezze (Einsendeschluss 15. August 2019)

Türkischer Coleslaw mit Walnüssen

Zutaten für 6-8 Portionen:
500 g Weiß- oder Spitzkohl
1/2 EL Salz
2 kleine Möhren
2-3 Stengel Dill
80 g Walnusskerne
150 g 10%iger Joghurt (oder Schmand)
2 EL Mayonnaise
Prise Pfeffer

(1) Den Kohl putzen, dafür die äußeren unschönen Blätter entfernen und den Strunk raus schneiden. Den Kohl fein schneiden oder hobeln. Mit dem Salz bestreuen und den Händen kräftig mehrere Minuten durchkneten, damit er mürbe und saftig wird. 10-15 Minuten stehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die Möhren schälen und grob raspeln, die Walnusskerne grob und den gewaschenen, getrockneten Dill fein hacken. Den Joghurt mit der Mayonnaise verrühren.
(3) Alles zum Kohl geben, mit etwas Pfeffer würzen und gut vermischen.

Mit ein paar Walnüssen und Dill garnieren. Kann sofort serviert werden.

Genießen!

Quelle: nach Tancgil O., Tancgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 132

Kartoffel-Bohnen-Salat nach ligurischer Idee

Die Bohnensaison ist in vollem Gange, also die der frischen Bohnen, egal ob Stangen- oder Buschbohnen. Habt ihr noch andere Sorten im Garten stehen? VIelleicht Feuerbohnen oder die Borlotti-Variante? Lasst ihr sie ausreifen, um Saatgut für’s nächste Jahr zu gewinnen? Ihr merkt, ich liebe Bohnen! Meine Eltern hatten auch schon immer eine nicht unerhebliche Anzahl an Quadratmetern ihres Schrebergartens den Buschbohnen verschrieben. Aber irgendwie wurden daraus immer nur Butterbohnen, also simpel in Salzwasser gekocht und dann Butter drüber. Ist zwar immer noch mein allererstes Essen in der Bohnensaison, aber es gibt noch sooo viel mehr, was man mit den länglichen Geschmacksbomben anstellen kann. Jetzt sind hier auf dem Blog schon viele Rezepte, geht mal einfach über die Suche, aber irgendwie haben sich in letzter Zeit so viele neue, leckere Gerichte angesammelt, dass ich prompt mal eine Themenwoche „Grüne Bohnen“ angesetzt habe. Ihr werdet also von heute bis Freitag jeden Tag eine neue bohnige Köstlichkeit präsentiert bekommen. Seid gespannt!

Zum Start zeige ich Euch einen schön frischen Kartoffel-Bohnensalat. Es gibt ja den Klassiker der ligurischen Küche, bei dem unter die Nudeln auch noch Kartoffeln und Grüne Bohnen mit Pesto gemischt werden. Sonst bin ich ja kein Fan von Kohlehydrate plus Kohlehydrate, aber das Gericht mag ich echt gern. Nun hatte ich köstliche Böhnchen aus dem elterlichen Schrebergarten mitgenommen und irgendwas sollte damit passieren. Und auch der Basilikum auf dem Balkon wucherte und wurde nicht gänzlich von nimmersatten Räupchen gefressen. Warum also nicht alles zu einem Kartoffelsalat nach der ligurischen Grundidee kombinieren, nur eben ohne die Pasta.

Gesagt, getan! In einer essen & trinken las ich noch den Tipp, Basilikumblätter vor der Verarbeitung zum Pesto zu blanchieren. Das wurde durch kurzes Eintauchen in das kochende Bohnenwasser glatt ausprobiert und tatsächlich war das Dressing danach hübsch dunkelgrün und unglaublich basilikumpfeffrig. Den Trick merke ich mir!

Der Salat an sich war dann auch total köstlich! Die Kombination mit Kartoffeln, Bohnen und dem frischen Dressing war großartig und schmeckte auch noch am nächsten Tag im Büro! Zum Grillen geht er bestimmt auch gut.

Und weil ich ja finde, dass Paniertes am allerbesten zu Kartoffelsalat passt, gab es bei mir ausgebackenen Patisson, den ich heiß und innig liebe! (Auch wenn die Stücke hier auf dem Teller eher nach Fisch aussehen *g*)

Kartoffel-Bohnen-Salat nach ligurischer Idee

Zutaten für 3 Portionen:
1 Zwiebel
Salz
1 Prise Zucker
3+3 TL Weißweinessig
500 g grüne Bohnen
5 mittlere Kartoffeln
Prise Kümmelkörner
3 handvoll Basilikum
Pfeffer
1 EL neutrales Öl
6 EL Olivenöl
Schluck Wasser

(1) Die Zwiebel häuten, in feine Würfel schneiden und in ein Schälchen geben. Mit einer Prise Salz, Zucker und 3 TL Weißweinessig verrühren und marinieren lassen. Zur Seite stellen.
(2) Die Enden der Bohnen abschneiden und dann die Bohnen je nach Größe halbieren oder ganz lassen. Waschen. In kaltem Salzwasser aufsetzen. Und ab dem Zeitpunkt des Kochens, die Flamme auf mittlere Hitze zurück schalten und in ca. 10 Minuten fertig garen, bis sie zwar noch bissfest sind, aber nicht mehr quietschen. Durch ein Sieb abgießen.
(3) Während die Bohnen kochen die Kartoffeln in kaltem Wasser mit Salz und dem Kümmel als Pellkartoffeln aufsetzen. In 25-30 Minuten gar kochen. Abgießen und ein bisschen abkühlen lassen.
(4) Für das Dressing die Basilikumblätter mit einem Sieblöffel für wenige Sekunden in das kochende Wasser der Bohnen halten. In einem  Sieb unter fließendem Wasser abkühlen. Vorsichtig aber gut trocknen. Die blanchierten Blätter mit etwas Salz, Pfeffer, dem restlichen Weißweinessig und dem neutralen Öl in einen kleinen Häcksler geben und fein pürieren. Dann das Olivenöl unterrühren. Mit einem Schluck Wasser verrühren, um es ein wenig geschmeidiger zu machen. Zur Seite stellen.
(5) Für den Salat die Zwiebeln samt Marinierflüssigkeit in eine ausreichend große Schüssel geben. Die noch warmen Bohnen darauf geben, verrühren, damit die Zwiebelwürfel in der Restwärme ein wenig garen können. Die Kartoffeln pellen und in mittelfeine Scheiben schneiden. Zu den restlichen Zutaten geben. Das Dressing darüber geben, salzen, pfeffern und alles vorsichtig miteinander verrühren.
(6) Abgedeckt ca. 1 Stunde ziehen lassen. Nochmal abschmecken, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt.

Genießen!

Der Salat kann solo sehr gut gegessen werden, es passt aber auch Paniertes wie Patisson oder ein Schnitzelchen dazu, gerne auch gekochtes Ei.

Drei vegane Salate zum Grillen

Ist das Wetter wieder angenehm warm? Lädt es zum Grillen mit Freunden ein? Ich hoffe doch, denn jetzt am 19. Juli, wo ich diesen Beitrag schreibe, weiß ich es einfach noch nicht … Trotzdem möchte ich Euch diese drei Salate nicht vorenthalten, die sich perfekt als Grillbeilage eignen.

Zufällig sind die alle vegan geraten. Ich mag es einfach lieber, wenn mein Salat aus viel Gemüse besteht, wenn das Grillgut schon etliche tierische Proteine (egal, ob von Käse oder Fleisch) enthält.

Als erstes möchte ich Euch einen Couscous-Salat zeigen, dessen Gemüse auf der Idee von Ratatouille basiert. Die Paprika-, Auberginen- und Zucchinistücke hab ich angebraten und dabei provenzalisch gewürzt, während die Kirschtomaten roh in den Salat kamen. Noch frische Petersilie und Zitronensaft und -schale dazu und ein frischer Salat ist fertig.

Ratatouille-Couscous-Salat

Zutaten für 3 Portionen:
1/2 Paprikaschote
1 kleine Aubergine
1 mittlere Zucchini
1 Knoblauchzehe
4,5 + 4 EL Olivenöl
2 TL Kräuter der Provence
Salz, Pfeffer
1 kleine Tasse Couscous
1 kleine Tasse kochendes Wasser
6-10 Cherrytomaten
1/2 Bund Petersilie
1/2 Zitrone, Saft + Schale

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Paprikaschote entkernen. Von Zucchini und Aubergine die Enden abschneiden. Alles in 1 cm große Würfel schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und in dünne Scheiben schneiden.
(2) In einer Pfanne 1,5 EL Öl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Paprikawürfel hinein geben und bei dieser Hitze einige Minuten anbraten bis sich braune Stellen auf der Haut bilden und die Paprika etwas angegart, aber noch Biss hat. Jetzt noch für 1 Minuten die Knoblauchscheiben zugeben. Die fertigen Würfel in eine Schüssel geben und zur Seite stellen. Wieder 1,5 EL Öl erhitzen und die Zucchiniwürfel anbraten. Etwas salzen und pfeffern sowie 1 TL der Kräuter der Provence über die Zucchini streuen. So lange anbraten bis sie etwas gebräunt sind. Zu den Paprika nehmen. Wieder 1,5 EL Olivenöl erhitzen und die Auberginenwürfel anbraten. Auf mittlere Hitze runter schalten, salzen, pfeffern und ebenfalls mit Kräutern der Provence bestreuen. So lange garen lassen bis die Aubergine weich-cremig und nicht mehr gummiartig ist. Wer Angst hat, dass sie verbrennen, gibt etwas Wasser drüber und lässt es verkochen. Auch zu dem restlichen Gemüse geben.
(3) Den Couscous in eine kleinere Schüssel geben, etwas salzen. Mit dem kochenden Wasser übergießen, abdecken und 5-10 Minuten quellen lassen. Mit der Gabel auflockern und zum angebratenen Gemüse geben.
(4) Die Cherrytomaten vierteln, die Petersilie fein hacken. Zum Salat geben. Mit der Zitronenschale und dem Saft würzen. Noch etwas salzen und pfeffern. Das restliche Olivenöl zugeben und alles gut verrühren. Etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Genießen!

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Vor wenigen Wochen war die beste Nadine und ihre Familie zum Grillen bei mir. Weil ein sehr heißer Tag angesagt war und Nadine gerade in anderen Umständen ist, wollte ich einen Kartoffelsalat ohne Mayo machen. Nachdem sich noch ein paar Radieschen und etwas Gurke im Kühlschrank fanden, wurden die mit in den Salat gehobelt. Als Dressing benutzte ich die klassische süddeutsche Variante mit Brühe, Essig und Senf. Zum Schluss frischer Schnittlauch vom Balkon drüber gestreut und fertig war ein köstlicher, herzhafter Kartoffelsalat, den alle sehr gerne mochten. Blieb wirklich nur eine Winzigkeit übrig (die Portion war echt groß, wenn ich bedenke, was wir alles noch zum Essen hatten *g*), die Nadine dann für ihr Büromittagessen am nächsten Tag mitnahm :-)

Leichter Kartoffelsalat mit Radieschen und Gurken

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg vorwiegend festk. oder festkochende Kartoffeln
Salz
1 Prise Kümmel
1/2 Bund Radieschen
1/2 Salatgurke
1 Zwiebel
2 + 4 EL neutrales Öl
250 ml Gemüsebrühe
4 EL Weißweinessig
Pfeffer
2 TL Zucker
1 EL Senf
1 Bund Schnittlauch

(1) Am Vortag die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser gewürzt mit ein wenig Kümmel garen. Abgießen, etwas abkühlen lassen, pellen und dann im Kühlschrank bis zum nächsten Tag lagern.
(2) Die Radieschen und Gurke putzen und mit Hilfe eines Hobels in dünne Scheibenhobeln. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die vorgekochten Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben, die Platz für den fertigen Salat hat. Die Kartoffelscheiben gut salzen und pfeffern.
(3) In einem kleinen Topf 2 EL Öl auf mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebeln zufügen und in einigen Minuten weich dünsten. Die Brühe zugießen. Auch den Essig und dann mit Salz, Pfeffer, Zucker und Senf würzen. Gut verrühren und kurz aufkochen lassen. Kosten, ob noch etwas fehlt und nachjustieren. Das Dressing sollte sehr würzig schmecken.
(4) Das fertige Dressing über die Kartoffelscheiben gießen und vorsichtig umrühren. Die restlichen 4 EL Öl drüber geben. Dann die Radieschen- und Gurkenscheiben vorsichtig unterheben. Etwa 30 Minuten ziehen lassen.
(5) Den Schnittlauch fein hacken und kurz vorm Servieren drüber streuen.

Genießen!

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Mögt ihr eher asiatische Aromen? Dann ist dieser Salat vielleicht was für Euch! Mir war schon länger nach einem asiatischen Salat, aber so recht wurde ich mit der Idee, Mie- oder Ramen-Nudeln zu benutzen nicht warm. Da fiel mir ein, dass ich ja noch Soba-Nudeln, also japanische Nudeln aus Buchweizen im Vorratsschrank hatte. Das wäre doch eine Idee, dazu noch etwas Gemüse. Neben den üblichen Verdächtigen Möhre, Paprika und Frühlingszwiebel wanderten auch Gurke und Zuckerschoten in die Schüssel. Das Dressing fand ich auf dem amerikanischen Blog „May I have that recipe?“ und war sofort angefixt von den Zutaten Miso und Orange. Die restlichen Zutaten waren auch alle da. Perfekt! Ich habe die Mengen ein bisschen verändert, aber auch so wurde es ein wunderbar würziges und gleichzeitig herrlich fruchtiges Dressing, das wie gemacht ist für die nussigen Sobanudeln und das Gemüse. Der Salat muss auch nicht lange durchziehen, sollte aber, wenn möglich, am selben Tag gegessen werden. Am nächsten ist das Gemüse nicht mehr so schön knackig und die Nudeln werden von der Konsistenz unschöner.

Soba-Salat mit fruchtigem Miso-Dressing

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittelkleine Möhre
1/3 Salatgurke
1/2 Spitzpaprika
1 handvoll Zuckerschoten
1 größere Frühlingszwiebel
100 g Sobanudeln

2 EL Sesamkörner

Fruchtiges Miso-Dressing:
2 cm Ingwer
2 TL helles Miso
Saft von je 1/2 Zitrone und Orange
1 EL Reisessig
1,5 EL Ahornsirup
3 EL Olivenöl

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Möhre schälen und in streichholzgroße Streifen schneiden. Die Gurke waschen, trocknen, halbieren, entkernen und in dünne Halbmonde schneiden. Von der halben Spitzpaprika die weißen Scheidewände entfernen, in feine Streifen schneiden, die dann noch halbiert werden. Die Zuckerschoten waschen, trocknen, Enden entfernen und die Schoten schräg dritteln. Von der Frühlingszwiebel das Wurzelende abschneiden, die unschöne äußere Schicht abziehen und in feine Ringe schneiden. Alles in eine Schüssel geben.
(2) Für das Dressing den Ingwer schälen und fein reiben. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel gründlich verrühren. Über das Gemüse gießen und verrühren.
(3) In einem Topf 1 l Wasser zum Kochen bringen. Wenn es kocht, die Sobanudeln nach Packungsanweisung bissfest garen (hier 3 Minuten). In ein Sieb abgießen und unter laufendem, kalten Wasser abschrecken. Zum Gemüse und dem Dressing in die Schüssel geben und gut verrühren.
(4) Eine kleine Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Sesamkörner zufügen und unter gelegentlichem Schütteln goldbraun rösten. Über den Salat streuen.

Genießen!

Quelle: Dressing nach „May I have that recipe“ – Cold Soba Noodles with White Miso Dressing

Blog-Event CLIV: Salat satt – Nahöstlicher Brotsalat

Endlich Sommer! Ja, auch wenn ich die Wärme nicht gut vertrage, von Hitze sprechen wir erst gar nicht, mag ich das Licht, die lauen Abende, das die Natur geradezu übersprudelt und alles vor sich hin wächst und reift. Endlich können wir kulinarisch wieder aus dem Vollen schöpfen!

Und bei vielen Leuten gibt es zur Zeit fast ausschließlich Salate. Aber das kann ich nicht, da sind Susanne von „Magentratzerl“ und ich uns sehr ähnlich. Ich bin ein äußerst schlechter Salatesser und Blattsalate werden bei mir konsequent aus der Biokiste geschmissen, weil ich die einfach nicht verbraucht bekomme … Was geht sind so stückige Gemüsesalat wie z.B. Griechischer Hirtensalat. Ich liebe Tomaten, Paprika und Gurken und gegen Feta kann ich auch überhaupt nichts sagen. Die Variante gibt es öfter zum Abendbrot. Und diese Variante scheint bei den Völkern des östlichen Mittelmeers sehr verbreitet zu sein.

Letztens hatte ich noch ein Stück Fladenbrot übrig, dass ich dann schnell zu einem Brotsalat mit nahöstlichem Einschlag verarbeitete. Bei Brotsalaten gibt es ja zwei Lager, die einen mögen das Brot knusprig im Salat, die anderen eher weich. Ich glaube, ich gehöre zum Team „Knusprig“, wenn das Brot noch so ein paar Röstaromen abbekommt, ein Träumchen! Die üblichen Verdächtigen Tomate, Paprika und Gurke waren natürlich auch vertreten. Und was macht diese Variante jetzt nahöstlich? Das Brot briet in dem Öl zusätzlich mit etwas Kreuzkümmel an, es kam eine sportliche Portion gehackte Petersilie rein und über den fertigen Salat kamen noch eine Prise säuerlicher Sumach. So entstand ein sättigender, leicht säuerlicher, erfrischender Salat, der an heißen Tagen glücklich macht. Am nächsten Tag ist das Brot zwar durchgeweicht, das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch, so dass Reste gut mit ins Büro genommen werden können.

Ich bin ja mal gespannt, was noch alles beim von Susanne veranstalteten Blogevent „Salat satt“ in Zorras „Kochtopf“ an Salaten zusammen kommt, die zum Nachmachen animieren und mich eventuell in eine Salatperson verwandeln? Wer weiß ;-)

Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019)

Nahöstlicher Brotsalat

Zutaten für 1-2 Portionen:
50 g Brot (z.B. Fladenbrot von gestern)
2 + 6 EL Olivenöl
1/2 TL Kreuzkümmel gemörsert
1/2 Paprikaschote
1/3-1/2 Schlangengurke
2 handvoll Cherrytomaten
1 deutsches Bund Petersilie
1 Prise Sumach
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone Saft
100 g Feta

(1) Das Brot in grobe Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Den Kreuzkümmel und die Brotstücke zugeben und unter gelegentlichem Rühren so lange Braten, bis die Brotstücke braun sind. In eine Salatschüssel geben.
(2) Die Paprikaschote entkernen und die weißen Häutchen rausschneiden. Von der Gurke das Ende abschneiden. Beides in etwa 0,5 cm große Würfel schneiden. Die Cherrytomaten halbieren oder vierteln, je nach Vorliebe. Die Petersilie fein hacken. Alles zum Brot geben. Salzen, pfeffern und mit dem Sumach bestreuen.
(3) Zitronensaft und restliches Olivenöl drüber geben und alles gut verrühren. Zum Schluss den Feta drüber krümeln.

Genießen!

Farbe im Winter: Rote Bete-Süßkartoffel-Salat mit Orange

Wurzelgemüse müssen nicht nur langweilige und beige-braune Kartoffeln, Pastinaken oder Steckrübe sein, es gibt auch in der dunklen Jahreszeit viele Möglichkeiten sich fröhlich, bunte Farbe auf den Teller zu holen, z.B. mit der Hilfe von Süßkartoffeln und Roter Bete. Rote Bete ist nicht nur selbst schön rot (haha!), nein sie färbt auch alles, womit sie in Berührung kommt dunkelrosa, so dass man nach dem Schneiden wie Lady MacBeth höchstpersönlich aussieht. Oder man benutzt einfach dünne Einweghandschuhh ;-) Und die Süßkartoffel bringt auch ein bisschen orangen Sonnenschein auf den Teller neben ihren ganzen Vitaminen und Mineralstoffen. Ihr merkt also, es kann nicht verkehrt sein, die beiden zu kombinieren.

Gefunden habe ich das Rezept im wirklich wunderbaren Buch „Veggiestan“ von Sally Butcher, die darin die Gemüseküche des Nahen Ostens vorstellt. Und glaubt mir, daraus werde ich noch ganz viel kochen! Der Salat ist einigermaßen fix gekocht und braucht auch nicht so viele superexotische Zutaten. Und der Geschmack? Hammer! Wirklich köstlich – die Erdigkeit der Roten Bete wird schön durch die Fruchtigkeit der Orange ausgeglichen. Außerdem helfen die Gewürze und Kräuter zu einer angenehmen, aber subtilen Würze und Frische. Ich war wirklich begeistert von dem Rezept und hoffe sehr, dass ihr es auch ausprobiert. Es lohnt sich wirklich!

Rote Bete-Süßkartoffel-Salat mit Orange

Zutaten für 2-3 Portionen als Beilage:
1 mittelgroße Rote Bete
1 Süßkartoffel
1 mittlere Karotte
je 1 kleine handvoll Petersilie und Minze
1/2 unbehandelte Orange, Saft und Schale
1 kleines Stückchen Ingwer
je 1 große Prise gemahlener Kreuzkümmel und Zimt
2 EL Olivenöl
1 TL Balsamicoessig
Salz, Pfeffer

(1) Die Rote Bete und Süßkartoffel schälen und ca. 1,5 cm groß würfeln. Getrennt voneinander aufbewahren. Die Rote Bete in wenig Salzwasser bei mittlerer Hitze garen, das dauert etwa 35 Minuten. Die Süßkartoffel nach 20 Minuten zugeben und noch 15 Minuten köcheln bis beides weich, aber nicht verkocht ist. Abgießen und abkühlen lassen.
(2) Währenddessen die Karotte schälen und grob raspeln. Die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken. Von der halben Orange die Schale fein abreiben und dann den Saft auspressen. Den Ingwer schälen und ebenfalls fein reiben.
(3) Aus dem Orangensaft, -schale, Ingwer, Balsamico und Olivenöl ein Dressing rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(4) Die Gemüsewürfel mit Karotten und Kräutern vermischen, das Dressing unterrühren. Und noch kurz ziehen lassen.

Genießen!

Quelle: Butcher, S. (2011): Veggiestan – Der Zauber der orientalischen Gemüseküche. Christian Verlag. p 36

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