Archiv der Kategorie: Salate

Schneller Rote Bete-Salat mit Feta

Plant Ihr auch manchmal Essen, aber wisst nicht so recht, was man dazu essen könnte? Ein Salat wäre ja ganz nett, aber nicht so was fies sättigendes, aber auch nicht nur einzelne grüne Salatblätter in dünner Vinaigrette…

Dieser Rote Bete-Salat mit Feta ist Eure Rettung! Er ist superfix zubereitet, denn man kann auch die vorgegarte Rote Bete aus dem Supermarkt nehmen und kann sofort gegessen ohne lange Durchziehzeit. Außerdem sind die Zutaten alle im normalen Supermarkt zu bekommen bzw. schon in Eurem Vorratsschrank. Und lecker ist dieser Salat noch obendrein! Das Erdige der Bete wird durch die Säure von Zitrone und Balsamico gut ausgeglichen. Und lasst bloß nicht Feta und Minze weg, die nochmal einen schönen Kontrast reinbringen! Bei uns in der Familie ist er Standard geworden und passt auch wunderbar zum Abendbrot! Also los, worauf wartet Ihr!

Schneller Rote Bete-Salat mit Feta

Zutaten für 4 Portionen:
500 g vorgegarte Rote Bete
1 kleines Bund Petersilie
1-2 Zweiglein Minze
Salz, Pfeffer
1/2 – 1 Zitrone, Saft
2 EL Balsamicoessig
4-6 EL Olivenöl
50 – 100 g Feta

Die Rote Bete grob reiben (per Hand mit der Reibe, mit Hilfe einer Küchenmaschine). Die Petersilie und Minze waschen, gut trocknen, fein hacken und mit der Rote Bete mischen.
Salzen und pfeffern. Alles mit dem Zitronensaft, Balsamico und Olivenöl vermischen. Abschmecken. Zum Schluss den Feta über den Salat krümeln.

Genießen!

Quelle: nach Jamie Oliver „30 Minutes meals“

Erfrischender deutscher Gurkensalat

Zwischendurch möchte ich Euch einen kleinen Beilagenklassiker vorstellen, den es, schätze ich, in jeder Länderküche in irgendeiner Form gibt. Heute mal eine deutsche Variante, die ziemlich einfach herzustellen ist. Und an heißen Sommertagen wie Anfang August ein wirklich erfrischendes Mittagessen sind. Dazu gibt es bei mir noch ein paar Kartoffeln, die mit dem Salat zusammen zermanscht werden und ein bisschen Rührei. Ein großartiges Essen, wenn man eigentlich schon was Warmes im Bauch haben will, aber draußen über 30°C herrschen. Auch als Beilage zu Gulasch, egal ob mit Fleisch oder vegetarisch, zu Braten oder Schnitzeln (auch hier wieder egal, ob aus Hähnchen, Schwein, Pilzen, Kürbis oder Blumenkohl) ist er ideal! In Ungarn gibt es Gurkensalat im Sommer eigentlich jede Woche. Also falls ihr mal wieder nicht wisst, was es geben könnte, dieser Gurkensalat passt immer und noch bekommt ihr wunderbar aromatische Gurke zu kaufen!

Deutscher Gurkensalat

Zutaten für 2-3 Portionen:
750 g Gurken
2 TL Salz
1 kleine Schalotte
Pfeffer
2 TL Zucker
2 EL Weißweinessig
250 g Joghurt
1/2 Bund Dill

(1) Von den Gurken die Enden abschneiden und die Gurken schälen. Dünn hobeln und in eine Schüssel geben. Mit dem Salz gut vermischen und mindestens 30 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen.
(2) Nach der Zeit die Gurken gut mit den Händen ausdrücken und in eine Schüssel geben. Die Schalotte häuten, fein würfeln und zu den Gurken geben. Den Dill waschen, trocknen, fein hacken.
(3) Jetzt pfeffern, mit dem Zucker bestreuen, Weißweinessig und den Joghurt gründlich unterrühren. Zum Schluss den Dill unterheben und nochmals abschmecken und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer oder Zucker nachwürzen.

Der Salat passt wunderbar als Beilage zu Gulasch aus Fleisch oder Gemüse, diversen Braten oder als Hauptmahlzeit in der Sommerhitze mit Rührei und ein paar Kartoffeln, die mit dem Salat vermischt werden.

Genießen!

Idee nach German AbendbrotGurkensalat

Huch, Sommer! – Zucchini mit ukrainischem Kräuter-Essig-Dressing

Huch, wie ist es denn auf einmal Sommer geworden? Gefühlt bin ich doch gerade erst aus meinem einwöchigen Urlaub in Budapest Ende Februar zurück gekommen *amKopfkratz*

Da kam dann ja dieses miese-fiese Virus, das vieles sehr durcheinander gebracht hat. In der schlimmen Phase ging ich zum Spazieren raus und traf mich auf dem Stadtfriedhof mit meiner Ergo- und Physiotherapeutin, um dort was für meine Gesundheit zu tun. So sah ich wunderbar wie der Frühling ins Land zog, beobachtete Eichhörnchen, lauschte Vögelchen, tat ein bisschen was für meine Gesundheit. Einkäufe übernahmen die besten Kolleginnen, ließ ich liefern bzw. holte ich mir fertig zusammen gestellt am Supermarkt nebenan fix ab. Und ich bekam die Tage auch rum. Ich widmete mich mehr dem Brotbacken, wie so viele (aber ohne Bananenbrot), kochte, guckte Märchen und Hausumbausendungen, kümmerte mich um die Baby-Paprika und Baby-Tomaten, die sich jetzt auf meinen Balkon breit machen.

Seit Ende Mai bin ich auch wieder im Büro, ich gehe selbst einkaufen (ein Hoch auf die Maske!) und suche selbst aus, welche Gurke ich essen möchte. Hallelujah! Die Ergo- und Physiotherapie finden noch immer spazierend statt. Ich halte mich immer noch von geschlossenen Räumen mit vielen fremden Menschen fern, ich versuche mein Essen so zu planen, dass ich nur einen Tag in der Woche einkaufen gehe und auch auf Arbeit geben wir alle unser Bestes, die Bestimmungen einzuhalten. Das erinnert manchmal an eine moderne Tanzchoreographie *g* Aber sonst hat sich in meinem Leben nicht so wahnsinnig viel geändert, um ehrlich zu sein… Aber ja, als Risikopatientin bin ich immer noch vorsichtig!

Kommen wir zum Blog. Natürlich habe ich die Rezepte der gekochten Gerichte natürlich auch aufgeschrieben und Bilder vom Essen gemacht, aber den letzten Schritt in den Blog haben sie bisher nicht geschafft. Sie sind sortiert, die Artikel als Entwurf mitsamt Rezept angelegt, nur die Motivation zu schreiben, fehlte. Aber jetzt!

Eine meiner Lieblingskochbuchautorinnen, Olia Hercules, hat ein neues Buch namens „Summer Kitchens“ rausgebracht. Sie wurde in der Südukraine geboren, lebte dort sehr lange und dann verschlug es sie über Zypern nach London. „Summer Kitchens“ ist ihr mittlerweile drittes Buch nach „Mamuschka“ und „Kaukasis“, die ich natürlich auch besitze und liebe! In ihrem neuen Buch geht es wieder um die ukrainische Küche und im Besonderen, um die Sommerküchen, die es traditionell außerhalb der Häuser gab und immer noch gibt. Olia Hercules reiste durch die Ukraine, besuchte die Menschen in ihren Sommerküchen und ließ sich die typischen Gerichte zeigen. Es geht um eingelegte und fermentierte Köstlichkeiten, Kleinigkeiten zum Frühstück und Abendessen, Suppen und Brühen, natürlich Brot und Knödel (Teigtaschen), ein großes Kapitel nur mit Gemüse, Fleisch und Fischrezepte und es darf natürlich nix Süßes zum Ende fehlen. Es werden Aromenkombinationen vorgestellt, die mir bisher fremd sind, mich aber sehr ansprechen. Ein paar Sachen kommen mir auch aus der ungarischen Küche bekannt vor. Es ist faszinierend! Man erfährt in den Kapiteleinführungen auch sehr viel über die unglaubliche Vielfalt der ukrainischen Küche! Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu kaufen und sich die Ukraine auf die eigene kulinarische Landkarte zu holen.

Als erstes möchte ich Euch einen leichten und sehr sommerlichen Salat vorstellen, der alle freuen wird, die gerade in Zucchini ertrinken. Die Zucchini werden nur goldbraun gegart, wahlweise in der Pfanne, Ofen oder auf dem Grill und dann mit dem wunderbar frischen Lyok-Dressing beträufelt. Und diese Variante eines Dressings kannte ich auch noch nicht. Ich denke, die Grundlage sind wirklich nur guter Essig und Knoblauch, die süß-säuerlich abgeschmeckt werden und somit vielseitig einsetzbar sind. In dieser Variante kommen aber noch eine Menge frischer Kräuter wie Dill und Estragon mit rein. Traditionell wird alles im Mörser zerstoßen, aber Ihr könnt auch Euren elektrischen Mixer nutzen, dauert nicht so lange und ist kräftesparend. Und die Kombination ist göttlich! Die cremigen Zucchinischeiben mit diesem süß-sauren Dressing sind eine Offenbarung! Die vielen Kräuter geben ein richtig schönes Aroma! Ich konnte fast nicht aufhören zu essen… Einen kleinen Minuspunkt gibt es, der Salat schmeckt nur am selben Tag. Also lieber alles gleich aufessen :-D

Aber freut Euch definitiv noch auf mehr Rezepte aus dem „Summer Kitchens“-Buch, es ist ein unendlicher Quell der Ideen!

Zucchini mit Kräuter-Essig-Dressing (lyok) nach ukrainischer Art

Zutaten für 2-3 Portionen:
2-3 mittlere Zucchini
2-3 EL Pflanzenöl

Für das Kräuter-Essig-Dressing:
4 Zweige Thymian
1 handvoll Estragonblätter
1 handvoll Dill mit Stielen
1 handvoll Petersilie mit Stielen
1 Knoblauchzehe
6 EL Apfelessig
2 TL Honig oder Zucker
Salz, Pfeffer

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Zucchinis waschen, trocknen. Die Enden ab- und die Zucchinis in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Ohne einander zu überlappen auf das Blech legen und von beiden Seiten mit dem Öl bepinseln. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen bis sie goldbraun sind.
(3) In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten. Die Kräuter waschen, gut trocknen, Blättchen abzupfen, von Dill- und Petersilienstengeln die Enden abschneiden. Die Knoblauchzehe häuten und würfeln. Die Kräuter und Knoblauchzehe entweder in einem Mörser gründlich zerstampfen oder in einem Mixer fein mixen. Im Mixer den Apfelessig zufügen, damit es sich besser zerkleinert. Die Kräuter-Essig-Mischung mit dem Honig, Salz und Pfeffer fein süß-säuerlich abschmecken, es darf ruhig eine spürbare Pfeffernote vorhanden sein.
(4) Die gebackenen Zucchinischeiben warm auf einer Platte arrangieren und jede Scheibe mit etwas vom Dressing bestreichen. Ein bisschen ziehen lassen und dann lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Es passt wunderbar als Vorspeise, kann aber auch mit ein paar Pellkartoffeln eine vollwertige Mahlzeit sein.

Genießen!

Quelle: Hercules, O. (2020): Summer Kitchens. Bloomsbury. p 210

Gegen den kulinarischen Winterblues – Steirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Wo wir letztens schon beim Kürbiskernöl waren, bleiben wir doch gleich dabei! Ich hatte noch Kartoffeln, die vorm Urlaub in Budapest aufgebraucht werden wollten. Es bot sich an, daraus Kartoffelsalat zu basteln, weil ich eh noch Klopse/Buletten/Frikadellen für die kommende lange Zugfahrt braten wollte. Und so langsam setzt auch bei mir die kulinarische Wintermüdigkeit ein und ich sehne mich nach frischem Grün! Da liegt es nahe den Feldsalat, der gerade auch Saison hat, in dem Salat zu schmeißen und das ganze auf steirische Art mit Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernchen zu machen.

Zum Glück ist das alles einfach und schnell gemacht, mit Zutaten die wahrscheinlich in Eurem Vorratsschrank schlummern. Einzig, die Kartoffeln sollten am Vortag gekocht und gepellt werden, damit sie die richtige Konsistenz für den Salat haben und nicht bei der kleinsten Berührung beim Durchrühren auseinander fallen. Das Dressing ist die klassische lauwarme Brühe-Essig-Variante, die hier auch noch durch ein bisschen Senf verfeinert wird. Das Kürbiskernöl wird wirklich erst zum Schluss über die einzelnen Portionen geträufelt, sonst bekommt der Salat eine seltsame Farbe..

Also, wenn Euch nach frischem Grün gelüstet und Ihr Lust auf Kartoffelsalat habt, diese Variante hilft sehr gut über den kulinarischen Winterblues hinweg! (Und wenn Ihr den Speck weglasst, ist er sogar vegan! *g*)

Steirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Zutaten für 3 Portionen:
500 g Kartoffeln
(festkochend oder vorwiegend festkochend)
Salz
Prise Kümmel
1 EL Butter
50 g Speck
1 große Zwiebel
25 g Kürbiskerne
125 ml Gemüsebrühe
80 ml Apfelessig
1 EL mittelscharfer Senf
Pfeffer
Zucker
3 handvoll Feldsalat
3 EL Kürbiskernöl

(1) Am Vortag: Die Kartoffeln in kaltem Salzwasser, gewürzt mit einer Prise Kümmel, aufkochen lassen und je nach Größe dann 20-40 Minuten garen bis sie weich sind. Abgießen und etwas abkühlen lassen. Pellen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank lagern.
(2) Am nächsten Tag den Speck und die Zwiebel fein würfeln. Die gekochten Kartoffeln vom Vortag in dünne (etwa 3 mm) Scheiben schneiden. Diese in eine Schüssel geben.
(3) Die Kürbiskerne in einem kleineren Topf bei mittelhoher Hitze (Stufe 2 von 3) unter Aufsicht und gelegentlichem Schütteln rösten bis sie duften und beginnen zu platzen. In ein Schälchen geben und zur Seite stellen.
(4) Die Hitze unter dem Topf auf mittelniedrig zurück schalten. Die Butter und den Speck zusammen reingeben und anbraten bis die Speckwürfel beginnen zu bräunen. Die Zwiebelwürfel hinein geben und mit andünsten.
(5) Mit dem Essig und der Brühe ablöschen. Etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Senf unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Es darf ruhig etwas intensiver schmecken, die Kartoffeln „schlucken“ noch einiges an Geschmack. Über die Kartoffeln gießen und vorsichtig unterrühren. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen, gerne auch länger.
(6) Vor dem Servieren den Feldsalat putzen, waschen und gut trocken schleudern. Unter den Salat rühren. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt

Den Salat auf den Tellern verteilen, jede Portion mit 1 Esslöffel Kürbiskernöl begießen und einigen gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

Genießen!

Quelle: HomemadestuffSteirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

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